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            <title type="main">Donnerstag, der 19. Juli 1979 bis Sonntag, der 22. Juli 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_01">Donnerstag, 19. Juli, bis Sonntag, 22. Juli 1979<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_02">MR <rs type="person" ref="#per__150644">Donhauser</rs> vom Präsidium des Land- und Forstwirtschafts<lb break="no"/>ministeriums hat eine ganze Reihe von Akten zur sofortigen<lb/>
Unterzeichnung mir vorgelegt. Bei genauerer Betrachtung, wahrschein<lb break="no"/>lich hat er dies gar nicht erwartet, stellte ich fest, dass es sich<lb/>
um Repräsentationsausgaben für den Pressereferenten Stieglitz<lb/>
seit dem Jahre 1978 handelt. Andere wieder betrafen Ausgaben<lb/>
die überhaupt nicht sofort erledigt sein müssen. Ausserdem wurden<lb/>
organisatorische Änderungen durch Referatseinteilungen und Neu<lb break="no"/>schaffungen mir vorgelegt. Ich hatte den Eindruck, dass man ver<lb break="no"/>suchte, die Vertretung <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden's</rs> dazu zu benützen, um Probleme<lb/>
die man mit ihm nicht besprechen wollte, mir zu unterschieben und zu<lb/>
erledigen. Ich hatte nur den Akt, 3 Feldstecher von Swarovski, die<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> auf seine China-Reise als Repräsentationsgeschenke mit<lb break="no"/>genommen hatte, damit dies auch als erledigt gelten kann. Weiters<lb/>
ersuchte mich <rs type="person" ref="#per__150644">Donhauser</rs>, einen Akt, der die Amtskasse entlastet,<lb/>
da er über 3.000 Schilling ausgemacht hat und daher von der Amts<lb break="no"/>kasse gar nicht hätte bezahlt werden dürfen, zu quittieren. Alles<lb/>
andere stellte ich zurück. Entweder muss dies <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> erledigen,<lb/>
bis er kommt oder, wenn es sich jetzt um dringende Fälle handelt,<lb/>
wird MR <rs type="person" ref="#per__114570">Steiner</rs>, den ich davon verständigt habe – und wo mich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> besonders ersuchte keine Akte ohne ihn zu machen – am<lb/>
Montag sie sich im einzelnen ansehen. Im Landwirtschaftsministerium<lb/>
wird man sich daran gewöhnen müssen, Ministerakte so vorzubereiten,<lb/>
wie dies auch bei uns im Handelsministerium geschieht. Ohne Büro,<lb/>
sprich dort Sekretär des Ministers, ohne den Vertrauenssektionschef<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114570">Steiner</rs> gibt es bei mir keine Unterschrift.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Macht dies bitte MR <rs type="person" ref="#per__150644">Donhauser</rs><lb/>
klar.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_04">SChef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> hat, bevor er in Urlaub geht, noch das Bedürfnis mit<lb/>
mir einige Energieprobleme zu besprechen. Ich stehe ihm selbstver<lb break="no"/>ständlich sofort zur Verfügung. Bezüglich des Artikel 15 Staatsver<lb break="no"/>trag, wegen Energiesparmassnahmen mit den Ländern, stellt sich<lb/>
nun heraus, dass das Justizministerium nicht nur für das Miets<lb break="no"/>haus, sondern auch für die Eigentumswohnungen entsprechende ge<lb break="no"/>setzliche Vorbereitungen treffen muss. Die Verhandlungen mit dem<lb/>
Finanzministerium sollen jetzt wesentlich leichter laufen. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs><lb/>
bildet sich allen Ernstes ein, nur seine Bemerkung, die ganze Zu<lb break="no"/><pb n="49-0822" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-19_1979-07-22_0822.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sammenstellung über die Massnahmen<add>[zum]</add> Energiesparen seien <choice><choice><sic>für</sic><corr>zum</corr></choice></choice><lb/>
Krenreiben und hätten nur als Alibifunktion der Minister ge<lb break="no"/>dient, veranlasst jetzt das Finanzministerium mit ihm zu koope<lb break="no"/>rieren und so schnell als möglich zu einem positiven Abschluss<lb/>
in allen offenen Fragen zu kommen. Sicher ist in meinen Augen nur<lb/>
eines, dass <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> bis jetzt, wo er sich für die Energiefrage<lb/>
nicht verantwortlich gefühlt hat, auch keinerlei Interesse gezeigt<lb/>
hat, schnell zu einer positiven Lösung zu kommen. Dies hat sich<lb/>
jetzt sicherlich geändert. Seitdem er in den Zeitungen als der Energie<lb break="no"/>macher dargestellt wird. Finanzsektionschef <rs type="person" ref="#per__150645">Bauer</rs> steht jetzt<lb/>
sehr positiv zu der Einkommensteuergesetznovelle, zur Mineralöl<lb break="no"/>steueränderung bezüglich Wärmepumpen, Kraftwärmekupplungen usw.<lb/>
Am 29. August sollen das Finanzminister, die Länder, das Justiz<lb break="no"/>ministerium und insbesondere auch unsere Gewerbesektion mit <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs><lb/>
die Abschlussbesprechungen führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_05">Die Erhöhung der Oktanzahl, glaubt <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs>, könnte die ÖMV ohne weiteres<lb/>
machen. Bei ihm wird diese Frage <rs type="person" ref="#per__126515">Thalhammer</rs> und <rs type="person" ref="#per__114624">Obermair</rs> während<lb/>
seiner Abwesenheit weiter behandeln. Ich selbst habe verlangt,<lb/>
dass ich mit den ÖMV-Verantwortlichen und Techniker, der die<lb/>
Details genau kennt, <rs type="person" ref="#per__150597">Ruttenstorfer</rs>, so schnell als möglich Gespräche<lb/>
aufnehmen werde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_07">Für die Beschwerdekommission, die bei Nichtbelieferung von Heizöl<lb/>
installiert werden soll und die <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> als Obersalzamt bezeichnet<lb/>
hat, will er nun doch Dr. <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> dafür abkommandieren. Für die<lb/>
Brennstoffrationierung müssten jetzt in den Ländern Haushalts<lb break="no"/>listen erstellt werden und dafür ist auch <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> in der Energiesek<lb break="no"/>tion verantwortlich.<lb/>
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ich die beiden Punkte mit ihm besprechen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_09">Für die Rationierung hat <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> festgestellt, dass die alten Karten<lb/>
für die seinerzeitige Benzinrationierung nicht mehr am letzten Stand<lb/>
sind. Es müssten jetzt neue EDV Karten angelegt werden oder mit den<lb/>
Versicherungen Vereinbarungen getroffen werden, damit die alten<lb/>
ergänzt werden. Die Versicherungen haben angeblich nur die Polizzen<lb/>
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nicht aber dessen Kennzeichen.in der EDV vollständig angegeben.<lb/>
Dies kann ich mir nicht vorstellen. Ich werde auch diese Frage<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> besprechen müssen. In Wien ist die Kennzeichnungs-EDV<lb/>
in der Berggasse zentralisiert. Man muss mit mindestens 3% Rekla<lb break="no"/>mationen rechnen, wenn es zu einer Rationierung kommen sollte.<lb/>
In den Ländern ist es besser, denn dort liegen die Unterlagen<lb/>
in den Bezirkshauptmannschaften.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_11">Präs. <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> und <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs>, sein Zentralsekretär, des Freien<lb/>
Wirtschaftsverbandes hat über die offenen Probleme mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und<lb/>
mir verhandelt. <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> und <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hatten eine offene Aus<lb break="no"/>sprache, wo die ganzen strittigen Fragen, die <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> mir ständig<lb/>
immer wieder vorhält, nicht zur Sprache kamen. Der Freie Wirtschafts<lb break="no"/>verband ist einverstanden, dass die Unterlagen für die BÜRGES<lb/>
Kredite der Handelskammer übermittelt werden, wenn der Antragsteller<lb/>
damit ausdrücklich schriftlich seine Zustimmung abgibt. Dafür erwartet<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> die Datenträger für die Handelskammerwahl in den anderen<lb/>
Bundesländern ebenfalls ausgeliefert zu bekommen. In Wien, Nieder<lb break="no"/>österreich und Burgenland erhält er diese bereits seit eh und je.<lb/>
Die Unterlagen hofft er bis September zu bekommen, sodass <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>,<lb/>
Vorsitzender des Aufsichtsrates der BÜRGES, dann die notwendigen<lb/>
einstimmigen Beschlüsse wird fassen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_12">Bezüglich der Bestellung von <rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs> zur Leiterin der obersten<lb/>
Wahlbehörde für die Bundeskammer, ein grosser Wunsch <add>[von]</add> <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, wird<lb/>
einvernehmlich festgehalten, dass dies dann möglich ist, wenn gleich<lb break="no"/>zeitig die ganzen Länder-Wahlleiter einvernehmlich bestellt werden.<lb/>
In Wien müsste dies der Leiter der Gewerbeabteilung <rs type="person" ref="#per__116988">Leitner</rs> und ein<lb/>
Stellvertreter von der Handelskammer vorgeschlagen sein. Das letzte<lb/>
Mal war es noch <rs type="person" ref="#per__97601">Jiresch</rs>, SChef im Bundeskanzleramt, und <rs type="person" ref="#per__135724">Markovics</rs>.<lb/>
Angeblich will die Handelskammer wieder <rs type="person" ref="#per__135724">Markovics</rs>, der schon<lb/>
längst in Pension ist, dazu bestellen. Präsident <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> von<lb/>
der Handelskammer Wien wird einsehen müssen, dass nicht die Handels<lb break="no"/>kammer allein ein Vorschlagsrecht für diese Bestellung hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Bitte Besprechungstermin mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> über alle<lb/>
offenen Frage mit mir vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_14">Das Gespräch mit der Brotindustrie Dr. <rs type="person" ref="#per__115366">Heinrich</rs> und Bundes<lb break="no"/>innungsmeister <rs type="person" ref="#per__126568">Maureder</rs> vom Bäckergewerbe zeigte mir einmal<lb/>
mehr die Schwierigkeiten welche in dieser Sparte herrschen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115366">Heinrich</rs> ersuchte, dass der Brotpreis gleichzeitig mit dem Mehl<lb break="no"/>preis festgesetzt wird, dass die Lohnwünsche der Lebens- und Ge<lb break="no"/>nussmittelarbeiter nicht allzu hoch ausfallen und dass insbeson<lb break="no"/>dere diesmal nicht nur Mehl und Löhne als Preiserhöhungen beim<lb/>
Brot und den sonstigen Preisen abgegolten werden, sondern dass<lb/>
eben auch andere Kostenverteuerungen wie Brennstoff usw. berück<lb break="no"/>sichtigt werden müssten. MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> hat dort gleich den Bäckern<lb/>
zugesichert, dass er diesmal tatsächlich nicht nur die Lohnerhöhun<lb break="no"/>gen und Mehlkostenverteuerungen, sondern auch andere berücksichtigen<lb/>
wird. <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> hat mir im nachhinein unter vier Augen noch zugesichert,<lb/>
er glaubt, dass er trotzdem eine so geringe Brotpreiserhöhung zustan<lb break="no"/>de bringen wird, dass auch die Arbeiterkammer und der Gewerkschafts<lb break="no"/>bund damit einverstanden sein werden. Der Bundesinnungsmeister <rs type="person" ref="#per__126568">Maure<lb break="no"/>der</rs> meinte, sie hätten eine Strukturumfrage bei 3.400 Bäckermeister<lb/>
durchgeführt, wovon 1000 Antworten geliefert haben. Demnach ist die<lb/>
Verteilung zwischen Brot und Semmeln ca. 50:50. Der Versorgungsbe<lb break="no"/>reich der Bäckermeister liegt zwischen 65 und 70% bei Gemeinden,<lb/>
oder Bevölkerungsschichtung unter 5.000. In diesen Gebiet müssen<lb/>
die Bäcker in sehr wenig dichten Ballungsgebieten die Versorgung auf<lb break="no"/>recht erhalten. Die Schleuderei bei den Semmeln insbesondere hat<lb/>
nicht nur die Brotindustrie getroffen, der Salzburger Bäcker<lb/>
<rs type="person" ref="#per__150326">Zrost</rs> ist, nachdem er sich selbst unter die Schleuderer eingereiht<lb/>
hat, letzten Endes zugrunde gegangen, sondern trifft auch ganz hart<lb/>
das Bäckergewerbe. <rs type="person" ref="#per__126568">Maureder</rs> ersuchte mich, ich sollte entsprechende<lb/>
Massnahmen gegen die Schleuderei ergreifen. Ich verwies darauf,<lb/>
dass im Ausschuss Strukturwandel des Handels entsprechende Vorschläge<lb/>
erarbeitet werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_15">Redakteur <rs type="person" ref="#per__126870">Kindermann</rs> von der Kronen-Zeitung schreibt einen Artikel<lb/>
über die Kommissionen der derzeitigen Bundesregierung. Dort liege<lb/>
ich, wie er mich telefonisch interviewt, an der Spitze. Dies führe<lb/>
ich darauf zurück, dass ich traditionsgemäss in Verfolgung meiner<lb/>
Politik seit den 50er Jahren stets bestrebt war, ein Einvernehmen<lb/>
zwischen den Interessensvertretungen herzustellen. Dies ist nicht<lb/>
möglich, wenn alle Probleme nur zur Begutachtung kurzfristig wo<lb break="no"/>möglich an die entsprechenden Interessensvertretungen geschickt<lb/>
werden. Nur in Kommissionen, wo über Einzelfragen sehr eingehend<lb/>
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usw. besprochen werden, kann es zu einer sozialpartnerschaftlichen<lb/>
Regelung, sprich einer einvernehmlichen Regelung kommen. Ich ge<lb break="no"/>stehe – und sagte daher sofort freimütig <rs type="person" ref="#per__126870">Kindermann</rs> – dass ich<lb/>
diese Politik als Ausfluss der Sozialpartnerschaft betrachte und<lb/>
dass ich, soweit es in meinem Bereich liegt, von mir fortgesetzt<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_16">GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> hat neuerdings darauf verwiesen, dass die Ölfirmen er<lb break="no"/>wartet haben, alles Preisgeregelte sollte fallen und eine freie<lb/>
Preisbildung auf dem gesamten Öl- und Ölproduktemarkt eintreten<lb/>
sollte. In der Paritätischen Kommission erwartet er, dass Heizöl<lb/>
leicht und mittel sowie die ADK<add>[?]</add>, d.h. die Flugzeugbenzine<lb/>
freigegeben werden. Wichtig für mich war, da ich dies alles als<lb/>
eine Illusion betrachte, dass er mir trotzdem zusicherte, die Öl<lb break="no"/>firmen hätten jetzt übereinstimmend festgestellt, dass im Juli<lb/>
und August es zu keinen Versorgungsschwierigkeiten kommen wird.<lb/>
Eine Verbesserung der Oktanzahl ist nur dann möglich, wenn der Ethy<lb break="no"/>lencracker, der Pyrolysebenzin erzeugen wird, mit 1. November in<lb/>
Betrieb geht. Dann könnte er den Oktangehalt erst erhöhen. In<lb/>
dieser Anlage könnten 250.000 Tonnen pro Jahr polymerisiert werden<lb/>
und wären die Voraussetzung für eine Verbesserung des Oktangehaltes.<lb/>
Ob und wann dies dann aber endgültig geschehen wird, möchte sich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> nicht festlegen. Er ist fest davon überzeugt, dass die 88<lb/>
Oktan, die jetzt der Normalbenzin im Schnitt hat, richtig sind,<lb/>
weil dadurch benzinsparend viele Autos, nämlich 25% damit fahren<lb/>
können und die anderen durch Mischung an den Tankstellen die notwen<lb break="no"/>digen richtigen Oktan-Benzinmengen bekommen können. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> wehrt sich<lb/>
also nach wie vor gegen eine Aufbesserung des Normalbenzins auf<lb/>
den Oktangehalt der Bundesrepublik.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_17">In der Paritätischen Kommission stellte sich dann heraus, dass als<lb/>
einzig strittiger Punkt die Freigabe resp. Erhöhung für Heizöl<lb/>
leicht und mittel, kein Einvernehmen erzielt werden konnte. Nach<lb/>
längerer Diskussion waren die Fronten so versteift, dass auf der<lb/>
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was sie für richtig halten und <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> meinte, dann würden auch die<lb/>
Gewerkschaften bei ihren Lohnbewegungen in Zukunft so vorgehen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hat nur noch angedeutet, ich könnte ja auf Antrag der Ar<lb break="no"/>beiterkammer eine Preisregelung für Heizöl mittel oder leicht fest<lb break="no"/>legen, der § 4, betriebswirtschaftlich notwendiger Preis, könnte<lb/>
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deshalb vor, ich werde mich bemühen, die Interessensvertretungen<lb/>
mit der Ölwirtschaft gemeinsam zu einer Sitzung einladen, um zu<lb/>
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Preise zu kommen.<lb/>
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von der Wiener Holding, ein Gespräch geführt um von der beab<lb break="no"/>sichtigten Ethylalkoholerzeugung wegzukommen. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> ist nach wie<lb/>
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absetzen kann. Die Voraussetzungen will <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> mit einer eigenen Ge<lb break="no"/>sellschaft, die er schon gegründet hat, bereits geleistet haben.<lb/>
Angeblich gibt es in der ÖMV den Fachmann <rs type="person" ref="#per__150597">Ruttenstorfer</rs>, der mit<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_21">In der Paritätischen Kommission wurden alle anderen Fragen ein<lb break="no"/>vernehmlich gelöst und wie üblich, wenn ich den Vorsitz führe,<lb/>
sehr schnell beschlossen. Ausgenommen davon waren die Mineral<lb break="no"/>ölpreisfragen. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> wollte feststellen, dass es keine formelle<lb/>
Einigung gibt und die Höhe und die Nichteinigung jetzt den Firmen<lb/>
alles überlassen bleibt. Sowohl die Höhe, als auch den Zeitpunkt<lb/>
des Inkraftsetzens des Heizöl-mittel- und -leicht-Preises, aus<lb break="no"/>schliesslich die Ölwirtschaft zu bestimmen hat. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> replizierte<lb/>
sehr scharf und meinte, die Arbeitnehmerseite wäre bereit gewesen,<lb/>
obwohl am 2. April 1979 für Heizöl leicht und mittel, 120 Schilling<lb/>
Preiserhöhung genehmigt wurde, neuerdings die Preise um 400 Schil<lb break="no"/>ling im Laufe der Verhandlungen zu erhöhen. Die Forderung war 600<lb/>
Schilling. Da die Ölwirtschaft, resp. Handelskammer nicht akzep<lb break="no"/>tierte, wird jetzt der ÖGB alle seine Zugeständnisse zurückziehen.<lb/>
Ich werde daher bei meinen Verhandlungen einen sehr schwierigen<lb/>
Stand, resp. Ausgangslage vorfinden. <rs type="person" ref="#per__97368">Brandstätter</rs> von der Präsidenten<lb break="no"/>konferenz war überhaupt der Meinung, ich müsste alles wieder preis<lb break="no"/>regeln, den Diesel gleich miteinbeziehen und ein vollkommen neues<lb/>
<pb n="49-0827" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-19_1979-07-22_0827.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Preisgefüge festlegen. Genau dies bin ich aber nicht bereit,<lb/>
weshalb ich froh war, dass <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> vorschlug, es soll der Preis<lb break="no"/>unterausschuss ermächtigt werden, die Heizöl-leicht- und -mittel-<lb/>
Preise festzulegen, wenn es dem Handelsminister gelingt, eine Eini<lb break="no"/>gung zu erzielen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann würden die<lb/>
Firmen entsprechende Massnahmen setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_22">Die Lohnbewegungen bei den chemischen Arbeitern wurden freigegeben,<lb/>
bei den Mühlen, Zuckerindustrie, Brot- und Bäckergewerbe wurden zur<lb/>
Fühlungnahme freigegeben. Immer wieder der stereotype Satz von der<lb/>
Handelskammer, dass die Preiskommission resp. der Preisunteraus<lb break="no"/>schuss zu verständigen ist, damit unverzüglich – sprich Zug um Zug –<lb/>
gleich die Verbraucherpreise ebenfalls festgesetzt werden können.<lb/>
Dazu immer die Arbeiterkammer Bemerkung, dass erst nach Unterzeich<lb break="no"/>nung der Lohnverträge die Preisunterkommission resp. die Preisbe<lb break="no"/>hörde entsprechende Preiskorrekturen vornehmen können. Dkfm. <rs type="person" ref="#per__112010">Blaha</rs><lb/>
von der Arbeiterkammer, meinte noch, es sei nicht notwendig bei<lb/>
einem gleichzeitigen Inkrafttretungstermin für Mehl und Brotpreise<lb/>
vorzusehen. Die Handelskammer Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> besteht aber ganz be<lb break="no"/>sonders darauf, dass Zug um Zug alles erfolgen müsste. Die Ver<lb break="no"/>handlungen werden nicht leicht sein, ich bin allerdings fest über<lb break="no"/>zeugt, dass wir sie einvernehmlich über die Bühne bringen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_23">Das Bord-Personal der Austrian Airlines hat die Verhandlungen mit der<lb/>
Unternehmerseite abgebrochen, die Paritätische Kommission appel<lb break="no"/>lierte daran sie fortzusetzen. Die Brauereiarbeiterlöhne werden<lb/>
ebenfalls zur Fühlungnahme freigegeben, obwohl im Lohnunterausschuss<lb/>
kein Einvernehmen erzielt werden konnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_24">Die Firma Halvig<add>[?]</add>, Polyvinylchlorid, hat angekündigt, dass wenn ihr<lb/>
Preisantrag nicht in vollem Ausmass genehmigt wird, sie ohne Pari<lb break="no"/>tätische Kommission diese 7.6% Erhöhung verrechnen wird. Der Unter<lb break="no"/>ausschuss wollte 6% festlegen. Die Präsidenten entschieden dann,<lb/>
dass sofort 3.5% und ab 1. September weitere 3.5%, also 7% erhöht<lb/>
werden sollen. Die anderen Preisanträge wurden dem Preisunteraus<lb break="no"/>schuss wieder zurückverwiesen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_25">Zum Schluss wurde berichtet, dass der Beirat für Wirtschafts- und<lb/>
Sozialfragen die Revision der Budgetvorschau und eine Arbeit<lb/>
über die statistische Differenz abgeschlossen hat. Der Beirat<lb/>
wurde von den Präsidenten ersucht, ein längerfristiges Energie<lb break="no"/>konzept zu erstellen. Auf meinen Wunsch wurde mir sofort die re<lb break="no"/>vidierte Budgetprognose und die Arbeit über die statistische<lb/>
Differenz ausgehändigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Bitte sieh Dir diese Unterlagen an.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_27">Im Kraftwerk Malta musste ich feststellen, dass ein Lager der<lb/>
zweiten Maschine ausgelaufen ist. Die Schuld liegt nach Meinung<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97526">Hautzenberg's</rs> und des Betriebsdirektor <rs type="person" ref="#per__132604">Benedikter</rs> bei Siemens. Das<lb/>
Lager sei zu klein dimensioniert und würde wahrscheinlich vergrös<lb break="no"/>sert werden müssen. Da bereits vor etlichen Monaten bei der anderen<lb/>
Maschine auch das Lager ausgeflossen ist, dürfte es sich hier tat<lb break="no"/>sächlich um einen Konstruktionsfehler handeln. Da damals ein Ventil<lb/>
nicht richtig funktionierte, glaubte man, dass dies die Ursache<lb/>
des Lagerauslaufes gewesen ist. Jetzt dürfte aber doch eine Konstruk<lb break="no"/>tionsänderung notwendig sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_28">Die von der Österreichischen Fremdenverkehrswerbung organisierte<lb/>
Wanderaktion "Wanderbares Österreich" in Kärnten am Weissensee<lb/>
war ein guter Erfolg. Letzten Endes wird es davon abhängen, was<lb/>
die Reporter berichten. Die Stimmung war sehr gut, obwohl die Wan<lb break="no"/>derleistungen meiner Meinung nach für grössten Teil der Teilnehmer<lb/>
zu hoch angesetzt waren. Von Seiten des Landes haben alle drei Frak<lb break="no"/>tionen teilgenommen. Landeshauptmann <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs>, von der ÖVP Landesrat<lb/>
Knafl, der übrigens am Weissensee in einem hässlichen Appartementhaus<lb/>
eine Wohnung hat, und von der FPÖ der zuständige Landesrat für<lb/>
Fremdenverkehr <rs type="person" ref="#per__111733">Ferrari-Brunnenfeld</rs>. Von der Bundeshandelskammer der<lb/>
Obmann der Fremdenverkehrssektion <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs>, der ebenfalls in einem<lb/>
sehr schönen Appartementhaus am Weissensee entsprechend dort seinen<lb/>
Urlaub ständig verbringt. Das Programm war sehr gut gestaltet. Eine<lb/>
Sangesgruppe hat mich veranlasst, sogar am ersten Abend bis 1 Uhr<lb/>
früh mitzusingen. Den zweiten Abend bis 5 Uhr früh, bin ich dann<lb/>
allerdings sehr bald schlafen gegangen. Das trotz dieses Durchdre<lb break="no"/>hens die Teilnehmer immer noch an den Wanderungen teilgenommen haben,<lb/>
war für mich eine Überraschung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_29">Der Bürgermeister von Weissensee hat mit den Landespolitikern<lb/>
aber auch mit mir dann die Frage der Abwasserreinigung und Be<lb break="no"/>seitigung besprochen. Die Gemeinde verrechnet 15 bis 16 Schilling,<lb/>
Landeshauptmann <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> meinte, in Zukunft werden es 18 Schilling<lb/>
sein, die als Obergrenze festgelegt werden sollen. Einzelne Be<lb break="no"/>rechnungen hätten für manche Seen ergeben, dass bis zu 56 Schilling<lb/>
pro Kubikmeter Abfallwasser verrechnet werden müsste. Für diese<lb/>
Probleme ist zwar der Wasserwirtschaftsfond zuständig, doch glaube<lb/>
ich, dass wir uns tatsächlich mit dieser Frage auch als Fremden<lb break="no"/>verkehrsverantwortliche beschäftigen müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> soll die Unterlagen zusammenstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-19_31">Landeshauptmann <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs>, aber auch ganz besonders der Redakteur<lb/>
der sozialistischen Kärntner Tageszeitung <rs type="person" ref="#per__150646">Geier</rs> erzählte mir<lb/>
unaufgefordert, wie es zu der Nachricht, dass jetzt <rs type="person" ref="#per__150254">Mayr</rs> Staats<lb break="no"/>sekretär werden soll, gekommen ist. <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> ist strikt gegen eine<lb/>
solche Lösung. Er beschuldigt die Drahtzieher dieser Idee, ihn<lb/>
resp. die Kärntner Partei präjudizieren zu wollen. Der Gegner,<lb/>
insbesondere die Kleine Zeitung, stellt immer wieder neue Forderun<lb break="no"/>gen in den Raum, die, wenn sie nicht erfüllt werden, das Ansehen von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> resp. der Partei nur schädigen können. Wenn nämlich die<lb/>
Kleine Zeitung oder die ÖVP entsprechende Forderungen, die sie aus<lb/>
irgendwelchen Kreisen hört, aufgreift, dann erklärt, das sei die<lb/>
Forderung der Kärntner Partei. Wenn diese Forderungen dann nicht<lb/>
erfüllt werden, schreibt sie, <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> hat sich wieder einmal nicht<lb/>
durchgesetzt. <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> möchte deshalb, dass erst gar nicht solche Ge<lb break="no"/>rüchte entstehen. <rs type="person" ref="#per__150646">Geier</rs>, ein Freund von <rs type="person" ref="#per__150254">Pipsi Mayr</rs> erklärte mir,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__150254">Mayr</rs> jetzt an das Profil eine Richtigstellung schicken wird.<lb/>
Er hätte, wie er ihm versichert, niemals eine solche Äusserung<lb/>
"gibt es denn eine Fremdenverkehrspolitik bei dieser Regierung" ge<lb break="no"/>macht. <rs type="person" ref="#per__150646">Geier</rs> hat mir gegenüber allerdings eingeräumt, dass es ohne<lb/>
weiteres möglich ist, dass Profil-Redakteure, die ja überall herum<lb break="no"/>kommen und sicherlich auch bei ihm schon logiert haben, ausser<lb break="no"/>halb der offiziellen Besprechungen sehr wohl einzelne Bemerkungen<lb/>
aufschnappen und dann entstellt wieder geben. Ich persönlich habe<lb/>
den Eindruck, dass die Meinung <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner's</rs>, wir dürften uns nicht von<lb/>
der ÖVP, oder gar von sogenannten unabhängigen Zeitungen die<lb/>
Politik vorschreiben lassen, sich jetzt auch in diesem Punkt durchge<lb break="no"/>setzt hat. <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> ist fest entschlossen, sich nicht über seinen Kopf<lb/>
hinweg durch entsprechende Indiskretionen, durch Äusserungen<lb/>
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zu lassen. <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> meinte mir gegenüber ganz brutal, ohne na<lb break="no"/>türlich mit damit zu meinen, er kennt die Leute, die eine solche<lb/>
Absicht haben und wird sich von diesen nicht die Personalpolitik<lb/>
resp. seine Politik im Bundesland Kärnten vorschreiben lassen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> versicherte mir neuerdings, dass er mit meiner Fremdenver<lb break="no"/>kehrspolitik, insbesondere auch für das Bundesland Kärnten sehr<lb/>
einverstanden sei. Ich war über diese freimütige Aussprache und das<lb/>
Wohlwollen mir gegenüber angenehm überrascht.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 19.7.1979</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Maureder, Josef</persName>
               <persName><surname>Maureder</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Bundesinnungsmeister Bäcker</occupation>
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               <persName type="label">Obermair, Günter</persName>
               <persName><surname>Obermair</surname><forename>Günter</forename></persName>
               <occupation>Abteilungsleiter Energiesektion HM</occupation>
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               <persName type="label">Dittrich, Karl</persName>
               <persName><surname>Dittrich</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Präs. Wr. HK</occupation>
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               <persName type="label">Thalhammer, Johann Christian</persName>
               <persName><surname>Thalhammer</surname><forename>Johann
                  Christian</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM; evtl. Falschidentifikation</occupation>
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               <persName type="label">Bauer, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>GD ÖMV</occupation>
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               <persName type="label">Brandstätter, Ernst</persName>
               <persName><surname>Brandstätter</surname><forename>Ernst</forename></persName>
               <occupation>GS Präs.konf. LWK AR Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Kurzel-Runtscheiner, Oswald</persName>
               <persName><surname>Kurzel-Runtscheiner</surname><forename>Oswald</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Wagner, Leopold</persName>
               <persName><surname>Wagner</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>LH Kärnten, SPÖ</occupation>
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               <persName type="label">Blaha, Hermann</persName>
               <persName><surname>Blaha</surname><forename>Hermann</forename></persName>
               <occupation>AK</occupation>
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               <persName type="label">Hautzenberg, Hans</persName>
               <persName><surname>Hautzenberg</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>ÖDK</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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