<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="staribacher__19790711.xml" prev="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19790710.xml" next="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19790712.xml" xml:base="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title type="main">Mittwoch, der 11. Juli 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
            <respStmt>
               <resp>Conversion to TEI</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Digitisation, OCR correction and named entities tagging</resp>
               <persName>Thomas Tretzmüller</persName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
            <availability>
               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band49_1979-07-11</idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date when="1979-07-11">Mittwoch, 11. Juli 1979</date>
         </creation>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change type="creation" when="2019-08-26">exported as basic TEI from corrected tesseract output.</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">cleaned automatic tesseract-export by cleanExport.xsl script</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">moved first pb element out of attachment divs by cleanExport-patch2.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-11" who="acdh:ds">find and note personalAgenda as a subtype cleanExport-patch.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-19" who="acdh:ds">whitespace in paragraphs, lb and pb fixes by cleanExport-patch3.xsl</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
   <text>
      <body>
         <pb n="49-0784" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0784.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="entry">
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_01">Mittwoch, 11. Juli 1979<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_02">Die Sendung Jahrmarkt befasst sich mit einem Gebiet und einem<lb/>
Thema. Sie soll erzieherisch unterhaltend sein, weshalb bei<lb/>
einer der nächsten die Steiermark mit ihren Problemen darge<lb break="no"/>stellt wird. Als Gag soll die Kernölverknappung einbezogen werden.<lb/>
Man erwartete von mir ein sehr ernst gesprochenes, dafür aber um so<lb/>
humorvolleres Statement. Interessant dabei war für mich die Er<lb break="no"/>kenntnis, dass sie 11.000 Meter gedreht haben und daraus jetzt<lb/>
1/10, so lange soll die Sendung ungefähr dauern, herausschneiden.<lb/>
Irrsinnig viel Aufwand.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte Sendetermin auf mein Tagesprogramm<lb/>
vermerken.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_04">Der Besuch von <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> bei <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> verlief eigentlich<lb/>
wie gehabt. Interessant für mich waren nur 2 Bemerkungen. Erstens,<lb/>
dass die UdSSR nicht nur an den nächsten 5-Jahres-Plan arbeitet,<lb/>
sondern auch einen langfristigen 10-Jahres-Plan bis 1990 erstellt.<lb/>
Dieses Argument verwendete ich dann, um in der offiziellen Sitzung<lb/>
bei meinem Einleitungsstatement vorzuschlagen, auch das lang<lb break="no"/>fristige österreichische Programm, welches normalerweise bis 1983<lb/>
laufen würde, sollte jetzt neu überarbeitet und für die Jahre bis<lb/>
1990 erstellt werden. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> erwiderte, dass dies eine gute<lb/>
Idee ist und die beiden Regierungen über meinen Vorschlag beraten<lb/>
und beschliessen sollten. Bei der nächsten Moskauer Gemischten<lb/>
Kommission sollten dann über die Grundsätze und über den Charakter<lb/>
des Programmes verhandelt werden. Vorher sollten Experten ent<lb break="no"/>sprechende Vorschläge ausarbeiten.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_05">Die zweite Frage aber war von geschichtlichem und wirtschafts<lb break="no"/>politischem Interesse. Bei einem Besuch <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschews</rs> bei <rs type="person" ref="#per__109804">Carter</rs><lb/>
hatte dieser ihm erzählt, was jetzt alles zu lösen sei. Salt II,<lb/>
die Energiefrage, ich weiss nicht was noch alles und alt Letztes<lb/>
auch der Handel mit der UdSSR. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> erwiderte <rs type="person" ref="#per__109804">Carter</rs>, dass<lb/>
nach seiner Meinung der Handel an die Spitze gestellt gehört, denn<lb/>
gute Wirtschaftsbeziehungen würden die Entspannung besser lösen<lb/>
lassen. <rs type="person" ref="#per__109804">Carter</rs> antwortete, er könne diese Reihenfolge deshalb nicht<lb/>
erreichen, weil er Salt II und alles andere abschliessen kann,<lb/>
<pb n="49-0785" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0785.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>während beim Handel bräuchte er entsprechende Zustimmungen. Meine<lb/>
bescheidene Erfahrung aus den letzten 10 Jahren ist dieselbe wie<lb/>
die <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> vorgetragen hat. Man soll und muss zuerst gute<lb/>
Handelsbeziehungen oder Wirtschaftsbeziehungen zwischen Staaten<lb/>
erreichen, dann ergibt sich, glaube ich wesentlich leichter ein<lb/>
grosses politisches Programm wie Entspannung im Rahmen der Helsinki-<lb/>
Doktrin usw.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_06">Beim Bundeskanzler hat dieser vier Punkte erwähnt. Erstens wird<lb/>
es zweckmässig sein den <rs type="person" ref="#per__108324">Breschnew</rs>-Vorschlag für Madrid aufzug<lb break="no"/>reifen und im Sinne der Helsinki-Verträge die Energiefrage dort<lb/>
zwischen Ost und West, wenn man will, weltweit zu besprechen.<lb/>
Zweitens bei Kooperation auf Drittländermärkten sollen jetzt öster<lb break="no"/>reichische Firmen auch an die UdSSR herantreten. Beispiel, die Firma<lb/>
Klimatechnik. Drittens, 3 Stranggussanlagen hat die VÖEST-Alpine mit<lb/>
230 Mio. Schilling Anteil offeriert und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> möchte als Chef der<lb/>
verstaatlichten Industrie diese Projekte besonders herausstreichen.<lb/>
Viertens, die Bestellung der UdSSR in Korneuburg auf weitere Schiffe<lb/>
ist nicht nur für die Handelsbilanz und Beschäftigung wichtig, sonder<lb/>
gibt Österreich auch eine sehr gute Referenz. Jeder der Schiffe kaufe<lb/>
will, sagt sich, die müssen sehr gut sein, wenn die UdSSR, die<lb/>
selbst Schiffe in grösstem Mass und Umfang erzeugt, solche in Öster<lb break="no"/>reich kauft. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> informierte <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> auch – und ersuchte<lb/>
ihn – dies seiner Regierung mitzuteilen, dass wir die 25-Jahr-Feier<lb/>
österreichischer Staatsvertrag ganz gross aufziehen werden. Als<lb/>
Höhepunkt wird ein Staatsakt in der Hofburg oder UNO-City sein,<lb/>
wozu die Regierungen der vier Signatarstaaten eingeladen werden.<lb/>
Die Feier soll eine ganze Woche dauern und alle Schüler werden<lb/>
informiert, vorher die Lehrer instruiert, weil die wenigsten heute<lb/>
wissen, dass die zentrale Idee des Staatsvertrages damals war, die<lb/>
Einleitung der Entspannung. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> hat in beiden Fällen bei<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> die besten Grüsse von <rs type="person" ref="#per__108324">Breschnew</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97652">Kosygin</rs> übermittelt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat übrigens neuerdings darauf ver<lb break="no"/>wiesen, dass er <rs type="person" ref="#per__97652">Kosygin</rs> eingeladen hat und hofft, dass er bald<lb/>
kommt.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_07">Bei den offiziellen Sitzungen der Gemischten Kommission vormittags<lb/>
und dann ganz besonders Nachmittag hatte ich automatisch den Vor<lb break="no"/>sitz. In meinem Einleitungsreferat verwies ich auf die ständige<lb/>
<pb n="49-0786" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0786.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Steigerung des Warenverkehrs mit Ausnahme der ersten 6 Monate<lb/>
dieses Jahres. Durch Abschluss höherer Kontrakte für das ganze<lb/>
Jahr 1979, 651 Mio. Rubel gegenüber 643 1978, wird sich wahr<lb break="no"/>scheinlich auch durch Mehrlieferungen im zweiten Halbjahr am<lb/>
Ende eine Steigerung ergeben. Das wirkliche Problem, wie auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> dann sofort antwortete, ist, dass Jahr 1980. Hier<lb/>
sind bis jetzt keine Grossprojekte abgeschlossen, mit Ausnahme<lb/>
einer Phosphorgipsanlage um 70 Mio Rubel. Ausserdem sind noch<lb/>
Flußschiffebestellungen zu erwarten. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> verwies darauf,<lb/>
dass man auch kleine Projekte beachten sollte. Derzeit gibt es<lb/>
auch hier nur sehr wenig Abschlüsse, doch könnte hier noch vieles<lb/>
geschehen. Er freute sich, dass er mir mitteilen konnte, dass jetzt<lb/>
in Moskau für Schuhe und Bekleidung eine Vertrag für 6 Mio. Rubel<lb/>
abgeschlossen wurde.. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> kritisierte, dass die Chemie Linz<lb/>
und VÖEST erst jetzt eine Vertretung in Moskau errichtet haben.<lb/>
Voraussetzung um zu Geschäften zu kommen ist, dass man in den Fach<lb break="no"/>abteilungen des Ministeriums und vor allem den Aussenhandelsstellen<lb/>
entsprechenden ständigen Kontakt hat. In diesem Fall hat er sich<lb/>
insoferne geirrt als VÖEST-Alpine und Chemie Linz sich seit Jahren<lb/>
bemühen ein Niederlassungsrecht in Moskau zu erreichen. Unser<lb/>
Dolmetscher hat mir dann erzählt, er hätte ein Gespräch mitge<lb break="no"/>hört, weil es in seiner Nähe sehr laut geführt wurde, wo <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs><lb/>
seine eigenen Leute hart kritisierte, dass man VÖEST-Alpine und<lb/>
Chemie Linz nicht stärker unterstützt hat, dass sie schon früher die<lb/>
Niederlassung errichten konnten. Die Hauptschwierigkeiten in all<lb/>
diesen Staatshandelsländern liegt nämlich darin. dass keine geeig<lb break="no"/>neten Räume zur Verfügung gestellt werden. Dies ist der Grund,<lb/>
vielleicht auch manchmal die Ausrede, dass man keine Niederlassungen,<lb/>
die von österreichischen Firmen sehr wohl dringendst gewünscht<lb/>
werden zulässt.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_08">Präsident <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> musste in die Steiermark fahren, weshalb wir<lb/>
übereinkamen, dass er als erstes sofort das Statement der Handels<lb break="no"/>kammer verliest. Dies war sehr allgemein gehalten und hatte nur<lb/>
einen Wunsch, dass die UdSSR mehr Konsumgüter abnimmt. Wäre ich<lb/>
auf <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschews</rs> Seite gesessen, hätte ich dann sofort bei dieser<lb/>
Gelegenheit auf den 6-Mio.-Schuhe-und-Bekleidungs-Liefervertrag hinge<lb break="no"/>wiesen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_09">Die Berichte der einzelnen Arbeitsgruppen von Handel und Wirtschaft<lb/>
<pb n="49-0787" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0787.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><rs type="person" ref="#per__112953">Manschulo</rs> über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit bis zur<lb/>
industriellen Kooperation, waren irrsinnig umfangreich und zeit<lb break="no"/>aufwendig. Bei <rs type="person" ref="#per__112953">Manschulo</rs> war eine einzige Kritik, nämlich die Ver<lb break="no"/>zögerung der sowjetischen Wünsche auf Senkung der hohen Zölle für<lb/>
Ersatzteile. Ich ging sofort freimütig auf diese Kritik ein, da<lb/>
ich überzeugt war, darüber müssen wir sprechen. Der Vertreter des<lb/>
Finanzministeriums MR <rs type="person" ref="#per__127010">Reichenfelser</rs> hatte mir einen Zettel geschickt,<lb/>
dass sie zu Gesprächen über Zollsenkungen bereit sind, wenn entspre<lb break="no"/>chende Kompensationslieferungen – sprich – Abnahme österreichischer<lb/>
Güter durch die UdSSR erfolgt. Diesbezüglich sollte sich die UdSSR<lb/>
mit dem Finanzministerium ins Einvernehmen setzen. Genau eine so<lb/>
dezidierte Erklärung hielt ich für unmöglich. Ich hätte in diesem<lb/>
Fall auf der sowjetischen Seite dies als Erpressung betrachtet.<lb/>
Nebenbei bemerkt hat dann am Abend bei der Verabschiedung <rs type="person" ref="#per__113078">Nikolaen<lb break="no"/>ko</rs> mir ganz erregt neuerdings heftige Vorwürfe gemacht, dass die<lb/>
österreichische Seite Zollwünsche die sie eigentlich als selbst<lb break="no"/>verständlich annehmen, mit Warenkompensationen erzwingen will. Ich<lb/>
habe in der Sitzung um dieses Problem zwar zu besprechen, aber wirk<lb break="no"/>lich nur anzudeuten wie sich eine Lösung ergeben könnte darauf ver<lb break="no"/>wiesen, dass Semperit mir jetzt gerade durch einen Brief mitteilt,<lb/>
gegenüber 16 Mio. Schilling Exporte im Vorjahr jetzt im ersten Halb<lb break="no"/>jahr bereit für 22 Mio. Schilling Exporte getätigt zu haben. Ausser<lb break="no"/>dem arbeitet sie an einer Kooperation mit sowjetischen Stellen für<lb/>
Reifenproduktion für LADA und anderen Projekten. <rs type="person" ref="#per__113078">Nikolaenko</rs>, der<lb/>
sowjetische Handelsrat aber sicherlich auch die Mitglieder der sow<lb break="no"/>jetischen Delegation, die dieses Problem kenne – und ich glaube es<lb/>
ist bei allen jetzt schon leider sehr bekannt – haben sicherlich<lb/>
meine Andeutung verstanden und ich habe nicht das Wort der Kompen<lb break="no"/>sation in den Mund genommen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die Abteilung soll unbedingt neuerlich mit dem<lb/>
Finanzministerium Kontakt aufnehmen und schauen, dass dieses Problem<lb/>
endlich gelöst wird.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_11">Der sowjetische Referent <rs type="person" ref="#per__115666">Jakubow</rs> erzählte über die Kooperation<lb/>
auf Drittländer, dass die österreichische Firma Klimatechnik<lb/>
jetzt bei dem Atomvorschussprojekt in Libyen eingeschaltet wird.<lb/>
Die Firmen Sima, LMF und andere bei Kraftwerken im Irak. Voith<lb/>
bei einem Papierprojekt in Bulgarien und mit einem Asbestzement-<lb/>
Wellplattenprojekt in Birma. GD <rs type="person" ref="#per__97498">Grünwald</rs>, ÖIAG, berichtete dann<lb/>
über die Lada-Verhandlungen. Auch hier wäre durch Bezug der Maschinen<lb/>
<pb n="49-0788" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0788.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>und Ausrüstungen für das Montagewerk in Österreich ein grösserer<lb/>
Anteil der Maschinen und Anlagenexporte der UdSSR möglich gewesen.<lb/>
Die sowjetische Seite beschwert sich nämlich ständig, dass Öster<lb break="no"/>reich im vergangenen Jahr für 2,5 Mia. Schillinge Maschinen und Ver<lb break="no"/>kehrsmittel exportiert hat und nur für 480 Mio. importiert. Der<lb/>
grösste Bezug aus der UdSSR ist ja Brennstoffe und Energie, fast<lb/>
80 % und Rohstoffe fast 10 %. Alles andere ist verschwindend gering.<lb/>
Das LADA-Projekt könnte sofort auch jetzt noch verwirklicht werden,<lb/>
wenn die UdSSR bereit wären, westeuropäische Märkte zur Verfügung<lb/>
zu stellen. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> meinte, es wäre gar nichts dagegen einzu<lb break="no"/>wenden, wenn LADAs aus Österreich montiert in Westeuropa angeboten<lb/>
werden und gleichzeitig auch von den sowjetischen Fabriken solche<lb/>
über ihre eigene Organisation verkauft werden. In diesem Fall<lb/>
sieht <rs type="person" ref="#per__97498">Grünwald</rs> keine Chance zu einem Abschluss zu kommen, wie er mir<lb/>
später berichtete. Eine neue Variante ergibt sich dadurch, dass jetzt<lb/>
der LADA vielleicht mit einem österreichischen Kleindiesel ausge<lb break="no"/>stattet wird. <choice><choice><sic>HFL</sic><corr>AVL?</corr></choice></choice> <rs type="person" ref="#per__114911">List</rs> in Graz hat einen diesbezüglichen Auftrag<lb/>
erhalten.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_12">Dr. <rs type="person" ref="#per__110995">Pisec</rs>, der aus Albanien Chromerze kaufen möchte und sie dann<lb/>
in der UdSSR verhütten liesse und die Produkte dann dringendst<lb/>
benötigt und auch tatsächlich abnehmen wollte, hat ohne dass er die<lb break="no"/>ses Geschäft erwähnte nur allgemein gefragt, ob Österreich nicht bei<lb/>
der Planung und Kontraktabschlüssen für Drittländer in Entwicklungs<lb break="no"/>länder herangezogen werden könnte. Er hat als Beispiel erwähnt, es<lb/>
könnte die UdSSR und Österreich gemeinsam auf Drittmärkten Projekte<lb/>
planen, finanzieren und errichten und wenn dann mit Produkten<lb/>
aus diesen Projekten von den Entwicklungsländern bezahlt wird, die<lb break="no"/>sen Vertrieb dann auch übernehmen. <rs type="person" ref="#per__112953">Manschulo</rs> hat ihn sofort ge<lb break="no"/>fragt, was dann eigentlich die österreichische Leistung dabei wäre.<lb/>
Projekte abschliessen, finanzieren usw. können sie selbst. <rs type="person" ref="#per__112951">Patoli<lb break="no"/>tschew</rs> hat dann noch deutlicher gesagt, sie haben ein gewisses System<lb/>
auf Drittmärkten, insbesondere Entwicklungsländern, aufzutreten und<lb/>
Österreich kann sich jederzeit daran beteiligen, wenn er dieses<lb/>
System akzeptiert. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> verwies dann auch sogar noch darauf,<lb/>
dass die Möglichkeit besteht, dass sich sowjetische Aussenhandels<lb break="no"/>organisationen unter österreichischen Firmen an Drittländerprojek<lb break="no"/>ten beteiligen. Die UdSSR ist allerdings noch nicht von österrei<lb break="no"/>chischen Firmen oder gar vom Handelsministerium dazu aufgefordert<lb/>
worden.<lb/>
</p>
            <pb n="49-0789" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0789.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_13">Ich habe formell <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> dann die Kooperations- und Liefer-<lb/>
sowie Bezugswünsche Österreichs überreicht. Insbesondere hat die<lb/>
VÖEST-Alpine ihren Kohle-, <choice><choice><sic>Koks-Kohle</sic><corr>?</corr></choice></choice>-, Erz-, Ferrolegierungen<lb/>
und Eisenschrottbezug genau genannt. Gaskoks nur auf Donezkkoks<lb/>
verwiesen, <rs type="person" ref="#per__110995">Pisec</rs> auf seine Ferrochrom- und Ferrosilizium-Wünsche,<lb/>
die ÖMV aber nur sehr <choice><choice><sic>proxamativ</sic><corr>approximativ?</corr></choice></choice> für 1979 das Sommergas.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Welche Unterlagen gibt es von der ÖMV für<lb/>
diese Gemischte Kommission.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_15"><rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> hat dann zu unserer grössten Überraschung zum Schluss<lb/>
noch für ein ausführliches Referat das Wort gewünscht. Er verwies<lb/>
darauf, dass die Unterkommissionen nicht nur für die Tagung arbeiten<lb/>
sollten, sondern für konkrete Arbeiten, konkrete Bereiche, konkrete<lb/>
Projekte berichten müssten. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> ist es scheinbar auch leid,<lb/>
wie er mir dies schon vor Jahren in Moskau einmal sagte, ständig nur<lb/>
diese Leerformelberichte zu erhalten. Er schlug deshalb vor, wir<lb/>
sollten bei der 12. Tagung in der UdSSR im nächsten Jahr über die<lb/>
industrielle Kooperation in den eigenen Ländern und vor allem auf<lb/>
den Drittmärkten konkrete Vorschläge für Atomanlagen und Maschinen,<lb/>
PKW, Zellstoff, Chemie, Schwarzmetallurgie, Schiffsbau, Werkzeug,<lb/>
Maschinenbau usw. konkrete Vorschläge erhalten. Die Exporte von<lb/>
Maschinen und Ausrüstungen von der UdSSR sind zu gering, er will<lb/>
uns es zwar nicht aufzwingen, wird aber alles daransetzen, dass<lb/>
seine Aussenhandelsunternehmungen hier aktiver werden. Bezüglich<lb/>
der LADA-Dieselvariante werden die Besprechungen und Untersuchungen<lb/>
der UdSSR beschleunigt werden, <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> sagte er wird sie<lb/>
unterstützen, was in dem Fall gleich bedeutend ist, er wird entspre<lb break="no"/>chenden Druck dahintersetzen. Bezüglich der wissenschaftlich-tech<lb break="no"/>nischen Zusammenarbeit müssten konkretere Ergebnisse nicht nur bei<lb/>
Stolllack, Swarowski, Voith, VÖEST-Alpine, sondern auch noch bei<lb/>
anderen erzielt werden. Es gelte auch festzustellen wo nichts daraus<lb/>
wird. In den Verhandlungen mit Finnland hat man, weil es eben bei<lb/>
gewissen Gebieten zu keinem Ergebnis gekommen ist und kein Ergebnis<lb/>
zu erwarten war, Arbeitsgruppen aufgelöst. Dies sollte uns auch hier<lb/>
als Beispiel dienen. Überrascht war ich, als er darauf verwies, es<lb/>
wäre zweckmässig die langfristigen Verträge, die bei Gas bis<lb/>
2000, der zweite Teil müsste aber erst <choice><choice><sic>konsulitiert</sic><corr>konsolidiert?</corr></choice></choice> werden, bei<lb/>
Koks-Kohle, Koks und Eisenerz bis 1980, und bei Düngemittel bis<lb/>
1982, dass diese langfristigen Verträge jetzt endgültig <choice><choice><sic>konsulitiert</sic><corr>konsolidiert?</corr></choice></choice><lb/>
<pb n="49-0790" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0790.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>werden sollten. Sein Hinweis, dass Österreich hier in Verzug ist,<lb/>
konnte ich erwidern, dass GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> sich jetzt gerade in Moskau<lb/>
bemüht hat, mit Vizeminister <rs type="person" ref="#per__126517">Ossipow</rs> eine <choice><choice><sic>Konsulitierung</sic><corr>Konsolidierung?</corr></choice></choice> des zweiten<lb/>
Teils zu erreichen. Bis jetzt leider erfolglos.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte mit GD <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> sofort verbinden, nachdem<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> mir die Unterlagen der ÖMV vorgelegt hat.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_17">Die Gespräche und Besuche <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschews</rs> verliefen in einem äusserst<lb/>
freundschaftlichen Klima. Er selbst versichert mir gegenüber auch,<lb/>
dass die UdSSR so wie Österreich das grösste Interesse daran hat,<lb/>
dass sich die Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren beiden Ländern<lb/>
verbessern, der Warenhandel vergrössert und vor allem dadurch die<lb/>
guten politischen Beziehungen noch mehr gefestigt werden. An dieser<lb/>
Politik, versicherte mir <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> unter 4 Augen, wird sich nichts<lb/>
ändern. Ich bin auch davon fest überzeugt, denn die Sowjets wollen<lb/>
damit dokumentieren, wie sie nicht nur mit Finnland, das ja in einem<lb/>
sehr engen Verhältnis zur Sowjet-Union steht, eine Finnlandisierung<lb/>
wird von uns ganz entschieden <choice><choice><sic>abgehelhtn</sic><corr>abgelehnt?</corr></choice></choice>, sondern auch eben mit den<lb/>
entfernteren Österreich als neutraler Staat die besten wirtschaft<lb break="no"/>lichen und politischen Beziehungen auf der Basis der Gleichberech<lb break="no"/>tigung hergestellt wurde. Die UdSSR möchte sicherlich dokumentieren,<lb/>
dass zwei Staaten mit verschiedensten politischen Verhältnisse, wovon<lb/>
einer eine Grossmacht ist und der andere wirklich ein Kleinstaat,<lb/>
trotzdem auf Gleichberechtigungsbasis verhandelt wird. Dies kommt<lb/>
auch bei den Verhandlungen stets zum Ausdruck. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs>, der<lb/>
mich sehr gut leiden kann- und der immer wieder dokumentieren will,<lb/>
dass ich den Vorsitz führe und er mich ersucht ihm das Wort zu geben,<lb/>
sich tausend mal entschuldigt, wenn er länger spricht, möchte hier<lb/>
wirklich so behandelt werden, wie man eben jeden anderen Minister aus<lb/>
einem anderen Staat ebenfalls behandeln würde. Was ihm aber dabei –<lb/>
und das weiss ich ganz genau – am meisten gefällt ist meine sehr wohl<lb/>
freundschaftliche Verhandlungsführung, mein Hervorstreichen, dass er<lb/>
als der Ältere, der viel länger im Amt befindliche, die Situation<lb/>
besser Kennende, auch für uns richtungsweisend ist. Ich weiss nämlich<lb/>
und bin fest davon überzeugt, dass es letzten Endes nur an dieser,<lb/>
unserer Haltung liegt und an dem politischen Konzept der UdSSR,<lb/>
dass wir die Energiebezüge trotz der Schwierigkeiten, die sie mit den<lb/>
anderen COMECON-Staaten haben und teils ihrer inneren Problematik<lb/>
<pb n="49-0791" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0791.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>unter allen Umständen, zumindestens bis jetzt, befriedigt ge<lb break="no"/>liefert bekommen haben. Solange ich dafür verantwortlich bin,<lb/>
werde ich versuchen, diese Politik unbedingt durchzuziehen und<lb/>
fortzusetzen. Die Erklärungen von <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> können mir dabei sehr<lb/>
behilflich sein, denn auch er steht sehr positiv zur UdSSR, wie er<lb/>
immer erklärt, weshalb es der ÖVP schwer fallen wird die Ostan<lb break="no"/>fälligkeit zu behaupten, wie sicherlich gelegentlich in ihren Kreisen<lb/>
erwogen wird.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-11_18"/>
         </div>
      <div type="back"><pb n="49_0783_03" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0783-03.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 11.7.1979</head>
         </div>
         <pb n="49_0783_04" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-11_0783-04.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
         </div>
      </div></body>
      <back><listPerson><person xml:id="per__97893">
               <persName type="label">Sallinger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Sallinger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98072">
               <persName type="label">Wiesinger, Anna</persName>
               <persName><surname>Wiesinger</surname><forename>Anna</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers (Sekretärin)</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__113078">
               <persName type="label">Nikolaenko, Boris S.</persName>
               <persName><surname>Nikolaenko</surname><forename>Boris S.</forename></persName>
               <occupation>sowj. Handelsrat</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__115666">
               <persName type="label">Jakubow, A</persName>
               <persName><surname>Jakubow</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Leiter Abt. wirtsch. Zusammenarb. d. Komitees d. UdSSR f. außenwirtsch.
                  Beziehungen; evtl. Falschschreibung</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97498">
               <persName type="label">Grünwald, Oskar</persName>
               <persName><surname>Grünwald</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>Büro Staribacher; ÖIAG</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/1053195672</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__112951">
               <persName type="label">Patolitschew, Nikolaj S.</persName>
               <persName><surname>Patolitschew</surname><forename>Nikolaj S.</forename></persName>
               <occupation>sowj. Außenhandelsminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__112953">
               <persName type="label">Manschulo, Alexej N.</persName>
               <persName><surname>Manschulo</surname><forename>Alexej N.</forename></persName>
               <occupation>stv. sowj. Außenhandelsminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__127010">
               <persName type="label">Reichenfelser, Herwig</persName>
               <persName><surname>Reichenfelser</surname><forename>Herwig</forename></persName>
               <occupation>Beamter FM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97632">
               <persName type="label">Kirchschläger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Kirchschläger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Außenminister, Bundespräsident</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118723189</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__109804">
               <persName type="label">Carter, Jimmy</persName>
               <persName><surname>Carter</surname><forename>Jimmy</forename></persName>
               <occupation>US-Präs. 1977-81</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97652">
               <persName type="label">Kosygin, Aleksej N.</persName>
               <persName><surname>Kosygin</surname><forename>Aleksej N.</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118715194</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__126517">
               <persName type="label">Ossipow, Nikolaj</persName>
               <persName><surname>Ossipow</surname><forename>Nikolaj</forename></persName>
               <occupation>stv. sowj. Außenhandelsmin.</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97337">
               <persName type="label">Bauer, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>GD ÖMV</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114911">
               <persName type="label">List, Hans</persName>
               <persName><surname>List</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Steyr</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__108746">
               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97668">
               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118566512</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__110995">
               <persName type="label">Pisec, Karl</persName>
               <persName><surname>Pisec</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>HK, Evidenzbüro für Außenhandel, Wr. ÖVP-Bundesrat</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__108324">
               <persName type="label">Breschnew, Leonid</persName>
               <persName><surname>Breschnew</surname><forename>Leonid</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            </listPerson></back></text>
</TEI>