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            <title type="main">Montag, der  9. Juli 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band49_1979-07-09</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_01">Montag, 9. Juli 1979<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_02">In der Lebensmittelarbeitergewerkschaft berichtet mir der Bäcker<lb break="no"/>sekretär, dass die Betriebsräte der Ankerbrotfabrik auf die Auf<lb break="no"/>sichtsratssitzung bestanden haben, wo der Kapitaltransfer VNI-Aktien<lb/>
zur ABRO besprochen wurden. Interessanterweise hatte er aber<lb/>
noch keinen Bericht, wie die Sitzung ausgegangen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__116916">Was</rs> ergab die Anfrage bei der AK über die<lb/>
Zuständigkeit der Betriebsräte bei Kapitaltransfer?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_04">Beim Jour fixe legte <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> eine Liste aller vom Handelsministerium<lb/>
vorgeschlagenen Kommerzialräte der Statistik des Aussenhandels vor.<lb/>
Nach Aussage von Referenten <rs type="person" ref="#per__151007">Beinhauer</rs> resp. seinem Vorgesetzten <rs type="person" ref="#per__113032">Reiger</rs><lb/>
sind nicht 4 Kommerzialräte in der Vergangenheit ohne Zustimmung<lb/>
der Handelskammer nominiert <choice><choice><sic>wurden</sic><corr>worden</corr></choice></choice>, sondern eine ganze Anzahl die mit<lb/>
einem Kreuzerl bezeichnet waren. Ich bestritt dies sofort ganz ent<lb break="no"/>schieden, denn dann hätte die Handelskammer sicherlich viel früher da<lb break="no"/>gegen remonstriert. Selbst unter den vier von mir zugegebenen, weil<lb/>
ich keinen Gegenbeweis in der Hand habe, nicht einvernehmlich<lb/>
Nominierten, befindet sich z.B. der Direktor <rs type="person" ref="#per__116997">Dautzenberg</rs> von der Fa.<lb/>
Heid. Ich erklärte sofort, dass die Bestellung so zu erfolgen hatte,<lb/>
dass die Handelskammer zugestimmt hat. Die Handelskammer ist jetzt<lb/>
nur in einer schlimmen Situation, weil – wie ich dann bei der Re<lb break="no"/>gierungsvorbesprechung feststellen konnte – Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__116956">Zeleny</rs> zuerst<lb/>
die vom Handelsministerium vorgeschlagenen nominieren wird und der<lb/>
Rest dann erst von der Handelskammer ergänzt werden kann. Dadurch<lb/>
ergibt sich für die Handelskammer die Situation, Kürzungen von ihren<lb/>
Vorschlägen vornehmen zu müssen. Ich selbst glaube die beste Lösung<lb/>
wäre, das Kontingent von 590 eben entsprechend aufzustocken. <rs type="person" ref="#per__116956">Zeleny</rs><lb/>
möchte aber bis jetzt davon nichts wissen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte sprich mit <rs type="person" ref="#per__151007">Beinhauer</rs>, ohne dass wir von<lb/>
unserem Standpunkt allerdings abgehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_06">Ich berichtete der Handelskammer über die Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__111707">Lambs<lb break="no"/>dorff</rs> und <rs type="person" ref="#per__111708">Honegger</rs>, wobei ich insbesondere die Energieberatungen<lb/>
hervorhob. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> war besonders daran interessiert, was wir im<lb/>
Ministerrat an Einzelmassnahmen vorschlagen würden. Ich habe<lb/>
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überrascht, meinte allerdings, neue Erkenntnisse stünden da auch<lb/>
nicht drinnen.<lb/>
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Textilförderungsaktion auf das Gewerbe besprochen. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> meinte<lb/>
scheinbar nur, die Aktion sei für alle, ohne ihnen die Zusicherung<lb/>
zu geben, für das Gewerbe eine eigene Aktion zu starten. Ich habe<lb/>
meinen Standpunkt weiter vertreten, dass eben Gewerbebetriebe, wie z.B.<lb/>
der Obmann dieser Innung <rs type="person" ref="#per__151008">Gobl</rs> 200 Beschäftigte hat, müssten eben in<lb/>
die Industrie übersiedeln, wo sie auch hingehören. Es ist tat<lb break="no"/>sächlich paradox, dass der Industrievertreter <rs type="person" ref="#per__144392">Adensamer</rs> 5 Beschäftigte<lb/>
hat. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> schlug vor, wir sollten wenigstens für die Entwicklungs<lb break="no"/>gebiete wie z.B. das Waldviertel diese Aktion ausdehnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die Sektion soll diesen Vorschlag prüfen,<lb/>
ohne von unserem prinzipiellen Standpunkt allerdings abzuweichen.<lb/>
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zu klären. <rs type="person" ref="#per__114965">Dorn</rs> hat zugegeben, dass jetzt mit einem Brief der Bürges<lb/>
das Begutachtungsrecht der Handelskammer eindeutig geklärt ist.<lb/>
Offen sei nach wie vor, daß in die Formulare die Informationspflicht<lb/>
für die Handelskammer aufgenommen werden soll. Hier behauptet <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
nach wie vor, dass Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs> vom Freien Wirtschafts<lb break="no"/>verband die Handelskammer-Wählerverzeichnisse dafür haben möchte.<lb/>
Dies verstosse aber gegen das Datenschutzgesetz. Sofort erwiderte<lb/>
ich, dass auch die Einschaltung der Handelskammer gegen das KWG und<lb/>
das Datenschutzgesetz in der Form, wie es die Handelskammer will,<lb/>
bei der Bürges verstossen würde. Ich habe anschliessend mit Sekt.Chef<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> über diesen Fall neuerdings gesprochen und wir vereinbarten,<lb/>
alle offenen Fragen mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> jetzt gemeinsam in einer Sitzung zu be<lb break="no"/>reinigen.<lb/>
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sie einmal eingesetzt wird, die Arbeiterkammer keinesfalls Sitz und<lb/>
Stimme in den durchführenden Gremien der Handelskammer haben kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_14">Im Journalistenfrühstück berichtete der Geschäftsführer der Bürges<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113825">Steyrer</rs> über die Zunahme der Aktionen. 50 % für Gewerbestruktur<lb break="no"/>verbesserung, 230 % Existenzgründung. Ergänzend stellte ich dann<lb/>
nur fest, dass die 50 % bei 2,5 Mia. Kreditvolumen wesentlich mehr<lb/>
ausmacht als die 230 % bei 124 Mio. Kreditansuchen. Man sollte also<lb/>
nicht nur die wirklich sehr beachtlichen perzentuellen Steigerungen<lb/>
sehen sondern auch die ungeheuren Mittel, die jetzt zusätzlich<lb/>
aufgewendet werden müssen.<lb/>
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sich dann eine sehr lebhafte Diskussion, insbesondere mit dem<lb/>
Profil-Vertreter <rs type="person" ref="#per__127184">Hanke</rs>. Dieser war das erste Mal hier und versuchte<lb/>
mir unbedingt einzureden, die beste Lösung der ganzen Wirtschafts<lb break="no"/>probleme sei anstelle des ununterbrochenen Wachstumszuwachses<lb/>
der ja früher oder später nicht mehr gewährleistet sein wird,<lb/>
eine radikale Arbeitszeitverkürzung durchzusetzen. Es war sehr<lb/>
verwundert, auch von mir als Gewerkschafter und Handelsminister<lb/>
eine sehr zurückhaltende Stellungnahme zu seinem Extrem-Vorschlag<lb/>
zu hören.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Wie weit haben Deine Kontaktgespräche mit<lb/>
ihm dann geführt?<lb/>
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soll erweitert werden und eine kleine Raffinerie errichtet. Der<lb break="no"/>zeit exportiert das zwar nicht der OPEC angehörende Ölproduktions<lb break="no"/>land Rohöl weltweit und bezieht Benzin aus Venezuela. Für den Fremden<lb break="no"/>verkehr, der in der Hauptstadt Maskat ausgebaut werden soll.<lb/>
sehe ich kaum grosse Chancen. Eine österreichische Firma Ast<lb/>
aus Graz hat den Sultanspalast gebaut und versucht jetzt bei der<lb/>
Hafenanlage neben anderen Firmen mitzuwirken. Für <choice><choice><sic>15.000</sic><corr>?</corr></choice></choice> S haben<lb/>
wir importiert und für 30 Mill. exportiert. Der AZ-Journalist<lb/>
stellte die Frage, was wir importierten und zu meiner grössten<lb/>
Verwunderung konnte <rs type="person" ref="#per__114601">Sachs</rs> auf Anhieb erklären, Werkzeug und<lb/>
Kulturfilme.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_18">Eine örtliche Zeitung in Schladming interviewte mich wegen<lb/>
der WM-Skirennen, die sie jetzt zugesprochen bekommen haben.<lb/>
Der Aufteilungsschlüssel ist, so wie überall, 40 % Bund, 40 % Land,<lb/>
20 % die Gemeinde. Er glaubt mit den 100 Mio., die präliminiert waren,<lb/>
kann man nicht mehr das Auslangen finden, nicht zuletzt durch<lb/>
die Energieverteuerung. Meistens geht es aber nicht allein um<lb/>
Kostensteigerungen, die das Budgetsprengen sondern hauptsächlich<lb/>
um Aktivitäten, die zusätzlich dazukommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_19">Der Generalsekretär vom ÖAMTC <rs type="person" ref="#per__98032">Veith</rs> und sein Pressemann <rs type="person" ref="#per__137360">Prskawetz</rs><lb/>
haben mir offiziell ihre Aktion "Gleiten statt hetzen" übermittelt.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98032">Veith</rs> selbst, der früher mit seinem Mercedes 19 Liter brauchte,<lb/>
hat jetzt durch diese Aktion, an die er sich natürlich halten<lb/>
muss, den Verbrauch auf 12 Liter heruntergeschraubt. Ich bin fest<lb/>
davon überzeugt, wenn alle Autofahrer vernünftig fahren würden,<lb/>
wir wesentliche Ersparnisse erzielen könnten. Bezüglich meines<lb/>
Vorschlages, die Vergasereinstellung und andere Prüfungen am KFZ<lb/>
zu forcieren, teilte mir <rs type="person" ref="#per__98032">Veith</rs> mit, sie haben jetzt um 2 Mio. S<lb/>
ein Prüfauto gekauft und fahren damit von Ort zu Ort. Dies er<lb break="no"/>scheint deshalb notwendig, damit nicht die Autofahrer zu dem Prüf<lb break="no"/>zentrum fahren müssen und dadurch erklären, ebenfalls wieder Benzin<lb/>
zu verbrauchen. Geprüft wird nicht nur ÖAMTC-Mitglieder-Autos<lb/>
sondern jedermann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte veranlasse, dass wir alle Kraftfahr<lb break="no"/>verbände und die davon betroffenen Innungen und Interessensvertretungen<lb/>
auffordern, bei unseren Sparaktionen mitzuwirken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_21">Beim Besuch der Panzergrenadier-Division in Baden hatte ich einleitend<lb/>
einen guten Gag. Magister <rs type="person" ref="#per__117023">Pein</rs>, der mich begleitete, war Leutnant<lb/>
in dieser Division. Wie ich dann auch feststellen konnte, <choice><choice><sic>ich</sic><corr>ist?</corr></choice></choice> ein<lb/>
Hauptmann von der Industriesektion derzeit als Indentatur-Offizier<lb/>
bei der Übung eingezogen. Ich selbst war mit ausländischen Ministern<lb/>
die sich für Waffen der Steyr-Werke interessierten, schon einige<lb/>
Mal bei Vorführungen in Baden. Neu für mich war, dass der Chef des<lb/>
Stabes <rs type="person" ref="#per__151009">Mitterbauer</rs> erörterte, 80 % der Handfeuerwaffen, 75 % der<lb/>
2.000 Fahrzeuge und 65 % der 750 Panzer werden in Österreich pro<lb break="no"/>duziert. 4.000 österr. Firmen sind ständig in Wirtschaftsbeziehungen<lb/>
mit der Division. 1978 wurden auch für fast 1,5 Mia. S Bezüge ge<lb break="no"/>tätigt. Heuer wird es nach den vorliegenden Ziffern nur 1/3 sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_22">Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es so grosse Schwankungen<lb/>
von Jahr zu Jahr gibt. Die Ausrüstung pro Mann kostet 10.000 S,<lb/>
der Verpflegungssatz ist 30 S pro Mann und Tag. Bei der Demon<lb break="no"/>stration hat man mir dann nicht nur die Fahrzeuge und Panzer ge<lb break="no"/>zeigt, sondern was mich viel mehr interessierte auch die Ausrüstung<lb/>
des einzelnen Mannes. Imponierend ist das neue Sturmgewehr, weil es<lb/>
leichter ist, einfacher zu handhaben und wie man mir allgemein ver<lb break="no"/>sichert, derzeit das beste in der Welt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_23">In der Ministerratsvorbesprechung hat dann auf Vorschlag <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs><lb/>
unser internationaler Sekretär <rs type="person" ref="#per__97507">Hacker</rs> von einem Besuch bei Vize<lb break="no"/>präsident <rs type="person" ref="#per__126217">Mondale</rs> berichtet. Dort hat die Soz. Internationale die<lb/>
Abrüstungsdelegation hingesendet. <rs type="person" ref="#per__109804">Carter</rs> ist ebenfalls erscheinen<lb/>
und meinte, bei SALT III, welches jetzt verhandelt werden soll,<lb/>
geht es nicht mehr um die Raketen und neuen Waffensysteme sondern<lb/>
um die konventionellen Waffen. Dabei wird dann nicht mehr nur Amerika<lb/>
davon betroffen sein, sondern auch Frankreich, Grossbritannien und<lb/>
Österreich. Dass wir von den Amerikanern als so grosser Waffenlieferant<lb/>
eingestuft wurden, ist mehr als überraschend. Bei dieser Gelegenheit<lb/>
kam auch gleichzeitig die VÖEST-Absicht für Griechenland jetzt Kanonen<lb/>
zu erzeugen, zur Sprache. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> verwies darauf, dass die 15 cm-Kanonen<lb/>
heute als veraltet gelten, weil die Herbeischaffung von Munition<lb/>
grosse Schwierigkeiten bereitet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_24"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verwies auf die Bauerndemonstration. wobei noch nicht fest<lb break="no"/>steht, ob sie nicht doch auch Traktoren mitbringen. Mit <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs><lb/>
wird nur er, <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> und <rs type="person" ref="#per__112148">Schober</rs> verhandeln. Wenn der Vizekanzler<lb/>
und Finanzminister dabei ist, dann müsste man, wie er meint, entsprechende<lb/>
Zugeständnisse machen, so kann man sich dann alles noch einmal über<lb break="no"/>legen. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> berichtet, dass es kaum möglich sein wird, über das Ge<lb break="no"/>treidekonzept eine Einigung zu erzielen. Die Vorschläge, die jetzt<lb/>
die Bauern machen, würden dem Finanzminister 1 Mia. S kosten, gegenüber<lb/>
den jetzt im Voranschlag und BÜG von 1,130,000.000 keine Ersparnis.<lb/>
Aus diesem Grund meint <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>, wird es, da die Landwirtschaft auch<lb/>
für die Verwertungsabgabe nicht zustimmen will, keinen Abschluss<lb/>
geben. Er wird seine China-Reise verschieben und wir werden weiter<lb/>
verhandeln. Mich selbst ersuchte er bereits vorher, dass wir auch<lb/>
mit der Preisfestsetzung für Getreide zuwarten. Dies kann ich umso<lb/>
leichter, als die Vorprüfung ergeben hat, dass sie auf Grund des von<lb/>
der Landwirtschaftskammer immer wieder verteidigte Kalkulationsschemas<lb/>
<pb n="49-0773" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band49/49_1979-07-09_0773.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>eine Überbezahlung von 7 Groschen beim jetzigen Getreidepreis<lb/>
bereits haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_25"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> berichtet auch über die Reaktion seines <rs type="person" ref="#per__120658">Arafat</rs>-Gespräches.<lb/>
Der ehemalige Präsident des Jüdischen <choice><choice><sic>Weltbundes</sic><corr>Weltkongresses</corr></choice></choice> <rs type="person" ref="#per__151010">Goldmann</rs>, derzeit<lb/>
mit über 80 Jahren längst in Pension, hat es sehr begrüsst. Auch <rs type="person" ref="#per__151011">Riad</rs>,<lb/>
ehemaliger Generalsekretär der arabischen Liga, ein Ägypter hat sich<lb/>
sehr positiv geäussert. Aus Israel kommen dagegen nur negative Meldungen,<lb/>
insbesondere aus den Massenmedien. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verweist mit Recht glaube<lb/>
ich darauf, dass wenn wir nicht so gute Beziehungen zu den Arabern<lb/>
hätten, wir kaum 200.000 Juden aus der Sowjetunion über Österreich<lb/>
ohne Zwischenfälle herausgebracht hätten. Auf Vorschlag von dem<lb/>
neuen Parteiobmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> wird der aussenpolitische Rat sich auch mit<lb/>
diesem Problem beschäftigen. Dort soll auch eine aussenpolitische<lb/>
Doktrin verfasst werden, wo die Beziehungen zwischen den einzelnen<lb/>
Staaten aufgezählt werden sollten. Dieser widerspricht, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
aber auch Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> eindeutig feststellten, jedwedem Sinn<lb/>
einer Neutralitätspolitik. Die Verteidigungsdoktrin, die man als<lb/>
Vergleich heranzieht, basiert auf ganz anderen Prinzipien. Dort<lb/>
wird eben festgestellt, was – wie ich auch bei meinem Besuch der<lb/>
Panzergrenadierdivision feststellen konnte – im Krisenfall im Neutralitäts<lb break="no"/>fall und im Verteidigungsfall geschehen muss. Eine Klassifizierung der<lb/>
einzelnen Staaten aber in aussenpolitischen Doktrin wäre ein innen-<lb/>
und aussenpolitischer Wahnsinn.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_26"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> berichtet auch, dass eine Anpassung der Aufsichtsräte auf<lb/>
Grund der letzten Wahlergebnisse erfolgen soll, bei der VÖEST und<lb/>
bei der ÖMV soll jeweils ein Sozialist dazukommen. Da glaube ich<lb/>
habe ich schon in der Elektrizitätswirtschaft die Frage besser gelöst,<lb/>
indem ich bei einer Reduzierung der Aufsichtsräte die entsprechenden<lb/>
neuen politischen Verhältnisse zuerst ÖVP-Mehrheit jetzt eindeutig<lb/>
SPÖ-Mehrheit durchgesetzt habe. Die ERP-Kommission bleibt unver<lb break="no"/>ändert. <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs> informierte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, dass es jetzt bezüglich der<lb/>
Entsendung von Zentralbetriebsratsmitgliedern zur VÖEST und Ranshofen<lb/>
eine Beschwerde der ÖVP gibt. Diese möchte, dass auch für die Ar<lb break="no"/>beitnehmervertreter eine Wahl durchzuführen ist. In diesem Fall<lb/>
hätten sie einen grösseren Anteil der Delegierten. <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs> befürch<lb break="no"/>tet, dass die ÖVP eine Verfassungsüberprüfung durchführen wird. In diesem<lb/>
Fall ist er nicht ganz sicher, ob die bisherige Art der Entsendung<lb/>
durch den Zentralbetriebsrat in den Aufsichtsrat halten wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_27"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> berichtete über das Energie-Ministerkomitee<lb/>
die jetzt endgültige Formulierung der Massnahmen, die sehr<lb/>
umfangreich sind und ein schönes Papier ergeben haben, waren für<lb/>
alle sehr beeindruckend. Mit Recht hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> kritisiert,<lb/>
dass Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> bei der Besprechung erklärt hat, das Ganze<lb/>
sei ja nur deshalb gemacht worden, damit die Herren Minister<lb/>
jetzt auf Urlaub fahren können, geschehen wird gar nichts.<lb/>
Genau dies werden wir nicht tun. Der ARBÖ hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ent<lb break="no"/>sprechende Vorschläge und Material vorgelegt, wie er jetzt<lb/>
Energiesparen empfehlen wird. Dasselbe konnte ich vom ÖAMTC<lb/>
berichten. Die Ölfirmen, die ÖMV insbesondere mit der VÖEST<lb/>
wird jetzt Empfehlungen ausarbeiten und der ORF wird mit Plan<lb break="no"/>quadratspielen sich dafür einsetzen. Die Elektrizitätsver<lb break="no"/>sorgungsunternehmen sollen stärker herangezogen werden. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
war ein wenig verärgert, dass das 10-Jahre-Ausbauprogramm so wenig<lb/>
propagandistisch ausgewertet wurde. Ich habe mitgeteilt, dass jetzt<lb/>
eine optisch und graphisch schöne Fassung vorbereitet wird.<lb/>
Nach Erhebungen des ARBÖ soll eine verbrauchsorientierte Kraft<lb break="no"/>fahrzeugsteuer von 69 % gewünscht werden, die Sommerzeit von<lb/>
71 %, der autofreie Tag von 35 %, bei Verknappung 32 % noch<lb/>
dafür, dagegen aber insgesamt 28 %. Ich berichtete kurz über<lb/>
das Dreiminister-Gespräch, bezüglich der Energiefragen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
meinte, er ist nach wie davon überzeugt, dass es mehr Öl gibt<lb/>
als je zuvor. Der Bundespressedienst soll mit den Ölfirmen und<lb/>
der Elektrizitätswirtschaft jetzt ein optisch und propagandistisch<lb/>
schöne Broschüre aufbauend auf den Unterlagen herausbringen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_28"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hat mir dann noch einen Implementierungskatalog gegeben,<lb/>
den er ebenfalls der Presse nach dem morgigen Ministerrat vor<lb break="no"/>stellen wollte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat nämlich vorgeschlagen, dass <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
und ich in einem gesonderten Pressegespräch nach dem Foyer<lb/>
die Arbeit präsentieren sollen. Ich habe <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> überzeugt,<lb/>
dass wir diesem Implementierungskatalog erst ansehen müssen, denn<lb/>
da sind einige Formulierungen drinnen, wie z.B. das Handelsministe<lb break="no"/>rium wird die entsprechenden Importverträge bei Gas und Öl usw.<lb/>
abschliessen, die man keinesfalls lassen kann. Ausserdem scheint<lb/>
es mir zweckmässig, wenn wir nach der nächsten Ministerratssitzung<lb/>
wieder das Energieproblem in Erinnerung bringen mit dem Implemen<lb break="no"/>tierungskatalog.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_29"> ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte die Formulierung sofort von <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs><lb/>
prüfen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_30">Zum 25 Jahre Staatsvertrag wird ein Ministerkomitee, Bundeskanzler,<lb/>
Vizekanzler, Aussenminister und Unterrichtsminister entsprechende<lb/>
Vorschläge ausarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_31">Der Marchfeld-Kanal ist scheinbar das nächstgrössere Projekt, das<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> in Angriff nehmen will. Derzeit haben wir einen grossen<lb/>
Vorsprung gegenüber der ÖVP, denn die Oppositionspartei ist in<lb/>
den letzten Jahren ja überhaupt nicht weitergekommen. In NÖ, auch<lb/>
der Landesregierung, wurde viel davon geredet, es ist aber nichts<lb/>
geschehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_32">Das Volksgruppengesetz muss nach den Kärntner Wahlen dann neuerdings<lb/>
in Angriff genommen werden, denn die seinerzeitige Lösung, den klein<lb break="no"/>sten gemeinsamen Nenner zu suchen, hat sich als unzulänglich heraus<lb break="no"/>gestellt. <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> teilt mit, dass die Jugoslawen mit dem Passus<lb/>
über die Minderheit in der Regierungserklärung sehr einverstanden<lb/>
sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_33">Am 4. u. 5. September gibt es eine Regierungsklausur im Renner-<lb/>
Institut.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_34">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte Termin festhalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_35">Nach der Ministerratsvorbesprechung hat mich <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> informiert,<lb/>
dass der Vorschlag von <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>, bis zu 15 Mio. S soll die Kompensa<lb break="no"/>tion für Waffenkäufe vom Verteidigungsministerium selbst durch<lb break="no"/>geführt werden, vom ihm ganz strikt abgelehnt wird. Er möchte<lb/>
eine saubere Trennung zwischen Käufen durch das Verteidigungs<lb break="no"/>ministerium, Kompensation immer nur durch das Handelsministerium<lb/>
verhandelt wissen. Ich habe ihm diesbezüglich natürlich sofort<lb/>
recht gegeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_36">ANMERKUNG PUR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Was hat <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> zu einem solchen Vorschlag<lb/>
veranlasst?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_37">Mit <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> habe ich das Problem von <rs type="person" ref="#per__151012">Denk</rs> – Gletscher-Seilbahn<lb/>
in Hintertux besprochen. Dieser hat mir den wahren Sachverhalt<lb/>
so geschildert, dass <rs type="person" ref="#per__151012">Denk</rs> mit seinem Notar gekommen ist, der<lb/>
sofort eine Art Niederschrift aus dem Gespräch mit <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> machen<lb/>
wollte. Da aber der grösste Gegner <rs type="person" ref="#per__151013">Kirchler</rs> aus Hintertux in einem<lb/>
Wettstreit mit <rs type="person" ref="#per__151012">Denk</rs> verwickelt ist, hat <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> sich darüber ge<lb break="no"/>ärgert und ihn an die Sektion verwiesen, wo der Rechtsstreit<lb/>
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ich <rs type="person" ref="#per__151012">Denk</rs> einen Brief schreibe, worin ich ihm mitteile,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> ihm dieses Verhalten, das ihn sehr ver<lb break="no"/>wundert hat, zwar nicht nachträgt, dass aber der ganze Rechts<lb break="no"/>streit in der Sektion seines Ministerium ausgetragen werden<lb/>
muss.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band49_1979-07-09_38">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte einen diesbezüglichen Brief akt<lb break="no"/>mässig festlegen.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 9.7.1979</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName><surname>Dorn</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>HK-Vertreter BÜRGES</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
               <persName><surname>Satzinger</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
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               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Pein, Georg</persName>
               <persName><surname>Pein</surname><forename>Georg</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Lausecker, Karl</persName>
               <persName><surname>Lausecker</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <persName type="label">Reiger, Herbert</persName>
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               <occupation>Präsidialist HK</occupation>
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               <persName type="label">Minkowitsch, Roland</persName>
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               <occupation>Präs. Bauernbund</occupation>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Weißenberg, Gerhard</persName>
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               <occupation>Sozialminister</occupation>
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