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            <title type="main">Mittwoch, der 14. Februar 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band47_1979-02-14</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_01">Mittwoch, den 14. Februar 1979<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_02">Eine Wienerin, Frau <rs type="person" ref="#per__149868">Czech</rs>, die nach Graz übersiedelt ist, beschwert<lb/>
sich wegen des schlechten Wärmedämmzustandes von Hochhäusern in<lb/>
Graz, als ich sie darauf hinweise, daß dafür die steirische Landes<lb break="no"/>regierung, insbesondere Landeshauptmann <rs type="person" ref="#per__113131">Niederl</rs> zuständig sei,<lb/>
meint sie, zu dem geht sie nicht. Sie bereut es jetzt schon, nach<lb/>
Graz übersiedelt zu sein, ohne daß ich sie fragte, also eine wasch<lb break="no"/>echte Wiener Sozialistin.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Was hat sie Dir alles noch erzählt?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_04">Die International Advertising <choice><choice><sic>Agentie</sic><corr>Association</corr></choice></choice> IAA hat jetzt eine Energie<lb break="no"/>spar-Kampagne gestartet, das Motto: Net urassen! Wenn dies ein<lb/>
so guter Erfolg wird, wie <choice><choice><sic>Koleritsch</sic><corr>Kolaric?</corr></choice></choice> und die alten zwei Aktionen,<lb/>
die sie vorher gestartet haben, können wir glücklich sein. Die<lb/>
ganze Propagandawelle ist 5 Mio. S wert und kostet uns gar nichts.<lb/>
Bemerkenswert war, daß der Präsident Dkfm. <rs type="person" ref="#per__123371">Fehr</rs> mit Recht bemerkte,<lb/>
dies hätte die Energieverwertungsagentur EVA schon längst machen<lb/>
müssen. Überrascht war ich, daß diese freiwillige Vereinigung<lb/>
von Werbeträgern und Werbeagenturen nicht enger mit unserem Werbe<lb break="no"/>ausschuß Prof. <rs type="person" ref="#per__114057">Mittag</rs> vom Konsumentenbeirat zusammen arbeitet.<lb/>
Selbst, wenn die nach ihren eigenen Statuten alle 5 Jahre eine<lb/>
solche Gratiswerbekampagne starten, kann man diese enger ans Handels<lb break="no"/>ministerium binden, um vielleicht dann die Themen mitzubestimmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Recherchiere, wie Prof. <rs type="person" ref="#per__114057">Mittag</rs> und andere<lb/>
darauf reagieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_06">Dipl.Ing. <rs type="person" ref="#per__149869">Hirschenhauser</rs> von General Motors hat einen verhältnis<lb break="no"/>mäßig niedergradigen Orden bekommen. Trotzdem wollte er ihn un<lb break="no"/>bedingt noch vorm Opernball und war glücklich, als ich ihn sozu<lb break="no"/>sagen jetzt noch überreichte. Da er nicht einmal zum Spitzen<lb break="no"/>management von General Motors Austria gehört, wußte er auch sehr<lb/>
wenig über die laufenden Verhandlungen der Investitionstätigkeit<lb/>
General Motors in Österreich. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> wollte ihm dann noch die<lb/>
Kokarde ins Knopfloch stecken, nicht wissend, daß es bei so<lb/>
niederrangigen Orden gar keine gibt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_07">Ein Film über die Seychellen vorgeführt in Anwesenheit des Wirt<lb break="no"/>schafts- und Planungsministers <rs type="person" ref="#per__149583">Ferrari</rs> produziert vom Österreichi<lb break="no"/>schen Fernsehen war wirklich ungeheuer beeindruckend. Am Beispiel<lb/>
zweier junger Frauen wurde das Leben auf den Inseln dargestellt.<lb/>
Sehr sozialkritisch als Kontrast dazu die Tochter des Generalkon<lb break="no"/>suls Dr. <rs type="person" ref="#per__110995">Pisec</rs> und die Tochter des Dr. <rs type="person" ref="#per__149583">Ferrari</rs>, allerdings ohne sie<lb/>
namentlich zu erwähnen. Natürlich die große Sehnsucht der Ein<lb break="no"/>heimischen in der weiten Welt ihr Glück zu versuchen, in der falschen<lb/>
Annahme, dort geht es den Arbeitern so wie den Touristen, wenn sie<lb/>
nach Seychellen kommen. Angeblich hat die Seismik ergeben, daß<lb/>
in 6 - 8 Meter Tiefe offshore Erdöl gefunden werden könnte. Wird dieses<lb/>
ausgebeutet, dann ist die Ferien-Insel für den Tourismus verloren,<lb/>
für die 60.000 Einwohner allerdings dann ein wesentlich höherer<lb/>
Lebensstandard gesichert. Diese Problematik wurde in Film selbst<lb break="no"/>verständlich nicht dargestellt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Die Österreichische Fremdenverkehrswerbung<lb/>
soll sich mit den Produzenten zusammensetzen, wenn sie wieder einmal<lb/>
einen Film über Österreich drehen will.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_09">Die Ausstellung "Sicher bauen, sicher wohnen, sicher leben" im<lb/>
Wohnforum in der Wohnwelt war für mich überraschend gut organisiert.<lb/>
Der Veranstalterin Frau Dr. <rs type="person" ref="#per__116700">Dürler</rs> ist es gelungen, die verschieden<lb break="no"/>sten Interessenten von der Unfallversicherung über Polizei, Feuer<lb break="no"/>wehr, Brandschutzbekämpfung bis zur Apothekerkammer an dieser Aus<lb break="no"/>stellung zu interessieren. <rs type="person" ref="#per__115685">Mischek</rs>, der Besitzer der Wohnwelt hat<lb/>
mir zugegeben, daß es äußerst schwierig ist, die Trennung zwischen<lb/>
kommerzieller Tätigkeit und wirklich uneigennützigen Dienst für die<lb/>
Öffentlichkeit, d.h. das Ziel von Wohnforum zu unterscheiden und<lb/>
strikte einzuhalten, daß dies aber notwendig ist, hat er mir un<lb break="no"/>umwunden zugegeben. <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> wurde jetzt in das Kuratorium vom Wohn<lb break="no"/>forum berufen und hat damit gewisse Einflußmöglichkeiten, ich<lb/>
bin darüber sehr froh, denn abgesehen, daß es für ihn persönlich<lb/>
auch ein großer Vorteil ist, er wird mehr bekannt und kommt mit<lb/>
Kreisen zusammen, die man sonst wahrscheinlich kaum ansprechen<lb/>
würde. Der Branddirektor von Wien hat beim Essen Dr. <rs type="person" ref="#per__116700">Dürler</rs> und<lb/>
mir vorgeschlagen, man sollte Firmen mit ihren Angehörigen zum<lb/>
Besuch und zur Diskussion sowie Seminar einladen. Diese Idee halte<lb/>
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Seminaren dort auch die Verpflegung zu bezahlen. Wenn das Essen<lb/>
annähernd so gut, wie dies was wir dort bekommen haben, können solche<lb/>
Ausstellungen dann ein voller Erfolg sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Habt Ihr Euch ein längerfristiges Ausstellungs<lb break="no"/>programm schon erarbeitet?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_11">Der Branddirektor von Wien hat mir auch seine Schwierigkeiten er<lb break="no"/>zählt, die Ergänzung der 1.500 Berufsfeuerwehrleute durch frei<lb break="no"/>willige Feuerwehrmänner, wie er seit längerer Zeit beabsichtigt.<lb/>
Die Politiker sind jetzt alle dafür und gerade im Gefolge des<lb/>
Gerngross-Brandes wäre es ein leichtes jetzt eine solche ungefähr<lb/>
3.000 Mann umfassende freiwillige Feuerwehr in Wien aufzubauen.<lb/>
So wie überall gibt es Schwierigkeiten mit den Juristen, die wie<lb/>
nicht anders zu erwarten, große rechtliche Bedenken dort und da<lb/>
haben. Abends habe ich durch Zufall den Generaldir. <rs type="person" ref="#per__115005">Hintschig</rs> von<lb/>
der Messe getroffen, der für den Zivilschutz in Wien verantwortlich<lb/>
ist und der meinte, jetzt müßte man die Gelegenheit nützen. Auch<lb/>
Stadtrat <rs type="person" ref="#per__97913">Schieder</rs>, der politisch Verantwortliche, ist jetzt so weit,<lb/>
daß er sich eine freiwillige Feuerwehr sozusagen von der öffentlichen<lb/>
Meinung, sprich Massenmedien abringen lassen will. <rs type="person" ref="#per__97913">Schieder</rs> sieht<lb/>
darin eine Möglichkeit der politischen Beeinflussung der 3.000 Mann.<lb/>
Ihm schwebt scheinbar etwas ähnliches vor, wie bei der Rathauswache,<lb/>
dies ist allerdings wieder eine bezahlte Truppe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_12">Zum Essen, das <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> für die Landeshauptleute gegeben hat, sind<lb/>
ein einziger, nämlich <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> von Kärnten erschienen, sonst waren<lb/>
ungefähr zwei Drittel der Eingeladenen entweder durch Landesräte<lb/>
oder die Beamten vertreten. Nur Landeshauptmann <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs> ist später<lb/>
gekommen und meinte nur, er wünscht höchstens einen Kaffee. Ich<lb/>
konnte mir nicht verkneifen, neben <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> sitzend, auch <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs><lb/>
war noch als Minister erschienen, zu behaupten alle hätten wahr<lb break="no"/>scheinlich angenommen, daß <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wieder den üblichen internationalen<lb/>
Schlick serviert, den niemand so recht will und der auch wahrlich<lb/>
nicht gut ist. Diesmal aber hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> eine Idee verwirklicht,<lb/>
nämlich aus den Bundesländern jetzt Wirte aufzufordern, die Ver<lb break="no"/>pflegung zu übernehmen. Diesmal war Burgenland, Großhöflein dran<lb/>
mit einem exzellenten und überaus üppigen Essen. Ich fürchtete<lb/>
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so wenige kommen werden, doch dort stellte sich heraus, daß sowohl<lb/>
ihr Sprecher <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs> als auch <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> erschienen waren, wer<lb/>
mir wirklich fehlte war der Wiener Vertreter.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Stelle bitte fest, wer von Wien überhaupt<lb/>
dort war?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_14">Nach einer umfangreichen Einleitung von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wo er darauf ver<lb break="no"/>wies, daß für ihn nur die kooperative bundesstaatliche Regelung<lb/>
d.h. der Artikel 15 a für jedwede Energiepolitik mit Ländern in<lb/>
Frage kommt, also ganz dezidiert eine Verfassungsänderung ablehnte<lb/>
machte er den von mir erwarteten Vorschlag. Die Bundeshandels<lb break="no"/>kammer soll aus dem Zinsertrag der Außenhandelsförderungsbeiträge-<lb/>
Rücklage ca. eine Milliarde 60 Mio. S zur Verfügung stehen, der<lb/>
Bund wird ebenfalls 60 Mio. geben und die Länder sollen sich auch<lb/>
daran beteiligen. Auf diesen Vorschlag ging gar niemand in der Dis<lb break="no"/>kussion ein, weil man ihn sicher von der anderen Seite als poli<lb break="no"/>tischen Gegner betrachtet. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwähnte dann noch alle Aktivi<lb break="no"/>täten der Bundesregierung insbesondere auch ERP-Zinsenzuschußaktion<lb/>
der Bundesregierung und die 10 Mio. S für die Fernwärme in meinem<lb/>
Budget, sowie die Meßgeräte für die Industrie um 15 Mio. S und zuletzt<lb/>
auch noch die Tätigkeit der IAA "net urassen!", wobei<add>[er]</add> wieder einmal<lb/>
die EVA besonders erwähnte. Überraschend für mich war, daß er das<lb/>
Referat wortwörtlich heruntergelesen hat, also deutlich sichtbar<lb/>
keine Zeit gehabt hatte, sich darauf im einzelnen vorzubereiten,<lb/>
obwohl er am Vortag von mir alle Unterlagen verlangte, weil er<lb/>
erklärte, er müsse alles genau studieren und hätte dies schon vor<lb/>
längerer Zeit gerne gehabt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_15">Präs. <rs type="person" ref="#per__149782">Kohn</rs> von der gesamtschweizerischen Energiekommission und gleich<lb break="no"/>zeitig auch Direktor der zweitgrößten schweizerischen Elektrizitäts<lb break="no"/>gesellschaft, einer Mischung von Kantonen und privaten, von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
eingeladen, berichtete über die Situation in Europa und ganz be<lb break="no"/>sonders in der Schweiz. Dort hat bei einer Umfrage die Bevölkerung<lb/>
nur mit 7 % die Energieprobleme an erste Stelle gesetzt, die<lb/>
Schwierigkeit liegt darin, daß auch in der Schweiz alle Tanks<lb/>
voll sind und daher Maßnahmen sehr schwer durchzusetzen sind.<lb/>
Vier Problemkreise umriß <rs type="person" ref="#per__149782">Kohn</rs>, Sparen, Forschen, Substituieren,<lb/>
Vorsorgen. Die Kommission hat 2 Szenarien ausgearbeitet, das eine<lb/>
<pb n="47-0199" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band47/47_1979-02-14_0199.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ist eine Sparpolitik mit vorhandener Rechtsgrundlage, hier handeln<lb/>
die Kantone, der Bund kann höchstens koordinieren. Dieses föderali<lb break="no"/>stische System baut darauf auf, daß die Wirtschaft entsprechend<lb/>
aus eigener Einsicht handelt. Wärmedämmung, Prüfung der Heizanlagen,<lb/>
also alles das, was bei uns in Österreich auch notwendig ist, und<lb/>
von den Ländern zu machen wäre, Änderung des kantonalen Baurechtes<lb/>
durch eine spezielle Gesetzesnovelle, Steuererleichterungen, Sub<lb break="no"/>ventionen, eventuell noch Energie-Leitbilder, Richtpläne für lei<lb break="no"/>tungsgebundene Energie, eine Wasserkraftpolitik wonach die Kon<lb break="no"/>zessionäre alte Werke umbauen, was ca. 1 1/2 Mrd. kWh bringen könnte,<lb/>
Ersatzenergie durch Holz, Wärmepumpen, Sonne, Fernheizwerk usw.<lb/>
Alles was wir also auch in Österreich jetzt beabsichtigen zu machen.<lb/>
Die Schweiz, die ca. 10 Mrd. Schweizer Franken Energie verbrauchen,<lb/>
könnte 10 % damit einsparen, also eine Milliarde Schweizer Franken.<lb/>
Dafür sind aber 600 Mio. Schweizer Franken Investitionen notwendig,<lb/>
diese Aufwendung wird also durch die Ersparnis leicht gedeckt ja<lb/>
sogar übergedeckt und könnte die Baukonjunktur in der Schweiz<lb/>
wesentlich beleben. Die Kommission ist aber mehrheitlich der<lb/>
Auffassung, daß es damit nicht das Auslangen finden würde und auch<lb/>
die Schweiz nicht auf die Dauer dieses Problem in Griff kriegen<lb/>
kann, weshalb zusätzliche Kompetenzen dem Bund gegeben werden müssen<lb/>
und er wörtlich sagte, die Kantone müssen an die Kandare gelegt<lb/>
werden. Dem steht allerdings entgegen, daß eine Gewerbefreiheit und<lb/>
die absolute Eigentumsfrage sowie insbesondere die kantonalen<lb/>
Selbständigkeitsbestrebungen eine solche notwendige Maßnahme frühe<lb break="no"/>stens, wenn der Bundesrat sie überhaupt aufgreift durch Volks<lb break="no"/>abstimmung 1981 oder 1982 verwirklicht werden könnten. Erst dann<lb/>
würde die großen Energiesparmaßnahmen gerechtfertigt werden und könnten<lb/>
eingesetzt werden, den jetzt steht jedweder Anordnung, Wärme an<lb/>
Dritte abzugeben, entsprechende Wärmerückgewinnung zu veranlassen,<lb/>
den Energieverbrauch zu beschränken, ja sogar den Benzin-Verbrauch<lb/>
zu reglementieren, immer wieder die Gewerbefreiheit und das Eigen<lb break="no"/>tumsrecht entgehen. Auch eine beabsichtigte Zwecksteuer von 6 %<lb/>
die 7 Mrd. S bringen könnte, bedarf in vielen anderen Maßnahmen<lb/>
erst einer gesetzlichen Fundierung mit Volksabstimmung und man<lb/>
weiß nie, wie die in der Schweiz ausgehen. Von der EVA berichtete<lb/>
dann noch Dr. <rs type="person" ref="#per__114098">Fantl</rs>, der die bekannten Vorschläge brachte insbesondere<lb/>
die Nutzung von Holz und andere Bio-Energie. Da jetzt bereits<lb/>
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ich reden würde und der neben mir sitzende Landeshauptmann <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs><lb/>
ersuchte mich ebenfalls sehr kurz zu sein. Ich versprach mit 20 Mi<lb break="no"/>nuten das Auslangen zu finden, erklärte das auch gleich als mir<lb/>
das Wort gegeben wurde und habe mit meiner alten Maschinengewehr<lb break="no"/>methode vom Parlament Fakten über Fakten präsentiert und gleich<lb break="no"/>zeitig entsprechende Vorschläge gemacht. Der Energieverbrauch ist<lb/>
im Vorjahr gestiegen, <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> meinte zu <rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs>, er hätte von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs><add>[ev. Falschidentifikation, Anm.]</add> und allen anderen ganz andere Ziffern bekommen, das Handels<lb break="no"/>ministerium muß trachten diese Energie herzustellen, alle Spar<lb break="no"/>maßnahmen sind gut, aber bis jetzt nicht sehr erfolgreich. Den<lb/>
Ländern schlage ich konkret folgendes vor, insbesondere jetzt die<lb/>
2 Staatsverträge über Wärmedämmung und Heizanlagen die Forderungen<lb/>
der Länder am Freitag erst von der Verbindungsstelle uns mitgeteilt<lb/>
könnten, was das Handelsministerium betrifft sofort in Angriff<lb/>
genommen werden, ich konnte sowohl die Änderung der Gewerbeordnung<lb/>
als auch ein Einwegflaschen-Gesetz vorlegen, die Produktdeklaration<lb/>
wird bereits bei 3 Waschmaschinen, Kühlschränke, Backrohre in der<lb/>
Begutachtung und andere können noch folgen. Die beschränkte Be<lb break="no"/>nützung von starken Stromverbrauchern wird durch das UWG resp.<lb/>
Novelle des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes geändert werden. Die<lb/>
Forderungen an Gewerberecht wurden also umfassend erfüllt. Im<lb/>
Zivilrecht hat bezüglich der Erhöhung des Hauptmietzinses für energie<lb break="no"/>sparende Maßnahmen und die individuelle Heizkosten-Abrechnung der<lb/>
Justizminister mit einem Schreiben mitgeteilt, daß er bereit ist,<lb/>
diese Frage im Mietengesetz und Wohnungseigentum-Gesetz zu regeln.<lb/>
Konkrete Vorschläge so wie ich sie vorlegen konnte, hatte allerdings<lb/>
<rs type="person" ref="#per__149870">Nikischer</rs>. Im Abgabenrecht hat der Finanzminister seine Bereit<lb break="no"/>schaft erklärt über gewisse Fragen, wie Bauspareinlagen, für Energie<lb break="no"/>sparmaßnahmen und Auflösung der Mietzinsreserve mit sich reden zu<lb/>
lassen, er lehnt nur die Sonderausgabenregelung, die auch die ÖVP<lb/>
verlangt hat, ab. Auch dies habe ich im Prinzip mitgeteilt, ohne<lb/>
natürlich auf Einzelheiten einzugehen. Dies muß sich der Justiz<lb break="no"/>minister und Finanzminister mit den Ländern im einzelnen ausmachen.<lb/>
Insbesondere habe ich dann auf die Einladung der Landeshauptleute<lb/>
zur Förderung der Kleinkraftwerke verwiesen, die wir auch schrift<lb break="no"/>lich vorgelegt haben. Nachdem Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> mir extra eine Rede<lb break="no"/>unterlage geliefert hat, hätte ich mich danach gehalten, müßte ich<lb/>
wahrscheinlich eine Stunde referieren, so habe ich zwar die<lb/>
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eine geringere der Länder und Ausmaß der Fensterflächen, Bund 25 %<lb/>
und Länder 30 % hingewiesen, als Kuriosa sagte ich, die Landes<lb break="no"/>hauptleute-Konferenz kann aber nicht Details bestimmen, denn was<lb/>
können wir mit einem A-Wert von 0,16 m² - HN(PA<add>[hs. korrigiert, Anm.]</add>) hoch 2/3 anfangen.<lb/>
Was ich damit dort beweisen wollte, war nur wie seriös doch im<lb/>
Handelsministerium gearbeitet wird und wie die Politiker endlich<lb/>
zur Kenntnis nehmen sollen, was hier alles im Handelsministerium<lb/>
geschehen ist. Natürlich nützte ich die Gelegenheit um gleich auf<lb/>
die Problematik vom Ersatzkraftwerk Zwentendorf Gasöl oder Öl-Kohle<lb/>
hinzuweisen. Ich erklärte freiweg, wir konnten uns schon nicht einigen<lb/>
als die Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die Landeshaupt<lb break="no"/>leute sind meistens Präsidenten dieser Elektrizitätswerke, 1000 MW<lb/>
Öl und 400 MW Gas-Investitionen beabsichtigten. Jetzt im Hinblick auf<lb/>
Iran, wo mit Sicherheit anzunehmen ist, daß der iranisch-sowjetische<lb/>
westeuropäische 16-Mrd.-m²-Gasvertrag nicht zu tragen kommt, sollte<lb/>
man sich doch überlegen, ein Kohlekraftwerk in Zwentendorf von den<lb/>
7 Landesgesellschaften und der Verbund zu errichten. In der Dis<lb break="no"/>kussion ging aber auch auf diese Frage niemand ein. Landeshauptmann<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs>, der Ländersprecher meinte, die Länderwünsche seien zum Teil<lb/>
positiv beantwortet worden, insbesondere vom Handelsministerium und<lb/>
er könnte sich daher vorstellen, daß sehr wohl jetzt eine Verein<lb break="no"/>barung möglich ist. Vorerst wollte er nur gerne wissen, wie die<lb/>
Kosten sind, die von der EVA jetzt immer vorgeschlagen werden, z.B.<lb/>
die Verstärkung der Außenwände von 4 cm auf 18 cm. <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> hat dann<lb/>
auf den Mindestwärmeschutz der Bundesgebäude verwiesen und be<lb break="no"/>hauptet, ihm standen im Vorjahr 130 und jetzt 190 Mio. S für wärme<lb break="no"/>energieverbessernde Maßnahmen zur Verfügung. 27 % der in öffentlichen<lb/>
Gebäuden vorhandenen Kubatur ist jetzt schon an Fernheizwerke ange<lb break="no"/>schlossen. 500 Heizer wurden geschult, die Wohnbauförderung und<lb/>
die Wohnungsverbesserung wurde wegen Energiesparen entsprechende<lb/>
Novellen aufgenommen. Die ÖNORM B 8110 die erst vorsieht, daß<lb/>
nach 3 Jahren die Wärmemessungen erfolgen dürfen, wobei die Gewähr<lb break="no"/>leistungsfrist meistens nur 2 - 3 Jahre dauert, braucht, seiner<lb/>
Meinung nach nicht eingehalten zu werden. Er selbst zumindestens<lb/>
handhabt dies bei den öffentlichen Gebäuden seit eh und je so.<lb/>
Landesamtsdirektor <rs type="person" ref="#per__131012">Tropper</rs> meinte, bis jetzt gebe es ungleiche Ver<lb break="no"/>träge, da der Bund nur die Länder verpflichten will und selbst<lb/>
<pb n="47-0202" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band47/47_1979-02-14_0202.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>nichts macht, weshalb die Länder ihm die Gegenvorschläge erstellt<lb/>
hat. <rs type="person" ref="#per__131012">Tropper</rs> wollte dies ganz deutlich koppeln, sozusagen Ver<lb break="no"/>pflichtung der Länder und Verpflichtung des Bundes inklusive Justiz<lb/>
und vor allem die Forderungen an den Finanzminister. In dieselbe<lb/>
Kerbe <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> und <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs> neuerdings, interessant war dann nur,<lb/>
daß beide dann große Bedenken hatten die Einwegflaschen-Regelung<lb/>
zu erlassen und mich ersuchten hier zurückhaltend vorzugehen. Ich<lb/>
versicherte, niemand der jetzt Einweggebinde produziert soll zu<lb/>
Schaden kommen. <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> appellierte an die Spargesinnung der Menschen<lb/>
und Landesamtsdir. <rs type="person" ref="#per__116100">Kathrein</rs>, Tirol und <rs type="person" ref="#per__114554">Rümmele</rs> wehrten sich gegen den<lb/>
Begriff an die Kandare nehmen, in der Schweiz meinten sie hätten<lb/>
die Kantone wesentlich mehr Rechte, weshalb selbst wenn sie an die<lb/>
Kandare genommen werden, noch immer besser dran sind als in den<lb/>
österreichischen Bundesländern. <rs type="person" ref="#per__114098">Fantl</rs> erwiderte dann auf Anfrage<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs>, daß die Maßnahmen die er vorschlägt, alle kostendeckend<lb/>
sind, um sie zu verwirklichen, braucht man nur die Bereitstellung<lb/>
der Finanzmittel. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ging darauf allerdings nicht mehr ein,<lb/>
sondern meinte nur zusammenfassend die Landeshauptleute könnte man<lb/>
jetzt bei der nächsten Landeshauptleute-Konferenz dazu bringen, daß<lb/>
die akkordierten Artikel-15a-Verträge beschlossen werden, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
wird deshalb mit <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs> noch genauer kontaktieren. Um der Bevölkerung<lb/>
alle Maßnahmen zu demonstrieren, soll in Ländern entsprechende<lb/>
Versuche angestellt und vorgeführt werden, dies gilt z.B. für<lb/>
die Holzverwendung und das sogenannte Recycling, an der <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
einen Narren gefressen hat und sich immer an Finnland orientiert.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> verwies darauf, daß die Bio-Masse in Burgenland der große<lb/>
Traubentrester Energiegewinnung bereits jetzt von ihr genau unter<lb break="no"/>sucht wird. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte noch abschließend, er wird mit der EVA<lb/>
dafür sorgen, daß jetzt kundgemacht wird, welche Förderungsmög<lb break="no"/>lichkeiten es in Österreich alle gibt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte verfolge genau, was jetzt bei der<lb/>
EVA wirklich konkret geschehen wird?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_17">Präsident <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> hat zu einem gemütlichen Abend ins Hotel Modul<lb/>
eingeladen, wo ich zwar nichts mehr essen konnte, beim Schnapsen<lb/>
gegen <rs type="person" ref="#per__109961">Nimmerrichter</rs> Schneider wurde, dafür gegen eine Frau ge<lb break="no"/>wonnen habe und ihr dann sofort mein Mascherl selbstverständlich<lb/>
geschenkt, denn ich wollte sowieso so bald als möglich zur OPEC-<lb/>
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der Präsident <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> selbst erzählten mir von der Zentralen Lehr<lb break="no"/>lingsstelle, die sie jetzt im Gewerbehaus eingerichtet haben. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs><lb/>
sagte, er hätte sich nicht gewagt, mich zur Eröffnung einzuladen,<lb/>
er war sehr erfreut, von mir zu hören und <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> hat mich dann<lb/>
sofort eingeladen, daß ich bereit bin diese zu besuchen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte Termin dann vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_19">Bei der OPEC-Veranstaltung traf ich <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97738">Meszaros</rs> von<lb/>
der ÖMV, beide versicherten mir, ohne daß ich sie deshalb ange<lb break="no"/>sprochen habe, die Versorgung von Zwentendorf 430 MW kalorisches<lb/>
Werk mit Öl nicht garantieren zu können. <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> hat mir<lb/>
strengst vertraulich mitgeteilt, daß er, ja wenn er 300.000 t Heiz<lb break="no"/>öl liefern soll, dann gar nicht wüßte, was er mit den anderen Pro<lb break="no"/>dukten, die aus der zusätzlichen Rohölmenge die raffineriert werden<lb/>
muß, verwerten kann. Abgesehen also von der Frage der internationalen<lb/>
Situation und der Schwierigkeit, ob überhaupt das Rohöl zu be<lb break="no"/>kommen ist, ist es auch noch eine Raffinerieausbeutungsproblem für<lb/>
die ÖMV. Ich schlug <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> eine Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs><lb/>
und mir <add>[vor]</add>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte so schnell als möglich Termin ver<lb break="no"/>einbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band47_1979-02-14_21">Bei dieser Gelegenheit traf ich auch den Gen.Dir. von Mobil <rs type="person" ref="#per__114404">Ebeling</rs><lb/>
den ich wegen seiner Aussage, daß die Produktströme an Österreich<lb/>
vorbeigehen werden, hart angriff. Ich setze mich ständig für die<lb/>
internationalen Gesellschaften ein, damit sie nicht gegenüber der<lb/>
ÖMV benachteiligt werden und dann kommen so unverantwortliche<lb/>
Äußerungen. <rs type="person" ref="#per__114404">Ebeling</rs> meinte, dies beziehe sich nicht auf das Segment<lb/>
welches Mobil sich bereit erklärt hat zu beliefern, sondern eben<lb/>
auf die zusätzlichen Mengen wie eventuelle die Freien Tankstellen<lb/>
von ihnen verlangen werden, hier müßten sie höhere Preise bekommen.<lb/>
Ich stellte sofort richtig, daß in der Öffentlichkeit sowohl Shell<lb/>
als Mobil dezidiert erklärt haben, sie werden keine Preiserhöhung<lb/>
verlangen. <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> selbst hat mir dann beim weggehen zugesichert,<lb/>
daß die ÖMV gar nicht daran denkt, Preise tatsächlich vor den<lb/>
Wahlen zu erhöhen. Das Ganze in der letzten Aussprache vom Fach<lb break="no"/><pb n="47-0204" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band47/47_1979-02-14_0204.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>verband dürfte also nur ein Manöver gewesen sein, um mich eventuell<lb/>
wieder wo reinzureiten. <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> ist sehr einverstanden, wenn<lb/>
wir jetzt von den Ölgesellschaften das Planspiel verlangen. In<lb/>
meiner Briefantwort, die jetzt von der ÖMV gar nicht mehr so dringend<lb/>
verlangt wird, werde ich diesbezügliche Vorschläge machen.<lb/>
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bald als möglich rausgeht.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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