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            <title type="main">Dienstag, der  6. Februar 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_01">Dienstag, 6. Feber 1979<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_02">Mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs> besprach ich den Wunsch <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs>, die<lb/>
Repräsentationskosten der Handelskammer zu prüfen. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> hat<lb/>
mir bestätigt, dass mein Vorschlag – dazu sollten wir einen Brief<lb/>
vom Bundeskanzler verlangen – sehr richtig ist. Er würde dann<lb/>
einen Akt anlegen und daraus alle notwendigen Konsequenzen<lb/>
ziehen, d.h. Herrn Min.Rat <rs type="person" ref="#per__117026">Schuster</rs> mit zwei B-Beamten zur Handels<lb break="no"/>kammer schicken. Vorher hatte ich noch Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und Gen.Sekr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> von dem Beschluss der Regierungsvorbesprechung vom Montag<lb/>
informiert. Der Rechnungshofbericht über die Regierung, der erst<lb/>
im Rohentwurf vorliegt, wird bereits jetzt im Profil wortwörtlich<lb/>
veröffentlicht, gleichzeitig zur Attacke gegen Frau Bundesminister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> verwendet, ohne dass die Ministerien insbesondere <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs><lb/>
Gelegenheit gehabt hat, ihren Standpunkt im einzelnen in diesem<lb/>
Rechnungshofbericht darzulegen. Da die ÖVP diese Politik mit<lb/>
verfolgt, wird beschlossen, jetzt über alle Repräsentationskosten<lb/>
bei allen öffentlichen Stellen auch womöglich bei den Landeshaupt<lb break="no"/>leuten aber ganz besonders bei der Bundeshandelskammer die notwendigen<lb/>
Erhebungen zu pflegen und ebenfalls in der Öffentlichkeit zu<lb/>
diskutieren. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meinte nur, er finde dies nicht für richtig,<lb/>
denn er kann nichts für die Veröffentlichung im Profil, er hat auch<lb/>
nicht innerhalb der ÖVP auf diese Methode gedrängt, ganz im Gegen<lb break="no"/>teil, er fasste die Situation mit einem Vergleich zusammen, wenn<lb/>
der <choice><choice><sic>Hand</sic><corr>Hund</corr></choice></choice> A den Hund B beisst, besteht doch noch gar kein Grund,<lb/>
dass der Hund C auch den Hund D beissen muss.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_03">Vor der Ministerratssitzung hat mit Kabinettchef <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> ersucht,<lb/>
ich sollte mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wegen eines Auftragsbriefes reden. Ich<lb/>
habe <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> von der Unterredung mit <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> informiert und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
hat sofort entscheiden, dass er einen Brief, den ihm <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> ent<lb break="no"/>werfen soll, sofort an das Handelsministerium absenden wird. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
hatte am Vorabend Gelegenheit mit Dr. <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs>, der büromässig die<lb/>
Handelskammer-Überprüfung resp. Ministerratsberichte darüber<lb/>
genau kennt, zu sprechen. <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> hat ihm freimütig alle Informationen<lb/>
gegeben, die er sich in der letzten Zeit verschaffen konnte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
hofft, dass auf Grund dieser Aussagen, Autobenützung – Rücklagen<lb break="no"/>bildung – Einzelaufwendungen für Pokale Hahnenkammrennen usw. –<lb/>
sehr wohl die Repräsentationskosten in der Handelskammer nicht nur<lb/>
angreifen kann sondern auch in der Öffentlichkeit dann grossen<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> daran, die einzelnen Handelskammer-Mitglieder in irgend<lb break="no"/>einer Weise davon zu verständigen. Mir erschien nur wichtig, dass<lb/>
die ganze Angelegenheit nicht eine Frage von Büro des Bundes<lb break="no"/>ministers zum Büro des Bundeskanzlers wird, sondern, dass es<lb/>
sich hier wirklich um eine klare behördliche Auftragsfrage handelt,<lb/>
die eben aktmässig festgehalten werden muss.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_04">Im Ministerrat vertrat ich den noch immer im Spital liegenden<lb/>
Aussenminister, der grösste Teil der 30 Tagesordnungspunkte nämlich<lb/>
26 waren ausschliesslich Bestätigungen von Landesgesetzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_05">Der Sozialminister berichtete über die Arbeitsmarktlage, die er<lb/>
ja bereits gestern in der Regierungsvorbesprechung erörtert hat.<lb/>
Damit auch im Ministerratsprotokoll die entsprechenden Ziffern<lb/>
vermerkt sind.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_06">Mit Sektionschef <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs>, Hofrat <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__115669">Stiegnitz</rs> allerdings<lb/>
getrennt, besprach ich die Möglichkeit <rs type="person" ref="#per__115669">Stiegnitz</rs> als Nachfolger<lb/>
für <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs> in die Presseabteilung zu bringen. <rs type="person" ref="#per__115669">Stiegnitz</rs> möchte<lb/>
auf der einen Seite nicht als gewöhnlicher Beamter ohne Abteilungs<lb break="no"/>leiter-Dekret in Handelsministerium kommen, <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs> sagt mit Recht,<lb/>
er möchte nicht vorzeitig in Pension gehen, weil es dadurch unmöglich<lb/>
wird, mit ihm einen Werkvertrag irgendwelcher Art zu machen.<lb/>
Wir einigten uns daher einvernehmlich, dass <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs> bis zum<lb/>
Jahresende bleibt, dann nach Vollendung seines 65. Geburtstages<lb/>
mit einem Werkvertrag noch weiter beschäftigt werden kann und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115669">Stiegnitz</rs> sich dann um die Abteilungsleitung bewirbt. Das Haupt<lb break="no"/>problem wird bei <rs type="person" ref="#per__115669">Stiegnitz</rs> sein, dass er verhältnismässig hohen<lb/>
Gehalt bezieht als Bundespressestellen-Mitglied 21.000 S netto,<lb/>
wobei 65 % seines Gehaltes Zulagen ausmachen. Im Landwirtschafts<lb break="no"/>ministerium ist er sozusagen nur vom Bundespressedienst ausgeliehen<lb/>
wodurch sich dort kein Bezahlungsproblem ergibt, weil nur sein<lb/>
Gehalt dem Bundespressedienst rückvergütet wird. Wenn er dagegen<lb/>
Abteilungsleiter bei uns wird, dann muss er in den Stand des<lb/>
Handelsministeriums übernommen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_07">Personalmässig beginne ich jetzt alle einzelnen Beamten, mit<lb/>
denen ich zu tun habe, bei jeder passenden Gelegenheit eine<lb/>
private Diskussion über die Frage, ob sie meinen Arbeitsstil<lb/>
lieber haben oder nicht doch die Weisung bevorzugen möchten.<lb/>
Meine bisherigen Gespräche mit <rs type="person" ref="#per__113022">Fabrizii</rs>, <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs>, <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113619">Pschorn</rs>, <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs>, <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> haben genau das ergeben, was ich auch<lb/>
erwartete. Kein einziger der Beamten sagte, dass mein Arbeits<lb break="no"/>stil für sie unangenehm ist sondern im Gegenteil, <rs type="person" ref="#per__113022">Fabrizii</rs><lb/>
meinte sogar, bis 1970 hätte er geglaubt, dass der hierarchische<lb/>
Stil der einzige sei. Jetzt hat er sich so in den neuen Stil<lb/>
eingearbeitet und gewöhnt, dass er sich gar nicht mehr vorstellen<lb/>
kann, dass jemand autoritär geführt werden soll, ja selbst,<lb/>
dass hier noch jemand autoritär führen kann. Er aber auch andere<lb/>
meinten, es gäbe vielleicht vereinzelt Beamte und die sind die<lb/>
schlechten, die sowieso nichts arbeiten, die sich darauf ausreden<lb/>
würden, sie bräuchten entsprechende Weisungen. Wenn man ihnen<lb/>
aber dann Weisungen gibt, sind sie meistens ausserstande, die<lb/>
Arbeit zu erfüllen. Trotzdem glauben aber einige, dass es not<lb break="no"/>wendig wäre, dass die Sektionschefs für diese Typen der Beamten, die<lb/>
sehr selten sind, entsprechende Arbeiten ihnen zuteilen müssen und<lb/>
dann auch genau kontrollieren sollen. Ansonsten müsste man fest<lb break="no"/>stellen, dass – was ich ja leider auch weiss und feststellen<lb/>
musste – gewisse Beamte sehr wohl freizügig weisungsfrei aber<lb/>
immer im Interesse des Ministeriums und des Ministers und der<lb/>
Sache arbeitend, alle Arbeiten machen müssen, während andere<lb/>
eben tachinieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte auf nächste Sektionsleitersitzung<lb/>
setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_09">Der kubanische Botschafter <rs type="person" ref="#per__149784">Mediavilla</rs> hat den Antrittsbesuch dazu<lb/>
benützt, um vorzuschlagen, man sollte mehr für den kubanisch-<lb/>
österreichischen Aussenhandel tun. Hier hat er vollkommen recht,<lb/>
die Importe sind im letzten Jahr von 83 Mio. auf 48 Mio. und<lb/>
die Exporte von 147 Mio. auf 85 Mio. zufällig, Exporte und<lb/>
Importe je um 42 % zurückgegangen. Seiner Meinung nach könnten<lb/>
die Kubaner Rum, Tabak und Seefische oder Fischnahrung preis<lb break="no"/>wertest und in bester Qualität liefern. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und ich haben<lb/>
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landwirtschaftlichen Produkten frei und die Repräsentanten<lb/>
müssten sich bemühen, mehr nach Österreich liefern Zu können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_10"><rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> von der EVA ist zu meiner grössten Verwunderung über<lb break="no"/>raschend erschienen und wie ich glaubte mit mir die Energie<lb break="no"/>sparprobleme zu besprechen. Ich habe ihm daher sofort auf seine<lb/>
Methode festgelegt, dass er nämlich nicht wenn er es ehrlich<lb/>
mit einer Zusammenarbeit meint, weiterhin diese fortsetzen<lb/>
kann, sein erklärtes Ziel, das Energiesparen zu fördern und<lb/>
zu propagieren. Dazu muss er sich Fakten verschaffen, wenn er<lb/>
aber Fakten erfährt, die nicht in seine Konzeption passen, dann<lb/>
behauptet er genau das Gegenteil. Zum Beispiel wollte er mir,<lb/>
obwohl ich ihm jetzt einzeln nachweisen konnte, dass wir 1978<lb/>
wesentlich mehr Energie verbraucht haben als 1977, dies nicht<lb/>
zur Kenntnis nehmen. Er faselte immer davon, dass in der Primär<lb break="no"/>energie ein Rückgang zu verzeichnen ist. Selbst als wir ihm dies<lb/>
eindeutig nachwiesen, hat er dann von etwas anderem gesprochen.<lb/>
Genauso verhielt er sich, als wir ihm kritisch seine Vorschläge<lb/>
analysierten. Er meinte nur immer, er fühle sich als der natür<lb break="no"/>lich alliierte im Handelsministerium und sei über alles sehr<lb/>
unglücklich ganz besonders über die Artikel, die <rs type="person" ref="#per__122296">Payrleitner</rs><lb/>
im Kurier geschrieben hat. Der wirkliche Grund seiner Vorsprache<lb/>
war aber, dass er jetzt im Rahmen der Internationalen Energie<lb break="no"/>agentur bei einer neuerlichen Sitzung in Paris darlegen soll,<lb/>
was Österreich jetzt konkret von seinen Vorschlägen über Energie<lb break="no"/>sparen machen wird. Ich habe ihm sofort wieder auseinandergesetzt,<lb/>
dass er diesbezüglich mit den dafür zuständigen Ministern<lb/>
sprechen muss, ob und inwieweit diese seine Vorschläge wie z.B.<lb/>
der Finanzminister bezüglich seiner Kreditfinanzierung, wie der<lb/>
Bautenminister bezüglich seiner Vorschläge auf dem Gebiet der<lb/>
Sparmassnahmen bei öffentlichen Gebäuden, ihm als Weisung mit<lb break="no"/>geben. Bei <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> glaube ich könnte man wirklich nur mit Weisungen<lb/>
arbeiten. Interessant für mich war nur, dass er mitgeteilt hat,<lb/>
die International Advertising Association, die alle 5 Jahre eine<lb/>
kostenlose Werbekampagne starten muss und die in der Vergangenheit<lb/>
<pb n="46-0156" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band46/46_1979-02-06_0156.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>die Kolaric-Aktion "Ich heisse Koralic, du heisst Kolaric,<lb/>
warum sagen sie zu dir Tschusch?" und die die Aktion für<lb/>
die Sorge der alten Leute sehr erfolgreich abgeschlossen hat,<lb/>
jetzt eine diesbezügliche Werbung für Energiesparen durchführen<lb/>
wird. Geführt wird das Ganze von einem gewissen <rs type="person" ref="#per__123371">Fehle</rs> von<lb/>
der Dorland-Werbeagentur, der Vorsitzender der IAA ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte kümmert euch um diese<lb/>
Werbefrage.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_12">Auf der Landstrasse – Ausschussitzung – habe ich über die politi<lb break="no"/>sche Lage informiert, insbesondere über das Ergebnis der AK-Wahl<lb break="no"/>anfechtung im Verfassungsgerichtshof. Durch die Aufhebung wird<lb/>
die Arbeiterkammer Wien, die bis jetzt 84 Angestellte, 81 Arbeiter<lb/>
und 15 Verkehrsarbeiter in den einzelnen Gremien gehabt hat und<lb/>
durch den immer stärker werdenden Anteil der Angestellten heuer<lb/>
mit 94 Angestellten, 71 Arbeitern, nur der Verkehr bleibt mit 15<lb/>
gleich, die Mandate erstellen. Dadurch wird es auch für<lb/>
die Arbeiterkammer-Sozialisten schwer werden, den Proporz, der<lb/>
jetzt dort bei den letzten Wahlen erreicht werden konnte, zu<lb/>
halten. Über die Details war ich deshalb so gut informiert,<lb/>
weil wir in der Früh in der Lebensmittelarbeitergewerkschaft<lb/>
die notwendige Mandatserstellung auch für uns Lebensmittel<lb break="no"/>arbeiter festgelegt habe. Dort werden wir von 5 aktiven Kammer<lb break="no"/>räten in der Vollversammlung einen verlieren. Dafür bekommen<lb/>
wir statt 6 Ersatzmitglieder 7. Dies ist mit einer der Gründe,<lb/>
warum ich als Ersatzmitglied weiter bleibe, allerdings an<lb/>
vorletzter 143. Stelle, so dass ich wirklich nur als Zählkandidat<lb/>
fungiere.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-06_13">In der Diskussion im Ausschuss wurde aber weniger über die politi<lb break="no"/>sche Situation als neuerdings über die Mitteilung in der Presse,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__116042">Suttner</rs> jetzt Direktor der Flughafengesellschaft wird, hart<lb/>
diskutiert. Es ist unwahrscheinlich, wie Massenmedien oder<lb/>
auch nur einzelne Meldungen in den Massenmedien als vorzeitige<lb/>
Mitteilung sofort bei unseren Funktionären einschlagen.Bei<lb/>
dem Namen <rs type="person" ref="#per__116042">Suttner</rs> sehen manche im wahrsten Sinne des Wortes Rot,<lb/>
sie wollen nicht zur Kenntnis nehmen, dass ihm tatsächlich in<lb/>
der Bauring-Sache unrecht geschehen ist, sondern wollen nichts<lb/>
anderes als den eindeutigen endgültigen Beschluss, <rs type="person" ref="#per__116042">Suttner</rs> muss<lb/>
aus allen Gremien, von allen Funktionen verschwinden. Mein<lb/>
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Bezirk steht, der seinen Bezirksobmann nicht so behandelt wissen<lb/>
will, quittierten sie ganz einfach damit, dass sie sagen, auch<lb/>
wir würden hinter Dir als Bezirksobmann in jeder Frage stehen.<lb/>
Wie dann ein Gremium wie das Präsidium oder auch der Bürgermeister<lb/>
allein einen Beschluss zustande bringen soll, der alle einiger<lb break="no"/>massen befriedigt, ist mir nicht gelungen, den nicht allen<lb/>
aber doch einigen <rs type="person" ref="#per__116042">Suttner</rs>-Kritikern klarzumachen.<lb/>
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               <occupation>SPÖ-Politiker, Wien</occupation>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
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               <occupation>Büro des Bundesministers</occupation>
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               <occupation>Beamter HM, Vors. Beirat Gewerbestrukturverbesserungsgesetz</occupation>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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