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            <title type="main">Montag, der  5. Februar 1979</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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von Komm.Rat <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs> ins Direktorium der österr. Fremdenver<lb break="no"/>kehrswerbung. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wird es mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> besprechen. Die<lb/>
Handelskammer gibt am 21. Feber ein Mittagessen für die ausländischen<lb/>
und inländischen Referenten und Spitzenteilnehmer beim Symposium 80<lb/>
Jahre österr. Patentamt. Für das Möbelhaus <choice><choice><sic>Horwath Weilinger</sic><corr>Harmath &amp; Weilinger?</corr></choice></choice><lb/>
in Salzburg hat sich <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> verpflichtet, den § 68<lb/>
Staatswappenführung nach Ableben des Mannes der Frau gegenüber<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_04">Der Bürgermeister hat die philippinische Präsidentengattin<lb/>
<rs type="person" ref="#per__120624">Marcos</rs> eingeladen und diese kommt jetzt überraschend mit 32 Be<lb break="no"/>gleiterinnen. Da ein Teil der Delegation auch Wirtschaftsgespräche<lb/>
führen wird, in Wirklichkeit werden sie allerdings nur Informationen<lb/>
sammeln, habe ich <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> versprochen, zu sehen, ob ein Anteil<lb/>
dieser Delegation von der Handelskammer und auch vom Handels<lb break="no"/>ministerium übernommen wird. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> ist damit einverstanden,<lb/>
er wird mir Bescheid sagen, fragt allerdings sofort, wieviel<lb/>
wir übernehmen. Ich habe noch keine Ziffer genannt, ich warte ab,<lb/>
was die Handelskammer übernimmt.<lb/>
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Detail besprechen.<lb/>
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ob und wann die Sozialpartnergespräche stattfinden. Er hat noch<lb/>
immer keine Antwort. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, mit dem er auch gesprochen hat,<lb/>
hat sich auch noch nicht geäussert. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> möchte natürlich,<lb/>
dass zumindestens Gespräche darüber zwischen den Sozialpartnern<lb/>
stattfinden. Ob ein Ergebnis dabei herauskommt ist sowieso<lb/>
zweifelhaft. Ich habe die Angelegenheit abends mit <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs><lb/>
besprochen und dieser hat mir zugesichert, er wird sich mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> ins Einvernehmen setzen.<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__149779">de Mercurio</rs> aus Lausanne eingeladen. Dieser ist Eigentümer<lb/>
einer Hotelkette und Präsident der Hotelfachschule. Er möchte<lb/>
gerne, dass ich <rs type="person" ref="#per__149779">Mercurio</rs> auch empfange, was ich zusage. Ebenso<lb/>
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Weinimporte der Landwirtschaftsminister bereit ist mit sich<lb/>
reden zu lassen. Bei einem Kontingent von <choice><choice><sic>180.000</sic><corr>?</corr></choice></choice> <choice><choice><sic>t</sic><corr>hl</corr></choice></choice>, die wir<lb/>
mit ausländischen Staaten vereinbart haben, zuzüglich zu den<lb/>
63.000 hl aus dem Accordino sind 8.000 <choice><choice><sic>t</sic><corr>hl</corr></choice></choice>, von denen jetzt die<lb/>
Rede ist wirklich eine so kleine Menge, die man ja kaum aufteilen<lb/>
kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_10">Bezüglich der Richtlinien für die Textilförderung hätte der<lb/>
Förderungswerber 18-fach die Unterlagen bei der Einreichung<lb/>
vorlegen müssen. Auf Intervention der Handelskammer wurde diese<lb/>
Zahl auf 9 gesenkt.Angeblich hat das Handelsministerium vorge<lb break="no"/>schlagen, jetzt nur mehr ein Stück vom Förderungswerber zu ver<lb break="no"/>lagen und acht Kopien sollte dann der Fachverband herstellen.<lb/>
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Journalisten. Seiner Meinung nach hat <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> sich so wie<lb/>
immer rhetorisch ganz geschickt verhalten, aber nichts ausge<lb break="no"/>sagt. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> fürchtet natürlich die blau-rote Koalition<lb/>
und deklariert sich neuerdings für eine grosse Koalition. Ich<lb/>
gebe zu, dass er persönlich dafür sich einsetzen wird, doch<lb/>
gebe ich ihm keine Chance, sich in der ÖVP durchzusetzen. Der<lb/>
ÖAAB wird in diesem Fall zur Untätigkeit wieder verurteilt,<lb/>
deshalb wird der ÖAAB und die ganze ÖVP-Parteiführung für<lb/>
eine kleine Koalition blau-schwarz eintreten. Nur in diesem<lb/>
Fall hat der ÖAAB eine Chance, sich gegen die Sozialisten zu<lb/>
profilieren. <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> hat angeblich ein einziges Mal mit <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
offiziell gesprochen, als er sich vorstellen gekommen ist. Dabei<lb/>
hat er erklärt, er braucht keinen Vizepräsidenten in den Handels<lb break="no"/>kammern, er möchte nur Abteilungsleiter. Sofort erwiderte ich,<lb/>
diese hat nicht einmal der Freie Wirtschaftsverband bekommen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> will zwar darauf hinweisen, dass er den Abteilungs<lb break="no"/>leiter für die Gemeinwirtschaft den Sozialisten gegeben hat,<lb/>
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und Zugeständnis, als seinerzeit die ganze verstaatlichte Wirt<lb break="no"/>schaft in der Handelskammer integriert wurde. Die Personalpolitik<lb/>
in der Handelskammer ist vollkommen einseitig aufgerichtet.<lb/>
Typisch ist nur, dass <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> sofort wüsste, wo die notwendigen<lb/>
Ansätze zu suchen sind, um einen grösseren Einfluss zu gewinnen.<lb/>
Der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender dagegen hat stets<lb/>
nur einen Vizepräsidenten verlangt, den allerdings auch nirgends<lb/>
bekommen.<lb/>
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ich mich ganz entschieden dagegen ausspreche, für die Textil<lb break="no"/>importscheine die Grenze von 4.000 S auf 10.000 S zu erhöhen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97474">Gleissner</rs> meint, dies sei ein Kompromiss, welchem auch die Textil<lb break="no"/>industrie zugestimmt hat, der Handel hat 20.000 S verlangt.<lb/>
Gleichzeitig hofft <rs type="person" ref="#per__97474">Gleissner</rs>, dass dann das Handelsministerium<lb/>
die Ursprungszeugnisse genauer prüft und vor allem einmal das<lb/>
Finanzministerium Kontrolle durchführt und womöglich entsprechende<lb/>
Strafverfahren sofort einleitet. <rs type="person" ref="#per__97474">Gleißner</rs> Idee ist also, einer<lb break="no"/>seits dem Handel entgegenzukommen, und andererseits beim Finanz<lb break="no"/>ministerium die Zöllner neuerdings zu belasten und dann uns schuldig<lb/>
werden zu lassen, dass nichts gegen die Billigimporte geschieht.<lb/>
Ich habe diesen ganzen Fragenkomplex mit <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>, <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> besprochen. <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> war sehr empört, denn die Handels<lb break="no"/>kammer hat noch immer nicht die verlangten Richtpreise dem Finanz<lb break="no"/>ministerium gegeben, damit überhaupt Untersuchungen, was unter<lb/>
dem Normalpreis liegt, eingeleitet werden können. Alle drei<lb/>
sprachen sich ganz entschieden, so wie ich, gegen eine Erhöhung<lb/>
dieser Grenze auf 10.000 S aus. Wir einigten uns darauf, dass<lb/>
so wie für die Landwirtschaftsprodukte für die GATT-Verhandlungen<lb/>
jetzt eine interministerielle Sitzung einberufen werden soll,<lb/>
auch für das Vidierungsverfahren Textilhandel-Einfuhrwünsche<lb/>
die Handelskammer schriftlich davon verständigt werden soll.<lb/>
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geschieht.<lb/>
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Ergebnisse der Bürges-Aktionen gesprochen, <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> dann über<lb/>
die Leistungen für die Klein- und Mittelbetriebe. 1970 waren<lb/>
diese 232 Mill. S und sind im vergangenen Jahr auf 885 Mio. S ge<lb break="no"/>stiegen. Mit der Bürges und allen Aktivitäten zusammen, werden<lb/>
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10 Mia. S Kreditvolumen vielleicht erreichen.<lb/>
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kWh ca. 25 %. Auch bei Vollausbau wird die Donau dann ca. dieses<lb/>
Viertel des Grundstromes Österreichs liefern. Da die Donau<lb/>
280 Tage Schwellbetrieb fahren kann, wird jetzt bereits ausser<lb/>
den 380 Megawatt Bandleistung 350 Megawatt in Starklastzeit<lb/>
abgegeben. Eine gigantische Leistung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_17">Interessant war diesmal, dass nicht nur für das Mittagsjournal<lb/>
sondern ein zweiter Redakteur auch für den Auslandsdienst etliche<lb/>
Interviews mit mir durchgeführt hat. Zu guter Letzt hat dann<lb/>
noch auch die Burda ein Interview mit mir verlangt, denn sie<lb/>
möchte neuerdings über Energieprobleme eine Artikelserie starten.<lb/>
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er von Tupperware zu AMC gekommen ist und dort jetzt eine ähnliche<lb/>
Vertriebsorganisation aufrichtet. Er beschäftigt derzeit 700<lb/>
wovon allerdings nur 70 im Vertrieb und in der Verwaltung fest<lb/>
angestellt sind, die anderen sind Handelsreisende, die sicherlich<lb/>
ständig wechseln. Ein Hauptmanager, die haben eine ganz strenge<lb/>
Hierarchie, kann bis zu 60.000 S im Monat verdienen, wie z.B.<lb/>
derzeit ein ehemaliger Kontrollor der Stadtwerke. Die Firma wird<lb/>
jetzt in Floridsdorf ein grosses neues Verwaltungsgebäude errichten,<lb/>
das im Herbst fertig wird und ich zugesagt habe, zu eröffnen. Am<lb/>
15. Juli kommen 350 Supermanager, die von mir eine Begrüssung er<lb break="no"/>warten, wenn ich nicht anwesend sein sollte, habe ich eine Gruss<lb break="no"/>adresse zugesagt. Das einzige, was es bei AMC gibt, ist ein<lb/>
sogenanntes Full-Service und Garantie aus Lebenszeit, wenn bei einem<lb/>
Kochtopf der Henkel <choice><choice><sic>bringt</sic><corr>bricht</corr></choice></choice>, allerdings ohne Gewaltanwendung, dann<lb/>
wird er ersetzt. Dafür aber 4 – 15.000 S zu zahlen, halte ich trotz<lb break="no"/>dem für einen Wahnsinn. Scheinbar gibt es aber sehr grosse Prestige<lb break="no"/>käufe, auch bei Kochgeschirr. Denn der Umsatz beträgt immerhin<lb/>
strengst vertraulich mitgeteilt: 200 Mio. S.<lb/>
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ganz gut, er hat keinerlei innere Verletzungen, äusserlich<lb/>
sieht natürlich seine geschwollene Lippe und sein blaues Auge<lb/>
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er sich eigentlich durch den Schock auf den Hergang der Tat<lb/>
und vor allem einmal wie er dann wieder ins Hotel zurückgewankt<lb/>
ist, gar nicht erinnern kann. Da er schon Dutzende Male in<lb/>
Strassburg war und auch dort wo er überfallen wurde, schon<lb/>
öfters in der Nacht spazieren gegangen ist, hat er sicherlich<lb/>
nie daran gedacht, dass ihm dort einmal etwas passieren könnte.<lb/>
Frau <rs type="person" ref="#per__149781">Pahr</rs> erzählte mir, es hätte ihr ein bekannter Kriminal<lb break="no"/>beamter gesagt, wenn ein österr. Kriminalbeamte weggeschickt wird,<lb/>
dann bleibt er trotzdem in entsprechend gebührendem Abstand<lb/>
immer bei dem, den sie bewachen müssen. Die Franzosen haben<lb/>
halt hier auch andere Sitten.<lb/>
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seinem 50. Geburtstag gratuliert. Er meinte, dies ganz ehrlich,<lb/>
er hätte ihm ein billiges Geschenk auch mitgebracht und gab<lb/>
ihm sein Buch "Die Zeit, in der wir leben". Dies war eine<lb/>
sehr schöne Geste.<lb/>
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in den ÖVP-stärksten Märkten und Dörfern durchführte, waren<lb/>
gut besucht.Er nimmt allerdings an, dass viele kamen, um zu<lb/>
sehen, ob er wirklich so alt und krank sei, wie die ÖVP behauptet.<lb/>
Die Salzburger rechnen aber trotzdem, dass <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs>, der zwar<lb/>
bis jetzt noch keine Wahl gewonnen hat, diesmal gewinnen könnte<lb/>
und fürchten die absolute Mehrheit der ÖVP. Derzeit steht es<lb/>
18 : 13 : 5. in NÖ nimmt man an, bleibt es bei 31 : 25, die SPÖ<lb/>
hat bei der vorletzten Wahl ein Mandat verloren und bei der<lb/>
letzten nur 2.000 Stimmen noch gebraucht, um dieses zurückzuge<lb break="no"/>winnen. Die Kärntner machen sich von der Gemeinderatswahl<lb/>
grosse Hoffnungen, das grosse Fragezeichen bleibt aber Klagen<lb break="no"/>furt. Sicher ist, dass in allen drei Wahlgängen <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> verlieren<lb/>
wird. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> kommt neuerdings auf die Methode des Wahlkampfes<lb/>
zu sprechen. Die Meinungsumfrage hat eindeutig ergeben, dass<lb/>
wir die besseren Leuten haben, die besseren Problemlösungen,<lb/>
die bessere Sachfragenlösung mit Ausnahme der Energie, die<lb/>
an der Spitze steht. Die Beschäftigungslage kommt viel später.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_22">Wir liegen in Wien und bei den Jugendlichen schlecht und dort<lb/>
insbesondere bei den Dörfern unter 2.000 Einwohnern. In der<lb/>
Stimmung ist ein Unlust gegen die SPÖ festzustellen. Wichtig ist<lb/>
jetzt nur, dass jetzt einheitlich der Wahlkampf so geführt wird,<lb/>
dass nirgends und niemand von der grossen Koalition spricht.<lb/>
Nach dem Sonntag-Fernsehen müsste man überhaupt jetzt nicht mehr<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> - <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs>, nachdem <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> jetzt erklärt hat, er könnte sich<lb/>
auch wenn auch halb ernst und halb lächelnd vorstellen, dass er<lb/>
Kanzler wird, von <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> - <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> sprechen. <rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> wird nämlich sehr<lb/>
schlecht bei den nächsten Wahlgängen abschneiden und dies<lb/>
muss man nützen. Gleichzeitig aber mit aller Deutlichkeit auf<lb/>
die wirkliche Gefahr eines kleinen Koalition zwischen FPÖ und<lb/>
ÖVP immer hinweisen. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> teilt diese Meinung und meinte nur,<lb/>
man käme in Verlegenheit, wenn man gefragt wird, aber was ge<lb break="no"/>schieht, wenn die soz. Partei doch keine absolute Mehrheit erhält<lb/>
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ausser einer schwarz-roten Koalition oder einer rot-blauen Koalition<lb/>
noch eine dritte Lösung vorstellt. Wobei er an keine Minderheits<lb break="no"/>regierung denkt. Er hat allerdings gleichzeitig gesagt, dass er<lb/>
dazu kein Wort, weder jetzt hier in der Regierungsvorbesprechung<lb/>
noch sonst wo vor dem 6. Mai reden wird.<lb/>
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und von <rs type="person" ref="#per__113131">Niederl</rs> verlangen, nachdem dieser 600 Mio. S für die<lb/>
BMW-Fertigung, wenn sie in die Steiermark gekommen wäre, zur<lb/>
Verfügung gestellt hätte, jetzt auch für General Motors oder andere<lb/>
Aktivitäten die dann in der Steiermark gemacht werden sollen,<lb/>
verlangen. Donnerstag, den 8. Feber wird zwischen GM ein weiteres<lb/>
Gespräch mit ihm stattfinden. GM bekommt dieselben Konditionen wie<lb/>
Ford.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_24">Mittwoch 14. soll das Energiegespräch mit den Landeshauptleuten<lb/>
starten. Er meinte, man sollte die Eifersüchtelei lassen, als<lb/>
erstes wird Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__149782">Kohn</rs>, Alusuisse und Energiefachmann aus<lb/>
der Schweiz, als zweites ich und als dritter <rs type="person" ref="#per__114098">Fantl</rs> sprechen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> soll sich nur dann in der Diskussion eventuell zu Wort<lb/>
melden. Worauf es <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ankommt, ist erstens dass jetzt nach<lb/>
der Volksabstimmung eine echte Aussprache über Energieprobleme<lb/>
folgen muss, zweitens dass man mit den Landeshauptleuten zusammen<lb break="no"/>arbeiten soll und drittens es dokumentiert wird, dass wir nicht<lb/>
ratlos sind. Ich erwiderte sofort, dass es sich bei <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs><lb/>
<pb n="46-0150" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band46/46_1979-02-05_0150.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>nicht um das Problem der Eifersüchtelei handelt, ausser<lb/>
den ungeheuren Angriffen gegen <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> und mich im Kurier<lb/>
gibt es ja eigentlich mit ihm in der Beziehung keine Probleme.<lb/>
Wichtig ist nur, dass <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> scheinbar sich niemals im Detail<lb/>
informiert, dass er überhaupt keinerlei Absicht hat, sich der<lb/>
Konzeption anzupassen, sondern eben seine oft geistreichen,<lb/>
aber nicht durchführbaren Ideen sehr gut in der Presse und<lb/>
überall präsentiert. Der Pressesprecher <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs>, <rs type="person" ref="#per__114464">Kunz</rs> hat mir<lb/>
nachher gesagt, er hat den Eindruck, dass <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> die ÖVP<lb/>
munitioniert, d.h. alle Unterlagen denen mehr oder minder<lb/>
liefert. Ich habe <rs type="person" ref="#per__114464">Kunz</rs> mitgeteilt, dass ja <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> mir gesagt<lb/>
hat, er ist in einem richtigen Dilemma, weil der Bürgermeister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112569">Götz</rs> von ihm seine Energiesparvorschläge erwartet und wünscht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_25">Donnerstag, den 15. Feber wird von Steyr-Daimler-Puch um 11 Uhr<lb/>
vormittags der H2 in der Hofburg präsentiert. recht viele<lb/>
Regierungsmitglieder sollen anwesend sein. Nachmittags gibt<lb/>
es dann mit <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs> eine Aussprache über Planungskonzept für<lb/>
das Waldviertel. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hofft, dass man die Firma Eisert<lb/>
erhalten kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_26"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> fragt dann über die Aufsichtsratsbestellung von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__127077">Rechberger</rs>, Vereinigte Edelstahlwerke, <rs type="person" ref="#per__97545">Hellwagner</rs>, Alu Ranshofen,<lb/>
d.h. also Nationalräte, die auf Grund des Arbeitsverfassungs<lb break="no"/>gesetzes entsendet werden. Hier möchte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> eine strenge<lb/>
Unterscheidung, denn dies geht um die Mitbestimmung. Anders<lb/>
sieht es aus, wenn <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> z.B. in der CA Aufsichtsrat ist,<lb/>
weil er dort entsprechende Einflussmöglichkeiten hat, die Be<lb break="no"/>gründung, dass die Handelskammer viel Geld in die CA investiert,<lb/>
ist kein Grund, auch gleichzeitig Aufsichtsrat zu sein, wenn man<lb/>
Abgeordneter ist. Ähnlich verhält es sich mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, der in<lb/>
der Länderbank Aufsichtsrat ist und dort die Rella-Sanierung mehr<lb/>
oder minder verhindert hat. Ein Nationalrat, der gleichzeitig<lb/>
Aufsichtsrat ist, hat grössere Interventionsmöglichkeiten und<lb/>
dies gehört abgestellt. Deshalb möchte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dies im Unverein<lb break="no"/>barkeitsgesetz verankert. Interessant war die Mitteilung, dass<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> wünscht, in das Unvereinbarkeitsgesetz einbezogen<lb/>
zu werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_27">Der Konsum hat bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> interveniert, damit er auch zur<lb/>
Offerterstellung bei Buffet oder Möbelausstattung herangezogen<lb/>
wird. Dafür zuständig ist Herr <rs type="person" ref="#per__149783">Gold</rs> beim Konsum.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_28">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Erkundige Dich einmal, was <rs type="person" ref="#per__149783">Gold</rs> eigentlich<lb/>
wirklich will.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_29"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> berichtet, dass die Rechnungshofberichte jetzt von <choice><choice><sic>der</sic><corr>Präs.?</corr></choice></choice><lb/>
<rs type="person" ref="#per__114610">Kandutsch</rs> an <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> am 15. April übersendet wird. Da jetzt bereits<lb/>
das Profil mit Originaltexten Kampagnen beginnt, vorerst gegen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs>, zeigt es deutlich, dass Profil im Besitz des Original<lb break="no"/>rechnungshofberichtes bereits ist. Wir einigen uns darauf, dass<lb/>
sofort jetzt der Rechnungshofbericht womöglich dem Parlament<lb/>
vorgelegt wird, um ihn sofort zu veröffentlichen und wir zu Gegen<lb break="no"/>angriffen schreiten können. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ersucht mich, ich soll<lb/>
die Handelskammer verständigen, dass jetzt der Rechnungsabschluss<lb/>
vom Aussenhandelsförderungsbeiträgen ebenfalls von uns in die<lb/>
Öffentlichkeit gebracht wird. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> teilt noch mit, dass der<lb/>
fast ein Jahr länger dem Rechnungshof übertragene Prüfungsauftrag<lb/>
der landwirtschaftlichen Genossenschaften vom Rechnungshof noch<lb/>
nicht fertiggestellt werden kann, resp. wird. Ebenso hat <rs type="person" ref="#per__114610">Kandutsch</rs><lb/>
es abgelehnt, die Repräsentationskosten der Landeshauptleute<lb/>
zu untersuchen oder auch nur zu erwähnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band46_1979-02-05_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> verbinden.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 5.2.1979 (TP 3.2. hs. ergänzt)</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Energieverwertungsagentur</occupation>
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               <persName type="label">Haslauer, Wilfried</persName>
               <persName><surname>Haslauer</surname><forename>Wilfried</forename></persName>
               <occupation>LH Sbg.</occupation>
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            <person xml:id="per__112031">
               <persName type="label">Maurer, Andreas</persName>
               <persName><surname>Maurer</surname><forename>Andreas</forename></persName>
               <occupation>nö. LH (ÖVP), AR-Vors. DoKW</occupation>
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               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
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