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            <title type="main">Montag, der 16. Oktober 1978</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_01">Montag, den 16. Oktober 1978<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_02">Beim Jour fixe in der Handelskammer wurde mir mitgeteilt, daß<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> bereits mit <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und dann auch mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> über die<lb/>
Aufwertung der DM gesprochen haben. Der Richtwert sollte von<lb/>
7,25 S auf 7,33 S, der Schilling also um 1 % abgewertet werden.<lb/>
Für <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> war dies zu wenig, <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> aber meinte, <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
hätte mehr gemacht, aber <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> sei ein ausgesprochener Hart<lb break="no"/>währungsfanatiker. Interessant für mich nur die Tatsache, daß<lb/>
innerhalb der Regierung weniger gesprochen wird, denn erst in<lb/>
der Regierungsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> darüber kurz berichtet.<lb/>
In vergangenen Zeiten hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sogar noch außerordentliche<lb/>
Ministerratssitzungen einberufen, jetzt erledigt es sozusagen<lb/>
der zuständige Minister in seinem eigenen Ressortbereich,<lb/>
sicherlich nach Rücksprache mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>. So hat man sich auf die<lb/>
Auf- und Abwertungen der Währungen in Europa gewöhnt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_03">Wir diskutierten selbstverständlich auch über die Fernsehbe<lb break="no"/>merkungen von <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs>, wo er die ganzen ÖAAB-ler aufzählt und keinen<lb/>
einzigen Vertreter des Wirtschaftsbundes als ministrabel be<lb break="no"/>zeichnet. Ich versprach der Handelskammer den Text.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_05">KommRat <rs type="person" ref="#per__115145">Hrabak</rs>, der die omanisch-österreichische Handelskammer<lb/>
gründen will, möchte auch das Staatswappen führen. Als Gebäude<lb break="no"/>verwalter haben wir sowohl <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> als auch ich dies stets<lb/>
abgelehnt, an dieser Stellungnahme soll sich nichts ändern.<lb/>
NR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> will angeblich bei mir diesbezüglich intervenieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Was ist daran wahr.<lb/>
Bezüglich der Auszeichnung von Wolf-Hosen mit dem Staatswappen<lb/>
hat der Fachverband ein negatives Gutachten abgegeben. Seiner<lb break="no"/>zeit wurde ein Finanzstrafverfahren durchgeführt, der Kompagnon<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__116361">Wolf</rs> verhaftet und dann das Strafverfahren zwar eingestellt,<lb/>
aber er keine Haftentschädigung zugesprochen bekommen, wegen<lb/>
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hat, zu erfüllen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_07">Die Handelsausschußarbeiten werden äußerst schwierig sein, <rs type="person" ref="#per__110995">Pisec</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97437">Fiedler</rs> als Händlervertreter werden Schwierigkeiten beim<lb/>
Antimarktstörung- und Antidumpinggesetz machen. Sie wollen unbe<lb break="no"/>dingt, daß eine Frist für die schwimmende Ware aufgenommen wird.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> sieht ein, daß dies nicht von mir akzeptiert wird und möchte<lb/>
am liebsten, daß wir es mit unserer Mehrheit beschließen. Ich er<lb break="no"/>kläre, daß ich dazu nicht bereit bin. Bezüglich des Europapatentes<lb/>
teilt er mir mit, daß die Dänen jetzt nicht beitreten werden und<lb/>
auch hier große Schwierigkeiten zu erwarten sind. Er hat den Handels<lb break="no"/>delegierten in Deutschland beauftragt zu recherchieren, ob wir<lb/>
nicht noch 1 Jahr verschieben könnten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte lasse diese Frage von Präs. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs><lb/>
klären; auf nächste Sektionsleitersitzung setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_09">Der Hauptverband österreichischer Buchhändler hat mitgeteilt, daß<lb/>
deutsche Exporte in die Tschechoslowakei, Rumänien, Jugoslawien,<lb/>
Bulgarien, Ungarn, aber auch nach Brasilien mit 30 % subventioniert<lb/>
werden. Um die österreichischen Exporte von deutschsprachigen<lb/>
Werken dorthin zu ermöglichen, bräuchten sie auch 4 1/2 Mio S<lb/>
Subvention.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> hat die Unterlagen zur Stellungnahme<lb/>
schon bekommen.<lb/>
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Abteilungsleiterin vor. Er meint allen Ernstes, wir würden den<lb/>
ersten sachlich großen Krieg bekommen, wenn diese Abteilung wieder<lb/>
mit einem Gemeindemann, d.h. einem Sozialisten besetzt wird. Ich<lb/>
erkläre, daß ich mich hier an die Vorschläge der Kommission<lb/>
halten werde, er meint, das wäre der Kriegsfall, denn die Abteilung,<lb/>
die die Handelskammer überwacht, dürfe nicht, wie er sich aus<lb break="no"/>drückt, rot eingefärbt sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_12">Beim Ring deutscher Autobusunternehmer fuhren wir zwar gegen eine<lb/>
provisorische Einbahn, um zeitgerecht zum Kongreßhaus zu kommen,<lb/>
doch war dort die Veranstaltung nicht, sondern nur der Work<lb/>
Shop. Im Parkhotel, wo ich dann hineilte, war ebenfalls nicht die<lb/>
Eröffnung, sondern im Stadttheater, dort gab es eine Reihe von<lb/>
Reden und natürlich entsprechende Wünsche, insbesondere der<lb/>
deutschen Redner. Den wichtigsten Punkt, die schnelle Grenzabfertigung,<lb/>
am meisten zu erreichen, wenn ein bilaterales Abkommen über die<lb/>
Umsatzsteuer zwischen Deutschland und Österreich bestehen würde,<lb/>
konnte ich vorweg nehmen und erklären, das liegt jetzt nur am<lb/>
deutschen Finanzminister. Österreich ist nämlich verhandlungsbereit.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_13">Das Journalistenfrühstück im Parkhotel war schlecht besucht, dies<lb/>
war gar nicht anders zu erwarten, weil außerhalb Wiens die Journa<lb break="no"/>listen sehr ungern gehen und noch dazu, wenn in Wien höchste<lb/>
Aktivität und etliche Pressegespräche an diesem Montag statt<lb break="no"/>fanden. Überhaupt wundert mich, daß man mir solange den Montag<lb/>
gelassen hat, sollten sich jetzt mehrere Minister auch auf diesen<lb/>
Montag festlegen, wenn auch dort von ihnen nicht gleichmäßig<lb/>
ständige Pressekonferenzen abgehalten werden, dann müßte ich über<lb break="no"/>legen, gegebenenfalls auf den Freitag vormittag auszuweichen.<lb/>
Überhaupt muß ich mir längerfristig eine neue Pressekonzeption<lb/>
überlegen und mit meinen Freunden erarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_14">Im Wiener Vorstand kam ich zu spät und gerade noch zum Schlußwort<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>. Der Bürgermeister hat sich wider Erwarten entschlossen<lb/>
die Personaländerungen im Stadtsenat erst im Februar durchzuführen.<lb/>
Im November will er eine Problemliste erarbeiten und Änderungs<lb break="no"/>vorschläge in der Stadtverwaltung bis zum Jänner mit allen Bezirken<lb/>
und sonstigen Stellen beraten. Die Entscheidung über die Sach<lb break="no"/>fragen sollte dann in der zweiten Hälfte Februar erfolgen und<lb/>
daraus dann eine Änderung des Stadtsenates resultieren. Alle<lb/>
Stadträte werden daher bis Februar noch im Amt bleiben, auch der<lb/>
Baustadtrat <rs type="person" ref="#per__114046">Böck</rs> bis zu seinem 65. Geburtstag am 22. Februar 79.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113043">Pfoch</rs> verzichtet auf seine Vizebürgermeisterstelle, so daß nur<lb/>
mehr <rs type="person" ref="#per__97899">Fröhlich-Sandner</rs> Vizebürgermeister bleibt. Unbefriedigt<lb/>
wurde die Grundstücksfrage behandelt und wir haben deshalb die<lb/>
Glaubwürdigkeit verloren. <rs type="person" ref="#per__113043">Pfoch</rs> hat deshalb im Ausschuß dann<lb/>
<pb n="45-1193" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band45/45_1978-10-16_1193.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>auch noch einmal zusammengefaßt, daß zwischen 73 und 78 kein einziges<lb/>
Versäumnis nachzuweisen ist. Die sogenannten Listen, von denen<lb/>
ein gewisser <rs type="person" ref="#per__116365">Worm</rs> spricht, waren von der Magistratsabteilung 40<lb/>
am 9.8.69 von <rs type="person" ref="#per__115005">Hintschig</rs> angeregt, von einem gewissen <rs type="person" ref="#per__116366">Kostelezky</rs><lb/>
angefertigt. <rs type="person" ref="#per__113043">Pfoch</rs> wußte gar nicht, daß es solche gab. 18 Liegen<lb break="no"/>schaften hatte daraufhin <rs type="person" ref="#per__116367">Machek</rs> aufgekauft, der sie aber noch immer<lb/>
besitzt, die Gemeinde habe sie nicht erworben. Bei Marco Polo<lb/>
wurden 60.000 m2 bis 1970 aufgekauft, 6.000 wurden dann noch<lb/>
dazu gekauft, 100.000 aber haben die Grundstücksmakler <rs type="person" ref="#per__116368">Babeck</rs> und<lb/>
Konsorten um 380,– S den Quadratmeter erworben, wo die Gemeinde<lb/>
nur 300,– S immer geboten hat. Die GESIBA mußte dann um 440,– S<lb/>
kaufen und die Gemeinde Wien sogar um 535,– S, da der Grundwert<lb/>
in der Zwischenzeit durch Umwidmung entsprechend gestiegen ist.<lb/>
Ähnlich ging es bei den Tamarisken zu, beim Rudolfsplatz dürfte<lb/>
etwas nicht in Ordnung sein, was jetzt aber noch genau untersucht<lb/>
wird. Das Unbehagen darüber wurde weder im Vorstand besprochen,<lb/>
noch im Ausschuß geklärt, die Diskussion darüber war sehr negativ.<lb/>
Es meldete sich allerdings nur <rs type="person" ref="#per__118305">Schreiner</rs> zu diesem Problem. Die<lb/>
einzig personelle Umbesetzung ist, daß <rs type="person" ref="#per__114122">Hlawka</rs> als Präsident des<lb/>
Landtags zurücktritt und dafür <rs type="person" ref="#per__116042">Suttner</rs> 1. Präsident und <rs type="person" ref="#per__97932">Schweda</rs><lb/>
als 3. Präsident bleibt. Klubobmann wird <rs type="person" ref="#per__97561">Hofmann</rs>. Zu den 58 Grund<lb break="no"/>mandaten kommen 4 Reststimmenmandate und da acht, Bürgermeister<lb/>
und Stadträte, zurücklegen, können 14 in den Gemeinderat einziehen,<lb/>
wodurch alle Bezirke befriedigt sind. Im Ausschuß gab es dann<lb/>
darüber eine Diskussion wegen der nicht doch sofort durchge<lb break="no"/>führten Stadtratsänderung. Viele meinten, die ÖVP und insbesondere<lb/>
aber die unabhängige Presse wird uns jetzt durch Monate hin durch<lb/>
mit dieser Personalfrage beschäftigen. Die Absicht darüber, nichts<lb/>
zu diskutieren, nur der Bürgermeister dürfte gegebenenfalls<lb/>
Äußerungen machen und sich ganz auf die Sachfragen zu konzen<lb break="no"/>trieren, wird sicherlich vom Gegner durchkreuzt. Die Meinung<lb/>
war daher in der Diskussion sehr geteilt. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> hat <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> Schützen<lb break="no"/>hilfe gegeben, indem er meinte, jetzt könne man die Fragen in<lb/>
den Bezirken besser durchdiskutieren. Die Sachfragen werden<lb/>
auch dort nur eine sekundäre Rolle spielen, immer wieder wird<lb/>
es dann um die Personaldiskussion gehen, wer wird was? Eine<lb/>
große Schwierigkeit wird dann entstehen, wenn, wie <rs type="person" ref="#per__116369">Deistler</rs> er<lb break="no"/>wähnte, nach vier Monaten einige Stadträte zurücklegen und<lb/>
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müssen jetzt neuernannte Gemeinderäte auch wieder zurücklegen.<lb/>
Er schlug deshalb vor, man sollte erst zu diesem Zeitpunkt die<lb/>
Gemeinderäte bestellen, die auf das zurückgelegte Mandat der<lb/>
Stadträte jetzt bereits einberufen werden. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> meinte dann in<lb/>
seinem Schlußwort, im Ausschuß nach den Nationalratsverlusten<lb/>
66, die ebenfalls 3 % betragen haben, ist es zu einer Aufbruch<lb break="no"/>stimmung in der Partei gekommen, er hofft dies auch jetzt in<lb/>
Wien zu erreichen, hier irrt <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>, glaub ich, insofern, als 66<lb/>
wir aus der Regierung rausgeworfen wurden, was natürlich eine ganz<lb/>
andere Reaktion innerhalb der Partei auslöste. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> hat dann<lb/>
auch noch vorgeschlagen gehabt, daß man das Kontrollamt den Frei<lb break="no"/>heitlichen anbietet, um zu verhindern, daß alles in sozialisti<lb break="no"/>schen Händen ist und daher alles vertuscht werden kann, was man<lb/>
sowieso nicht beabsichtigt. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>-Vorschlag wurde bezüglich der<lb/>
Sachdiskussion und erst im Februar Stadtssenatsänderung gegen<lb/>
eine Stimme, <rs type="person" ref="#per__116369">Deistler</rs>, angenommen, die Übertragung des Kontrollamtes<lb/>
wurde von 7 Genossen, <rs type="person" ref="#per__114547">Gawlik</rs>, <rs type="person" ref="#per__112015">Hirsch</rs>, <rs type="person" ref="#per__116370">Pluskal</rs> usw., abgelehnt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_15">Sowohl im Vorstand als auch im Ausschuß gab es dann eine leb<lb break="no"/>hafte Diskussion über die Kernkraftwerk-Volksabstimmung. Alles<lb/>
erwartet vom Bundesparteivorstand eine eindeutige Stellungnahme,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> könnte sich nicht mehr in eine Warteposition begeben,<lb/>
dasselbe gilt auch für alle anderen Spitzenfunktionären. Die SJ<lb/>
und die Junge Generation hat, wie der Obmann <rs type="person" ref="#per__114118">Woller</rs> erklärte,<lb/>
nicht die Plakatüberklebungen der eigenen Ständer durchgeführt.<lb/>
Dies seien Vereinzelte, die gegen ihre Beschlüsse handeln, Be<lb break="no"/>zirksobmann <rs type="person" ref="#per__112015">Hirsch</rs> vom 1. Bezirk beschwerte sich nämlich bitter<lb/>
darüber, daß die <rs type="person" ref="#per__109293">Busek</rs>-Plakate geschont und ihre eigenen Plakate<lb/>
ständig von SJ-lern und Junge-Generations-Leuten überklebt<lb/>
werden mit dem Plakat Sozialisten gegen Kernkraftwerk Tullner<lb break="no"/>feld. Ich habe auch das Gefühl und dies immer wieder gesagt,<lb/>
daß die Partei hier längst hätte schon eine einheitliche und<lb/>
eindeutige Stellungnahme beziehen müssen. Die Unsicherheit,<lb/>
die sich hier breit macht, kann verheerend sein. Ich glaube<lb/>
in diesem Fall überhaupt nicht an die guten Ergebnisse der<lb/>
Meinungsumfrage zur Volksabstimmung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_16">Vor der Ministerratsvorbesprechung besprach ich mit <rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> den<lb/>
Rechnungshofbericht und die Taktik, die sich für die einzelnen<lb/>
Ministerien ergibt. Überall wurden die Arbeitsleihverträge kriti<lb break="no"/>siert, die Repräsentationskosten bis ins Detail gefiltert. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
berichtet dann, daß man bei ihm sogar die Mineralwasser gezählt<lb/>
hat und ihm vorgehalten hat, daß er Würsteln servieren ließ,<lb/>
wenn die Sitzung nicht länger als 3 Stunden gedauert hat. Zu mir<lb/>
gegenüber meinte er dann, er würde den Repräsentationsfonds der<lb/>
Handelskammer entsprechend attackieren, wenn die ÖVP diese Taktik<lb/>
fortsetzt. Darauf konnte ich nur erwidern, die ÖVP ist heute<lb/>
nicht mehr bereit auf Wünsche der Handelskammer einzugehen. Der<lb/>
deutlichste Beweis ist, daß <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> nicht einmal mehr Wirtschafts<lb break="no"/>bündler erwähnt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_17">Die Ministerratsvorbesprechung selbst war in den anderen Punkten<lb/>
mehr oder minder eine Postsitzung. Bei wichtigen Entscheidungen<lb/>
für Gemeinden sollen, wenn sie nicht von Sozialisten geführt<lb/>
werden, selbstverständlich unsere Vizebürgermeister auch verständigt<lb/>
werden. Beim Fernmeldeamt Wien mußte er 27 Minuten am Sonntag<lb/>
warten, bis sich überhaupt jemand gemeldet hat. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> erklärte<lb/>
dies, daß nur die halben Pulte besetzt sind, wie er bei einer<lb/>
Betriebsbesichtigung feststellen konnte. <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> wurde empfohlen<lb/>
mit dem dafür zuständigen <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> jetzt für die Internationale<lb/>
Atomenergieorganisation die adviser opinion einzuholen. Ich habe<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> mitgeteilt, daß ein Ministerratsvortrag diesbezüglich von<lb/>
uns bereits vorbereitet wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte diesen so schnell als möglich<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_19">Die <rs type="person" ref="#per__111723">Wiesinger</rs>-Anfrage-Beantwortung, wie Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> sie vor<lb break="no"/>schlägt, wird von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> im Prinzip akzeptiert, nur müßte sie<lb/>
vielmehr propagandistisch ergänzt werden. Die Länder seien im<lb/>
einzelnen aufzuzählen, die sich an der GKT beteiligen, die Auf<lb break="no"/>sichtsratsvorsitzenden müßten namentlich genannt werden, der Bund<lb/>
wird insbesondere die Sicherheit noch besonders herausstreichen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte endgültige Formulierung sofort<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> und <rs type="person" ref="#per__114464">Kunz</rs> besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_21">Bezüglich Filmförderungsgesetz hat die Handelskammer an <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
geschrieben, daß seine Information, in den Ministerien wird ein<lb/>
diesbezüglicher Entwurf verhandelt, nicht stimmt. Sowohl <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
als auch ich haben dagegen remonstriert, da leider war Unter<lb break="no"/>richtsminister <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> abwesend, im Unterrichtsministerium sehr<lb/>
wohl jetzt der Entwurf liegt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte, sofort über Büro im Unterrichts<lb break="no"/>ministerium urgieren und Briefentwurf für Antwortschreiben<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> herstellen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_23"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> berichtet über die Sonntag nachts um 1/2 2 Uhr geführten<lb/>
Telefongespräche mit Deutschland und dann auch mit Nationalbank<lb break="no"/>präsident <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs>. Von Herbst 77 bis Juni 78 ist der Schilling gegen<lb break="no"/>über der DM um 7 Groschen, das ist 1 %, gesenkt worden, seit<lb/>
August mit 7,18 S, jetzt auf 7,25 S, ist weiter 1 %. Durch die Er<lb break="no"/>höhung jetzt auf 7,33 S würde ein weiteres Prozent Abwertung<lb/>
erfolgen. Die Richtung wird aber eher auf 7,30 S sich einpendeln.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> wehrt sich dann auch noch im Zusammenhang mit dem Stützungs<lb break="no"/>abbau gegen<add>[die]</add> <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> -Behauptung eines Wort oder Vertragsbruches.<lb/>
Solche Vereinbarungen wurden mit der Bauernschaft nie getroffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_24"><rs type="person" ref="#per__112992">Löschnak</rs> erörterte die Punktation bezüglich des Ruhestandes von<lb/>
Beamten, die Nationalrat oder Bundesräte werden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> teilte<lb/>
mit, daß er die Privilegienkommission jetzt einberufen hat und<lb/>
der Vorsitzende und auch Neuner vernünftige Vorschläge unter<lb break="no"/>breiten werden, sie sind auf alle Fälle der Meinung, daß die<lb/>
Teilung der Gehälter in halbe versteuerbar und halbe Pauschale<lb/>
für Aufwendungen beibehalten werden soll. Bezüglich des Bezüge<lb break="no"/>gesetzes meint <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, müsse man jetzt klären, wie es weiter<lb/>
gehen soll. Da <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auch bei der neuen Erhöhung wünscht, daß<lb/>
nur der Anteil, der versteuert wird, erhöht wird, meinen <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> mit Recht, dadurch würden die Grundlagen zu ändern<lb/>
sein, ein Minister bekommt dann nicht mehr 200 %, sondern derzeit<lb/>
nur 196 % und in Hinkunft wird es immer weniger werden, des<lb/>
Neuner-Posten-Bezuges. Die beste Lösung wäre, diesen Prozent<lb break="no"/>satz dann endgültig zu entkoppeln von den Sektionschefbezügen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_25"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> verweist darauf, daß bereits zwei andere Pauschalen, näm<lb break="no"/>lich 7.000 S für Aufwendungen und 4.700 S als streng verrechenbar,<lb/>
die ausschließlich dem Minister zustehen, eingefroren sind.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ist aber nach wie vor der Meinung, daß wir nur durch diese<lb/>
Vorgangsweise Kritik in der Öffentlichkeit widerstehen können.<lb/>
In den Repräsentationsaufwendungen und in den Privilegien, die<lb/>
die ÖVP hat, müssen wir überhaupt stärker attackieren. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
verweist auf <rs type="person" ref="#per__97641">Kohlmaier</rs>, der in der Sozialversicherung 600.000 S<lb/>
bezieht und kaum etwas arbeiten kann, zumindestens glaubt dies<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, weil er hauptberuflich ÖAAB Geschäftsführender Obmann<lb/>
eigentlich ist, dasselbe gilt für <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> als Unilever-Personalchef<lb/>
und bei <rs type="person" ref="#per__109293">Busek</rs> ist überhaupt keine Leistung, obwohl er vom Wirt<lb break="no"/>schaftsverlag entsprechende Gage bezieht. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, solche<lb/>
Beispiele gebe es auch auf unserer Seite. Diese ganze Diskussion<lb/>
wird in der Bevölkerung, so bin ich fest überzeugt, einen einzigen<lb/>
Eindruck hinterlassen, diese Politiker, die Pülcher, sind doch<lb/>
alle gleich, bringen wird es garantiert für keinen etwas. Alle<lb/>
sogenannten Privilegien, die <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> eingeschränkt hat oder sogar<lb/>
abgeschafft hat, hat meiner Meinung und meines Wissens nach keiner<lb break="no"/>lei großen Einfluß in der Bevölkerung ausgelöst. Die Paar, die<lb/>
es überhaupt wußten, haben dazu geschwiegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_26">Die Aussprache mit der gesamten kärntnerischen Landesregierung<lb/>
wurde von <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> eingeleitet, der meinte, das Forderungsprogramm<lb/>
74, welches schrittweise erfüllt wird, bildet nach wie vor die<lb/>
Grundlage ihrer Vorsprache. Sie haben nur die einzelnen Punkte,<lb/>
die jetzt noch besonders behandelt werden sollten, aufgeführt.<lb/>
Bezüglich des Kernkraftwerkes wurde von allen Parteien in der<lb/>
Kelag ein gemeinsamer Beschluß gefaßt und die Landesregierung<lb/>
steht dazu. Soweit die Punkte des Erfüllungsprogrammes mich be<lb break="no"/>treffen, hat <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> sich über die hohen Transportkosten für<lb/>
Gas beschwert, da die TAG-Transportkosten nicht gepoolt sind,<lb/>
muß Kärnten als weitest Entfernte den höchsten Transportkosten<lb break="no"/>beitrag leisten. Ich versprach mit <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> und Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs><lb/>
eine diesbezügliche Aussprache.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte Sitzung mit <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> einberufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_28">Die gemeinsamen Finanzaktionen zwischen Ländern und Bund sollten<lb/>
verbessert werden. Ich habe deshalb sofort vorgeschlagen, daß<lb/>
so wie die Gemeinde Wien, Stadtrat <rs type="person" ref="#per__109290">Mayr</rs> hat sich mir gegenüber<lb/>
sehr positiv geäußert, auch Kärnten jetzt in konkrete Verhandlungen<lb/>
eintreten soll, damit die neue erhöhte Grenze für die Betriebsneu<lb break="no"/>gründung mit 2 Mio S auch vom Land Kärnten akzeptiert wird und<lb/>
daher eine gemeinsame Aktion, die dann 4 Mio S Höchstgrenze und<lb/>
15 % Prämie hätte, sofort gestartet werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_29">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Mit Wien und Kärnten bitte Spezialverhand<lb break="no"/>lungen durch <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> einleiten lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_30">Bezüglich des Wunsches Kärntens ein Accordino nicht nur mit Slowenen,<lb/>
sondern auch mit Julisch-Friaul und Venezien abzuschließen, wird<lb/>
zwar nicht von Kärnten ernstlich gefordert, sondern man soll nur<lb/>
darüber diskutieren. Ich selbst erkläre mich bereit, mit den Jugo<lb break="no"/>slawen, aber gegebenenfalls auch mit den Italienern Gespräche zu<lb/>
führen, wenn es möglich ist einen stärkeren Grenzverkehr ohne<lb/>
ein entsprechendes Accordino oder ähnliches Vertragswerk abzu<lb break="no"/>schließen. Absichtserklärungen, Briefwechsel usw. sind ohne weiters<lb/>
möglich. Ein Accordino aber würde, eine Verfassungsbestimmung vor<lb break="no"/>ausgesetzt, im Parlament zu behandeln sein und auf größten Wider<lb break="no"/>stand stoßen. Dies gilt nicht nur für den verfassungsrechtlichen<lb/>
Teil, sondern noch viel stärker für den materiellen bezüglich der<lb/>
landwirtschaftlichen Produkte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß<lb/>
die Kärntner Landwirtschaftskammer wirklich bereit ist, zu akzep<lb break="no"/>tieren, daß in Hinkunft Obst und Gemüse aus Italien zollfrei ein<lb break="no"/>geführt werden soll. <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs>, ja die ganze Bundesregierung war mit<lb/>
meinem Vorschlag sehr einverstanden, dieses Problem jetzt ein<lb break="no"/>gehend zu diskutieren, zu studieren und die Kärntner Landesregierung<lb/>
dann zu verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_31">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> soll eine eingehende Studie<lb/>
anfertigen, die wir dann in Form eines Briefes an <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> schicken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_32">Bei der Betriebswirtschaftlichen Woche der Wirtschaftstreuhänder,<lb/>
wo man sehr lange beim Empfang wartete, bis ich dann doch gekommen<lb/>
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Sozial- und Witschaftsklima hingewiesen und uns darum beneidet. <choice><choice><sic>Der</sic><corr>Er</corr></choice></choice><lb/>
erwähnte außerdem noch, daß der Status der Wirtschaftstreuhänder<lb/>
und Buchprüfer in Österreich viel besser sei, mehr anerkannt,<lb/>
mehr geschätzt als in der Bundesrepublik. Ich konnte diese Aus<lb break="no"/>führungen dazu benützen, um darauf hinzuweisen, daß ich jetzt<lb/>
gerade bestrebt bin eine einheitliche Lösung mit Zustimmung aller<lb/>
Vertragspartner für eine 10 %-ige Erhöhung der Gebühren durchzu<lb break="no"/>setzen. Dies wurde mit Befriedigung aufgenommen, wenn man auch einen<lb/>
höheren Prozentsatz erwartete. Mit dem Präsidenten hatte ich dann<lb/>
ein langes Gespräch über die neue Wahlordnung, welche jetzt von<lb/>
einzelnen Teilen der Wirtschaftstreuhänder verlangt wird. Der<lb/>
Präsident <rs type="person" ref="#per__114940">Burkert</rs> fürchtet, daß durch die Aufsplitterung dann<lb/>
der ÖVP-Exponent <rs type="person" ref="#per__113112">Böck</rs> den größten Gewinn erzielen wird. Dies<lb/>
wird sich leider kaum verhindern lassen, denn sowohl der sozia<lb break="no"/>listische Flügel unter <rs type="person" ref="#per__116393">Bechinie</rs> als auch die Wirtschaftstreuhänder<lb/>
selbst wollen eine neue Wahlordnung, die den Gegebenheiten mehr<lb/>
Rechnung trägt und insbesondere verfassungsrechtlich einwandfrei<lb/>
kundgemacht wird. Die jetzige könnte jederzeit beim Verfassungs<lb break="no"/>gerichtshof angefochten und dann garantiert dort aufgehoben werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band45_1978-10-16_33">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> hat diese Diskussion dort mitgemacht.<lb/>
Bitte versucht eine optimale Lösung.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>spielte Rolle bei umstrittenen Grundstückstransaktionen in
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               <persName><surname>Schreiner</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>Mitglied Wr. SPÖ-Vorstand</occupation>
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               <persName type="label">Sinowatz, Fred</persName>
               <persName><surname>Sinowatz</surname><forename>Fred</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister</occupation>
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               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Leberl, Otto</persName>
               <persName><surname>Leberl</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>Präs. Patentamt</occupation>
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               <persName type="label">Leodolter, Ingrid</persName>
               <persName><surname>Leodolter</surname><forename>Ingrid</forename></persName>
               <occupation>Gesundheitsministerin</occupation>
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               <persName type="label">Bauer, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>GD ÖMV</occupation>
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               <persName type="label">König, Friedrich</persName>
               <persName><surname>König</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation>ÖVP-NR-Abg., Personalchef Unilever</occupation>
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               <persName type="label">Koren, Stephan</persName>
               <persName><surname>Koren</surname><forename>Stephan</forename></persName>
               <occupation>Finanzminister, ÖVP-NR-Abg., OeNB-Präs.</occupation>
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               <persName type="label">Mussil, Arthur</persName>
               <persName><surname>Mussil</surname><forename>Arthur</forename></persName>
               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Gawlik, Franz</persName>
               <persName><surname>Gawlik</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>Wr. SPÖ-GR-Abg.</occupation>
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               <persName type="label">Kostelezky, A</persName>
               <persName><surname>Kostelezky</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>spielte Rolle bei umstrittenen Grundstückstransaktionen in Wien; evtl.
                  Falschschreibung</occupation>
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               <persName type="label">Suttner, Reinhold</persName>
               <persName><surname>Suttner</surname><forename>Reinhold</forename></persName>
               <occupation>SPÖ-Politiker, Wien</occupation>
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               <persName type="label">Woller, Ernst</persName>
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               <occupation>SJ Wien</occupation>
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               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
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               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
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               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Pisec, Karl</persName>
               <persName><surname>Pisec</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>HK, Evidenzbüro für Außenhandel, Wr. ÖVP-Bundesrat</occupation>
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               <persName type="label">Kohlmaier, Herbert</persName>
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               <occupation>ÖVP-NR-Abg., ÖVP-GS</occupation>
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               <persName type="label">Busek, Erhard</persName>
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               <persName type="label">Böck, Josef</persName>
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               <occupation>Vizepräs. Kammer d. Wirtschaftstreuhänder</occupation>
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               <persName type="label">Hintschig, Alfred</persName>
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               <occupation>GD Wr. Messe, Wr. SPÖ-GR-Abg., Stadtrat</occupation>
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               <persName type="label">Mayr, Hans</persName>
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               <occupation>Wr. Wirtschafts- u. Finanzstadtrat</occupation>
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               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName type="label">Burkert, Franz</persName>
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               <occupation>Präs. Kammer d. Wirtschaftstreuhänder</occupation>
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               <persName type="label">Hrabak, A</persName>
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               <occupation>Berater des Ministers für Jugend und Sport des Oman</occupation>
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               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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               <occupation>Wr. Vize-Bgm., SPÖ</occupation>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
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               <occupation>Wr. Bau-SR, ÖGB-Vizepräs., Obmann Gew. Bau-Holz</occupation>
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               <occupation>Obmann SPÖ Innere Stadt, BRO Wr. Elektrizitätswerke</occupation>
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               <persName type="label">Satzinger, Heinz</persName>
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               <persName type="label">Worm, Alfred</persName>
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