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            <title type="main">Montag, der  9. Oktober 1978</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_01">Montag, den 9. Oktober 1978<lb/>
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Iraker unbedingt die Gemischte Kommission 1979, die zwei Jahre<lb/>
jetzt verschoben wurde erwarten.<lb/>
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der nach Kuba exportiert und daher dort hinfahren muß, verlängert<lb/>
werden kann. Ich selbst stehe auf dem Standpunkt, daß jeder Unter<lb break="no"/>nehmer, der in gefährdete Gebiete fährt, wenn die Handelskammer<lb/>
vorschlägt, einen Dienstpaß bekommen kann. Auch der geringste<lb/>
Schutz, der vielleicht davon ausgeht, ist mir für jedermann recht,<lb/>
der dort hinfahren muß.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_04">Nochmals beginnt <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wegen der Besetzung von Verbundgesell<lb break="no"/>schaft Generaldirektor-Stellvertreter mit <rs type="person" ref="#per__114988">Hermann</rs>. Er meint, daß<lb/>
es damit dem Verbundvorstand <rs type="person" ref="#per__114747">Zach</rs> ein großes Problem gibt. Da dies<lb/>
nicht mein Problem ist, sondern ganz im Gegenteil die ÖVP sich die<lb/>
Ganze so ausgedacht hat, soll sie auch auslöffeln. Ich bleibe<lb/>
bei dem Beschluß, den der Aufsichtsrat einstimmig bezüglich Nach<lb break="no"/>folge <rs type="person" ref="#per__112012">Artholds</rs> getroffen hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_05">Angeblich soll in Argentinien jetzt ein Weltbankauftrag von 3 Mrd<lb/>
Schilling für Österreicher nicht erreichbar sein, weil die Sozia<lb break="no"/>listische Internationale beschlossen hat, Montenero, das sind<lb/>
Untergrundkämpfer gegen das faschistische Militärregime, anerkannt<lb/>
werden. Einen diesbezüglichen Brief hat <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> und mir<lb/>
geschrieben. Dieselbe Frage wird mir dann von einem argentinischen<lb/>
Journalisten gestellt. Vorher hat mich aber dann doch noch die<lb/>
Handelskammer verständigt, daß die ganze Angelegenheit so nicht<lb/>
stimmen soll. Ich erkläre mich auch dem argentinischen Journalisten<lb/>
gegenüber nicht als kompetent.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_06"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> fragt, wer jetzt nach <rs type="person" ref="#per__110035">Thun-Hohenstein</rs> die Abteilung führen<lb/>
wird und empfiehlt Ministerialrat <rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs>. Ich verweise darauf,<lb/>
daß ich Frau Min.Rat <rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs> in jeder Beziehung unterstützt habe,<lb/>
sie sogar gegen allen Widerstand zur Ministerialrätin gemacht<lb/>
habe, dabei verschweige ich allerdings, daß der Widerstand<lb/>
beim Bundeskanzleramt lag. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> nimmt an, daß es sich hier<lb/>
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von mir nicht sofort eine Zustimmung zu bekommen. Er meint, dann<lb/>
wird die Gemeinde Wien wahrscheinlich wieder einen Aufsichts<lb break="no"/>behördenmann, die Kompetenz liegt nämlich auch in dieser Abteilung<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110035">Thun-Hohenstein</rs>, also wieder einen Roten bekommen. Ich erkläre, daß<lb/>
die Personalvertretung primär wünscht, die Besetzung aus dem Handels<lb break="no"/>ministerium zu machen. Abschließend erkläre ich, daß ich mich aus<lb break="no"/>schließlich nach dem Vorschlag der Kommission richte. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> meint,<lb/>
die könnten doch nur eben vorschlagen und ich könnte ja jedenfalls<lb/>
gegen einen eventuellen Vorschlag der Kommission doch Frau Min.Rat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs> bestellen. Dies lehne ich deshalb ab, weil ich bis jetzt<lb/>
auch immer die Kommissionsvorschläge letzten Endes dann akzeptiert<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_07"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hat größte Bedenken, daß ein interministerielles Komitee,<lb/>
welches im Bundeskanzleramt bestehen soll, einen Accordino-Vertrag<lb/>
mit Slowenien ausarbeitet. Die Handelskammer ist strikt dagegen.<lb/>
Auch ich erkläre, habe große Bedenken. Ich bespreche nachher<lb/>
mit Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> die ganze Frage und muß zu meiner Verwunderung<lb/>
erfahren, daß tatsächlich im Außenministerium solche Absichten<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte lasse klären, wie man dies am besten<lb/>
verhindern kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_09">Die Handelskammer hat mit dem Rechnungshof-Präsidenten <rs type="person" ref="#per__114610">Kandutsch</rs><lb/>
über die Verrechnung von Repräsentationskosten gesprochen. Dieser<lb/>
hat vorgeschlagen, entweder en bloc von<add>[der]</add> Handelskammer an das<lb/>
Handelsministerium einen Betrag überweisen, dies geht allerdings<lb/>
dann ein beim Finanzminister und müßte von diesem in einem Budget<lb break="no"/>ansatz als eine eigene Post bei mir aufscheinen. Diesen Vorgang<lb/>
möchte die Handelskammer nicht, ich selbst bin auch der Meinung<lb/>
daß er unzweckmäßig ist. Die andere Lösung ist, daß eine genaue<lb/>
Einhaltung aller Punkte bezüglich Aufzeichnungen, Kontrollen usw.,<lb/>
wie der Rechnungshof vorgeschlagen hat, gewährleistet wird.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> erklärt, wenn dies nicht der Fall ist, werden sie gegenüber<lb/>
dem Handelsministerium die Beträge nicht mehr anweisen. Dem muß<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> gemacht wird. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ist weniger erstaunt von mir zu er<lb break="no"/>fahren, daß der Rechnungshof bei <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> etliche Beanstandungen<lb/>
bezüglich korrekter Aufzeichnungen und aktenmäßigen Festhalten<lb/>
kritisieren mußte. Wir einigten uns darauf, daß eine Kommission<lb/>
bestehend aus <rs type="person" ref="#per__113032">Reiger</rs>, <rs type="person" ref="#per__112971">Weber</rs> und dem Sekretär von <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__114537">Oder</rs>,<lb/>
vom Handelsministerium <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs>, <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> und <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> diese genaue<lb/>
Festlegung und insbesondere die Kontrolle der Punkte vornehmen soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte unverzüglich diese Besprechungen auf<lb break="no"/>nehmen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_11">Auf meine Urgenz bezüglich der Eröffnung der Hannover-Messe durch<lb/>
einen Österreicher resp. eine Ansprache dort erklärt die Handels<lb break="no"/>kammer, daß die Rednerliste für 1979 bereits fix ist und kein<lb/>
Österreicher vorgesehen ist. Bei der Ministerratsvorbesprechung<lb/>
mache ich Minister <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> auf diese Tatsache aufmerksam, damit ist<lb/>
auch für <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> diese Angelegenheit erledigt.<lb/>
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reine Angelegenheit des scheinbaren Beraters von dem Prinz,<lb/>
der eine Österreicherin geheiratet hat und gleichzeitig ein<lb/>
Minister für Jugend und Sport ist, des Österreichers <rs type="person" ref="#per__115145">Hrabak</rs>.<lb/>
Dieser wollte, obwohl er schon an die siebzig geht, auch Handels<lb break="no"/>delegierter der Handelskammer in Oman werden.<lb/>
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durch die Oberösterreicher, d.h. Präsident <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs> von der Land<lb break="no"/>wirtschaftskammer, Massenträger vor allem aber keine Qualitäts<lb break="no"/>weizensorten ausschließlich aufgenommen wurden. Ich veranlasse<lb/>
sofort, daß <rs type="person" ref="#per__97819">Pleschiutschnig</rs> dies prüfen läßt, es stellt sich<lb/>
heraus, daß diese Behauptung von den Mühlenorganisationen nicht<lb/>
stimmt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte eine diesbezüglichen Brief an die<lb/>
Müller schreiben und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> eine Kopie schicken.<add>Besprochen: vorerst Stellungnahme LuF 10.10.</add><lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_15">Bezüglich der parlamentarischen Verhandlung vom Europäischen Patent<lb break="no"/>übereinkommen und des Antidumping-Gesetzes fürchtet <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, daß es im Parlament mit den Abgeordneten <rs type="person" ref="#per__97437">Fiedler</rs> und<lb/>
auch mit dem Bundesrat <rs type="person" ref="#per__110995">Pisec</rs>, die primär nur Händler-Interessen<lb/>
vertreten, große Schwierigkeiten geben wird. Ich bin neugierig,<lb/>
wie <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> diese Probleme lösen wird. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> steht zu seiner<lb/>
Zusage, daß sowohl dieses Europäische Patentübereinkommen jetzt im<lb/>
Herbst beschlossen werden muß als auch im Antidumpingverfahren<lb/>
keine Neunwochenfrist, wo noch ungehindert Waren einfließen könnten,<lb/>
akzeptiert wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_16">Beim Journalisten-Frühstück werde ich gefragt, wie es jetzt mit<lb/>
dem Verbot der Einwegflaschen steht. Ich kann Gott sei Dank darauf<lb/>
verweisen, daß jetzt das Institut für Verpackungswesen auch ein<lb/>
Selbstbeschränkungsmodell ausarbeiten will. Die Zusage der Industrie,<lb/>
daß sie ein solches mir vorlegen wird, wurde bis jetzt nicht ein<lb break="no"/>gehalten.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_17">Eine weitere Anfrage, ja fast eine leichte Kritik besteht darin,<lb/>
daß jetzt scheinbar die vorgesehenen Rabatte für Ofenheizöl<lb/>
20 Groschen und Heizöl schwer 30,– S pro Tonne nicht kommen, weil<lb/>
die Regierung, sprich <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> mit der Mineralölsteuererhöhung dies<lb/>
torpediert. Ich gebe zu, daß die Ölindustrie eine solche Ver<lb break="no"/>billigung jetzt ablehnt, wofür ich Verständnis habe, wenn sie jetzt<lb/>
die neuzubeschließende Mineralölsteuererhöhung aus ihren bis<lb break="no"/>herigen Preisen tragen muß.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_18"><rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> berichtet über die Verhandlungen mit der Bundesrepublik,<lb/>
d.h. eigentlich nur das Treffen mit der Gemischten Kommission,<lb/>
das in Wirklichkeit auch so wie alle Gemischten Kommissionen<lb/>
nichts bringt, <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> über die Tschechoslowakei, wobei er eine<lb/>
Bemerkung macht, daß für eine Papierfabrik in Paskov um 4 Mrd S<lb/>
zwei österreichische Firmen sich beteiligen, d.h. eigentlich<lb/>
gegenseitig unterlizitiert, <rs type="person" ref="#per__113022">Fabrizii</rs> über die Technologie<lb break="no"/>transfer, d.h. über unsere Tätigkeit in der Arbeitsgeminschaft<lb/>
für Patentförderung. Diese ist sehr aktiv, kommt allerdings mit<lb/>
ihrem Budget im nächsten Jahr nicht aus, was <rs type="person" ref="#per__113022">Fabrizii</rs> in der<lb/>
Pressekonferenz nicht sagte. Mit der Handelskammer einigte ich<lb/>
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Seite nicht mehr möglich ist, der Budgetansatz ist schon im<lb/>
Detailheft gedruckt, die Handelskammer wird uns einen Brief<lb/>
schreiben, wo sie ihrer Erhöhung nächstes Jahr ausnahmsweise<lb/>
zustimmt und wir werden bestätigen, dass ab 1980 wir wieder<lb/>
ebenfalls eine Budgeterhöhung durch Mitgliedsbeitragserhöhung<lb/>
akzeptieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_19">Bei der Überreichung des Staatswappens an die Fa. <rs type="person" ref="#per__116986">Schiedel</rs><lb/>
erklärt der Senator, er sei bereit, in Herzogenburg, der<lb/>
Südsteiermark oder Oberösterreich eine Basaltschlacken-Schmelze<lb/>
zu errichten, woraus Mineralwolle erzeugt werden soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_21">Im Wiener Vorstand berichtet <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>, dass eine genaue Analyse der<lb/>
Wahlergebnisse erfolgen soll. Dies wird zwar immer wieder gemacht,<lb/>
hat aber meiner Meinung nach noch niemals wirklich entscheidende<lb/>
Ergebnisse resp. Änderungen ausgelöst. Entscheidend ist die<lb/>
Grobanalyse bereits jetzt, dass nämlich 100.000, davon der<lb/>
allergrösste Teil Sozialisten, nicht zur Wahl und die Mitglieder<lb/>
oder zumindestens Sympathisanten von uns waren. Diese Einzel<lb break="no"/>entscheidungen waren nicht organisiert, was uns die Hoffnung<lb/>
gibt, dass wir sie doch wieder bei der nächsten Wahl mobili<lb break="no"/>sieren können. Gegenüber der ÖVP wird festgehalten und beschlossen,<lb/>
keine Koalition offerieren. Der Stadtsenat wird rasch bestellt,<lb/>
der Bürgermeister dazu vom Vorstand und auch vom Wiener Ausschuss<lb/>
aufgefordert, die Verhandlungen zu führen. Nächste Woche wird<lb/>
am Montag bereits endgültig entschieden und am Dienstag ein<lb/>
Landesparteitag dazu Stellung nehmen. Bezirksinterventionen sollten<lb/>
womöglich unterbleiben, denn <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> wird sein Team mehr oder<lb/>
minder so wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ausschliesslich allein bestimmen. Dieses<lb/>
neue Team soll dann aber auch noch einmal den Budgetentwurf,<lb/>
der auf Beamtenverhandlungsergebnissen beruht und vom alten<lb/>
Stadtsenat nicht mehr genehmigt werden soll, sofort beschliessen.<lb/>
Die Stadtsenat-Anzahl wird 10 plus 5 sein, also um eines mehr als<lb/>
derzeit. Alle Stadtssenatsmitglieder incl. des Bürgermeisters<lb/>
werden auf ihr Landtagsmandat verzichten. Dadurch wird es möglich,<lb/>
die ansonsten zu reduzierende Gemeinderatsliste – vier Mandate<lb/>
Verlust – noch über die Runden zu bringen. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> meinte, er hat<lb/>
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ist. Dies ist aber bereits jetzt schon der Fall, wenn es sich<lb/>
um Fragestunden handelt. Dieser erste Vorsitzende des Gemeinde<lb break="no"/>rats wird daher auch in Hinkunft Repräsentationsaufgaben über<lb break="no"/>nehmen können und damit den Bürgermeister entlasten. Für mich ist<lb/>
gar kein Zweifel, dass es sich hier um den ehemaligen Stadtrat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97561">Hofmann</rs> handeln wird, obwohl überhaupt kein Namen in einer Be<lb break="no"/>setzungsfrage genannt wird. Da ich mit dem System sehr einverstanden<lb/>
bin, habe ich mich sofort ausnahmsweise als erster gemeldet und<lb/>
darauf verwiesen, dass ich dies bereits bei der Bundesregierung<lb/>
seit 1971 auf verlange, dort allerdings erfolglos. Da es nachher<lb/>
tatsächlich Bedenken gibt, NR <rs type="person" ref="#per__97926">Schranz</rs>, die Stadträte <rs type="person" ref="#per__109290">Mayr</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97786">Nittel</rs> und andere noch, bin ich sehr froh, dass ich sofort klar<lb/>
und deutlich meine Meinung deponiert habe. Nach der Sitzung habe<lb/>
ich noch mit <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> und <rs type="person" ref="#per__109818">Edlinger</rs> das 6-Augen-Gespräch wegen<lb/>
Gemeinderatsmandat <rs type="person" ref="#per__114998">Sevcik</rs>. Obwohl wir darauf keinen Anspruch<lb/>
haben, die Vereinbarung lautete, wenn wir auf Grund des alten<lb/>
Wahlsystems dieses 4. Mandat bekommen würden, welches wir<lb/>
aber nicht erreichten, werden <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> und <rs type="person" ref="#per__109818">Edlinger</rs> doch für <rs type="person" ref="#per__114998">Sevcik</rs><lb/>
Verbleiben im Gemeinderat stimmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_22">Bezüglich Schiedsgerichtsverfahren <rs type="person" ref="#per__116958">Muchna</rs> wird <rs type="person" ref="#per__115155">Skritek</rs> als Vor<lb break="no"/>sitzender vorgeschlagen. Ich bin sehr froh, dass dieser Auftrag<lb/>
an mich, wie das Präsidium seinerzeit beschlossen hat, jetzt<lb/>
nicht mehr zur Debatte steht. Ich hätte wirklich zeitmässig<lb/>
nicht diese Aufgabe bewältigen können. In der Mitgliederbewegung<lb/>
haben wir im August erstmalig 438 plus gehabt und damit 245.697.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__109818">Edlinger</rs> glaubt, dass jetzt eine Trendumkehr eingetreten ist.<lb/>
Bezüglich der Mehrleistungen in den Bezirken wird jetzt, so wie bei<lb/>
jeder Wahl, ein Monatslohn ausgezahlt. Auch im Wiener Ausschuss<lb/>
gibt es natürlich dann wegen des Wahlergebnisses eine umfangreiche<lb/>
und lebhafte Diskussion. Übereinstimmend wird festgehalten, dass<lb/>
wir nicht kapitulieren und der Kampf gegen die ÖVP muss<lb/>
verschärft werden und unsere Organisation insbesondere gestrafft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_23">In der Ministerratsvorbesprechung analysiert <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> die Ergebnisse<lb/>
in der Steiermark und in Wien. Da er sich bei seiner Prognose total<lb/>
geirrt hat, er glaubte ja, in Wien kriegen wir eine kleine Schramme<lb/>
und in der Steiermark ein schwere Niederlage, begründet er dies und<lb/>
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verloren. Nur durch die letzten Moment begonnene Methode,<lb/>
die Folgen aufzuzeigen, was ein solcher Verlust an Mandaten,<lb/>
Regierungsmitglied und Bundesrat bedeutet hätte, hat die Wahl<lb/>
dann entsprechend beeinflusst. Dies glaube ich wieder überhaupt<lb/>
nicht, denn für mich steht mehr oder minder fest, es müssten<lb/>
ganz katastrophale Ereignisse eintreten, um 10 Tage vor der<lb/>
Wahl noch etwas zu ändern. Die Analyse ergibt, dass die Verluste<lb/>
in der Obersteiermark katastrophal insbesondere in Mürzzuschlag<lb/>
angehalten haben. In Judenburg, in Fohnsdorf, insbesondere aber<lb/>
in Kindberg, wo so viel Wirtschaftliches von der Bundesregierung<lb/>
geschehen ist, waren schlechte Wahlergebnisse. Die Aussagen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> erinnern mich an verlorene Wahlen, als noch <rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs><lb/>
Verstaatlichungsminister war, auch der hat immer im Bezirk auf der<lb/>
Landstrasse dann bei uns geklagt, dass er sich so anstrengt<lb/>
in Gebiete Hilfe zu geben und dass dort dann die Bevölkerung<lb/>
nicht durch bessere Stimmenergebnisse für die Sozialisten<lb/>
honorieren. Damals habe ich mich schon keiner Illusion hinge<lb break="no"/>geben, Dankbarkeit gibt es nicht in der Politik und daher<lb/>
schon gar nicht bei den Wählern. Wenn etwas falsch gemacht wird,<lb/>
dann gibt es nur eine ganz harte Wahlauseinandersetzung. Dies<lb/>
hat sich in der Steiermark und in Wien wieder einmal bewiesen.<lb/>
Unsere Genossen denken nicht daran, und dies sogar zu recht,<lb/>
aus Dankbarkeit Fehler in der Spitze zu überdecken. In Wien<lb/>
muss nach Meinung von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> der Parteiapparat mobilisiert<lb/>
werden – wem sagt er das! 3 Prozent Stimmenverlust in Wien ist<lb/>
ein Erdrutsch. Das Plebiszit über Kernkraftwerk muss ein<lb/>
politischer Erfolg werden. Auch hier hat er grosse Bedenken,<lb/>
denn in Wählerversammlungen hat die Junge Generation die Situation<lb/>
benützt, um gegen das Kernkraftwerk Stellung zu nehmen. Durch<lb/>
die Tatsache der Kernkraftwerksinbetriebnahme meint <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
haben wir auch 1–2 Prozent mindestens soz. Stimmen verloren.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> versuchte eine Analyse der Wahl und meinte, höhere Ange<lb break="no"/>stellte und Akademiker, die beurteilen können, wie etwas gemacht<lb/>
werden kann, sind mit der Gemeindeverwaltung unzufrieden. Des<lb break="no"/>halb hätten in den Arbeiterbezirken 22. und 11. diese bei<lb/>
der Wahlniederlage, d.h. Stimmenverluste nicht so schlecht<lb/>
abgeschnitten wie in anderen Bezirken, wo eben die Arbeiter<lb/>
weniger und die Angestellten und Akademiker überwiegen. Ziffern<lb break="no"/><pb n="44-1159" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band44/44_1978-10-09_1159.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>mässig stimmt das aber nicht, z.B. in Favoriten, hier teilt<lb/>
er aber gleich wieder den Bezirk unter und meint, Arbeiter<lb/>
gibt es nur mehr bis zum Laaer Berg, unterhalb des Laaer Berges<lb/>
seien schon immer neue Siedlungen, wo insbesondere die Angestellten<lb/>
schon überwiegen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> kritisierte daran, dass es sich hier<lb/>
nur um ein Faktum handelt und nicht um eine Analyse. Die Verwaltung<lb/>
der Stadt sei aber nicht optimal, dies müsse man feststellen.<lb/>
So wie in Kopenhagen beherrschen eigentlich die Kommunalbeamten die<lb/>
Partei, weshalb auch im Norden nicht nur Kopenhagen, sondern<lb/>
Stockholm und Oslo usw., d.h. die grossen Städte dort an die<lb/>
Konservativen verloren wurden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fürchtet auch dieselbe<lb/>
Entwicklung in Österreich.<lb/>
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Massnahmenpaketes mit Initiativanträgen, da er ansonsten nur<lb/>
eine lächerlich kurze Begutachtungsfrist geben kann und trotzdem<lb/>
ein Zeitverlust entstehen würde durch den zu erwartenden Einspruch<lb/>
im Bundesrat. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hat sich jetzt mit dem ÖGB geeinigt,<lb/>
117.– S pro Monat Steuersenkung, für Alleinverdiener 183.– S.<lb/>
Die Selbständigen bekommen die Erhöhung des Gewerbesteuerfreibe<lb break="no"/>trages von 40.000 auf 60.000 S. Die Handelskammer hat bei den<lb/>
Verhandlungen viel durchgesetzt und jetzt lehnt sie trotzdem ab.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fragt, ob für die Selbständigen dasselbe heraus<lb/>
kommt wie für die Unselbständigen, er ist wahrscheinlich sehr<lb/>
verwundert zu erfahren, dass dies sogar mehr sein wird. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
möchte auch noch den Kirchenbeitrag von 600.– auf 700.– Absatz<lb break="no"/>betrag erhöhen, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, da die Kirchenvertreter derzeit<lb/>
gegen uns überall Stellung nehmen, sollte man damit zuwarten.<lb/>
Auch für die Kriegsopfer-Amtsbescheinigung und Nazi-Opfer usw.<lb/>
werden die Absetzbeträge erhöht. Die Bundesmineralölsteuer soll<lb/>
um 25 Groschen nur erhöht werden, dafür aber die ÖMV und die<lb/>
Internationalen sich verpflichten, 1979 keine Preiserhöhung<lb/>
durchzuführen, wenn nicht die Opec Rohölpreise oder der Dollar<lb/>
sich wesentlich ändert. Bezüglich der Familienlastenausgleiche<lb/>
wird neben der Erhöhung der Ausgleichszulage um 6,5 % wie die<lb/>
Pensionen auch noch die Abgeltung mit 15.– S beschlossen, <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
wollte 10.– S, <rs type="person" ref="#per__97926">Schranz</rs> – der Rentnerverband – 20.- S. Das Kinder<lb break="no"/>geld soll ebenfalls um 30.– S erhöht werden. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> wollte 25.–,<lb/>
Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97614">Karl</rs> 40.– S, die 30.- S kosten 750 Mio. Der<lb/>
Pensionsaufwand mit 6,5 %, ca. 5,2 Mia, ergibt im Durchschnitt 200.–<lb/>
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zusätzlichen Aufwand ausmacht. Die Schülerfreifahrten sollen<lb/>
genau überprüft werden, die Mehrausgaben gehen nicht auf den<lb/>
Gelegenheitsverkehr, sondern grösstenteils auf die öffentlichen<lb/>
Verkehrsbetriebe, insbesondere die Gemeinde Wien. Letztere hat<lb/>
von 444 Mio jetzt in diesem Jahr 563 Mio erhöhen können, die<lb/>
anderen Gemeinden insgesamt von 252 incl. Wien vom Jahr 1972<lb/>
auf 650 Mio S 1977. Eine genaue Kontrolle soll durchgeführt<lb/>
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von Radmer. Er meint, jetzt könne man gar nichts mehr ändern,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113833">Assmann</rs> soll dort die Fabrik errichten und die 12,5 cm Granaten<lb/>
erzeugen. Hirtenberg wird die 15 cm bekommen, wo sie auch um<lb/>
29 % billiger ist. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> glaubt, dass es sich hier nur um ein<lb/>
Dumpingoffert handelt, das sie auf die Dauer nicht halten<lb/>
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pro <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> für die SPÖ eingesetzt hat, versprochen, dass sie<lb/>
nicaraguanische Flüchtlinge in Costa Rica usw. besuchen sollen,<lb/>
um dort eventuell individuelle Hilfstätigkeit zu organisieren.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> berichtet, dass der Rote Kreuz erklärt hat, sie brauchen<lb/>
dort keine Unterstützung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band44_1978-10-09_27">Beim Opec-Empfang treffe ich neben <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> auch etliche österr.<lb/>
Mineralölvertreter von den Internationalen Gesellschaften und<lb/>
auch von der ÖMV. Alle sind sehr interessiert, so schnell wie mög<lb break="no"/>lich eine Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> und mir zu haben, um die weitere<lb/>
Vorgangsweise bei der Mineralölsteuer-Erhöhung zu besprechen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97738">Meszaros</rs>, ÖMV, ist der einzige, dem ich verrate, dass jetzt<lb/>
die Regierung 25 Groschen beschliessen wird und erwartet, dass<lb/>
die Preise für Superbenzin bei 7.– S verbleiben. Ich bin<lb/>
sehr gespannt, wie sich die anderen Firmen bei der Aussprache<lb/>
im Parlament mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> und mir verhalten werden. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hat<lb/>
grössten Wert daraufgelegt, dass ich an dieser Besprechung teil<lb break="no"/>nehme, weil er jetzt scheinbar als neue Taktik nicht mehr so<lb/>
autonom mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> allein all diese Probleme entscheiden möchte.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Pisec, Karl</persName>
               <persName><surname>Pisec</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>HK, Evidenzbüro für Außenhandel, Wr. ÖVP-Bundesrat</occupation>
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               <persName type="label">Vogt, Werner</persName>
               <persName><surname>Vogt</surname><forename>Werner</forename></persName>
               <occupation>Arzt</occupation>
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               <persName type="label">Karl, Elfriede</persName>
               <persName><surname>Karl</surname><forename>Elfriede</forename></persName>
               <occupation>Sts.</occupation>
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               <persName type="label">Thun-Hohenstein, Leopold</persName>
               <persName><surname>Thun-Hohenstein</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat Handelsministerium</occupation>
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               <persName type="label">Arthold, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Arthold</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>stv. GD Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Mayr, Hans</persName>
               <persName><surname>Mayr</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Wr. Wirtschafts- u. Finanzstadtrat</occupation>
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               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName type="label">Hrabak, A</persName>
               <persName><surname>Hrabak</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Berater des Ministers für Jugend und Sport des Oman</occupation>
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               <persName type="label">Burian, Ferdinand</persName>
               <persName><surname>Burian</surname><forename>Ferdinand</forename></persName>
               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
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               <persName type="label">Schiedel, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Schiedel</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation>Senator, Unternehmensgruppe Schiedel; evtl.
                  Falschidentifikation</occupation>
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               <persName type="label">Kazda, Josef</persName>
               <persName><surname>Kazda</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Beamter Bautenministerium/HM</occupation>
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               <persName type="label">Zach, Hannes</persName>
               <persName><surname>Zach</surname><forename>Hannes</forename></persName>
               <occupation>Vorstand Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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