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            <title type="main">Donnerstag, der 29. Juni 1978</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_01">Donnerstag, 29 Juni 1978<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_02">Dr. <rs type="person" ref="#per__114577">Ingrisch</rs> vom BFI verständigt mich, dass er mit <rs type="person" ref="#per__114727">Starkl</rs> ge<lb break="no"/>meinsam versuchte, den neuen Managementarbeitsgemeinschafts<lb break="no"/>chef Dr. <rs type="person" ref="#per__114539">Kirchmair</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__114538">Fink</rs> zu überzeugen, dass die Ver<lb break="no"/>waltungsakademie in Wien, vertreten durch Obersenatsrat <rs type="person" ref="#per__111710">Deurer</rs>,<lb/>
in die Arbeitsgemeinschaft aufgenommen werden sollte. Die Handels<lb break="no"/>kammerleute stimmmten unter der Bedingung zu, dass auch gleich<lb break="no"/>zeitig die Managementunternehmervereinigung aus Vorarlberg eben<lb break="no"/>falls aufgenommen wird. Die BFI-Seite verlangte darauf auch die<lb/>
Mitbestimmungsakademie der Arbeiterkammer. Ein Konsens wurde<lb/>
nicht erzielt, im Gegenteil, die Handelskammerseite erklärte,<lb/>
die hätte an der ganzen Arbeitsgemeinschaft keine Interesse mehr.<lb/>
Ich werde dieses Problem mit <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> nächsten Montag<lb/>
besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte die genauen Stellungnahmen für Montag<lb/>
vorbereiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_04">Die Besprechung über die Propagandaarbeit über die Volksabstimmung<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> ergab, dass der PR-Ausschuss, Vorsitzender der<lb/>
Linzer Stadtwerke Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__114645">Seitlinger</rs>, Mitglied aber auch im<lb/>
Präsidium neben <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs>, der Kelag-Vertreter <rs type="person" ref="#per__114729">Steiner</rs> vom<lb/>
Wirtschaftsbund, nächsten Donnerstag beschliessen müsste. Das<lb/>
entsprechende Konzept und die entsprechenden finanziellen Mittel<lb/>
bereitzustellen. Mit <rs type="person" ref="#per__112014">Erbacher</rs> vereinbarte ich, dass unmittelbar<lb/>
anschliessend der Hauptausschuss der Vereinigung der Elektrizitäts<lb break="no"/>unternehmen Österreichs diese Aktion bestätigen müsste. Spätestens<lb/>
zu diesem Zeitpunkt würde sich herausstellen, ob die ÖVP, insbe<lb break="no"/>sonders aber die Landesvertreter der Landeselektrizitätsgesell<lb break="no"/>schaften mitmachen. Es kann sich eigentlich niemand vorstellen,<lb/>
dass diese Aufklärungsaktion, nämlich Sicherheit und Notwendig<lb break="no"/>keit der Kernenergie, abgelehnt wird. Die GKT hat ihren Aufsichtsrat<lb/>
am 20. Juli, wo auch entsprechende Beschlüsse gefasst werden müssen.<lb/>
In der Verbundgesellschaft selbst ist Dr. <rs type="person" ref="#per__114730">Sommerbauer</rs>, auch ein<lb/>
ÖVP-Mann, zuständig. Fest steht, dass ein außerordentlicher Betrag<lb/>
für diese Reklameaktion notwendig ist und dass damit eine Agentur<lb/>
zu betreuen wäre. Die beste, die sich anbietet, ist <rs type="person" ref="#per__114563">Pfaffenberger</rs> von<lb/>
Gould &amp; Cargill. In der Schweiz gibt es ein eigenes Institut, welches<lb/>
sich mit der Kernkraftpropaganda beschäftigt hat. Auch dies wird<lb/>
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der die Atomtechnik propagandistisch bestens verbreitet hat,<lb/>
freigestellt. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> von der Arbeiterkammer resp. VKI wird presse<lb break="no"/>dienstmässig als Pressereferent mittun. Beide sollen bei Gould &amp;<lb/>
Cargill eine entsprechende Betätigungsmöglichkeit mit Fernschreiber<lb break="no"/>anschluss usw. erhalten. Der Gewerkschaftsbund, <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs>, und Re<lb break="no"/>dakteur <rs type="person" ref="#per__114734">Bruckner</rs> teilen vertraulich mit, dass sie dreimal die<lb/>
Solidarität, jeweils 1,5 Mio Auflagen und weitere 1,5 Mio dreimal<lb/>
die Fachblätter zur Verfügung stehen werden. Das wirkliche Problem<lb/>
aber ist, dass im Juli / August, während der flauen Informations<lb break="no"/>zeit, nicht die Atomgegner allein die Massenmedien durch Informatio<lb break="no"/>nen beherrschen. Hungerstreiks, Aufmärsche, kleine Versammlungen<lb/>
würden immer wieder dem ORF, der eindeutig auf der Antiatomwelle<lb/>
läuft, dort eine ungeheure Propaganda entfalten können. Das Haupt<lb break="no"/>problem – und da hat <rs type="person" ref="#per__114541">Konecny</rs> vollkommen recht – liegt darin, dass<lb/>
die Atomgegner mit Menschen und durch menschliche Aktionen in Er<lb break="no"/>scheinung treten werden, während die Befürworter zwar entsprechend<lb/>
mehr Material, wahrscheinlich auch mehr Geld, aber dafür immer als<lb/>
Technokraten in Erscheinung treten. Die jetzige Umfrageergebnisse<lb/>
zeigen, dass sie soziologische Teilung sehr bald in eine politische<lb/>
Teilung wieder zurückgehen werden, insbesondere wenn die ÖVP bei<lb/>
ihrer Nein-Rolle für die Volksabstimmung bleibt, wie <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> ange<lb break="no"/>kündigt hat, jetzt aber scheinbar innerhalb der ÖVP selbst gar<lb/>
nicht durchsetzen kann. Darüber hat es einen riesigen Streit im<lb/>
Parteivorstand und auch im Klub der ÖVP gegeben. Die ablehnende<lb/>
Haltung der Jugend soll auf Grund der SWS-Erhebung von 28 auf 22%<lb/>
zurückgegangen sein. Wenn es zur parteipolitischen Teilung kommt,<lb/>
dann hat die FPÖ, wo 50% ihrer Anhänger für die Kernkraft sind, es<lb/>
besonders schwer. Eines steht fest, mit steigendem Bildungsgrad<lb/>
nimmt der Kontraanteil stets zu. Die Partei, wie <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> erklärte,<lb/>
wird bis zu den Landtagswahlen in Wien und Steiermark bis 8.10.<lb/>
ihre Propaganda auf die demokratische Möglichkeit, die der Partei<lb/>
der Bevölkerung, d.h. dem Wähler, gegeben hat, hinweisen. Erst<lb/>
später wird man eben nach den Landtagswahlen die Aktion auf Teil<lb break="no"/>nahme und Ja-Stimmung umstellen. Im Kurier hat es eine Abstimmung<lb/>
der Redaktion gegeben, die mit 27 Kontra zu 14 Plus ausgegangen<lb/>
ist. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>, der es übernommen hat, mit <rs type="person" ref="#per__114464">Kunz</rs> gemeinsam <rs type="person" ref="#per__114563">Pfaffenber<lb break="no"/>ger</rs> von Gould &amp; Cargill für diese Aktion zu gewinnen, berichtete<lb/>
mir, dass dies gar nicht so einfach wäre. Die ganzen Werbe<lb break="no"/>agenturen haben sich natürlich auch schon den Kopf darüber zer<lb break="no"/><pb n="43-0756" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-29_0756.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>brochen und festgestellt, dass auch in diesen Kreisen überall<lb/>
fast eine Antiatomstimmung herrscht. Jetzt erst zeigt sich im<lb/>
ganzen Ausmass, wie wenig die Elektrizitätswirtschaft in den ver<lb break="no"/>gangenen Jahren Vorfeldarbeit geleistet hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Halte Dich bitte soweit als möglich am<lb/>
Laufenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_06">Verteidigungsminister <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> hat jetzt endgültig den Zuschlag für<lb/>
die SMI, Assmann Munitionsfabrik, wegen der Produktion von Granaten<lb/>
in Radmer, stillgelegtes Bergwerk-Gebiet, zu erteilen. Die Granaten<lb/>
würden sich bei einem Volumen von 43 Mio Schilling auf 1.510 Schilling<lb/>
stellen. Hirtenberg hat ein Konkurrenzoffert mit 1.406.– gelegt<lb/>
ausschliesslich nach dem Prinzip, Assmann darf diese Granaten<lb break="no"/>produktion nicht zugeschlagen bekommen. Direktor <rs type="person" ref="#per__114514">Hadwiger</rs> von der<lb/>
Hirtenberger erklärt, dass die 80% Kapitaleigner, Österreicher,<lb/>
die jetzt in der Schweiz sind, entweder, wenn die Granatenpro<lb break="no"/>duktion ihm zugeschlagen wird, nach Österreich zurückkommen und wenn<lb/>
dies nicht der Fall ist, die Absicht haben, ihren Anteil ebenfalls<lb/>
an Ausländer zu verkaufen. 20 % besitzt jetzt bereits in Frankreich<lb/>
die Firma Mounier. Für die Panzerkürassiere wird mit den Franzosen<lb/>
gemeinsam eine Granatenproduktion in Österreich aufgenommen. Den<lb/>
Zuschlag soll nach dem Verteidigungsministerium Hirtenberg be<lb break="no"/>kommen. Im Akt schlägt man <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> vor, er soll die Ö-Norm A 2050<lb/>
ausser Kraft setzen. Dies kann <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> nur dann tun, wenn er ein<lb/>
entsprechendes Gutachten für die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungs<lb break="no"/>lage in Radmer vom Handelsministerium bekommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> und seinen Leuten die indu<lb break="no"/>striepolitische Notwendigkeit der Ansiedlung eines Betriebs in<lb/>
Radmer besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_08">Direktor und Betriebsratsobmann von Fa. Brückl, Donauchemie, teilen<lb/>
mir mit, dass die Italiener für Chlor statt 2.300 Schilling,<lb/>
1.100 Schilling, für Ätznatron 3.700, nur 2.600 Schilling usw.,<lb/>
ein Dumping in großem Ausmaß betreiben. Die Anträge Antidumping<lb/>
wurden vom Fachverband monatelang zurückgehalten. Jetzt liegen<lb/>
sie im Handelsministerium und man bittet mich um schnelle Erledigung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte Entsprechendes veranlassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_10">Der Agrargipfel mit <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs>, <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs>, <rs type="person" ref="#per__113056">Bierbaum</rs>, <rs type="person" ref="#per__114571">Wejwoda</rs><lb/>
und ihren entsprechenden Beamten bringt keine konkreten Ergeb<lb break="no"/>nisse. Die Bauernexekutive hat erklärt, sie wird dem Getreide<lb break="no"/>preisarrangement nicht zustimmen. <rs type="person" ref="#per__113056">Bierbaum</rs> möchte insbesondere<lb/>
auch für Normalweizen eine 10-Groschen-Erhöhung wie für Qualitäts<lb break="no"/>weizen. Ich erkläre, dass in der Preiskommission alle Vorarbeiten<lb/>
geleistet wurden, um das <choice><choice><sic>letztmal</sic><corr>letztmalig? letztmals?</corr></choice></choice> vereinbarte Arrangement in Kraft<lb/>
zu setzen. Der Brotpreis ist mit 50 Groschen Erhöhung fixiert und<lb/>
auch der Mehlpreis beträgt 40 resp. 50 Groschen. Eine weitere<lb/>
Erhöhung kommt nicht in Frage, wenn aber eine Durchrechnung<lb/>
ergibt, dass für die Bauern hier mehr möglich ist, dann bitte,<lb/>
habe ich nichts dagegen einzuwenden. <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs>, den ich anrufe, meint,<lb/>
dies sei nur theoretisch möglich, in der Praxis könnte man auf<lb/>
mein Ersuchen zustimmend am nächsten Tag noch Berechnungen anstellen.<lb/>
Ich erkläre, dass die einzige Möglichkeit, die ich habe, darin besteht,<lb/>
den Preisbescheid nicht morgen schon zu unterschreiben<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_11">Bezüglich Milch kam es bei dem Berechnungsgipfel der Fachleute<lb/>
im Milchwirtschaftsfonds zu keiner Lösung, weil die Arbeiterkammer<lb/>
und Gewerkschaftsbund von mir zuerst eine Festsetzung des Erzeuger<lb break="no"/>preises verlangen, was übrigens auch die Landwirtschaft unbedingt<lb/>
als ersten Schritt will. Die stellen sich aber vor, dass 20 Groschen<lb/>
zumindestens der Milchpreis erhöht werden soll, zum Unterschied<lb/>
von der Arbeiterkammer, die höchstens 10 Groschen zugestehen möchte.<lb/>
Der Kompromiss von 15 Groschen wurde bis jetzt beidseitig abgelehnt.<lb/>
Da ich gar keine andere Möglichkeit habe, als von den Verbraucher<lb break="no"/>preisen zurückzurechnen, erkläre ich mich bereit, neuerdings mit<lb/>
der Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund darüber zu sprechen. Da der<lb/>
40 Groschen Trinkmilchpreiserhöhung pro Liter Verbraucherpreis<lb break="no"/>kompromiss kaum überschritten werden kann, wird vom <rs type="person" ref="#per__114571">Wejwoda</rs> vor<lb break="no"/>geschlagen, man sollte für die 1/2 Liter Packung 30 Groschen ge<lb break="no"/>nehmigen. Dadurch würde der Trend zur Literpackung verstärkt,<lb/>
damit auch mehr konsumiert. Ich mache keinerlei Zusagen, sondern<lb/>
erkläre nur, mit der Arbeiterkammer und ÖGB darüber zusprechen,<lb/>
dass sie doch in einem Gipfelgespräch der Fachleute, die Rückrechnung<lb/>
für die Lohnverhandlungen sind hier auch nicht weiter gekommen,<lb/>
weil Dr. <rs type="person" ref="#per__114531">Kleiss</rs>, Raiffeisenverband, solange scheinbar nicht bei den<lb/>
Verhandlungen erscheinen will, als nicht vorher doch der Erzeuger<lb break="no"/>preis akzeptiert wird. Die Landwirtschaftsseite hofft hier auf<lb/>
diese Weise auf mich als Obmann der Lebensmittelarbeiter einen Druck<lb/>
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Verhandlungen sollen am 7.7. fortgesetzt werden. Dies bedeutet,<lb/>
dass der Milchpreis erst Mitte Juli oder gar vielleicht erst<lb/>
am 1.8. in Kraft treten kann. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> vereinbart mit den Bauern, dass<lb/>
bezüglich der Wahrungsklausel unverzüglich Gespräche aufgenommen<lb/>
werden müssen. Wenn die Bauern nämlich sich an die Vereinbarungen<lb/>
halten und nur 93% ihres Milchkontingentes, das sie bis jetzt<lb/>
geliefert haben und wofür sie den vollen Preis bekommen, liefern,<lb/>
dann befürchten diese bei der nächsten Kürzung in 2 Jahren benach<lb break="no"/>teiligt zu werden. Sie sollen also ihre Rechte wahren, deshalb<lb/>
Wahrungsklausel. Bezüglich des Härteausgleiches müssen Richtlinien<lb/>
vereinbart werden. Für den zwischen <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> und Finanzminister<lb/>
auf der einen Seite und den Bauern auf der anderen Seite, soll ein<lb/>
Importschutzbrief gewechselt werden. Wie dieser Importschutz aber<lb/>
im Konkreten ausschauen soll, weiss derzeit noch niemand genau.<lb/>
Ziel ist weniger Milch und Molkereiprodukte zu importieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte versuche in Erfahrung zu bringen, wie<lb/>
man dies im Milchwirtschaftsfonds usw. bewerkstelligen will.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_13">Bezüglich der Kartoffelstärke stelle ich fest, dass ich heuer mit<lb/>
den Budgetansätzen auskomme. Für das nächste Jahr, wo nach Meinung<lb/>
der Landwirtschaft 23 Mio zusätzlich benötigt werden, stelle ich<lb/>
klar, dass Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> dies im Rahmen des Agrar<lb break="no"/>paketes mit dem Finanzminister lösen muss. Die Stärkebudgetansätze<lb/>
im Handelsministerium werden formell nur von uns abgewickelt, weil<lb/>
wir damit hoffen, die Tarnung gegenüber dem GATT leichter durch<lb break="no"/>führen zu können. In meinen Augen ist die Stärkesubvention eine<lb/>
agrarische Angelegenheit und <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> muss daher mit dem Finanzminister<lb/>
gemeinsam für die entsprechende Bedeckung sorgen. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> ist von<lb/>
dieser, meiner Stellungnahme ein wenig überrascht. Ich hoffe, er<lb/>
sieht aber ein, dass nur im Rahmen des Gesamtpaketes hier eine Lösung<lb/>
möglich ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte dies mit MR <rs type="person" ref="#per__114570">Steiner</rs>, Landwirtschafts<lb break="no"/>ministerium, besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_15">Für die Abschöpfung Geflügel, derzeit 55 Mio, und Eier, derzeit 45,<lb/>
insgesamt 103 Mio, wird jetzt durch Initiativantrag noch in dieser<lb/>
Saison eine Erhöhung um fast 50% vorgenommen. Die Abschöpfungsmög<lb break="no"/>lichkeit pro Ei soll von 18 auf 24 Groschen erhöht werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_16">Das Ölsaatenprojekt kommt neuerdings zur Diskussion und <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs><lb/>
und ich wehren uns gegen die einseitig falsche Darstellung der<lb/>
Bauernvertreter, insbesondere im AIZ – Agrarische Informations<lb break="no"/>zentrale. Mit <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs> als Obmann der Arbeitsgemeinschaft der<lb/>
Bauern vereinbare ich, dass wir für Dienstag um 14.30 Uhr in<lb/>
meinem Ministerium eine Aussprache, <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>, <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs>, <rs type="person" ref="#per__97936">Seefranz</rs> und<lb/>
Obmann der Arbeitsgemeinschaft der Fettindustrie <rs type="person" ref="#per__113126">Hirsch</rs>, über<lb/>
Erhöhung des Rapsanbaues und Rapspreises besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs> Bitte Sitzung einladen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_18">Zum Schluss kommt neuerdings der Wunsch der Landwirte, einen Mais<lb break="no"/>export, jetzt nicht mehr von 60.000, aber doch immerhin von 40.000 To<lb/>
zu genehmigen. Da <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> für 40 Mio Schilling keine Bedeckung hat,<lb/>
kann er auch keine Zustimmung dazu geben, eine Stützung dafür zu<lb/>
übernehmen. <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> und die anderen Präsidenten und ganz be<lb break="no"/>sonders natürlich <rs type="person" ref="#per__97368">Brandstätter</rs>, <rs type="person" ref="#per__113057">Strasser</rs> und der VP-Agrarsprecher<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114622">Riegler</rs> sind über diese Ergebnisse nicht sehr glücklich. <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs><lb/>
hat deshalb auch, wie er mir schon angekündigt hat, mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
einen Gesprächstermin vereinbart. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst erklärt <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> und<lb/>
mir gegenüber, dass er keine Absicht hat den Bauern weitere Zuge<lb break="no"/>städnisse zu machen. Die wichtigste Frage ist mit den Arbeiterkammer-<lb/>
und ÖGB-Vertretern eine Lösung für die Milch jetzt endlich zu er<lb break="no"/>reichen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte die entsprechenden Verhandlungen im<lb/>
Milchwirtschaftsfonds sofort aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_20">Im Parlament wird stundenlang über den Beharrungsbeschluss wegen<lb/>
der Strassenförderungsabgabe Transitsteuer gestritten. Die ÖVP<lb/>
sieht jetzt gute Ansätze für eine wirksame Kritik, weil ausländische<lb/>
Staaten, insbesondere die Ungarn, Retorsionsmassnahmen angekündigt<lb/>
haben. In diesem Fall werden die österreichischen Frächter im<lb/>
Ausland benachteiligt und als Beispiel behauptet ÖVP-Abgeordneter<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111410">König</rs>, dass die Aluminiumfabrik Ranshofen mit den bulgarischen<lb/>
Frächtern grosse Verträge abschliessen will, resp. hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte sofort prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_22">Bei der Sektionsleitersitzung berichte ich über die Beilegung des<lb/>
Streites der Personalvertretung der ÖVP und mir wegen der Ange<lb break="no"/>legenheit <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs>. Präsident <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> bringt die Enttäuschung der<lb/>
Fraktion in seinem Patentamt, aber auch seine persönliche, dass<lb/>
man <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> hängengelassen hat, insbesondere durch die ernsthafte<lb/>
Ermahnung, die in meinem Schreiben ausgesprochen wurde. Ich erkläre,<lb/>
dass niemand <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> wirklich hängenlassen wollte, sondern dass es<lb/>
eben durch die Vorfälle nicht anders möglich war, ein besseres<lb/>
Kompromissergebnis zu erreichen. Ich habe ausdrücklich noch <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs><lb/>
konsultiert, der meinte, bei einem Disziplinar wäre sicherlich<lb/>
mindestens ein Verweis herausgekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_23">In der Sekt. III wird <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> jetzt für die Gewerbeabteilung ein<lb/>
eigenes Referat für Konsumentenschutz, politische Massnahmen und<lb/>
UWG § 32 errichten und Dr. <rs type="person" ref="#per__115404">Sedlak</rs> damit betrauen. Sekt.Chef. <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs><lb/>
hält fest, dass dadurch keine Beispielfolgen für andere Sektionen<lb/>
abgeleitet werden sollten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_24">Die Dienstreisen sind noch immer um 121% für Inlandsreisen bis<lb/>
Ende Juni höher. Bei Auslandsreisen haben wir 73% und bei Reprä<lb break="no"/>sentationskosten 91% der Ansätze erreicht. Die Mehrleistungszulagen,<lb/>
die nicht virementfähig sind, wurden in der Zentralverwaltung mit<lb/>
51.8%, im Patentamt 49.1% und bei der Bergbehörde 43.4% festge<lb break="no"/>stellt. Ein Virement ist auf dieser Post nicht mehr möglich. Für<lb/>
Inlandsdienstreisen gibt es nach Meinung <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> keine Einschränkungs<lb break="no"/>möglichkeit, wenn nicht der Dienstbetrieb darunter leiden sollte.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> ist überhaupt mit der Einsparungs- resp. Budgetansatzeinhal<lb break="no"/>tungspolitik nicht einverstanden. Ich muss ihm leider mit aller<lb/>
Deutlichkeit erklären, dass es hier keine Lockerung geben wird<lb/>
und auch im nächsten Jahr durch den Wahlkampf sicherlich nicht geben<lb/>
kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_25">Die Wirtschaftstreuhänder-Berufsordnung wird nicht geändert. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs><lb/>
hat mit den Wirtschaftstreuhändern, auch dem ÖVP-Vertreter <rs type="person" ref="#per__113112">Böck</rs><lb/>
diesbezüglich mit aller Deutlichkeit gesprochen. Die Steuerberater,<lb/>
wo die ÖVP hofft, Stimmen zu bekommen, sollten jetzt im Zuge der<lb/>
Novelle zum Ges.m.b.H.-Gesetz entsprechend aufgewertet werden. Die<lb/>
Honorarordnung von Präsident <rs type="person" ref="#per__114940">Burkert</rs>, einen nicht Parteigebundenen,<lb/>
soll weiter behandelt werden. Ich glaube aber auch kaum, dass wir<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_26">Die AHF-Beträge und die ganze Gebarung wird vom Rechnungshof<lb/>
jetzt sehr kritisch beurteilt. SChef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> wird dann darüber<lb/>
entsprechend berichten resp. Stellung nehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_27">Zum Ungarn-Projekt 300 Mio Dollar Fremdenverkehrskonzeption<lb/>
wird eindeutig festgehalten, dass wir keine Belegsgarantie,<lb/>
in welcher Form immer, als Handelsministerium abgeben können<lb/>
und wollen. Dies müsste von den betreffenden Stellen, Sozialver<lb break="no"/>sicherung usw. ausgehandelt werden, worauf wir keinen Einfluss<lb/>
nehmen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_28">Bei der Förderungsentwicklung kann festgestellt werden, dass die<lb/>
Stammaktion und Fremdenverkehrssonderkreditaktion sich verdoppelt.<lb/>
Die Prämienaktion bleibt gleich, die Gewerbestruktur ist im Mai<lb/>
ein wenig gefallen, die Betriebsneugründung dagegen läuft überhaupt<lb/>
nicht entsprechend an. Trotzdem wir jetzt im ERP-Verfahren und<lb/>
Ersatzverfahren fast 500 Mio Schilling der Hoteltreuhand zuge<lb break="no"/>schlagen haben, ist das Antragsvolumen dort bereits wieder über<lb/>
1 Mia angewachsen. Im Rahmen der BÜG-Diskussion im Plenum hat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> auf diese Entwicklung besonders hingewiesen und die<lb/>
Leistungen der derzeitigen Regierung herausgestrichen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_29">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte sofort darüber mit dem<lb/>
Finanzministerium neuerliche Verhandlungen aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_30">Zum Mittelstandskongress der Handelskammer wurden <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>, <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs><lb/>
<rs type="person" ref="#per__114085">Grumbeck</rs> und <rs type="person" ref="#per__113823">Preglau</rs> eingeladen. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> kann leider nicht, weil er<lb/>
Gewerbereferententagung hat, die anderen werden dieser persönlichen<lb/>
Einladung Folge leisten, womit ich vollinhaltlich einverstanden<lb/>
bin.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_31">Bezüglich der Zollbegünstigung der UdSSR habe ich mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
neuerdings gesprochen und festgehalten, dass die Beamten jetzt be<lb break="no"/>züglich der Autoersatzteile eine entsprechende Vereinbarung für die<lb/>
Gemischte Kommission in Moskau vorbereiten sollen. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> wird<lb/>
ausserdem die Liste, die der sowj. Handelsrat <rs type="person" ref="#per__113078">Nikolaenko</rs> überreicht<lb/>
hat, genau prüfen und mit dem Finanzministerium bezüglich § 6 Zoll<lb break="no"/>ermässigungen abstimmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_32">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte auf die aktenmässige Erledigung mit<lb/>
Finanzministerium achten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_33">Die Intervention notleidender Betriebe beim Bundeskanzler will<lb/>
Kabinettschef <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> jetzt dem Handelsministerium immer automatisch<lb/>
zuleiten. Vereinbart wurde aber, dass ein Kontaktkomitee, auch zu<lb break="no"/>ständig für bundesweite Finanzierung, beim Bundeskanzleramt dafür zu<lb break="no"/>ständig sei. Wir werden nur uns dieses Kontaktkomitees bedienen<lb/>
und keinesfalls allein die ständig grösser werdenden Beschwerden<lb/>
und Hilferufe zu erledigen versuchen. Erstens fehlt uns dazu die<lb/>
Kompetenz, noch viel wichtiger aber das Geld und zu dem Zweck<lb/>
wurde eben das Kontaktkomitee auch gegründet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_34">Das Rohstoffkonzept, teilt SChef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> mit, wird bis September<lb/>
der Entwurf fertig und dann die Endredaktion im Dezember erfolgen.<lb/>
Die internationale Situation, die Lagerstättenuntersuchung<lb/>
in Österreich und der Sekundärkreislauf werden genau dargestellt.<lb/>
Auf Grund des Lagerstättengesetzes wird jetzt durch ein Verwaltungs<lb break="no"/>übereinkommen mit dem Wissenschaftsministerium für 45 Mio Schilling<lb/>
Aufträge vergeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_35">Bezüglich der Revision des Energieplanes, der ebenfalls spätestens<lb/>
im Herbst vorliegen sollte, ersucht mich <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs>, ich soll wegen der<lb/>
Elektrizitätskoordinierung mit <rs type="person" ref="#per__112014">Erbacher</rs> und bezüglich Öl und Gas mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_36">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107956">SATZINGER</rs>: Bitte erkundige Dich, wie die Situation<lb/>
dort steht. Mit beiden Generaldirektoren mich sofort telefonisch<lb/>
verbinden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-29_37">Wir vereinbaren, dass für die Pressefrühstückstagesordnung<lb/>
spätestens am Freitag der vorhergehenden Woche die Programmpunkte<lb/>
festgelegt sein sollten. Die Sektionen müssen sich mehr um dieses<lb/>
Pressefrühstück bemühen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Hadwiger, Herbert</persName>
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               <occupation>GD Hirtenberger AG</occupation>
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               <persName type="label">Wanke, Otto</persName>
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               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Frank</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
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               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Steiner, Robert</persName>
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               <persName><surname>Böck</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Vizepräs. Kammer d. Wirtschaftstreuhänder</occupation>
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               <persName><surname>Grümm</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>wiss.-techn. GF Öst. Studienges. f. Atomenergie</occupation>
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               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>GD ÖMV</occupation>
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               <persName type="label">Burkert, Franz</persName>
               <persName><surname>Burkert</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>Präs. Kammer d. Wirtschaftstreuhänder</occupation>
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               <occupation>GS Präs.konf. LWK AR Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Pfaffenberger, Gottfried</persName>
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               <occupation>Gould &amp; Cargill</occupation>
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               <persName type="label">Pleschiutschnig, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Pleschiutschnig</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Kabinett Staribacher</occupation>
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               <persName type="label">Bruckner, Winfried</persName>
               <persName><surname>Bruckner</surname><forename>Winfried</forename></persName>
               <occupation>Redakteur ÖGB-Zeitschrift "Solidarität"</occupation>
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               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Seefranz, Eberhard</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
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