<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="staribacher__19780612.xml" prev="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19780609.xml" next="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19780613.xml" xml:base="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title type="main">Montag, der 12. Juni 1978</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
            <respStmt>
               <resp>Conversion to TEI</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Digitisation, OCR correction and named entities tagging</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
            <availability>
               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band43_1978-06-12</idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date when="1978-06-12">Montag, 12. Juni 1978</date>
         </creation>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change type="creation" when="2017-06-07">exported as basic TEI from corrected tesseract output.</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">cleaned automatic tesseract-export by cleanExport.xsl script</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">moved first pb element out of attachment divs by cleanExport-patch2.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-11" who="acdh:ds">find and note personalAgenda as a subtype cleanExport-patch.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-19" who="acdh:ds">whitespace in paragraphs, lb and pb fixes by cleanExport-patch3.xsl</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
   <text>
      <body>
         <pb n="43-0662" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-12_0662.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="entry">
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_01">Montag, 12. Juni 1978<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_02">Im Jour-fixe mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> allein besprach ich die Möglichkeit<lb/>
einer gemeinsamen Formulierung zu einer Entschliessung bezüg<lb break="no"/>lich der Kernkraft. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> bestätigte mit nur, dass die Formu<lb break="no"/>lierung kein Problem wäre, wenn tatsächlich die ÖVP einen ge<lb break="no"/>meinsamen Weg suchen wolle. Die derzeitigen Verhandlungspartner<lb/>
aber haben dazu weder die Absicht noch die Ermächtigung. Klub<lb break="no"/>obmann <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> hat in letzter Zeit auch immer mehr herausgestrichen,<lb/>
dass die ÖVP im Frühjahr 1977 ein Anbot einer gemeinsamen Ener<lb break="no"/>giepolitik gemacht hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> auf Drängen<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> Gespräche mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> gesucht, dieser hat damals<lb/>
aber strikt und schroff abgelehnt und gemeint, dies müsse man<lb/>
im Parlament dann entscheiden.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_03">Die Handelskammer hat wegen des Ölabgabegesetz grösste Bedenken<lb/>
wegen der Intervention der Amerikaner. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> zog dazu noch Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114914">Schwarz</rs> bei, der die Meinung vertrat, dass es auf alle Fälle GATT-<lb/>
widrig ist, was Österreich jetzt im Nationalrat beschliessen will.<lb/>
Die Retorsionsmassnahmen werden von den Japanern nicht nur auf dem<lb/>
Lebensmittelsektor, Käse usw., bestehen, sondern auch auf Ski, Skischuhe<lb/>
und vielleicht auch Stahlprodukte. Insgesamt werden davon Exporte<lb/>
in einem Ausmass von 600 Mio Schilling betroffen sein. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hat<lb/>
angeordnet, dass nicht nur an den Finanzminister sofort ein – wie er sich<lb/>
ausdrückt – grosser Brief, d.h. mit Unterschrift <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>/<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ge<lb break="no"/>schrieben wird, sondern dass auch über die ÖVP im Unterausschuss<lb/>
für diese Frage entsprechende Fachleute gehört werden. Ich ver<lb break="no"/>wies auf die Äusserungen von MR <rs type="person" ref="#per__97715">Manhart</rs> und <rs type="person" ref="#per__114661">Palisek</rs>, die beide<lb/>
die GATT-Widrigkeit ganz entschieden bestreiten, <rs type="person" ref="#per__114914">Schwarz</rs> dagegen<lb/>
verwies auf MR <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs> vom Handelsministerium, der wieder die<lb/>
GATT-Bedenken der Handelskammer teilt. Einmal mehr erklärte ich,<lb/>
dass der Fehler darin liegt, dass die Landwirtschaft eine grosse<lb/>
Lösung anstrebte resp. mit Gewalt durchdrücken will. Meine Konzep<lb break="no"/>tion war immer, kleine Schritte durch systematische Aufstockung<lb/>
des Raps-Anbaues vorerst ohne Stützung auf Kosten der Fettindustrie<lb/>
zu gehen. Diese wäre bereit gewesen, anstelle 7.000 Tonnen sicher<lb break="no"/>lich die doppelte Menge auch noch aufzukaufen und verarbeiten zu<lb/>
lassen. Jetzt ist mit der grossen Lösung, die die Landwirtschaft<lb/>
mit Gewalt durchziehen will, in meinen Augen sehr viel verdorben<lb/>
worden. Dies gilt sowohl hinsichtlich der inneren österreichischen<lb/>
<pb n="43-0663" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-12_0663.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Lösung, Kampf der Auffanggesellschaft oder Olioprot, als auch<lb/>
der äusserlichen Retorsionsmassnahmen der Amerikaner.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_04">Die Handelskammer befürchtet dass im Kreditwesensgesetz – auch<lb/>
hier wurde im Parlament ein Unterausschuss gebildet – die Abgrenzung<lb/>
zwischen der gewerblichen Aktivität BÜRGES und den Banken, zum<lb/>
Nachteil jener beschlossen wird. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ersuchte mich deshalb,<lb/>
wir sollten, wenn der Unterausschuss entsprechend Experten hört,<lb/>
vom Handelsministerium SChef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> schicken. Genüsslich konnte<lb/>
ich ihm sagen, dass <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> von ihnen jetzt auch als der beste<lb/>
Fachmann anerkannt wird, was er bestätigt.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Bitte sich mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ins Einvernehmen setzen,<lb/>
damit Du erfährst, was er will.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_06">Landesrat <rs type="person" ref="#per__114522">Schneider</rs> soll über die Handelskammer einen Orden bekommen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ersucht, seine beiden Tätigkeiten zu berücksichtigen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Bitte erkundige Dich, welchen er bekommen kann.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_08"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> urgierte neuerdings das Mühlengesetz und war sehr froh zu<lb/>
erfahren, dass es noch zeitgerecht im Nationalrat eingebracht wird.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_09">Meine Information über die Studie von <rs type="person" ref="#per__114615">Kuntscher</rs>, Sozialbilanzen,<lb/>
nahm er zur Kenntnis und ersuchte nur, die Unterlagen so schnell als<lb/>
möglich zugestellt zu bekommen. Sozialminister <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs> hat<lb/>
jetzt in einer Verhandlung mit der Handelskammer festgehalten, dass<lb/>
in Hinkunft auch freiwillige Sozialleistungen einer arbeitsrechtlichen<lb/>
richterlichen Überprüfung unterzogen werden könne, wenn der Unter<lb break="no"/>nehmer sie einstellen möchte. Dies bedeutet nach seiner Auffassung,<lb/>
dass die Entscheidungsfreiheit der Unternehmer noch mehr einge<lb break="no"/>schränkt wird. Die Handelskammer möchte natürlich die Aktionsfreiheit<lb/>
des Unternehmens weitgehend bejahen und die Gewerkschaften möchten<lb/>
so weit wie möglich nur mit ihnen vereinbarte soziale Leistungen.<lb/>
Ihre Politik ist bezüglich der sozialen zusätzlichen Leistungen<lb/>
derselbe Standpunkt wie bei den Löhnen. Schon aus Selbsterhaltungs<lb break="no"/>trieb muss sie Vereinbarungen bejahen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_10"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> nahm zur Kenntnis, dass das Institut für Gewerbeforschung<lb/>
voriges Jahr 940.000 Schilling bekommen hat und dieses Jahr schon<lb/>
<pb n="43-0664" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-12_0664.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>300.000 und wahrscheinlich sogar noch eine Ergänzung mit 700.000.–<lb/>
Ein grösserer Betrag kommt nicht in Frage.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_11"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> möchte beim Mittagessen für Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs>, DDR,<lb/>
dabei sein. Ich verlangte von ihm, dass bei der Gemischten Kommis<lb break="no"/>sion in Moskau unbedingt entweder <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, der allerdings die Klub<lb break="no"/>obmänner nach Südamerika begleitet, oder er selbst dabei ist.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> meint auch, man müsste unbedingt Anfang September die<lb/>
beabsichtigte Asientour – Japan, Südkorea, Philippinen und<lb/>
Singapur – machen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Lass für diese Staaten ein kurzes Programm<lb/>
zusammenstellen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_13"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hat mich nachher angerufen, um mir mitzuteilen, dass er<lb/>
mit Minister <rs type="person" ref="#per__110926">Saghy</rs> von Ungarn vereinbart hat, dass die Handels<lb break="no"/>kammer eine Koordinationsstelle für die Hotelneubauten und sonstige<lb/>
Infrastrukturbauten auf Grund des 300 Mio Dollar Kreditvertrages<lb/>
errichten wird. Diese Mitteilung war allerdings nur der Aufhänger,<lb/>
mich neuerdings zu ersuchen, für den Gastwirt in <choice><choice><sic>Mayerhofen</sic><corr>Mayrhof?</corr></choice></choice> das<lb/>
Staatswappen zu verleihen. Angeblich hat ihm das Handelsministerium<lb/>
empfohlen, das Ansuchen zurückzuziehen. Da es mir vollkommen egal<lb/>
ist, wer, wenn er einigermassen den gesetzlichen Richtlinien ent<lb break="no"/>spricht, die Führung zum Staatswappen bekommt, habe ich ihm zugesagt,<lb/>
ich werde versuchen mit der Arbeiterkammer zu einer Lösung zu<lb/>
kommen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Sprich bitte neuerdings mit der Arbeiterkammer.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_15">Beim Journalistenfrühstück hatte <rs type="person" ref="#per__114921">Jakadofsky</rs> die Verordnungen über<lb/>
die Kennzeichnung mit 1. Juli bei Importen, wie chemische Konsum<lb break="no"/>güter, Schuhe, Textilien usw. vorgestellt. Ich unterstrich neuer<lb break="no"/>dings und ganz besonders, dass es sich hier nicht um ein Handels<lb break="no"/>hemmnis handelt, sondern um die Gleichziehung der <choice><choice><sic>Importwar</sic><corr>Importwaren?</corr></choice></choice> mit<lb/>
der österreichischen Produktion.<lb/>
</p>
            <pb n="43-0665" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-12_0665.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_16">Geschäftsführer <rs type="person" ref="#per__113825">Steyrer</rs> von der BÜRGES berichtete über die gute<lb/>
Entwicklung, insbesondere verstärkten Anträge. Im Waschzettel<lb/>
war ein grober Fehler, man behauptete, dass die Stammaktion auf<lb/>
1 Mio. Schilling erhöht wurde. Wenn ich dies nicht gelesen und<lb/>
entdeckt hätte, hätten wir eine solche falsche Information herausge<lb break="no"/>geben.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Das darf doch nicht passieren.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_18">Presse und der ORF interessierte sich, wie es mit der unlauteren<lb/>
Wettbewerbsnovelle weitergeht. Hier steckt es daran, dass die<lb/>
Interessensvertretungen Klagelegitimation nicht mehr für die<lb/>
Täuschung, sondern auch Generalklausel, d.h. die Sittenwidrigkeit<lb/>
wünschen. Ausserdem ist das Problem der Berichtigungen bei elektri<lb break="no"/>schen Medien, also z.B. Fernsehwerbung, bei Verurteilung schwer zu<lb/>
definieren. Bezüglich der Frage amtliche Preisregelung für Frucht<lb break="no"/>säfte ergibt sich, wie ich zugeben musste, eine schwierige Verwal<lb break="no"/>tungsüberprüfungsarbeit. Die Feststellung des betriebswirtschaftlich<lb/>
notwendigen Preises ist äusserst umfangreich, kompliziert und wie<lb/>
ich eigentlich hoffte, aber nicht sagen durfte, nur eine Rute<lb/>
im Fenster. Ich hatte angenommen, dass wenn die Unternehmer dieses<lb/>
umfangreiche Material zusammenstellen müssen, sie auf eine Preis<lb break="no"/>erhöhung verzichten resp. sie wieder zurücknehmen resp. sich mit<lb/>
der Paritätischen Kommission, Preisunterausschuss, versuchen zu<lb/>
einigen. Die vier Firmen haben dies aber abgelehnt und deshalb<lb/>
müssen wir jetzt dieses Verfahren abwickeln. Für mich ist es<lb/>
wenigstens ein Experiment, ob wir überhaupt dabei auf ein positive<lb/>
Ergebnis kommen, ich würde sagen, eher nein.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>: Wichtig ist nur, die Interessensvertretungen<lb/>
soweit wie möglich einzuschalten.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_20">Die Betriebsratsmitglieder vom Werk Judenburg, Federnerzeugung,<lb/>
wollten auf Grund der Aussenhandelsstatistik die Importfirmen.<lb/>
Damit hofften sie die Adressen zu bekommen, damit sie ihre Vertreter<lb/>
hinschicken könne, um österreichische Waren anzubieten. Abgesehen<lb/>
davon, dass sie ja mit den Importfirmen noch lange nicht die<lb/>
Abnehmer in Österreich wirklich haben, verbietet das Statistik<lb break="no"/>gesetz ausdrücklich, dass das Material herausgegeben wird. Die<lb/>
Betriebsräte möchten auch, dass das Werk 25 Mio. Schilling investiert<lb/>
<pb n="43-0666" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-12_0666.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>damit sie Schraubenfedern erzeugen können, die jetzt bei PKWs<lb/>
gebraucht werden. Die Bundesbahn importiert alle Schraubenfedern,<lb/>
weil derzeit 40 mm ⌀ gar nicht hergestellt werden können. 1972<lb/>
hatte das Werk Untersuchungen angestellt, wie sie anstelle von<lb/>
Blattfedern Parabelfedern mit Stabilisatoren herstellen können.<lb/>
Jetzt sei diese Ware gefragt, aber auch Judenburg könnte nichts davon<lb/>
erzeugen. SChef <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> wird mit ihnen ständig Kontakt halten und nach<lb/>
Einlangen von Unterlagen, die sie versprochen haben, mit dem Fachver<lb break="no"/>band resp. Abnehmern Kontakt aufnehmen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte auch die ÖIAG davon verständigen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_22">Im Wiener Vorstand und dann im Ausschuss wurde über die Aktionen<lb/>
für die Gemeinderatswahlen 1978 von <rs type="person" ref="#per__109818">Edlinger</rs> berichtet. Der Papier<lb break="no"/>krieg läuft auf vollen Touren. Die zugewiesenen Anträge des Landes<lb break="no"/>parteitages, insbesondere von der Jungen Generation und SJ, wurde<lb/>
meistens, nachdem die zuständigen Minister entsprechende Stellung<lb break="no"/>nahmen dazu abgegeben haben, in dessen Sinne entschieden. Im Wiener<lb/>
Ausschuss hielt dann <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> ein kurzes politisches Referat und ver<lb break="no"/>wies insbesondere auf die Strafrechtsänderungsdiskussion, bedingte<lb/>
Freilassung von Verurteilten usw. Bis 1960 war dies einer weisungs<lb break="no"/>gebundenen Kommission bestehend aus Gefängnisdirektor, Richter und<lb/>
Staatsanwalt vorbehalten. Dann wurde ein Richterkollegium einge<lb break="no"/>setzt, welches weisungsunabhängig ist. In der Diskussion über dieses<lb/>
Problem wurde insbesondere LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__114936">Hartl</rs> hart kritisiert, weil er<lb/>
ausserhalb der Partei dieses Problem nicht nur angeschnitten hat,<lb/>
sondern damit auch <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> in seinem Reformbestreben in den Rücken<lb/>
fällt. Diesen Standpunkt vertrat insbesondere die SJ, Junge Gene<lb break="no"/>ration und Studenten. Hätte <rs type="person" ref="#per__114936">Hartl</rs> innerhalb der Partei diese Frage<lb/>
aufgerollt, wären wahrscheinlich die meisten der anderen, die<lb/>
schwiegen, aber auch die, die ihm zustimmten, 100%ig auf seiner<lb/>
Seite gewesen. So aber zeigte sich einmal mehr die Disziplin<lb/>
in dieser Partei. Alle, die sich nämlich in der Diskussion zu Wort<lb/>
meldeten, bestätigten, dass eine grosse Unruhe in der Bevölkerung<lb/>
herrscht, <rs type="person" ref="#per__109961">Staberl</rs> in der Kronen-Zeitung nützt sie auch redlich aus,<lb/>
doch dürfe man auch in einem solchen Fall eine öffentliche Polemik<lb/>
beginnen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_23">Ein zweites Problem, das <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> anschnitt, war das Kernkraftwerk.<lb/>
</p>
            <pb n="43-0667" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-12_0667.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_24">Er hätte mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> am Sonntag noch darüber gesprochen und<lb/>
festgestellt, dass konkrete Inbetriebnahme eine Regierungsange<lb break="no"/>legenheit sei, aber auf alle Fälle im Parlament ein Grundsatzbe<lb break="no"/>schluss über die Kernkraft gefasst werden muss. Es geht nach Meinung<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky's</rs> nicht an, dass die Industriellenvereinigung und die Handels<lb break="no"/>kammer im kleineren Kreis und Gespräch immer wieder darauf verweisen,<lb/>
wie notwendig das Kernkraftwerk ist und auf der anderen Seite die<lb/>
ÖVP sich davon distanzieren möchte. Voraussetzung für die Inbe<lb break="no"/>triebnahme sei eben der Nationalratsbeschluss über eine positive<lb/>
Stellungnahme zur Kernenergie. <rs type="person" ref="#per__97786">Nittel</rs> erwähnte in der Diskussion,<lb/>
dass bei einem Bezirksfest in Floridsdorf die Junge Generation<lb/>
wieder durch einen entsprechenden Stand gegen Kernkraftwerk Tullner<lb break="no"/>feld agiert hatte. Da sich niemand anderer meldete, musste auch ich<lb/>
neuerdings feststellen, dass der Parteitag jetzt endgültig ent<lb break="no"/>schieden hat und dass dies jetzt für alle bindend ist. Die Sozialisti<lb break="no"/>sche Jugend Wiens, Obmann <rs type="person" ref="#per__114118">Woller</rs>, hat mir vorher erklärt, dass ob<lb break="no"/>wohl er ein Gegner der Kernkraft ist, jetzt keinerlei Polemik mehr<lb/>
gegen den Beschluss organisiert. Die Junge Generation muss auch<lb/>
den Beschluss des Parteitages respektieren. Allerdings kam der<lb/>
Zwischenruf, dass der Zentralsekretär öffentlich und auch ihnen<lb/>
gegenüber erklärt hat, dass die Diskussion über Kernkraft selbst<lb break="no"/>verständlich weitergeht. Auch das ist ein Phänomen, welches ich<lb/>
in allen Parteien, selbst in unserer beobachten kann. Wenn ein<lb/>
Problem noch nicht gelöst ist, so helfen selbst die grössten Be<lb break="no"/>schlüsse der höchsten Gremien nichts, es geht die Diskussion darüber<lb/>
so lange, bis eben eine Lösung – wie immer diese auch ausfallen möge –<lb/>
die Frage de facto entscheidet.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_25">Der polnische Energieminister <rs type="person" ref="#per__114937">Szozda</rs> kam so verspätet, dass ich auch<lb/>
dann abends beim Heurigen Gelegenheit hatte, mit <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> die Import<lb break="no"/>situation im Einzelnen noch einmal durchzubesprechen. Derzeit haben<lb/>
wir mit Polen einen 100-MW-Hochtarifvertrag, wo wir 196 GWh zu<lb/>
einem Preis von 36 Groschen kaufen können. Die Tschechen liefern<lb/>
uns Niedertarif ebenfalls 100 MW und 60 GWh mit 24 Groschen. Da<lb break="no"/>durch ergibt sich ein äusserst günstiger Mischpreis. Die 400 MW,<lb/>
die wir ab 1983 beziehen sollen, würden jetzt 29 Groschen kosten. Die<lb/>
75, 27 Groschen sind durch die Gleitung bis jetzt um 2 Groschen<lb/>
teurer geworden. Selbst wenn der Preis noch entsprechend steigt,<lb/>
wird diese Lieferung äusserst günstig sein. Die Polen werden weitere<lb/>
<pb n="43-0668" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-12_0668.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Wünsche äussern zu den 400 noch 1.200 MW zu liefern. Die Verbund<lb break="no"/>gesellschaft kann nach ihren Plänen höchstens 500 MW Ende der<lb/>
80er Jahre übernehmen. Wenn wir sicher wüssten, dass die Polen<lb/>
ihre Verträge einhalten können und wenn wir unsere Stromversorgung<lb/>
nicht nur auf Importe aufbauen könnten, wären Strombezüge idealer<lb/>
als wie teure Produktion in den eigenen Kraftwerken. Dies gilt<lb/>
ganz besonders für die Grundlast, eventuell noch für die Trapez<lb break="no"/>lieferung. Wirklich interessant ist wahrscheinlich nur die Erzeugungs<lb break="no"/>möglichkeit von Spitzenstrom, da dieser kurzfristig eingesetzt werden<lb/>
muss. Da wir bei unserem Ausbau der Speicherkraftwerke grosse<lb/>
Kapitalbedürfnisse haben, hofft <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs>, dass es ihm gelingt,<lb/>
mit EVS, d.h. den Schwaben, ein Arrangement zu erreichen. Wir<lb/>
würden von ihnen für ca 4 Mia Schilling Beteiligungen am Ziller<lb break="no"/>gründl bekommen, die wir in Form von Stromlieferungen dann zurück<lb break="no"/>zahlen. Auch heute sind wir nicht imstande, genauso wie vor<lb/>
50 Jahren die E-Werke, das Kapital für den Ausbau allein aufzubringen.<lb/>
Wir müssen deshalb unsere wertvollen Wasserreserven zumindestens<lb/>
vorübergehend den Deutschen zur Verfügung stellen. Da sich jetzt<lb/>
immer mehr herausstellt, wie sehr wir bezüglich der Grundlastproduk<lb break="no"/>tion mit Kernkraft falsch, d.h. teuer liegen, gewinnt meine ursprüng<lb break="no"/>liche Konzeption, wir sollen Spitzenstrom erzeugen und dann gegen<lb/>
Grundlast abtauschen, immer mehr an Bedeutung. Wenn auch derzeit die<lb/>
Spitzenproduktionskosten sehr hoch liegen, wird es dort trotzdem<lb/>
eine bessere kostengünstigere Lösung geben als bei den komplizierten,<lb/>
jetzt fast unlösbar scheinenden Kernkraftwerken. Niemand hat aller<lb break="no"/>dings, als er die Kernkraft forciert hat, daran gedacht, welche<lb/>
Schwierigkeiten mit der Lagerung entstehen werden. Noch immer bin<lb/>
ich der Meinung, dass wenn die Bevölkerung erfahren wird, dass uns<lb/>
der good will, ob in Iran oder in Ägypten fast eine Milliarde<lb/>
Schilling kostet, nicht zuletzt durch die Massenmedien, ein Aufschrei<lb/>
durch die Lande gehen wird. In diesem Fall hoffe ich, dass dann die<lb/>
Reaktion einiger vernünftiger Gemeinden die sein wird, da ist es ja<lb/>
besser, wir lagern uns die abgebrannten Brennelemente, bis sie ent<lb break="no"/>weder die Amerikaner übernehmen, oder eine internationale europäische<lb/>
Lösung zumindestens gefunden ist. Einmal mehr wurde mir bestätigt,<lb/>
dass wir nur von Sachzwängen getrieben und gedrängt immer Schritt<lb/>
für Schritt beschliessen müssen, ohne wirklich Alternativen bis in<lb/>
die letzte Konsequenz durchgedacht zu haben. Im Nachhinein kann man<lb/>
leicht klüger sein. Der Abend ist immer weiser als der Morgen. Immer<lb/>
mehr systematische Analysen, mehr durchdenken der Probleme wäre drin<lb break="no"/>gend notwendig.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-12_26"/>
         </div>
      <div type="back"><pb n="43_0661_01" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-12_0661-01.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 12.6.1978</head>
         </div>
         <pb n="43_0661_02" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-12_0661-02.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
         </div>
      </div></body>
      <back><listPerson><person xml:id="per__97893">
               <persName type="label">Sallinger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Sallinger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114661">
               <persName type="label">Palisek, Alfred</persName>
               <persName><surname>Palisek</surname><forename>Alfred</forename></persName>
               <occupation>Beamter FM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98003">
               <persName type="label">Taus, Josef</persName>
               <persName><surname>Taus</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118756265</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__114921">
               <persName type="label">Jakadofsky, Erich</persName>
               <persName><surname>Jakadofsky</surname><forename>Erich</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM, Patentamt</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97819">
               <persName type="label">Pleschiutschnig, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Pleschiutschnig</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Kabinett Staribacher</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97786">
               <persName type="label">Nittel, Heinz</persName>
               <persName><surname>Nittel</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/124729509</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__110926">
               <persName type="label">Sághy, Vilmos</persName>
               <persName><surname>Sághy</surname><forename>Vilmos</forename></persName>
               <occupation>ung. Binnenhandelsminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__111325">
               <persName type="label">Mock, Alois</persName>
               <persName><surname>Mock</surname><forename>Alois</forename></persName>
               <occupation>Abg. z. NR, Klubobmann, ÖVP</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114522">
               <persName type="label">Schneider, Karl</persName>
               <persName><surname>Schneider</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>nö. LR f. Wirtschaft u. Fremdenverkehr, ÖVP</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97584">
               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97715">
               <persName type="label">Manhart, Franz</persName>
               <persName><surname>Manhart</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>MR/SC FM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114937">
               <persName type="label">Szozda, Andrzej</persName>
               <persName><surname>Szozda</surname><forename>Andrzej</forename></persName>
               <occupation>poln. Energieminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98063">
               <persName type="label">Weißenberg, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Weißenberg</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Sozialminister</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118806904</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__98053">
               <persName type="label">Wanke, Otto</persName>
               <persName><surname>Wanke</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>SChef HM</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/12195126X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97372">
               <persName type="label">Broda, Christian</persName>
               <persName><surname>Broda</surname><forename>Christian</forename></persName>
               <occupation>Justizminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97343">
               <persName type="label">Beil, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Beil</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>DDR-Außenhandelssts./-min.</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97769">
               <persName type="label">Mussil, Arthur</persName>
               <persName><surname>Mussil</surname><forename>Arthur</forename></persName>
               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114118">
               <persName type="label">Woller, Ernst</persName>
               <persName><surname>Woller</surname><forename>Ernst</forename></persName>
               <occupation>SJ Wien</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__109818">
               <persName type="label">Edlinger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Edlinger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__97333">
               <persName type="label">Bandhauer, Herbert</persName>
               <persName><surname>Bandhauer</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>GD Verbund</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__108746">
               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97488">
               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
               <persName><surname>Gratz</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98075">
               <persName type="label">Willenpart, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Willenpart</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114615">
               <persName type="label">Kuntscher, Helmuth</persName>
               <persName><surname>Kuntscher</surname><forename>Helmuth</forename></persName>
               <occupation>Studienautor "Sozialbilanz des Recycling"</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__109961">
               <persName type="label">Nimmerrichter, Richard</persName>
               <persName><surname>Nimmerrichter</surname><forename>Richard</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__114914">
               <persName type="label">Schwarz, C</persName>
               <persName><surname>Schwarz</surname><forename>C</forename></persName>
               <occupation>HK</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__109811">
               <persName type="label">Burian, Ferdinand</persName>
               <persName><surname>Burian</surname><forename>Ferdinand</forename></persName>
               <occupation>MR, Büro des Bundesministers</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__113825">
               <persName type="label">Steyrer, Josef</persName>
               <persName><surname>Steyrer</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>GF BÜRGES, SPÖ</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114936">
               <persName type="label">Hartl, Rupert</persName>
               <persName><surname>Hartl</surname><forename>Rupert</forename></persName>
               <occupation>oö. LH-Stv., SPÖ</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97668">
               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118566512</idno>
               </person>
            </listPerson></back></text>
</TEI>