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            <title type="main">Donnerstag, der  1. Juni 1978</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-01_02">Die Wiener Rauchfangkehrerinnung mit dem Innungsmeister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114707">Quester</rs> wollten, wie sie mir einleitend erklärten, zum Energie<lb break="no"/>sparen beitragen, indem sie strengere Kontrollen der Grossfeuer<lb break="no"/>anlagen, insbesondere der Kessel verlangt. Dort ist vorgesehen,<lb/>
dass alle 13 Wochen eine Kehrung erfolgt, doch wird dieser Termin<lb/>
von niemandem geprüft. Die Bundesinnung, Bundesinnungsmeister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114708">Reinbacher</rs>, macht ihrer Meinung nach viel zu wenig auf diesem Ge<lb break="no"/>biet. Was allerdings anfangs als so selbstlos ausgesehen hatte,<lb/>
entpuppte sich dann sehr bald als auch in ihrem Interesse liegendes<lb/>
Geschäft. Ölfeuerungsanlagen können nämlich auch von der errich<lb break="no"/>tenden Firma oder auch von einer entsprechenden Fachfirma kontrolliert<lb/>
werden. Im Zuge der Betreuung dieser Grossverbraucheranlagen, aber<lb/>
sicherlich auch von Haushaltsölheizungen würden sie als Rauchfang<lb break="no"/>kehrer, so hoffen sie zumindestens, schön langsam die Firmen<lb/>
verdrängen, ohne dass sie natürlich dies mir gegenüber sagten.<lb/>
Ich gab ihnen unsere Formulierung des Energiesicherungsgesetzes<lb/>
Novellenantrages, wo über die Grossanlagen von Kesselheizungen<lb/>
die Rede ist, zum Studium mit. Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> und die Innungsvertreter<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-01_04">In der Fraktion des Unterausschusses für Kernenergie berichtete<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> aus dem Redaktionskomitee, dass <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> nicht einmal bereit<lb/>
ist, in die gemeinsame Resolution die Negativ-Definition zur<lb/>
Kernenergie zu akzeptieren. Während es Parteibeschlüsse der<lb/>
ÖVP sowie auch der SPÖ gibt, wo positiv zur Kernkraft gestanden<lb/>
wird, war die FPÖ nicht bereit, nicht einmal zu sagen:<lb/>
Der Nationalrat ist zur Kernenergie nicht negativ eingestellt.<lb/>
Das einzige, was sich <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> vorstellen könnte, wäre, dass der<lb/>
Nationalrat erklärt zur Kernenergie offen zu sein. Bezüglich<lb/>
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Lagerung usw. gelöst sind, hätte <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> die phantastische Idee<lb/>
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kleinsten gemeinsamen Nenner zu kommen, doch wurde dieser<lb/>
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gestern nicht durchsetzen konnten, man ihnen aber ein gewisses<lb/>
Entgegenkommen zeigen wollte, vertagte man im Parteivorstand die<lb/>
Entscheidung auf den nächsten Tag, wo auch die Landeshauptleute<lb/>
also das grössere Parteigremium zusammenkommen sollte. Dort wurde<lb/>
bereits eine eigene Entschliessung von <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs>, <rs type="person" ref="#per__111723">Wiesinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__97572">Hubinek</rs><lb/>
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<rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> gerichtet, sondern auch keinerlei Aussagen über Zwenten<lb break="no"/>dorf. Im Unterausschuss gab es deshalb nur eine verhältnismäs<lb break="no"/>sig kurze Diskussion, wo festgestellt wurde, dass eine einver<lb break="no"/>nehmliche Entschliessung nicht möglich ist, <rs type="person" ref="#per__97444">Heinz Fischer</rs><lb/>
versuchte sehr geschickt, die ÖVP einzufangen, ob sie auf dem<lb/>
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Entschliessungsantrag geben könnte. Dies hat <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> abgelehnt,<lb/>
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müssen dies sowieso allein beschliessen, sie ist dadurch nicht<lb/>
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Wahlpropaganda betreiben. Hier glaube ich aber, irrt sie sich.<lb/>
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bereit, ihr auf diesem Weg zu folgen. Für uns ist es deshalb klar,<lb/>
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wenn man will, der Wirtschaftsbund, der stets eindeutig für die<lb/>
Kernenergie eingetreten ist, konnte sich ebenfalls nicht durch<lb break="no"/>setzen. Dies gibt jetzt eine ganz neue – und ich stehe nicht an<lb/>
zu sagen – verzwickte Situation.<lb/>
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und begründete sie insbesondere damit, dass er auf den Brief<lb/>
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Kernkraftfrage neuerdings distanziert, weshalb auch die ÖVP<lb/>
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eine Gegenpressekonferenz einberufen, wo er die Entwicklung der<lb/>
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Ich wurde natürlich sofort wegen des Briefes gefragt und konnte<lb/>
endlich die Presse und das Fernsehen aufklären, dass es sich bei<lb/>
der Beschlussfassung in der Regierung nicht <choice><choice><sic>im</sic><corr>um</corr></choice></choice> die Genehmigung des<lb/>
Cogema-Vertrages handelte, sondern nur um den Notenwechsel.<lb/>
Selbstverständlich musste ich erklären, dass ich zu den Aussagen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> hundertprozentig stehe, denn die Kosten der Wiederaufbe<lb break="no"/>reitung und der gesamten damit zusammenhängenden Lagerung ist nicht<lb/>
geklärt, genauso wenig wie überhaupt die Frage der Zwischen-, End<lb break="no"/>lagerung oder wie immer man es nennen will. Mehr hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nicht<lb/>
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vorgelegt und <rs type="person" ref="#per__97444">Heinz Fischer</rs> hatte eine gute Gelegenheit zu begründen,<lb/>
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unterbrochen werden müsste. Die ÖVP verlangt eine Sitzungsunter<lb break="no"/>brechung, um dieses Problem mit ihrem Klubobmann besprechen zu<lb/>
können und stimmte dann diesem Verlangen zu. Für den nächsten<lb/>
Handelsausschuss war seinerzeit vorsichtshalber vom Präsidium<lb/>
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Nachmittag heranzuziehen. Da vormittags die Präsidialsitzung<lb/>
ist, genügte <rs type="person" ref="#per__97444">Heinz Fischer</rs> dieser Abstand und es wurde daher<lb/>
der Wunsch der ÖVP akzeptiert. Diese Zeitlösung erscheint mit<lb/>
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mit einer guten Begründung die Fahrt nach Asse absagen, denn<lb/>
auch in ihrem Interesse müsste es liegen, dass anstelle einer<lb/>
Besichtigung es viel wichtiger ist zu versuchen, ob es nicht<lb/>
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muss, kaum mehr grosse Hoffnungen.<lb/>
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weitergeht. Präs. <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> hat ihn besucht und ersucht, er<lb/>
möge doch sehen, dass man so schnell wie möglich in dieser<lb/>
wichtigen Frage auch zu einer Lösung kommt. Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>,<lb/>
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denkbar schlecht ist. Das vom ehemaligen Landwirtschaftsminister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> akzeptierte Kalkulationsschema gibt eine Erhöhungsbegründung<lb/>
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habe, von dieser Schemaberechnung nicht ausgehen. Die Bauern haben<lb/>
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will, am 1. Juli der neue Preis in Kraft treten sollte, sofort<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> besprechen, wie es eigentlich jetzt weitergehen<lb/>
soll. Da ich überzeugt bin, dass die Bauern so wie auch in den<lb/>
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der neue Milchpreis steht, denn nur so kann er die neue Milch<lb break="no"/>regelung überdecken, die natürlich für den Bauern ansonsten eine<lb/>
kleine Einkommenseinbusse bringt.<lb/>
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die Bedeckung vorstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-01_09">Die ÖFVW hat eine grosse Anzahl von deutschen Medienvertretern<lb/>
mit dm Wiener Fremdenverkehrsreferenten Dr. <rs type="person" ref="#per__114709">Krebs</rs> gemeinsam<lb/>
eingeladen. Mit diesem, Komm.Rat <rs type="person" ref="#per__109291">Scheiner</rs>, Obmann der Fremden<lb break="no"/><pb n="43-0618" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band43/43_1978-06-01_0618.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>verkehrssektion, und dem Syndikus <rs type="person" ref="#per__114586">Zedek</rs>, hielten wir eine<lb/>
Pressekonferenz im Palais Schwarzenberg zu einer Wiener Jause,<lb/>
wenn man so sagen darf. Nach 5/4<add>[?]</add> Stunden musste ich dann,<lb/>
nachdem auch wirklich keine Frage mehr war und ich den Reportern<lb/>
mit dem Wiener Schmäh sozusagen versucht habe, nicht nur die<lb/>
Lage zu erklären, sondern auch sie zu bitten, dass sie uns unter<lb break="no"/>stützen, dass mehr deutsche Gäste nach Österreich kommen, zur<lb/>
Eröffnung der Antiquitätenmesse weggehen. Ich war nicht wenig<lb/>
überrascht, als mir 4 Reporter mit ihren Aufnahmegeräten nach<lb break="no"/>liefen und erklärten, sie hätten die Zusage von der ÖFVW, dass<lb/>
ich ihnen jetzt jedem einzelnen für Interviews zur Verfügung<lb/>
stehe. Natürlich konnte ich mich dem nicht entziehen. Die Inter<lb break="no"/>views dauerten verhältnismässig sehr lange, waren sicherlich sehr<lb/>
wichtig und ich beantwortete die Fragen natürlich sehr eingehend.<lb/>
Einer dieser Reporter meinte dann noch zum Schluss, als er sein<lb/>
Gerät draussen überprüfte, als ich dann wegraste, die Aufnahme<lb/>
sei in die Binsen gegangen, denn sein Gerät sei kaputt gewesen.<lb/>
In Hinkunft muss entsprechend vorgesorgt werden, dass ich Zeit<lb/>
genug habe, mit den Reportern zu reden, nötigenfalls zu einem<lb/>
anderen Termin.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-01_11">Bei der Antiquitätenmesse stehen und warten immer hunderte<lb/>
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werden. Da bei der Eröffnung kein Eintrittspreis zu bezahlen<lb/>
ist, ist natürlich der Andrang besonders gross. Wie mir die<lb/>
Aussteller-Vertreter erklärten, hätten sie sowieso sehr lange<lb/>
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Ansprache betraut. Zum Glück kam ich dann doch noch wenigstens<lb/>
so rechtzeitig, dass ich vor Ende dieser Ansprache anwesend war<lb/>
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angenehm empfunden wurde, obwohl ich damit, war ich fest über<lb break="no"/>zeugt, mein Zuspätkommen nicht ausbügeln konnte. Ich lasse<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-01_12">Die Antiquitätenmesse selbst vergrössert sich ständig, als<lb/>
ich vor Jahren das erste Mal diese österreichische oder zumindest<lb/>
Wiener Novität aus der Taufe hob, hatten die damaligen Veran<lb break="no"/>stalter nicht annähernd geglaubt, dass es eine solche Entwicklung<lb/>
nehmen wird. Jetzt beabsichtigt man sogar, auch im Herbst eine Anti<lb break="no"/>quitätenmesse in Wien zu starten. Nicht nur, dass sich der Aus<lb break="no"/>stellungsraum verdoppelt hat, verdoppelt sich dann auch pro Jahr<lb/>
die Antiquitätenmesse als solche. Eine beachtliche Leistung, ein<lb/>
Zeichen, wie sehr, obwohl das Frühjahrsgeschäft durch die 30 %-ige<lb/>
Luxus-Mehrwertsteuer einen entsprechenden Rückschlag erlitten<lb/>
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Erscheinen diesmal nicht halten. Mir erscheint es aber wichtig,<lb/>
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von diesen nicht in die Öffentlichkeit getragen werden, mir mitge<lb break="no"/>teilt werden müssen. Nur so bin ich imstande, gegebenenfalls, wenn<lb/>
ich keine Gelegenheit habe, zu replizieren, weil meine Vorredner<lb/>
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Zusammenstellung, die diesmal die Abteilung dann im letzten Moment<lb/>
gemacht hat, wäre dies der Fall gewesen. Mein Vorredner hat alle<lb/>
diese Details genau aufgezählt. Ich muss daher die Kollegen im<lb/>
Büro bitten, sich Spezialinformationen zu verschaffen, die eben<lb/>
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genau kennt, schon gebracht werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-06-01_13">Der Wiener Wirtschaftsklub ist in Wirklichkeit ein Pensionisten<lb break="no"/>klub. Vorsitzender NR-Präs. <rs type="person" ref="#per__97845">Probst</rs> konnte dort zwar nicht eine sehr<lb/>
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auch entsprechende Fachleute handelte, gab es zwar eine inter<lb break="no"/>essante, aber für mich nichts Neues bringende Diskussion. <rs type="person" ref="#per__97845">Probst</rs><lb/>
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Rückzugsgefechte geliefert. Alle ihre scheinbare Konzessions<lb break="no"/>bereitschaft, die manchmal insbesondere <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> als ein Ausweg<lb/>
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Ergebnis oder Kompromiss zu kommen, wäre gewesen, dass in dem<lb/>
Unterausschuss schon Leute wie <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> gesessen wären. Die Ent<lb break="no"/>scheidung wurde daher weitestgehend schon im negativen Sinne<lb/>
vorbereitet, als man von der VP die Zusammensetzung des Unter<lb break="no"/>ausschusses so gestaltete, dass entweder prononcierte Gegner<lb/>
wie <rs type="person" ref="#per__97572">Hubinek</rs>, <rs type="person" ref="#per__111723">Wiesinger</rs> ausgenommen wurden oder so Nichtssager<lb/>
wie der Landwirtschaftsvertreter <rs type="person" ref="#per__112981">Hietl</rs>. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> hätte, selbst<lb/>
wenn er tatsächlich eine andere Politik beabsichtigt hat, mit<lb/>
dieser Mannschaft sich innerhalb der ÖVP – wo die Radikalen<lb/>
dann ja wirklich auch die Oberhand gewonnen haben – gar nicht durch<lb break="no"/>setzen können. Wichtig erschien <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> und mir daher jetzt nur<lb/>
eines, und dies ist das Schöne, zumindestens soweit ich mit<lb/>
Materien beschäftigt bin, dass ganz egal, was dabei herauskommt,<lb/>
wir alle wieder wie ein Mann zusammenstehen. Nur so konnten wir bis<lb/>
jetzt unsere Erfolge erringen und wehe uns, wir ändern dieses<lb/>
Verhalten. In der Beziehung hat <rs type="person" ref="#per__97845">Probst</rs> recht, wenn unsere Seite ent<lb break="no"/>sprechend zusammensteht, dann können wir, wenn ich derzeit auch noch<lb/>
nicht weiss wie, die ÖVP auch in dieser Frage bezwingen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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