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            <title type="main">Dienstag, der 30. Mai 1978</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band43_1978-05-30</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_02">Mühlenindustrie, Gewerbe und Lebensmittelgewerkschaftsvertreter<lb/>
ersuchten um eine Unterstützung bei der Novelle des Mühlengesetzes.<lb/>
Die Handelskammer hat mir seinerzeit vorgeschlagen, sie wird eine<lb/>
Punktation liefern, damit das Mühlengesetz novelliert wird. Erster<lb/>
wichtigster Punkt sei die Aufnahme der Verpflichtung der Müller von<lb/>
derzeit 6-Monatsvermahlung Qualitätsweizen auf 8-Monatsvermahlung<lb/>
Qualitätsweizenübernahme im Wirtschaftsjahr 1978/79 und 10-Monatsvermah<lb break="no"/>lung dann im nächsten Jahr. Diese Verpflichtung ist notwendig, um<lb/>
die Qualitätsweizenmengen, die jetzt von der Landwirtschaft produ<lb break="no"/>ziert werden, auch unterzubringen. Zwei Monatsmengen sollten auf<lb/>
alle Fälle für den Normalweizen frei bleiben. Hier wollen die Müller<lb/>
den aberkannten Qualitätsweizen, der natürlich noch immer besser<lb/>
ist als der Normalweizen ist, übernehmen, ausserdem aber doch eine<lb/>
gewisse kleberarme Menge für die Kekserzeugung. Ein weiterer<lb/>
wichtiger Punkt war, dass ausser Weizenexport in Hinkunft auch Mehl<lb break="no"/>export gleich behandelt werden soll, sofern die Stützung dafür aus<lb break="no"/>reicht. Interessanterweise glaubt man jetzt, eine solche Möglichkeit<lb/>
zu haben. Als wir vor langer Zeit das Mühlengesetz geschaffen haben,<lb/>
war an eine solche Möglichkeit überhaupt nicht gedacht. Gleichzeitig<lb/>
möchten die Müller auch Mittel des Mühlenausgleichsfonds für Werbe<lb break="no"/>zwecke einsetzen. Sie beschwerten sich bitter bei mir, dass in<lb/>
Österreich z.B. alle Diäten, u.a. auch die Riegler-Diät propa<lb break="no"/>giert werden können, die bekanntlicherweise fast alles erlaubt nur<lb/>
nicht die Mehlprodukte, ohne dass dagegen wie in der Schweiz eine<lb/>
Gegenpropaganda gestartet wird. In der Schweiz hat man sofort erklärt,<lb/>
dass dies gesundheitsschädlich ist und zwar mit Mitteln und wissen<lb break="no"/>schaftlich einwandfreien Erkenntnissen, die die Müller und Broterzeuger<lb/>
zur Verfügung stellen. Da der Mühlenfonds jetzt 80 Mill. S angespart<lb/>
hat, <choice><choice><sic>sollt</sic><corr>sollte? soll?</corr></choice></choice> ein Teil dieser Mittel für solche Aktionen verwendet werden<lb/>
dürfen. Interessanterweise lassen sich jetzt verhältnismässig wenig<lb/>
Mühlen stillegen, sodass diese grosse Summe sich jetzt gebildet hat.<lb/>
Ich ersuchte Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und ganz besonders Min.Rat <rs type="person" ref="#per__111722">Kinscher</rs>,<lb/>
der die Mühlenfrage seit Jahrzehnten im Handelsministerium behandelt,<lb/>
unverzüglich die Verhandlungen mit den Sozialpartnern und beteiligten<lb/>
Ministerien aufzunehmen. Tatsächlich gelang es noch am selben Tag<lb/>
mit allen Beteiligten, eine Formulierung zu finden, der zugestimmt<lb/>
wurde. Fernschriftlich ging es in die Landesregierung und anderen<lb/>
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Ministerrat diesen Entwurf beschliessen können, am nächsten Tag<lb/>
ins Parlament in die Einlaufsitzung und in der nächsten Plenarsitzung<lb/>
am übernächsten Tag dann dem Handelsausschuss zugeteilt werden kann.<lb/>
Dadurch wird eine Beschlussfassung noch vor Anfang Juli möglich<lb/>
sein. Damit steht auch einer Lösung des Qualitätsweizenanbaues<lb/>
und Verteilung von Mühlenseite nichts mehr im Wege. Die Überlegungen<lb/>
der Müller, gegebenenfalls einen Initiativantrag im Parlament von<lb/>
den Parteien zu verlangen, lehnte ich ganz entschieden ab. Ich hatte<lb/>
mich seinerzeit bereiterklärt, damit die Wirtschaftsgesetze noch zeitge<lb break="no"/>recht im Mai gleichzeitig beschlossen werden können, auf Regierungs<lb break="no"/>vorlagen zu verzichten, und wurde von Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> in offener<lb/>
Plenumssitzung dann deswegen hart kritisiert. Dies war sicherlich rein<lb break="no"/>ste Demagogie und als nichts anderes gedacht als ein Gag, doch ziehe<lb/>
ich selbstverständlich daraus Konsequenzen. Dies habe ich mit aller<lb/>
Deutlichkeit auch den Müllern gesagt, ich bin überzeugt davon, sie<lb/>
werden es weitererzählen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte auf Jour fixe mit AK und ÖGB setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_04">Dipl.Ing. <rs type="person" ref="#per__114656">Pönisch</rs> von der TKW intervenierte neuerdings wegen des<lb/>
Ausbaues der unteren Salzach. Eine Raumordnungskonferenz im September<lb/>
in der Bundesrepublik in Traunstein soll endgültig die deutsche<lb/>
Zustimmung fixieren. Ein gewisser <choice><choice><sic>Landesrat</sic><corr>Landrat</corr></choice></choice> <rs type="person" ref="#per__114657">Schmucker</rs> hat sich sehr<lb/>
positiv dazu geäussert. Voraussetzung dafür ist, dass das Gesundheits<lb break="no"/>ministerium nicht einen Umweltschutzbescheid bei Borregaard rückgängig<lb/>
macht. Mir ist nicht bekannt, dass derzeit eine solche Absicht besteht.<lb/>
Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__114656">Pönisch</rs> aber dann doch dezidiert, dass wir nicht allein<lb/>
nur auf den Ausbau der Salzach schauen können, sondern als Industrie<lb break="no"/>ministerium auch auf den Weiterbestand der Zellulose- und Papier<lb break="no"/>fabrik Borregaard in Hallein. <rs type="person" ref="#per__111994">Hirsch</rs>, der die Verhandlungen mit <rs type="person" ref="#per__114656">Pönisch</rs><lb/>
im Detail führte, wird sich mit dem Gesundheitsministerium ins Ein<lb break="no"/>vernehmen setzen.<lb/>
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einschalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_06"><rs type="person" ref="#per__114656">Pönisch</rs> beschwerte sich bei mir, dass sein Nachfolger als Fraktions<lb break="no"/>obmann, Dipl.Ing. <rs type="person" ref="#per__114659">Seidl</rs>, jetzt von Dir. <rs type="person" ref="#per__114091">Gmeinhart</rs> nach Kaprun als<lb/>
Lastverteiler versetzt wird. Der dortige jetzige Lastverteiler<lb/>
Fachschulingenieur <rs type="person" ref="#per__114660">Schenz</rs> soll dafür die energiewirtschaftliche<lb/>
Abteilung in Salzburg bekommen. Er verliert den Fraktionsobmann<lb/>
in Salzburg und Dipl.Ing. <rs type="person" ref="#per__114659">Seidl</rs> sei ausserdem höher qualifiziert als<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114660">Schenz</rs> für die Abteilungsleiterstelle. Ich versprach, mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114091">Gmeinhart</rs> darüber zu sprechen. Sofort lehnte ich aber die weitere<lb/>
Forderung ab, dass <rs type="person" ref="#per__114091">Gmeinhart</rs> die Bereitschaftszulagen jetzt kürzt,<lb/>
obwohl sozusagen dies ein jahrzehntelanges Privileg der Belegschaft<lb/>
gewesen ist. Meine Stellungnahme war klipp und klar: Die Lohn-<lb/>
und Gehaltstangente der E-Wirtschaft steigt ständig und ist insbesondere<lb/>
schon derartig hoch, dass alles unternommen werden muss, um sie zu<lb/>
senken. Wenn derzeit keine Bereitschaft geleistet wird, dann können<lb/>
auch nicht die entsprechenden Zulagen bezahlt werden. Ich stehe daher<lb/>
voll und ganz hinter den Entscheidungen von <rs type="person" ref="#per__114091">Gmeinhart</rs>.<lb/>
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bitte soll er sich mit mir ins Einvernehmen setzen.<lb/>
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bei den Auslandsverhandlungen als Experte eingeschaltet wird, sondern<lb/>
dass auch die Länderbank berücksichtigt wird. <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> wird es in<lb/>
Hinkunft übernehmen, dass die vier wichtigsten im Auslandsgeschäft<lb/>
tätigen Banken – CA, Länderbank, Girozentrale und Bawag – von<lb/>
solchen Verhandlungen verständigt werden. Wie weit sie sich<lb/>
dann einschalten, bleibt ihnen überlassen. In die Delegation können<lb/>
sie nicht aufgenommen werden, wie ich eindeutig feststellte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_09">Der Zuckerexporteur <rs type="person" ref="#per__58381">Mauthner</rs> teilte mir mit, dass er mit dem jordani<lb break="no"/>schen Minister of supply wegen Zuckerexporten gesprochen hat. Er<lb/>
sieht keine Möglichkeit, denn die Jordanier kaufen zwar 70.000 t,<lb/>
doch nur bei internationalen Ausschreibungen und dort wird nicht<lb/>
einmal 3.– S pro kg in Papiersäcken erlöst. Da die europäische<lb/>
Gemeinschaft bis zu 6.30 S Exportstützung gibt, kann Österreich<lb/>
damit nicht im Entferntesten konkurrieren. <rs type="person" ref="#per__58381">Mauthner</rs> glaubt aber<lb/>
trotzdem, entsprechende kleine Mengen ständig exportieren zu können,<lb/>
sodass er insgesamt auf 40.000 t Verwertung kommen kann. Mit Herrn<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114658">Kahane</rs> hat er sich für die Zitronensäureproduktion geeinigt. Dieser<lb/>
nimmt 15.000 t Zucker oder 30.000 t Grünsirup ab, wenn die Umstellung<lb/>
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Entwicklungshilfe geliefert werden. Das BKA möchte nur vorher noch<lb/>
die Counterpart-Vereinbarung schliessen. Danach würde wie seinerzeit<lb/>
beim Marshallplan der ägyptische Pfund-Erlös aus dem Zuckergeschenk<lb/>
für Industrieprojekte zur Verfügung stehen. Damit hofft Staatssekr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs> zurecht, dass wir österr. Exporte leichter tätigen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_11">Nach der Unterzeichnung des Handwerksvertrages mit Malaysia durch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs>, aber auch durch den Vertreter des Finanzministeriums<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97715">Manhart</rs>, hatte ich mit diesem und <rs type="person" ref="#per__114661">Palisek</rs> sowie Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> wegen des Einspruches der Amerikaner zu unserer Ölfruchtlösung<lb/>
eine klärende Aussprache. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass<lb/>
1969 ohne die Bürokratie von Seiten der Minister <rs type="person" ref="#per__97634">Klaus</rs>, <rs type="person" ref="#per__97917">Schleinzer</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97749">Mitterer</rs> den Amerikanern Zusagen gemacht wurden, die sicherlich<lb/>
gar nicht notwendig gewesen sind. Die Amerikaner waren damals sehr<lb/>
erfolgreich und es besteht die grosse Gefahr, dass sie jetzt genauso<lb/>
vorgehen werden. Das letzte Mal haben sie nur mit der Aufhebung von GATT-<lb/>
Ermässigungen für landwirtschaftliche Produkte gedroht, diesmal, ist<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> überzeugt, werden sie auch die Stahlpräferenzen sofort kündigen.<lb/>
Die Ausgangslage ist zwar eine andere, da <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs> und auch die<lb/>
Vertreter des Finanzministeriums glauben, dass wir GATT-konform vorgehen,<lb/>
doch teile ich die Meinung <rs type="person" ref="#per__108322">Meisls</rs>, der annimmt, die Amerikaner werden<lb/>
Repressalien auf alle Fälle setzen. Die Amerikaner haben sich gegen<lb/>
eine Ölsaatpolitik der EG erfolgreich gewehrt und können daher aus<lb/>
präjudiziellen Gründen nicht Österreich nachgehen und dadurch anders<lb/>
behandeln. Die Vorgangsweise der Regierung <rs type="person" ref="#per__97634">Klaus</rs> in dieser Frage wird<lb/>
von den Bürokraten natürlich jetzt heftigst kritisiert. Einmal mehr<lb/>
wurde mir bewiesen, dass man eine Bürokratie nicht ausschalten soll.<lb/>
Andererseits wieder haben alle Ministerialvertreter dezidiert erklärt,<lb/>
auch was jetzt Österreich macht, sei letzten Endes eine politische<lb/>
Entscheidung und müsste von den Ministern getroffen werden. Eingeschaltet<lb/>
wollen sie sein, die politische Verantwortung hat natürlich der Mini<lb break="no"/>ster zu tragen. Dies geht so weit, dass Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97715">Manhart</rs> erklärte,<lb/>
wenn die Amerikaner den Text des Abgabengesetzes wünschen, dann wird<lb/>
er vorerst seinen Minister fragen, ob er diesen aushändigen darf.<lb/>
Der Gesetzentwurf liegt aber jetzt schon im Parlament und ist für<lb/>
jedermann zugänglich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_12">Anschliessend an die Sitzung, als die Finanzministeriumsbeamten<lb/>
weg waren, konfrontierte ich <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs> mit einem Brief, der aus<lb break="no"/>drücklich 1969 an ihn gerichtet war und vom seinerzeitigen<lb/>
Sekretär <rs type="person" ref="#per__97749">Mitterers</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__114663">Fischer</rs>, stammt. <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs> bestritt, dass<lb/>
er jemals diesen Brief gesehen hat resp. in dieser Frage einge<lb break="no"/>schaltet war.<lb/>
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von <rs type="person" ref="#per__97819">Pleschiutschnig</rs> nach Vorliegen des Untersuchungsberichtes<lb/>
von unserer Seite die Angelegenheit nicht eskaliert werden soll,<lb/>
sondern womöglich die ganze Frage still bereinigt werden sollte.<lb/>
Ob allerdings die Personalvertretung, insbesondere Ing. <rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs><lb/>
damit einverstanden ist, bleibt abzuwarten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_15">In der Sektionsleitersitzung wurde festgestellt, dass insbesondere<lb/>
die Inlandsreisen um 19 % höher liegen, im Vormonat waren es<lb/>
nur 9 %, als den Monatstangenten entspricht. Bei Auslandsreisen<lb/>
liegen wir um 26 % besser und bei den Repräsentationskosten<lb/>
sogar um 62 %. Inlandsreisen, erklärten die davon am meisten be<lb break="no"/>troffenen Sektionen III und V, können in Durchführung von hoheits<lb break="no"/>rechtlichen Aufgaben wie Betriebsgenehmigungen, Leitungsbau usw.<lb/>
nicht entsprechend eingeschränkt werden. Die Sektionschefs werden<lb/>
sich aber trotzdem um Einschränkungen bemühen, denn die Budgetpost<lb/>
von 902.000 S kann und darf nicht überschritten werden.<lb/>
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Pension. Ursprünglich war die Absicht, die Abteilung aufzulösen,<lb/>
jetzt erscheint es <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> dringendst notwendig, doch eine Aus<lb break="no"/>schreibung zu machen, damit der Stellvertreter von Bodenstein,<lb/>
Frau Min.Rat <rs type="person" ref="#per__114500">Fischer</rs>, für ein weiteres Jahr, dann geht auch sie<lb/>
in Pension, diese Abteilung bekommt. Diese Lösung ist nicht zuletzt<lb/>
auch deshalb notwendig, weil <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> über ständigen Personalverlust<lb/>
klagt, sollte es zu einer intensiveren Kontrolle des Aussenhandels<lb/>
kommen, kann er mit dem reduzierten Personal nichts mehr vornehmen.<lb/>
Jetzt musste er schon den Schrottverband einschalten, um die<lb/>
notwendigen Genehmigungen zu geben.<lb/>
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nicht mehr virementfähig sind. Bis zum 30. April hat die Zentral<lb break="no"/>verwaltung 34,9, das Patentamt 35,3, die Bergbehörde als einzige nur<lb/>
28,4 verbraucht. 34,3 % ist der Durchschnitt und 33 % hätten nur<lb/>
gegeben werden dürfen. Gegenüber dem Vorjahr wurden <choice><choice><sic>zwar</sic><corr>nur?</corr></choice></choice> um 2,2 %<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_18">Der Personalausschuss, die Personalvertretung verlangt auch weiteres<lb/>
Mitwirkungsrecht bei der Aufnahme. Die Personalvertretung will bei<lb/>
mir vorsprechen und an mein gewerkschaftliches Verständnis appellieren.<lb/>
Da die öffentlich Bediensteten gegenüber Arbeitergewerkschaften, ja selbst<lb/>
gegenüber den Angestelltengewerkschaften schon ein wesentlich grösseres<lb/>
Mitbestimmungsrecht haben, die Öffentlich Bediensteten nicht nur durch<lb/>
die Pragmatisierung geschützt sind, sondern auch heute nicht einmal<lb/>
zu Arbeiten herangezogen werden können, wenn sie durch ihre bisherige<lb/>
Tätigkeit nicht entsprechend ausgelastet sind, sehe ich persönlich<lb/>
keine Möglichkeit, diesen Wünschen nachzukommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_19">Min.Rat <rs type="person" ref="#per__114665">Bracher</rs> ist vom Landwirtschaftsministerium in die Staubecken-<lb/>
Kommission entsendet worden. Jetzt wurde er von der Energiesektion<lb/>
in das Patentamt auf seinen Wunsch versetzt und Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> hat<lb/>
sofort Min.Rat <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> dem Landwirtschaftsministerium als neues<lb/>
Staubeckenkommissionsmitglied vorgeschlagen. <rs type="person" ref="#per__114665">Bracher</rs> wird<lb/>
sich deshalb beschweren. Die Entscheidung war aber von <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> gar nicht<lb/>
anders zu treffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_20">Wir vereinbaren, dass ausländische Delegationen, wenn sie von Vizemini<lb break="no"/>stern geführt werden, von Sektionschefs abgeholt werden müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_21"><rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> beschwert sich, dass es nicht möglich ist, für eine Bestands<lb break="no"/>statistik der Elektrizitätswirtschaft den beiden daran beteiligten<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114667">Jäger</rs> 3.000 S und <rs type="person" ref="#per__114668">Österreicher</rs> 5.000 S als Belohnung zu geben. <rs type="person" ref="#per__112949">Kazda</rs><lb/>
hat diesbezüglich mit ihm eine leichte Auseinandersetzung, weil er<lb/>
mit Recht sagt, wenn er mit Belohnungen beginnt, dann bleibt für<lb/>
die Weihnachtsbelohnung nichts übrig.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_22">Die Förderungsrichtlinien bei der Bürges, insbesondere für den<lb/>
Fremdenverkehr, werden von <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> dahingehend novelliert und<lb/>
ausgelegt, dass eine Bettenvermehrung nicht in Frage kommt.<lb/>
In der Bürges wurden die Durchschnittskredite von 1,3 Mio auf<lb/>
1,6 Mio erreicht. Die Aktion läuft gut.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_23"><rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> berichtet über die weitere Vorgangsweise in der Wirtschafts<lb break="no"/>lenkung. Nachdem es gelungen ist, jetzt für Eisenschrott ein eigenes<lb/>
Schrottgesetz zu schaffen, wird jetzt auch Nichteisenmetalle ver<lb break="no"/>sucht zu regeln. Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> möchte bei dem Rohstoffkonzept<lb/>
mit der Industriesektion eng zusammenarbeiten. Ich erkläre, dass<lb/>
es gelungen ist, zwei entscheidende Durchbrüche zu erzielen.<lb/>
Durch die Regelung der Erdölbewirtschaftung und jetzt durch die<lb/>
Schrottlenkung konnten wichtige wirtschaftliche Landesvertei<lb break="no"/>digungsagenden erfüllt werden, ohne dass zusätzliche Bürokraten<lb/>
oder entsprechende Budgetmittel dafür aufgewendet werden mussten.<lb/>
Diese System müssen jetzt auch auf die anderen Gebiete ausge<lb break="no"/>dehnt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_24">Bezüglich der Textilfusion Ost kommt es zu Beschwerden aus Vorarlberg,<lb/>
die Industrie-Sektion wird sie im einzelnen prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_25">Die Patentanwaltskammer hat jetzt eine neue Kampagne gegen das<lb/>
Europäische Patentübereinkommen gestartet. Trotzdem wird versucht<lb/>
mit Jahresende die Ratifizierung im Parlament zu beschliessen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_26">Da nun Dr. <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> aus dem Ministerium ausscheidet, wird es notwendig<lb/>
sein, dass die Pressebetreuung ausser durch den neuen Mann<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114670">Sedlatschek</rs>, der jetzt endlich aufgenommen werden soll, von den<lb/>
einzelnen Sektionen und ganz besonders auch von den einzelnen<lb/>
Büromitgliedern intensiver wahrgenommen wird. <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> wird mit<lb/>
allen guten Wünschen sozusagen verabschiedet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_27">Bei der Schiffstaufe in Korneuburg wurde nicht nur das Schiff durch<lb/>
die imposante In-das Wasser-Gleiten nass, sondern auch die Gäste durch<lb/>
einen ganz schönen Regen. Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs>, aber auch die Schiffs<lb break="no"/>werftdirektoren fürchten, dass es nicht zu einem Abschluss der<lb/>
10 Anschlusschiffe, die beabsichtigt waren, kommen wird. Ich bin<lb/>
in dieser Beziehung weniger beunruhigt, denn die Russen haben, solange<lb/>
ich mich bis jetzt erinnern kann, immer erst im letzten Moment<lb/>
Anschlussaufträge gegeben, diese aber dann immer noch so zeitgerecht,<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_28">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte für Gemischte Kommission Unterlagen<lb/>
von den Schiffswerften dann verlangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band43_1978-05-30_29">Bei der Forumdiskussion von Stadtrat <rs type="person" ref="#per__109290">Mayr</rs> und mir in der Leopold<lb break="no"/>stadt gab es eine einzige Anfrage und Kritik wegen der Stromerzeugung<lb/>
aus Kernenergie. Die anderen 4 Diskussionsredner beschäftigten<lb/>
sich mit anderen Wirtschaftsfragen, es gab allein durch meine Methode,<lb/>
das Referat ein bisschen mit Gags aufzulockern und da ich in der<lb/>
Leopoldstadt schon einigermassen bekannt bin, eine ganz gute<lb/>
Stimmung. Politisch, glaube ich, bringt diese Veranstaltungen wenig,<lb/>
denn es sind fast 99 % Genossen. <rs type="person" ref="#per__97926">Schranz</rs> verlangt auch, dass auch<lb/>
immer alle Mandatare der Leopoldstadt bei solchen Veranstaltungen<lb/>
anwesend sind, in Wirklichkeit also ein riesiger Aufwand mit<lb/>
verhältnismässig geringem Erfolg. <rs type="person" ref="#per__97926">Schranz</rs> selbst wird auf unsere<lb/>
Methode durch unpolitische oder zumindestens nicht parteipolitisch<lb/>
gebundene Veranstaltungen zurückgreifen, weil dadurch gerade vielleicht<lb/>
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Wähler erfasst werden. Diese kann man sicherlich nicht mit einer<lb/>
Veranstaltung dann überzeugen, aber durch, wie wir es handhaben,<lb/>
jahrzehntelange Beeinflussung doch zumindestens neutralisieren,<lb/>
vielleicht sogar den einen oder anderen wirklich als Wähler<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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