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            <title type="main">Freitag, der 24. Februar 1978</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_01">Freitag, den 24. Februar 1978<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_02">Bürgermeister <rs type="person" ref="#per__112941">Dreier</rs>, Außerfern, und seine Kollegen überreichten<lb/>
mir die Ehrenpräsidentschaft für das Polarhunde-Schlittenrennen<lb/>
in Tannheim. Jahr für Jahr sagen wir, wir geben keine Subvention<lb/>
mehr, doch bin ich überzeugt, werden wir auch in Hinkunft nicht<lb/>
darüber hinwegkommen, dasselbe gilt für die Schnitzer-Schule<lb/>
Eppingeralp<add>[?]</add>. <rs type="person" ref="#per__112941">Dreier</rs> als der einzige sozialistische Bürgermeister<lb/>
macht für andere Gemeinden beste Propaganda und setzt uns daher<lb/>
mit diesen Aktionen indirekt unter Druck.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte kläre, wie wir aus diesem Dilemma<lb/>
herauskommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_04">Herr <rs type="person" ref="#per__113085">Landes</rs> von Dependance Rochusplatz geht in Pension und meint,<lb/>
daß einige C- und D-Beamte dort notwendig seien, da wir derzeit<lb/>
für A keinen Dienstposten frei haben und dort auch gar nicht so<lb/>
dringend gebraucht wird als C- und D-Leute, müßte es doch möglich<lb/>
sein, im Haus dafür einige zu finden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__112949">KAZDA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte mir entsprechende Vorschläge<lb/>
vorlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_06">Direktor <rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> von der Unilever bestätigt neuerdings, daß sein<lb/>
Konzern zwar ursprünglich nicht beabsichtigte, in Österreich eine<lb/>
Ölmühle zu errichten, jetzt aber, wenn die Regierung eines solche<lb/>
beschließt, sich aktiv daran beteiligen wird. Im vergangenen Jahr<lb/>
wurden 3.000 t Raps aufgekauft und mit 9 Mio Schilling gestützt,<lb/>
beteiligt waren alle Ölfirmen, die Unilever mit 55 %, was ca 4 Mio<lb/>
kostete. Der Ölpreis mit 4,80 S ist für einen größeren Anbau nicht<lb/>
interessant. Unilever gibt auch zu, er müßte an die 7 S betragen.<lb/>
Die Standortfrage sei für Unilever klar, sie hätte nach jahrelangen<lb/>
Recherchen den Alberner Hafen als richtig festgelegt. Trotzdem ist<lb/>
sie bereit, auch andere Standort-Vorschläge zu diskutieren, man<lb/>
müßte sich nur klar sein, um wieviel dadurch, wenn man z.B. nach<lb/>
Oberösterreich geht, die Frachtkosten sich letzten Endes verteuern<lb/>
<pb n="42-0210" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band42/42_1978-02-24_0210.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>würden. Zu meiner größten Verwunderung erfahre ich von <rs type="person" ref="#per__112966">Goldmann</rs>,<lb/>
daß das Landwirtschaftsministerium ebenfalls jetzt jahrelange<lb/>
Recherchen über einen Standort abgeführt hat, ohne daß diese Über<lb break="no"/>legungen mit anderen Stellen koordiniert wurden. Wir beschließen,<lb/>
daß sofort das Standortprojekt Unilever dem Landwirtschafts<lb break="no"/>ministerium überantwortet wird. Eine Entscheidung ist jetzt des<lb break="no"/>halb dringend, weil der Friedhof der Namenlosen verlegt wird resp.<lb/>
verlegt werden soll. Unilever möchte mit 26 % sich an dem Ölmühlen<lb break="no"/>projekt beteiligen. Wenn die Landwirtschaft, die Konsumgenossen<lb break="no"/>schaft und <rs type="person" ref="#per__110998">Eisenberg</rs> ebenfalls 26 % verlangen, dann wird sich's<lb/>
nicht ausgehen. Ich kündige an, daß wir nach Abschluß unseres<lb/>
Untersuchungsergebnisses diesen Schlußbericht nach Ostern in einer<lb/>
großen Aussprache mit allen Beteiligten vorstellen werden, ich werde<lb/>
dann ganz dezidiert von den anderen Ministerien eine schnelle Ent<lb break="no"/>scheidung und die Vorlage der notwendigen Gesetzes-Entwürfe be<lb break="no"/>züglich des Anbaues verlangen und von den Gesellschaften, die sich<lb/>
daran beteiligen wollen, endlich einen Vorvertrag.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte trachte, daß der Oster-Termin eingehalten<lb/>
werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_08">Die Schlußbesprechung mit dem iranischen Fremdenverkehrs- und<lb/>
Informations-Minister brachte noch einmal seine konkreten Wünsche.<lb/>
Ausbau der Badeeinrichtungen, Dr. <rs type="person" ref="#per__113088">Mayer</rs> von Treibach-Althofen soll<lb/>
als Experte im April nach Teheran kommen, Ausbau der Winteraktivi<lb break="no"/>täten, Hoteliervereinigung <rs type="person" ref="#per__111729">Skardarasy</rs> und Skifabrikant <rs type="person" ref="#per__113087">Fischer</rs><lb/>
werden diesbezüglich enger kooperieren, Ausbau des Trainings-Centers,<lb/>
wobei nicht die Schüler, sondern Lehrer für die Hotelfachschule ge<lb break="no"/>schult werden sollen und insbesondere eine bessere Kooperation<lb/>
zwischen AUA und Iran Air. Beim offiziellen Mittagessen des irani<lb break="no"/>schen Botschafters im Imperial hat dann in seiner Tischansprache<lb/>
der Fremdenverkehrsminister von sich aus die Wünsche der Regierung<lb/>
auf Atommüllagerung angeschnitten und gemeint, auch dieses Problem<lb/>
werde freundschaftlich verhandelt. Natürlich hat<add>[sich]</add> sofort ein Reporter<lb/>
auf mich gestürzt, was ich zu dieser Ankündigung zu sagen habe.<lb/>
Ich habe das ganze runtergespielt und meinte, wir hätten seit eh<lb/>
und je darüber Gespräche geführt, dies hätte ich auch mit den<lb/>
<pb n="42-0211" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band42/42_1978-02-24_0211.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Informations- und Fremdenverkehrsminister einige Male getan, mehr<lb/>
könnte ich aber dazu nicht sagen. Er soll ihn halt selbst fragen.<lb/>
Bei diesem Interview ist dann auch nicht mehr herausgekommen, als<lb/>
daß die iranische Seite uns in dieser Beziehung unterstützen will<lb/>
und wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_09">Beim Jour fixe mit AK und ÖGB hat <rs type="person" ref="#per__113090">Knittel</rs> darauf verwiesen, daß<lb/>
eine interne Stellungnahme mit der Sektion III zum Kreditwesen<lb break="no"/>gesetz eine Verschlechterung für die Konsumenten resp. Arbeiter<lb break="no"/>kammer-Standpunkt bringen würde. Während ich immer darauf hinge<lb break="no"/>wiesen habe, daß die Personalvermittlungstätigkeit und die Immobilien<lb break="no"/>maklertätigkeit und die ganze Kreditvermittlertätigkeit, die wir<lb/>
kaum über die Gewerbeordnung befriedigend regeln können, im<lb/>
Kreditwesensgesetz dann eine endgültige Regelung erfahren soll,<lb/>
wird jetzt allen Ernstes von der Sektion III, Min.Rat <rs type="person" ref="#per__111722">Kinscher</rs>,<lb/>
vorgeschlagen, den Immobilienmakler aus dem Kreditwesensgesetz<lb/>
herauszunehmen. Dies ist scheinbar deshalb nach Meinung <rs type="person" ref="#per__111722">Kinscher</rs><lb/>
notwendig, um eine klare Abtrennung zwischen Gewerberecht und<lb/>
Kreditwesenrecht zu erreichen. Dies hätte uns gerade noch gefehlt.<lb/>
Im Gegenteil verlangt die Arbeiterkammer mit Recht, daß jetzt im<lb/>
Kreditwesensgesetz alles geklärt werden muß und auch die Aus<lb break="no"/>zeichnung der Kreditbelastungen der Summe in Kontokorrent usw.<lb/>
notwendig sei.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_10">Der Milchpreis soll nicht vor 1. Juni fixiert werden, <rs type="person" ref="#per__111004">Schmidt</rs>,<lb/>
Gewerkschaftsbund, schlägt vor, man sollte den OEMOLK, der die<lb/>
Exportabwicklung durchführt und scheinbar sehr gute Gewinne macht,<lb/>
genauer überprüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Versuche nicht mit Dienstauftrag <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> dafür<lb/>
zu gewinnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_12">In der Ölextraktionsanlage glaubt <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs>, Konsumgenossenschaft,<lb/>
daß ein baldiger Abschluß nicht zu erwarten ist. Die Beteiligung<lb/>
der Konsumgenossenschaft ist überhaupt fraglich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Versuche mit <rs type="person" ref="#per__113089">Seda</rs>, KGW, Kontakt zu bekommen,<lb/>
um dessen Stellungnahme genauer zu erfahren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_14">Das Selbstbeschränkungsabkommen für Einweggebinde wird von fast<lb/>
allen als sehr schwacher Ersatz für ein Verbotsgesetz bezeichnet.<lb/>
Niemand kann mir aber eine bessere Lösung vorschlagen. <rs type="person" ref="#per__111004">Schmidt</rs><lb/>
gibt zu, daß sein Präsident <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> insbesondere sich gegen ein Ver<lb break="no"/>bot wegen der Arbeitsplätze in der Dosenindustrie aussprechen würde.<lb/>
Die Konsumgenossenschaft wird auch schon allein wegen ihren Märkten<lb/>
nach wie vor dem Einweggebinde einen gewissen Vorrang geben, die<lb/>
einzig mögliche Lösung ist deshalb auch für mich, die Verhandlungen<lb/>
mit den einzelnen Sparten und Industrien weiter zu führen, um doch<lb/>
zu irgend einem Kompromiß zu kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_15">Bezüglich der Abnahme von Schartner-Bomben durch die Konsumgenossen<lb break="no"/>schaften teilt <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> mit, daß es sich hier nicht allein um die<lb/>
Rabatte handelt, sondern daß die Konsumgenossenschaft immer mehr<lb/>
auf Eigenprodukte übergeht, außer Coca Cola soll überhaupt nichts<lb/>
anderes mehr in den Märkten geführt werden, außer ihre Eigenprodukte.<lb/>
Die Behauptung von Komm.Rat <rs type="person" ref="#per__113060">Fein</rs>, daß es andere Gründe gibt, stimmen<lb/>
nicht. Die Konsumgenossenschaft kauft z.B. von der kleinen Brauerei<lb/>
Raschhofer Oberösterreich ca. 20.000 hl Bier zu 2,90 S im Verkauf,<lb/>
also ein ungeheuer tiefer Einstandspreis. Neben dem kauft sie auch<lb/>
von der Brau AG und von Schwechater 30 % deren dortigen Produktion.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Vielleicht könnte man über den Brau-Verband<lb/>
und den Handelsorganisationen schätzen lassen, wieviel heute in Groß<lb break="no"/>kaufhäusern, Märkten usw. vertrieben wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_17"><rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs>, Österr. Nationalbank, berichtet, daß diese die einzige Mög<lb break="no"/>lichkeit darin sieht, den Zinsenmarkt zu senken durch Aufnahme<lb/>
von Anleihen im Ausland. 1978 werden 32 bis 35 Mrd Schilling<lb/>
ausländische Anleihen oder Darlehensverträge aufgenommen werden<lb/>
können. Diese devisenproduktiven Anlagen sollen gleichzeitig auch<lb/>
das Zinsniveau drücken. Die Idee einzelner, daß die Nationalbank<lb/>
Geld schöpfen soll, indem sie für 1 Mrd S zusätzliche Wechsel<lb/>
rediskontiert ist vollkommen unzulänglich und ein Weg, den die<lb/>
Nationalbank nicht gehen will. Derzeit herrscht überhaupt keine<lb/>
Nachfrage nach Krediten für Investitionen, dies ist aber darauf<lb/>
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Investitionsprogramm aufzustellen und die konkreten Verhandlungen<lb/>
dabei scheinbar nicht weitergehen. Tatsache ist, daß wir für die<lb/>
Taggelder noch immer 9 1/4 % Zinsen zahlen müssen. Ein Sparbuch<lb/>
über 1 Mio S bringt in jeder Filiale leicht 8 1/2 % graue Zinsen.<lb/>
Der Geld- und Kapitalmarkt ist total <choice><choice><sic>derotiert</sic><corr>deroutiert?</corr></choice></choice>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_18"><rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> teilt mit, daß er sich als Nationalbank vorstellen kann,<lb/>
bei der Aktion kauft österreichische Qualitätswaren auch finanziell<lb/>
zu beteiligen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte sofort die anderen Interessens<lb break="no"/>vertretungen für diesen Plan gewinnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band42_1978-02-24_20">Die Aussprache mit unserer Delegation nach Teheran zeigte mir<lb/>
deutlich, daß eine Koordinierung über die Vorgangweise dringendst<lb/>
erforderlich ist. Bei der Novelle des Außenhandelsgesetzes habe<lb/>
ich übersehen, daß in unserem Entwurf eine Lagerung des Atom<lb break="no"/>mülls im Ausland nicht entsprechend berücksichtigt war. Natürlich<lb/>
hat Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> eingewendet, daß dies deshalb keine Rolle<lb/>
spielt, weil ja die Begutachtung ohneweiters eine Korrektur er<lb break="no"/>möglicht. Trotzdem habe ich sofort veranlaßt, daß <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs> eine<lb/>
diesbezügliche neue Fassung unverzüglich noch rausgibt, da die<lb/>
offizielle Aussendung nachmittags um 3.00 Uhr erfolgt ist, war<lb/>
es möglich am selben Tag noch die entsprechenden Berichtigungen<lb/>
vorzunehmen. Eine große Debatte hat sich darüber entspannt, weil<lb/>
der Vertreter des Verfassungsdienstes <rs type="person" ref="#per__113093">Okresek</rs>, aber auch vom Bundes<lb break="no"/>kanzleramt <rs type="person" ref="#per__113094">Schmid</rs> und Gesandter <rs type="person" ref="#per__113095">Herndl</rs> als Juristen nur gewisse<lb/>
Formulierungen akzeptieren wollten. Letzten Endes einigten wir<lb/>
uns aber dann mit der GKT und KKWP <rs type="person" ref="#per__110040">Nentwich</rs>, <rs type="person" ref="#per__97990">Staudinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__113092">Held</rs>,<lb/>
die sogar dann noch Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__112014">Erbacher</rs> zu Hilfe riefen, auf eine<lb/>
einvernehmliche Formulierung. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> wollte, und dies ist ihm hoch<lb/>
anzurechnen, alles daran setzen, damit nicht die Verantwortung<lb/>
für die Erstellung des Endlagers auf die Regierung fällt,<lb/>
sondern eben in der Kompetenz der betreibenden Gesellschaft<lb/>
bleibt. Andererseits aber war der Einwand der Elektrizitäts<lb break="no"/>wirtschaft vollkommen richtig, wir sollten uns nicht eine zusätzliche<lb/>
neue Schwierigkeit auflasten. Entscheidend für mich aber war,<lb/>
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und das Bundeskanzleramt jeder Formulierung doch auf alle Fälle<lb/>
zustimmen müssen. Dies ist letzten Endes geglückt und wir hoffen,<lb/>
daß es mit der iranischen Erklärung, wenn es zu einer konkreten<lb/>
Formulierung kommt, eine geschlossene Entsorgungskette vorliegt.<lb/>
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