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            <title type="main">Montag, der 23. Jänner 1978</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_01">Montag, 23. Jänner 1978<lb/>
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stattfand und daher sich nur über grundsätzliche Frage er<lb break="no"/>streckte. Der Riss innerhalb der Volkspartei wegen der Be<lb break="no"/>stellung <rs type="person" ref="#per__111325">Mock's</rs> zum geschäftsführenden Obmann ist viel tiefer,<lb/>
als es nach aussen scheint. <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> hat dieses Personalproblem<lb/>
denkbar schlecht gelöst. Natürlich versuchte ich sofort, diese<lb/>
Differenz zu nützen, um die Kernkraftfrage – geschlossene Abstim<lb break="no"/>mung der ÖVP, die <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> wünscht – zu durchbrechen. Die Handels<lb break="no"/>kammer hat seit eh und je erklärt, dass sie für die Inbetrieb<lb break="no"/>nahme des Kernkraftwerkes ist, wenn die Sicherheitsbedingungen<lb/>
erfüllt sind. Diese These dürfte sich auch <rs type="person" ref="#per__97686">Lanner</rs> ??<lb/>
zu eigen machen, vielleicht gelingt es auf diese Art, wenn<lb/>
Sicherheitsbedingungen erfüllt sind, soll Kernkraftwerk in Be<lb break="no"/>trieb gehen, durch Entschliessung des Nationalrates mehrheitlich<lb/>
zu einer Lösung zu kommen. Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> hat mir nach der<lb/>
Regierungsbesprechung mitgeteilt, dass wir über dieses Problem<lb/>
nächste Woche konkret festlegen sollen, wie eine solche Formulierung<lb/>
des Nationalrates ausschauen könnte. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> ist fest davon über<lb break="no"/>zeugt, dass Abg. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> auch hier wie einige Male schon ein falsches<lb/>
Spiel betreibt, wenn er sich als kooperierender Verhandler anbietet.<lb/>
Selbst wenn <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> recht hat, was ich gar nicht bezweifeln möchte,<lb/>
obwohl <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> anderer Meinung ist, muss man jede Gelegenheit nützen,<lb/>
um mit jeden kleinsten Teil der ÖVP vielleicht doch zu einer prak<lb break="no"/>tikablen Lösung zu kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte entsprechende Vorschläge vorbereiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_04">Der Wunsch Dr. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs>, ÖFVW, Senator <rs type="person" ref="#per__111738">Burda</rs> zu seinem 75. Geburts<lb break="no"/>tag den Komm.Rat Titel zu verleihen, da er sich um den österr.<lb/>
Fremdenverkehr sehr verdient gemacht hat, wird von <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> auf<lb/>
meine Empfehlung geprüft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_05">ANMERKUNG FÜR HAFFNER: <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> soll detaillierte Unterlagen liefern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_06">Beim Journalistenfrühstück hat <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs>, da SChef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und MR <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs><lb/>
keine Zeit hatten, ohne dass jemand beleidigt sein konnte, die<lb/>
Möglichkeit, über die Klein- und Mittelbetriebeaktivitäten im Presse<lb break="no"/>frühstück zu berichten. Dies war für <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> in diesem Forum ein<lb/>
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zweites wichtiges Thema hat von <rs type="person" ref="#per__111748">Oswald</rs> als Vorsitzender<lb/>
Schuhindustrie das neue Konzept präsentiert. Solange ich<lb/>
noch anwesend war, interessierte die Journalisten nur das<lb/>
Verbot der Einwegflaschen. Ich weiss nicht, zum wievielten<lb/>
Mal. Eigentlich hatte ich erwartet, dass über die Brennstäbe<lb/>
und deren Auseinandersetzung mit der ÖVP Fragen kommen,<lb/>
umso mehr als wir die ganze Korona für Donnerstag wieder<lb/>
zu einer Pressekonferenz und Besichtigung nach Zwentendorf<lb/>
einluden. Vielleicht wird es dort eine grössere Diskussion<lb/>
geben, da bei dieser Gelegenheit von uns beabsichtigt ist, die<lb/>
Gutachter <rs type="person" ref="#per__111749">Trimmel</rs>, Meteorologe, <rs type="person" ref="#per__108610">Gattinger</rs>, Geologe und unser<lb/>
seinerzeitiger Chefgeologe <rs type="person" ref="#per__111747">Holzer</rs>, derzeit Montanistische<lb/>
Hochschule Leoben, zu ersuchen, gegen die Behauptung des<lb/>
Wiener Geologen, dass Zwentendorf so erdbebengefährdet ist,<lb/>
Stellung zu nehmen. Vor der Regierungsbesprechung habe ich mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs>, die ich auch zu der Pressekonferenz einlud, die aber<lb/>
nur ihren Sekt.Rat <rs type="person" ref="#per__111739">Vychytil</rs> schicken wird, die Zustimmung für ihre<lb/>
Gutachter an der Pressekonferenz teilzunehmen, vereinbart. Ebenso<lb/>
besprach ich mit dem dafür zuständigen Minister die Beantwortung<lb/>
der schriftlichen Anfrage von <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> vom 7.12. durch mein Ministerium,<lb/>
obwohl einwandfrei andere Minister dafür zuständig sind.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> teilte mir mit, dass jetzt der Gesundheitssprecher der<lb/>
ÖVP, <rs type="person" ref="#per__111723">Wiesinger</rs>, als neue Zielrichtung verlangt, es sollten alle<lb/>
Agenden des Kernkraftwerkes und Genehmigungsverfahren bei <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs><lb/>
konzentriert werden. Damit will man eine eindeutig einzige Stelle<lb/>
für die Angriffe der ÖVP schaffen.<lb/>
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Ministerkomitee einberufen an der neben <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>, <rs type="person" ref="#per__98063">Weißenberg</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs>, <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs>, <rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs> auch <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs>, <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> und <rs type="person" ref="#per__97386">Czettel</rs> daran teilnahmen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> schlug vor, dass wir<lb/>
uns viermal im Jahr an einem Montag treffen sollten. Einleitend<lb/>
meinte er, <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> müsste jetzt als Präsident der Nationalbank nicht<lb/>
in einsamer Höhe gelassen werden, sondern in die Regierungspolitik<lb/>
eingebunden werden. Präs. <rs type="person" ref="#per__97637">Kloss</rs> war ein unbedeutender, <rs type="person" ref="#per__97922">Schmitz</rs> ein<lb/>
dummer, <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> aber sicherlich ein so tüchtiger Präsident, wie dies<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111742">Kamitz</rs> seinerzeit gewesen ist. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> kam dann aber in Wirklich<lb break="no"/>keit auf den Grund der Einberufung zu sprechen – dass nämlich<lb/>
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Vereinigte Edelstahlwerke wäre schon geholfen, wenn der Schilling<lb/>
nur um 2–3% schwächer wird, wobei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> keine Abwertung befür<lb break="no"/>wortet. Nur mit floaten sollte man dies erreichen. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> meinte<lb/>
dazu, dies wäre aber dann doch eine Abwertung, die er unter allen<lb/>
Umständen ablehnt. Die Österr. Nationalbank wollte bereits im<lb/>
Sommer eine neue Zielzone festlegen, was <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> aber ablehnte,<lb/>
weil er meinte, man soll sich nicht neue eigene Barrieren aufrichten.<lb/>
Die Vereinigten Edelstahlwerke brauchen nicht 2–3%, sondern 15%<lb/>
auf Grund der statischen Situation und wenn man das Wechselkursproblem<lb/>
dynamisch betrachtet, so müsste, selbst wenn eine so grosse<lb/>
Abwertung erfolgen würde, in 15 Monaten man wahrscheinlich zu neuen<lb/>
Massnahmen greifen. Der Fremdenverkehr z.B. würde bei einer 10%igen<lb/>
Abwertung ca 6.5 Mia Schilling Mehreinnahmen haben, dies ist aber<lb/>
derselbe Betrag, der aufgewendet werden müsste für die höheren Energie<lb break="no"/>kosten und PKW- und Ersatzteileinfuhren. Nicht einmal gedeckt<lb/>
wären damit die erhöhten Lebensmittelpreiseinfuhren. Gesunde Unter<lb break="no"/>nehmer wie z.B. Philips haben abgelehnt abzuwerten, obwohl sie<lb/>
80% ihrer Produktion exportieren. Gesunden Betrieben wird damit<lb/>
nicht geholfen und die kranken Betriebe mit zu geringeren Prozent<lb break="no"/>sätzen ebenfalls nicht. Seiner Meinung nach werden gesunde nur<lb/>
kränker und die kranken doch nicht gesund. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, dass 1%<lb/>
Kostenersparnis jetzt durch die Zinsensenkung bei den Unternehmungen<lb/>
erreicht werden soll. Dasselbe Argument müsste jetzt gelten bei<lb/>
1% Valutagewinn. In Schweden hat jetzt die Abwertung dazu geführt,<lb/>
dass die Auftragssteigerung aus USA bei Auto und Lokomotiven<lb/>
stärker wurde und selbst die Werften besser beschäftigt sind.<lb/>
Terms of trade hat sich dort jetzt endgültig gewendet. Die österr.<lb/>
Zahlungsbilanz wird sich nur jetzt vielleicht in den ersten<lb/>
Monaten durch den Fremdenverkehr ein bisschen verbessern. Die Kauf<lb break="no"/>kraft Österreichs und die starke Valuta wird aber zu weiteren<lb/>
Importüberschüssen führen. Da jetzt die Grosshandelspreise fallen,<lb/>
müsste man homöopathisch durch vorsichtige Art und floaten wie<lb/>
in der Vergangenheit gegenüber dem Schweizer Franken gegenüber<lb/>
der DM jetzt vorgehen. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> bezeichnet dies neuerdings als<lb/>
Abwertung, was <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sehr verärgert. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> stellte fest, dass<lb/>
jetzt bereits Gruppen einen Reallohnverlust durch die Erhöhung der<lb/>
Sozialversicherungsbeiträge erleiden, insbesondere die wo längere<lb/>
Zeit schon keine Lohnbewegung abgeschlossen wurde. Er kann sich<lb/>
daher nicht vorstellen, dass jetzt weitere Preissteigerungen durch<lb/>
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Retter sich in der Nationalbank etablieren, sondern man müsste<lb/>
trachten, dass 1–2 Mia die Österr. Nationalbank jetzt in die<lb/>
Wirtschaft hineinpumpt, um die Beschäftigung zu halten. Interessant,<lb/>
meinte <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, wäre die Ergebnisse der ersten Monate des neuen<lb/>
Jahres abzuwarten resp. zu prognostizieren. Da <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> immer wieder<lb/>
betonte, man müsse dieses Problem freimütigst diskutieren und sicher<lb break="no"/>lich auch erwartete, dass sich andere dann beteiligten, stellte<lb/>
ich fest, dass die Ziffern zwar einen Rückgang der Grosshandels<lb break="no"/>preise zeigen, dies aber nur gegenüber der Zuwachsrate von 4%<lb/>
im Vorjahr auf ca 1.5% im jetzigen Zeitraum erwarten lassen. Von<lb/>
einem absoluten Rückgang kann deshalb keine Rede sein. Obwohl<lb/>
ich in meiner Grundhaltung ein Inflationist war und bin, muss ich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> recht geben, dass 1–2% keine Lösung ziffernmässig dar<lb break="no"/>stellt, ausser vielleicht eine gewisse Trendumkehr signalisieren.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> brachte dann auch noch das Argument, dass bei 120 Mio<lb/>
Schilling Auslandsverschuldung des Bundes eine 5%ige Abwertung<lb/>
6 Mia Schilling Mehrleistung des Haushaltsbudgets bedeuten würde<lb/>
und dieser Betrag zur Deficit-Spending-Arbeitsmarktsicherungspolitik<lb/>
fehlen würde. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, niemand denkt <choice><choice><sic>auf</sic><corr>an</corr></choice></choice> ein solches Ausmass,<lb/>
sondern wenn in 3/4 Jahren ca 1.5 % der Schilling sich von der DM<lb/>
lösen könnte, wäre er schon zufrieden. Letzten Endes wurde festge<lb break="no"/>halten, dass administrativ, wenn die DM tatsächlich eine weitere<lb/>
Aufwertung infolge ihrer hohen Handels- und Ballungsbilanzüberschüsse<lb/>
durchführen sollte, Österreich nicht mitmachen wird. Dies war<lb/>
allerdings, wie <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> immer wieder betonte, sowieso nicht be<lb break="no"/>absichtigt.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte sofort mit <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> einen Termin<lb/>
vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_09">Bei der Festsitzung 50 Jahre IBM und Überreichung des Staats<lb break="no"/>wappens sprach ich als einziger neben dem Generaldirektor und<lb/>
dem Betriebsrat vor einer illustren Gesellschaft. Der Bundes<lb break="no"/>präsident, der Präsident des Nationalrates, Kardinal, Vizekanzler,<lb/>
Wissenschaftsminister und einem vollen Konzerthaus. Einmal mehr<lb/>
bewährte sich der Wiener Schmäh. IBM mit 2.7 Mia Schilling Umsatz<lb/>
und 500 Mio Schilling Gewinn, wie der Generaldirektor stolz ver<lb break="no"/>kündete, veranlasste mich den Präsidenten des amerikanischen<lb/>
Aufsichtsrates zu fordern, nach Österreich endlich einen<lb/>
Produktionsbetrieb zu geben, was natürlich die helle Begeisterung<lb/>
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Applaus, als ich verkündigte, dass zeitgerecht die Genehmigung<lb/>
zur Führung des Staatswappens doch noch zustande kam. Ich wies<lb/>
darauf hin, dass man scheinbar in der Belegschaft weiss, welche<lb/>
Schwierigkeiten überwunden werden mussten. Da ich der einzige<lb/>
Redner war, konnte ich nicht gegen die Handelskammer polemisieren.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meinte dem Generaldirektor nur nachher gegenüber, eine<lb/>
eigene Präsidialsitzung musste deshalb einberufen werden. Wohlweis<lb break="no"/>lich hat er verschwiegen, dass die Wiener Handelskammer – so sagte<lb/>
man mir zumindestens – das Ansuchen ablehnen wollte, weil IBM<lb/>
an der Protestaktion der Wiener Handelskammer gegen die Regierungs<lb break="no"/>politik in <choice><choice><sic>Oberlass</sic><corr>Oberlaa?</corr></choice></choice> nicht teilgenommen hat. Das interessanteste aber<lb/>
war die musikalische Umrahmung durch ein Schülerkonzert der Hoch<lb break="no"/>schule für Musik mit 3 ganz jungen Solisten. Die 15-jährige Geigerin<lb/>
war wirklich phantastisch.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte erkundige Dich, was das Orchester und die<lb/>
Solisten IBM gekostet haben, damit ich gelegentlich Propaganda mache.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_11">Einkaufsvorstand <rs type="person" ref="#per__111752">Münzer</rs> vom Volkswagenwerk und der österr. Vertreter<lb/>
von VW, <rs type="person" ref="#per__123317">Matousek</rs>, berichteten uns über die bisherigen Ergebnisse.<lb/>
76 waren 28 Mio DM, 77 werden es 40 Mio sein und für 78 ist im Plan<lb/>
zumindestens 60 Mio, wahrscheinlich werden es 80. In absehbarer<lb/>
Zukunft müsste es möglich sein, 150–160 Mio pro Jahr zu beziehen<lb/>
und 200 Mio, meinte <rs type="person" ref="#per__111752">Münzer</rs>, seien nicht ausgeschlossen. 160 Mio wären<lb/>
ca 1/3 des Wertes, welcher VW heute in Österreich verkauft. Für<lb/>
100 Mio DM wurden 200 Anfragen an österr. Firmen gerichtet. 22%<lb/>
haben sofort abgesagt, 36% waren die Preise zu tief, Von 16% ist<lb/>
das Anbot noch ausstehend. 19% können Aufträge bekommen und die<lb/>
Preise seien bei 17% sofort in Ordnung gewesen. Mit der VÖEST wurde<lb/>
vereinbart, statt 1.500, 2.000 To kaltgewalztes Breitbandblech.<lb/>
Hier gibt es grosse Schwierigkeiten mit <rs type="person" ref="#per__111750">Davignon</rs>, EG-Kommission<lb/>
in Brüssel. <rs type="person" ref="#per__111752">Münzer</rs> sieht für die VOEST aber bei Guss, Rohren, Schmiede<lb break="no"/>teilen und vor allem auch bei Edelstahl weitere Möglichkeiten. Da<lb break="no"/>rüber hinaus glaubt er auf Drittmärkten wie <choice><choice><sic>Nigerien</sic><corr>Nigeria</corr></choice></choice> mit der VOEST<lb/>
zusammenarbeiten zu können. Aluminiumaufbauten, Kupplungsaufbe<lb break="no"/>reitung wären weitere grosse Kooperationsmöglichkeiten. Mit der<lb/>
Batteriefabrik Jungfer wird jetzt ein joint venture gemacht.<lb/>
250.000 Batteriekästen aus Polyäthylen know how von der deutschen<lb/>
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Porsche Salzburg steigt in dieses joint venture ein. Ein zweiter<lb/>
Vertrag wird mit der Kunststoffirma Eder in Wien, Robustplastik,<lb/>
derzeit 33.000 Jato vereinbart. Da <rs type="person" ref="#per__111752">Münzer</rs>, wenn er längere Verträge<lb/>
als nur 5 Jahre nur abschliesst, den Aufsichtsrat befassen müsste,<lb/>
werden nur Verträge bis 5 Jahre Laufzeit abgeschlossen werden,<lb/>
obwohl überall Prolongationsklauseln aufgenommen werden. Wenn<lb/>
man mit VW einen Kontrakt hat, dann kann man sicher sein, dass<lb/>
dieser viel länger dauert. Ich bestätigte <rs type="person" ref="#per__111752">Münzer</rs>, dass unsere<lb/>
Herren zugeben, dass die jetzigen Verhandlungen sehr positiv ge<lb break="no"/>führt werden, was auch Handelsdelegierter <rs type="person" ref="#per__111757">Daurer</rs> bestätigte,<lb/>
dass aber die Zukunft in Teilfertigungen liegen müsste, was <rs type="person" ref="#per__111752">Münzer</rs><lb/>
auch zusagte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs> und <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte gelegentlich eine Zusammen<lb break="no"/>stellung aller Aktivitäten auf PKW-Exportteillieferungen anfertigen<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_13">Die Vorsprache der Papierindustrie bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, zu der<lb/>
ich leider durch die <rs type="person" ref="#per__111752">Münzer</rs>-Besprechung zu spät kam, brachte für mich<lb/>
das überraschende Ergebnis, wie mir der Vorsitzende <rs type="person" ref="#per__110994">Stepski</rs> dann<lb/>
auch sagte, dass über den gewünschten Frachtausgleich zwischen<lb/>
Finanzminister und Verkehrsminister verhandelt werden soll. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
berichtete dann allerdings in der Regierungsvorbesprechung, dass<lb/>
es sich nur um das Problem des Holztransportes von der Strasse auf<lb/>
die ÖBB handeln sollte. Bezüglich der Zinsenzuschuss-Investitions<lb break="no"/>kredite wird zwischen <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> und <rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs> versucht, im Rahmen<lb/>
der 10 Mia Limits unterzukommen. Mit dem Sozialminister soll kurz<lb break="no"/>fristig eine Überbrückung für das Arbeitsmarktproblem der Papier<lb break="no"/>industrie gefunden werden, ohne dass die Sonderunterstützungsregelung<lb/>
angewendet wird, d.h. die Leute frühzeitig in Pension geschickt werden<lb/>
können. Die Papierindustrie ersuchte nur zum Schluss dann noch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, bei dem Aufenthalt in der UdSSR ihre Exportwünsche dort<lb/>
ebenfalls vorzutragen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte lass Dir von <rs type="person" ref="#per__111754">Steurer</rs> das Elaborat,<lb/>
welches sie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> übergeben haben, zusenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_15">Mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, <rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs>, <rs type="person" ref="#per__97518">Haschek</rs> und <rs type="person" ref="#per__111755">Castellez</rs> besprachen wir die<lb/>
Exportmöglichkeiten von Heid im Sudan, insbesondere das 1.2 Mia<lb/>
<pb n="40-0068" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band40/40_1978-01-23_0068.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Projekt. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> meinte, dass die Türkei und Ägypten weiterhin<lb/>
durch die Kontrollbank unterstützt werden sollten und vor allem<lb/>
aber das Sudan-Projekt mit einem Zusatzplafond abgedeckt werden<lb/>
soll. Das Finanzministerium übernimmt die Deckung für diese Vorgangs<lb break="no"/>weise. <rs type="person" ref="#per__97518">Haschek</rs> meinte, dass Roll-over-Kredite und insbesondere das<lb/>
risked <choice><choice><sic>sceduelt</sic><corr>scheduled</corr></choice></choice> agreement eine weitere Ausdehnung für Sudan kaum<lb/>
ermöglichen. Im Internationalen Währungsfonds hat Sudan eine<lb/>
Minusreserve, rechnungsmässig ganz unmöglich. <rs type="person" ref="#per__111755">Castellez</rs> erwähnte,<lb/>
daß der Obligostand 2.7 Mia Schilling ist. Andere Großstaaten<lb/>
wie Frankreich hat nur 3.8, Großbritannien 3.4, Belgien 3.4 und<lb/>
die Schweiz nur 2.4 Mia Schilling. Nur die derzeit laufenden<lb/>
guten Geschäfte von Andritz-Pumpen müssten fortgesetzt werden.<lb/>
Insgesamt hat die Österreichische Kontrollbank ein Finanzvolumen<lb/>
von 1.3 Mia Dollar 1977 zur Verfügung gestellt, das auch 1978<lb/>
ausgenützt werden wird. In der Türkei sei die VOEST mit 1,8 Mia<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__98038">Waagner-Biro</rs> mit 480 Mio ..... zusätzlichen Obligo. Zaire<lb/>
und Kongo müssten heuer auch stärker berücksichtigt werden. Die<lb/>
arabischen Fonds wären bereit zu finanzieren. Im Sudan allerdings<lb/>
setzt dies eine Ausschreibung voraus und dann hat Heid keine Chance<lb/>
mehr. Ich wurde dann noch auf meine Anfrage besonders informiert,<lb/>
dass die international verhandelte <choice><choice><sic>Konsensuspolitik</sic><corr>Consensus-Politik?</corr></choice></choice> über Anzahlungen<lb/>
Zinsen usw. für den österreichischen Export nicht akzeptabel ist.<lb/>
Die Engländer bekommen von den Russen 20% Anzahlung. Wir haben dies<lb/>
nie erreicht. <rs type="person" ref="#per__97518">Haschek</rs> möchte deshalb für die Oststaat-Exporte<lb/>
Österreich eine Ausnahmegenehmigung erhandeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Was wissen wir über diese Verhandlungen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_17">In der Ministerratsvorbesprechung berichtete <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> über die<lb/>
Absicht von <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer's</rs> Tirol-Programm. Die einzelnen Ministerien<lb/>
sollen sehen, was man hier erfüllen kann. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> möchte <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs><lb/>
natürlich weitesgehendst entgegenkommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte mir den Vorschlag sofort vorlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_19"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wollte wissen, wie weit die österreichischen Fremdenverkehrs<lb break="no"/>experten bereit sind, mit Ungarn zu kooperieren. Ich erklärte ihm so<lb break="no"/>fort, dass ich wegen der Staatshandelsländer-Fremdenverkehrsaktivi<lb break="no"/>täten überall angeschossen werde, zuletzt bei der Hoteliervereini<lb break="no"/>gungs-Tagung in Zürs. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> schlug vor, in diesem Fall sollte ich<lb/>
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Niederlassung in Wien, ins Einvernehmen setzen. Österreich kann<lb/>
nur ein grosses Interesse haben, dass der Tourismus in die Weichwäh<lb break="no"/>rungsländer, insbesondere in die Oststaaten kräftig wird, damit diese<lb/>
dort von uns dann Waren kaufen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte stelle fest, wie die Firma <rs type="person" ref="#per__97347">Steigen<lb break="no"/>berger</rs> – und mit wem sie zusammenarbeitet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_21">In der Ford Foundation, wie ich durch eine Einladung für policy<lb/>
ressources-Veranstaltung erfahren konnte, herrscht zwischen dem<lb/>
Leiter <rs type="person" ref="#per__111990">Schwödiauer</rs> und den jungen Team-Mitarbeitern ein gespanntes<lb/>
Verhältnis. <rs type="person" ref="#per__111992">Kramer</rs>, <rs type="person" ref="#per__111993">Marianne Fischer</rs>, <rs type="person" ref="#per__111991">Eva Kreisky</rs> sind schein<lb break="no"/>bar mit der Institutsleitung gar nicht einverstanden. <rs type="person" ref="#per__111991">Kreisky</rs><lb/>
ist auf <rs type="person" ref="#per__111990">Schwödiauer</rs> wegen seiner Beschäftigungsstatistikaussage<lb/>
sehr verärgert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs> UND <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>: Was ist im Ford-Institut wirklich<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_23">200 polnische Erzwaggons sollen jetzt doch hereinkommen, nachdem<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> und <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> mit Simmering-Graz-Pauker, Betriebsrats<lb break="no"/>obmann <rs type="person" ref="#per__97930">Schwarz</rs> und Generaldirektor verhandelt haben. Jetzt ist<lb/>
nur der ÖVP-Vorstandsmitglied <rs type="person" ref="#per__98110">Ziegler</rs> schwer dagegen und argu<lb break="no"/>mentiert gegen diese Regierungsabsicht. Durch diese 200 Erzwaggon<lb break="no"/>einfuhren könnte Plasser &amp; Theurer weitere Exporte nach Polen tätigen<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_24">Über die Finanzierung der VOEST mit einem Investitionsvolumen<lb/>
von 24 Mia Schilling berichtet <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, dass die 4 Mia, die<lb/>
die VOEST dafür verlangt, unbegründet sind. Der cash flow für<lb/>
die VOEST ergebe bei den Berechnungen nur 1.4 Mia und sei viel<lb/>
zu tief. Zur Erfüllung der seinerzeitigen Zusage bei der Ver<lb break="no"/>schmelzung wird <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> jetzt 2 Etappen je 500 Mio Schilling<lb/>
über ÖIAG-Finanzierung der VOEST zur Verfügung stellen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
meinte, Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> sei dafür, hier einen Kreditrahmen zu er<lb break="no"/>öffnen, <rs type="person" ref="#per__97498">Grünwald</rs> allerdings dagegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_25">Der Rechnungshof wird nun in sein um 5mal teureres Gebäude als<lb/>
geplant einziehen und dadurch die Annagasse frei. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> wollen revitalisieren und deshalb nicht wieder eine Beamten<lb break="no"/>burg, sondern Wohnungen dort einrichten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wehrte sich ganz<lb/>
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Diese zahlen nichts und die Erhaltung kostet irrsinnig viel<lb/>
Geld, siehe Schönbrunn. <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> wieder möchte, dass das<lb/>
Denkmalamt dort ein Exil bekommt, da müsste allerdings der<lb/>
oberste Stock als Zeichensaal adaptiert werden, was wieder<lb/>
viel Geld kostet. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> meinte zur Revitalisierung Wiens,<lb/>
insbesondere Innenstadt soll der Bund mit gutem Beispiel jetzt<lb/>
einmal vorangehen, dann ist er imstande, die Creditanstalt und die<lb/>
Kirche und andere Institutionen ebenfalls dazu gewinnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_26"><rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> berichtete, dass er nicht beabsichtigt, 23.000 Tonnen<lb/>
Mais für die Stärkeindustrie zu importieren, sondern ihnen<lb/>
vom Inland 15.000 Tonnen zur Verfügung zu stellen. Da die<lb/>
Stärkeindustrie nur Weltmarktpreise zahlen kann, wird der<lb/>
Finanzminister, wie er dort auch erklärte, über das Handels<lb break="no"/>ministerium 12–14 Mio Schilling zur Abstützung zur Verfügung<lb/>
stellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte lass genau die Stärkeförderung berechnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_28"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> berichtete, dass der vorläufige Gebarungsabgang, der<lb/>
sich nicht wesentlich mehr ändern kann, 41.9 Mia Schilling für 1977<lb/>
beträgt. Budgetiert waren 44 Mia und <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> hat behauptet 55 Mia<lb/>
werden es werden. Inlandswirksam ist sogar eine wesentliche<lb/>
Verringerung zu verzeichnen. Geplant oder budgetiert waren 27.7,<lb/>
tatsächlich sind es 22 Mia geworden. Gegenüber 1976, wo 26 Mia<lb/>
inlandswirksames Defizit oder wie das jetzt besser und volkswirt<lb break="no"/>schaftlich auch begründet heisst, Ausgabenüberschuss zu verzeichnen.<lb/>
Mir unerklärlich, wäre im Jahre 1977 also eine restriktive Budget<lb break="no"/>politik betrieben worden und trotzdem diese grosse Beschäftigung<lb/>
aufrechterhalten worden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band40_1978-01-23_29">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__111737">MARSCH</rs>, <rs type="person" ref="#per__109811">BURIAN</rs>, <rs type="person" ref="#per__111994">HIRSCH</rs>: Dies sollte man genauer analy<lb break="no"/>sieren.</p>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName><surname>Mussil</surname><forename>Arthur</forename></persName>
               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
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               <persName><surname>Koren</surname><forename>Stephan</forename></persName>
               <occupation>Finanzminister, ÖVP-NR-Abg., OeNB-Präs.</occupation>
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               <persName type="label">Holzer, Herwig F.</persName>
               <persName><surname>Holzer</surname><forename>Herwig F.</forename></persName>
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               <persName type="label">Davignon, Étienne</persName>
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               <persName type="label">Nußbaumer, Adolf</persName>
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               <occupation>Staatssekretär BKA</occupation>
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               <persName type="label">Geist, Franz</persName>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
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