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            <title type="main">Dienstag, der  4. Oktober 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_01">Dienstag, 4. Oktober 1977<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_02">Die Pferdefleischhauerin <rs type="person" ref="#per__128048">HORN</rs> hat 56 Mill. S Umsatz und nur<lb/>
300.000 S Gewinn, obwohl sie 120 Leute beschäftigt und gleichzeitig<lb/>
20 kleine Fleischhauergeschäfte beliefert. Neben ihr gibt es<lb/>
nur mehr den Fleischhauer <rs type="person" ref="#per__149374">Schuller</rs>, der nur die Notschlachtungen<lb/>
von ganz Österreich aufkauft und verarbeitet. Im Viehverkehrs<lb break="no"/>fonds besteht nun die Absicht, den 30-Groschen-Abschöpfungsbetrag<lb/>
für Pferdefleisch auf 50 Groschen zu erhöhen. Für Lungenbraten muss<lb/>
sie sowieso schon 5.– S bezahlen. Die Kommission ist der Ansicht,<lb/>
da bei Rindfleisch, welches jetzt 1.000 $ kostet, was 20.– S<lb/>
pro kg incl. der Transportkosten ergibt, mit 17.– S Abschöpfung<lb/>
belegt wird. Pferdefleisch kostet 24 – 25.– S und verträgt nicht<lb/>
mehr als die 30 Groschen. Ich habe sofort mit <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> darüber<lb/>
gesprochen, der erklärt, hauptsächlich sei es das Finanzminister,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115484">Schultes</rs>, welcher einen höheren Betrag verlangt. Eine Rücksprache<lb/>
mit Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> ergab, dass dieser sich in<lb/>
das Kommissionsgeschehen nicht einmischen wird und will.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte prüfe mit <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs>, wie es weiter<lb break="no"/>gehen soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_04">Min.Rat <rs type="person" ref="#per__112190">Mock</rs> informiert mich, dass beim Verwaltungsgerichtshof<lb/>
die Beschwerde von <rs type="person" ref="#per__145377">Henckel von Donnersmarck</rs> wegen seiner Schürf<lb break="no"/>rechte im Südburgenland wahrscheinlich bei der mündlichen<lb/>
Verhandlung auch die Bergbehörde gefragt wird. Er befürchtet,<lb/>
dass die Unterbehörde dabei schlecht wegkommen wird, weil einzelne<lb/>
Aktenvermerke vorliegen, die nicht gerichtlich einwandfrei sind.<lb/>
Ich erkläre sofort, dass ich mich auf die rechtlichen Probleme<lb/>
gar nicht einlasse, wenn ich gefragt werde, ausschliesslich die<lb/>
Tatsache, dass laut seiner Information <rs type="person" ref="#per__145377">Henckel</rs> zu wenig, ja fast<lb/>
gar nichts gemacht hat und deshalb sein Recht dort der Austro-Mineral<lb/>
übertragen wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Lass Dir den genauen Vorgang schildern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_06">Vor der Ministerratsvorbesprechung macht mich <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> darauf aufmerksam,<lb/>
dass in Österreich ein einziger Sturzhelmerzeuger in der Nä<lb break="no"/>he Steyrs sei. Keine andere grössere chemische Fabrik hat sich<lb/>
für diese ungeheure Absatzmöglichkeit interessiert. Die jetzt<lb/>
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europäischen Firmen einmalige Exportchancen nach Österreich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte einen genauen Bericht<lb/>
vorlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_08">Eine Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs>, <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> und <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> wegen Erzeugung<lb/>
österr. Motorräder für die öffentliche Hand sagt letzterer, er<lb/>
hätte mit Puch und KTM diesbezüglich jahrelange Gespräche ge<lb break="no"/>führt. Puch hat 1972 sogar einen Prototyp vorgelegt. Dann<lb/>
aber auf die Ausführung verzichtet. Die in Österreich produzierten<lb/>
Typen seien schnelle Sportmaschinen und daher nur sehr beschränkt<lb/>
einsatzfähig.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte den Sachverhalt klären.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_10">In der Ministerratsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> darauf hingewiesen,<lb/>
dass die Burgenland-Wahlen der Partei einen ungeheuren Auftrieb<lb/>
gegeben hat. Dies konnte er auch bei den 1.300 Chemie-Linz-Arbeitern<lb/>
feststellen. Letzte Woche seien 5,5 Mia. S Devisen abgegangen.<lb/>
Die Banken hätten nicht dagegen gesteuert. Wäre in der OeNB nicht<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs> gewesen, Gott sei Dank sagte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, war er allein,<lb/>
wäre es noch schlimmer geworden. Auf die Generaldirektoren und<lb/>
Direktoren der OeNB kann man sich nicht verlassen. Bei den<lb/>
Banken waren es nur einige Privatbanken, die an dieser Spekulation<lb/>
nicht teilgenommen haben. Diese Kapitalflucht hatte man 1970<lb/>
gefürchtet, als die soz. Regierung gewählt wurde, damals aber<lb/>
hätte im <rs type="person" ref="#per__97789">Ockermüller</rs> versichert, dass er immer Milliarden bereit<lb break="no"/>halten würde, um der Regierung beizuspringen. Dieser fehlt und niemand<lb/>
hat daher gegen das Abwertungsgerücht irgendwie konkrete Schritte<lb/>
unternommen. Die Währung, glaubt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, sollte in den nächsten<lb/>
1 bis eineinhalb Jahren leichter nachlassen. 1 bis 2 Punkte, wie<lb/>
das schon vor Jahren der Fall war und in Summe 5 % erreichen<lb/>
wird, wie dies auch damals geschehen ist. Einzelne private Firmen<lb/>
haben überhaupt ungeheure Termingeschäfte gemacht, wie z.B.<lb/>
Semperit. Die Verluste daraus und die ganze Politik wird man den<lb/>
Direktoren nicht durchgehen lassen. Die Erkenntnis aus dem Burgenland<lb/>
war, dass es für diese grösste Parteiorganisation auch selbstver<lb break="no"/>ständlich war, sich zur Bundespolitik zu bekennen. Deshalb auch der<lb/>
Wahlsieg. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> drückte das dann bei der Wiener Konferenz am<lb/>
Abend so aus, zumindestens geschadet hat diese Politik der<lb/>
Regierung <rs type="person" ref="#per__114583">Kerys</rs> und seiner Wahl nicht. <rs type="person" ref="#per__149347">Obenfeldner</rs>, Innsbruck,<lb/>
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legt er zurück, jetzt hat er nur 13 und in einem Interview mit<lb/>
der Furche insbesondere die Politik <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> kritisiert. Er, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>,<lb/>
hätte feststellen können, dass er bei der Bundesbahn-Versammlung in<lb/>
Innsbruck besonders stürmisch begrüsst wurde, d.h. <rs type="person" ref="#per__149347">Obenfeldner</rs> nichts<lb/>
erreicht hat. Die ÖVP-ler, die ihm Beifall klatschten für seinen Mut<lb/>
gegen die Regierung zu sprechen, haben ihn nicht gewählt und die eige<lb break="no"/>nen Leute waren darüber auch nicht zufrieden. In Krems hat <rs type="person" ref="#per__113387">Preiss</rs><lb/>
gut gearbeitet, NR <rs type="person" ref="#per__113389">Kriz</rs> ist sehr fleissig, über ihn wird aber geklagt.<lb/>
Dies wird er mit <rs type="person" ref="#per__97389">Czettel</rs> besprechen müssen. <rs type="person" ref="#per__125829">Salfenauer</rs>, Bürgermeister<lb/>
von Salzburg, ist ein sehr guter Bürgermeister und es ist vollkommen<lb/>
unverdient, dass er ein Mandat verloren hat. Die Erkenntnis aus<lb/>
Salzburg, wo Bürgerinitiativen auftreten, trifft dies immer die grossen<lb/>
Parteien. Das Massnahmenpaket enthebt uns nicht der Sorgen.<lb/>
Vom Familienlastenausgleichsfonds hätte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> am liebsten 2 % genommen,<lb/>
ursprünglich war nur 1/2 % vorgesehen und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat verlangt, dass<lb/>
mindestens 1 % genommen wird. Auch bei der Sozialversicherung<lb/>
wollte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> 1 % und nicht 1/2. Er glaubt, dass auch dies möglich<lb/>
gewesen wäre. Die Produktion hat in Österreich grosse Schwierigkeiten.<lb/>
Nicht nur bei Stahl und Aluminium, nicht nur die VÖEST, sondern<lb/>
auch Sulzau-Werfen, d.h. die privaten. Wirklich verdient nur der<lb/>
Handel und der wird jetzt nachlassen müssen. Dies gilt ganz<lb/>
besonders für den Autohandel. Wenn die Wirtschaftspolitik nicht<lb/>
erfolgreich ist und wir in die Rezession kommen, 100.000 Arbeits<lb break="no"/>lose haben, dann die Sozialversicherungsbeiträge zurückgehen,<lb/>
der 3. Mehrwertsteuersatz nichts bringt, wodurch zwar der Budget<lb/>
nicht saniert, aber das Zahlungsbilanzdefizit dann nicht ver<lb break="no"/>grössert wird. Man muss sich klar sein, jetzt gibt es eine defla<lb break="no"/>tionistische Tendenz und der Binnenmarkt wird durch die Weltwirt<lb break="no"/>schaftslage keinen Einfluss von aussenwirtschaftlichen positiven<lb/>
Ergebnissen bekommen, deshalb muss man mit stimulierenden Massnahmen<lb/>
die die Regierung setzen wird, rechnen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sieht nach wie vor die<lb/>
grosse Weltwirtschaftskrise, in der wir uns befinden. Er hätte auch<lb/>
festgestellt, dass illoyale Beamte jetzt gemeint haben, zwei Jahre<lb/>
sind noch Durchstrecke, und Weisungen ignoriert haben. Auch dies<lb/>
dürfe man sich nicht gefallen lassen. IN Oberösterreich wird<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> jetzt durch eine geschickteren Mann, nämlich <rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs><lb/>
ersetzt. <rs type="person" ref="#per__114936">Hartl</rs> glaubt, mit ihm wird er leichter auskommen, da<lb/>
irrt er, er wird es nur in der Landesregierung vielleicht leichter<lb/>
haben, aber die politischen Verhältnisse werden für die SPÖ schwerer.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_11"><rs type="person" ref="#per__112001">Ratzenböck</rs> ist der Schwager vom Chefredakteur der OÖ. Nachrichten,<lb/>
dieser hat bis jetzt zum Teil <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> bekämpft, die wirtschaftliche<lb/>
und politische Situation ist daher noch sehr schwer. im Parlament<lb/>
wird uns der Wahlsieg im Burgenland sehr helfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_12">Der Verfassungsgerichtshofpräsident <rs type="person" ref="#per__136095">Antoniolli</rs> wird durch <rs type="person" ref="#per__126912">Melichar</rs>,<lb/>
ein guter Katholik, ohne parteipolitische Bindung, ersetzt. Es ist<lb/>
das erste Mal, dass ein Präsident bestellt wird, der nicht der<lb/>
Bundesregierung politisch nahesteht. Eine Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__126912">Melichar</rs> hat<lb/>
ergeben, dass der <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erklärt, die Verfassungsgerichtshofkrisen<lb/>
hätte er als Student schaudernd miterlebt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sieht darin eine<lb/>
Garantie, dass eine Entscheidung wie 1934 nicht mehr kommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_13">Der Atombericht kann erst im nächsten Jahr im Parlament behandelt<lb/>
werden, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> braucht unbedingt Zeit, um ihn sich selbst durchzu<lb break="no"/>lesen. Wir sind nicht unter Zeitdruck, meint er, und die Regierung<lb/>
ist ja bereits festgelegt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_14">Im Ministerrat stelle ich deshalb den Atombericht neuerdings zurück,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> begründet, warum <rs type="person" ref="#per__126912">Melichar</rs> sofort ernannt werden soll,<lb/>
weil keine Vakanz im höchsten Gerichtshof auftreten soll. <rs type="person" ref="#per__126912">Melichar</rs><lb/>
ist seit 1958 Mitglied des Verfassungsgerichtshofes und sogar<lb/>
ständiger Referent gewesen. Er bringt damit alle Voraussetzungen,<lb/>
die Art. 47 der Bundesverfassung verlangt, mit.<lb/>
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Getreide, die er nicht braucht, 200.000 t den Polen zu leihen.<lb/>
Da der Finanzminister nur bereit ist 800.– S, die Lagerspesen, die<lb/>
sonst auflaufen würden, zu vergüten und damit die Stützung zu gering ist<lb/>
er würde mindestens die doppelte Anzahl brauchen, möchte <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> den<lb/>
Verband ländlicher Genossenschaften und die Firma Mauthner dafür ge<lb break="no"/>winnen, dass sie das Getreide liefern, er sich die Lagerspesen<lb/>
hier erspart und die Polen, wenn der Weltmarktpreis entsprechend ge<lb break="no"/>fallen ist oder aus ihrer eigenen Ernte ihm die 200.000 t nach einem<lb/>
Jahre zurückgeben. Polen wird das sicherlich nicht können, da es auch<lb/>
in einem Jahr dafür kein Geld haben wird. Ich betrachte das Ganze<lb/>
als einen Naturalkredit, dessen Rückzahlungsmodalitäten mir nicht<lb/>
einleuchten. An dem Export nämlich, um das überschüssige Getreide<lb/>
loszuwerden, sind wir aber alle sehr interessiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Was sagt <rs type="person" ref="#per__58381">Mauthner</rs> zu einer solchen Transaktion,<lb/>
Vielleicht weiss er einen besseren Weg.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_17">Der neue Direktor Dr. <rs type="person" ref="#per__149362">Diem</rs> vom Aluminiumwerk Lend versichert mir,<lb/>
dass in seinem Konzern Alusuisse das Presswerk, welches seiner<lb break="no"/>zeit bei der Strompreissenkung mir versprochen wurde, nach wie<lb/>
vor erste Priorität im Konzern hat. Nirgendwo anders wird ein Press<lb break="no"/>werk errichtet werden als in Österreich. Derzeit sind alle welt<lb break="no"/>weit schlecht ausgelastet, insbesondere auch das österreichische<lb/>
in Lenzing. Wenn die SAG aus der Verlustzone kommt und die Press<lb break="no"/>werkkapazitäten besser ausgelastet sind, wird sofort in Österreich<lb/>
de versprochene Anlage errichtet. Der Bürgermeister und BRO <rs type="person" ref="#per__145165">Primig</rs><lb/>
beschwert sich, dass die 3–4.000 Bevölkerung umfassende Region<lb/>
immer mehr verarmt. Durch Rationalisierung werden Arbeitsplätze<lb/>
frei und 26 Gewerbebetriebe haben bereits in Lend ihre Geschäfte<lb/>
geschlossen. <rs type="person" ref="#per__149362">Dam</rs> bestätigt mir auch, dass Aluminiumdosen-Produktion<lb/>
in Österreich unrentabel ist, weil der Markt viel zu klein ist.<lb/>
Er glaubt daher auch nicht, dass Ranshofen eine solche Produktion<lb/>
aufnehmen könnte, selbst wenn ich jetzt nicht den Kampf gegen<lb/>
die Einwegflaschen so herausgestrichen habe. Die Zeitungen haben<lb/>
über diese Einwegflaschen-Aussprache ausführlich berichtet und die<lb/>
Reaktion der Handelskammer vor allem der chemischen Industrie<lb/>
ist ungeheuer. Mit Protesttelegrammen und sofortigen Aussprachen<lb/>
hat diese Auseinandersetzung jetzt begonnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_18">Direktor <rs type="person" ref="#per__113107">Walter</rs> und <rs type="person" ref="#per__114910">Pöchhacker</rs> berichten über die endlich durchge<lb break="no"/>setzte Anerkennung ihrer Forderung im Iran für geleistete Bau<lb break="no"/>arbeiten. 145 Mill. S aus der Gleitung wurden bereits bezahlt.<lb/>
Die Erfahrung mit den Verhandlungen Österr. Kontrollbank, <rs type="person" ref="#per__111755">Castellez</rs>,<lb/>
und Porr verlangt jetzt eine Änderung der Bestimmungen über Leistungs<lb break="no"/>export. Die Porr AG will sich auch bei einem Intercontinental-Hotel<lb/>
in Ungarn bewerben, das ein Mittelklasse-Hotel 30 Mill. S mit<lb/>
400 Zimmern werden soll. Mit Gen.Dir <rs type="person" ref="#per__149368">Rosar</rs>, HungarHotels, werden<lb/>
diesbezügliche Aussprachen erfolgen. Ich bin gerne bereit, die<lb/>
Ungarn zu empfangen, um zu zeigen, dass wir ihren Wunsch ihre<lb/>
Fremdenverkehrsmöglichkeiten zu verbessern, entsprechen. Die<lb/>
Porr-Vertreter ersuchen mich, ich sollte mit der E-Wirtschaft<lb/>
insbesondere Tauernkraftwerke sprechen, damit der Anschlussauftrag,<lb/>
Kölnbreinsperre geht zu ende, Zillergründl muss jetzt endgültig aus<lb break="no"/>geschrieben und zugeschlagen werden, auf die österr. Firmen ins<lb break="no"/>besondere die eingefahrenen Bauarbeitsgemeinschaft<add>[-en]</add> Rücksicht nimmt.<lb/>
Ein gutes System haben wir bei der DoKW, wo die Donaukraftwerke-<lb/>
Anschlussaufträge sind, die verhältnismässig sehr preiswert<lb/>
abgerechnet werden. Ich werde <rs type="person" ref="#per__114091">Gmeinhart</rs> anrufen, damit man ein<lb/>
ähnliches System, welches Porr vorschlagen möchte für Sperrenbau<lb/>
überprüft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte kläre, ob dies geht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_20">Die Fiat-Einkaufsdelegation mit Dr. <rs type="person" ref="#per__149375">Bergiotti</rs> informiert mich,<lb/>
dass die österr. Firmen gar nicht wissen, was sie alles dem<lb/>
Fiat-Konzern verkaufen können. Jeder denkt nur an Autobestandteile,<lb/>
in Wirklichkeit gibt es unzählige Möglichkeiten. Steyr-Daimler-<lb/>
Puch hat ja mit Fiat ein gutes Verhältnis, von 816 Mill. S Import<lb/>
wurden im vergangenen Jahr von Steyr-Daimler-Puch 400 Mill. expor<lb break="no"/>tiert. Die entsprechenden Verhandlungen laufen wie Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> mir<lb/>
auch nachher bestätigt, sehr gut.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Für tavola rotonda in Como bitte endgültiges<lb/>
Ergebnis zusammenstellen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_22">Im Parteivorstand berichtet <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nur wesentlich weniger konkret,<lb/>
insbesondere die Angriffe wegen des Wahlverhaltens einzelner Ge<lb break="no"/>nossen über den Sonntagswahlen. Nur andeutungsweise werden<lb/>
die Personen, ohne ihre Namen zu nennen, gerügt und ganz besonders<lb/>
natürlich <rs type="person" ref="#per__114583">Kery</rs> gedankt. Dann kommt die Mitteilung und Information<lb/>
über das Massnahmenpaket. In der Diskussion meldet sich nur <rs type="person" ref="#per__97461">Früh<lb break="no"/>bauer</rs> und fragt, ob alle Motorräder darunterfallen und warum man<lb/>
den Personenkraftwagensteuertarif nicht gespalten hat. Sonst<lb/>
wird das Referat zur Kenntnis genommen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte dann noch,<lb/>
er hätte eine Mitteilung zu machen, die ihm persönlich gar keine<lb/>
Freude macht, aber das kommt eben in der Politik vor. Er hätte<lb/>
das Rücktrittschreiben <rs type="person" ref="#per__98034">Veselskys</rs> angenommen. Diesem sei er dankbar<lb/>
für die geleistete Arbeit für das Wirtschaftsprogramm. Er wird<lb/>
jetzt im Klub wirken. <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> verabschiedete sich vom Partei<lb break="no"/>vorstand, meinte, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> legte Wert darauf, dass er als wirtschafts<lb break="no"/>politischer Sprecher im Nationalrat wirken wird. Ich fragte an<lb break="no"/>schliessend Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs>, wie dies zu verstehen sei. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs><lb/>
meinte, im Präsidium hätte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mitgeteilt, dass <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs><lb/>
von ihm verlangt hätte, er möge ihn als Generaldirektor von der<lb/>
ÖIAG, <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs>-Nachfolger, bestimmen. Dies hätte <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> abgelehnt und<lb/>
gemeint, er könne sich vorstellen, dass <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> jetzt im Klub<lb/>
entsprechend wirkt. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> ist sich auch im klaren, dass <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs><lb/>
jetzt als wegen Gegensätzen mit dem Bundeskanzler zurückgetreten<lb/>
kaum als grosser Sprecher momentan in Erscheinung treten kann.<lb/>
Überhaupt fürchte ich, wird er im Parlament ebenfalls untergehen,<lb/>
denn die anderen Wirtschaftssprecher werden sich nicht gefallen<lb/>
lassen, dass er womöglich diese Stelle monopolisieren wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_23"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erklärte dem Parteivorstand, dass er in Wirtschaftsfragen<lb/>
eine Hilfe dringend nötig hat. Er muss die Eigentümerinteressen<lb/>
der Verstaatlichten wahrnehmen, was in Wirklichkeit aber ungeheuer<lb/>
viel Arbeit bedeutet.Die Verschmelzung der grossen Stahlbetriebe<lb/>
ist erfolgt, jetzt gilt es aber die Probleme zu lösen. Die chemi<lb break="no"/>schen und Ölgesellschaft, sprich ÖMV, müsste jetzt endgültig<lb/>
in Angriff genommen werden. In Grossbritannien hätten die Arbeiter<lb/>
wenig Interesse für die Verstaatlichung, weil man sich dort nicht<lb/>
um die Arbeiter entsprechend gekümmert hat. Im ERP-Fonds gibt es<lb/>
beschäftigungspolitische Aufgaben, die OECD untersteht ihm und auch<lb/>
die Entwicklungshilfe. Ausserdem muss er in der ÖROK, die eine<lb/>
planwirtschaftliche Einrichtung ist, siehe Aichfeld-Murboden, West<lb break="no"/>steiermark usw. mit den einzelnen Ministerien eng kooperieren.<lb/>
Deshalb hat er Prof. <rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs> vor längerer Zeit schon erprobt und<lb/>
schlägt ihn als neuen Staatssekretär vor. Die jungen Ökonomen<lb/>
werden vielleicht nicht sehr glücklich sein. <rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs> ist<lb/>
politisch nicht gebunden, war in seiner Jugend einen Tag beim CV,<lb/>
hat mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> einige wirtschaftspolitische Probleme besprochen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erfüllt damit die Zusage, zwei Nicht-Sozialisten in der<lb/>
Regierung zu haben. Nachdem <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> jetzt ausgeschieden ist,<lb/>
der die Regierungspolitik vertreten hat, soll der zweite jetzt <rs type="person" ref="#per__110169">Nuss<lb break="no"/>baumer</rs> sein. <rs type="person" ref="#per__116042">Suttner</rs> meldete sich und meinte, dass die Stimmung<lb/>
bei den Vertrauenspersonen wegen der unpolitischen Regierungs<lb break="no"/>mitglieder nicht sehr gut ist. Die Fragen, wieso die Sozial<lb break="no"/>demokraten nicht genug Wirtschaftler haben, um eine solche Posi<lb break="no"/>tion zu besetzen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> meinte, <rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs> hätte bei Betriebsrats<lb break="no"/>schulungen sich als nüchtern, sachlich und sehr gut kooperierend<lb/>
erwiesen. Die Optik nach aussen müsste man betrachten. Die Null-<lb/>
Gruppe in der Regierung soll gleichbleiben. Die Wirtschaft könne<lb/>
man nicht nach Dogmen führen. <rs type="person" ref="#per__114936">Hartl</rs> hat nur gemeint, er müsste<lb/>
für OÖ einen berechtigten Anspruch auf einen Regierungssitz an<lb break="no"/>melden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sagte zum Schluss, ein Staatssekretär macht keine<lb/>
Wirtschaftspolitik sondern hat ihn nur zu unterstützen. Der ober<lb break="no"/>österreichische jugendliche Ökonom, auf den <rs type="person" ref="#per__114936">Hartl</rs> scheinbar<lb/>
anspielte, komme dafür leider nicht in Frage. Ihn selbst be<lb break="no"/>drückt auch sehr, dass Oberösterreich nicht vertreten ist, aber<lb/>
die Regierungsbildung kann nicht nach Landsmannschaften erfolgen.<lb/>
Der Beschluss <rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs> wurde dann einstimmig gefasst. Das<lb/>
wirkliche Problem wird es meiner Meinung nach zwischen Bundes<lb break="no"/>kanzleramt und Finanzministerium geben. <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> hat in seiner<lb/>
<pb n="38-1148" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-04_1148.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Tätigkeit in kürzester Zeit das Vertrauen, das er bei<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> gehabt hat, dem er bei der Programmerstellung ungeheuer<lb/>
geholfen hat, verloren. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> kann mir nicht einreden, dass<lb/>
er obwohl er mich damals gefragt hat, bevor er ihn berufen hat,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> nicht genau kannte. Monatelang hat er engstens vor der<lb/>
Regierungsbildung mit ihm zusammengearbeitet. Der wirklich Gegen<lb break="no"/>satz ist in meinen Augen dann gekommen, als <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> sicherlich<lb/>
versucht hat, den Einfluss <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch's</rs> auf <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> abzuschirmen.<lb/>
Da der Bundeskanzler aber den Finanzminister viel dringender braucht<lb/>
als irgend jemanden anderen, ist natürlich auch dann das geschickte<lb/>
Verhalten in dieser Frage dann von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> das beginnende Ende von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> gewesen. Ich bin sehr gespannt, wie es jetzt zwischen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs> und <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> werden wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-04_24">Die Wiener Konferenz verstärkt mit der soz. Fraktion des Gewerkschafts<lb break="no"/>bundes war in ungeheurer Stimmung. Ständiger Applaus, Bravo-Rufe,<lb/>
Pfui-Rufe, wenn über die Abwertungsgerüchte und Steuerflucht durch<lb/>
die ÖVP gesprochen wurde, mit einem Wort eine Bombenstimmung.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> Referat wurde ununterbrochen beklatscht, <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> dann in<lb/>
seinem Schlusswort sehr gelöst, wie er überhaupt jetzt in letzter<lb/>
Zeit als freier Redner ungeheuer gut wirkt, seine ganzen Hemmungen,<lb/>
die er vor Jahrzehnten gehabt hat sind weg, er landet geschickte Gags:<lb/>
"Um den Spekulanten in den unabhängigen Zeitungen, den ÖVP-Politikern,<lb/>
die sich den Kopf zerbrechen, wie es jetzt in der SPÖ weitergehen wird,<lb/>
zu helfen, als Gewerkschafter meinte er, wollen wir sie nicht<lb/>
leiden sehen, erkläre ich ohne Auftrag, so wie 1970/71, 1975 wird<lb/>
auch 1979 <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> den Wahlkampf führen und Bundeskanzler bleiben."<lb/>
Frenetischer Beifall, da dies sicherlich die Meinung der gesamten<lb/>
Partei ist und ein einziger verzweifelter Ruf: "G'sund bleiben".<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> haben sich und dies ist das Glück für diese Partei<lb/>
für die nächste Legislaturperiode beide schon über die Altersgrenze,<lb/>
aber beide jetzt auf der Höhe ihrer Macht, liiert und damit eine<lb/>
sichere Grundlage für den nächsten Sieg geschaffen.<lb/>
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            <head>Tagesordnung 89. Ministerratssitzung, 4.10.1977</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Nußbaumer, Adolf</persName>
               <persName><surname>Nußbaumer</surname><forename>Adolf</forename></persName>
               <occupation>Staatssekretär BKA</occupation>
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               <persName type="label">Gmeinhart, Willibald</persName>
               <persName><surname>Gmeinhart</surname><forename>Willibald</forename></persName>
               <occupation>Dir. TKW</occupation>
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               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Lausecker, Karl</persName>
               <persName><surname>Lausecker</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <persName type="label">Kriz, Georg</persName>
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               <occupation>SPÖ-NR-Abg.</occupation>
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               <persName type="label">Geist, Franz</persName>
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               <persName><surname>Antoniolli</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>Präs. VfGH bis 1977</occupation>
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               <occupation>Dir. Porr</occupation>
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