<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="staribacher__19771003.xml" prev="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19771002.xml" next="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19771004.xml" xml:base="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title type="main">Montag, der  3. Oktober 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
            <respStmt>
               <resp>Conversion to TEI</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Digitisation, OCR correction and named entities tagging</resp>
               <persName>Matthias Trinkaus</persName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
            <availability>
               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band38_1977-10-03</idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date when="1977-10-03">Montag, 3. Oktober 1977</date>
         </creation>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change type="creation" when="2019-06-18">exported as basic TEI from corrected tesseract output.</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">cleaned automatic tesseract-export by cleanExport.xsl script</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">moved first pb element out of attachment divs by cleanExport-patch2.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-11" who="acdh:ds">find and note personalAgenda as a subtype cleanExport-patch.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-19" who="acdh:ds">whitespace in paragraphs, lb and pb fixes by cleanExport-patch3.xsl</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
   <text>
      <body>
         <pb n="38-1133" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1133.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="entry">
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_01">Montag, 3. Oktober 1977<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_02">Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__114409">Koning</rs>, Philips, und Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__149377">Mankowitsch</rs>, Ingelen, Schaub-<lb/>
Lorenz, waren sehr froh, von mir die Positionen zu hören, die<lb/>
in Hinkunft der Mehrwertsteuer, 3. Satz, unterliegen. Da die Farb<lb break="no"/>fernseher heraus sind und vor allem alle Bestandteile, waren die<lb/>
beiden sehr zufrieden. Natürlich trifft sie die mehrkanaligen<lb/>
Plattenspieler, Rundfunkgeräte, Hi-Fi-Anlagen und auch die Video<lb break="no"/>recorder. Sie sind sich aber vollkommen klar, dass selbstverständ<lb break="no"/>lich auch sie gewisse Opfer bringen müssen. Die Taktik ist noch<lb/>
immer die beste, zuerst viel von jemand zu verlangen, dann ein wenig<lb/>
nachzulassen und schon ist er im Grunde genommen zufrieden. Gen.Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__149377">Mankowitsch</rs>, der ausser die Radiogeräte und Fernsehgeräte, wie er<lb/>
mir sagte, eine ganze Palette von Konsumartikel führt, lud mich in sein<lb/>
Werk ein, damit ich endlich den Unterschied zwischen seiner Firma und ITT<lb/>
Austria, Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__149376">Heinisch</rs>, der nur für die Telefonie zuständig ist<lb/>
und ein neues Werk in Strebersdorf hat, kennenlerne.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Informiere Dich, ob wir irgendeinen Anlass<lb/>
finde, damit ich dieses Werk besichtige.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_04">Gen.Dir.Bauer erklärt mir gegenüber sich ausserstande die Auflage<lb/>
nur 2.5%iges schwefeliges Heizöl zu produzieren. Er hat mir Länder<lb break="no"/>vertretern gesprochen, aber auch nicht erreicht. Seine Rücksprache<lb/>
mit SChef <rs type="person" ref="#per__111378">Pindur</rs> vom Gesundheitsministerium brachte ebenfalls keine<lb/>
befriedigende Lösung. Das Gesundheitsministerium, aber ganz besonders<lb/>
die Ländervertreter, beharren darauf, dass 2.5% Höchstschwefelgehalt<lb/>
in meiner Verordnung nur erlassen werden darf. Die ÖMV wird mit<lb/>
1.1.1981 eine Entschwefelungsanlage, die jetzt gebaut wird, in Be<lb break="no"/>trieb nehmen und kann dann auch 2%ige Höchstgrenze akzeptieren.<lb/>
Jetzt müsste sie ihre Abnahmeverträge mit Irak z.B. kündigen, resp.<lb/>
das Öl irgendwohin weiterverkaufen und dafür teureres algerisches<lb/>
und sonstiges afrikanisches Öl mit niedrigem Schwefelgehalt zukaufen.<lb/>
Da es mir nicht möglich ist die Länder zu überzeugen und ich auf<lb/>
Grund des Artikels 15a, Staatsvertrag, aber die Zustimmung aller<lb/>
Länder brauche, sehe ich den einzigen Ausweg, dass man eine Ver<lb break="no"/>ordnung mit 2.5% Schwefelgehalt höchstzulässig erlässt, gleichzeitig<lb/>
aber Ausnahmegenehmigung dem Gesundheitsministerium einräumt. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs><lb/>
ist mit diesem Vorschlag nicht sehr glücklich, da er dann für 98% –<lb/>
wie er sich ausdrückte – seines Öls eine Ausnahmegenehmigung ständig<lb/>
<pb n="38-1134" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1134.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>für jede Öllieferung verlangen muss. Ich schlug ihm vor, wir<lb/>
sollten uns überlegen, ob es nicht mit einer Pauschalausnahme<lb break="no"/>genehmigung geht.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte mit Gesundheitsministerium<lb/>
eine Vereinbarung diesbezüglich versuchen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_06">Beim Journalistenfrühstück berichtete <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> über die Kooperations<lb break="no"/>verhandlungen mit der CSSR. Zu diesem Zweck war sogar der tschechi<lb break="no"/>sche Presseattache der Botschaft gekommen. Er bedankte sich nachher<lb/>
vielmals bei mir, dass er Gelegenheit gehabt hatte anwesend zu<lb/>
sein. Zu diesem Punkt gab es keinerlei Diskussion, ja nicht einmal<lb/>
eine Anfrage. Ich habe deshalb auch von mir aus nicht den Presseartikel<lb/>
der bei meinem letzten Besuch in Brünn über <rs type="person" ref="#per__114726">Barcak</rs> und mir erschienen<lb/>
ist erwähnt. Dieses Problem muss ich beim nächsten Jour-fixe mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> besprechen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_07">MR <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> berichtete über die Managementprogramme die wir so wie<lb/>
alle Jahre in einem gemeinsamen Prospekt vorstellten. Ich bekannte<lb/>
freimütig, dass wir eigentlich geglaubt haben im laufe der Jahre<lb/>
wird es gelingen ausser, nur in der Arbeitsgemeinschaft alle Management<lb break="no"/>kurse zusammenzutragen und zu publizieren auch eine gewisse Abstim<lb break="no"/>mung der Programme, ja vielleicht sogar ein kooperierendes Vorgehen<lb/>
zu erreichen. Dies ist uns nicht gelungen. Sowohl BFI als WIFI,<lb/>
aber auch alle anderen Stellen, die sich mit Managementkursen be<lb break="no"/>schäftigen denken nicht daran von ihrer eigenständigen Politik auch<lb/>
nur einen Finger breit abzuweichen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Wir sollten einen neuerlichen Versuch unter<lb break="no"/>nehmen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_09">Die Jury die ich eingesetzt habe um den besten Vorschlag von den<lb/>
2.000 Einsendungen über die Altrohstoff-Fibel zu finden, hat mir<lb/>
eine Schule vorgeschlagen. Dort teilte mir der Lehrer mit, dass<lb/>
ein ganzer Arbeitskreis sich mit der Verwertung von Altrohstoff be<lb break="no"/>schäftigt hat. Die jungen Leute haben Arbeitsgruppen gebildet und<lb/>
wirklich Ideenvorschläge seitenweise gemacht die von einem Werbebüro<lb/>
stammen könnten. Sie haben sich auch einen eigenen Namen gegeben<lb/>
"GLAPATEX" heisst in Abkürzung für Glas, Papier, Textilien. Ich<lb/>
fürchte, dass die Zeitungen nichts bringen werden. Diese ausgezeichnete<lb/>
<pb n="38-1135" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1135.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Gruppe wird der Ring, den ich ihnen schicke, entschädigen.Den<lb/>
anderen 2.000 Einsendern werde ich auf alle Fälle in herzlichen<lb/>
Antwortbriefen danken.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte entsprechende Antwortschreiben in der<lb/>
Textverarbeitung vorbereiten lassen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_11">Diesen eigentlich gar nicht vorgesehenen Tagesordnungspunkt<lb/>
unseres Journalistenfrühstückes nahm ich dann auch zum Anlass<lb/>
neuerdings auf das Verbot der Einwegflaschenausweitung hinzu<lb break="no"/>weisen. Ich bekannte freimütig, dass ich grosse rechtliche und<lb/>
insbesondere auch verfassungsrechtliche Kompetenzschwierigkeiten<lb/>
habe. Trotzdem möchte ich jetzt schon die Industrie nicht im unklaren<lb/>
lassen, dass ich mit allen, mir zu Gebote stehenden Mittel gegen die<lb/>
Ausdehnung der Einwegflasche, insbesondere auf die alkoholfreien Ge<lb break="no"/>tränke, Mineralwasser, Bier usw. zu verhindern trachten werde. Wenn<lb/>
man bedenkt, dass damit jährlich 5 Mia. Flaschen anfallen würden,<lb/>
kann man ermessen welcher ungeheurer Müll dadurch entstehen würde.<lb/>
Da ich bemerkte, dass die Redakteure auf meine erste Mitteilung,<lb/>
die entsprechend – fast würde ich sagen, nur eine Andeutung gewesen<lb/>
ist – nicht reagierten, wiederholte ich sie dann ein wenig schärfer.<lb/>
Auch darauf konnte ich keine Reaktion feststellen. Zum dritten Mal<lb/>
habe ich dann mit anderen Worten genau das-selbe neuerdings gesagt,<lb/>
nur allerdings, fast würde ich sagen, mit Holzhammermethode. Dies fiel<lb/>
insbesondere Dr. <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> auf, der nachher meinte, hier sieht man, wenn nicht<lb/>
entsprechende schriftliche Waschzettel den Redakteuren gegeben werden,<lb/>
sie womöglich überhaupt nicht im entferntesten darauf reagieren wollen.<lb/>
Die Lehre aus dieser Tatsache ist für mich, jedwede Ankündigung nur<lb/>
mit entsprechenden Waschzetteln ausstatten.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Wir müssten langfristigere Programme für unsere<lb/>
Pressegespräche vorbereiten.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_13">Selbstverständlich wollte man von mir aus dem Maßnahmenpaket die<lb/>
Vorschläge des Handelsministeriums wissen. Hier hatte ich die gute<lb/>
Ausrede, dass dies verständlicher Weise dem Bundeskanzler vorbehalten<lb/>
bleibt, der allerdings, wie man mir sagte, zur selben Zeit in der<lb/>
Metallarbeitergewerkschaft eine Pressekonferenz abhält. Dr. <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> hat<lb/>
sogar ursprünglich mir vorgeschlagen, wir sollten unser Presse<lb break="no"/>frühstück absagen, weil zu befürchten war, dass weniger zu uns<lb/>
<pb n="38-1136" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1136.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>kommen als selbstverständlich zu <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>. Trotzdem habe ich<lb/>
sofort entschieden – nein es bleibt bei unserem Termin und<lb/>
Pressefrühstück – denn sonst besteht die grosse Gefahr, dass<lb/>
sich immer jemand auf diesen äusserst günstigen Termin draufsetzt<lb/>
und wir dann kaum mehr die Journalisten zu uns bringen könnten.<lb/>
Die Besprechung wegen der Einwegflaschen gab mir aber die Gelegen<lb break="no"/>heit den Presseleuten zu erklären, dass selbstverständlich alle<lb/>
Importwaren auch davon betroffen sein werden. In Hinkunft wird<lb/>
überhaupt vom Handelsministerium viel schärfer darauf gedrängt<lb/>
werden, dass die Importware nicht anders behandelt wird als die<lb/>
inländische Produktion. Auf dem Lebensmittelsektor aber auch bei<lb/>
sonstigen Importen kann man immer wieder feststellen, dass die<lb/>
Kennzeichnungsverordnung, der Lebensmittelkodex, die ÖVE, d.h. die<lb/>
elektrotechnischen Sicherungsverordnungen im Inland strenger ge<lb break="no"/>prüft werden als bei den Importwaren. Diese Benachteiligung der<lb/>
inländischen Produktion muss jetzt aufhören. Redakteur <rs type="person" ref="#per__134820">Peters</rs>,<lb/>
Tiroler Nachrichten, fragte mich, ob im Maßnahmenpaket, besser<lb/>
noch, wo im Maßnahmenpaket sozialpartnerschaftliche Besprechungen<lb/>
stattgefunden haben. Seine Frage bezog sich eindeutig auf die<lb/>
ausschliesslich von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mit der Gewerkschaft und Arbeiterkammer<lb/>
geführten Verhandlungen. Ich erwiderte dagegen, dass die Maßnahmen,<lb/>
die das Handelsministerium vorschlägt, von den Fachverbänden und<lb/>
Innungen schon seit eh und je verlangt wurden und grösstenteils mit<lb/>
ihnen auch abgesprochen wurde. Ohne dass ich es bei der Pressekonfe<lb break="no"/>renz sagt, ist meine Überlegung die, dass die österreichischen Pro<lb break="no"/>duzenten mit all den Maßnahmen sehr zufrieden sein werden, dagegen<lb/>
der österreichische Importhandel sicherlich schärfstens dagegen<lb/>
remonstrieren wird. Da mir aber eine endgültige Koordinierung<lb/>
mit der Handelskammer in diesem Punkt auch nichts hilft, siehe die<lb/>
Angriffe der Gremien bei den Importscheinen, habe ich wirklich gar<lb/>
keine Veranlassung mich um eine besondere Koordinierung noch zu<lb/>
bemühen. Dazu fehlt auch derzeit jede zeitliche Möglichkeit.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_14">Der deutsche Industriesprecher <rs type="person" ref="#per__125560">Wolff von Amerongen</rs> hat in Österreich –<lb/>
wie ich jetzt erfuhr – 8 Betriebe. Allerdings kleinere, aber doch<lb/>
nicht unbedeutende. Sein Manager <rs type="person" ref="#per__149352">Walter</rs> wurde mir von CA-Anstalt<lb/>
Gen.Dir.-Stellvertreter <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs> geschickt. Dieser will jetzt<lb/>
in Warth, NÖ, eine zugrundegegangene Schotterfabrik kaufen, um dort<lb/>
seine Skibindung-Fabrik als Teilniederlassung zu errichten. Die der<lb break="no"/>zeit in der Flachgasse, 15. Bezirk, durchgeführte Produktionsstätte<lb/>
<pb n="38-1137" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1137.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ist viel zu klein. Der Umsatz ist im letzten Jahr von 9 Mio. auf<lb/>
12.8 Mio. gestiegen und hat 56.000 Bindungen betroffen. Er ist<lb/>
keine Konkurrenz zu Tyrolia behauptet er, musste aber 20.000 Anfragen<lb/>
resp. Bestellungen abweisen, weil er keine Produktionsmöglichkeit<lb/>
besitzt. Der Manager <rs type="person" ref="#per__149352">Walter</rs> befürchtet nun, dass ihn der Landeshaupt<lb break="no"/>mann nicht genug unterstützen wird und fragte mich, wie er am besten<lb/>
hier vorgehen sollte. Er hat die 20.000 qm mit 4.600 m <choice><choice><sic>verwandbare</sic><corr>verwandelbare?</corr></choice></choice><lb/>
Halle um 10 Mio. ohne viel zu handeln gekauft, weil es ihm sehr preis<lb break="no"/>wert erscheint. Mein Typ an ihm war, obwohl er mir versicherte, dass<lb/>
er nicht aus Wien mit der Produktion rausgeht und dies auch dem<lb/>
Landeshauptmann klar und deutlich sagen will, dies eben nicht zu tun.<lb/>
Wenn <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs> vermutet, dass er die ganze Produktion rausbekommen<lb/>
kann, wird er alles unternehmen, um das Unternehmen entsprechend zu<lb/>
unterstützen. Die andere <rs type="person" ref="#per__125560">Wolff-von-Amerongen</rs>-Firma Ferromontan<lb/>
hat eine Alu-Formstrasse in Nigeria errichtet und ist jetzt daran<lb/>
eine Kugellagerfabrik dort aufzubauen. Hier wird im engsten Einver<lb break="no"/>nehmen mit Steyr-Daimler-Puch vorgegangen. Ich kann mir sehr gut<lb/>
vorstellen, dass <rs type="person" ref="#per__149352">Walter</rs> in Wart diesen neuen Standort, den er jetzt<lb/>
beziehen will, eine grosse Produktion aufzieht u.zw. nicht nur<lb/>
allein mit Skibindungen. Weder SChef <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>, den ich sofort zu dieser<lb/>
Aussprache gebeten habe, noch ich, haben eigentlich gewusst, dass<lb/>
<rs type="person" ref="#per__125560">Wolff von Amerongen</rs> tatsächlich bei uns solche Aktivitäten entfaltet.<lb/>
Dies ist eigentlich für mich zumindestens ein trauriges Zeichen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Von politisch exponierten Persönlichkeiten<lb/>
möchte ich eigentlich sehr gerne immer deren wirtschaftlichen back<lb break="no"/>ground erfahren.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_16">Der Zentralvorstand der Privatangestellten hat in Steinhaus am<lb/>
Semmering in ihrem Erholungsheim eine 3tägige Tagung. Als ersten<lb/>
Referenten hat man mich eingeladen, am nächsten Tag kommt, wie<lb/>
man mir dann mitteilte, <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> und zur Fraktion dann sogar <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> versteht es überhaupt sehr geschickt, bei allen Gewerk<lb break="no"/>schaftsveranstaltungen irgendwie sich Zeit zu nehmen und mit den<lb/>
Kollegen, in seinem Fall meistens nur mit den Genossen, also fraktio<lb break="no"/>nell Kontakt zu nehmen. Für mich sind die Gewerkschaftsveranstaltungen<lb/>
überhaupt das schönste Erlebnis, das ich während meiner ganzen Minister<lb break="no"/>zeit habe. In diesen Kreisen fühle ich mich wohl. Diese Kolleginnen<lb/>
und Kollegen kenne ich seit Jahrzehnte, die sind mir sehr wohl ge<lb break="no"/>sinnt und dort zu diskutieren macht mir riesig Spass. Selbst mit den<lb/>
Kommunisten oder mit der gewerkschaftlichen Einheit oder war sonst<lb/>
<pb n="38-1138" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1138.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>noch von den Linken dort aufsteht und diskutiert, ist es eine<lb/>
wahre Freude zu reden. Ich habe niemals noch die Diskutanten<lb/>
niedergesetzt oder lächerlich gemacht und vielleicht schätzen<lb/>
sie alle anderen Fraktionen diese Eigenschaft von mir ganz<lb/>
besonders. Den Vorsitzenden, einen christlichen Gewerkschafter<lb/>
<rs type="person" ref="#per__149378">Alram</rs>, habe ich dann animiert er soll doch unbedingt schauen,<lb/>
dass auch von seiner Fraktion sich jemand zu Wort meldet. Was wirklich<lb/>
die Privatangestellten aber am meisten interessierte war die weitere<lb/>
Vorgangsweise beim Ladenschlussproblem. Hier gehe ich mit ihnen voll<lb break="no"/>kommen konform seit eh und je und trotz mancher Abweichung einzelner<lb/>
sozialistische Prominenter Politiker vor weshalb sie mir schon<lb/>
allein deshalb, wie sie es immer wieder ausdrücken sehr dankbar sind.<lb/>
Vizepräsident der Arbeiterkammer <rs type="person" ref="#per__112114">Freyschlag</rs> von OÖ hat im Dis<lb break="no"/>kussionsbeitrag und dann ganz besonders in einer alleinigen Aussprache<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> und mir ersucht, wir sollten ein eigenes Konzept für<lb/>
die Wolfsegg-Traunthaler Kohlenbergwerkarbeiter finden. Die einzige<lb/>
Chance ist, wenn sie nach einigen Jahren ausgekohlt resp. stillgelegt<lb/>
werden, die jüngeren Leute zur SAKOG zu transferieren. Zu diesem<lb/>
Zweck sollte man jetzt schon darauf drängen, dass die entsprechenden<lb/>
Wohnungen bei der SAKOG errichtet werden. Ähnlich sind wir ja<lb/>
auch in Fohnsdorf vorgegangen. Mein Vorschlag hat deshalb an <rs type="person" ref="#per__112114">Frey<lb break="no"/>schlag</rs> gelautet – mit <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> von meinem Büro zusammen, gerade<lb/>
diesen Punkt jetzt in Angriff zu nehmen. Den Vorschlag, jetzt bereits<lb/>
ein grosses Konzept zu entwickeln, habe ich für verfrüht gehalten,<lb/>
denn selbstverständlich müsste dort auch eine Finanzierung vorgesehen<lb/>
werden. Derzeit wird aber die gesamte Bergbauförderung für die Still<lb break="no"/>legung von Fohnsdorf verwendet werden müssen. WTK kommt sowieso<lb/>
erst frühestens in 5 Jahren dran. <rs type="person" ref="#per__112114">Freyschlag</rs> war mit dieser Vorgangs<lb break="no"/>weise – wenn auch nicht sehr glücklich – doch einverstanden. Andere<lb/>
Diskussionsredner wie der Vorsitzende Stellvertreter <rs type="person" ref="#per__112942">Braun</rs>, der ent<lb break="no"/>sprechende Massnahmen gegen den produktionsfeindlichen <rs type="person" ref="#per__97808">Petuely</rs><lb/>
er die Importwaren viel mehr schont als die inländischen Produzenten<lb/>
und den christlichen Gewerkschafter <rs type="person" ref="#per__149379">Imerma</rs> aus Vorarlberg, der<lb/>
sich gegen die Textilimporte von Billigstländern wehrte, konnte ich<lb/>
zusichern, dass wir jetzt diese Probleme im Maßnahmenpaket der<lb/>
Bundesregierung mit in Angriff nehmen werden.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_17">In der früh hatte ich sofort die SChef <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>, <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs><lb/>
gebeten, für dieses Maßnahmenpaket die entsprechenden konkreten<lb/>
Vorschläge ihrer Sektionen zu koordinieren und in ein entsprechendes<lb/>
<pb n="38-1139" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1139.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Papier für <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zusammenzufassen. Wie erwartet habe ich dann<lb/>
abends, als wir von Steinhaus zurückgekommen sind, nur die von den<lb/>
Sektionschefs weitergegebenen Aufträge der einzelnen Referenten,<lb/>
zwar ausführlich, typisch Ministerien-like, aber für <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
vollkommen unbrauchbar vorgefunden. Abgesehen davon, dass selbst<lb break="no"/>verständlich schon alle 3 Sektionschefs leider weg waren, ist<lb/>
Gott sei Dank noch <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> hier geblieben, um mit mir die Zusammen<lb break="no"/>fassung zu besprechen. <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> übernahm die Koordinierung mit <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs><lb/>
und mehr denn je ist mir klargeworden, dass die Linie wie <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs><lb/>
die Ministerialbürokratie allgemein bezeichnet, niemals imstande<lb/>
sein wird, selbst wenn sozialistische Sektionschefs das ganze Haus<lb/>
führen werden, aus dieser Tradition auszubrechen. Jede Sektion<lb/>
denkt nur für sich, handelt nur für sich und macht nur Vorschläge für<lb/>
sich. Hier wird es nach wie vor immer die Aufgabe des Büros, oder<lb/>
wenn man so will des Stabes sein, verstärkt durch MR <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> mit<lb/>
seiner Grundsatzabteilung die wirkliche Arbeit für mich zu leisten.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> muss bei uns vollkommen integriert werden.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_18">Die Geburtstagsfeier von <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> zum 65., die der ARBÖ veranstaltete,<lb/>
gab mir Gelegenheit mit Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__97411">Effenberger</rs> über die weitere Vor<lb break="no"/>gangsweise der Verhandlungen mit dem ÖAMTC Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__98032">Veith</rs> zu sprechen.<lb/>
Eine Aussprache zwischen diesen beiden hat jetzt zu einer gewissen<lb/>
Entspannung geführt. Trotzdem hat mich <rs type="person" ref="#per__97411">Effenberger</rs> weiterhin mit dem<lb/>
ÖAMTC ständig Kontakt zu halten um ihm einigermassen aufzuklären und<lb/>
andererseits in das Geschehen einzubinden. Dazu war ich gerne bereit.<lb/>
Bezüglich der Mehrwertsteuer, 3. Satz, fürchtet <rs type="person" ref="#per__97411">Effenberger</rs>, wird der<lb/>
ARBÖ, da <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> unter allen Umständen ungesehen und ohne Kritik<lb/>
zustimmen wird – und damit auch der ARBÖ dagegen nichts sagen darf –<lb/>
schweren Schaden erleiden. Ich werde deshalb versuchen, dem ÖAMTC<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__98032">Veith</rs> ein bisschen zu pazifizieren. Bezüglich der Reparaturpreise<lb/>
und insbesondere der Ersatzteilpreise werde ich die Studie der<lb/>
Arbeiterkammer als Grundlage nehmen um gegebenenfalls ein § 4<lb/>
Preisverfahren einzuleiten. <rs type="person" ref="#per__97411">Effenberger</rs> war über diese Ankündigung<lb/>
sehr glücklich.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_19">Mit <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> und <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs>, die ebenfalls dort waren, besprach ich<lb/>
die Möglichkeit einer eigenen Motorradproduktion für den Öffent<lb break="no"/>lichen Sektor, Gendarmerie, Post, Bahn, Militär usw. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> erklärte mir<lb/>
er hätte mit KTM, aber auch mit Puch jahrelang Verhandlungen geführt.<lb/>
Puch hätte dann einen Prototyp im Jahre 1972 geliefert, dann aber<lb/>
erklärt, sie verzichten auf eine solche Produktion. Diese Fahrzeuge<lb/>
müssen zum Unterschied von den jetzt erzeugten hochtourigen Sport<lb break="no"/><pb n="38-1140" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1140.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>maschinen Leistungsmaschinen sein, die langsam fahren, womög<lb break="no"/>lich aber weniger Betriebskosten haben. Die beiden österreichischen<lb/>
Firmen erzeugen aber nur hochtourige Sportmaschinen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte vom Branchenreferat prüfen<lb/>
lassen und entsprechende Vorschläge in der Arbeitsgruppe öffent<lb break="no"/>liche Aufträge machen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_21">Die beiden Rechtsanwälte des ARBÖ, die auch gleichzeitig den Be<lb break="no"/>sitzer von Moulin Rouge und Eden Bar, <rs type="person" ref="#per__145960">Schimanko</rs>, vertreten, ersuchten<lb/>
mich neuerdings, ich möge doch endlich für ihren Klienten die<lb/>
Gewerbeberechtigung, wenn auch nur für 3 Jahre ausstellen. Der<lb/>
Bezirksvorsteher der Inneren Stadt schickt ständig Polizei die ent<lb break="no"/>sprechende Anzeige erstatten muss, weil diese Betriebe ohne Gewerbe<lb break="no"/>berechtigung derzeit geführt werden. Da SChef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> mir vor längerer<lb/>
Zeit erklärte, er wird diesen Fall positiv erledigen, weil er im<lb/>
Interesse des Fremdenverkehrs dringend notwendig ist, es nur noch<lb/>
gewisse Detailfragen zu klären sind, versprach ich so schnell als<lb/>
möglich das Verfahren abzuschliessen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte schau dass man den beiden wirklich hier<lb/>
entgegenkommt.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_23">Zu drei Geburtstagsfeiern von <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, nämlich ARBÖ, Partei und Ge<lb break="no"/>werkschaft, bin ich geladen. Bei der letzten kann ich nicht anwesend<lb/>
sein, weil ich zu Staatsbürgerversammlungen am Samstag nach Salzburg<lb/>
muss. Ich habe mich deshalb bei ihm entschuldigt, was er selbstver<lb break="no"/>ständlich zur Kenntnis nahm und ihm herzlichst gratuliert, was ihm<lb/>
auch sehr freute.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-10-03_24"/>
         </div>
      <div type="back"><pb n="38_1132_01" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1132-01.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 3.10.1977</head>
         </div>
         <pb n="38_1132_02" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-10-03_1132-02.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
         </div>
      </div></body>
      <back><listPerson><person xml:id="per__110922">
               <persName type="label">Vranitzky, Franz</persName>
               <persName><surname>Vranitzky</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__97311">
               <persName type="label">Androsch, Hannes</persName>
               <persName><surname>Androsch</surname><forename>Hannes</forename></persName>
               <occupation>Finanzminister</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118503049</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97808">
               <persName type="label">Petuely, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Petuely</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__112942">
               <persName type="label">Braun, Helmut</persName>
               <persName><surname>Braun</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>Wr. SPÖ-GR-Abg., GPA, NR-Abg.</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97493">
               <persName type="label">Gröger, Adolf</persName>
               <persName><surname>Gröger</surname><forename>Adolf</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__111737">
               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98032">
               <persName type="label">Veith, Rolf</persName>
               <persName><surname>Veith</surname><forename>Rolf</forename></persName>
               <occupation>ÖAMTC</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114409">
               <persName type="label">Koning, Hermanus</persName>
               <persName><surname>Koning</surname><forename>Hermanus</forename></persName>
               <occupation>GD Philips Österreich</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97879">
               <persName type="label">Rösch, Otto</persName>
               <persName><surname>Rösch</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__108322">
               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98053">
               <persName type="label">Wanke, Otto</persName>
               <persName><surname>Wanke</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>SChef HM</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/12195126X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__111378">
               <persName type="label">Pindur, Herbert</persName>
               <persName><surname>Pindur</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__97346">
               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/119083906</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__112031">
               <persName type="label">Maurer, Andreas</persName>
               <persName><surname>Maurer</surname><forename>Andreas</forename></persName>
               <occupation>nö. LH (ÖVP), AR-Vors. DoKW</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97426">
               <persName type="label">Fälbl, Maximilian</persName>
               <persName><surname>Fälbl</surname><forename>Maximilian</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__108746">
               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97769">
               <persName type="label">Mussil, Arthur</persName>
               <persName><surname>Mussil</surname><forename>Arthur</forename></persName>
               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97668">
               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118566512</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97337">
               <persName type="label">Bauer, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>GD ÖMV</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__112114">
               <persName type="label">Freyschlag, Fritz</persName>
               <persName><surname>Freyschlag</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>oö. AK-Vizepräsident</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97819">
               <persName type="label">Pleschiutschnig, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Pleschiutschnig</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Kabinett Staribacher</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97584">
               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97411">
               <persName type="label">Effenberger, Otto</persName>
               <persName><surname>Effenberger</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>ARBÖ-Bundessekretär</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__108223">
               <persName type="label">Lausecker, Karl</persName>
               <persName><surname>Lausecker</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98040">
               <persName type="label">Wais, Anton</persName>
               <persName><surname>Wais</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/1017902909</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__134820">
               <persName type="label">Peters, A</persName>
               <persName><surname>Peters</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Chefredakteur [nicht erwähnt, wovon; hält 1971 Eröffungsvortrag eines
                  Seminars sozialbauliche Einrichtungen in der Industrie 80]</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114726">
               <persName type="label">Barcák, Andrej</persName>
               <persName><surname>Barcák</surname><forename>Andrej</forename></persName>
               <occupation>CSSR-Außenhandelsminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97372">
               <persName type="label">Broda, Christian</persName>
               <persName><surname>Broda</surname><forename>Christian</forename></persName>
               <occupation>Justizminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__125560">
               <persName type="label">Amerongen, Otto Wolff von</persName>
               <persName><surname>Amerongen</surname><forename>Otto Wolff von</forename></persName>
               <occupation>dt. Unternehmer</occupation>
               </person>
            </listPerson></back></text>
</TEI>