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            <title type="main">Dienstag, der 13. September 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band38_1977-09-13</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_01">Dienstag, 13. September 1977<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_02">Herr <rs type="person" ref="#per__149390">Kempermann</rs> und <rs type="person" ref="#per__149391">König</rs> aus dem Krisenmanagement der Inter<lb break="no"/>nationalen Energieagentur, kommen, um Österreich zu kontrollieren.<lb/>
Sie sind voll des Lobes über die Mitarbeit der Österreicher.<lb/>
Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__114944">Lantzke</rs> legt grössten Wert darauf, dass die kleinen<lb/>
Länder innerhalb der Organisation stärker eingeschaltet werden,<lb/>
damit nicht die Grossen ausschliesslich die Politik der<lb/>
Agentur bestimmen. Schon bei der Erarbeitung der Entwürfe des<lb/>
Abkommens war Dänemark als kleines Land massgebend beteiligt.<lb/>
Diese partizipative Gruppe der kleinen Länder soll verstärkt<lb/>
werden. Personalpolitisch konnte ich darauf hinweisen, dass<lb/>
<rs type="person" ref="#per__117657">Potocnik</rs> jetzt zu diesem Zweck nach Paris in die Mission ent<lb break="no"/>sendet wird. Die Frage der Erarbeitung eines Krisenmanagements<lb/>
mit einem Stab hat das grosse Problem, dass wenn das Krisenmanagement<lb/>
steht die darin Beschäftigten nichts zu tun haben, bzw. wenig<lb/>
zu tun haben, bis der Krisenfall eintritt. Zu diesem Betreff er<lb break="no"/>örterte ich den beiden Herren, die aus der Industrie kommen, dass<lb/>
nicht ein eigener Apparat bei uns aufgebaut wird, sondern eben<lb/>
wie dies jetzt die neue Politik der Wirtschaftlichen Landes<lb break="no"/>verteidigung überhaupt ist, die Industriesektion aber auch die<lb/>
Energiesektion als Ganzes mit den Branchenreferaten usw. herange<lb break="no"/>zogen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Man müsste auch die Berghauptmannschaften zu<lb/>
internationalen Energie-Agentur-Arbeiten heranziehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_04">In der langfristigen Entwicklung insbesondere in den grossen<lb/>
Ländern befürchtet die IEA, dass ein kleiner Stab in jedem Land<lb/>
für sie zur Verfügung steht, die wirkliche Energiepolitik aber<lb/>
von den herkömmlichen Apparaten der Ministerien gemacht wird.<lb/>
Diese Gefahr besteht bei uns gar nicht, denn wie Dr. <rs type="person" ref="#per__123367">Hladik</rs> richtig<lb/>
bestätigte, werden bei uns alle eingeschaltet. Dies ist der<lb/>
grosse Vorteil, wenn man nicht genug Personal zur Verfügung hat.<lb/>
Die beiden Deutschen übrigens waren sehr überrascht, zu erfahren,<lb/>
dass wir im Handelsministerium tatsächlich 1 % pro Jahr einsparen.<lb/>
Harte Kritik gab es, dass die Bestandserhaltung in Österreich<lb/>
und in der Türkei nicht annähernd den Beschlüssen entspricht.<lb/>
Derzeit sollen 20 % d.h. 70 Tage Vorrat angelegt sein, wir haben<lb/>
46 Tage. Der grösste Teil davon dient, wie die beiden natürlich,<lb/>
die aus der Ölindustrie kommen, der normalen Lagerhaltung wie jede<lb/>
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1980 die Lagerpflicht auf 90 Tage erhöht. Ich erklärte sofort,<lb/>
dass ich ausserstande bin, jetzt eine diesbezügliche Verordnung<lb/>
schon zu erlassen. Wichtiger ist es, die Industrie dazu zu bringen,<lb/>
die 70 Tage endlich zu erfüllen. Ich erörterte den beiden die<lb/>
Schwierigkeit, überhaupt gesetzliche Massnahmen in Österreich<lb/>
durchzusetzen, <rs type="person" ref="#per__114944">Lantzke</rs> war gerade anwesend, als wir im Parlament<lb/>
über dieses Problem diskutierten. Statt des Energiesicherungsgesetzes<lb/>
bekam ich ein Erdöllager und Meldegesetz. Kopfschüttelnd nahmen<lb/>
die beiden diese Tatsache zur Kenntnis. Wenn Österreich kritisiert<lb/>
wird, hoffe ich, dass sie auf diese gesetzliche Unzulänglichkeit<lb/>
hinweisen werden, wenn der Länderbericht über Österreich erscheinen<lb/>
wird. Wichtig erscheint mir nur, dass wir auch bezüglich der Lager<lb break="no"/>haltung alles vorgekehrt haben, um durch ständige Ermahnung der<lb/>
Industrie, Internationale und ÖMV diese international übernommene<lb/>
Verpflichtung auch tatsächlich zu erfüllen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__107937">FRANK</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte auch schriftlich die Ölfirmen<lb/>
ständig zu mahnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_06">Im Ministerrat hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> gefragt, wie lange es noch dauert,<lb/>
bis die Bundesstrasse 17 in der Steiermark besser ausgebaut ist.<lb/>
Scheinbar hat er einmal dort wieder Versammlungen gehabt und<lb/>
festgestellt, wie unzulänglich dieses Strassenstück ist.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> erwidert, dass jetzt die Umfahrungen grösstenteils in Angriff<lb/>
genommen werden, Kapfenberg allein aber 1 Mia. S kostet. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
meinte, diese Strasse müsse forciert ausgebaut werden, wie dies<lb/>
bei sinkenden Budgetmitteln geschehen soll, hat er allerdings<lb/>
nicht gesagt. Sicher gibt es in Österreich durch die länderweise<lb/>
Aufteilung der Strassenmittel die unmöglichsten Verhältnisse.<lb/>
Bei Eisenstadt baut man eine Autobahn, wenn auch nur 4 km, wo<lb/>
gelegentlich ein Auto drüberfährt und in Ballungsgebieten gibt<lb/>
es die katastrophalsten Strassenverhältnisse, wo ständig Unfälle<lb/>
und Strassentote zu verzeichnen sind. Niemand kann aber scheinbar<lb/>
diese <choice><choice><sic>föderaltive</sic><corr>föderale/föderative?</corr></choice></choice> Aufteilung der Strassenmittel ändern.<lb/>
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der Atombehörde in Schönbrunn.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte Termin vormerken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_09">Ich habe bei der Tagesordnung die 15 Punkte umfasste, wo fast<lb/>
alle ausser dem Grünen Bericht der Landwirtschaft, nur Entsendung von<lb/>
Delegationen betraf, erwartet, dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> irgendeine Bemerkung<lb/>
macht. Diesmal dürfte ihm dies aber nicht besonders aufgefallen<lb/>
sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_10">Vor dem AKT-Vorstand berichtete ich über die Wirtschaftssituation<lb/>
aber ausschliesslich bezogen auf mein Ressort. Natürlich kam<lb/>
dann ganz besonders von den christlichen Arbeitnehmervertretern<lb/>
insbesondere Präs. <rs type="person" ref="#per__97583">Jäger</rs>, aber auch der Wiener Vizepräsident<lb/>
<rs type="person" ref="#per__139675">Eberhardt</rs> die Sprache sofort auf die Budget- und Steueränderung.<lb/>
Ich hatte es verhältnismässig leicht, die Argument zu widerlegen.<lb/>
Die Verminderung der Möglichkeit Sozialkapital zu bilden, führt<lb/>
keinesfalls dazu, dass die Pensionen der Arbeiter und Angestellten<lb/>
gefährdet sind, da genug jetzt rückgestellt wurde und überhaupt<lb/>
nur 10 – 14 % nach Erhebung der Arbeiterkammer eine solche Zusatz<lb break="no"/>pension bekommen. Selbst die PKW-Abschreibung resp. die 50 %<lb/>
Anerkennung des Kilometergeldes kann vom Arbeitgeber nicht auf den<lb/>
Arbeitnehmer überwälzt werden, denn dieser könnte, wenn er bis<lb/>
jetzt das Kilometergeld voll ausbezahlt bekommen hat, dieses einklagen.<lb/>
Das Ganze geht also wirklich ausschliesslich gegen die Privilegien<lb/>
der steuerlichen Begünstigung der Unternehmer. Ich muss zugestehen,<lb/>
dass diese nicht für die Privatentnahme des Unternehmens gebildet<lb/>
wurden sondern zur Stärkung seiner Eigenkapitalbasis. Unbestritten<lb/>
muss aber sein und ist es auch, dass in den vergangenen 7 Jahren<lb/>
durch die grosszügige Handhabung von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> die Unternehmer diese<lb/>
Möglichkeit entsprechend nützten. <rs type="person" ref="#per__123200">Swarovski</rs> soll bei einen Bedarf<lb/>
von 15 Mio., 90 Mio. Schilling steuerfrei gestellt haben, zugegebener<lb break="no"/>massen hat gerade in der Krisensituation <rs type="person" ref="#per__123200">Swarovski</rs> vor etlichen<lb/>
Jahren diese Rückstellung dringend gebraucht. Die VÖEST-Alpine soll<lb/>
250 Mio. Schilling, 3.5 Mia. Schilling Sozialkapital steuerfrei ge<lb break="no"/>bildet haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte lass prüfen, ob diese Ziffern<lb/>
tatsächlich grössenordnungsmässig stimmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_12">Redakteur <rs type="person" ref="#per__97507">Hacker</rs> frägt an, ob tatsächlich zwischen Nationalbankpräs.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> und mir vereinbart wurde, den Tourismus, wie wir in Österreich<lb/>
besser sagen, die Kletterei, entsprechend zu fördern. Ich erörtere<lb/>
ihm unsere Konzeption, insbesondere dass wir versuchen sollten einen<lb/>
Teil der jetzt entwickelten Aktivitäten der Urlauber zu fördern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_13">Die Wanderpässe, die Wandernadeln sind der erste Ansatz.<lb/>
Heuer hat der Hochgebirgstourismus Schlagzeilen gemacht, leider<lb/>
aber wegen der grossen Anzahl von tödlich Verunglückten. Wenn<lb/>
aber schon jetzt das Interesse, wenn auch durch ein negativ<lb/>
Image geweckt ist, müsste es uns eher gelingen, die Aufmerk<lb break="no"/>samkeit jetzt auf positive Politik und Massnahmen zu lenken.<lb/>
Das Handelsministerium selbst gibt seit Jahren den alpinen<lb/>
Vereinen 5 Mio. Schilling pro Jahr, allerdings hauptsächlich zur<lb/>
Verbesserung der sanitären Einrichtungen der Schutzhütte. Brutal<lb/>
ausgedrückt wie ich ihm sagte, die Häuselaktion für das Hoch<lb break="no"/>gebirge.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte kläre was <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> jetzt in dieser Frage<lb/>
vorbereitet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_15">Dr. <rs type="person" ref="#per__149392">Eckert</rs> als Rechtsvertreter der Firma <choice><choice><sic>Lobmeier</sic><corr>Lobmeyr?</corr></choice></choice> ruft an und teilt<lb/>
mit, dass es ihm gelungen ist, <rs type="person" ref="#per__149393">Bakalowits</rs>, der sich ebenfalls für<lb/>
das Saudi-Arabien-Geschäft interessierte, mit <rs type="person" ref="#per__149394">Lobmeyr</rs> zusammenzu<lb break="no"/>bringen. Dadurch wird jetzt nur eine einzige Firma diesen 150-Mio.-<lb/>
Schilling-Auftrag in Saudi-Arabien zugeschlagen bekommen. Der Finanz<lb break="no"/>minister hat jetzt bei uns im Handelsministerium angefragt, ob wir<lb/>
garantieren können, dass nicht mehr als 15 % Provision in diesen Be<lb break="no"/>trag steckt. Tatsächlich muss <rs type="person" ref="#per__149394">Lobmeyr</rs> 29 Mio. Schilling an die<lb/>
deutsche Consultingfirma, die sich ebenfalls um diesen Auftrag be<lb break="no"/>müht hat, zahlen. Davon sollen dann 7 - 8 % Provision an den saudi-<lb/>
arabischen Vermittler geben. S.Chef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> meint, wir könnten nicht<lb/>
eine diesbezügliche schriftliche Bestätigung über die Kalkulation abge<lb break="no"/>ben. Wir einigten uns dann darauf, dass wir doch einen, von <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs><lb/>
noch zu verantwortender Brieftext mit <rs type="person" ref="#per__149392">Eckert</rs> gemeinsam abgefasst<lb/>
werden soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_16">Die Autoprotestaktion des Wirtschaftsbundes führte mit einer<lb/>
Säule auch beim Handelsministerium vorüber. Grösstenteils waren es<lb/>
doch Kombis und mittlere Wagen, vereinzelt allerdings wie mir<lb/>
<rs type="person" ref="#per__127177">Papacek</rs> sagte auch teure Luxusauto. Zur grössten Überraschung, viel<lb break="no"/>leicht auch des Wirtschaftsbundes als Organisator, nahmen 6.500<lb/>
Autos daran teil. Die Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> war<lb/>
kurz, da dieser die Rücknahme des gesamten Gesetzentwurfes ver<lb break="no"/>langte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat mit recht erklärt, auf der Basis dieses Gesetz<lb break="no"/>entwurfes können Verhandlungen geführt werden, die der Wirtschafts<lb break="no"/><pb n="38-1047" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-09-13_1047.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>bund aber ablehnte. Die Freiheitlichen haben jetzt nach dem<lb/>
Freien Wirtschaftsverband ebenfalls mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ver<lb break="no"/>handelt und gewisse Zugeständnisse erreicht. Parteiobmann <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs><lb/>
hat bei der Kundgebung dann grosszügig angekündigt, wenn die<lb/>
ÖVP dann das nächste Mal gewinnt, dann wird sie diesen Gesetz<lb break="no"/>entwurf sofort wieder rückgängig machen. Wenn <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> noch bei mehreren<lb/>
solcher Gelegenheiten dies dezidiert immer wieder erklärt, wenn wo<lb break="no"/>möglich taktisch vorher die FPÖ immer kleine Ergebnisse erzielt<lb/>
und vielleicht sogar dem Gesetz im Parlament zustimmt, dann kann<lb/>
die ÖVP mit Sicherheit rechnen, dass eine kleine Koalition zustande<lb/>
kommen muss, weil sie die FPÖ auch durch entsprechende Zustimmung<lb/>
oder zumindestens Sympathie für Massnahmen die die SPÖ jetzt setzt,<lb/>
schwer<add>[hs. korrigiert, Anm.]</add> als Koalitionspartner bekommen kann. Die ÖVP-Leitung denkt<lb/>
dass die Autofrage für die Bevölkerung so eminent wichtig ist,<lb/>
dass man damit, ganz unabhängig wen es trifft, die Emotionen<lb/>
der Wähler gegen die Regierung nützen kann und nützen muss. Aus<lb/>
leidvoller Erfahrung 1968 denkt <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> und seine Leute, vielleicht<lb/>
ist jetzt auch der grosse Umschwung innerhalb der SPÖ-Regierungs<lb break="no"/>zeit.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_17">Bei der Vorstandssitzung auf der Landstrasse am Abend haben wir<lb/>
dieses Problem eingehend diskutiert, da ich persönlich glaube,<lb/>
dass sich in 3 Wochen bei den burgenländischen Wahlen zeigen wird,<lb/>
ob sich das Menetekel auch bei uns wiederholt, wie es der ÖVP<lb/>
ergangen ist. Damals wurde durch die burgenländische Wahl in<lb/>
meinen Augen die erste grosse Niederlage der ÖVP-Alleinregierung<lb/>
im Burgenland erzielt. Für mich steht ausser Zweifel, dass damit<lb/>
die burgenländischen Wahlen auch für uns Testcharakter haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_18">Dr. <rs type="person" ref="#per__146043">Prader</rs>, der Bruder des Verteidigungsministers, aber seit Jahr<lb break="no"/>zehnten Fachverbandssekretär der Baustoffwirtschaft kam mit seinen<lb/>
wichtigsten Repräsentanten vom Transportbeton um über die durch<lb break="no"/>geführte Preiserhöhung von 4.5 % mit mir zu reden. Der Gewerkschafts<lb break="no"/>bund verlangt, dass ich jetzt eine Preisregelung durchführe. Dies<lb/>
ist abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, in diesen Fall<lb/>
besonders unmöglich, weil ich kaum nachweisen kann, dass Rohstoff<lb break="no"/>preise gesunken sind. Der Zementpreis und die Schotterpreise wurden<lb/>
um 4 % von der Paritätischen Kommission genehmigt, noch dass betriebs<lb break="no"/>wirtschaftlich nicht Preissenkungen weitergegeben wurden. Dies<lb/>
werde ich dort kaum feststellen können. Meine gesetzliche Möglich<lb break="no"/>keit ist daher sehr gering, trotzdem habe ich natürlich sofort<lb/>
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von der Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund gegebenenfalls<lb/>
dazu gezwungen werde. <rs type="person" ref="#per__146043">Prader</rs> meinte, dann werden sie 6 Monate<lb/>
theoretisch preisgeregelt sein, denn selbstverständlich würden<lb/>
sie zum Verwaltungsgerichtshof gehen und das ganze Verfahren<lb/>
bringt mir nichts, ausser Zores. Nach längerer Verhandlung, an<lb/>
der auch der junge Beamte <rs type="person" ref="#per__131446">Schmid</rs>, sehr geschickt teilnahm,<lb/>
einigten wir uns, dass ab 1.10. für die neuen Verträge nur 3.5 %<lb/>
Zuschlag berechnet wird. Dies mag vielleicht eine optische Lösung<lb/>
sein, denn bei neuen Verträgen wird jeder einzelne Fall genau<lb/>
kalkuliert und dann das Anbot gemacht. Jede Baustelle muss nämlich<lb/>
auf Grund der Entfernung, der Steigung usw. von den Transportbeton<lb break="no"/>firmen kalkuliert werden. In den seltensten Fällen behauptet sogar<lb/>
........? wird aber dieser Kalkulationspreis dann tatsächlich abge<lb break="no"/>schlossen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte auf die nächste Tagesordnung Jour fixe<lb/>
AK und ÖGB setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_20">Die Sitzung des Energiesparvereins war eine Massenversammlung die<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> eingeladen hatte. Für ihn lauft dies auch nicht unter<lb/>
diesem Titel, sondern unter Austria-Energieagentur. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> er<lb break="no"/>örterte sofort, sie soll staatsfern und länderfern, aber auch<lb/>
erzeugerfern sein. Vernünftige Ratschläge sollte man dort sammeln<lb/>
und in der Öffentlichkeitsarbeit der Bevölkerung klar machen. Das<lb/>
Geld, welches man dort einsetzt, könnte man durch einen 50-fachen<lb/>
Ertrag beim Energiesparen dann am indirekten Weg zurückbekommen.<lb/>
Er schlug vor, ein Proponentenkomitee sollte sich bilden und dann<lb/>
mit dem von ihm vorgesehenen Sekretär <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> die notwendigen Ar<lb break="no"/>beiten beginnen. Zuerst schien gar keine Diskussion zustande zu<lb/>
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die Elektrizität nur 14 % der gesamten Energie ausmacht und dass<lb/>
jetzt der Verein der Elektrizitätswirtschaft sogar einen eigenen<lb/>
Verein wieder für Energie-Technologie sparende Forschung eingesetzt<lb/>
hat. <rs type="person" ref="#per__149395">Janetschek</rs> vom Gasverband verwies darauf, dass eigentlich das<lb/>
Ministerium ja alle Ziffern zur Verfügung hat und auch hier sehr<lb/>
aktiv ist und damit der Bund eigentlich diese Angelegenheit gut<lb/>
betraut und daher auch die Mittel dafür aufbringt. Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs><lb/>
ÖMV, meinte, das Sparen hat immer ein negatives Image des Entbehrens.<lb/>
Deshalb spricht man international jetzt immer von Konservation,<lb/>
d.h. nicht mehr auf das Sparen kommt es an, sondern auf das Konser<lb break="no"/><pb n="38-1049" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-09-13_1049.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>vieren der Energievorräte. Bgm. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> sagte, der Verein wird in<lb/>
Konfrontation mit Interessen, insbesondere der Hersteller von<lb/>
Heizgeräten, Elektrogeräten, PKW mit den Baunormen, mit der Bau<lb break="no"/>wirtschaft usw. in Konflikt kommen, deshalb müsse er gestärkt sein<lb/>
und auf diese Konfrontation eingestellt. LH <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> verwies darauf,<lb/>
dass in der Elektrizität und bei anderen Energieträgern, Kompetenzen<lb/>
über Preise, Ausbau, Studien usw. jetzt schon gibt und dass es<lb/>
daher notwendig wäre, alles genau zu überlegen. Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97496">Gruber</rs>,<lb/>
NEWAG, verwies ganz besonders darauf, dass im Handelsministerium<lb/>
schon alles was <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hier beabsichtigt, inkl. des Energiesparbei<lb break="no"/>rates existiert. Für ihm sei es eine Frage, welche Kosten werden<lb/>
entstehen und insbesondere was wird Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> machen. <rs type="person" ref="#per__118709">Wagen<lb break="no"/>sonner</rs>, TIWAG, meinte, es müsste eine Quantifizierung der Einsparung<lb/>
erfolgen, denn das Handelsministerium S.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> hat einmal mit<lb/>
Recht festgestellt, 1 % jährlicher Zuwachs geringer an Energie sei<lb/>
bereits ein grosser Erfolg. Präs. <rs type="person" ref="#per__149397">Robatsch</rs> aus der Steiermark meinte,<lb/>
sie hätten schon Energie- und Rohstoffsparvorschläge unterbreitet<lb/>
an alle Haushalte der Steiermark geschickt und damit gute Erfah<lb break="no"/>rungen gemacht. Es sollte also keine Parallelaktivität entstehen.<lb/>
LH <rs type="person" ref="#per__118211">Kessler</rs> verwies ganz besonders darauf, dass diese Institution<lb/>
nur von Fachleuten beschickt werden dürfte, aber jetzt schon so<lb/>
viele Fachleute in so vielen Institutionen sind. Primär möchte<lb/>
er aber darauf hinweisen, dass das Elektrizitätsrecht Kompetenz der<lb/>
Länder sei. Präs. <rs type="person" ref="#per__97761">Müller-Hartburg</rs> vom Architektenverein meinte<lb/>
was sei das Ziel dieses Vereines. Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__149396">Moser</rs> <add>[evtl. Dir. <rs type="person" ref="#per__149396">Weiser</rs> gemeint, Anm.]</add> soll sich als .....???<lb/>
Dir. <rs type="person" ref="#per__114463">Altziebler</rs>, Steweag meinte <choice><choice><sic>Sparratvorschläge</sic><corr>Sparvorschläge?</corr></choice></choice> hätten sie mit<lb/>
Einvernehmen das Landes gemacht und allen Haushalten ebenfalls<lb/>
zugeschickt. Präs. <rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs>, Industriellenvereinigung, verwies darauf,<lb/>
dass unpopuläre Massnahmen, z.B. die Wärmedämmung gemacht werden<lb/>
müssen und deshalb alles politische Entscheidungen seien. <rs type="person" ref="#per__112014">Erbacher</rs><lb/>
dann noch einmal, dass der Energiefluss im Diagramm jeden bekannt<lb/>
sein müsse – mit Recht hat er indirekt damit zum Ausdruck gebracht,<lb/>
dass insbesondere die sich mit Energie nicht beschäftigen und dazu<lb/>
gehört auch <rs type="person" ref="#per__149396">Moser</rs> <add>[evtl. Dir. <rs type="person" ref="#per__149396">Weiser</rs> gemeint, Anm.]</add>, eben davon kaum eine Ahnung haben, aber auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> immer wieder die Möglichkeiten überschätzt. Wichtig sei<lb/>
aber auch die Inventur aller Vereine, Organisationen, Institutionen,<lb/>
die sich bis jetzt bereits mit diesem Problemen beschäftigen. Sparen<lb/>
könne man nur im ganz geringen Ausmass. Die Schweiz denkt maximal<lb/>
bis 3 % und dies ausschliesslich auf dem Wärmesektor. <rs type="person" ref="#per__114975">Oberhammer</rs> wieder<lb/>
Generalintendant, verwies darauf, dass die Ergebnisse, die bis jetzt<lb/>
vorliegen, niemals mediengerecht verarbeitet wurden. <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs>, Gen.Dir.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-13_21">der Stadtwerke, verwies auf die derzeit energieaufwendigen Geräte<lb/>
die hergestellt werden und <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs>, Verband Konsumenteninformation,<lb/>
beschäftigt sich mit der psychologischen Seite der Frage für den<lb/>
Konsumenten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, der immer wenn jemand dagegen redete, sofort<lb/>
replizierte und mit der Zeit immer verärgerter wurde, fasste zu<lb break="no"/>sammen, dass es Absicht sei, die Bevölkerung über die Bedeutung<lb/>
der Energie klar zu informieren und es ihr klarzumachen. Aufklärung<lb/>
sei das Ziel und dafür sei er auf Grund der Kompetenz des Bundes<lb break="no"/>pressedienstes und damit der Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Wer<lb/>
sich für die Teilnahme interessiere, solle sich zum Proponenten<lb break="no"/>komitee nach Überlegung melden, wer nicht soll es bleiben lassen<lb/>
und wenn zu wenig teilnehmen, dann wird eben die Regierung diese<lb/>
Aufgabe allein machen. Zerreden wird er dieses ganze Projekt<lb/>
nicht lassen. Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> wollte einspringen und meinte, man<lb/>
könne ja jetzt schon die Proponentenkomitee-Idee beschliessen,<lb/>
denn die sei sehr gut. Wieder meldeten sich einige und meinten,<lb/>
Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> soll jetzt endlich einmal seine Konzeption vor<lb break="no"/>tragen. LH <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> unterstrich, dass das Handelsministerium ja<lb/>
kompetent sei und hier wirklich schon vieles geleistet hat. Da<lb/>
ich jetzt effektiv zitiert wurde, musste ich mich melden und<lb/>
erklärte dezidiert, dass erstens an der Kompetenz des Handels<lb break="no"/>ministeriums sich überhaupt nichts ändert, dass zweitens alle Arbeiten<lb/>
inklusive des Energiesparbeirates weiter fortgesetzt werden und dass<lb/>
drittens ich bereits 1974 einen Energiesparvorschlag gemacht habe,<lb/>
dass aber weder die Wärmedämmung in den Ländern, noch die inter<lb break="no"/>ministeriellen Massnahmen die vorgeschlagen wurde, von irgend<lb/>
jemand wirklich restlos, vielleicht vereinzelt andeutungsweise,<lb/>
durchgeführt wurde. Natürlich könnte ich jetzt auf Grund der letzten<lb/>
vorliegenden Ergebnisse darauf hinweisen, dass wir einen sehr schönen<lb/>
Sparerfolg erzielt haben. Die Elektrizität hat nur in den 7 Monaten<lb/>
um 2.3 % zugenommen und bei Öl gibt es sogar einen effektiven Rück<lb break="no"/>gang. Trotzdem bin ich hier vorsichtig mit einer Aussage, schmücke<lb/>
mich nicht mit fremden Federn, denn dafür ist das Wetter verant<lb break="no"/>wortlich und ich dafür leider nicht zuständig. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat selbst<lb break="no"/>verständlich den Wunsch vieler, dass <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs>, den er dort nur vor<lb break="no"/>stellte, indem er meinte, wo ist er, stehen Sie auf, nicht das Wort<lb/>
gegeben. Hätte <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> seine Konzeption dort dargelegt, wäre er<lb/>
sicherlich von den Fachleuten zerrissen worden und es hätte sich<lb/>
dort eine sehr unangenehme Situation für <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ergeben. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
selbst wollte niemand direkt widersprechen. <rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> aber hätten sie<lb/>
sicherlich fertiggemacht. Interessant für mich war nur noch der<lb/>
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das Sparen als ihr grosses Ziel darlegt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> möchte also<lb/>
scheinbar mit diesem Verein, ähnlich wie <rs type="person" ref="#per__109804">Carter</rs> in Amerika eine<lb/>
ganz grosse Kampagne starten. Da er sicherlich dafür wird wesentliche<lb/>
Mittel aufbringen, kann es ihm optisch auch gelingen. Hätte ich<lb/>
vor Jahren eine solche Aktion gestartet, wäre ich bestimmt an<lb/>
budgetären Schwierigkeiten gescheitert. Hier zeigt sich eben der<lb/>
grosse Unterschied, wenn der Bundeskanzler etwas in Angriff nimmt<lb/>
oder ein einzelner Minister. In der Verfassung steht zwar theore<lb break="no"/>tisch, dass alle Minister inklusive Bundeskanzler gleich sind,<lb/>
in der Praxis kann und wird dies nie sein, ausser, der Bundeskanzler<lb/>
ist so schwach und inferior, dass er die ihm automatisch gegebene<lb/>
wesentlich bessere Stellung als ein Primus inter pares nicht nützt.<lb/>
Dann ist in meinen Augen allerdings diese Regierung sehr kurzlebig<lb/>
und wenn es eine Ein-Parteiregierung ist, sicherlich bei der<lb/>
nächsten Wahl weggewählt. Die Bevölkerung – und ich behaupte sogar -<lb/>
auch die gesamte Staatsorganisation braucht nämlich so wie jeder<lb/>
andere Teilbereich des Staates, aber auch wenn es nach mir geht<lb/>
der einzelne Betrieb, bei allen partnerschaftlichen Verhältnissen<lb/>
und Demokratisierung der Verwaltung und der Wirtschaft immer an der<lb/>
Spitze einen Mann, der letzten Endes zu entscheiden hat. Dies hat<lb/>
nichts mit Autoritätssystem zu tun, schon gar nichts mit Diktatur,<lb/>
sondern ist die Erkenntnis von jahrzehntelanger Tätigkeit in den<lb/>
verschiedensten Institutionen, die ich mir gebildet habe.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 86. Ministerratssitzung, 13.9.1977</head>
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               <persName type="label">Weiser, Peter</persName>
               <persName><surname>Weiser</surname><forename>Peter</forename></persName>
               <occupation>Energieverwertungsagentur</occupation>
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               <persName type="label">Erbacher, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Erbacher</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>GD Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Müller-Hartburg, Herbert</persName>
               <persName><surname>Müller-Hartburg</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>Präs. Bundes-Ingenieurkammer</occupation>
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               <persName type="label">Schmid, Kurt</persName>
               <persName><surname>Schmid</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>Amtssekr. HM, Sekt. III, Abt. 6 (Preispol.)</occupation>
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               <persName type="label">Keßler, Herbert</persName>
               <persName><surname>Keßler</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>LH Vbg., ÖVP</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <occupation>Gewerkschafter?</occupation>
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               <persName type="label">Wagensonner, Hermann</persName>
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               <occupation>Dir. TIWAG</occupation>
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               <persName type="label">Swarovski, Daniel II.</persName>
               <persName><surname>Swarovski</surname><forename>Daniel II.</forename></persName>
               <occupation>Fa. Swarovski, Wattens (Tirol)</occupation>
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