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            <title type="main">Montag, der 12. September 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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ins Zimmer von <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, dass er gerade am Telefon mit irgend<lb/>
jemand brüllte, scheinbar wegen der Demonstration. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> ist<lb/>
sehr nervös und sehr verärgert. Natürlich habe ich sofort darauf<lb/>
Bezug genommen und gemeint, das war der grösste Fehler, den die<lb/>
Wirtschaft jemals begangen hat, ohne zu verhandeln, ja jetzt<lb/>
sogar noch die Verhandlungen abzulehnen. Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__118736">Schüssel</rs> vom<lb/>
Wirtschaftsbund erklärte er, das Gesetz muss weg, d.h. die<lb/>
Strasse diktiert jetzt welche Gesetze in Österreich gemacht<lb/>
werden sollen oder nicht. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> versuchte zu erörtern, dass die<lb break="no"/>ses Gesetz schlecht sei und für sie unakzeptabel, weshalb sie zu<lb/>
diesen Massnahmen greifen mussten. In den erläuternden Bemerkungen<lb/>
steht, dass es 400 bis 500 Mio. kostet, jetzt sagt <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> 1 - 1.5 %<lb/>
des Bruttonationalproduktes, die letzte Ziffer sogar angeblich 11 Mia.<lb/>
Ich rief sofort an und meinte ihre Behauptung 17 Mia. sei ja eine<lb/>
Hausnummer, die durch nichts zu belegen sei. Der Gesetzesentwurf<lb/>
muss aus mehreren Teilen zusammengestückelt sein, denn die mir von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> gezeigte Fotokopie lasst deutlich die einzelnen zusammenge<lb break="no"/>klebten Teile erkennen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Ich möchte sofort den uns zugeschickten Origi<lb break="no"/>nalentwurf des Finanzministeriums sehen.<lb/>
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der Gewerkschaft über dieses Problem mit meinen Kollegen diskutiert<lb/>
habe. Erstens wundert er sich, dass ich täglich in die Gewerk<lb break="no"/>schaft gehe, zweitens aber noch viel mehr, dass dort gar nicht<lb/>
die Absicht besteht, ihre Demonstration zu stören. Rundwegs er<lb break="no"/>klärte ich ihm, nachdem die Bauern demonstriert haben, wenigstens<lb/>
allerdings nachdem schon Verhandlungen begonnen hatten, der Wirt<lb break="no"/>schaftsbund jetzt demonstriert ohne Verhandlungen abzuwarten, wird<lb/>
die Arbeiterschaft in Zukunft, wenn sie Kampfmassnahmen wegen Er<lb break="no"/>folglosigkeit von Verhandlungen setzt, keinerlei Rücksicht mehr<lb/>
auf die Einwände der Unternehmer – man sollte doch alles fried<lb break="no"/>lich zu lösen – hören. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> ist besonders verärgert, weil der<lb/>
Redakteur <rs type="person" ref="#per__126891">Nagiller</rs> vom Fernsehen, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> von einem Ultimatum resp.<lb/>
von einer Entschuldigung, die die Wirtschaft von ihm verlangt,<lb/>
gesprochen hat. Im Vorstand des österreichischen Wirtschaftsbundes<lb/>
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wenn <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> klarstellt, dass er nicht die gesamte Wirtschaft<lb/>
unter der Steuerhinterziehung meinte. Diese Formulierung war aber<lb/>
zu weich, weshalb sie als einziges dann verlangen, er möge diese<lb/>
Behauptung zurücknehmen. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meinte ein Bundeskanzler kann<lb/>
sich nicht entschuldigen und daher wurde auch gar nicht erwartet<lb/>
dass er sich entschuldigt. Noch weniger war die Rede von einem<lb/>
Ultimatum. Wir kamen sofort auf die Angriffe der Handelskammer<lb/>
wegen der Handelsspannen der Autoimporte und Fahrzeugreparaturen<lb/>
resp. Ersatzteile bei der Preiserhebung über Fremdenverkehr und<lb/>
vor allem die Angriffe wegen der Einführung der Importscheine bei<lb/>
Textilien und Bekleidung zu sprechen. Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, dass ich<lb/>
nicht bereit bin dies hinzunehmen. Nur um die Lage nicht weiter<lb/>
anzuheizen und zu verschärfen, setze ich von <choice><choice><sic>dieser wöchigen</sic><corr>der dieswöchigen?</corr></choice></choice><lb/>
Pressekonferenz die Erhebung über Fahrschulen ab. Auch dort gibt<lb/>
es Differenzen bis zu 90 %. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> meinte, wir sollten alles momentan<lb/>
jetzt ruhigstellen. Dies kann ich deshalb nicht akzeptieren, weil<lb/>
gerade jetzt die Angriffe gegen mich laufen.<lb/>
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die Frage des Holzwirtschaftsrates jetzt auf 2 Monate zurückstelle.<lb/>
Sie können momentan die Arbeiterkammer nicht aufnehmen, da sind<lb/>
sie eher dafür, den Holzwirtschaftsrat aufzulösen. Ich erklärte<lb/>
ihnen dezidiert, dass dies sehr leicht sei, denn der Holzwirt<lb break="no"/>schaftsrat hat eine vollkommen ungesetzliche Praxis, der Bescheid<lb/>
ist nicht gehörig kundgemacht usw.<lb/>
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wir studieren den Tatbestand noch genauer, 2 Monate verschieben.<lb/>
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Silberne, sondern das grosse Goldene bekommt, das auch er hat.<lb/>
Er sieht keinerlei Schwierigkeiten weil er sozusagen als General<lb break="no"/>sekretär das grosse Goldene hat, dann <rs type="person" ref="#per__126971">Wakolbinger</rs> nicht auch den<lb break="no"/>selben Orden bekommen sollte.<lb/>
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der sich tatsächlich verdient hat, auch das grosse Goldene bekommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_09">Im Pressegespräch berichtete ich über den Streit mit dem Obmann<lb/>
der Sektion Gewerbe, <rs type="person" ref="#per__121793">Fuchs</rs>, bezüglich der Handelsspannen und der<lb/>
Erhebung des Wirtschaftsforschungs-Institutes. Frau Dkfm. <rs type="person" ref="#per__149363">Kohlruss</rs><lb/>
war wieder gekommen, um ihre Studie zu erörtern. Ich hätte nicht<lb/>
erwartet, dass sie sich so mutig noch einmal stellt. Natürlich<lb/>
kam gleichzeitig auch die Konzeption der weiteren Verhandlung über ein<lb/>
Preisgesetz zur Sprache. Ich bin sehr gespannt, was die Zeitungen<lb/>
dazu sagen werden. MR <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> berichtete über die Altstoff-Fibel<lb/>
und über den grossen Erfolg, den wir erreichen konnten. Auf diesem<lb/>
Gebiet sind wir glaube ich tatsächlich erfolgreich, insbesondere<lb/>
wenn die Gemeinde Wien jetzt die 1000 Container aufstellt. Reg.Rat.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107936">Elsinger</rs> berichtet über die Verbrauchsziffern bei Öl und Ölprodukten<lb/>
und ich ergänzte, dass auch bei der elektrischen Energie nur ein<lb/>
2.3 % Zuwachs in den ersten 7 Monaten zu verzeichnen ist. Sofort kam<lb/>
der Einwurf von den Redakteuren, wozu brauchen wir dann den Gen.Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113069">Weiser</rs> für ein Sparkomitee, wenn jetzt Optisch ein so guter Erfolg<lb/>
erzielt wurde. Dies ist allerdings in meinen Augen – und erklärte<lb/>
dies den Redakteuren – eine reine Frage der Witterung. Die<lb/>
Industrie hat 4.2 % Produktionszuwachs gehabt und noch immer gilt<lb/>
dort noch die Korrelation 1 : 1, d.h. auch der Stromverbrauch hat sich<lb/>
dort um 4.2 % erhöht. Der geringe Zuwachs ist ausschliesslich auf<lb/>
die Witterungsverhältnisse im heurigen Frühjahr zurückzuführen.<lb/>
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einen Bauernhof erworben hat und dort mit 8 Leuten eine Österreich<lb break="no"/>filiale sozusagen errichtet, möchte vom Handelsministerium eine<lb/>
Information, ob sie nicht nur ihre dort erzeugten Produkte ver<lb break="no"/>kaufen darf, was ja ohneweiters geht, sondern auch z.B. von<lb/>
Frankreich Wolle zukauft, die sie hier verarbeiten wollen um dann<lb/>
abzusetzen. Nicht nur landwirtschaftliche Produkte sollen vertrieben<lb/>
werden, sondern auch Schallplatten, Bücher usw. Ich erklärte sofort,<lb/>
dass sie in diesem Fall als Gewerbebetrieb gelten und entsprechende<lb/>
Voraussetzungen mitbringen, resp. Gewerbescheine erlangen müssen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> wird sich mit ihnen im Detail noch unterhalten, da auch die<lb/>
Tochter <rs type="person" ref="#per__116932">Windhabs</rs> daran beteiligt ist. In Frankreich und in der<lb/>
Schweiz, also insgesamt in allen ihren Stützpunkten und ihren<lb/>
Basislager sind ca. 100 Kommilitonen. Interessant für mich war die<lb/>
Aussprache insofern, als sie selbst zugegeben haben, jetzt kapita<lb break="no"/>listische Methoden anwenden zu müssen, weil sie ihre Idee, nur mit<lb/>
ihren Produkteverkauf finanzieren können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_12">Der Assessor von der Provinz Friaul-Venezien <rs type="person" ref="#per__149250">Stopper</rs> und Präs.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137473">Caidassi</rs> von der Triester Handelskammer kamen mit einer ganzen<lb/>
Delegation, wie dies bei der Wiener Messe jetzt schon Tradition<lb/>
ist. Wir unterhielten uns über die wirtschaftlichen Möglichkeiten<lb/>
insbesondere da Österreich im Hafen Triest jetzt schon einen<lb/>
26 %-igen Anteil ausmacht. Die wichtigste Frage war, da Jugoslawien<lb/>
eine Transitsteuer für Transporte erhebt und noch immer österreichi<lb break="no"/>sche Waren über Jugoslawien, sei es dann in die jugosl. Häfen, je sogar<lb/>
nach Triest gehen, ob hier nicht doch im stärkeren Masse der Direkt<lb break="no"/>verkehr zwischen Österreich und Italien gefördert werden kann. Dazu<lb/>
wird insbesondere der Ausbau der Autobahn – jetzt von Udine<lb/>
nach Carnia und dann bald nach Tarvisio beitragen. <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> hat ihnen<lb/>
versichert, dass ich bereits den Präsidenten der Region mitteilte,<lb/>
dass die österreichische Autobahn zeitgerecht an Arnoldstein ange<lb break="no"/>schlossen wird. Italien interessiert sich auch für die Kohlen-<lb/>
Pipeline von Polen nach Österreich und ich schlug ihnen vor, sie<lb/>
sollten sich mit <rs type="person" ref="#per__97880">Rosenstrauch</rs> zusammensetzen, damit sie ebenfalls<lb/>
im Komitee, resp. der Studiengesellschaft mitwirken. Triest baut jetzt<lb/>
den grossen Holzhafen aus, weitere 120 qm und könnte sich vorstellen<lb/>
dass österreichische Importeure, entweder für Österreich oder für<lb/>
Drittländer exotische Hölzer dort lagern. Ablehnen musste ich den<lb/>
Wunsch von Friaul, mit Kärnten ähnlich dem Nord-Südtirol-Accordino-<lb/>
Abkommen, ein solches ebenfalls zwischen den beiden Provinzen Kärnten<lb/>
und Friaul zu schliessen. Ich erklärte, dass wenn nicht Accordino<lb/>
schon unmittelbar nach dem Krieg geschlossen worden wäre, jetzt recht<lb break="no"/>lich gar keine Möglichkeit mehr besteht, weil dies eindeutig gegen<lb/>
unsere Verfassung verstösst. Die auf der Messe ausgestellten Gewerbe<lb break="no"/>betriebe als Zulieferanten, hier sind nur 30, in Summe gibt es 1000,,<lb/>
haben sicherlich Möglichkeiten auch nach Österreich zu exportieren.<lb/>
Die LKW-Transporte von Italien nach Österreich funktionieren sehr<lb/>
schlecht, weshalb sie bei der Handelskammer in Kärnten und bei LH<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> vorgesprochen haben. Lloyd Triestino bringt jetzt von<lb/>
Südafrika Bananen und möchte diese in Kühlcontainer gleich bis<lb/>
zum Verteilungszentrum nach Wien liefern. Dies halte ich nicht<lb/>
für sehr zweckmässig, weil letzten Endes dann die Bananen über ganz<lb/>
Österreich gestreut werden müssen, es daher in meinen Augen zweck<lb break="no"/>mässiger ist, dieses Verteilungslager woanders zu errichten. Im<lb/>
Interesse des Fremdenverkehrs sollten die Segelklubs von Österreich<lb/>
und Italien engeren Kontakt halten. Ebenso wäre es zweckmässig, wenn<lb/>
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wird. Hier verwies ich auf die Schwierigkeiten, die sich durch<lb/>
Alitalia und die AUA ergeben werden. Am meisten erfreut waren die<lb/>
Italiener zu hören, dass ich zu ihrer Tavola rotonda nach Como<lb/>
komme, auch dann wenn der italienische Handelsminister dort nicht<lb/>
erscheint. Scheinbar gibt es mit ihm Terminschwierigkeiten. Neuer<lb break="no"/>dings wurde ich zu einem Besuch Triests offiziell eingeladen,<lb/>
ich verwies darauf, dass ich erst kurz, allerdings privat in Triest<lb/>
gewesen bin und nur wegen Zeitmangel mich nicht bei den Präsidenten<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137473">Caidassi</rs> oder dem Assessor oder dem Präsidenten der Region gemeldet<lb/>
habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Sollte ich nächstes Jahr nach Italien fahren,<lb/>
dann werde ich wohl einen Besuch in Triest einbauen müssen.<lb/>
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weitere Vorgangsweise mit dem Irak. Der Irak möchte jetzt dringend<lb/>
die Gemischte Kommission in Bagdad einberufen. Er erhofft sich eine<lb/>
endgültig positive Zusage für ihren Wunsch 32 Experten, die aller<lb break="no"/>dings nicht mit konkreten Aufträgen von Firmen geschickt werden,<lb/>
zu erhalten. Derzeit hat Böhler für Strassenbaumaschinen 2 Experten.<lb/>
Einer davon hat <rs type="person" ref="#per__114597">Grubmayr</rs> erzählt, will jetzt unbedingt zurück,<lb/>
denn er arbeitet im Kurdengebiet. Das letzte Mal hat man einen<lb/>
LKW mit Toten an ihm vorübergeführt, er fühlt sich daher nicht mehr<lb/>
sicher. Wenn die Experten dort allerdings zurückgezogen werden,<lb/>
geht ein zukünftiger Auftrag garantiert verloren. Hoesch hat<lb/>
70, Schoeller-Bleckmann 15, Ruthner 2 Experten noch unten. Trotz<lb/>
grösster Anstrengung meldet sich in Österreich niemand. Die grossen<lb/>
Projekte, die VÖEST-Alpine angeboten hat, wurden zurückgestellt<lb/>
weil man jetzt momentan die Petrochemie bevorzugt und dort die<lb/>
Japaner, Franzosen und andere zum Zug kommen. Nur ein Treibstoff<lb break="no"/>tank-Angebot von Waagner-Biro kann eventuell abgeschlossen werden<lb/>
und für Ruthner eine Wasseraufbereitungsanlage. Das von <rs type="person" ref="#per__113605">Lintl</rs><lb/>
offerierte Radio und Fernsehzentrum, wo die Planung allein schon<lb/>
120 Mio. Schilling kosten würde, wird von den Irakern nicht mehr<lb/>
verfolgt. Es ist richtig, dass sie in dem Fall vertragsbrüchig sind,<lb/>
weil über die Planung bereits ein Vertrag unterschrieben ist. Die<lb/>
Iraker hätten aber mit diesem grossen Zentrum den ganzen arabischen<lb/>
Raum bedienen können und nicht nur ihr Land allein. Wir einigten<lb/>
uns dahingehend, dass <rs type="person" ref="#per__114597">Grubmayr</rs>, wenn er zurückkommt, mit dem<lb/>
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sie jetzt mit einen Fachmann die Expertenfrage so vorbereiten, dass<lb/>
im nächsten Jahr eine Gemischte Kommission mit meiner Anwesenheit<lb/>
in Bagdad abgehalten werden sollte.<lb/>
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Emirate, Saudi-Arabien und ich weiss nicht was sonst noch für<lb/>
arabische Staaten, besuchen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_16">Der ungarische Vizeminister <rs type="person" ref="#per__133015">Kovacs</rs> mit einer Delegation von Ungarn<lb/>
inkl. Handelsrat <rs type="person" ref="#per__110925">Mádai</rs>, aber auch von Olioprot der Vertreter <rs type="person" ref="#per__149370">Wenzel</rs>,<lb/>
sprachen wegen der weiteren Möglichkeiten des österr.-ungar. Handels<lb/>
bei mir vor. Interessanterweise kam er gar nicht auf das Pflanzenöl<lb break="no"/>projekt zu sprechen, das erwähnte ich bei der Einleitung und dann<lb/>
auch zum Schluss. Er berichtete nur, dass das Handelsvolumen sich um<lb/>
17 % erhöht, was sie sehr befriedigt, 80 Kooperationen, wovon<lb/>
35 Maschinen umfassen, sehr befriedigt arbeiten wegen der Zölle § 6<lb/>
nicht zufrieden sind und 2 Projekte, nämlich Invertzucker, wo <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
einen Brief an <rs type="person" ref="#per__110938">Lázár</rs> geschrieben hat, nicht zustande kommen werden<lb/>
und auch nicht eine <choice><choice><sic>Preßstuhlfabrik</sic><corr>Brennstofffabrik?</corr></choice></choice>, wo eine österr. Firma wahrschein<lb break="no"/>lich Pini &amp; Kay, den Namen hat er allerdings nicht genannt, nicht zum<lb/>
Zug kommt, weil die Finnen wesentlich billiger sind, Zum ersten Mal<lb/>
wurde mir gegenüber von den Ungarn jetzt zugegeben, dass durch das<lb/>
Freihandelsabkommen Ungarn, Finnland, eine österr. Firma benach<lb break="no"/>teiligt wird, weil diese 10 % Zoll bezahlen muss und daher auf<lb/>
alle Fälle zu teuer ist.<lb/>
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über diesen Fall vorlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_18">Über die Pflanzenölfabrik schlug ich dann vor, sollte man nicht,<lb/>
wie eine Vorbesprechung auf Beamtenebene ergeben hat, nur überlegen<lb/>
österreichische Raps-oder Sonnenblumen in Ungarn verarbeiten zu<lb/>
lassen, sondern auch den umgekehrten Weg zu prüfen. Diese Möglich<lb break="no"/>keit besteht nicht mehr weil die Ungarn bereits mit einer neuen<lb/>
Fabrik im Theiss-Raum begonnen haben. Die Ungarn erwarten bezüglich<lb/>
der Donnerstag-Delegation von Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__149372">Juhas</rs> wegen der Lignit-<lb/>
Kohle, dass Österreich von Ungarn nur die Kohle kauft und keines<lb break="no"/>falls jetzt die Möglichkeit besteht, dass Ungarn mit uns ein Kraft<lb break="no"/>werk errichtet. Gerade an einer solchen Kooperation wäre ich aber<lb/>
besonders interessiert gewesen. Die Kohlenvorkommnisse für das<lb/>
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Österreich allein vor 30 Jahre gedeckt werden können. Jetzt verstehe<lb/>
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Budapest immer nur von einen Kohlenliefervertrag gesprochen haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Lass von der Verbund prüfen, wann ein solches<lb/>
Kohlenkraftwerk im Hinblick auf die Zusage gegenüber den Polen,<lb/>
überhaupt erst möglich ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_20">In der Ministerratsvorbesprechung habe ich vorher Aussenminister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> das Problem mit den tschechischen aber auch ungarischen neuen<lb/>
langfristigen Handelsabkommen erörtert. Das Aussenamt verlangt dezidiert<lb/>
Texte, wo diese Oststaaten im Hinblick auf die Helsinki-Vereinbarung<lb/>
Informationen geben sollen, die die ganz entschieden ablehnen. Statistik<lb/>
über Produktion, Volkseinkommen, Verbrauch und Produktivität, Aus<lb break="no"/>senhandelsstatistik, mögliche Nutzung von Informationen über allgemeine<lb/>
Ausrichtung der staatlichen Wirtschaftspläne und Programme, Planungs<lb break="no"/>prioritäten, wirtschaftliche Marktbedingungen usw. <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> selbst hat<lb/>
sofort zugegeben, dass dies ganz unmöglich ist und dass er selbst<lb/>
grosse Schwierigkeiten hat mit den jetzt von seinen Beamten gefor<lb break="no"/>derten Wünschen hinsichtlich der Durchführung der Helsinki-Beschlüsse.<lb/>
Ich habe ihm einen entsprechenden Vorschlag, den wir den Bulgaren ge<lb break="no"/>macht haben und von dort akzeptiert wurde, ebenfalls übergeben und<lb/>
er wird mir Bescheid sagen, ob in diesem Sinne verhandelt werden soll<lb/>
und kann. Er hat nur grosse Sorge, dass <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> ihn und seine Beamten<lb/>
zu allen Sitzungen einlädt. Dies konnte ich sofort entkräften und<lb/>
erklärte, alles wird interministeriell besprochen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte sorge dafür, dass tatsächlich immer<lb/>
<choice><choice><sic>der</sic><corr>das</corr></choice></choice> Aussenamt eingeladen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_22"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst erörterte seine Konzeption für die nächstwöchige<lb/>
Regierungsaussprache am Kahlenberg. Mitarbeiter dürfen nicht mitge<lb break="no"/>nommen werden, sie müsste draussen warten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, man müsste<lb/>
eine kleine Arbeitsgruppe dann bilden und er wird der Vorsitzende<lb/>
sein, denn die müssten jetzt die Massnahmen ausformulieren, die<lb/>
längere Gültigkeit haben sollten. Keinesfalls geht es an, dass wir<lb/>
nach 3 Monaten dann wieder dieses Konzept ändern. Eine Steuerreform<lb/>
kommt vor den Wahlen nicht in Frage. Die Regierung hat ihre Moral<lb/>
verloren wenn sie vor den Wahlen Steuersenkung macht, wenn man nicht<lb/>
einmal weiss, wo die Bedeckung dafür herkommen soll. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat zwar –<lb/>
<pb n="38-1040" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-09-12_1040.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>und von seinem Standpunkt als Gewerkschaftspräsident zurecht ge<lb break="no"/>fordert, 1979 soll eine Steuersenkung erfolgen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> kennt aber<lb/>
den Standpunkt von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat heute eine Versammlung bei<lb/>
3000 Eisenbahnern gehabt und dort eine gute Stimmung angetroffen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint jetzt, es hat dort sicherlich keine Diskussion<lb/>
gegeben, schon aus dem Applaus heraus kann er ablesen, wie sehr<lb/>
die Arbeiter noch hinter der Regierung stehen. Ob er tatsächlich<lb/>
ein solche Gefühl entwickeln kann bezweifle ich zwar, doch die<lb/>
nächsten Meinungsumfragen werden alles zeigen. Die Zahlungsbilanz<lb/>
kann nur saniert werden, wenn direkte Massnahmen getroffen werden.<lb/>
Entweder Reduzierung der Käufe, oder so teuer machen, dass der Staat<lb/>
in dem Fall gleich entsprechend grosse Einnahmen hat. In Dänemark<lb/>
hat man eine Abgabe, wo das Auto so teuer kommt wie der Preis des<lb/>
Wagens. Gegebenenfalls könnte man einen dritten Mehrwertsteuersatz<lb/>
einführen. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> war nicht anwesend. doch hat er gestern mit<lb/>
ihm, wie er erklärte, stundenlang darüber gesprochen. Auch die<lb/>
Auslandsreisen müssten plafondiert werden. Derzeit kann jeder 26.000<lb/>
Schilling Devisen von der Bank abheben. Seiner Meinung genügen voll<lb break="no"/>kommen 20.000. Die Summe der Ausgaben von 23 Mia. Schillingen<lb/>
kann nicht für Auslandsreisen allein gedient haben, sondern hier<lb/>
handelt es sich um einen Geldtransfer. Juwelier <rs type="person" ref="#per__114675">Haban</rs> soll angeb<lb break="no"/>lich 50 Mio. Schilling in die Schweiz gebracht haben. Die Wirtschafts<lb break="no"/>prognosen sind wieder falsch die WIFO muss das BNP von 4.5 auf 4 %<lb/>
reduzieren. Er selbst hat seinerzeit schon gemeint, 3 sei das Maximum<lb/>
das wir erreichen werden. Es gibt in der Welt schon bessere Modelle<lb/>
die werden in Österreich aber nur nicht angewendet. Er möchte keine<lb/>
dramatischen Massnahmen wie in Skandinavien, aber die verstaatlichte<lb/>
Industrie muss jetzt Verkäufe zu Verlustpreisen tätigen. In Wirk<lb break="no"/>lichkeit müssten von der verstaatlichten Industrie 15.000 Beschäftigte<lb/>
entlassen werden. Er ist es letzten Endes der immer wieder Unter<lb break="no"/>nehmer verhält, Investitionen zu tätigen. So war es bei <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs><lb/>
in Fohnsdorf, bei der VÖEST-Alpine in Zeltweg über die Bergbau<lb break="no"/>maschinen, wo am Anfang nicht einmal 100 Mio., die bereitgestellt wur<lb break="no"/>den, von der VÖEST beansprucht wurde. Jetzt geht es um das Zellstoff<lb break="no"/>projekt, wo ich sofort zustimmte, dass dies in meinen Augen eine<lb/>
Möglichkeit ist und um Austro-Porsche, wo ich meinte, hier müsste<lb/>
die Vertriebsfrage geklärt werden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> stimmte insoferne zu<lb/>
als er meinte, <choice><choice><sic>Kreysler</sic><corr>Chrysler</corr></choice></choice> hätte ihnen jetzt mitgeteilt, 10.000 $<lb/>
Autos seien leicht zu verkaufen, doch ist er nicht sicher ob Chrysler<lb/>
auch einsteigt. Er verlangt jetzt – wer immer den Wagen produzieren<lb/>
<pb n="38-1041" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band38/38_1977-09-12_1041.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>möchte und vertreiben möchte – ein Joint venture. Wenn schon<lb/>
kein Austro-Porsche gebaut wird, so ist es immerhin möglich, dass<lb/>
Renault jetzt in Gleisdorf einen Teilbetrieb macht und auch ein<lb/>
italienischer Konzern sich dafür interessiert. Diese Information<lb/>
über die Aktivitäten der Regierung in der nächsten Zeit ist insbe<lb break="no"/>sondere was das Programm betrifft als strengst vertraulich zu be<lb break="no"/>handeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_23">Nach den morgigen Ministerrat erwartet er, dass die Presse ihm<lb/>
fragt, wie es jetzt in Österreich mit dem Terrorismus weitergehen<lb/>
wird. Insbesondere steht noch das oberstgerichtliche Urteil über<lb/>
die Terroristin <rs type="person" ref="#per__113052">Boock</rs> aus. Er meint <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> müsste sich jetzt den<lb/>
Kopf zerbrechen, wie wir gegebenenfalls Massnahmen in Österreich<lb/>
treffen, die sich von den deutschen wesentlich unterscheiden<lb/>
müssen. Vielleicht ist es zweckmässig, so wie bei der Gendarmerie<lb/>
auch bei der Polizei eine besondere Abteilung für Terrorbekämpfung zu<lb/>
errichten. Jetzt gibt es eine Welle für die Todesstrafe. Er meint<lb/>
politisch wirksam ist aber nur ein Gegenstromsystem, d.h. über dieses<lb/>
Problem dürfe man dann erst diskutieren, keinesfalls aber die Todes<lb break="no"/>strafe propagieren bis dieser Terror in Deutschland abgeflaut ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_24">Was die österreichische Wirtschaftsbund-Demonstration betrifft, so<lb/>
wird er nicht nachgeben. Nur was der Freie Wirtschaftsverband<lb/>
erkämpft, das wird von der Regierung auch dann akzeptiert. Das<lb/>
Demonstrationsrecht wurde von uns für die Menschen erkämpft und<lb/>
nicht für Fahrzeuge. Trotzdem wird er die Delegation empfangen,<lb/>
ihnen auch vorschlagen, es soll ein Schiedsgericht darüber ent<lb break="no"/>scheiden, ob er die Wirtschaft beleidigt hat oder nicht. Vor den<lb/>
Österreichischen Wirtschaftsbund-Demonstranten empfängt er eine<lb/>
freiheitliche Abordnung, weil diese an der Demonstration nicht teil<lb break="no"/>nehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_25"><rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> berichtet über den grünen Plan. Die Landwirtschaft hat<lb/>
um 12 % im Durchschnitt im Vorjahr einen grösseren Erlös. Die Berg<lb break="no"/>bauern sogar um 25 %. Das Realeinkommen gegen 1970 der Bauern ist<lb/>
um 38 % gestiegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte eine Zusammenstellung über Realeinkommen<lb break="no"/>steigung der einzelnen Gruppen machen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_27"><rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> verwies darauf, dass die Volksanwälte jetzt 7.000 Schilling<lb/>
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weil sie mit dem eigenen Auto fahren, bekommen sollen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
verwies darauf dass ein Präsidialpauschale für die 19 Beschäftigten<lb/>
die in der Volksanwaltschaft tätig sind, nicht möglich ist und<lb/>
vor allem man nicht im vorhinein sagen kann, dass sie ihr eigenes<lb/>
Auto für den Dienst benötigen. Er plädiert deshalb die ganze Sache<lb/>
noch einmal zurückzustellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band38_1977-09-12_28">Bei der deutschen Botschaft traf ich den <choice><choice><sic>Präsidenten</sic><corr>Wirtschaftsminister?</corr></choice></choice> von Baden-<lb/>
Würtemberg, Dr. <rs type="person" ref="#per__97405">Eberle</rs>. Er legt grössten Wert darauf auf bessere<lb/>
Kontakte zwischen der österreichischen Wirtschaft und seinem Land.<lb/>
Ohne sich in den Austro-Porsche einmischen zu wollen, verwies<lb/>
er darauf, dass es ungeheuer problematisch ist, ein solches Auto<lb/>
zu bauen. Er hat die schlechtesten Erfahrungen mit diesbezüglichen<lb/>
Ansätzen. Natürlich hat sich in Deutschland jetzt in seinem Land<lb/>
einige Autofirmen durchgesetzt, doch ein neues würde er sich nicht<lb/>
getrauen zu beginnen. Der deutsche Botschafter <rs type="person" ref="#per__116687">Grabert</rs> verwies dann<lb/>
darauf, dass es dringend notwendig ist, dass die Deutschen ent<lb break="no"/>weder mehr Zulieferungen zu uns geben und damit die österreichischen<lb/>
Exporte nach Deutschland vergrössern, oder überhaupt dazu beitragen<lb/>
dass das Handelsbilanzdefizit zwischen Deutschland und Österreich<lb/>
abgebaut wird. <rs type="person" ref="#per__116687">Grabert</rs> hilft uns zumindestens optisch in dieser<lb/>
Frage sehr viel. Leider ist der praktische Erfolg sehr gering.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Lintl, Hannes</persName>
               <persName><surname>Lintl</surname><forename>Hannes</forename></persName>
               <occupation>Architekt, Honorarkonsul Amman</occupation>
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               <persName type="label">Pleschiutschnig, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Pleschiutschnig</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Kabinett Staribacher</occupation>
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               <occupation>Präs. Handelskammer Triest</occupation>
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