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            <title type="main">Montag, der  1. August 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_01">Montag, 1.8.1977<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_02">Die Betriebsräte von der Fleischfirma Lukas KUNZ fürchten um<lb/>
ihre 200 Arbeitsplätze. Der Firmeninhaber ein Schweizer, hat die<lb/>
ehemalige Produktiv in St. Marx gekauft, die letzten Jahre über<lb break="no"/>haupt nichts investiert. In der Gewerkschaft sagte mir der Flei<lb break="no"/>schersekretär schon vor längerer Zeit, dass, wenn die Autobahn<lb/>
über seinen Grund jetzt in St. Marx führt, er für die Ablöse den<lb/>
Betrieb stillegen will. Das Bautenministerium, Minister <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> bestä<lb break="no"/>tigte es mir neuerdings, denkt nicht daran auch nur einen Schilling<lb/>
als Ablöse zu bezahlen. Ich vereinbare mit den Betriebsräten und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs>, dass diese mit den Grundstückreferenten des Ministeriums<lb/>
über alle Details sprechen sollen, damit sie bei der nächsten<lb/>
Aufsichtsratssitzung besser informiert sind. Firmenchef <rs type="person" ref="#per__149037">Lukas<lb/>
Kunz</rs> hat nämlich bei der letzten angekündigt, er zieht sich zurück<lb/>
und auch der Konzessionsträger wird sofort den Betrieb schliessen.<lb/>
Angeblich wird durch Abgase und ........ es nicht mehr möglich sein<lb/>
die Wurst und Fleischsorten ohne entsprechende Beanstandung durch<lb/>
die Lebensmittelpolizei zu erzeugen.Alle sind überzeugt, dass dies<lb/>
nur ein Vorwand ist, um einen grösseren Ablösebetrag zu bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte setze Dich mit Sekretär <rs type="person" ref="#per__133118">Hacker</rs> ins<lb/>
Einvernehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_04">Ich verständige Minister <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> auf seiner Hütte auf der Tauplitz<lb/>
von meiner Aussprache mit Botschafter <rs type="person" ref="#per__125287">Sommaruga</rs> von der Schweiz,<lb/>
der erstmalig bei der Dornbirner Messe war. Bisher war bei dieser<lb/>
Messe immer nur Liechtenstein vertreten. <rs type="person" ref="#per__125287">Sommaruga</rs> hat mich ge<lb break="no"/>fragt, wie es mit der Panzerbestellung für die Schweiz steht. Ich<lb/>
hatte ihm dezidiert erklärt, dass es bereits seinem Chef, Bundesrat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97375">Brugger</rs> vor längerer Zeit über die Situation genau informierte,<lb/>
dass nämlich Minister <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> nicht gedenkt den Vertrag zuerst bis<lb/>
Juli und jetzt bis Ende September abzuschliessen. General <rs type="person" ref="#per__149039">Haber<lb break="no"/>mann</rs> der Beschaffungschef hat den Vertrag schon unterschriftsreif<lb/>
für Ende Juli zur Unterzeichnung in Bregenz vorgehabt. <rs type="person" ref="#per__149039">Habermann</rs><lb/>
drängt auf die Ausrüstung der österreichischen Panzereinheiten<lb/>
mit Schweizer Panzer. <rs type="person" ref="#per__125287">Sommaruga</rs> meinte, die Schweizer Firmen<lb/>
kaufen jetzt bereits im Hinblick auf die Kompensationswünsche<lb/>
Österreichs, mehr österreichische Waren, die sie nur im Hinblick<lb/>
auf das zu erwartende Panzergeschäft tätigen. Wenn dies nicht<lb/>
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sondern dann überhaupt keine mehr von Österreich beziehen werden.<lb/>
Eine Entscheidung sollte daher so rasch als möglich fallen. Ich<lb/>
habe von dieser Aussprache in Bregenz auch sofort den dort<lb/>
anwesenden Handelsdelegierten in der Schweiz, Dr. <rs type="person" ref="#per__127889">Koch</rs> informiert.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> versicherte mir neuerdings, er hätte sich noch nicht endgültig<lb/>
entschieden, wahrscheinlich aber wird er den Schweizer Panzer<lb/>
nicht kaufen. Die Steyr-Daimler-Puch-Werke, Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__111400">Malzacher</rs>,<lb/>
haben ihm versichert, sie werden in Griechenland für die dortige<lb/>
Regierung in ihrem Werk in Thessaloniki in Lizenz den englischen<lb/>
Panzer Vickers produzieren. Gegebenenfalls könnte auch für Österreich<lb/>
dann dieser Panzer von den Steyr-Daimler-Puch-Werken in Österreich<lb/>
erzeugt werden. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> muss jetzt eine Verpflichtung, die <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs><lb/>
eingegangen ist, erfüllen. Seinerzeit wurde vereinbart, dass wenn<lb/>
die Kürassier nicht exportiert werden können, gegebenenfalls das<lb/>
österreichische Bundesheer solche, die theoretisch übrigbleiben.<lb/>
kauft. Jetzt müsste er 80 Stück übernehmen. <rs type="person" ref="#per__125287">Sommaruga</rs> hat vorge<lb break="no"/>schlagen, dass traditionsgemäss die österreichischen Minister<lb/>
immer ihren ersten Besuch im Ausland in die Schweiz absolvieren.<lb/>
Auch ich hatte seinerzeit zuerst <rs type="person" ref="#per__97375">Brugger</rs> in Bern besucht. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs><lb/>
versicherte mir, dass er im Oktober Bundesrat <rs type="person" ref="#per__149040"><choice><choice><sic>Knöchel</sic><corr>Gnägi</corr></choice></choice></rs> in Bern<lb/>
besuchen wird.<lb/>
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schon Kompensationslieferung angelaufen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_06">Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> berichtet mir von seiner Polen-Reise. Er hat mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114624">Obermair</rs> gemeinsam das Planungsministerium und das neu gegründete<lb/>
Elektrizitätsministerium Vizeminister <rs type="person" ref="#per__149041">Felitzky</rs> besucht. Dieser war<lb/>
seinerzeit Vorsitzender der Atomkommission und hat auf den österrei<lb break="no"/>chischen Wunsch, zu prüfen, ob eine internationale Kooperation wegen<lb/>
des Atommülls möglich ist, sehr positiv reagiert. Allerdings konnte<lb/>
er auch noch keine wie immer geartete Zusage, ja nicht einmal eine<lb/>
Andeutung machen. Ich habe das feste Gefühl, hier müssen die Polen<lb/>
sich mit der UdSSR abstimmen resp. die Genehmigung für Aktivitäten<lb/>
bekommen. Bezüglich der Errichtung der HGÜ, der Übertragungsanlage<lb/>
wird man wahrscheinlich mit einem Baukostenzuschuss sich einigen.<lb/>
Die österreichische Seite verlangt 250 Mio. Schilling. Angeblich<lb/>
sind die Polen bereit, maximal 100 Mio dafür zu bezahlen. Elektrin,<lb/>
die Gesellschaft die den Strom liefern wird möchte über die österr.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_07">Übertragungsanlage dann eventuell selbst Importe nach den<lb/>
Westen tätigen, deshalb daran beteiligt sein, um gegebenenfalls<lb/>
Handelsprofit zu ziehen. Dies wird Schwierigkeiten bereiten. Be<lb break="no"/>züglich der Kohlenpipeline von Kattowitz nach Linz, wird, wie die<lb/>
Polen genau erkennen, der Rhein-Main-Donau-Kanal einmal eine grössere<lb/>
Rolle spielen. Überhaupt möchten sie eine Kooperation, um die<lb/>
Kohlentrocknung, die wir in Österreich mit dem Fleissner-Verfahren<lb/>
entwickelt haben, zusammenarbeiten. Die GKT hat hier einige Er<lb break="no"/>fahrungen und Vorstandsdirektor <rs type="person" ref="#per__132462">Juvancic</rs> der VÖEST Alpine<lb/>
wird von <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> diesbezüglich informiert und ersucht die Kontakte<lb/>
aufzunehmen. Die Polen beabsichtigen ausser den 400 MW in den<lb/>
Ende 80-er Jahre weitere 800 MW vertraglich abzuschliessen. Ich<lb/>
informierte <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> über die Verhandlungen wegen der TKW-Aktivitäten<lb/>
im Zillergründl, aber vor allem auch in Osttirol. Insbesondere über<lb/>
die Ablieferung von Kleinkraftwerk der Gemeinde Matrei. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> ist<lb/>
fest davon überzeugt, dass LH <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> Matrei diesen Wasserrechtsbe<lb break="no"/>scheid gegeben hat, um eine höhere Ablösesumme von der Osttiroler<lb/>
Studiengesellschaft, an der auch die Verbund zur Hälfte beteiligt ist,<lb/>
zu bekommen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob nicht hier doch teil<lb break="no"/>weise ein Versehen vorliegt, weil die TIWAG jetzt auch die Hälfte<lb/>
dieses Betrages übernehmen muss.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: <rs type="person" ref="#per__114091">Gmeinhart</rs> soll recherchieren, wie die Sache tat<lb break="no"/>sächlich liegt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_09"><rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> und ich kamen neuerdings überein, dass unter gar keinen Um<lb break="no"/>ständen die Verbund mit einer Sondergesellschaft, oder gar viel<lb break="no"/>leicht die Osttiroler Studiengesellschaft den Bau des Dorferspeichers<lb/>
durchführen sollte. Es besteht gar keine Notwendigkeit, eine neue<lb/>
Gesellschaft zum Bau dieses Kraftwerkes, oder gar zum Betreiben<lb/>
dann zu gründen. Dies sollte unter allen Umstanden die Aufgabe der<lb/>
TKW werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_11">Beim Pressefrühstück hat <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> über die Einführung der Import<lb break="no"/>scheine, ich bei dieser Gelegenheit gleich über die Dornbirner<lb/>
Erklärung zur Textil- und Bekleidungssituation referiert. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs><lb/>
berichtete über Polen. In beiden Fällen gab es nur informative Anfragen<lb/>
und keine Kritik. Beim Fremdenverkehr, wo sich herausstellte,<lb/>
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und sogar Nächtigungszuwächse, referierte ich ergänzend, weil<lb/>
entsprechende Waschzettel vorlagen, über die Aufstockung der<lb/>
Hausaktion und der Neueinführung der Aktion für Seen-Reinhaltung.<lb/>
Hier kam es dann zu kritischen Bemerkungen, welche Beträge eigent<lb break="no"/>lich für diese Aktionen zur Verfügung stehen. Zuerst wollte ich<lb/>
nicht einmal die 10 Mio. Schilling für die Seen-Aktion nennen,<lb/>
weil sie erstens gar nicht ausreichen und dann zweitens den<lb/>
Eindruck erwecken, dass wir tatsächlich hier in grösserem Umfang<lb/>
etwas unternehmen können. In Wirklichkeit – und darüber müssen sich<lb/>
doch die Leute, die die Details kennen – im klaren sein, handelt<lb/>
es sich ja nur um eine Alibiaktion. So wie ich sofort auf die<lb/>
Angriffe der deutschen Fernsehanstalten wegen Kärntens teurer Frem<lb break="no"/>denverkehrswirtschaft mit der Einladung reagiert habe, reagierte ich<lb/>
auch auf die Beschwerden Kärntens, wegen der hohen finanziellen<lb/>
Belastung von Seeanrainern. Erstmalig war bei unserem Pressege<lb break="no"/>spräch auch der Redakteur von Zeit im Bild 2, <rs type="person" ref="#per__135868">Werner Nussbaum</rs>,<lb/>
anwesend. Zu meiner Überraschung erzählt er mir, dass sie sehr wohl<lb/>
die Filme des 2. Deutschen Fernsehens und auch der ARD mit den<lb/>
Angriffen besitzen. Kein Wort sagte er, dass er abends den LR<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111733">Brunnenfeld-Ferarri</rs>, zu einem Studiengespräch gebeten hatte.<lb/>
Wahrscheinlich fürchtete er, dass in diesem Fall ich auch verlangt<lb/>
hätte, daran teilzunehmen, was sicher sein Konzept gestört hätte.<lb/>
Wie ich abends dann selbst feststellen konnte. Natürlich wurde ich<lb/>
im Pressegespräch auch über die 10 %-ige Autosteuer gefragt. Ich<lb/>
erklärte, dass es sich hier nicht um eine vergleichbare Massnahme<lb/>
wie in der ÖVP Zeit handelt, wo der Letztverbraucher 10 % vom<lb/>
Verkaufspreis zusätzliche Abgabe entrichten musste. Hier wird der<lb/>
Importeur getroffen, damit er mit den Mutterwerk überlegt, die<lb/>
überhöhten österreichischen Autoimporteinstandspreise entsprechend<lb/>
zu reduzieren. Hier kam mir die Tatsache zugute, dass nicht autori<lb break="no"/>sierten Importhändler einzelne Autowagentypen mit 17 % Agio anbieten.<lb/>
Wenn es durch die Autoabgabe, wie ich sie bezeichne gelingt, den<lb/>
Importabgabepreis wenn schon nicht um 10 %, so doch nur um einen<lb/>
Bruchteil des Satzes zu senken, dann erspart sich Österreich<lb/>
Devisen. Diese Ausrede ist glaube ich nicht nur gut, sondern sogar<lb/>
auch zutreffend. Mit Recht wurde ich befragt, warum man dann seiner<lb break="no"/>zeit die <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> 10 %-ige Autosteuer, die er vorgeschlagen hat, abge<lb break="no"/>lehnt hat. Meine Ausrede war, ich habe weder die jetzige, noch die<lb/>
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zuständig bin und auch unter gar keinen Umständen in der Kompetenz<lb/>
Anderer mich einmische. Wie sich wieder einmal herausstellt, ein<lb/>
sehr guter Grundsatz.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_12"><rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> berichtet mir unter vier Augen, dass die Firma Touropa<lb/>
Incoming-Geschäft betreiben möchte und sollte. Die ausländischen<lb/>
Vertreter möchten jetzt zur österreichischen Touristenbörse<lb/>
ATB ebenfalls Zugang haben, was aber entschieden abzulehnen ist.<lb/>
Die Ausländer wurden aufgefordert, bei der Ferienmesse auszustellen<lb/>
und dies ist ein sehr grosses Entgegenkommen österreichischerseits.<lb/>
Bei der Touristenbörse aber haben sie nichts verloren, denn diese<lb/>
wurde ausschliesslich für die Österreichischen Hoteliers und<lb/>
Pensionen zur Anbotserstellung für ausländische <choice><choice><sic>Wholsailer</sic><corr>Wholesaler</corr></choice></choice>, wie<lb/>
der neue schöne deutsche Ausdruck heisst, wir würden sagen Ver<lb break="no"/>anstaltungsreisebüros, durchgeführt. <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> hat einen anderen sehr<lb/>
guten Vorschlag, dass nämlich ein Staatspreis für die beste Image-<lb/>
Werbung Österreichs, für das Österreichbild für die Identifikation<lb/>
mit Österreich geschaffen werden soll. Er hat diesbezügliche Ge<lb break="no"/>spräche mit den Werbefachleuten geführt. Ich stimme den sofort zu.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte die notwendigen Vorbereitungen<lb/>
zu treffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_14">Der Finanzminister hat jetzt seinen Vertreter, Dr. <rs type="person" ref="#per__110130">Kaber</rs> in der<lb/>
ÖFVW beauftragt, zu den für das Budget vorgesehenen Erhöhung des<lb/>
Beitrages des Bundes zur ÖFVW noch 1 Mio. Schilling für eine<lb/>
Ausstellung Forum Metall in Linz dazuzuzählen. Scheinbar hat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> wieder einmal irgendwo eine Zusicherung gemacht eine<lb/>
Subvention zu geben, kann sie über sein Budget kaum abwickeln,<lb/>
weil er dafür ressortmässig nicht zuständig ist und ersucht nun<lb/>
die ÖFVW diese Aktivität zu übernehmen. Ich bin über diese Auf<lb break="no"/>stockung nicht sehr glücklich. Er hat gegebenenfalls, wenn er im<lb/>
nächsten Jahr keine Erhöhung mehr zugestehen kann, wir theoretisch<lb/>
1 Mio. Schillinge weniger bekämen. Andererseits aber ist gerade diese<lb/>
1 Mio. Schilling mehr damit im nächsten Jahr nicht weniger heraus<lb break="no"/>kommt, vielleicht ein Grund den Budgetbetrag-Förderung für die ÖFVW<lb/>
wieder erhöhen zu müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_15">Mit den Vertretern Touropa, <rs type="person" ref="#per__109819">Hrabac</rs> und <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> vereinbare ich, dass<lb/>
wenn diese das Inlandsgeschäft auch betreiben will, vorerst die<lb/>
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in unserer Arbeitsgruppe, dafür gewonnen werden müssen. Derzeit<lb/>
ist an Touropa die deutsche TUI mit 25 %, Degener mit 12 %, die<lb/>
CA mit 19 % und Ruefa ebenfalls mit 19 %, sowie das Verkehrsbüro<lb/>
mit 24 % beteiligt. Im Vertrag ist aber vorgesehen, dass eine<lb/>
Sperrminorität von 12 % genügt, um einen Beschluss zu verhindern.<lb/>
Sicher ist, dass das Verkehrsbüro <rs type="person" ref="#per__112998">Sokol</rs>, ganz entschieden den<lb/>
........ Aktivität von <rs type="person" ref="#per__109819">Hrabac</rs> ist. Die beiden sind nach wie vor<lb/>
spinnefeind. Das ganze Projekt muss deshalb zuerst in unseren<lb/>
Fremdenverkehrskreis besprochen werden. Ich informiere über diese<lb/>
Aussprache Abg. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>, der sofort bereit ist, die entsprechenden<lb/>
Vorarbeiten zu machen.<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_17">Bei meinem Besuch im Zillergründl musste ich feststellen, dass<lb/>
eine Bauarbeiterpartie von 40 Beschäftigten dort nur mehr Auf<lb break="no"/>räumungsarbeiten auf einen Stollenbau betrieben haben. Die Arbeits<lb break="no"/>gemeinschaft unter Führung von Unions-Bau haben den Anschluss<lb break="no"/>auftrag wegen überhöhter Preisforderungen nicht erhalten. Ich<lb/>
habe mit den Direktoren <rs type="person" ref="#per__149131">Tschiedl</rs><add>[hs. korrigiert, Anm.]</add> und dann den dafür verantwortlichen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__140681">Rieder</rs> gesprochen und ersucht, er soll sich sofort mit Dir,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114091">Gmeinhart</rs> ins Einvernehmen setzen, damit ein entsprechender An<lb break="no"/>schlussauftrag, z.B. Sondierstollen ausgeschrieben – und wie<lb/>
ich hoffe – dann auch die Unions-Bau bekommen wird. <rs type="person" ref="#per__140681">Rieder</rs> musste<lb/>
mir zugeben, dass die dort Beschäftigten jetzt noch monatelang<lb/>
versuchen die Aufräumungsarbeiten zu tätigen, damit sie dann wo<lb break="no"/>möglich schon in die Winterarbeitslosigkeit fallen was der Firma<lb/>
auch viel Geld kostet. Viel zweckmässiger ist es jetzt, durch<lb/>
entsprechendes Anbot einen Anschlussauftrag zu bekommen. Die<lb/>
Direktion war über meine Einschaltung und Vorschlag sehr zu<lb break="no"/>frieden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>, <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Wir müssten besseren Kontakt<lb/>
mit der Bauwirtschaft haben, um solche Beschäftigungsprobleme besser<lb/>
abzustimmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_19">Gen.Stellvertreter <rs type="person" ref="#per__112012">Arthold</rs>, Verbund, kam um sich auf der einen<lb/>
Seite bei mir zu bedanken, dass ich ihm sofort empfange und er mir<lb/>
die Situation wegen seiner Person schildern kann. Er wollte nicht<lb/>
<pb n="37-0916" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band37/37_1977-08-01_0916.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>expressis verbis ausdrücken, dass er sich insbesondere bei mir<lb/>
bedankt, dass er noch immer jetzt in Amt und Würde ist. Interessan<lb break="no"/>terweise war er über alle Details bestens informiert, insbesondere<lb/>
auch, dass ich anfangs sofort gesagt habe, man soll eine Kompro<lb break="no"/>misslösung, z.B. eine einjährige Verlängerung mit ihm verein<lb break="no"/>baren und dass diese Forderung von der Fraktion in der Verbundgesell<lb break="no"/>schaft abgelehnt wurde. Ich liess <rs type="person" ref="#per__112012">Arthold</rs> nicht im Zweifel, dass<lb/>
eine Reorganisation der Verbundgesellschaft, beginnend vom Auf<lb break="no"/>sichtsrat und Vorstand bis zu den 14 Amtsgehilfen durchgeführt<lb/>
werden muss.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_20">Handelsrat <rs type="person" ref="#per__149132">Malinin</rs> kam ganz offiziell um mich zu ersuchen,<lb/>
Österreich sollte die 200.000 Tonnen Weizen, welche ich <rs type="person" ref="#per__112951">Patoli<lb break="no"/>tschew</rs> angeboten habe, weiter reservieren, bis die Antwort vom<lb/>
Exportklep kommt, die wie er annimmt, positiv sein wird und in<lb/>
abesehbarer Zeit erfolgen wird. Die Menge, erklärte ich sofort,<lb/>
wird keinerlei Schwierigkeiten machen, das grosse Problem ist<lb/>
nur, ob wir uns über den Preis werden einigen können. Ich ver<lb break="no"/>suchte sofort <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> davon zu verständigen, der aber in Urlaub<lb/>
ist. Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> wird deshalb Min.Rat <rs type="person" ref="#per__114941">Stühlinger</rs> vom Land<lb break="no"/>wirtschaftsministerium verständigen. <rs type="person" ref="#per__149132">Malinin</rs> erklärte mir auch,<lb/>
dass immer wieder Lieferverzögerungen bei Armaturen eintreten.<lb/>
Die Sowjets bestellen für 25 bis 30 Mio. Rubel, d.i. doppelt so<lb/>
viel als im Vorjahr, Armaturen. Die Firma Hübner-Vamag liefert<lb/>
vereinbarungsgemäss mit der Firma Doblas 10 Mio. Rubel haben sie<lb/>
grössere Schwierigkeiten. Mir ist vollkommen unerklärlich, wieso<lb/>
in diesem Fall sich die Sowjets einer Handelsfirma bedienen und<lb/>
nicht gleich bei dem Erzeuger kaufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte diesen Sachverhalt aufzu<lb break="no"/>klären.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_22">Dr. <rs type="person" ref="#per__145630">Eckert</rs> berichtet mir auf der einen Seite, das Finanzierungs<lb break="no"/>konzept für die Textil-Ost-Lösung von der Vöslauer. Dort müssen die<lb/>
vier Banken noch weitere Kapitalzuschüsse leisten, weil mehr<lb/>
als die Hälfte des Eigenkapitals bereits durch die Verluste auf<lb break="no"/>gezehrt ist. <rs type="person" ref="#per__145630">Eckert</rs> ist nach wie vor fest davon überzeugt, wenn<lb/>
ein Verkaufsfachmann gefunden wird, der Betrieb zu retten ist.<lb/>
Tatsächlich werden jetzt fast 2.000 Tonnen Kammgarn auf Lager<lb/>
produziert und derzeit geht nichts zum verkaufen. Mit einer<lb/>
Schleuderpreisaktion sollen jetzt 500 Tonnen abgestossen werden,<lb/>
damit man 50 Mio. Schilling liquide Mittel bekommt. Scheinbar<lb/>
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Weberei zu wirken auch nicht ganz so falsch. Wenn man nämlich<lb/>
Kammgarn auf Bestellung produziert hat man vielleicht weniger<lb/>
zu tun, aber dafür kein Lager.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_23"><rs type="person" ref="#per__145630">Eckert</rs> hat für die Firma <choice><choice><sic>Lobmayer</sic><corr>Lobmeyr?</corr></choice></choice> einen grossen Auftrag von<lb/>
160 Mio. zur Beleuchtung der Kaaba in Mekka vorbereitet. Der<lb/>
Handelsdelegierte in Jedda wurde aber vom Funktionär der<lb/>
Handelskammer <rs type="person" ref="#per__149133">Bakalowits</rs> beeinflusst, sich für diese Konkurrenz<lb break="no"/>firma einzusetzen. Ein effektives Offert konnte aber nur von<lb/>
Lobmeyr abgegeben werden. Jetzt beginnen die saudi-arabischen<lb/>
Kontrakter – und ganz besonders das Ministerium - dahingehend<lb/>
zu agieren, diesen Auftrag wegen der angeblichen Streit und<lb/>
Konkurrenz der österreichischen Firmen den Billigstländern<lb/>
Spanien oder Italien zuzuschanzen. <rs type="person" ref="#per__145630">Eckert</rs> ersuchte nun S.Chef<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und mich, wir sollten über den österreichischen Botschafter<lb/>
an den Finanzminister in Saudi-Arabien ein Interventionsschreiben<lb/>
richten. Die Finanzierung über die österreichische Kontrollbank<lb/>
ist vorgesehen und beschlossen. Das Argument lautet jetzt nur,<lb/>
Lobmeyr ist zu klein, um einen solchen grossen Auftrag erfüllen<lb/>
zu können. Die Firma Lobmeyr hat aber jetzt in den letzten Jahr<lb break="no"/>zehnten stets nur als Designer und Auftragsgeber für andere<lb/>
österr. Lusterfirmen und Glaskörpererzeuger agiert. Trotzdem hat<lb/>
sie alle grossen Aufträge zur vollsten Zufriedenheit abgewickelt.<lb/>
Wenn tatsächlich nur ein einziges Offert von Österreich jetzt in<lb/>
Jedda vorliegt, wird <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> ein diesbezügliches Fernschreiben an<lb/>
den österreichischen Botschafter in Saudi-Arabien schicken, damit<lb/>
dieser die Seriosität und Lieferfähigkeit Lobmeyrs bestätigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Bitte besprich mit <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> wie tatsächlich die<lb/>
Handelskammer hier agiert hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_25">S.Chef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> berichtet mir, dass die Abteilung <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> einstimmig<lb/>
schriftlich ihm mitgeteilt hat, dass sie mit Fr. Dr. <rs type="person" ref="#per__113001">Leupold</rs> nicht<lb/>
mehr zusammenarbeiten können und wollen. Es wurden schwerste Be<lb break="no"/>schuldigungen gegen <rs type="person" ref="#per__113001">Leupold</rs> vorgebracht. Diese vermutet, wie sie<lb/>
mir unter Tränen bestätigte, dass es sich hier um eine politische<lb/>
Intrige, aber ganz besonders um den Streit zwischen ihr und <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs><lb/>
handelt. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> beabsichtigt sie jetzt zu <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs> zu geben.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113001">Leupold</rs> wäre unglücklich, wenn sie das Afrika-Referat verlieren<lb/>
würde wo sie sich tatsächlich ganz gut eingearbeitet hat. <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs><lb/>
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Wunsch <rs type="person" ref="#per__113001">Leupolds</rs>, ein Disziplinar gegen sich selbst zu ver<lb break="no"/>langen, nicht möglich ist, weil sie noch nicht pragmatisierte<lb/>
Beamte ist. Die Dienstordnung ist ja auch sehr komisch in<lb/>
meinen Augen. Ein pragmatisierter Beamter hat sozusagen ein<lb/>
Recht, interne Beschuldigungen durch Disziplinaruntersuchengen<lb/>
klären zu lassen. Ein Vertragsangestellter dagegen hätte nur die<lb/>
Möglichkeit bei Gericht zu klagen – ein vollkommen unmöglicher Weg.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band37_1977-08-01_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs>: Versucht bitte eine optimale<lb/>
Lösung aus diesem Streit zu erreichen.<lb/>
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               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName type="label">Erbacher, Wilhelm</persName>
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               <occupation>GD Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Sokol, Alfred</persName>
               <persName><surname>Sokol</surname><forename>Alfred</forename></persName>
               <occupation>Dir. Verkehrsbüro</occupation>
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