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            <title type="main">Dienstag, der 12. April 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band36_1977-04-12</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_02">Mit den Sekretären der Gewerkschaft, den Betriebsratsobmännern<lb/>
der Zuckerfabriken Dürnkrut und Leopoldsdorf und Hohenau besprach<lb/>
ich die weitere Vorgangsweise wegen Schliessung von Dürnkrut.<lb/>
Insbesondere setzte ich <rs type="person" ref="#per__146005">Pücher</rs> von Dürnkrut auseinander, dass<lb/>
die Schliessung nicht zu verhindern sein wird. Die Unternehmungs<lb break="no"/>leitung wird den ständigen Arbeitern die Möglichkeit geben, in<lb/>
Leopoldsdorf und Hohenau unterzubringen, weshalb sie Ersatzarbeits<lb break="no"/>plätze in Dürnkrut, wo sie wesentlich weniger verdienen werden<lb/>
– Zuckerarbeiter haben durch die Kampagne einen verhältnismässig<lb/>
hohen Jahresverdienst – nicht annehmen. Für die Gemeinde ist<lb/>
es wichtig, Ersatzarbeitsplätze durch eine andere Fabrik zu<lb/>
bekommen, für die 140 Arbeiter aber aus Dürnkrut sehe ich klar,<lb/>
dass diese lieber in die beiden anderen Zuckerfabriken gehen<lb/>
werden. Die morgige grosse Kundgebung der Zuckerarbeiter, nicht<lb/>
nur von Dürnkrut sondern von fast allen Zuckerfabriken, sie<lb/>
werden mit Autobussen kommen, darf man unter gar keinen Umständen<lb/>
zuerst ankündigen oder vielleicht gar versprechen was man nicht<lb/>
halten kann. Ich hoffe, dass ich alle überzeugen konnte, eine<lb/>
ähnliche Situation habe ich lange, bevor ich Obmann der Lebens<lb break="no"/>mittelarbeitergewerkschaft wurde, mit den Tabakarbeiter aber auch<lb/>
Salinenarbeitern und in den letzten Jahren auch bei den Molkerei<lb break="no"/>arbeitern vorgefunden. Auch dort wurden Betriebe aus Rationali<lb break="no"/>sierungsgründen geschlossen. Für die Betroffenen unendlich schwer,<lb/>
dies zu verstehen, geschweige denn zu akzeptieren, in jedem Fall<lb/>
müssen sie, auch wenn die Ersatzarbeitsplätze für sie äusserst<lb/>
günstig sind, dort von vorne anfangen. AK-Präsident von NÖ <rs type="person" ref="#per__113119">Hesoun</rs><lb/>
hat mit mir dann die morgige Kundgebung besprochen, wo er sich<lb/>
bereiterklärte, als Gastgeber in der Arbeiterkammer Heim Gänsern<lb break="no"/>dorf den Vorsitz zu führen. Er sowie <rs type="person" ref="#per__97389">Czettel</rs><add>[ev. Falschidentifikation, Anm.]</add> waren der Meinung,<lb/>
die ich seit eh und je vertrat, dass diese Aktion resp. Kundgebung<lb/>
vom ÖGB und AK organisiert und daher überparteilich sein soll und<lb/>
nicht wie der Landtagsklubobmann <rs type="person" ref="#per__115609">Brezovszky</rs> möchte, eine politische<lb/>
Veranstaltung wird. Leider sehr spät, erst am Karfreitag wurde<lb/>
deshalb auch der Landeshauptmann und Präs. <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> eingeladen.<lb/>
Ich bin sehr gespannt, ob sie kommen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_03">In der Ministerratsvorbesprechung, die <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> führte, besprach er<lb/>
die Handelsbilanzdefizitreduzierung durch Massnahmen auf dem<lb/>
Autosektor. Er hat mit der Handelskammer einen Briefwechsel, weil<lb/>
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um 9 % teurer als im Mutterland, bedingt durch höheren Zoll<lb/>
und Mehrwertsteuer. Tatsächlich sagt <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> sind es 20 %.<lb/>
Die Einzelgenehmigungsverfahren sollen wesentlich verein<lb break="no"/>facht werden. <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> wird dieser Idee auch zustimmen. Ich verwies<lb/>
darauf, dass wir vor Jahren bereits so ein System durchführen wollten<lb/>
aber an den kostspieligen und vor allem zeitlichen Aufwendungen<lb/>
bei Einzelimporten gescheitert sind. Damals hatten wir sogar die<lb/>
Kraftfahrverbände, insbesondere den ARBÖ dafür stark interessiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte sofort die weitestgehenden<lb/>
Vereinfachungen mit zuständigen Vertretern des Finanzministeriums und<lb/>
des Verkehrsministeriums besprechen – (VM = Ministerbüro <rs type="person" ref="#per__146280">Bauer</rs>!)<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_05"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> glaubt auch, dass die Zuliefermöglichkeiten Österreichs<lb/>
für die ausländischen Autofirmen wesentlich verbessert werden<lb/>
könnten und er wird auch hier Schwierigkeiten, die im Finanz<lb break="no"/>ministerium liegen sollten, weitestgehend beseitigen. Hier<lb/>
habe ich ja bereits – wie ich mitteilte – mit Peugeot und VW eine<lb/>
konkrete Einkaufsdelegation zu erwarten. Drittens wird er die<lb/>
vorzeitige AfA nicht nur für Kombi sondern auch für Lastkraft<lb break="no"/>wagen, die dem Werkverkehr dienen, auf Wunsch <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs>, wie dieser<lb/>
neuerdings verlangte, aufheben, er müsste dies noch für 1977<lb/>
erreichen, weshalb er das im Parlament liegende Abgabenänderungs<lb break="no"/>gesetz bereits dort durch einen Abänderungsantrag für die Ver<lb break="no"/>anlagung 1977 bereits geltend machen wird. Die Steuer-Ersparnis sind<lb/>
500 Mill. nach seiner Berechnung, die Handelskammer sagt 3 – 400 Mill.<lb/>
Bezüglich des Wunsches <rs type="person" ref="#per__110923">Lancs</rs> der natürlich neuerdings verlangte<lb/>
den gesamten nicht den Frächtern resp. Taxi gehörenden Kraft<lb break="no"/>wagenpark jede Sonder- und vorzeitige Abschreibung sofort aufzuheben<lb/>
wird er bezüglich der Anhänger, die im Vorjahr sogar um 60 %<lb/>
mehr gekauft wurden, weil sie von den steuerlichen Massnahmen<lb/>
nicht erfasst werden, versuchen, eine Teilung zwischen Werkverkehr<lb/>
und Frächtern zu erreichen. Gott sei Dank bin ich für die Strasse<lb/>
und für den ganzen Strassenverkehr nicht mehr zuständig, weshalb ich<lb/>
nur ein sehr bedingtes Interesse an diesem Punkt zeigte.<lb/>
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bringen und ersucht, wenn irgendjemand prinzipielle Einwände dagegen<lb/>
hat, dies unverzüglichst ihm mitzuteilen. Min.Rat <rs type="person" ref="#per__114994">Böhm</rs> hat eine<lb/>
seitenlange Stellungnahme zu diesem Gesetz abgegeben.<lb/>
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Ein nehmen, ich glaube, dass ihn im grossen und ganzen <rs type="person" ref="#per__114994">Böhms</rs><lb/>
Stellungnahme in seiner Politik nicht tangieren wird.<lb/>
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einzuführen. Da wahrscheinlich auch die Deutschen dies 1978<lb/>
tun werden. <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> muss jetzt vom Standpunkt der Bahn eben auch<lb/>
zustimmen, selbst, wenn die Schweiz und gegebenenfalls Deutsch<lb break="no"/>land vielleicht dann doch nicht mitmachen. Interessant ist<lb/>
nur, dass die EG nicht einmal imstande ist, einen einheitlichen<lb/>
Zeitraum – ihr Vorschlag vom 2. April bis 15. Oktober – Deutschland<lb/>
vom 28. Mai bis 30. September, also wesentlich kürzer, zustande<lb/>
zu bringen.<lb/>
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Altrohstoff-Sammlung, von der er sich z.B. jetzt schon aufgebrachten<lb/>
30.000 t Altpapier neue 25.000 t erwartet. Bei Glas müsste es<lb/>
möglich sein, bei 20 % Rückfallquote auf 40 % zu kommen. Im Burgenland<lb/>
wird jetzt eine Aktion mit 260 Sammelpunkten durchgeführt. Burgenland<lb/>
ist überhaupt hier am aktivsten. <rs type="person" ref="#per__114967">Grömansperg</rs> vom Kurier wollte<lb/>
wissen, warum in Wien die vorgesehenen Aktionen in der Per-Albin-<lb/>
Hansson-Siedlung und in einer zweiten grossen Siedlung danebenge<lb break="no"/>gangen ist. Sie vermutet, dass die Wiener überhaupt gar kein Inter<lb break="no"/>esse daran hatten, ja sogar damit beweisen wollten, dass es in<lb/>
Wien nicht geht. Burgenland, das muss ich zugeben, ist auf diesem<lb/>
Gebiet führend.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_10">MR <rs type="person" ref="#per__112051">Singer</rs> berichtete über die Kaffeepreiserhebung und meinte, wenn<lb/>
jetzt einzelne Betriebe wesentlich höher verkaufen, dann müsste,<lb/>
obwohl die Paritätische Kommission die Preisfreigabe bis 30.6.<lb/>
festgelegt hat, die Landeshauptleute mit entsprechenden Verwal<lb break="no"/>tungsstrafen auf Grund des Preisregelungsgesetzes resp. Preistreiberei<lb break="no"/>gesetzes vorgehen. <rs type="person" ref="#per__112051">Singer</rs> denkt nur in der Kategorie des Verbietens<lb/>
und Strafens. Ich versuchte, diese Darstellung sofort auszubügeln,<lb/>
indem ich darauf hinwies, die Erhebung sei hauptsächlich deshalb<lb/>
gemacht worden, damit die Paritätische Kommission entsprechend<lb/>
feststellen kann, wie sich der Kaffee-Verbraucherpreis entwickelt<lb/>
und dann nach dem 30.6. neue Überlegungen anzustellen. Entweder<lb/>
die Preisfreigabe zu belassen oder wieder in die Paritätische<lb/>
Kommission dieses Produkt mit Preisempfehlungen aufzunehmen. Wenn<lb/>
wie ich befürchtete in den Zeitungen nämlich herauskommt, dass<lb/>
jetzt die Paritätische Kommission sogar durch die sprunghafte<lb/>
Preiserhöhung einsieht, dass man den freien Markt spielen lassen<lb/>
muss, das Handelsministerium aber sofort jetzt die Landeshauptleute<lb/>
auffordert, durch entsprechende Strafmassnahmen nach dem Rechten zu<lb/>
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der reglementieren will und schon gar nicht mit Strafverfahren<lb/>
ein Preisproblem generell lösen kann, dahin. <rs type="person" ref="#per__112051">Singer</rs> hat<lb/>
dafür scheinbar überhaupt kein Gespür.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte beachte in Hinkunft, dass dieser Eindruck<lb/>
ja nicht überall entsteht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_12"><rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> berichtet über die Energiesituation. ganz besonders der neuen<lb/>
Idee der NEWAG, ein 1000-MW-Ölkraftwerk in Pöchlarn zu bauen.<lb/>
Dass das Handelsministerium von den EVUs entsprechende Alternativ<lb break="no"/>vorschläge wegen der Ausbauprogramme verlangt hat, haben diese<lb/>
als unmöglich durchzuführende Forderung abgelehnt. Die NEWAG hat<lb/>
jetzt zu meiner grössten Überraschung ein nur mit 300 MW geplantes<lb/>
und angemeldetes Kraftwerk auf 1000 MW unverzüglich erhöht. Darüber<lb/>
wird man im koordinierten Ausbauprogramm-Komitee verhandeln müssen,<lb/>
wobei <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> mit Recht darauf hinwies, dass die 1000 MW notwendigen<lb/>
Ölmengen resp. Gasmengen in den Achtzigerjahren kaum zur Verfügung<lb/>
stehen werden. Die Internationale Energieagentur macht jetzt<lb/>
generell schon auf diese Entwicklung aufmerksam.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_13">Präs. <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> von der Wiener Handelskammer ersuchte um eine<lb/>
Aussprache wegen Bereinigung der offenen und wie er sagt missverständ<lb break="no"/>lichen Differenzen zwischen ihm und mir. Formell kam ich ihm natür<lb break="no"/>lich sofort entgegen und erklärte, ich werde ihn besuchen, obwohl er<lb/>
natürlich untertänigst zu mir kommen wollte. Ich war sehr über<lb break="no"/>rascht, beim Tor den Kammeramtsdirektor Dr. <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> vorzufinden, der<lb/>
mich bis in das Zimmer des Präsidenten begleitete, dann aber sofort<lb/>
wieder dieses verliess. Noch mehr überrascht war ich dann, als ich<lb/>
wegging hat er sofort veranlasst, dass seine Sekretärin <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs><lb/>
wieder verlangte, dass dieser mich hinausbegleiten sollte. Dieser<lb/>
konnte aber <choice><choice><sic>von</sic><corr>vor?</corr></choice></choice> seinem Zimmer gar nicht so schnell erscheinen, weshalb<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> ein wenig verärgert sofort erklärte, dann müsse er mich<lb/>
bis zum Haustor begleiten. Dies lehnte ich ganz entschieden ab<lb/>
und wir einigten uns auf die halbe Stiegenhöhe. <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> dürfte<lb/>
also ein Anhänger des strengsten Protokolls sein. Wie weit er<lb/>
sich da bei seinen unmittelbaren Untergebenen beliebt macht, kann<lb/>
ich nicht beurteilen. Dass man ihn fürchtet, das hat sich in der<lb/>
Zwischenzeit herumgesprochen. Die Aussprache selbst war natürlich<lb/>
überschattet von den wie <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> jetzt auch zugeben musste, auf<lb/>
falschen Informationen resp. Annahmen beruhenden Angriffen in der<lb/>
Handelskammer-Zeitung Wiens. Ich habe ihm sofort zugestanden, dass<lb/>
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Unternehmer in jeder Beziehung das Recht ja sogar die Pflicht hat,<lb/>
sich einzusetzen – er meinte, nur sein Angriff wegen der Existenz<lb break="no"/>gründungsaktion hat jetzt dazu geführt, dass Wien und das Handels<lb break="no"/>ministerium die beiden gleichlaufenden Aktionen miteinander abge<lb break="no"/>stimmt haben. In den Richtlinien für Wien steht nun im Punkt 2.1.1.,<lb/>
dass die Investitionsförderung umschrieben werden soll, damit<lb/>
auch die Wiener Aktion neben der Bundesaktion gegeben werden kann.<lb/>
Damit ist <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> einverstanden, möchte nur haben, dass die Bürges<lb/>
schnell entscheidet, ob die Aktion vom Bund angewendet werden kann,<lb/>
oder dann eben die Wiener Aktion dafür eingesetzt werden müsste.<lb/>
Sein Kammeramtsdirektor <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs> wurde von ihm beauftragt, dies mit den<lb/>
Vertretern der Handelskammer in der Bürges so schnell wie möglich<lb/>
zu besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Bitte auch auf die schnelle Abwicklung<lb/>
bei der BÜRGES einwirken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_15">Bezüglich der zusätzlichen 150 Mio. S für die Lehrlingsausbildung<lb/>
die in Bad Kleinkirchheim vom Finanzminister dem Sozialminister<lb/>
freigegeben wurden und über die ich, obwohl eigentlich dafür gar<lb/>
nicht kompetent, auf Wunsch <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> berichtete, kam es nur zu einer<lb/>
Aufklärung nicht zu einem Einvernehmen. <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> sah ein, dass<lb/>
auf Grund der Richtlinien, wie sie der Arbeitsmarktbeirat einstimmig<lb/>
beschlossen hat, das Sozialministerium in Wiener Unternehmen, die<lb/>
im Vorjahr um 700 Lehrlingspläne mehr geschaffen haben und heuer<lb/>
um 1.200 bis 1.400 mehr schaffen werden, nicht eine zusätzliche<lb/>
Unterstützung geben kann. Wenn <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> hier eine Änderung will,<lb/>
muss er über die Handelskammer entsprechende Änderungen der Richt<lb break="no"/>linien im Arbeitsmarktbeirat verlangen. <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> gibt aber zu,<lb/>
dass es notwendig sein wird, in den nächsten Jahren primär für<lb/>
die Unterbringung der Lehrlinge zu sorgen. In Wien haben wir keine<lb/>
Schwierigkeit, denn wir haben noch immer 2.000<add>[?]</add> offene Lehrlingsstellen.<lb/>
Ich verwies darauf, dass ich die Wiener Bemühungen, mehr Lehrlinge hier<lb/>
anzusiedeln durch Kolping-Haus-Unterstützung aber auch durch Aktionen<lb/>
wie der Burgenländische Kaplan, der burgenländische Mädchen in<lb/>
Grosswohnungen zu Gemeinschaften zusammenfasst und unterbringt,<lb/>
tatkräftigst unterstütze. Die mache ich sehr gerne und auch ohne dafür<lb/>
eine Dankbarkeit zu erwarten. Bezugnehmend auf <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrichs</rs> Bemerkung<lb/>
wegen der Unterstützung, die wir für Modul der Handelskammer Fremden<lb break="no"/>verkehrsschule und Hotel, das 300 Mill. S gekostet hat und wo wir<lb/>
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wieder darstellen, dass er nichts anderes beabsichtigt, als<lb/>
die Wiener Unternehmer zu vertreten und sozusagen gar nicht gegen<lb/>
mich unfair zu polemisieren. Voraussetzung dafür wäre es gewesen,<lb/>
wie ich ihm mit aller Deutlichkeit auseinandersetzte, das<lb/>
Telefongespräch, das ich mit ihm führte und wo ich ihn anrief<lb/>
um auf freundschaftlicher Basis Probleme zu besprechen, nicht<lb/>
so abrupt abzubrechen. Ich vermutete und sagte ihm dies klar<lb/>
und deutlich, dass er in Wirklichkeit entweder die Angriffe schon<lb/>
in der Zeitung gedruckt resp. im Satz gehabt hat oder sich<lb/>
zumindestens im Detail gar nicht mehr informieren wollte, um<lb/>
eben diese Angriffe starten zu können. <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> versprach mir,<lb/>
bei der Wiener Vollversammlung auf diese Aussprache bezugnehmend<lb/>
die Missverständnisse aufzuklären.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte mit den Vertretern des Freien Wirt<lb break="no"/>schaftsverbandes Wien die ganze Sache besprechen, damit bei der<lb/>
nächsten Vollversammlung tatsächlich diese Richtigstellung dann<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> im Referat resp. in der Diskussion durch unsere Leute<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_17">Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__114800">Michitsch</rs> ersuchte ich in Hinkunft mit<lb/>
Min.Rat <rs type="person" ref="#per__126251">Hausberger</rs> von der Mission in Brüssel womöglich besser<lb/>
zu kooperieren. <rs type="person" ref="#per__126251">Hausberger</rs> berichtete mir, dass er immer gröss<lb break="no"/>te Bedenken gehabt hat wegen der Strumpfhosenmindestpreisver<lb break="no"/>ordnung, weil er so wie ich erwartete, dass Repressalien kommen<lb/>
werden. Ähnlich ist es jetzt mit den Gekündigten dieser Abkom<lb break="no"/>men. Wir verlangen für die Schmelzkäseeinfuhr 2.000 t durch<lb/>
eine bayrische Molkerei, die insbesondere <rs type="person" ref="#per__142477">Hofer</rs> importiert,<lb/>
einen Mindestpreis. Die EG nimmt aber von uns 10.000 t<lb/>
sonstigen Käse ab und es besteht die grosse Gefahr, dass man<lb/>
dann dort entsprechende Retorsionsmassnahmen setzt. Wichtiger<lb/>
wäre es gewesen, statt sofort die harte Linie zu verfolgen,<lb/>
die jetzt insbesondere die Landwirtschaftskammer und der Bauern<lb break="no"/>bund ständig verlangen, mit Deutschland dieses Problem zu besprechen<lb/>
und wahrscheinlich auch zu lösen. Noch ist man Österreich wohl<lb break="no"/>gesinnt, selbst in Brüssel, aber ständige Angriffe, die in<lb/>
Wirklichkeit im Effekt gar nicht den gewünschten Erfolg bringen<lb/>
können und bringen, werden das Klima früher oder später auch ver<lb break="no"/>derben. <rs type="person" ref="#per__126251">Hausberger</rs> sehe es lieber, wenn jetzt z.B. dann<lb/>
doch wegen Fehlschlag die Mindestpreisverordnung für von der<lb/>
EG oder zumindestens von Italien gewisse Zugeständnisse bei<lb/>
geschickter Verhandlung erreichen könnten. Auch hier, konnte ich<lb/>
<pb n="36-0399" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band36/36_1977-04-12_0399.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>feststellen, liegt es wieder an einem Koordinationsmangel.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_18">Im EFTA-Sekretariat versucht der neue Generalsekretär <rs type="person" ref="#per__115599">Müller</rs><lb/>
eine Aufstockung des Personals. Für den EFTA-Fonds Portugals<lb/>
hat er einen Bankfachmann schon bekommen, der allerdings<lb/>
bis jetzt noch nichts arbeiten kann, weil erst ein einziger<lb/>
konkreter Fall von den Portugiesen eingereicht wurde. Weitere<lb/>
Aufstockungen in anderen Abteilungen werden von <rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> ganz entschieden abgelehnt. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> möchte nun, dass<lb/>
Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> zur Budgetüberprüfung nach Jahren wieder einmal<lb/>
im Budgetkomitee teilnehmen soll. <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> wehrt sich aus ver<lb break="no"/>ständlichen Gründen dagegen, weil er sagt, dort ist sowieso<lb/>
nicht zu erreichen, ausserdem aber dürfte dort nur englisch<lb/>
gesprochen werden, wo er glaube ich ohne dass er es sagte<lb/>
genau wie ich grosse Schwierigkeiten hat. Ein Missionsvertreter<lb/>
<rs type="person" ref="#per__126997">Faustenhammer</rs> kann diesmal bei der Tagung nicht teilnehmen,<lb/>
weil gleichzeitig auch die Spanien-Besprechungen stattfinden.<lb/>
Der Missionsleiter Botschafter <rs type="person" ref="#per__118679">Nettel</rs> verlangt deshalb auch<lb/>
händeringend eine Aufstockung seines Personalstandes. Dies geht<lb/>
mich aber gar nichts an, das muss er sich mit dem Aussenamt<lb/>
regeln. Wir können ihm keinesfalls jemanden geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_19">Präsident <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> erschien, um mir ebenfalls mitzuteilen, dass<lb/>
wenn er schon nicht wie in den Erläuternden Bemerkungen zur<lb/>
neuen Aktivität des Patentamtes 25 neue Dienstposten bekommt,<lb/>
so doch im Rahmen des zukünftigen Europa-Patentes als Research-<lb/>
Behörde nicht jetzt noch Kürzungen seines Personalstandes hin<lb break="no"/>nehmen kann. Die von der ZAE überwiesenen Beamten von der<lb/>
Dependance auf der Landstrasse stellen sich als Invalide<lb/>
heraus, die ständig krank sind und keine Arbeit übernehmen<lb/>
können. Mit diesen sei ihm nicht geholfen. Ich versprach nur, die<lb/>
ganze Frage morgen bei der fraktionellen Sektionsleiter<lb break="no"/>besprechung offen zu diskutieren. Sektionschef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> beschwerte<lb/>
sich genauso bei mir, da <rs type="person" ref="#per__97819">Pleschiutschnig</rs> ihm nicht die notwendigen<lb/>
Beamten für die Reorganisation der OB geben will. <rs type="person" ref="#per__97467">Gasser</rs>, <rs type="person" ref="#per__134130">Dvorak</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__146281">Bohn</rs>, drei Dienstposten seien jetzt frei geworden, ebenso die<lb/>
von der Industriesektion seinerzeit für <rs type="person" ref="#per__146282">Bertholdi</rs> und Chefgeologen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111747">Holzer</rs> zur Verfügung gestellten. Er brauche deshalb dringend<lb/>
Ersatz für diese Leute. Auch hier erklärte ich ihm, dass wir<lb/>
freimütigst morgen darüber sprechen, denn das Ministerium<lb/>
selbst muss 1 % der Dienstposten einsparen, wenn daher einzelne<lb/>
Sektionen, da verständlich und richtig, wie z.B. für die<lb/>
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müssen andere mehr einsparen. Dies muss ich mit den anderen<lb/>
Sektionsleitern natürlich freimütigst<add>[?]</add> besprechen und diskutieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_20"><rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> wollte für den vorzeitig krankheitshalber in Pension ge<lb break="no"/>gangenen <rs type="person" ref="#per__146284">Ritzinger</rs> einen Werkvertrag für die Weiterführung der<lb/>
Statistik für sein Energiehandbuch. <rs type="person" ref="#per__114994">Böhm</rs> hat dies abgelehnt, weil<lb/>
er erklärte, dann müsse ein Dienstposten gebunden werden. Dies<lb/>
war, soviel <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> auch wusste und zugab, die bisherige Stellung des<lb/>
Ressorts. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> bestreitet dies, möchte auch, dass <rs type="person" ref="#per__114994">Böhm</rs> sofort<lb/>
von mir aufgefordert wird, eine entsprechende Erklärung dafür abzu<lb break="no"/>geben, obwohl in der Zwischenzeit <rs type="person" ref="#per__146284">Ritzinger</rs> an einem Herzinfarkt er<lb break="no"/>krankt ist und sowieso für die Arbeit nicht mehr in Frage kommt.<lb/>
Ich sagte <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> mit aller Deutlichkeit, ich hätte immer geglaubt, dass<lb/>
der Minister Forderungen stellt, wenn sie nicht erfüllt werden tobt<lb/>
und die Sektionschefs ihn beruhigen müssen. Bei uns ist es scheinbar<lb/>
gerade umgekehrt. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> beschwerte sich auch bitter, dass <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs><lb/>
die Geschäftsordnung für die Bergbehörde noch immer nicht mit den<lb/>
Personalvertretern verhandelt hat. <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> wieder sagte mir nachher,<lb/>
er hätte gerade auf Wunsch <rs type="person" ref="#per__107937">Franks</rs><add>+ <rs type="person" ref="#per__108609">Sterks</rs></add> mit diesem vereinbart, dass erst<lb/>
die Ausschreibung des Posten der OB und der Zuschlag erfolgen muss<lb/>
und dann erst die Geschäftsordnung geregelt werden soll. Die einzige<lb/>
Möglichkeit, aus diesem Dilemma, die Spannung zwischen <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> und <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs><lb/>
herauszukommen, sehe ich darin, dass <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs>, der von <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> bedingungs<lb break="no"/>los als der dafür zuständige Mann, wie er meint, anerkannt wird,<lb/>
zwischen <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> und <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> vermittelt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte versuche jetzt diese offenen Fragen<lb/>
aufzuklären und aus der Welt zu schaffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_22"><rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs> beschwerte sich brieflich bei mir, dass für Prämien<lb/>
von 2.000 bis 6.000 S für die Buchhaltung durch Umstellung auf elek<lb break="no"/>tronische Datenverarbeitung noch immer keine Entscheidung gefallen<lb/>
ist, obwohl vor 3 Monaten ein diesbezüglicher Vorschlag schon<lb/>
bereits dem Büro übergeben wurde. Die Verteilung ist äusserst<lb/>
unsozial und für wirkliche Sozialfälle ist <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> nicht bereit,<lb/>
höhere Prämienbeträge als ein paar hundert Schilling, wenn es<lb/>
hoch kommt bis zu 2.000 S zur Verfügung zu stellen. Bei <rs type="person" ref="#per__110944">Zluwa</rs> hat<lb/>
er sich auch nach langem Ringen bereiterklärt, von 3.000 auf 6.000<lb/>
Prämie zu gehen. <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> möchte deshalb und hat auch mit <rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs><lb/>
vereinbart, leider erst nach zwei Monaten, dass unverzüglich jetzt<lb/>
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gerechter sein muss, machen wird. Dies teilte ich sofort<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs> mit.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_23"><rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>, <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs>, <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs>, <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> und ich besprachen die weitere<lb/>
Vorgangsweise wegen des Energiesparens. Ich stimme mit <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs><lb/>
vollkommen überein, dass man nichts überstürzt machen dürfe.<lb/>
Die von uns eingesetzten Arbeitsgruppen werden jetzt im Mai<lb/>
einen Bericht geben, der im Energiesparbeirat am 13. Juni<lb/>
besprochen wird. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> fragte, was dann vom Ministerium weiter<lb/>
geschehen wird. Nichts, war meine nüchterne Antwort! Auf diesem<lb/>
Sektor wird genau dasselbe bei uns geschehen wie z.B. im<lb/>
Forschungs- und Wissenschaftsministerium, dort wird nur mit wesentlich<lb/>
grösserem Aufwand ständig Studien vergeben, Kommissionen einge<lb break="no"/>setzt, Vorschläge erstattet und dann liegt es, wie <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> treffend for<lb break="no"/>mulierte, eben an den davon Betroffenen, bei uns z.B. an den<lb/>
Elektrizitätsunternehmungen, die notwendigen Schlüsse daraus<lb/>
zu ziehen. Diese werden garantiert nichts oder zumindestens<lb/>
sehr wenig machen. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> fürchtet, dass wir von der ÖVP deswegen<lb/>
attackiert werden, dies fürchte ich weniger, eher glaube ich,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann eine entsprechende grosse propagandistische Welle<lb/>
wegen Energiesparen wieder einmal einleiten, resp. verlangen wird.<lb/>
Vielleicht sehe ich die ganze Situation falsch, resp. nüchtern,<lb/>
de facto ist aber von dieser ganzen Energiesparwelle-Diskussion,<lb/>
Aufforderung, Appell usw. nichts herausgekommen. Warum soll sich<lb/>
dies in Hinkunft, wenn nicht ein unmittelbarer Notstand existiert<lb/>
ändern?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_24">Mit <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs>, <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> und <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> vereinbarte ich die nächsten Aufsichts<lb break="no"/>rats- resp. Hauptversammlungsbeschlüsse der Sondergesellschaften.<lb/>
Im Prinzip muss die Reduzierung der Aufsichtsräte von 6 SPÖ, 5 ÖVP<lb/>
in Salzburg TKW dann noch 1 FPÖ-ler beschlossen und durchgeführt<lb/>
werden. Über die Inkrafttretung dieser Reduktion kann man ohne<lb/>
weiteres auch bis zum Jahre 1978 gehen. Wenn es die Betriebsrats<lb break="no"/>wahlen erfordern, oder wenn es sonstigen politische Gründe gibt,<lb/>
bin ich nämlich bezüglich des Inkrafttretens dieser reduzierten<lb/>
Aufsichtsratsvereinbarungen ohne weiteres bereit, auch bis zum<lb/>
Jahre 1978 zuzuwarten. Nur die Anzahl muss jetzt endgültig gemein<lb break="no"/>sam vereinbart werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band36_1977-04-12_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Auf Grund der morgigen Verbundvorstandssitzung<lb/>
dann für die Aussprache mit Präs. <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> entsprechendes Papier für mich<lb/>
vorbereiten.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 17.4.1977</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 69. Ministerratssitzung, 12.4.1977</head>
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               <persName type="label">Nettel, Erik</persName>
               <persName><surname>Nettel</surname><forename>Erik</forename></persName>
               <occupation>Botschafter</occupation>
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               <persName type="label">Engelmayer, Günther</persName>
               <persName><surname>Engelmayer</surname><forename>Günther</forename></persName>
               <occupation>Beamter/Personalvertreter HM, Christgewerkschafter,
                  ÖVP-Politiker</occupation>
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               <persName type="label">Wais, Anton</persName>
               <persName><surname>Wais</surname><forename>Anton</forename></persName>
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               <persName type="label">Herold, Hans</persName>
               <persName><surname>Herold</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Beamter/Personalvertreter HM</occupation>
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               <persName type="label">Holzer, Herwig F.</persName>
               <persName><surname>Holzer</surname><forename>Herwig F.</forename></persName>
               <occupation>Geologe, Leoben</occupation>
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               <persName type="label">Dvorak, C</persName>
               <persName><surname>Dvorak</surname><forename>C</forename></persName>
               <occupation>MR HM [?; zuständig für Prüfung von Bergbehörden]</occupation>
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               <persName type="label">Tschach, Josef</persName>
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               <occupation>Sekt.R HM</occupation>
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               <occupation>GD Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Frank</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
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               <persName type="label">Zluwa, Bruno</persName>
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               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Lausecker, Karl</persName>
               <persName><surname>Lausecker</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <occupation>ehem. ÖVP-Verkehrsminister, Präs. Verbund</occupation>
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               <occupation>HK-Kammeramtsdir./Gen.Sekr.</occupation>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Schipper, Hans</persName>
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Hausberger, Simon</persName>
               <persName><surname>Hausberger</surname><forename>Simon</forename></persName>
               <occupation>Gesandter d. österr. Mission bei d. EWG in Brüssel</occupation>
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