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            <title type="main">Montag, der 21. Februar 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band35_1977-02-21</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_01">Montag, 21. Feber 1977<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_02">Beim Jour fixe teilte ich <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> mit, dass die Auszeichnung<lb/>
§ 68 GewO für das Hotel <rs type="person" ref="#per__127170">Pulverer</rs> in Bad Kleinkirchheim und<lb/>
Warmbad Villach positiv von der Arbeiterkammer insoferne erledigt<lb/>
ist, als sie keinen Einspruch erheben, wenn diese Firma von<lb/>
mir die Auszeichnung bekommt. Ein weiterer ist die Fahrzeugfabrik<lb/>
<rs type="person" ref="#per__146046">Johann Zellinger</rs> in Traun. Auch dort gibt es keinen Betriebsrat<lb/>
und die Arbeiterkammer hat angeblich bisher strikte abgelehnt.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> setzt mir neuerdings die Rechtslage auseinander, dass<lb/>
das Unternehmen nur verpflichtet ist, einen Betriebsrat zuzulassen.<lb/>
Wenn die Belegschaft einen solchen nicht wählt, kann die Gewerkschaft<lb/>
eine diesbezügliche Versammlung abhalten und einen entsprechenden<lb/>
Vorschlag einbringen. Beschliessen muss ihn aber letzten Endes<lb/>
die Belegschaft. Der Unternehmer ist nicht verpflichtet, von<lb/>
sich aus dafür zu sorgen, dass der Betriebsrat tatsächlich gewählt<lb/>
wird. Dies will aber manchmal die Gewerkschaft tatsächlich,<lb/>
weshalb es Konfliktsituationen dort gibt. Ich weiss sowieso, dass<lb/>
meine Argumentation, ich zeichne nicht aus, weil das Arbeitsrecht<lb/>
nicht eingehalten wird, vollkommen unzulänglich ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_03">Wegen des Bürgermeisters <rs type="person" ref="#per__146047">Braunecker</rs> interveniert <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, da<lb/>
die Interkalarfrist von 5 Jahren noch nicht abgelaufen ist und<lb/>
deshalb wahrscheinlich der Bundespräsident einer Ernennung zum<lb/>
Kommerzialrat nicht zustimmen wird. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wird daher das<lb/>
Ansuchen herausziehen, damit 1978 wenigstens 4 Jahre vergangen sind.<lb/>
Herr <rs type="person" ref="#per__97880">Rosenstrauch</rs> von der Fa. Polkarbon soll auf Intervention<lb/>
der polnischen Seite ebenfalls den Kommerzialratstitel bekommen.<lb/>
Dies würde auf Konto des Wirtschaftsbundes gehen, obwohl <rs type="person" ref="#per__97880">Rosen<lb break="no"/>strauch</rs> natürlich, wenn überhaupt parteimässig gebunden, ganz<lb/>
links wahrscheinlich Kommunist ist. Ursprünglich war eine Inter<lb break="no"/>vention des polnischen Botschafters <rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> bei mir das auslö<lb break="no"/>sende Moment, in der Handelskammer diesen Wunsch vorzutragen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> hat aber noch nicht bei <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> deshalb vorgesprochen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs> Telefonverbindung herstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_05">Die Handelskammer ersucht mich dringend, ich möchte, bevor ich<lb/>
ein Filmförderungsgesetz in die Begutachtung schicke unbedingt mit<lb/>
ihren Vertretern <rs type="person" ref="#per__141827">Pfandler</rs>, <rs type="person" ref="#per__97371">Brauneis</rs> und <rs type="person" ref="#per__126405">Klose</rs> und den entsprechenden<lb/>
Bearbeitern von meinem Ministerium eine Arbeitsgruppe machen und ver<lb break="no"/>suchen, einen einvernehmliche Entwurf herzustellen. Da ich an der<lb/>
<pb n="35-0196" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band35/35_1977-02-21_0196.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ganzen Filmförderung überhaupt nicht interessiert bin, stimme<lb/>
ich diesem Vorschlag sofort zu. Die Handelskammer stellt sich<lb/>
vor, dass 30 % der Produktionskosten vom Staat übernommen werden.<lb/>
Ich denke nicht daran, eine solche Filmförderung auch nur im<lb/>
entferntesten zu machen. Für mich ist ausschlaggebend, wie ich<lb/>
dann auch mittags bei einer Diskussion mit <rs type="person" ref="#per__114508">Tieber</rs>, <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>, <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> feststelle, die Studios in Österreich ausgelastet<lb/>
sind. Dies ist momentan durch teils österreichische Firmen aber<lb/>
auch teils amerikanischen und sonstige Firmen grösstenteils der<lb/>
Fall. Jedwede andere Gründe für eine Filmförderung können nur vom<lb/>
Unterrichtsministerium, wenn es sich um kulturell wertvolle Filme<lb/>
handelt, beschlossen werden. Wenn der Finanzminister tatsächlich<lb/>
25 Mill. S als Minimum und sogar 50 Mill. S bereit ist zu geben,<lb/>
dann soll er diesen Betrag dem Unterrichtsministerium zur Ver<lb break="no"/>fügung stellen. Ich möchte nur subsidiär eingeschaltet werden,<lb/>
damit ja die österreichischen Studios und die dort Beschäftigten<lb/>
ausgelastet sind. Alles andere interessiert mich überhaupt nicht.<lb/>
Seinerzeit war vorgesehen, dass einem Drittel Bundeszuschuss,<lb/>
1/3 Verleih und 1/3 ORF für die Abstrahlung von Filmen aufgebracht<lb/>
werden müsste.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Bitte führe mit dem Unterrichtsministeriums<lb break="no"/>vertreter diesbezügliche Gespräch und beginne Arbeitsgruppengespräche<lb/>
mit der Handelskammer.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_07">Die Kunstdiebstähle kommen zur Sprache und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> meint, damit hätte<lb/>
parteipolitisch niemand etwas zu tun. Ich teile diese Meinung, obwohl<lb/>
Kommerzialrat <rs type="person" ref="#per__113832">Berger</rs>, der Hehler, Wirtschaftsbundfunktionär auf der<lb/>
Landstrasse ist. Ich bin auch überzeugt und hoffe, dass niemand von<lb/>
unserer Seite womöglich einen blödsinnigen Zusammenhang irgendwo her<lb break="no"/>stellt, um politisches Kapital daraus zu schlagen. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> teilt mir<lb/>
nämlich mit, dass er jetzt befürchtet, aus dem Angriff des Volksblat<lb break="no"/>tes gegen die Regierung eine politische Schmiere, sie gehört mit<lb/>
Schimpf und Schande abgewählt, was mich betrifft, die Behauptung<lb/>
ein widerliches Theater wegen der Superbenzinpreise, eine neue<lb/>
Eiszeit beginnen wird. Der ÖVP-Parteivorstand hat dann beschlossen<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> das Angebot gemacht, man soll über die Vorkommnisse<lb/>
und die Methode Gespräche führen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat abends bei der Regie<lb break="no"/>rungsvorbesprechung dies sofort akzeptiert. Die ÖVP meint allerdings,<lb/>
dass auch <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> bei der letzten Vertrauenspersonenkonferenz der SPÖ<lb/>
Ausdrücke gebraucht, die sie nicht akzeptieren kann. <rs type="person" ref="#per__97444">Heinz Fischer</rs><lb/>
meint allerdings, hier handelt es sich um Werturteile, die man<lb/>
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sie die ÖVP jetzt startet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_08">Ich habe beim Jour fixe natürlich auch die Pressepolemik von<lb/>
Präsident <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> in seiner Wiener Handelskammerzeitung zur<lb/>
Sprache gebracht. <rs type="person" ref="#per__97893">Salliner</rs>, der kein besonderer Freund von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> ist, aber auch <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> mussten mir gegenüber, obwohl sie es<lb/>
nicht wörtlich sagten, zugeben, dass sie diese Vorgangsweise<lb/>
auch nicht für richtig finden. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> meinte zwar, dies sei<lb/>
alles ganz richtig, wenn die Handelskammer mit meiner Amtsführung<lb/>
nicht einverstanden ist, aber dies war alles nur ein Scheingefecht.<lb/>
Beide legen natürlich auf Beziehungen, wie sie zwischen uns be<lb break="no"/>stehen, grössten Wert und sehen ein, dass ich sofort gegen<lb/>
"wienfeindlicher Minister und Abgeordneter" schärfstens<lb/>
polemisieren muss, und ich deshalb einen diesbezüglichen Brief<lb/>
an <rs type="person" ref="#per__107940">Dittrich</rs> schreiben werde.<lb/>
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Durchschrift des Briefes dann auch an <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_10">Das Institut für Gewerbeforschung möchte 1,5 Mill. S von der<lb/>
Handelskammer und 1 Mill. S vom Handelsministerium, wie <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
vorträgt. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meint, es müsste auch zumindestens 750.000 S<lb/>
vom Handelsministerium dem Institut gegeben werden. Ich erklärte,<lb/>
dass ich die ganze Angelegenheit erst prüfen müsste, ob und<lb/>
inwieweit wir so viele finanzielle Mittel dafür aufwenden können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Wie lauten die diesbezüglichen Gespräche resp.<lb/>
Budgetansätze bei uns.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_12"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> stimmt ausdrücklich zu, dass die Handelskammer im Gewerbe<lb break="no"/>strukturverbesserung Bürges-Aktionen die Höchstgrenze für den Zins<lb break="no"/>satz 8,5 % sein soll. Die Kreditsektion wollte 8,75, die Handelskammer<lb/>
aber stimmt meinem Vorschlag mit 8,5 % ausdrücklich zu.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte bei der nächsten Beirats<lb break="no"/>sitzung beschliessen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_14"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> informiert mich, dass die Handelskammer jetzt auch für<lb/>
die zwischenbetriebliche Ausbildung Bauhöfe, wie sie in der Steier<lb break="no"/>mark schon bestehen und in Kärnten jetzt geschaffen werden sollen,<lb/>
in Wien verlangt, dass sie errichtet werden. Dort sollen Betonierer,<lb/>
Kranführer usw. ausgebildet werden. Das Gespräch kam deshalb<lb/>
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auf die Tendenz aufmerksam machte, dass erstens diese Arbeits<lb break="no"/>kräfte dringend gebraucht werden, zweitens immer mehr Betriebe<lb/>
aus Wien wie Eröffnung Samstag Dr. <rs type="person" ref="#per__146045">Kreissler</rs>, Korneuburg zeigt,<lb/>
abwandern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_15"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hat Dr. <rs type="person" ref="#per__140607">Knoll</rs>, den Umweltschutzreferenten, zur Besprechung ge<lb break="no"/>beten, weil er über die Entsorgung des Kernkraftwerkes Tullnerfeld<lb/>
als Handelskammer besser informiert sein will. Die Studie von der<lb/>
KKWP über die Entsorgung hat die Handelskammer nicht bekommen. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
selbst ist als Waldviertler Abgeordneter überhaupt gegen die Lagerung<lb/>
in NÖ. Ich erkläre ihm sofort, dass dann das Kernkraftwerk Zwentendorf<lb/>
nicht in Betrieb gehen kann. Für mich ergibt dies eine Energiereserve<lb/>
von 740 MW, die wahrscheinlich so lange stilliegen kann, als nicht an<lb/>
die Industrie und die Handelskammer ganz besonders eine Inbetriebnahme<lb/>
verlangen wird, wenn ernstliche Stromversorgungsschwierigkeiten auf<lb break="no"/>treten werden. Ich ersuche Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> mit den Interessenvertretungen<lb/>
jetzt Gespräche zu beginnen, um ihnen die Entsorgungsprobleme darzulegen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> möchte den Plan der KKWP nicht weitergeben, weil er dadurch viel<lb break="no"/>leicht den Eindruck erweckt, er deckt die Aussagen dieses Planes.<lb/>
Nach <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> ist aber dieser Entsorgungsplan absolut unzulänglich. Wir<lb/>
einigen uns darauf, dass er jetzt <rs type="person" ref="#per__140607">Knoll</rs> und dann auch andere Inter<lb break="no"/>essenvertreter durch Dr. <rs type="person" ref="#per__107956">Satzinger</rs> informieren lässt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte auf nächstes Jour fixe AK ÖGB setzen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_17">Beim Journalistenfrühstück berichtete <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> über die EFTA-Konsultation<lb/>
voriger Woche, natürlich gab es darüber gar keine Diskussion und wahr<lb break="no"/>scheinlich auch keine Berichterstattung, weil es sich hier um einen<lb/>
kalten Kaffee handelt. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> berichtete über die Kaffee-Nettopreis<lb break="no"/>verordnung, ein wärmerer Kaffee, aber wahrscheinlich auch kein Hit,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> über die Reisebüro-Vorkommnisse und begründete, warum eine<lb/>
gesetzliche Regelung notwendig ist. Bei dieser Gelegenheit konnte<lb/>
ich auf die Eröffnung der Österr. Ferienmesse hinweisen und ganz be<lb break="no"/>sonders, dass ich nirgends erklärt hätte und auch dies nicht meine<lb/>
Politik sei, dass die Österreicher nicht ins Ausland fahren sollen,<lb/>
wie jetzt einige Zeitungen immer berichten. Als Handelsminister kann<lb/>
ich mir gar nicht erlauben, eine so einseitige, auch propagandistische<lb/>
Bevorzugung der österr. Fremdenverkehrsbetriebe zu machen. Die grosse<lb/>
Gefahr wäre dann nämlich, dass man mir eine chauvinistische Haltung<lb/>
unterstellt, bei einer Rezession im Ausländerfremdenverkehr, d.h.<lb/>
geringerem Ankunft und Aufenthalt von ausländischen Gästen, könnte dann<lb/>
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schuld, weil es sich hier um eine Retorsionsmassnahme von der<lb/>
deutschen Regierung oder irgendeiner anderen wegen meiner<lb/>
Ankündigung, die Österreicher sollen nur in Österreich bleiben,<lb/>
handelt. Natürlich verlange ich keine Berichtigung, ich hoffe<lb/>
nur, dass in Zukunft diese Unterstellung unterbleibt. Ich habe<lb/>
in der Vergangenheit nur darauf hingewiesen, dass in der österr.<lb/>
Ferienmesse-Ausstellung die Inländer und die Ausländer ihre<lb/>
Anbote darlegen können und dadurch ein fairer Wettbewerb um<lb/>
den österr. Gast entbrannt ist, resp. durchgeführt werden soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_18">Der wirklich interessanteste Diskussionsbeitrag im Journalisten<lb break="no"/>frühstück war die Frage von <rs type="person" ref="#per__123344">Barazon</rs>, wie es jetzt mit der<lb/>
Haftung der Reisebüros aussieht. Wenn eine gesetzliche Regelung<lb/>
speziell in einem Reisebüro-Gesetz kommt, muss klargestellt werden,<lb/>
ob nur der Vermittler haftet, wie jetzt im ABGB eben der letzte,<lb/>
der eine Ware an den Konsumenten bringt, oder ob nicht auch die<lb/>
Veranstalter, also der Grosshändler, der sich nur eines Reise<lb break="no"/>büros als Vermittler bedient, zur Haftung herangezogen wird.<lb/>
Dies gibt natürlich eine ganz neue Situation, die wie <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> aber<lb/>
richtig antwortete, im Konsumentenschutzgesetz geregelt werden<lb/>
muss. Ähnlich wie bei Contergan nicht die Apotheken haften, die es<lb/>
verkauften, obwohl sie nach ABGB eigentlich dafür die einzig<lb/>
zuständigen wären, müsste es ähnlich bei den Reisebüros ge<lb break="no"/>regelt werden, Nur der grosse Veranstalter, der letzten Endes<lb/>
das Arrangement mit den Ausländern tätigt, dürfte zur Verant<lb break="no"/>wortung gezogen werden und nicht der Vermittler, das kleine<lb/>
Reisebüro, das in dem Fall als Kleinverteiler auftritt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Bitte diese Frage mit Justizministerium<lb/>
eingehend besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_20">Beim Gipfelgespräch über die Berufsausbildung wurde vorerst<lb/>
unter meinem Vorsitz in der Handelskammer – <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> – wegen der zwei kritischsten Punkte<lb/>
Behördenorganisation und Fonds eine Diskussion abgeführt.<lb/>
Die Handelskammer war nicht bereit, von ihrem Standpunkt auch<lb/>
nur einen Millimeter abzuweichen. Die Arbeiterkammer soll volles<lb/>
Berufungsrecht bekommen, bei neuen Lehrstellen soll der Lehrling<lb/>
erst dann aufgedungen werden, wenn die Arbeiterkammer die vorher<lb/>
den Lehrvertrag bekommen muss, zustimmt. In den Ländern sollen<lb/>
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gebildet werden. Bezüglich des Fonds lehnt die Handelskammer<lb/>
jedwede finanzielle Belastung auch nur um Promillesätze ab.<lb/>
Die Regierung, meinte <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, keine Steuererhöhungen mehr durch<lb break="no"/>zuführen und hier handelt es sich um eine versteckte Steuer<lb break="no"/>erhöung. Auch der Vorschlag von <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, man möge ähnlich dem Invaliden<lb break="no"/>einstellungsgesetz oder dem Jugendeinstellunggesetz seinerzeit<lb/>
feste Beträge für die Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden und<lb/>
solche aber ausbilden könnten, vorsehen, lehnt <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> aus technischen<lb/>
Schwierigkeiten und grundsätzlichen Überlegungen ab. Er meint,<lb/>
wenn tatsächlich eine solche Lösung käme, müsste man nach jeder<lb/>
Branche zuerst die durchschnittliche Anzahl der möglichen Lehr<lb break="no"/>stellenhalter feststellen dann wer darüber Lehrlinge hält, müsste<lb/>
eine Vergütung bekommen und einen Rechtsanspruch und wer weniger<lb/>
hält, müsste bezahlen. Diese komplizierte Berechnung und ständige<lb/>
Überwachung würde ungeheure Aufwendungen verlangen und es wahr<lb break="no"/>scheinlich eine eigene Stelle damit betraut werden. Die<lb/>
Handelskammer war nur bereit zu erklären, dass sie erstens zwischen<lb break="no"/>betriebliche Werkstätten schaffen wird, so wie sie bis jetzt schon<lb/>
Internate geschaffen hat. Auch Bauhöfe würden jetzt errichtet,<lb/>
in den Bundesländern gibt es jetzt schon Internatsschulung mit<lb/>
8 Wochen. Sie könnten sich sehr gut vorstellen, dass in der<lb/>
Zwischenbetrieblichen Ausbildung dann eine 9. Woche angehängt wird.<lb/>
Da über diese beiden Punkte die weitere Spitzengespräche keinerlei<lb/>
Ergebnis bringen konnten und <rs type="person" ref="#per__97346">Beyna</rs> auch auf seinen Vorschlag mehr oder<lb/>
minder verzichtete, haben wir dann die Experten Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>,<lb/>
Kammerdirektor <rs type="person" ref="#per__112978">Kehrer</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__98078">Winkler</rs>, Sekr. <rs type="person" ref="#per__112979">Verzetnitsch</rs> von der ÖGB-Jugend<lb/>
und von der Arbeiterkammer Dr. <rs type="person" ref="#per__133063">Czerny</rs> hereingebeten. Über die anderen<lb/>
Punkte – Festlegung des Kreises der Lehrberechtigung – wurde einver<lb break="no"/>nehmlich die taxative Aufzählung vereinbart. Über die Behaltepflicht<lb/>
wird entweder die 3 Monate beibehalten und das befristete Dienst<lb break="no"/>verhältnis verboten, das jetzt abgeschlossen wird oder 6 Monate,<lb/>
wie es die kaufmännischen Berufe heute schon haben, für alle<lb/>
eingeführt. Hier hat <rs type="person" ref="#per__133063">Czerny</rs> vom sozialpolitischen Standpunkt grösste<lb/>
Bedenken, dass dann das befristete Dienstverhältnis bleibt, weil<lb/>
beide Teile dann auch der ausgelernte Lehrbub daran und dadurch<lb/>
verpflichtet wird, wenn es zu keiner einvernehmlichen Lösung des<lb/>
Arbeitsverhältnisses kommt. Die Höhe der Lehrlingsentschädigung<lb/>
soll nur im Kollektivvertrag geregelt werden. Die Gewerkschafts<lb break="no"/>forderung der Jugend – Festlegung im Gesetz – lehnt <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> mit Recht<lb/>
ab, weil dadurch ein Blockieren der Ecklöhne bei den Kollektivvertrags<lb break="no"/>verhandlungen kommt. Auch ich muss vom Gewerkschaftsstandpunkt aus<lb/>
<pb n="35-0201" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band35/35_1977-02-21_0201.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sagen, dass er er recht hat. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> äusserte mir gegenüber, er<lb/>
versteht überhaupt nicht, wie die Gewerkschaftsjugend solche<lb/>
Forderungen aufstellen kann, ohne dass sie mit ihm besprochen<lb/>
wurden. Aufnahme von Schutzbestimmungen zugunsten der Ausbildner<lb/>
soll Arbeitsrecht, Arbeitsverfassungsgesetz in der Kodifika<lb break="no"/>tion geregelt werden und nicht als spezifische Funktion des Be<lb break="no"/>rufsausbildungsgesetzes. Die Ausbildung der Ausbildner<lb/>
soll durch den Prüfungsinhalt bei Meisterprüfungen in Zukunft<lb/>
pädagogisch und die taktische Ausbildung ergänzt werden, keines<lb break="no"/>falls soll eine Kurspflicht oder gar eine Verrechtlichung der<lb/>
Wifis ins Gesetz kommen. Hier hat <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> scheinbar grosse Angst,<lb/>
die Wifis zu verankern und zu verselbständigen. Für die Handels<lb break="no"/>kammer sind die Wifis immer nur ein Teil der Handelskammer.<lb/>
Jedwede Selbständigkeitsbesprechungen<add>[?]</add> werden daher mit grösstem<lb/>
Misstrauen begegnet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_21">Nach dem Gespräch hat mir <rs type="person" ref="#per__112979">Verzetnitsch</rs> beklagt, dass er insbesonde<lb break="no"/>re die Organisationsfragen, d.h. dass es keine Behörde geben wird,<lb/>
sondern alles bei der Handelskammer bleibt und keine paritätische<lb/>
Mitbestimmung für ihn nur sehr schwer, seinen Funktionären und<lb/>
Jugendvertrauenspersonen klarzumachen ist. Ich habe ihm vor<lb break="no"/>geschlagen, wir sollten die zwar beträchtlichen Änderungen des<lb/>
Berufsausbildungsgesetzes jetzt als eine Novelle zu den jetzt<lb/>
bestehenden machen und auch so bezeichnen. Eine neue gesetzliche<lb/>
Regelung halte ich deshalb für nach dem jetzigen Ergebnis<lb/>
der Verhandlungen unzweckmässig, weil dadurch der Eindruck ent<lb break="no"/>stehen würde, die Gewerkschaftsjugend hat entweder total kapituliert<lb/>
oder was noch viel schlimmer wäre, auf ihr Fernziel, nämlich<lb/>
die paritätische Mitbestimmung verzichtet. Durchzusetzen ist<lb/>
die Mitbestimmung aber nur mit einem Verfassungsgesetz und dies<lb/>
ist von der Handelskammer und damit auch von der ÖVP nicht zu<lb/>
bekommen. Jetzt rächt sich eben, dass der Zeitpunkt der Änderung<lb/>
denkbar schlecht gewählt war, weil mehr Lehrlinge jetzt<lb/>
untergebracht werden müssen und wir auf die Mitwirkung der<lb/>
Handelskammer unbedingt Rücksicht nehmen müssen. In Hinkunft, wenn<lb/>
die Lehrlingsanzahl rückläufig ist, wird es leicht möglich sein,<lb/>
den ursprünglichen Pan <rs type="person" ref="#per__98063">Weißenberg</rs>, die Lehrlingsausbildung von<lb/>
der Gewerbeordnung wegzubekommen und als Arbeitsrecht und Arbeitsmarkt<lb break="no"/>verwaltung bei ihm zu konstituieren nähergetreten werden sollte.<lb/>
Auch hier gibt es allerdings verfassungsrechtliche Schwierigkeiten.<lb/>
Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit am Samstag bei der Ge<lb break="no"/><pb n="35-0202" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band35/35_1977-02-21_0202.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>werkschaftsjugendvorstandssitzung und Diskussion ergehen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> soll mir sofort eine<lb/>
diesbezügliche Zusammenstellung machen und Samstag mitkommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_23">In der Ministerratsvorbesprechung ging es fast ausschliesslch<lb/>
über Ressortfragen, die mich betreffen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint zur <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs>-<lb/>
Aussprache wegen der Atommüllagerung hätte <rs type="person" ref="#per__97389">Czettel</rs> und die nö. SPÖ<lb/>
befürchtet, er <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, würde darauf insistieren, dass die SPÖ NÖ<lb/>
sich dafür einsetzt, dass im Waldviertel gelagert wird. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
denkt nicht daran. Wenn <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs> ablehnt oder auch die anderen<lb/>
Landeshauptleute sich gegen Müllagerung in ihrem Bundesland aus<lb break="no"/>sprechen, kann man dies niemandem aufzwingen. Allgemein heisst<lb/>
es, das Volk soll gefragt werden, das Volk wird repräsentiert durch<lb/>
die Parlamentarier, weshalb er für eine geheime Abstimmung im<lb/>
Parlament eintritt. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> meinte, wie dies geschehen sollte,<lb/>
ich erklärte ich würde einen Bericht dem Parlament zuleiten,<lb/>
worüber dann eine Entschliessung über Alternativen das Parlament<lb/>
beschliessen könnte: entweder Atomkraftwerke sollen gebaut werden<lb/>
oder nicht. Natürlich wird das Parlament und insbesondere die<lb/>
ÖVP primär fragen, was sagt die Regierung dazu. Hier will sich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nicht festlegen. Er meint sogar, innerhalb der Regierung<lb/>
gibt es wahrscheinlich auch verschiedene Meinungen. Ich erklärte ihm,<lb/>
dass für mich das erste Kernkraftwerk schon eine beschlossene<lb/>
Angelegenheit ist und daher nur mehr, trotzdem es betriebsfertig<lb/>
gemacht werden muss, weshalb auch die Null-Leistung zu genehmigen<lb/>
ist, dann entweder mit Voll-Leistung arbeiten kann oder als<lb/>
Energiereserve jederzeit betriebsbereit gehalten werden muss.<lb/>
Dies bedeutet ungeheure finanzielle Aufwendungen, die irgendwer<lb/>
bezahlen müsste.Die Energiewirtschaft kann dies keinesfalls ohne<lb/>
eine beträchtliche Strompreiserhöhung. Meine Idee ist, ohne dass<lb/>
ich dies dort aussprach, zweckgebundenen Groschenbeitrag, die<lb/>
jetzigen Tarifsätze für Stillegung und Reservehaltung des Atom<lb break="no"/>kraftwerkes Tullnerfeld der amtlichen Preiskommission zu ge<lb break="no"/>nehmigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_24"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> teilt mit, dass die Gesellschaft für Konfliktforschung<lb/>
jetzt eine Studie über die Einstellung der Bevölkerung zur Atom<lb break="no"/>energie durchführen möchte. Er hat dagegen grösste Bedenken.<lb/>
Was man wirklich machen müsste, wäre <rs type="person" ref="#per__140403">Weisskopf</rs> anstelle <rs type="person" ref="#per__146065">Teller</rs><lb/>
den Vater der Atombomben, <rs type="person" ref="#per__140580">Weissecker</rs>, der jetzt erklärt, wenn<lb/>
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einladen sollte. Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> bespricht jetzt mit Presse<lb break="no"/>sekretär <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> die möglichen Teilnehmer.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: UND <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Bitte kläre, was hier vorgeht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_26">Die internationalen Ölgesellschaften wollen bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> vor<lb break="no"/>sprechen und dieser hatte gar keine Lust, sie zu empfangen.<lb/>
Ich habe ihn dann überzeugt, dass er als Eigentumsvertreter von den<lb/>
Internationalen angesprochen wird, ob auf die ÖMV ein politischer<lb/>
Druck ausgeübt wurde oder wird und ob sich die Einstellung der Re<lb break="no"/>gierung gegen die Internationalen geändert hat. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war dann bereit,<lb/>
sie doch zu empfangen, verlangt aber, dass gleichzeitig auch ich<lb/>
daran teilnehme. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> bemerkt, dass die Verlustbilanzen der<lb/>
Internationalen durch die hohen Abschreibungen bedingt, die sie<lb/>
in Fehlinvestitionen insbesondere neue Tankstellen usw. erbracht<lb/>
haben. Auch er, entschied <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, soll an der Sitzung teilnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_27">Für die Grundsteinlegung am 11. März wird die Steyr-Daimler-Puch nach<lb/>
Graz einladen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> schlägt vor, dass wir mit seinem Auto mit<lb break="no"/>fahren und nicht ein jeder mit seinem eigenen. Endlich wird<lb/>
jetzt die Sparmassnahme, die ich immer schon praktizierte auch<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> richtig erkannt. Ich halte es für genauso blöd,<lb/>
wenn alle Minister immer mit ihrem eigenen Auto zur Ministerrats<lb break="no"/>sitzung fahren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_28">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte 11. März Graz-Reise sperren und<lb/>
an Fahrgemeinschaft mich immer erinnern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_29"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> urgiert neuerdings das Sulfatprojekt bei mir und ich<lb/>
erkläre ihm sofort, dass diesbezügliche Besprechungen über die<lb/>
Holzaufbringung mit <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> jetzt stattgefunden haben. Ich verlange,<lb/>
dass unbedingt vom ökonomischen Standpunkt jetzt die Finanzierung<lb/>
geklärt wird, wobei der Waldbesitz mit einem grösseren Anteil<lb/>
sich beteiligen müsste. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> teilt mit, er hat diesbezüglich<lb/>
mit Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__127907">Klauhs</rs> vom Verband ländlicher Genossenschaften<lb/>
gesprochen und diese stellen sich eine Beteiligung von 30 bis<lb/>
40 Mill. S also überhaupt nichts für dieses Milliardenprojekt vor.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hat auf Vermittlung von <rs type="person" ref="#per__98010">Teschl</rs> mit <rs type="person" ref="#per__114599">Turnauer</rs> und dem<lb/>
<choice><choice><sic>juen</sic><corr>jungen?</corr></choice></choice> <rs type="person" ref="#per__146066">Poppovic</rs> von der Welser eine Aussprache gehabt. Auch hier<lb/>
geht es darum, dass <rs type="person" ref="#per__114599">Turnauer</rs> eine Verlustabdeckung möchte. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
glaubt, man könnte gegebenenfalls deutsches Kapital von Aschaffenburg<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> grosse Bedenken. <rs type="person" ref="#per__114599">Turnauer</rs> ist zwar ein alter Mann und<lb/>
möchte am liebsten seine Papierfabrik an einen Konzern verkaufen.<lb/>
Bekommt ihn die CA, die wahrscheinlich die Neusiedler gar nicht<lb/>
will, würde diese die Leykam will, überhaupt den Ausbau stoppen.<lb/>
In diesem Fall würde es keine Sulfatzellstoff-Fabrik in NÖ<lb/>
geben. Steyrermühl möchte natürlich auch keine nö. Sulfatfabrik,<lb/>
weil sie ja die grossen Schwierigkeiten noch mit ihrem VÖEST-<lb/>
Projekt hat. <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> von der VÖEST hat jetzt angeblich eine<lb/>
neue Idee im Zusammenhang mit dem Sulfatprojekt und wird diese<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mitteilen. Die Lenzinger, VP <rs type="person" ref="#per__97938">Seidl</rs> von der Handelskammer<lb/>
ist auch sehr gegen dieses Sulfatprojekt, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> neuerdings<lb/>
mitteilt. Immer wieder kommt es bei diesen Diskussionen um<lb/>
dieses Projekt um dieselben Argumente und dieselben Stellungnahmen.<lb/>
Wichtig war mir nur, festzuhalten, dass jetzt die finanzielle Be<lb break="no"/>teiligung und die kapitalmässige Aufteilung vorerst erfolgen muss,<lb/>
bevor ich überhaupt weitere Schritte unternehmen kann. Mit dieser<lb/>
Entscheidung ist die Frage wieder um etliche Monate hinausgeschoben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108746">HAFFNER</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Unsere Taktik kann und<lb/>
soll sich nicht ändern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_31"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> stellt fest, dass bei dem Sonderbericht über den Rech<lb break="no"/>nungshof er am wenigsten angegriffen wurde, nur zwei – wie er sagt –<lb/>
unbedeutende Bemerkungen. Der Angriff richtet sich vor allem gegen<lb/>
andere Ressorts. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wurde insbesondere die Pokalverteilung bekrit<lb break="no"/>telt.</p>
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dabei handelt und <choice><choice><sic>mass die</sic><corr>lass dir</corr></choice></choice> die Details wegen der Pokale geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band35_1977-02-21_33">Über die finanzielle Situation ergibt sich dann eine rege Diskussion,<lb/>
da <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> mitteilt, dass es wegen der öffentlichen Diskussion<lb/>
über die Währungssituation gibt. In der Kleinen Zeitung Graz<lb/>
wurden Informationen über Devisenbestände gegeben. Interviews<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> und <rs type="person" ref="#per__97873">Rieger</rs> erhöhen die Spannungen. Beträge über<lb/>
Autosteuer und Mehrwertsteuersätze wurden scheinbar mit ihm nicht<lb/>
abgesprochen. Andererseits wird jetzt neuerdings die Diskussion<lb/>
wegen der Rentnerfrage aufgeführt. Der Bundeszuschuss von 5,2 Mia.<lb/>
1965 ist auf 10,1 Mia. 1970, auf 22,2 Mia. 1975 und 26,7 Mia. 1977<lb/>
angewachsen. Anteilsmässig zu sagen, dass dies vom Budgetumsatz<lb/>
derselbe Prozentsatz bleibt, ist unzulänglich, weil im Budget viele<lb/>
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Zu diesem Bundeszuschuss kommt nun die Spitalslösung, die<lb/>
Umschichtung PV Ang. zur PV Arb. mit 1 Mia., wobei ein Zuschuss zur<lb/>
gewerblichen Krankenkasse irrsinnige Bauten der Sozialversicherung.<lb/>
Die Krankenkasse Wien will ein Verwaltungsgebäude für 800 Mill. S<lb/>
errichten, obwohl sie pleite wird, die PV Arb. macht in Oberlaa<lb/>
ein Rehabilitationszentrum für 200 Mill. S, das der Bund ebenfalls<lb/>
ganz bezahlen muss über die Ausfall-, resp. Zuschussdeckung, die<lb/>
PV Ang. hat ein Verwaltungsgebäude für 2,7 Mia. S in Arbeit resp. geplant<lb/>
und die Unfallversicherung hat ein Gebäude für 300 Mill. Verwaltungs<lb break="no"/>gebäudeaufwand präliminiert und jetzt schon 800 Mill. S verbaut<lb/>
und wahrscheinlich 1 Mia. S kosten wird. <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs> polemisiert zuerst,<lb/>
dass in der Zukunft kein Bundeszuschusssteigerung eintreten wird.<lb/>
Die Umschichtung von der PV Ang. zur PV Arb. wurde in der 32. ASVG-<lb/>
Novelle bis 1981 geregelt. Dort wird vorgesehen, dass 4,5 Mia.<lb/>
von der PV Ang. zur PV Arb. zu überweisen sind. Eine weitere Über<lb break="no"/>weisung, die <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> mit <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> angeblich vereinbart hat, hält<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs> für unmöglich. Über die Bauten ist auch <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs><lb/>
nicht sehr glücklich, doch wurden von den Selbstverwaltungs<lb break="no"/>trägern in den einzelnen Anstalten die diesbezüglichen Beschlüsse<lb/>
gefasst. Für die Kasse Wien, hat er mir nachher gesagt, muss<lb/>
er sie zwar genehmigen, sie liegen aber auf seinem Schreib<lb break="no"/>tisch, <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> meint, warum sollen wir gerade dies verhindern und<lb/>
er ist in einem furchtbaren Dilemma. Der Hinweis Klubobmann<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97444">Fischers</rs>, man soll auf den Verwaltungsaufwand dies bestreiten,<lb/>
indem man ihn erhöht von derzeit 4,3 % wird von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> dahin<lb/>
gehend beantwortet, dass 4,3 % bei diesen Milliardenumsätzen<lb/>
ein ganz beträchtlicher Verwaltungsaufwand sei. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
meint, er hätte mit dem ÖGB über diese finanzielle Situation<lb/>
auch gesprochen und man sollte jetzt zwischen <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> und <rs type="person" ref="#per__98063">Weissen<lb break="no"/>berg</rs> die Frage klären. Ganz entschieden wendet sich <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> aber<lb/>
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Sprache gebracht hat und damit eine Unsicherheit für die Rentner<lb/>
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früher einen Pool gegeben hat, dies stimmt, wie <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs><lb/>
feststellt, nicht. 1966 wurde vereinbart, dass 1/3 die Arbeit<lb break="no"/>nehmer, 1/3 die Arbeitgeber und 1/3 der Bund auch an die PV Ang.<lb/>
d.h. auf die positiv gebarende Pensionsversicherungsanstalt<lb/>
zahlen musste. 1968, als der Budgetzusammenbruch kam, hat <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> dann<lb/>
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so wie dies nach 1945 der Fall war, eine Ausfallhaftung zu bezahlen<lb/>
ist, die derzeit auch noch existiert. Danach muss der Bund<lb/>
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dass es sich mit den Ausgleichszulagenempfängern um 35 % Zuschuss<lb/>
handelt und für die Selbständigen 70 %. Diese Ausfallhaftung bedeutet<lb/>
natürlich, dass jetzt die Institute umso leichter wirtschaften.<lb/>
Allerdings hat sich 1968 der Bund etliche Milliarden erspart.<lb/>
Allerdings auch wieder nicht 8 Mia., wie Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs><lb/>
damals rechnete. Die Reservebildung ist jetzt wie 1966 mit dem<lb/>
automatischen Zuschuss endgültig dahin und war damals nur eine gute<lb/>
Absicht. Die Hauptschwierigkeiten wird es wahrscheinlich in der<lb/>
jetzt begonnenen harten Diskussion zwischen Finanzminister und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs> in diesem Fall dann auch ÖGB geben. Ich sagte zu<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs>, der neben mir sitzt, ich danke Gott an jedem Morgen,<lb/>
dass ich mich nicht muss um die Finanzen sorgen. Ich erinnere<lb/>
mich jetzt mit grosser Befriedigung daran, dass ich bereits 1970, bevor<lb/>
ich in die Regierung berufen wurde, mit <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> dieses Problem einige<lb/>
Male besprochen habe und ihm für ihn damals vielleicht unerklärlich<lb/>
erklärt habe, niemals werde ich Finanzminister. Ich hatte damals<lb/>
genau gewusst, was eigentlich auf jeden Finanzminister zukommt.<lb/>
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jetzt eine 10 %-ige Gehaltsforderung haben, die ebenfalls auf<lb/>
den öffentlichen Dienst dann Rückwirkungen haben werden. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
verweist neuerdings darauf, dass im öffentlichen Dienst nur die<lb/>
Beamten 5 % Pensionsbeitrag zahlen. Die Privatangestellten wesentlich<lb/>
mehr. Auch hier müsste eine Angleichung erfolgen. Wie dieses<lb/>
ganze Problem Budgetsanierung auf der einen Seite, Pensionsansprüche<lb/>
auf der anderen Seite, Pensionsleistungen und ganz besonders<lb/>
Mehrleistungen des öffentlichen Dienstes sowie Gehaltsverhandlungen<lb/>
jetzt bei den Sozialversicherungsinstituten und im öffentlichen<lb/>
Dienst abgewickelt werden, sehe ich momentan noch nicht klar.<lb/>
Zum Glück ist keiner dieser Punkte mein Problem.<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__128911">Glaser</rs>, ein Österreicher, der im amerikanischen grössten Aluminium<lb break="no"/>konzern sich weit an die Spitze hinaufgearbeitet hat, als Vor<lb break="no"/>standsdirektor Vorsitzender kommen soll. Die Betriebsräte haben<lb/>
noch grösste Bedenken gegen diesen personellen Plan von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>.<lb/>
Hier hat sich meine Taktik bestens bewährt, mich niemals in Ressort<lb break="no"/>angelegenheiten anderer, weder direkt noch indirekt, einzumischen.<lb/>
Abg. <rs type="person" ref="#per__97545">Hellwagner</rs>, gleichzeitig BRO von Ranshofen hat einige Mal schon<lb/>
bei mir geklagt über die Situation in personeller aber vor allem<lb/>
sachlicher Strompreisfrage usw. Hinsicht bezüglich Ranshofen.<lb/>
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soll mich daher nur mit Fragen konfrontieren, für die ich zu<lb break="no"/>ständig bin und die ich dann letzten Endes auch in Eigenregie<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Sallinger, Rudolf</persName>
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               <persName><surname>Dittrich</surname><forename>Karl</forename></persName>
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               <persName type="label">Hofstetter, Erich</persName>
               <persName><surname>Hofstetter</surname><forename>Erich</forename></persName>
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               <persName type="label">Pleschiutschnig, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Pleschiutschnig</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
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               <persName type="label">Verzetnitsch, Fritz</persName>
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               <occupation>Redakteur SN</occupation>
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               <occupation>Industrieller</occupation>
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