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            <title type="main">Montag, der 24. Jänner 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_01">Montag, 24. Jänner 1977<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_02">Beim Jour fixe habe ich <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> lächelnd oder wenn<lb/>
man so will spasseshalber doch mit allem Ernst auf die Taktik der<lb/>
ÖVP bezüglich der Waffenaffäre und Munitionslieferung hingewiesen.<lb/>
Persönlich sagte ich, hoffe ich, dass bei der geheimen Abstimmung<lb/>
die ÖVP mit der FPÖ durch einige sozialistische Abgeordnete der<lb/>
Misstrauensantrag eine Mehrheit bekommt, damit ich dieses Geschäft<lb/>
endlich los bin, dann wird die Handelskammer die grössten Schwierig<lb break="no"/>keiten haben, wer immer mein Nachfolger wird. Einen Misstrauensantrag<lb/>
zu stellen, bevor eine Untersuchung klar und deutlich die ganze Ange<lb break="no"/>legenheit durchleuchtet und dargelegt hat, ist taktisch falsch,<lb/>
da jedermann verstehen wird, dass man diesen ablehnen muss. Die<lb/>
wirklich Geschädigten werden die waffen- und munitionsproduzierenden<lb/>
Firmen insbesondere Steyr-Daimler-Puch und Hirtenberg sein. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
schlug mir sofort vor, er möchte unbedingt mit mir gepaart sein,<lb/>
weil wir doch die Vertragsunterzeichnung von Voith und den sowj.<lb/>
Firmen im Bristol haben. Ich versprach ihm, mit unserem Klub über<lb/>
seinen diesbezüglichen Wunsch zu sprechen. <rs type="person" ref="#per__97444">Heinz Fischer</rs> erklärte<lb/>
mir dann abends bei der Ministerratsvorbesprechung, dass ich ohne<lb/>
weiteres mit entfernen könnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_03"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> urgierte neuerdings die Bestätigung der Repräsentationsver<lb break="no"/>einbarung, d.h. ihres Briefes vom 22.11.1976.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Wo bleibt dieses Schreiben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_05"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> wollte neuerdings wissen, ob ich bereit wäre, <rs type="person" ref="#per__112012">Arthold</rs> wieder<lb/>
eine Verlängerung seiner ausgesprochenen Kündigung zu geben. Ich er<lb break="no"/>widerte, dass ich ihm nicht gekündigt habe, sondern die Organe,<lb/>
nämlich der Aufsichtsrat, auf den ich keinen Einfluss habe.<lb/>
Ich habe mich vor der Aufsichtsratssitzung redlich bemüht, einen<lb/>
Kompromiss zustandezubringen, bin aber gescheitert. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meinte,<lb/>
ob ich bereit wäre, mit <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> über das Problem Verbund zu sprechen,<lb/>
was ich selbstverständlich bejahte. <rs type="person" ref="#per__112012">Arthold</rs>, erklärte ich dezidiert,<lb/>
wird nicht einmal von seinen eigenen Leuten gehalten, wie er doch<lb/>
genau weiss. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meinten, wenn sie ihre Leute zur Zu<lb break="no"/>stimmung bringen, ob ich dann bereit wäre, eine Verlängerung neuer<lb break="no"/>dings durchzusetzen. Dafür erklärte ich mich dezidiert nicht für<lb/>
zuständig. Diese Angelegenheit war im Aufsichtsrat, ist dort ent<lb break="no"/>schieden worden und könnte daher, wenn überhaupt, nur dort geändert<lb/>
werden. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> versuchte noch mit der Behauptung, im Aufsichtsrat hätten<lb/>
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über die Abberufung <rs type="person" ref="#per__112012">Artholds</rs> herbeigeführt. Dies erklärte ich<lb/>
ihm, ist falsch, denn selbstverständlich haben nur die Kapital<lb break="no"/>vertreter diesen Beschluss herbeigeführt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte verschaffe Dir das Protokoll der Auf<lb break="no"/>sichtsratssitzung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_07">Die Wolfsegg-Traunthaler hat irgendwelche Wünsche der Handelskammer<lb/>
mitgeteilt, weil diese mich fragte, ob ich organmässig dafür<lb/>
zuständig wäre. Sie waren sehr erstaunt zu erfahren, dass dafür<lb/>
die verstaatlichte Industrie, <rs type="person" ref="#per__97468">Gatscha</rs>, resp. die Holding und<lb/>
nicht das Handelsministerium zuständig ist.<lb/>
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nachfragen, worum es sich handelt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_09">Der Landesproduktenhandel möchte unbedingt seine Spanne erhöhen,<lb/>
weshalb <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> neuerdings urgierte. der Finanzminister hätte<lb/>
infolge der Gebührenerhöhung für die 5-jährigen Kredite, die der<lb/>
Landesproduktenhandel braucht und diesen mit 200 Mill. S belasten<lb/>
soll, entsprechende Zusagen gemacht. Meine Antwort war sofort, da<lb/>
gibt es nichts anderes, als die Preisregelung endlich aufzuheben.<lb/>
Wie dies ja auch auf diesem Sektor der Kleinhandel neuerdings ver<lb break="no"/>langt. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> sprach sich wegen der Mühlen und wegen des Getreide<lb break="no"/>handels ganz entschieden dagegen aus.<lb/>
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die Gebührenbelastungsbesprechung sich informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_11">Der Handelsdelegierte <rs type="person" ref="#per__145885">Klade</rs> soll nach Meinung von <rs type="person" ref="#per__97474">Gleissner</rs> auf<lb/>
alle Fälle nach Beirut gesendet werden. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> wollte mir dies<lb/>
schmackhaft machen und erklärte, jeder Handelsdelegierte<lb/>
müsste jetzt dreimal im Ausland Zugeteilter sein, bevor er eine<lb/>
eigene Aussenhandelsstelle bekommt. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> bestätigt, dass<lb/>
tatsächlich jetzt überall jeder dreimal in einer Auslandsposition<lb/>
sein muss, ist aber er der Meinung, dass auf gar keinen Fall nach<lb/>
Beirut kommen sollte.<lb/>
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eigenes Haus irgendwo mieten. Ich verwies darauf, dass der <rs type="person" ref="#per__117854">Wagner</rs>-<lb/>
Bau historisch von Bedeutung ist und, wenn er renoviert wird, für<lb/>
uns ideal ist. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> ersuchte mich, ich sollte mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte Termin mit <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_14">Wegen der Ausbildung der Ausbildner und unserem Auftrag an das Ge<lb break="no"/>werkschaftsinstitut regte sich <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> neuerdings sehr auf. Ich er<lb break="no"/>widerte, wie schon letzten Mal, ich hätte mich redlich bemüht,<lb/>
ein gemeinsames Institut zwischen ÖGB und Handelskammer zustande<lb/>
zu bringen und auf die unmittelbare Verteilung resp. Auftragser<lb break="no"/>teilung hätte ich keinen Einfluss genommen und denke auch nicht<lb/>
daran, dies zu tun. Mein Ziel sei nach wie vor, ein gemeinsames<lb/>
Institut zu errichten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_15">ANMERKUNG FÜR <del>PLESCH UND</del> <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Wo bleibt die Antwort auf den Brief der<lb/>
Handelskammer vom 14. Jänner?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_16">Die Brauereien waren bei <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und wünschen ein Antidumpinggesetz<lb/>
gegen Deutschland und Polen. Nach § 31 des Lebensmittelgesetzes<lb/>
wird untergrädiges Bier eingeführt und nicht beanstandet. Eine<lb/>
Flaschenpfandpflicht sollte jetzt endlich gesetzlich geregelt werden.<lb/>
Auf alle Fälle spricht mach sich ganz entschieden gegen Einwegflaschen<lb/>
aus. Bei Bier soll es nur mehr einen 10 %-igen Restzoll geben, wes<lb break="no"/>halb so wie Edelstahl und Papier <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> meint, diese EG-diskriminierten<lb/>
Sparten müssten besonders unterstützt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs> <del>UND WAIS</del>: Das ganze Problem vorbereiten und im<lb/>
nächsten Jour fixe mit AK besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_18">Beim 200. Pressefrühstück sprach <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs> einleitend über das erste am<lb/>
20.3.1972, das sich mit der Gewerbeordnung beschäftigte, das 50. mit<lb/>
dem Fremdenverkehr, das 100. mit dem Aussenhandel, Preisen und der<lb/>
Marktordnung, das 150. mit der Rohstoff-Frage, Fremdenverkehr, Strom-<lb/>
und Benzinpreisen und das 200. heute mit dem Slogan: 200 mal und<lb/>
kein bisschen müde. Ein diesbezügliches Schreiben hat <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs> von<lb/>
mir jedem der Teilnehmer gegeben. <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> berichtete über die Aktionen<lb/>
des Patentamtes bezüglich der Entwicklungsländer, wo wir ihnen<lb/>
100 Recherchen für arabische Staaten, Antillen und Afrika zur Verfügung<lb/>
gestellt haben. In der Diskussion konnte ich gleich die differente<lb/>
Auffassung zwischen den Patentanwälten und dem Patentamt darlegen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> berichtete mit Stolz, dass er 120 Techniker und 20 Juristen hat.<lb/>
Und damit als europäische Resource-Abteilung im Europa-Patent aner<lb break="no"/>kannt ist, weiter beschäftigt werden kann, ohne dass ich natürlich dort<lb/>
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welche Möglichkeiten wir eigentlich ungenützt lassen, um diese<lb/>
Techniker-Kapazität für unsere Industriesektion zu nützen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97688">Leberl</rs> und <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> doch wegen der<lb/>
neuen Ideen: mehr Einschaltung dieser Leute, in Angriff nehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_20"><rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> hat über den Dezember-Fremdenverkehr berichtet, der durch die<lb/>
unglücklich gefallenen Weihnachtsfeiertage, die entweder an einen<lb/>
Freitag oder auf alle Fälle das Wochenende fielen, schlechter ausfiel<lb/>
als im Vorjahr. Bei dieser Gelegenheit hat er von mir in der Früh<lb/>
schon aufmerksam gemacht auch auf die Behauptung der Gastgewerbe-<lb/>
Zeitung, dass ich mit den Devisenbetrag manipuliere, Dr. <rs type="person" ref="#per__114653">Schulmeister</rs><lb/>
vom Wirtschaftsforschungsinstitut mitgebracht und sich auch per<lb break="no"/>sönlich ganz entschieden gegen diesen Vorwurf ausgesprochen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114653">Schulmeister</rs> erklärte dann mit aller Offenheit, dass zwischen<lb/>
dem Wirtschaftsforschungsinstitut und der OeNB durch eine von uns<lb/>
ins Auftrag gegebene Studie die Stellung des Reiseverkehrs<lb/>
in der Gesamtwirtschaft ein Streit, der seit längerer Zeit zwischen<lb/>
den beiden Institutes existiert, ausgebrochen ist. Die Nationalbank<lb/>
hat jetzt auf Grund ihrer Umstellung auf Computer sich in letzter<lb/>
Zeit nicht entscheiden können, das Berechnungssystem des Wirt<lb break="no"/>schaftsforschungsinstituts zu übernehmen. Innerhalb der OECD wurde<lb/>
1965 eine Arbeitsgruppe gebildet, war der Vertreter der österr.<lb/>
Nationalbank <rs type="person" ref="#per__145969">Hain</rs> federführend war. Diese hat ein System entwickelt,<lb/>
das das Wirtschaftsforschungsinstitut jetzt anwendet, ausser den<lb/>
bei der OeNB eingehenden Devisen sind lt. Wirtschaftsforschungsmeinung<lb/>
unbedingt auch die Devisenkäufe der Ausländer in ihrem Heimatland<lb/>
zu berücksichtigen. Ca. 5 Mia. S geben Österreicher in Deutschland<lb/>
z.B. aus, die nicht bei österr. Banken aufscheinen, wohl aber bei<lb/>
deutschen Instituten. Dort kaufen die deutschen Gäste diese öster<lb break="no"/>reichischen Devisen, bringen sie nach Österreich mit und geben sie<lb/>
hier aus. Dadurch haben die Deviseneinnahmen aus dem Fremdenverkehr<lb/>
im vergangenen Jahr 7 Mia. mehr betragen, als die OeNB ausweist. Für<lb/>
die Volkseinkommensstatistik wird vom Statistischen Zentralamt<lb/>
die Wirtschaftsforschungsdaten genommen. die OeNB berücksichtigt angeblich<lb/>
nur Deutschland, Italien und Jugoslawien und dies nur bezüglich<lb/>
der Gastarbeiterausgaben und Fremdenverkehrseinnahmen nur sehr begrenzt<lb/>
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Schluss waren alle restlos verwirrt. Mir am es aber primär darauf an,<lb/>
den Vorwurf, dass ich manipuliere mit aller Entschiedenheit zurück<lb break="no"/>zuweisen, was mir glaube ich auch tatsächlich geglückt ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_21">In der Diskussion wurde über verschiedenste Möglichkeiten der Devisen<lb break="no"/>einsparung gesprochen. Insbesondere wurde ich natürlich auch gefragt,<lb/>
was ich zum Vorschlag <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzls</rs> sage, dass wir mehr inländische Energie<lb/>
in diesem Fall Atomenergie produzieren sollen, um nicht so auslands<lb break="no"/>abhängig vom Devisenstandpunkt aus zu werden. Ich erwiderte sofort,<lb/>
dass die Staatshandelsländer ihre Importe von österr. Maschinen und<lb/>
Anlagen nur über Exporte mit Energie-Rohstoff bezahlen können, weil<lb/>
mit den anderen Produkten sie am österr. Markt nur sehr schwer<lb/>
ankommen. Über die Energielieferungen bin ich also in zweifacher<lb/>
Hinsicht sehr befriedigt. Einerseits weil wir die Energie brauchen<lb/>
andererseits, weil wir dadurch das Aussenhandelsaktivum ein bisschen<lb/>
abbauen können. Anschliessend wurde ich in dieser Frage sowohl<lb/>
von ZiB 2, <rs type="person" ref="#per__115174">Swietly</rs>, als auch vom Tele-Objektiv insbesondere wegen<lb/>
des Atomkraftwerkes und der Stromerzeugung interviewt. <rs type="person" ref="#per__117014">Hlavac</rs><lb/>
von<add>[der]</add> ZiB 1 wollte unbedingt Informationen über die Benzinpreis-<lb/>
Entwicklung. Koordiniert wird scheinbar im Fernsehen auch nicht.<lb/>
Ansonsten wäre es ganz unmöglich, dass man oft wochenlang überhaupt<lb/>
vom Fernsehen nichts bemerkt und dann gleich 3 Stellen gleichzeitig<lb/>
allerdings auf verschiedenen Gebieten Fernsehaufzeichnungen machen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Ohne Kritik versuche einmal diese Praktik zu<lb/>
erforschen.<lb/>
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Tätigkeit bis zum 200. Pressefrühstück gedankt habe und gleichzeitig<lb/>
auch immer wieder herausstreiche, dass er letzten Endes ja der<lb/>
Vorsitzende dieser Pressefrühstücke ist. Der wirkliche Dank gebührt<lb/>
aber dem Erfinder dieser Institution, nämlich <rs type="person" ref="#per__97646">Fritz Koppe</rs>. Wenn<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114508">Herbert Tieber</rs> jetzt dann nach Tirol zurückgeht, und dies steht<lb/>
eindeutig fest, werden wir zwar im Büro für ihn einen Nachfolger<lb/>
sehr bald einsetzen, aber niemanden für die Pressebetreuung haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Mache mir bitte Vorschläge, wie wir dieses Problem<lb/>
lösen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_25"><rs type="person" ref="#per__118868">Palme</rs> von der Presse hat sich bei mir erkundigt, ob Dr. <rs type="person" ref="#per__145973">Egger</rs><lb/>
einen Auftrag hat vom Handelsministerium für eine Textilzusammen<lb break="no"/>legung in Vorarlberg. Ich wusste nichts davon und habe mich nur<lb/>
verpflichtet, mich diesbezüglich zu erkundigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_27">Vor dem Wiener Vorstand hat mich Stadtrat <rs type="person" ref="#per__109290">Mayr</rs> ersucht, es sollte<lb/>
sein Referent Dr. <rs type="person" ref="#per__145970">Pribil</rs> und <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> bezüglich der Existenzgründung<lb/>
in Wien nochmals zusammenkommen weil seiner Meinung nach eine Ab<lb break="no"/>grenzung zwischen diesen beiden Aktionen zum Nachteil der Wiener<lb/>
Unternehmer derzeit beabsichtigt ist. Meine Idee, dass Wien einen<lb/>
Teil der Betriebe fördert und wir den anderen, geht nicht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_28">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97584">JAGODA</rs>: Bitte neuerliche Gespräche mit mir und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__145970">Pribil</rs> führen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_29">Beim Wiener Vorstand und auch dann im Ausschuss war ausser den uninter<lb break="no"/>essanten Organisations- und Sekretariatsberichten nur der Vergleich<lb/>
zwischen <rs type="person" ref="#per__140370">Koller</rs> und <rs type="person" ref="#per__145972">Paulas</rs> und <rs type="person" ref="#per__145971">Honay</rs> wegen des Streites im Freien<lb/>
Wirtschaftsverband, der mit einer Klagerücknahme <rs type="person" ref="#per__140370">Kollers</rs> endete,<lb/>
interessant. Die gerichtliche Auseinandersetzung hätte den Freien<lb/>
Wirtschaftsverband glaube ich sehr geschadet. <rs type="person" ref="#per__109818">Edlinger</rs> ist es<lb/>
endlich gelungen, dass die Vorwürfe zurückgezogen werden und damit<lb/>
ein Streit beendet ist. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> berichtete dann, dass der Aufsichts<lb break="no"/>rat der Holding sich auf 12 Kapitalvertretern zusammensetzen soll,<lb/>
dem einer aus der Finanzverwaltung, 7 Sozialisten, 3 ÖVP-ler und ein<lb/>
Freiheitlicher angehören sollen. Gedacht ist an erfahrene Funktionäre<lb/>
der Wiener Vorstand wird noch die Liste beschliessen. In den Töchtern<lb/>
wird es keinen Proporz geben und die Aufsichtsräte sollen sehr<lb/>
klein gehalten werden. Inden GesmbHs 3–4, wobei einer der Finanz<lb break="no"/>verwaltung einer der Holding angehören sollen. Bei 33 Gesellschaften<lb/>
ist resp. sind entsprechende Vorschläge zu erstatten. Die Aktiengesell<lb break="no"/>schaft wie Augarten und Messe und vor allem aber, wo die Gemeinde<lb/>
Wien nicht allein Eigentümer ist, sondern auch Minderheiten hat,<lb/>
wird es besondere Probleme geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Kümmert Euch um diese Frage, hier<lb/>
könnten wir den einen oder anderen Aufsichtsrat delegieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_31"><rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> berichteten dann im Wiener Ausschuss, dass er nicht auf jede<lb/>
Äusserung von <rs type="person" ref="#per__109293">Busek</rs> sofort reagiert. In der Gas-Situation wird sich<lb/>
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wird jetzt an <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> herantraten, um wie dies auch der Burgenland<lb/>
ein Jahr vor der Wahl gemacht hat, Wiener Probleme mit ihm resp.<lb/>
der Bundesregierung zu besprechen. Bezüglich der Floridsdorfer<lb/>
Brücke berichtete <rs type="person" ref="#per__114046">Böck</rs>, dass sie nicht repariert werden kann.<lb/>
Wenn <rs type="person" ref="#per__109293">Busek</rs> und die ÖVP tatsächlich dafür eintreten, dass dies eine<lb/>
Bundesstrasse werden soll, kann <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> mitteilen, dass seit einiger<lb/>
Zeit diesbezüglich schon Gespräche mit dem Bautenminister statt<lb break="no"/>fanden. <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> musste aus dem Parteivorstand berichten, da <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> nicht<lb/>
anwesend war. Seine Information über <rs type="person" ref="#per__108224">Lü</rs> wurde überhaupt nicht disku<lb break="no"/>tiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_32">Die Ministerratsvorbesprechung war äusserst kurz. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat in<lb/>
<choice><choice><sic>Ischgls</sic><corr>Ischgl? Igls?</corr></choice></choice> mit den Bauernvertretern dort gesprochen und eine echte Zu<lb break="no"/>friedenheit festgestellt. Der Slowenenvertreter <rs type="person" ref="#per__145974">Warasch</rs>, der <rs type="person" ref="#per__145975">Güttler</rs><lb/>
diesen Sprengstoff gegeben hat, leugnet noch alles. Seine Sekretärin<lb/>
musste aber bestätigen, dass tatsächlich <rs type="person" ref="#per__145975">Güttler</rs> Termine bei ihm<lb/>
gehabt hat. Die Entwicklung in Ägypten macht <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> grosse Sorgen,<lb/>
weil etliche Landwirtschaftsprojekte ganz gross gemacht werden<lb/>
könnten, wenn <rs type="person" ref="#per__141601">Hendricks</rs> von der CA-Tochter nicht so viel schwätzt.<lb/>
Die diesbezügliche Entwicklungshilfe soll <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> jetzt soll<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> berichtet werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_33">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Versucht zu ergründen, um welches<lb/>
Projekt es sich im besonderen handelt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_34"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> verwies darauf, dass die CA, <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs> und <rs type="person" ref="#per__131148">Grimm</rs> mit<lb/>
ihm diesbezüglich auch gesprochen haben und ähnlich wie Austroplan<lb/>
auf diesem Sektor eine Gesellschaft gegründet werden soll. In<lb/>
Deutschland ist der Generalbevollmächtigte für Ägypten <rs type="person" ref="#per__145976">Alex Müller</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_35">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Verfolge dieses Projekt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_36">Über die Munitionsaffäre meint <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> müsste <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> einwandfrei<lb/>
erklären können, dass er tatsächlich nicht wusste, dass es nach<lb/>
Syrien exportiert wird. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> Erklärung vor dem Nationalrat<lb/>
wird dann darin enden, dass er als Koordinator ein neues Export<lb break="no"/>regulativ ausarbeiten wird. Die seit Jahrzehnten bestehende Ver<lb break="no"/>einbarung reicht nicht mehr aus. Auch <choice><choice><sic>unter</sic><corr>in der</corr></choice></choice> <rs type="person" ref="#per__110924">Prader</rs>-Zeit wurden<lb/>
leihweise grosse Mengen Munition und Waffen immer wieder getauscht<lb/>
und verliehen. 1969 z.B. 20 Mill. Patronen von Hirtenberg nach<lb/>
Bolivien oder Kolumbien.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_37">Anschliessend gab es eine Besprechung mit dem Klub und den<lb/>
unmittelbar betroffenen Ministern, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> und mir. <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> musste zu einem Vortrag der aussenpolitischen<lb/>
Gesellschaft, weshalb er nicht anwesend sein konnte. Auch dort<lb/>
hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> neuerdings erklärt, dass ein Misstrauensantrag gegen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> in das die ÖVP sich jetzt hineingesteigert hat, bevor<lb/>
eine Prüfung erfolge, nur zum Nachteil der ÖVP sich auswirken<lb/>
kann. Eine Meinungsumfrage von IFES hat allerdings ergeben,<lb/>
dass 62 % der Leute sagen, <rs type="person" ref="#per__108224">Lü</rs> soll gehen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verlangt aber<lb/>
unbedingt eine restlose Aufklärung der ganzen Vorfälle im Parlament.<lb/>
Abg. <rs type="person" ref="#per__114540">Hatzl</rs> hat mir gegenüber, als ich ihn zum Ballhausplatz begleitet<lb/>
erklärt, er fürchtet, dass die ÖVP dann noch mit entsprechenden<lb/>
Enthüllungen kommen wird. Jetzt hat das Profil herausgebracht,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> sich einen grösseren Kredit bei der BAWAG<lb/>
aufgenommen hat. Die ganze Affäre wird jetzt in meinen Augen<lb/>
sehr ungut, weil alle privaten Beziehungen, die wirklich gar<lb/>
niemanden etwas angehen, in den Zeitungen jetzt breitgetreten<lb/>
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der ÖVP deutlich zu verstehen geben, dass die Art wie der Kurier,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__140711">Rabl</rs>, andere Redakteure sowie die anderen Zeitungen immer wieder<lb/>
die ÖVP in solche Situationen hineinbringen, von uns nicht<lb/>
so apportiert wird, wie sie sich das vorstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_38"><rs type="person" ref="#per__114511">Muliar</rs> hat einen grossen deutschen Orden von der BRD bekommen.<lb/>
Bei der Ehrung und dem Abendessen traf ich einen deutschen<lb/>
Unternehmer <rs type="person" ref="#per__145978">Iringer</rs>, Komm.Ges., Sitz Andreasgasse. Dieser hat<lb/>
in Köflach 1973 die Bekleidungsfirma Trend erworben. Er ist<lb/>
in Österreich so zufrieden, dass er jetzt in Gleisdorf die<lb/>
Fa. Fencord<add>[?]</add> 7–8 Mill. S zum Vergleich ausgeschrieben, kaufen<lb/>
wollte. Jetzt hat es angeblich ein anderer erworben. Ich<lb/>
habe <rs type="person" ref="#per__145978">Iringer</rs> sofort erklärt, <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> wird sich mit ihm zusammen<lb break="no"/>setzen, um entsprechende Vergrösserungspläne und Finanzierungs<lb break="no"/>möglichkeiten zu besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_39">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> soll sofort Kontakt in<lb/>
Köflach mit <rs type="person" ref="#per__145978">Iringer</rs> aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_40">Botschafter <rs type="person" ref="#per__116687">Grabert</rs> wollte mir unbedingt klar machen, dass ich<lb/>
einen offiziellen Besuch in der BRD insbesondere in Bonn und im<lb/>
Norden Deutschlands heuer noch machen sollte. Ich habe dies ganz<lb/>
entschieden abgelehnt und darauf verwiesen, dass ich nur nach<lb/>
München inoffiziell komme und hoffe, dass auch <rs type="person" ref="#per__97375">Brugger</rs> zu diesem<lb/>
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ich für nächstes Jahr in Aussicht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_41">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Deutschland muss mit Dänemark u. Norwegen irgend<lb break="no"/>wann im September nächsten Jahres vereinbart werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-24_42"><rs type="person" ref="#per__114511">Muliar</rs> war nicht nur über die Auszeichnung sehr erfreut, sondern<lb/>
hat dort auch sofort erklärt, er hat jetzt Deutschland entdeckt,<lb/>
nachdem die Deutschen ihn jetzt verstehen. Früher ist er, wenn<lb/>
er nach Paris gefahren ist, nicht ein einziges Mal zum Tanken<lb/>
stehengeblieben. Jetzt hat er mir erzählt, geht er wieder auf<lb/>
Tournee und wird in Berlin zum 33. und 34. Mal vor vollem<lb/>
Haus seine jüdischen Witze und sonstigen österreichischen Geschich<lb break="no"/>ten erzählen. Das bringt ihm nicht nur in Deutschland grossen Ruhm<lb/>
sondern für uns in Österreich auch viele Devisen ein. Ich habe<lb/>
mich wirklich mit ihm gefreut, weil er sicherlich einer der<lb/>
wenigen Schauspieler ist, die sich jederzeit zu unserer Partei<lb/>
bekannt haben und dies auch immer öffentlich erklären. Dafür wurde<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
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               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
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