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            <title type="main">Freitag, der 21. Jänner 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_01">Freitag, 21. Jänner 1977<lb/>
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diplomatische Corps eine Monatszeitschrift heraus. Angeblich<lb/>
will er jetzt ein Titelbild mit mir gestalten und hat<lb/>
ernstlich geglaubt, er kriegt einen Druckkostenbeitrag.<lb/>
Ich erklärte ihm sofort, dass dies ganz unmöglich ist,<lb/>
da wir dafür keine Mittel hätten. Ich verwies ihn an Reg.<lb/>
Rat <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs>, der als Pressereferent auch für den Vertrieb von<lb/>
Zeitschriften zuständig ist. <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs> erzählte mir nachher, er hätte<lb/>
ihm zugesagt, einige Exemplare zu kaufen. Sein Fotograf <rs type="person" ref="#per__145985">Mang</rs><lb/>
beklagte sich bei mir, dass er, obwohl er für den diploma<lb break="no"/>tischen Dienst hauptsächlich seine Zeitschrift herausgibt,<lb/>
bei Übergabe des Beglaubigungsschreibens niemals Aufnahmen<lb/>
machen durfte. Ich setzte mich mit dem Pressereferenten des<lb/>
Bundespräsidenten <rs type="person" ref="#per__123397">Skalnik</rs> ins Einvernehmen und er erklärte<lb/>
mir, dass <rs type="person" ref="#per__145984">Schmied</rs> und ganz besonders der Fotograf von ihm <rs type="person" ref="#per__145985">Mang</rs><lb/>
zwielichtige Personen seien. Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht,<lb/>
dass ich mich mit beiden nicht allzu sehr eingelassen habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_03">Komm.Rat <rs type="person" ref="#per__145986">Prinz</rs>, ein Funktionär des Trabrennvereines und gleich<lb break="no"/>zeitig ein Unternehmer, der insbesondere Sägen erzeugt, hat wegen<lb/>
einer nicht gemeldeten Verlängerung eines Zahlungszieles in<lb/>
Manila mit der österr. Kontrollbank Schwierigkeiten. Diese<lb/>
war nicht bereit, diese Verlängerung anzuerkennen und hat<lb/>
ihm deshalb den Kredit gekündigt. Eine schriftliche Intervention<lb/>
meinerseits war bereits erfolglos. <rs type="person" ref="#per__145986">Prinz</rs> hat nun geglaubt,<lb/>
wenn er mir die ganze Angelegenheit neuerdings vorträgt, könnte<lb/>
ich ihm mehr helfen. Seine Argumentation ist, dass er, da er<lb/>
diese Sägen erzeugt, dem Staat 50 Mill. S schon gebracht hat.<lb/>
Hätte er nämlich als einziges österreichisches Unternehmen die<lb/>
Produktion eingestellt, dann würden diese Sägen zollfrei einge<lb break="no"/>führt werden können. Nach seiner Behauptung ist sein Unternehmen<lb/>
.gesund, hat den Umsatz von 1964 von 7,7 Mio. S, 1970 12 Mill. S<lb/>
im Jahre 1976 auf 18 Mill. S gesteigert. 83 % davon wird exportiert.<lb/>
Min.Rat <rs type="person" ref="#per__111706">Müller</rs>, den ich zugezogen habe, hat sich dann weiter mit<lb/>
ihm unterhalten. Interessant ist, dass viele diese Vorsprachen<lb/>
zwar sicherlich kaum irgendwelchen Ergebnisse erbringen können,<lb/>
weil ich meistens dafür gar nicht zuständig bin und trotzdem die<lb/>
Unternehmer befriedigt. Wenn sie nur das Gefühl haben, jemandem<lb/>
die Sorgen darlegen zu können und vielleicht auf eine Spur von<lb/>
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positiv zu erledigen, dann sind sie schon befriedigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Min.Rat <rs type="person" ref="#per__111706">Müller</rs> soll Dir berichten, wie es<lb/>
weitergeht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_05">Dir. <rs type="person" ref="#per__134018">Herzig</rs> von Steyr-Wälzlager, und AK-Präs. <rs type="person" ref="#per__116950">Schmidl</rs>, der<lb/>
gleichzeitig BRO der Steyr-Werke ist, wollten eine Entlibera<lb break="no"/>lisierung der Wälzlager. Dies ist meiner Meinung nach voll<lb break="no"/>kommen unmöglich, weil sich dies weder die europäischen Staaten,<lb/>
geschweige denn Japan gefallen lassen würden. Die Wälzlager-<lb/>
Preise sind in der letzten Zeit so gefallen, dass sie nicht<lb/>
einmal mehr die Materialkosten decken. Wälz- und Kugellager sind<lb/>
in der Vorvidierung mehr kann man also gar nicht mehr gegen<lb break="no"/>über Japan schutzmässig machen. <rs type="person" ref="#per__134018">Herzig</rs> meinte, dass japanische<lb/>
Firma NTN über ihre Niederlassung in Deutschland Mettmann japa<lb break="no"/>nische Kugellager mit deutschem Ursprungszertifikat nach<lb/>
Österreich exportiert. In Österreich gibt es nämlich nur ein<lb/>
Kontingent von 400.000 $ für Kugellagerimporte aus Japan. Dies<lb/>
würde den Steyrern weniger machen als die gross angestiegenen<lb/>
Importe aus Europa, insbesondere aus BRD. Wenn die Steyr-Werke<lb/>
tatsächlich diese Ursprungszertifikat-Fälschungen nachweisen können<lb/>
oder uns nur eine schlüssige Unterlage geben, dann würden wir<lb/>
so wie bei der Textilindustrie dies sofort in Deutschland an<lb break="no"/>hängig machen. Die von uns aufgezeigten Misstände auf dem Textil<lb break="no"/>sektor und Bekleidungssektor insbesondere wurden abgestellt.<lb/>
Allerdings verlangen jetzt die Deutschen, dass auch die öster<lb break="no"/>reichischen Unternehmer eine ehrliche einwandfrei Export<lb break="no"/>politik betreiben. Wenn sich die Wirtschaftslage insbesondere<lb/>
auf dem Ex- und Importsektor nicht bald wieder verbessert,<lb/>
fürchte ich, dass tatsächlich die Sitten in dieser Branche sich<lb/>
sehr verschlechtern. Ansätze dafür konnten wir in der letzten<lb/>
Rezession schon deutlich feststellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_06">Mit dem jordanischen Botschafter <rs type="person" ref="#per__145987">Izzidin</rs> unterzeichnete ich<lb/>
ein Wirtschaftsabkommen, das ursprünglich der jordanische Wirt<lb break="no"/>schaftsminister fertigen sollte. In Jordanien dürfte schon<lb/>
wieder eine Regierungsumbildung durchgeführt werden, resp.<lb/>
worden sein, denn <rs type="person" ref="#per__145987">Izzidin</rs> meinte, wenn jetzt der von mir<lb/>
eingeladene Prinz kommt, wird er den neuen Wirtschaftsminister<lb/>
mitbringen. Die Einladung für den Prinz, der für den 5-Jahres<lb break="no"/>plan in Jordanien zuständig ist, und auch ständig mich immer zu<lb/>
<pb n="34-0057" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band34/34_1977-01-21_0057.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>den 5-Jahresplan-Besprechungen einlädt, habe ich ausschliess<lb break="no"/>lich auf Wunsch <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> jetzt die Einladung über den Botschafter<lb/>
geschickt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst verspricht sich von diesem Kontakt mit<lb/>
Jordanien, dass wir gute Exportchancen bekommen würden. Ich<lb/>
zweifle nicht, dass wir dort grössere Geschäfte tätigen können.<lb/>
Ich frage mich nur, wie diese Staaten die ausschliesslich von den<lb/>
OPEC-Ländern leben, dann ihre Schulden bezahlen werden. Die OPEC-<lb/>
Staaten haben durch den Rückgang des Verkaufes ihre Produktion dros<lb break="no"/>seln müssen. Während Iran noch großspurig erklärte, sie würden jede<lb/>
Kooperation Ägypten–Österreich und jedes grössere Geschäft, das<lb/>
Ägypten von Österreich wünscht, auch finanzieren, bin ich überzeugt,<lb/>
dass dies heute nicht mehr gilt. Ebenso bin ich überzeugt, dass<lb/>
die Zusagen der arabischen Staaten an Jordanien als kriegführendes<lb/>
Land gegen Israel jetzt auch mehr auf dem Papier steht als sie<lb/>
sich letzten Endes in harten Dollar erweisen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_07">20 Japaner wurden von einer Europa-Reise auch in Österreich von<lb/>
japanischen Gewerkschaft machen eine Europa-Tour als Übersetzer und<lb/>
der Lebensmittelarbeitergewerkschaft betreut. Diese Kollegen der<lb/>
Betreuer betätigte sich ein Professor des Konservatoriums, der<lb/>
Geige studiert hat und jetzt dort lehrt. Der Chauffeur sagte mir,<lb/>
er sei ein äusserst tüchtiger und guter Betreuer. Die Übersetzung<lb/>
war natürlich alles eher als flüssig, weshalb auch keine richtige<lb/>
Diskussion zustandekam. Aufgefallen ist mir nur, dass es meistens<lb/>
junge Betriebsräte oder Funktionäre waren. Bei der Altersbeurteilung<lb/>
muss man allerdings bei Asiaten glaube ich sehr vorsichtig sein,<lb/>
denn da kann man sich auch mächtig täuschen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_08">Beim Jour fixe beschwerte sich die AK bitter über die Kreditvermittler-<lb/>
Verordnung. In unserem Entwurf ist vorgesehen, dass 5 % Provision<lb/>
als Höchstsatz gelten plus 1,5 % für die Erhebung der Kredit<lb break="no"/>würdigkeit. <rs type="person" ref="#per__114716">Knittler</rs> beschwerte sich, dass <rs type="person" ref="#per__114516">Buchmann</rs>, der von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> scheinbar mit der Führung der Verhandlungen betraut wurde,<lb/>
bis jetzt noch niemals versucht hat, die Konsumenteninteressen<lb/>
stärker zu berücksichtigen. Kontokorrentmässig gäben diese<lb/>
Höchstsätze 25–30 %. Der Verein für Konsumenteninformation<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> berichtete, dass sie einen Test gemacht haben, wo sie<lb/>
kontokorrentmässig von 13 bis 86 % pro Jahr Kreditkosten für<lb/>
Zinsen, Provisionen usw. feststellen konnten. Hier kann man wirk<lb break="no"/>lich nur sagen, es wird höchste Zeit, dass durchgegriffen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Nach Veröffentlichung des Ergebnisses<lb/>
bitte mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> ein Gespräch vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_10">Das Konsumentenschutzgesetz, wo durch einen Briefwechsel zwischen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> nach Meinung der Gewerkschaft und der<lb/>
Arbeiterkammer sehr bald ein positives Ergebnis zu erwarten ist,<lb/>
sollte man die ganze Materie mit der Nahversorgung koppeln.<lb/>
Auch dort glaubt die Arbeiterkammer und der ÖGB, dass die Han<lb break="no"/>delskammer auf die Forderung Verbot, unter Einstandspreis zu verkaufen,<lb/>
verzichtet. Andererseits soll der Kontrahierungszwang nur für<lb/>
die Möbel und Sportartikel durch eine Verwendungszusage geregelt<lb/>
werden. Alles zusammen könnte noch im Frühjahr ins Parlament<lb/>
kommen, Eine solche Lösung wäre tatsächlich optimal.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Diese Lösung dringendst weiterverfolgen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_12">Die Gaspreisfestsetzung für die RAG soll an den oberösterreichi<lb break="no"/>schen Landeshauptmann delegiert werden. Die ÖMV <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> hat<lb/>
eine Zusage gemacht, dass die niemals höhere Preise als die RAG<lb/>
in Oberösterreich für das oberösterreichische Gebiet verlangen<lb/>
werden. Die Delegierung ist deshalb möglich, weil die RAG<lb/>
ausschliesslich für ein Bundesland, nämlich für Oberösterreich,<lb/>
nur ihre Gasmengen abgibt. Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> hatte vorerst<lb/>
Bedenken, weil er sich diese Einflussmöglichkeit sich nicht ent<lb break="no"/>wenden lassen möchte.<lb/>
ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte Delegierung durchführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_13">Bezüglich der Brot- und Mehlpreise ist die Arbeiterkammer<lb/>
nicht gewillt, eine Preislockerung, wie wir dies bei Molkerei<lb break="no"/>produkten durchgeführt haben, zu akzeptieren. Ich wäre über eine<lb/>
solche Entwicklung sehr zufrieden gewesen, denn auf der einen<lb/>
Seite hat das Gremium des Lebensmittelkleinhandels eine solche<lb/>
Lockerung verlangt auf der anderen Seite hat die Handelskammer<lb/>
sich aber ganz dagegen eingesprochen, weil die Müller dann<lb/>
ihr ganz kompliziertes Verrechnungssystem nicht aufrecht<lb break="no"/>erhalten könnten. Über die 16 Groschen Brotmehlpreiserhöhung<lb/>
um 40 Groschen Weizenmehlpreiserhöhung für offenes Mehl, besteht<lb/>
Einmütigkeit. Nur für die verpackte Ware wünscht die Handelskammer<lb/>
60 Groschen und die Arbeiterkammer ist nicht einmal noch bereit,<lb/>
diese 60 Groschen für Type 480 also Griess zu zahlen. Für Type<lb/>
700 kommt überhaupt nur 50 Groschen in Frage. Ich bin sehr ge<lb break="no"/>spannt, ob es Min.Rat <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> gelingt, hier ein Einvernehmen zu<lb/>
erzielen. Wenn dies nicht möglich ist, müsste ich dann doch<lb/>
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zu übertragen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_14">Der Versuch von <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs>, die Arbeiterkammer davon zu überzeugen,<lb/>
dass der Hefezoll von 300 auf 600 S pro Zentner erhöht werden<lb/>
soll, ist bis jetzt nicht erfolgreich gewesen. Die Unternehmer<lb/>
verlangen eine Entliberalisierung, weil die Gefahr besteht,<lb/>
dass grössere Mengen importiert werden. Die Unternehmer verweisen<lb/>
auch darauf, dass aus Neutralitätsgründen eine gewisse Hefe<lb break="no"/>produktion aufrechterhalten werden müsste. Im letzten Jahr sind<lb/>
aber die Importe nicht mehr gestiegen sondern sogar zurückgegangen.<lb/>
Die maximale Lösung sieht die Arbeiterkammer darin, dass ein<lb/>
gewissen Zollkontingent festgelegt wird. Was dann darüber herein<lb break="no"/>kommt. könnte durch einen höheren Zoll belegt werden. Die ganze<lb/>
Anordnung soll aber nur schubladenreif gemacht werden, und noch<lb/>
nicht in Kraft treten. Dies wäre erst dann notwendig, wenn<lb/>
tatsächlich die Importe exorbitant zunehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte verschaffe die letzten Export- und<lb/>
Importziffern sowie die Produktionsziffern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_16">Die Immobilienmaklerverordnung geht deshalb nicht weiter, weil<lb/>
der Unternehmer <rs type="person" ref="#per__145990">Wippel</rs> versprochen hat, der AK und dem ÖGB<lb/>
entsprechende Unterlagen zu schicken. Bis jetzt ist dies nicht<lb/>
der Fall gewesen, weshalb die AK dem Entwurf unter gar keinen Um<lb break="no"/>ständen zustimmen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> soll die entsprechenden Unterlagen<lb/>
verlangen und der AK zur Verfügung stellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_18">Auf Grund der neuen Gewerbeordnung sollen jetzt viele Ver<lb break="no"/>ordnungen gemacht werden u.a. auch für den Buch- und Musikalien<lb break="no"/>handel. Dort wäre eine weitere Aufgliederung des Befähigungsnachweises<lb/>
gewünscht. Ich kann mir nicht gut vorstellen, dass wir im Zuge<lb/>
der Mobilität und der besseren Ausbildung jetzt dezidiert und<lb/>
für jede einzelne Sparte Befähigungsnachweise verlangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_19">Die Arbeiterkammer wird jetzt ebenfalls für Klein- und Mittel<lb break="no"/>betriebe entsprechende Informationen über Kreditmöglichkeiten<lb/>
herausgeben. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> möchte am liebsten mit ihr gemeinsam eine ent<lb break="no"/>sprechende Broschüre vorbereiten, um die Finanzierungseinrichtungen<lb/>
gerade für die kleinen und mittleren Betriebe leichter zugänglich<lb/>
zu machen. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs><add>[hat]</add> in einem vollkommen recht, dass die Grossbetriebe<lb/>
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brauchen. Dem steht allerdings entgegen, dass für unsere Be<lb break="no"/>triebe Grossbetriebe bei der Beratung in den Grenzgebieten<lb/>
immer wieder sich als vollkommen uninformiert zeigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_20">Das Sulfatzellstoff-Projekt wird sowohl von der Arbeiterkammer<lb/>
als auch dem ÖGB abgelehnt. Beide sind der Meinung, dass der<lb/>
Investitionsaufwand in keinem Verhältnis zu den zusätzlich<lb/>
geschaffenen Arbeitsplätzen steht. Die Gefahr aber, da für dieses<lb/>
Werk neuerdings grössere Holzmengen verschafft werden müssen,<lb/>
liegt in einer Preissteigerung der gesamte Schleifholzmenge.<lb/>
Dies möchte die Arbeiterkammer unter allen Umständen verhindern,<lb/>
weshalb sie sich gegen dieses Projekt entschieden ausspricht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Über diese Tendenz sollte man<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> einmal informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-21_22">Eine neuerliche Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>, <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> und <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> wegen<lb/>
des Büros hat noch kein endgültiges Einvernehmen gebracht.<lb/>
Die Hauptschwierigkeit liegt darin, dass verschiedene Variationen<lb/>
zur Verfügung stehen und niemand von vornherein sagen kann,<lb/>
welche die optimale ist. Grundsatz und Ziel muss aber sein,<lb/>
doch zu einer Kooperation und insbesondere zu einem Teamwork zu<lb/>
kommen. Da wir jetzt im Hause schon genug Leute haben, würde<lb/>
ich eine neuerliche Besetzung des Postens von auswärts ablehnen.<lb/>
Ich nehme mit Sicherheit an, dass die Opposition in immer<lb/>
stärkerem Masse die Besetzung von Schlüsselstellungen und um<lb/>
solche handelt es sich beim Ministerbüro, immer stärker angreifen<lb/>
wird. Überragende Persönlichkeiten, die nicht als Sozialisten<lb/>
gelten, aber natürlich solche sein müssen, müssten wir jetzt<lb/>
versuchen, ins Büro zu delegieren. Ein weiterer wichtiger Punkt<lb/>
ist, dass jetzt schön langsam dieses ununterbrochene Wechseln<lb/>
von Sekretären im Büro aufhören muss. Da doch eine lange Zeit<lb/>
zur Einarbeitung notwendig ist, leidet darunter die Arbeit sehr und<lb/>
das Büro kommt nicht und nicht zur Ruhe.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 21.1.1977</head>
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               <occupation>Kabinett Staribacher</occupation>
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               <persName type="label">Gehart, Friedrich</persName>
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               <persName type="label">Koppe, Fritz</persName>
               <persName><surname>Koppe</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Sekr. JS, ab 1973 GF VKI</occupation>
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               <persName type="label">Kurzel-Runtscheiner, Oswald</persName>
               <persName><surname>Kurzel-Runtscheiner</surname><forename>Oswald</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Skalnik, Kurt</persName>
               <persName><surname>Skalnik</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>Journalist</occupation>
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               <persName type="label">Müller, Gustav</persName>
               <persName><surname>Müller</surname><forename>Gustav</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM, Fraktion soz. Beamter im HM</occupation>
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               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Schmidl, Sepp</persName>
               <persName><surname>Schmidl</surname><forename>Sepp</forename></persName>
               <occupation>Präs. AK OÖ, BRO Steyr-Daimler-Puch</occupation>
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               <persName type="label">Wanke, Otto</persName>
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               <persName type="label">Mussil, Arthur</persName>
               <persName><surname>Mussil</surname><forename>Arthur</forename></persName>
               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Knittler, Norbert</persName>
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               <occupation>Vorstandsdir. Steyr-Daimler-Puch</occupation>
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               <persName><surname>Tieber</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>Sekr. JS, Tiroler SPÖ-Politiker</occupation>
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               <occupation>Reg.R HM</occupation>
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               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
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               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
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               <persName type="label">Feichtinger, Friedrich</persName>
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