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            <title type="main">Montag, der 17. Jänner 1977</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_01">Montag, 17. Jänner 1977<lb/>
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von Kleinkirchheim. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ist sehr erstaunt über die Vielfalt der<lb/>
Massnahmen. Er selbst hat durch die schlechte Berichterstattung der<lb/>
Presse und der Massenmedien überhaupt noch nichts im Detail gewusst.<lb/>
Die lange Diskussion entspinnt sich wieder über die Berufsausbildung.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ist der Meinung, selbst wenn der Plan von <rs type="person" ref="#per__98063">Weissenberg</rs>, die<lb/>
Arbeitsmarktverwaltung soll die Lehrlingsausbildung übernehmen, von<lb/>
der Regierung beschlossen wird, wir auch infolge der Versteinerungs<lb break="no"/>theorie die Zustimmung der Landeshauptleute bräuchten. Nach seiner<lb/>
Auffassung ist bis jetzt Lehrlingsausbildung unmittelbare Bundesver<lb break="no"/>waltung auf Grund des Gewerberechtes gewesen, jede Änderung bräuchte<lb/>
dazu die Zustimmung der Landeshauptleute. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>, den ich anschliessend<lb/>
sofort informiere, glaubt aus einem anderen Grund, aber im Effekt<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> soll diese Ansicht <rs type="person" ref="#per__97769">Mussils</rs> mit Handels<lb break="no"/>kammervertreter oder <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> persönlich besprechen bevor wir mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__143640">Ringhofer</rs> diese Frage diskutieren damit wir genaue Auffassung der<lb/>
Handelskammer kennen.<lb/>
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jeweils über 300 Mio. haben sollen, wird die Handelskammer Massnahmen ver<lb break="no"/>langen. Ebenso wird von <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> neuerdings verlangt, dass wir auf die<lb/>
Wünsche der Oststaaten die Diskriminierung ihrerseits ihrerseits durch<lb/>
die EG Zölle derzeit gar nichts unternehmen. Auf meine Frage teilt mir<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> mit, dass sich <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> wie besprochen noch nicht mit ihm diesbe<lb break="no"/>züglich ausgesprochen hat.<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> darüber hatte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_06">Die Fertigbekleider werden mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> bei mir vorsprechen. Sie wollen,<lb/>
wie ich dann nach Befragung erfahre, Mindestpreisverordnungen für ihre<lb/>
Produkte, insbesondere Hemden. Meine Gegenfrage an <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ist, ob sie<lb/>
nicht schon genug mit der schlechten Erfahrung von den Strumpfhosen<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_08">Bezüglich der Brot- und Mehlpreise glaubt <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> werden sie unter<lb/>
einem Zeitdruck kommen. Die Gewerkschaft hat für 24.1. erst die Be<lb break="no"/>triebsrätekonferenz einberufen um die endgültigen Beschlüsse<lb/>
zu fassen. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> fürchtet aber primär, dass die Händler sowie bei<lb/>
Milchprodukten von mir verlangen könnten, dass auch ein Teil der<lb/>
Mehl und vielleicht auch sogar der Brotpreis aus der amtlichen Preis<lb break="no"/>regelung herausgenommen werden soll. Der Gremialvorsteher <rs type="person" ref="#per__112013">Zach</rs> geht<lb/>
jetzt überall herum und erzählt triumphierend, dass es bei Milchpro<lb break="no"/>dukten endlich gelungen ist, die amtliche Preisregelung loszuwerden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> spricht sich aber ganz entschieden gegen die Preisfreigabe aus<lb/>
wie er dies ja auch bei den Milchprodukten getan hat. Bei Mehl hat<lb/>
er an seiner Seite die Mühlen, die jedwede amtliche Preisfreigabe<lb/>
unter allen Umständen verhindern wollen.<lb/>
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mit Spanien jetzt eine EFTA-Lösung um die Diskriminierung der EG-<lb/>
Vereinbarungen Spanien, Brüssel, wie dies bei der Türkei und Griechen<lb break="no"/>land der Fall ist, zu verhindern. Er ist sehr einverstanden, dass<lb/>
unser Botschafter <rs type="person" ref="#per__114156">Hinteregger</rs> in Madrid nicht nur mit dem spanischen<lb/>
Botschafter in Wien gesprochen hat, sondern auch jetzt in Spanien<lb/>
mit dem Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__115599">Müller</rs> der EFTA, der mehr als nur Exploratory talks<lb/>
führen sollte. <rs type="person" ref="#per__114156">Hinteregger</rs> kennt Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__115599">Müller</rs> noch aus seiner<lb/>
Washington-Zeit, wo die beiden Kollegen waren. Der spanische Botschafter<lb/>
in Österreich wird in den nächsten Tagen bei mir vorsprechen, wie er<lb/>
mir beim WIFO, 50-Jahr-Feier mitteilte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte Termin geben.<lb/>
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der Ausbildner dem österreichischen Institut für Berufsforschung<lb/>
vom Handelsministerium gegeben wurde und nicht die zentrale Arbeits<lb break="no"/>gemeinschaft damit befasst, weil sie sich nicht einigen konnten.<lb/>
Die Bundeswirtschaftskammer hat mir diesbezüglich einen Brief geschrie<lb break="no"/>ben.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_13">ANMERKUNG AN ALLE: Wenn in der laufenden Woche Briefe der Bundeskammer<lb/>
kommen, ist mit Sicherheit anzunehmen, dass diese beim Jour fixe zur<lb/>
Sprache kommen. Bitte daher mir zeitgerecht vorlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_14">Patentanwalt <rs type="person" ref="#per__111720">Kolin Hans</rs> hat neuerdings an die Handelskammer ge<lb break="no"/>schrieben, um eine Ratifizierung des Europa-Patentes solange<lb/>
als möglich hinauszuschieben. Ich hatte seinerzeit der Handels<lb break="no"/>kammer versprochen, dass dies nicht vor Frühjahr 1977 der Fall sein<lb/>
wird und dass wir einer der letzten sein werden.<lb/>
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den letzten Stand und letzten Termin informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_16"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> gibt mir ein Papier über die Kompensationen bei Waffen<lb break="no"/>lieferungen nach Österreich. Die Handelskammer ist mit unserer Vor<lb break="no"/>gangsweise, Industriekompensationen bei Waffeneinkäufen sehr einver<lb break="no"/>standen. Nach dem Jour fixe bespreche ich dieses Problem mit <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>,<lb/>
der die Handelskammer stärker informieren wird, Gen.Dir.-Stellvertreter<lb/>
<rs type="person" ref="#per__123322">Feichtinger</rs> von Steyr-Daimler-Puch verständigt mich, dass die Schwei<lb break="no"/>zer 2.000 LKWs von ihnen kaufen, wenn diese als Kompensation für<lb/>
Schweizer Waffenlieferungen anerkannt werden. Die Schweizer würden die<lb/>
Steyrer LKWs benötigen und auch für ihr Heer als Idealfahrzeuge ein<lb break="no"/>setzen. Interessanterweise hat das österreichische Bundesheer diese<lb/>
LKW als nicht entsprechend empfunden und hat MAN dafür gekauft. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs><lb/>
wird, wenn es zu dem Abschluss mit dem Bundesheer und den Schweizern<lb/>
bezüglich der 100 %-igen Kompensationsvorgangsweise kommt, selbstver<lb break="no"/>ständlich die LKWs anerkennen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte nach Information von <rs type="person" ref="#per__123322">Feichtinger</rs> genaue<lb/>
Darstellung, warum das österreichische Bundesheer diese Wagen nicht<lb/>
gekauft hat, verlangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_18">Ich informiere <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> streng vertraulich, dass, wie ich <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> von<lb/>
der Arbeiterkammer mitteilen liess, die Frau des Aussenhandelszugeteil<lb break="no"/>ten <rs type="person" ref="#per__145885">Klade</rs>, der jetzt gegen seinen Willen nach Kairo versetzt werden<lb/>
soll, Jüdin ist. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ist auch nicht genau informiert, warum <rs type="person" ref="#per__145885">Klade</rs><lb/>
nachdem er bereits zwei Aussenhandelsstellen als Zugeteilter absolviert<lb/>
hat, nicht eine eigene Aussenhandelsstelle bekommt. Für die Infor<lb break="no"/>mation ist er sehr dankbar. Ich erkläre ausdrücklich, dass <rs type="person" ref="#per__145885">Klade</rs><lb/>
nichts davon weiss, dass ich diese Mitteilung <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> gegeben habe.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte verfolge dieses Problem genau.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_20">Beim Pressegespräch informiert <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> und SR <rs type="person" ref="#per__145949">Hofeneder</rs> über die Investo<lb break="no"/>renwerbung. Das neu herausgebrachte Handbuch ist wirklich äusserst<lb/>
zweckmässig und wird zwar um 110.- Schilling mehr kosten und um<lb/>
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um 1.000 Schilling gehandelt, da nicht genug Exemplare bis jetzt zur<lb/>
Verfügung standen. <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> bedankt sich dann noch unter vier Augen<lb/>
für die hohe Auszeichnung, die er bekommen hat. Ich verweise darauf,<lb/>
dass er sie sich wirklich verdient hat und dass es mir dann gelungen<lb/>
ist, so wie bei <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> die Bundeskanzlerbürokratie, die die Orden<lb break="no"/>hierarchie aufgebaut hat mitgestimmt und nicht verändert haben will<lb/>
durch <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und jetzt die Beamtenhierarchie des Hauses durch<lb/>
ihn durchbrochen habe. <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> ist darauf sehr stolz und er teilt mir<lb/>
mit, dass viele Beamte ihn deshalb sehr beneiden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_21">Über die Reisebürobeschwerde, ausgelöst durch die Bangkok-Affaire,<lb/>
Concorde Austria, teilt <rs type="person" ref="#per__115681">Dorner</rs> der Vorsitzende der Kommission ihre<lb/>
bisherige Tätigkeit mit. Die Rechtskommission wird sich in den<lb/>
nächsten Tagen mit der Geschäftsordnung, die 1972 wesentlich revi<lb break="no"/>diert wurde, neuerdings befassen. Nach Meinung der Reisebürofunktio<lb break="no"/>näre ist auf Grund der Gewerbeordnung 73 die liberalere Handhabung<lb/>
1.400 haben in der Zwischenzeit sich auf 1.700 Reisebüro sich ver<lb break="no"/>grössert, daran schuld. Trotz Ausübungsvorschriften und Konzessions<lb break="no"/>prüfung wird durch die grössere Anzahl der Reisebüros der Konkurrenz<lb break="no"/>kampf immer ärger und daher teilweise mit unfairen Methoden geführt.<lb/>
Die Reisebürofunktionäre vergessen nur, dass das Volumen der Reisen<lb break="no"/>den immer grösser wird. Eine spezifische Frage ergibt sich noch<lb/>
durch das OGH-Urteil, welche einen erstinstanzlichen Entscheid der<lb/>
ohne Beweisführung und Beweisverfahren daher durch entsprechende Mängel<lb/>
aufgehoben wurde. Nach Auffassung des OGH gibt es hier eine Gewähr<lb break="no"/>leistung und muss ein Schadenersatz – ob fahrlässig, vorsätzlich ist<lb/>
ja mit Sicherheit auszuschliessen – vorliegt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_22">Interessanterweise ergibt sich dann in der Diskussion für allgemeine<lb/>
Fragen doch noch einiges aus Kleinkirchheim. <rs type="person" ref="#per__118868">Palme</rs> war angeblich<lb/>
sehr betrübt, dass dort nur über <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> geschrieben und diskutiert<lb/>
wurde. <rs type="person" ref="#per__118868">Palme</rs> dürfte allerdings - ich habe sie zwar nicht gefragt –<lb/>
doch die Urheberin über die sarkastische Bemerkung und Notiz über die<lb/>
Speisewagenaffaire gewesen sein. Darüber habe ich mich schon geärgert.<lb/>
Bis jetzt war es üblich, dass bei diesen Regierungsklausuren die Par<lb break="no"/>tei alles bezahlt hat und dann die Minister ohne Rechnung dem Amt<lb/>
die entsprechende Quote, die auf sie entfallen ist, auch für die<lb/>
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war es anders. Weil ich dies nicht wusste, habe ich im Speisewagen<lb/>
50.- Schilling Trinkgeld liegen gelassen und bin weggegangen. Nach<lb/>
einiger Zeit ist der Kellner gekommen und hat mir die Rechnung von<lb/>
160.- Schilling präsentiert, die ich natürlich sofort bezahlte.<lb/>
Die Presse schrieb, ich hätte bei Tisch dem Kellner 50.- Schilling<lb/>
gegeben und gesagt, dies ist für das Essen, der Rest für sie. Diese<lb/>
Berichterstattung war falsch und ausserdem unfair. Überhaupt habe<lb/>
ich mich über die Art der Berichterstattung – Urlaub in Kleinkirchheim -<lb/>
so geärgert, dass ich fest entschlossen war, daraus Konsequenzen zu<lb/>
ziehen. Damit wir nicht wieder den Vorwurf bekommen auch in Arlberg<lb/>
beim Hoteliervereinigungstreffen Urlaub zu machen, habe ich ohne<lb/>
Angabe der Gründe mein Kommen für heuer dort abgesagt. Offiziell<lb/>
würde ich wahrscheinlich durch eine begründete Absage eine entspre<lb break="no"/>chende Diskussion auslösen. Dies möchte ich wieder deshalb nicht,<lb/>
damit die Presse nicht triumphiert, sie hätte schon entsprechende<lb/>
Erfolge erzielt. Andererseits bin ich überzeugt, werden diese Kritik<lb/>
der Massenmedien früher oder später bei den Unternehmern ebenfalls<lb/>
auf Unverständnis stossen. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> selbst hat mir beim Jour fixe auch<lb/>
über diese beiden Fälle versichert, dass er mit der ganzen Entwicklung<lb/>
nicht sehr glücklich ist. Einen <choice><choice><sic>offener</sic><corr>offenen?</corr></choice></choice> Kampf mit den Massenmedien<lb/>
darüber geführt, muss die Massenmedien nur noch weiter in ihrer<lb/>
Politik fortfahren lassen, weil sie ja nicht nachgehen können und<lb/>
wollen. Wenn es die Chance einer Änderung gibt, dann vielleicht<lb/>
nur auf diese stille Art und Weise die ich jetzt schön langsam be<lb break="no"/>ginnen möchte. Bei der Regierungsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auch<lb/>
vorgeschlagen, wir müssten uns, wenn wir nicht ein Haufen wären,<lb/>
sondern eine geschlossene Regierung, schön langsam gegen diese<lb/>
Taktik des Kurier zur Wehr setzen. Dieser hat ganz gemein berich<lb break="no"/>tet, dass <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> einen Unfall auf der Tauernautobahn hatte, weil er<lb/>
von Bad Kleinkirchheim mit dem Dienstauto nach Vorarlberg zur Er<lb break="no"/>öffnung, d.h. einer offiziellen Veranstaltung einer Seilbahn gefahren<lb/>
ist. Nach Meinung des Kuriers hätte er vielleicht müssen zuerst mit<lb/>
der Bahn von Kleinkirchheim weiss Gott wie lange und auf Umwegen nach<lb/>
Vorarlberg fahren. Kein anderer vernünftiger Mensch würde dies<lb/>
machen, weil er dadurch ungeheuer viel Zeit verliert. Was uns die Massen<lb break="no"/>medien jetzt schon vorschreiben wollen und kritisieren, geht wirklich<lb/>
auf keine Kuhhaut. Ich erinnere mich in diesem Fall immer an die<lb/>
Aussprüche <rs type="person" ref="#per__97904">Schärfs</rs> noch als Vizekanzler. Wir sollten uns als Politiker<lb/>
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Jedwedes Zugeständnis über die sogenannten Privilegien und deren<lb/>
Abbau wird nicht positiv aufgenommen, sondern nur weitere Kritiken<lb/>
auslösen. Wie recht hat <rs type="person" ref="#per__97904">Schärf</rs> gehabt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_23">MR <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> kommt um mir einen Entwurf über die polnisch-tschechisch-<lb/>
österreichische Regierungsvereinbarung vorzulegen. Darin schlägt er<lb/>
allen ernstes vor dass Österreich, die Bestimmung, die wir in allen<lb/>
Verträgen haben, im Rahmen der Gesetze für Österreich drinnenlassen<lb/>
sollen, den Polen aber diese auch selbstverständliche Formulierung<lb/>
rausstreichen sollten. Begründen tut er dies, dass in den Vertrags<lb break="no"/>entwurf der Polen mit der Österreichischen Verbundgesellschaft<lb/>
staatliche Eingriffe nicht als höhere Gewalt zu werten sind, wenn die<lb/>
Polen den Strom nicht liefern können. Dies kann Vertragsfolgen haben,<lb/>
nicht aber kann man dies so auslegen, dass damit der polnische Staat<lb/>
keinerlei gesetzliche Änderungen mehr durchführen dürfte. Wenn der<lb/>
Vorschlag <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerls</rs> kommen würde, müsste ich, wenn auch die Polen auf<lb/>
Streichung unseres gesetzlichen Vorbehaltes bestehen, damit ins Parla<lb break="no"/>ment gehen. Ich denke nicht daran dies zu tun und habe dies <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs><lb/>
auch mit aller Deutlichkeit gesagt. Wenn er davon nicht so viel versteht,<lb/>
dann soll er sich mehr auf die Aussenhandelssektion verlassen. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs><lb/>
hat mich unmittelbar darauf angerufen und teilt meine Meinung, wird<lb/>
nur versuchen eine befriedigende Lösung auch mit der Verbundgesell<lb break="no"/>schaft zu vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte koordiniere zwischen Aussenhandel und Ener<lb break="no"/>giesektion in dieser Frage.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_25">In der Ministerratsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mit aller Deutlichkeit<lb/>
gesagt, dass jetzt diese Interviews über Raketen und Staatsvertrag<lb/>
endlich aufhören müssen. Diese diesbezügliche scharfe Bemerkung war<lb/>
auf <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> gemünzt, der natürlich immer durch die Presse ange<lb break="no"/>sprochen doch immer wieder seinen Standpunkt darlegt. <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> hat<lb/>
dann auch vorgeschlagen einen Bericht an <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__108328">Pahr</rs> zu geben und ersucht dass eine diesbezügliche Kommission<lb/>
darüber verhandeln soll. An und für sich reisse ich mich gar nicht<lb/>
wo hineinzudrängen, doch hatte ich mich schon im Laufe des Tages bei<lb/>
der Aussenhandelsstelle genau informiert, wie weit das Handelsministe<lb break="no"/>rium davon auch betroffen ist. Zu meiner grössten Verwunderung musste<lb/>
ich erfahren, dass auch für militärische Güter Genehmigungen der sei<lb break="no"/>nerzeitigen ZAE vorgelegt werden müssen. Die Munition, wie ich nach<lb break="no"/><pb n="34-0037" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band34/34_1977-01-17_0037.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>her in dieser Kommission erfahren habe, ist jetzt neuerdings<lb/>
unter Zollvormerk nach Jugoslawien gebracht werden. Die ganze Ange<lb break="no"/>legenheit wird immer mysteriöser. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erklärte deshalb in der<lb/>
anschliessenden Pressekonferenz um 9 Uhr abends, dass eine restlose<lb/>
Aufklärung noch dringendst notwendig ist und er für jede Art der<lb/>
Untersuchung sein wird. Wir erwarten dass im Landesverteidigungs<lb break="no"/>ausschuss, resp. bei der nächsten Parlamentssitzung die ÖVP einen<lb/>
diesbezüglichen Antrag stellen wird, wenn sie nicht gar eine dring<lb break="no"/>liche Anfrage in dieser Frage startet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Ich brauche eine minutiöse Dar<lb break="no"/>stellung mit Photokopien aller Unterlagen die in der ZAE bei<lb/>
<rs type="person" ref="#per__142456">Weichselbaumer</rs>-Geschäfte die bei uns durchgelaufen sind. Das<lb/>
Aussenministerium hat aktmässig alle Waffen- und Munitionsexporte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_27"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ersuchte mir neuerdings zu prüfen, warum wir <rs type="person" ref="#per__113381">Hassan</rs> den jorda<lb break="no"/>nischen Thronfolger nicht einladen wollen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_28">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte den Schriftverkehr sofort vorlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_29"><rs type="person" ref="#per__97468">Gatscha</rs> hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> informiert, dass in der EG 1.5 Mia. Rechnungsein<lb break="no"/>heiten für 30 % Subvention für Kohlekraftwerke zur Verfügung gestellt<lb/>
werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Wieso weiss <rs type="person" ref="#per__97468">Gatscha</rs> dies und wir nicht? Bitte<lb/>
sofortigen Bericht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_31">Die Regierung kommt überein, dass sich niemand an Informations<lb break="no"/>anträgen bezüglich Nobelpreisträger beteiligt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> steht mit<lb/>
Recht am Standpunkt, für lebende wie <rs type="person" ref="#per__123209">Tito</rs>, <rs type="person" ref="#per__140788">Echeverría</rs> und vor allem<lb/>
schon gar nicht für <rs type="person" ref="#per__145950">Gmeiner</rs> sollten wir uns überhaupt nicht einsetzen.<lb/>
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Aufklärungskampagne die er unter einem unglücklichen Titel "Wohlstand<lb/>
und Vollbeschäftigung in Gefahr" starten will. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> spricht sich ge<lb break="no"/>gen diesen propagandistischen unmöglichen Slogan ganz entschieden aus.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_33">Ein Amerikaner <rs type="person" ref="#per__145951">Ferber</rs> interessiert sich sehr für Sonnenenergie<lb/>
und hat hier entsprechende Vorschläge, die er mit <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> auf An<lb break="no"/>regung <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> besprechen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_34">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Was weiss <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> davon?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_35">In der Samstag<add>[-sausgabe der]</add> Salzburger Nachrichten soll <rs type="person" ref="#per__137288">Christian</rs> einen grossen<lb/>
Aufmacher die Regierung für 2 %-ige Lohnsumme, Fonds<add>[?]</add> für die Berufsaus<lb break="no"/>bildung vollkommen falsch berichtet haben. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> macht mich be<lb break="no"/>sonders in der Regierungsbesprechung auf diese Berichterstattung auf<lb break="no"/>merksam.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_36">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Bitte Unterlagen sofort beschaffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_37"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> weist darauf hin, dass die Landtagswahlen im Burgenland von<lb/>
grösster Entscheidung für uns sind. Da wir bei den Landtagswahlen<lb/>
das letzte Mal überall sehr schlecht abgeschnitten haben – mit Aus<lb break="no"/>nahme von Wien – müssten wir jetzt mindestens gleiche, wenn nicht<lb/>
sogar besser abschneiden. Alle Massnahmen sollen jetzt insbesondere<lb/>
im Burgenland unter diesen Gesichtspunkten forciert werden. Ich<lb/>
verweise auf die Besprechungen mit der Burgenländischen Landesre<lb break="no"/>gierung über den Abbau der Kohlenvorkommen an der ungarischen Grenze.<lb/>
Gleichzeitig ersuche ich <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> für Vossen die Industrie ERP-Ge<lb break="no"/>nehmigung endgültig zu geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_38">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte erkundige Dich, wie dies in der ERP-<lb/>
Kommission weitergelaufen ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_39">Für Tatzmannsdorf und Sauerbrunn würde <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> anregen, müsste<lb/>
noch einiges in Fremdenverkehrskredite usw. geschehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_40">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Bitte lass Dir berichten wie von dort die Anträge<lb/>
erledigt wurden, resp. werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band34_1977-01-17_41">Mit <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> komme ich überein, dass wir durch die Erkrankung unserer<lb/>
Kollegin <rs type="person" ref="#per__145952">Leitgeb</rs> leider verpflichtet sind, so schnell als möglich<lb/>
Ersatz zu bringen. <rs type="person" ref="#per__145952">Leitgeb</rs> wird auf etliche Monate ausfallen. Die<lb/>
Kontrolle der Durchführung von Interventionen wird dringender den je.<lb/>
Immer wieder höre ich, dass leider Interventionen jetzt bei uns ent<lb break="no"/>weder furchtbar lange dauern oder teilweise gar nicht beantwortet<lb/>
werden. Dieser Zustand ist für mich vollkommen untragbar. Die Abge<lb break="no"/>ordneten und auch alle anderen Intervenienten sind gewohnt, dass im<lb/>
Handelsministerium alles prompt und zuverlässig erledigt wird. Dieser<lb/>
jahrelang aufgebauten Ruf darf unter gar keinen Umständen gefährdet<lb/>
werden. Dafür sind wir alle verantwortlich.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Sekr. JS, Tiroler SPÖ-Politiker</occupation>
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               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Frank</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
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            <person xml:id="per__111001">
               <persName type="label">Peyerl, Fritz</persName>
               <persName><surname>Peyerl</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Beamter/ab 1980 Leiter Energiesektion VM/HM (Ministerienneuorganisation
                  1974)</occupation>
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               <persName type="label">Dorner, Peter-Christian</persName>
               <persName><surname>Dorner</surname><forename>Peter-Christian</forename></persName>
               <occupation>Reisebürokommission (?) HM bzw. Vertr. Fachverband Reisebüros; evtl.
                  Falschidentifikation</occupation>
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               <persName type="label">Christian, Gerold</persName>
               <persName><surname>Christian</surname><forename>Gerold</forename></persName>
               <occupation>Salzburger Nachrichten</occupation>
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            <person xml:id="per__108322">
               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName type="label">Lacina, Ferdinand</persName>
               <persName><surname>Lacina</surname><forename>Ferdinand</forename></persName>
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               <persName type="label">Gröger, Adolf</persName>
               <persName><surname>Gröger</surname><forename>Adolf</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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