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            <title type="main">Freitag, der 10. Dezember 1976</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band33_1976-12-10</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_01">Freitag, 10. Dezember 1976.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_02">Das Verkehrsbüro hat das 1A-Hotel "ALBA" Betrieb übernommen.<lb/>
Eine Baulücke wurde von einem deutschen Rechtsanwalt mit 17 Mio<lb/>
Schilling verbaut. Das Einbettzimmer inkl. einem phantastischem<lb/>
Frühstück, das ich allerdings nicht aß, kostet 380 Schilling.<lb/>
Eine harte Konkurrenz für die Hotels in Wien.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_03">Den Ministerialkanzleidirektor, der neu zu besetzen ist, besteht hinter<lb/>
den Kulissen ein richtiger Kampf. Der jetzige <rs type="person" ref="#per__139727">Schubert</rs> möchte am liebsten<lb/>
seinen Bruder haben und <rs type="person" ref="#per__140260">Kneissler</rs> hat für seinen Nachfolger <rs type="person" ref="#per__121996">Kretschmer</rs><lb/>
derzeit Kanzleidirektor von der handelspolitischen Sektion inter<lb break="no"/>veniert. Die Personalvertretung vom Bautenministerium möchte ebenfalls<lb/>
einen Mann von ihnen haben. Sie fürchten, dass von aussen <rs type="person" ref="#per__145774">Apfelbeck</rs><lb/>
von der Land- und Forstwirtschaft oder <rs type="person" ref="#per__145775">Stellig</rs> vom Sozialministerium<lb/>
kommt. Ich plädiere für die Ausschreibung. <rs type="person" ref="#per__140260">Kneissler</rs> teilte mir gleich<lb break="no"/>zeitig mit, dass als Nachfolger für den Präsidenten des Sportver<lb break="no"/>eines der für den vom Eich- und Vermessungsamt <rs type="person" ref="#per__145773">Eidherr</rs> vom<lb/>
Bautenministerium jetzt der tätige Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__113076">Schmelz</rs><add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> werden<lb/>
soll. Dieser ist VP-Vertreter und auch -Verhandler. Ich plädiere<lb/>
für unseren MR <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> vom Handelsministerium. Der Sportklub heisst<lb/>
schliesslich und endlich ja Handelsministerium.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte recherchiere unauffällig, wie die Chancen<lb/>
für <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> stehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_05">MR <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> hat mir den a.o. Prof. <rs type="person" ref="#per__145776">Haditsch</rs> aus Leoben vorgestellt, der<lb/>
sich für die Nachfolge unseres Chefgeologen <rs type="person" ref="#per__111747">Holzer</rs> interessiert.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111747">Holzer</rs> erklärte mir, dass die Wissenschaft die anderen Staaten schon<lb/>
längst auf den Standpunkt stehen, dass die Bergbehörde im Rahmen<lb/>
der Wirtschaft der Wirtschaftssektionen eingegliedert werden soll.<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__112190">Mock</rs> und <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> besprachen mit mir die Möglichkeit die Schürf<lb break="no"/>rechte an der burgenländisch-ungarischen Grenze an Austromineral<lb/>
zu übertragen. Die Bergbehörde Wien hat den jetzigen Besitzer aller<lb break="no"/>dings seinen Bescheid verlängert. Obwohl bis jetzt keinerlei Prospektion<lb/>
oder Explorationsarbeiten gemacht wurden. Jetzt hat man im letzten<lb/>
Moment angekündigt, man wird noch heuer 2 Mio. Schilling für Seismik<lb/>
aufwenden. <rs type="person" ref="#per__112190">Mock</rs> und <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> sind überzeugt, dass es sich hier nur um eine<lb/>
Alibihandlung handelt, weil niemand mehr imstande ist, in so kurzer<lb/>
Zeit wirklich eine positive Arbeit zu leisten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_06"><add>[Mit]</add> Dr. <rs type="person" ref="#per__113010">Holoubek</rs><add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> und Arch. <rs type="person" ref="#per__113074">Czernin</rs> musste ich die Renovierarbeit in<lb/>
unserem Miethaus besprechen. Seit Jahren zieht sich jetzt eine notwendige<lb/>
Reparatur hin. Ein neuer Mieter hatte beim Abschluss des Mietver<lb break="no"/>trages gesagt, er müsste in Hinkunft jedwede Mietzinserhöhung akzep<lb break="no"/>tieren. Die Reparaturen, die jetzt anfallen und über 1 Mio. Schilling<lb/>
für drei Mieter betragen, gehen wie <rs type="person" ref="#per__113010">Holoubek</rs> mir sagte, weit über<lb/>
die gesetzlichen Höchstgrenzen hinaus. Laut Berechnung <rs type="person" ref="#per__113010">Holoubek</rs><lb/>
dürften höchsten 23 Schilling pro qm rauskommen und über 30 wird<lb/>
vorgeschlagen. <rs type="person" ref="#per__113074">Czernin</rs> meinte, es könnten, wenn man Konkurrenz<lb break="no"/>offerte einholen würde, wesentlich günstigere Ergebnisse insbesondere<lb/>
in Verbindung mit einem anderen Bau erzielt werden. Ich habe dies<lb/>
bereits vor einigen Tagen – und <rs type="person" ref="#per__113010">Holoubek</rs> jetzt mit mir gemeinsam –<lb/>
ganz entschieden abgelehnt. Das Ganze wäre zwar absolut legal, könnte<lb/>
jeder Privatmann machen, ich kann es mir beim besten Willen nicht<lb/>
erlauben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_07">Bundesinnungsmeister der Zuckerbäcker, Ing. <rs type="person" ref="#per__145777">Stuller</rs>, Leiter des<lb/>
Verhandlungskomitees der Zuckerbäcker, Innungsmeister <rs type="person" ref="#per__145778">Bimashofer</rs>, sowie<lb/>
der Sekretär der Innung und die Sekretäre <rs type="person" ref="#per__116991">Göbl</rs> und <rs type="person" ref="#per__137946">Schuster</rs> berichteten<lb/>
mir über die ins Stocken geratenen Verhandlungen über den Kollektiv<lb break="no"/>vertrag. Die Innung hat jetzt eine sogenannte ERFA, Erfahrungsgruppe,<lb/>
gegründet und festgestellt, dass die Zuckerbäcker nicht einmal mehr<lb/>
5 % Gewinn machen. Insbesondere die Belastungen steigen in den letzten<lb/>
Jahren sehr stark. Beim aktuellen Strompreis z.B. meinte der Innungs<lb break="no"/>meister, für 25 KW Anschluss müssten sie vom Gewerbe 6000–8000<lb/>
Schilling bezahlen, während die Grundgebühr für den Haushalt 300 Schilling<lb/>
beträgt. Die gestiegenen Energiekosten drücken sehr den Zuckerbäcker.<lb/>
Am meisten erschütterte mich aber, die Anklage <rs type="person" ref="#per__145777">Stullers</rs>, dass wir<lb/>
kein Rechtsstaat mehr sind. Ich habe sofort SChef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> gerufen und<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__145777">Stuller</rs> dieses Problem besprochen. Er beschwerte sich darüber,<lb/>
dass immer wieder von <rs type="person" ref="#per__97808">Petuely</rs> die Rechtsgrundlage Beanstandungen er<lb break="no"/>folgen. Die Zuckerbäcker würden zwar die Prozesse, wenn sie sich gegen<lb/>
die Bestrafung wehren würden, gewinnen, doch sind die Gerichtskosten<lb/>
und Aufwendungen höher, als wenn sie gleich die 1000 oder 5000 Schil<lb break="no"/>ling Strafe bezahlen. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> wird im nächsten Jahr sofort mit Be<lb break="no"/>sprechungen zur Abklärung dieser Frage beginnen. Im Gewerbeverfahren<lb/>
wird, so erklärte <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>, bei Änderungen immer der Unternehmer recht<lb break="no"/>zeitig vorher verständigt, sodass er eventuell notwendige Abänderungen<lb/>
zeitgerecht weiss und vornehmen kann. Ausserdem werden selbstver<lb break="no"/>ständlich entsprechende Übergangsfristen gewährt. Diesbezügliche<lb/>
Wünsche sollen auch mit dem Gesundheitsministerium besprochen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_08">Die Kollektivvertragsverhandlungen werden fortgesetzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_09">Präsident <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> ersuchte mich mit <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> eine Aussprache wegen der<lb/>
<sic>ÄnderungÄnderung</sic> in Verbundvorstand zu führen, was ich selbst<lb break="no"/>verständlich sofort kurzfristig ansetzte. <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> bedankte sich des<lb break="no"/>halb sehr, meinte aber, er könne eine Reduzierung de Verbundvor<lb break="no"/>standes von 4 auf 3 Vorstandsmitglieder nicht akzeptieren. Dies<lb/>
sei nach seiner Meinung unzumutbar. Präs. <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> befürchtete ein<lb/>
Junktim zwischen der eventuellen Verlängerung von <rs type="person" ref="#per__112012">Arthold</rs> um, wie<lb/>
er wünscht, 1 1/2 Jahre, der Arbeiterbetriebsrat 1/2 Jahre. Ich er<lb break="no"/>klärte sofort, ein Junktim wird es nicht geben, die Reduzierung des Vor<lb break="no"/>standes durch eine Statutenänderung erst bei der nächsten Hauptversamm<lb break="no"/>lung im Frühjahr 1977 erfolgen wird. Dort braucht von der ÖVP über<lb break="no"/>haupt niemand zustimmen, weil niemand dort ist, da der Hauptversamm<lb break="no"/>lungsbeschluss auf Antrag des Eigentumsvertreter eines Beamten meines<lb/>
Ministeriums erfolgen wird. <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> erklärte, dies würde der Kriegsfall<lb/>
sein. Ich würde grosse Schwierigkeiten im gesamten Elektrizitätswesen<lb/>
bekommen. <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> konnte mir auch nichts wegen der Ersparnis entgegen<lb break="no"/>setzen, umso mehr als ich sofort angeboten habe, gegebenenfalls nur<lb/>
2 Vorstandsdirektoren in Hinkunft in der Verbund zu installieren.<lb/>
Nachdem wir unsere Standpunkte festgelegt hatten, einigten wir uns<lb/>
darauf, dass die ÖVP zur Kenntnis nimmt, dass ich 3 Vorstandsmitglieder<lb/>
im Jahre 1978 nach Ablauf vom <rs type="person" ref="#per__112012">Arthold</rs>-Vertrag installieren will und<lb/>
werde, sie aber noch darüber entsprechende Verhandlungen führen<lb/>
möchte. Wie sehr in der Elektrizitätswirtschaft gespart werden muss<lb/>
und kann, habe ich <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> expliziert. Die Lohn- und Gehaltstangente ist<lb/>
von 17 % vor 20 Jahren trotz des kapitalintensiven Betriebes auf<lb/>
fast 30 % gestiegen. Die Sparmassnahmen, sagte ich, müssen aber von oben,<lb/>
Reduzierung des Aufsichtsrates, Vorstandverringerung usw., beginnen.<lb/>
Diese Politik ist notwendig, um dann den Betriebsräten klarzumachen,<lb/>
dass auch insgesamt entsprechende Posten eingespart werden müssen.<lb/>
Ich fragte <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs>, wieviel er Amtsgehilfen in der Vorstandsetage ver<lb break="no"/>mutet. Er meinte, in der Girozentrale bei 4 Vorstandsdirektoren seien<lb/>
es zwei gewesen. Er schätze auf 4–5. In Wirklichkeit sind es 14,<lb/>
wie mir <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> auch bestätigen musste.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_10">Beim Jour-fixe mit der Arbeiterkammer diskutierten wir über die<lb/>
Strompreisverhandlungen, die gleichzeitig in der Energiesektion<lb/>
liefen. <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> hat einen Vermittlungsversuch gestartet, den die Elek<lb break="no"/>trizitätswirtschaft akzeptierte nämlich 5 Groschen für den Tagstrom<lb/>
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aber auch die Landwirtschaftskammer und Handelskammer haben dies<lb/>
ganz entschieden abgelehnt. Ich hatte mit <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> als maximalen Satz<lb/>
4.2, ich würde sagen, noch 4.3 bis 4 besprochen. <rs type="person" ref="#per__109811">Burian</rs> ist trotzdem<lb/>
ich ihm dieses Limit genau gesagt habe, zu weit gegangen. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> hat<lb/>
mich angerufen und gehofft, dass ich diesen Vorschlag akzeptieren<lb/>
könnte, da ihm die Elektrizitätswirtschaft jetzt schluckt. Ich sehe<lb/>
dazu keine Möglichkeit und habe <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> auf unsere Aussprache im Ge<lb break="no"/>werkschaftsbund verwiesen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_11">Über den Gaspreis für Wien konnte eine 6.1-%ige Erhöhung einvernehmlich<lb/>
festgelegt werden. Zum Schluss hatte ich nur noch Schwierigkeiten mit<lb/>
MR <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs>. Die Jour-fixe-Teilnehmer hörten am Telefon meine Taktik,<lb/>
die ich anwendete, damit auch <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> letzten Endes zustimmte und waren<lb/>
dann darüber teilweise belustigt, teilweise sehr erstaunt. Ich frage mich<lb/>
oft selbst, wie es mir gelungen ist in den 7 Jahren ohne Weisungen<lb/>
durchzukommen und doch den Beamten durch Motivation Gefühl zu geben,<lb/>
es geschieht alles so wie sie wollen. Manchmal frage ich, vielleicht<lb/>
irre ich mich, und es geschieht wirklich so, wie sie es wollen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_12">Bezüglich der Initiativanträge im Parlament über die Diskriminierung,<lb/>
Kontrahierung, Verkauf unter dem Einstandspreis usw. berichtete <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs>,<lb/>
dass er glaubt, wir kommen mit der Handelskammer einvernehmlich zu<lb/>
einer Lösung, wo nur das Diskriminierungsverbot und der Kontrahierungs<lb break="no"/>zwang festgelegt werden. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, dass<lb/>
das Parlament tatsächlich nur diese 2 Materien in den neuen Wettbewerbs<lb break="no"/>gesetz beschliessen wird. Die anderen Wünsche der Handelskammer, auch<lb/>
auf alle Fälle am Zivilrechtsweg, d.h. mit dem unlauteren Wettbewerbs<lb break="no"/>gesetz, das ziemlich wirkungslos ist bekämpft werden müssten, würde<lb/>
ich eher plädieren alle ihre Wünsche zu erfüllen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_13">Der Konsum wird bei der Firma Eisert eine grössere Menge von Wegwerf<lb break="no"/>feuerzeugen bestellen. Der Verbraucherpreis soll 10 Schilling betragen<lb/>
gegenüber den sonst normalen um 15 Schilling. Die Firma Eisert ist<lb/>
bereit, um 6.50 Schilling den Fabrikabgabepreis festzusetzen und<lb/>
gleichzeitig Konsum auf das Feuerzeug aufzudrücken. Ich habe Gen.Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113061">Kaditz</rs> von Wien angerufen, damit er eine grössere Menge bestellt.<lb/>
Angeblich war er zuerst sehr abgeneigt – hat mir dann allerdings fast<lb/>
einen Millionenbezug genannt. <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> wäre schon froh, wenn er ein<lb/>
paar hunderttausend Stück bestellten würde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte diese Bezugsmöglichkeiten genau verfolgen<lb/>
und andere Firmen zu Reklamezwecken zu veranlassen, ebenfalls jetzt<lb/>
Feuerzeuge zu bestellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_15"><rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> wollte von mir und dann auch von <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> wissen, wie wir das<lb/>
Handelsbilanzdefizit, welches ständig steigt, abbauen könnten. Ich<lb/>
sehe die einzige Möglichkeit daran, dass wir aus den Oststaaten<lb/>
Energie beziehen, die wir brauchen. Bis jetzt konnten wir dorthin<lb/>
sehr gut exportieren, weil wir ungeheure Kredit gewährt haben. Dies<lb/>
lässt sich auf die Dauer sicherlich nicht fortsetzen. Unsere Importe<lb/>
aus dem Westen sind aber grösstenteils Steigerungen der Autos<lb/>
mindestens 5 Mia. Schilling und die teuren Energiebezüge.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_16">Der indische Handelsminister <rs type="person" ref="#per__145779">Chattopadhyaya</rs> wollte bei seinem Besuch<lb/>
nichts anders, als dass wir eine Gemischte indisch-österreichische<lb/>
Kommission einsetzen, damit die überprüft, ob wir mehr Handel betrei<lb break="no"/>ben können. Eine solche Kommission wird zwar in meinen Augen nichts<lb/>
anderes als wie Kosten verursachen und kaum irgendwelche Resultate<lb/>
bringen. Selbstverständlich konnte ich nicht ablehnen, dass eine<lb/>
indische Kommission zu uns kommen soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-12-10_17">Mit Präs. <rs type="person" ref="#per__114655">Harmer</rs>, Leiter des Verhandlungskomitees über den Industrie-<lb/>
Rahmenkollektivvertrag, Dr. <rs type="person" ref="#per__139990">Ecker</rs><add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add>, <rs type="person" ref="#per__145780">Pascale</rs> von der Handelskammer und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__130457">Riegler</rs> vom Fachverband sowie 3 Kollegen von unserem Gewerkschafts<lb break="no"/>verhandlungskomitee verhandelten wir die offenen Fragen des Rahmen<lb break="no"/>kollektivvertrages. Dort wurde in 20 Verhandlungen während 2 Jahren<lb/>
kein Ergebnis erzielt. Nach mühsamen stundenlangen Gesprächen gelang<lb/>
es dann doch Punkt für Punkt zu einer Kompromisslösung zu kommen.<lb/>
Auf die Dauer kann ich mir allerdings eine solche Tätigkeit, wie sie<lb/>
heute bei den Zuckerbäckern und jetzt bei der Industrie war, nicht<lb/>
vorstellen. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich als<lb/>
Handelsminister einen Druck auf die Unternehmerseite ausübe. Nur weil<lb/>
wir 2 Jahre erfolglos verhandelten und weil es jetzt schon zu Unruhen<lb/>
in den Betrieben kam, glaube ich, hat es auch die andere Seite gerne<lb/>
gesehen, dass ich mich jetzt eingeschaltet habe, um zu einer endgültigen<lb/>
Lösung zu kommen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName><surname>Holzer</surname><forename>Herwig F.</forename></persName>
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               <persName type="label">Burian, Ferdinand</persName>
               <persName><surname>Burian</surname><forename>Ferdinand</forename></persName>
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               <occupation>SC Bautenministerium</occupation>
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               <persName type="label">Bauer, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
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               <persName type="label">Czernin, Peter</persName>
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               <occupation>Architekt</occupation>
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               <occupation>Beamter HM [1972 Diskussion über Personalfragen]; evtl. ident mit Walter
                  Schubert</occupation>
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