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            <title type="main">Mittwoch, der  3. November 1976</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_01">Mittwoch, 3. November 1976<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_02">Im Klub gab es die verschiedenste Berichte, auch vom neuen Aussen<lb break="no"/>minister und eine verhältnismässig zahme Diskussion. Zu meiner<lb/>
grössten Überraschung wurde dann aber von Abg. <rs type="person" ref="#per__125303">Thalhammer</rs> kritisiert,<lb/>
dass die Klubmitglieder, die sich mit Fremdenverkehrsfragen beschäf<lb break="no"/>tigen, aus der Presse erfahren müssen, dass es ein neues Fremdenver<lb break="no"/>kehrsprogramm der sozialistischen Fraktion gibt. Abg. <rs type="person" ref="#per__126223">Tull</rs> ging sogar<lb/>
dann noch weiter und kritisierte, dass <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> eine Pressekonferenz ge<lb break="no"/>macht hat, obwohl es nach seiner Meinung viel berufenere Vertreter<lb/>
der Sozialisten im Fremdenverkehr dafür gäbe. Ich replizierte sofort<lb/>
sehr scharf, dass ich als einziger drei aktive Arbeitsgruppen, näm<lb break="no"/>lich Preis und Löhne, Energie und Fremdenverkehr nach der Ökonomischen<lb/>
Konferenz vom Kahlenberg einberufen habe, die Länder ersuchte und die<lb/>
Interessenvertretungen mir die Teilnehmer schriftlich zu nominieren,<lb/>
damit eine entsprechende Koordination mit allen Verantwortlichen für<lb/>
den Fremdenverkehr erfolgt. Ausserdem wurde seinerzeit von der Ökono<lb break="no"/>mischen Konferenz alle Teilnehmer aufgefordert, die sich für diese<lb/>
3 Arbeitsgruppen interessieren, sich entsprechend zu melden. Welche<lb/>
Öffentlichkeitsarbeit ich mache und wer Pressekonferenzen durchführt,<lb/>
müsse doch mir überlassen bleiben. Klubobmann <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> meinte, ich<lb/>
sei doch als koordinierender Minister bekannt, ich sollte mich daher<lb/>
nicht so aufregen, was ich übrigens innerlich natürlich gar nicht getan<lb/>
habe, sondern sollte nur jetzt eben auch den Klub entsprechend infor<lb break="no"/>mieren. Nachmittags verteilte <rs type="person" ref="#per__114508">Tieber</rs> dann im Klub sofort unser Frem<lb break="no"/>denverkehrsprogramm und ich forderte den Klub schriftlich auf, mir<lb/>
die entsprechenden Vertreter für die 3 Arbeitsgruppen zu nennen. Komisch<lb/>
fand ich natürlich schon die Situation, dass ich bestrebt bin mit<lb/>
den Verantwortlichen der Partei und den Arbeitsgruppen nicht nur Kontakt<lb/>
zu halten, sondern diese Arbeitsgruppen überhaupt als Ergebnis der<lb/>
Ökonomischen Konferenz aufrecht erhalte und ständig beschäftige, dafür<lb/>
aber letzten Endes nur Kritik ernte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat seinerzeit gesagt,<lb/>
er müsste und auch <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ebenfalls die Genossen, die in der Ökono<lb break="no"/>mischen Konferenz gearbeitet haben, weiterhin ständig durch Kontakte<lb/>
und Aussprachen an der Regierungstätigkeit mitwirken lassen, dann aber<lb/>
wahrscheinlich aus Zeitmangel keiner von Beiden etwas tut und darüber<lb/>
regt sich niemand auf.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Wenn wir die Genossen dann nominiert bekommen,<lb/>
sollen die Sekretäre der Arbeitsgruppen diese ganz kurz über ihre<lb/>
bisherige Tätigkeit informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_04">In der Fragestunde des Parlaments bekam ich auch die neue<lb/>
Taktik der ÖVP zu spüren. Abg. <rs type="person" ref="#per__97663">Kraft</rs> wollte mir unbedingt einreden, dass<lb/>
ich am 1.4.1973 in Schärding 200 Mio. Schilling zur Förderung der<lb/>
Innviertler Grenzgebiete versprochen habe und dies nicht hielt<add>[hs. korrigiert, Anm.]</add>.<lb/>
Ich erwiderte sofort, dass ich mit Versprechungen sehr vorsichtig<lb/>
bin und auf Grund der Aufzeichnungen nachweisen kann, dass ich niemals<lb/>
diesen Betrag genannt habe. <rs type="person" ref="#per__97663">Kraft</rs> wollte dann als Beweis sagen,<lb/>
das sozialistische OÖ Tagblatt hat sogar gesprochen, dass nicht 200<lb/>
Mio., sondern 300 Mio. Schilling flüssig gemacht werden. Zum Glück fiel<lb/>
mir das Argument ein, dass ein Minister mit einem Budget von 900 Mio.<lb/>
Schilling nicht 200 Mio. Schilling versprechen kann. Abg. <rs type="person" ref="#per__112996">Staudinger</rs><lb/>
wieder, der über den Alarmplan den Ölsektor Auskunft wollte, und vor allem<lb/>
die Zusatzfrager, u.a. Abg. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> wollten mich wieder in dieser Materie<lb/>
festlegen, damit ich konkretere Aussagen mache, was bei Preiserhöhungen<lb/>
geschieht. Das angebliche Exklusivinterview mit der Kronenzeitung<lb/>
konnte ich so aufklären, dass ein Redakteur mich am Telefon fragte,<lb/>
von einer Exklusivität also beim besten Willen keine Rede ist, ausser<lb/>
dass natürlich wenn einer anruft man nur den Betreffenden antwortet. Was<lb/>
dann der Redakteur <choice><choice><sic>schlagzeilenartig</sic><corr>[hs. korrigiert, Anm.]</corr></choice></choice> daraus macht, darauf hatte ich und<lb/>
habe ich keinen Einfluss. Selbstverständlich bin ich bereit, im Parla<lb break="no"/>ment im Handelsausschuss vertraulich jede Information zu geben und<lb/>
natürlich auch über den Energieplan zu diskutieren. Abg. <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> wieder<lb/>
wollte von mir unbedingt eine Erklärung, dass ich bezüglich der Laden<lb break="no"/>schlussregelung nicht nur bereit bin, den Standpunkt neuerlich zu<lb/>
überprüfen, sondern von meiner Aussage, dass die jetzige Regelung opti<lb break="no"/>mal ist, abrücke. Natürlich habe ich dies nicht getan, sondern nur<lb/>
zugesagt, dass im Rahmen der Nahversorgung dieses Problem ebenfalls<lb/>
jetzt geprüft wird. Insbesondere sollen Kosten-Nutzen-Rechnung über<lb/>
Änderungen der Ladenschlusszeiten angestellt werden. Auch die Behaup<lb break="no"/>tung von <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs>, die Spontankäufe würden die Bevölkerung veranlassen,<lb/>
anstelle von höheren Spareinlagen mehr zu kaufen, soll untersucht wer<lb break="no"/>den.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">Tieber</rs><add>[hs. korrigiert, Anm.]</add>: Bitte auf Grund der stenografischen Protokolle<lb/>
dann die entsprechenden Massnahmen, wie Diskussion im Handelsausschuss,<lb/>
vor allem aber die Berechnungen für die Ladenschlussfrage vornehmen<lb/>
lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_06"><rs type="person" ref="#per__126256">Luczensky</rs> hat den neuen stellvertretenden Geschäftsführer der Hotel<lb break="no"/>treuhand, Genossen <rs type="person" ref="#per__144479">Rost</rs> vorgestellt. Dieser war Generalsekretär<lb/>
<pb n="33-1233" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band33/33_1976-11-03_1233.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>im Verkehrsbüro und wurde jetzt neben dem Dr. <rs type="person" ref="#per__124066">Mücke</rs>, der bis jetzt<lb/>
Prokurist in der Hoteltreuhand war, als beide neue stellvertretende<lb/>
Geschäftsführer bestellt. <rs type="person" ref="#per__144479">Rost</rs> fürchtete, dass jetzt Aktionen, die<lb/>
vom Handelsministerium seit Jahren laufen, eingestellt werden. Ich<lb/>
beruhigte ihm, da dies wirklich nicht beabsichtigt ist und auch die<lb/>
Mittel derzeit zumindestens noch zur Verfügung stehen. Was das An<lb break="no"/>schwellen der Ansuchen, es sind bereits wieder 1 Mia., bei der Hotel<lb break="no"/>treuhand betrifft, so gab ich ihm als Argument, dass er 200 Mio.<lb/>
Schilling für zusätzliche ERP-Mittel mit 5-jähriger Laufzeit zur<lb/>
Verfügung gestellt wurden, dass aber trotz schriftlicher Aufforde<lb break="no"/>rungen an alle Interessensvertretungen von diesen und insbesondere<lb/>
von den Unternehmern mit ca. 15 % nur genützt wurden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__144479">Rost</rs> entsprechenden Kontakt halten<lb/>
und alle Interventionen jetzt über ihn laufen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_08"><rs type="person" ref="#per__114586">Zedek</rs> und <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> informierten mich über die Wünsche zum Fremdenverkehrs<lb break="no"/>tag und ganz besonders zur eventuellen Wiederwahl von <rs type="person" ref="#per__114586">Zedek</rs> als ge<lb break="no"/>schäftsführenden Obmann der Österreichischen Fremdenverkehrswerbung.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> berichtete, dass die Bundesländer sich auch mit diesem Problem<lb/>
beschäftigt haben und zuerst glaubten, ihre Vertretung müsse turnusweise<lb/>
jetzt ebenfalls zu einen geschäftsführenden Obmann berechtigen.<lb/>
Ansonsten aber sprechen sie sich für die Wiederwahl von <rs type="person" ref="#per__114586">Zedek</rs> aus.<lb/>
Ich selbst erklärte sofort, dass wenn <rs type="person" ref="#per__114586">Zedek</rs> noch in der Funktion bei<lb/>
der Handelskammer bleibt, ursprünglich hatte er beabsichtigt sich jetzt<lb/>
schon pensionieren zu lassen, so sehe ich keinen Grund, wenn alle ande<lb break="no"/>ren einverstanden sind, ihn wieder zu wählen. Auf alle Fälle aber ist er<lb/>
nur ein persönlicher Vertreter und die geschäftsführenden Obleute<lb/>
sind kein Zugeständnis, dass für irgendwelche andere Personen meiner<lb break="no"/>seits gilt. <rs type="person" ref="#per__114586">Zedek</rs> möchte auch die österreichischen Fremdenverkehrs<lb break="no"/>zweigstellen in den Bundesländern zur Verkaufswerbung ausbauen. Dagegen<lb/>
hatte ich nichts einzuwenden, wenn es gelingt tatsächlich einstimmige<lb/>
Beschlüsse aller davon Betroffenen, insbesondere der Reisebüros und<lb/>
deren Vertreter zu erzielen. Ich kann mir persönlich nicht vorstellen<lb/>
dass dies möglich ist, weil die Konkurrenz allein zwischen dem Ver<lb break="no"/>kehrsbüro und anderen Reisebüros so stark ist, dass diese sich kaum<lb/>
auf eine Organisationsform werden einigen können. Wenn dies aber der<lb/>
Handelskammer, insbesondere <rs type="person" ref="#per__114586">Zedek</rs> gelingt, werde ich gegen eine ent<lb break="no"/>sprechende Aktivierung der österreichischen Fremdenverkehrsstellen<lb/>
nichts einzuwenden haben. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass<lb/>
<pb n="33-1234" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band33/33_1976-11-03_1234.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>unter gar keinen Umständen die mehr oder minder öffentliche Arbeit,<lb/>
zwar vom Verein österreichischer Fremdenverkehrswerbung betrieben<lb/>
wird, aber fast halbamtlichen Charakter hat, durch Geschäftspraktiken<lb/>
im Ausland geschädigt würde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_09">Dr. <rs type="person" ref="#per__114709">Krebs</rs>, der Wiener Fremdenverkehrsverantwortliche kam anschliessend<lb/>
dann genau wegen der Wahl von <rs type="person" ref="#per__114586">Zedek</rs> zum geschäftsführenden Obmann.<lb/>
Seiner Information nach – und er hat mit den Referenten der einzelnen<lb/>
Länder gesprochen – sind <rs type="person" ref="#per__123823">Debene</rs> OÖ, <rs type="person" ref="#per__117627">Oppitz</rs> Salzburg, <rs type="person" ref="#per__133708">Zlamal</rs> Kärnten<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__127921">Baier</rs> Vorarlberg sowie er selbst für ein Auslaufen der Funktions<lb break="no"/>periode <rs type="person" ref="#per__114586">Zedeks</rs>. Nur <rs type="person" ref="#per__123822">Gaisbacher</rs> hat sich dezidiert für eine Verlän<lb break="no"/>gerung ausgesprochen. Nachdem jetzt feststeht, dass die Länderver<lb break="no"/>treter gar nicht geschäftsführende Obleute werden könnten, sondern<lb/>
dies nur die Funktionäre der einzelnen Länder laut unserer Statuten.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114709">Krebs</rs> wird noch einmal mit allen Beteiligten reden und dann, wenn<lb/>
tatsächlich alle sich für <rs type="person" ref="#per__114586">Zedek</rs> entschliessen, auch diese Lösung als<lb/>
Übergang, solange er noch in der Funktion der Handelskammer ist,<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__135640">Lissbauer</rs> der Obmann der Fremdenverkehrssektion, zustimmen. Ich<lb/>
informierte <rs type="person" ref="#per__114709">Krebs</rs> auch über die Vorsprache der Fremdenführer Wiens<lb/>
und ersuchte ihn, die Sekretäre und ganz besonders Herrn <rs type="person" ref="#per__145735">Zuber</rs>, den<lb/>
ich gestern ausgezeichnet hatte, zu einem Gespräch einzuladen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__145735">Zuber</rs> und den Fachgruppenvorstand Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113372">Wallner</rs> von der Casino AG verständigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_11">Die Firma <rs type="person" ref="#per__113066">Ruthner</rs>, er selbst und sein Sohn <rs type="person" ref="#per__145700">Oswald</rs>, berichten mir,<lb/>
dass sie jetzt mit den Libyern eine neue Lösung ihrer Finanzierungs-<lb/>
und Garantiefrage für ihre Aufträge in Tripolis ein Gespräch haben.<lb/>
Ausser dem einen Block mit 30 Mio. Schilling soll jetzt gleichzeitig<lb/>
vereinbart werden, dass dann sofort Anschlussaufträge für 250 Mio.<lb/>
Schilling erfolgen, wenn tatsächlich diese 10 kg pro qm Gemüse<lb/>
eingehalten werden. Die Libyer sind bereit, diesen Anschlussauftrag<lb/>
tatsächlich schriftlich jetzt schon zu vereinbaren, wenn irgend<lb break="no"/>jemand die Garantie übernimmt, dass dann auch Ruthner tatsächlich die<lb/>
Arbeit unten leisten wird. Die Libyer erwarten, dass die Regierung<lb/>
Österreichs dies garantiert. Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__113066">Ruthner</rs>, dass ich bereit<lb/>
bin einen Brief, wenn der Abschluss dann getätigt werden soll, tat<lb break="no"/>sächlich zu schreiben, unter der Bedingung, dass die Regierung daraus<lb/>
nicht obligiert wird, sondern nur die Firma Ruthner und dass der Wort<lb break="no"/><pb n="33-1235" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band33/33_1976-11-03_1235.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>laut dieses Briefes mir von <rs type="person" ref="#per__113066">Ruthner</rs> persönlich schriftlich vor<lb break="no"/>geschlagen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass als Absichtserklärung<lb/>
das Handelsministerium, d.h. ich persönlich mich bemühen werde, dass<lb/>
die Firma Ruthner mir gegenüber sich verpflichtet hat, die eingegan<lb break="no"/>genen Verträge in Libyen tatsächlich einzuhalten. <rs type="person" ref="#per__113066">Ruthner</rs> ersuchte<lb/>
mich auch mich in der WIG dafür einzusetzen, dass neben dem Ruthner-<lb/>
Turm jetzt auch ein Gelände, wo früher das Bierzelt draufgestanden<lb/>
ist und jetzt ein Kinderspielplatz errichtet werden soll, für ihn<lb/>
als Forschungsstätte zur Verfügung gestellt wird, damit er ein neues<lb/>
System dort demonstrativ aufstellen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> und <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte mit Dir. <rs type="person" ref="#per__97317">Auer</rs> Stadtgartenamt be<lb break="no"/>sprechen, damit ich gegebenenfalls einen Brief an die Gemeinde richte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_13">Die wirtschaftspolitische Aussprache verlief sehr harmlos, weil<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97937">Seidel</rs> einen realistischen Bericht, aber doch noch einen sehr opti<lb break="no"/>mistischen der österreichischen Wirtschaft gab. Seiner Meinung nach<lb/>
können wir heuer mit einem über 4 %-igen realen Bruttonationalprodukt<lb break="no"/>wachstum rechnen. Für das nächste Jahr sind 5 % präliminiert, doch wird<lb/>
man bei der Dezemberüberprüfung entsprechende Korrekturen vornehmen<lb/>
müssen. Die OECD rechnet im Schnitt, dass es unter 5 % sein wird und<lb/>
auch Österreich wird wahrscheinlich nach unten korrigieren müssen.<lb/>
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letzten Zeit erfolgt sind, ohne weiteres verkraften kann und dadurch<lb/>
auch die Zentralbankgeldschöpfung sich verringerte. Dadurch bekommt die<lb/>
Nationalbank jetzt wieder die Banken mehr im Griff, weil sie bei ihr<lb/>
rediskontieren müssen. Die Vertreter der Handelskammer, <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs><lb/>
<rs type="person" ref="#per__97938">Seidl</rs> und vor allem <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> haben dann in einen sofort dazu Stellung<lb/>
genommen und insbesondere letzterer einen ganzen Katalog von Massnahmen<lb/>
gefordert, die die Regierung, insbesondere der Finanzminister natürlich<lb/>
erfüllen sollte, damit die Wirtschaft besser über die Runden kommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_15">In der Auszeichnung von Kleider-Bauer am Abend hat dann <rs type="person" ref="#per__125560">Wolff von<lb/>
Amerongen</rs> für die deutsche Wirtschaft dort erklärt, sie hätten be<lb break="no"/>schlossen an die deutsche Bundesregierung keine wie immer geartete<lb/>
Wunschliste mehr zu stellen, weil die Wirtschaftssituation dies nicht<lb/>
erlaubt. Einen krasseren Gegensatz zwischen dem Verhalten der deutschen<lb/>
und der österreichischen Wirtschaftsvertreter kann man sich wirklich<lb/>
jetzt nicht vorstellen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> selbst hat dann auch in der wirt<lb break="no"/><pb n="33-1236" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band33/33_1976-11-03_1236.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schaftspolitischen Aussprache klar und deutlich gesagt, wenn der<lb/>
Finanzminister den Wünschen der Unternehmer nachgibt, dann müsste<lb/>
auch der Gewerkschaftsbund sich seine rückhaltende Stellungnahme be<lb break="no"/>züglich Steuersenkungen überlegen. Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__97938">Seidl</rs> hat von angeb<lb break="no"/>lichen Gesprächen in Bonn berichtet, wo erklärt wurde die 35 Mia. Dollar<lb/>
die die Oststaaten heute dem Westen schulden, könnten nicht zu<lb break="no"/>rückgezahlt werden und jetzt verlangt der Osten deshalb schon Mora<lb break="no"/>torien. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> reagierte sehr scharf darauf und meinte, diesen Ge<lb break="no"/>rüchten müsste man gleich entsprechend entgegentreten, resp. man<lb/>
sollte ihm entsprechende Unterlagen über diese Behauptung liefern.<lb/>
Österreich ist nämlich nicht zuletzt durch Intervention von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
mit Finanzkrediten an die Oststaaten stark obligiert. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> be<lb break="no"/>trachtet insbesondere die Polen und die Ungarn teilweise die<lb/>
Tschechen als gute Zahler, von den Russen ganz zu schweigen, weshalb<lb/>
er alle diese Gerüchte entschieden zurückweist. Er meinte auch General<lb/>
Motors könnte nicht jetzt sofort alle Schulden die es hat, zurückzahlen,<lb/>
sondern sei noch immer dann ein gutes Unternehmen, wenn es seine Schuld<lb break="no"/>verpflichtungen erfüllt. <rs type="person" ref="#per__97938">Seidl</rs> in die Enge getrieben, konnte nur da<lb break="no"/>rauf hinweisen, dass die Nordkoreaner derzeit nicht zahlen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
meinte, da habe er seinerzeit die VÖEST gewarnt, dorthin entsprechende<lb/>
Lieferungen zu tätigen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_16">Vor der Paritätischen Kommission hatte mir <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> schon gesagt, dass<lb/>
die Deutschen jetzt unter 4 % Lebenshaltungskostenindex gesunken sind<lb/>
und Österreich mit seinen 7.2 noch immer unverhältnismässig hoch<lb/>
liegt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, wenn es uns nicht gelingt uns der Schweiz und<lb/>
Deutschland bei Preissenkungen anzuschliessen, dann würden die<lb/>
nächsten Wahlen verloren sein. Ich erwiderte sofort, dass im nächsten<lb/>
Jahr eine Elektrizitätspreis, eine Gaspreis, eine Milch- und Mehlpreis<lb break="no"/>erhöhung zu erwarten seien und derzeit vorbereitet werden. Ich wollte<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nicht im unklaren lassen, weil er letzten Endes meinte, ich<lb/>
sei für die Preisentwicklung verantwortlich und damit eigentlich auch<lb/>
indirekt für den nächsten Wahlausgang, obwohl er dies nicht so<lb/>
sagte. Wenn man entsprechende Erzeugerpreiserhöhungen genehmigt,<lb/>
dann muss er wissen hat das auch Auswirkungen auf den Verbraucherpreis,<lb/>
auch dann wenn wir dies erst 1/2 Jahr später machen. In der Paritä<lb break="no"/>tischen Kommission kam dann die Diskussion auf die Fleischpreise<lb/>
im Hinblick auf die letzten Lohnerhöhungen, die 16 Monate Zeitraum<lb/>
umfassten und 11.5 % ausmachen. Die Arbeiterkammer bestritt ganz ent<lb break="no"/>schieden, dass deshalb Fleischpreiserhöhungen notwendig sind, nicht<lb/>
zuletzt weil erst vor 8 Monaten eine Fleischpreiserhöhung erfolgte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_17">Gott sei Dank ist es mir gelungen diese Fleischpreise an die<lb/>
Länder zu delegieren, womit ich aus diesem Streit heraus bin.<lb/>
Bei der zukünftigen Milchpreisfestsetzung hat <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> verlangt, dass<lb/>
im Zusammenhang mit der Freigabe für Regelung der Angestelltengehälter<lb/>
im Handel und der Transportarbeiter, die perzentuellen Spannen für<lb/>
sozial kalkulierte Produkte erhöht werden müssen. Ich habe auch dort<lb/>
von seiner Vorsprache berichtet und wiederholt, dass ich nur beab<lb break="no"/>sichtige für die Milch die Verbraucherpreise um 1.20 Schilling<lb/>
wie die Regierung beschlossen hat zu erhöhen und alles andere dem<lb/>
Markt überlassen werde. Ich erklärte aber, dass die Arbeiterkammer<lb/>
und der Gewerkschaftsbund dieser Idee bis jetzt nicht zugestimmt<lb/>
haben. Anschliessend habe ich <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> auf diese Frage ganz be<lb break="no"/>sonders aufmerksam gemacht und ihm auseinandergesetzt, wie sehr die<lb/>
Handelskammer auf eine Preisregelung jetzt drängt. <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> sieht<lb/>
dies ein und wird mit seinen Kollegen noch einmal über dieses Problem<lb/>
eingehend sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_18">Bei der Festveranstaltung für 25 Jahre Kleider-Bauer und Überreichung<lb/>
des Staatswappens hat der Besitzer Dr. <rs type="person" ref="#per__131015">Bellinger</rs> im Konzept dargelegt -<lb/>
eine gute weltumspannende Einkaufsorganisation, Österreich als Anhang<lb/>
für seine Käufer auch für <choice><choice><sic>Dickhof</sic><corr>Dieckhoff?</corr></choice></choice>, Gesamtumsatz 2.5 Mia. Schilling,<lb/>
wovon Österreich ca. 720 hat. Zweitens die Marketing-Strategie, denn<lb/>
Verkauf ist heute wichtiger als produzieren und drittens die Information<lb/>
über die EDV, nicht um die Buchhaltung zu machen, sondern um Sofort<lb break="no"/>entscheidungen insbesondere für den Einkauf zu ermöglichen. Er rechnet<lb/>
nicht mit einem permanenten Mehrkonsum und hat jetzt einen Verdrängungs<lb break="no"/>wettbewerb, z.B. Auto die mehr gekauft werden als Kleider. Wirklich<lb/>
interessant waren dann aber die Ausführungen von <rs type="person" ref="#per__125560">Wolff von Amerongen</rs>, der<lb/>
ebenso wie ich ständig fürchtet, dass Importrestriktionen von den<lb/>
<choice><choice><sic>eutopaschwächeren</sic><corr>?</corr></choice></choice> Industrieländern wie England, Frankreich, insbesondere<lb/>
aber Italien verlangt werden. Er sei nach wie vor für die welt<lb break="no"/>weite Konkurrenz und für die liberale Handelspolitik. Ich machte<lb/>
<rs type="person" ref="#per__125560">Amerongen</rs> dann im kleineren Kreis darauf aufmerksam, dass die deutschen<lb/>
Unternehmer aber jetzt zu unfairen Methoden mit Importen aus Billig<lb break="no"/>ländern und Lieferung von dieser Ware dann nach Österreich mit falschen<lb/>
Ursprungszeugnissen übergeht. Er wird sich in Deutschland dann dafür<lb/>
einsetzen, dass diese Praktiken abgestellt werden. In Österreich<lb/>
sagte er wurde die Mehrwertsteuer von 16 auf 18 % erhöht, gleich<lb break="no"/>zeitig aber als Kompensation eine Zollsenkung im Zuge des EG-Abkommens.<lb/>
In Deutschland will man jetzt die Mehrwertsteuer von 11 auf 13 % erhöhen<lb/>
und wird keine Kompensation geben können. <rs type="person" ref="#per__125560">Amerongen</rs> sprach sich<lb/>
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weil dies nur dazu führt, dass unter einem Glassturzunternehmer<lb/>
dann in ihrer Existenz aufrechterhalten werden, die keine Überlebens<lb break="no"/>chance haben. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> kam nach ihm zu sprechen und hatte grosse<lb/>
Schwierigkeiten sich gegen diese eindeutigen Aussagen, die <rs type="person" ref="#per__125560">Amerongen</rs><lb/>
immer mit der Phrase, mein lieber Freund <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, einleitete, zu<lb/>
behaupten. Geschickt ist <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> aber insoferne ausgewichen, als<lb/>
er dann auf die Tränentour meinte, wenn er so vom Ausland zurückkommt,<lb/>
Österreich mit den Augen dieser Auslandstour betrachtet, d.h. indirekt<lb/>
ohne dass er es sagte, mit anderen Ländern vergleicht, dann dankt er<lb/>
dem lieben Gott still und leise, dass er ein österreichischer Unter<lb break="no"/>nehmer sein darf und in diesem Land lebt. Natürlich brachte ihm dieses<lb/>
Bekenntnis lang anhaltenden Beifall ein. Der Vorteil des Protokolls<lb/>
gab mir wieder einmal zum Schluss das Wort und ich konnte insbesondere<lb/>
auf die verschiedenen Stellungnahmen der deutschen Wirtschaft und<lb/>
der österreichischen und insbesondere deren Vertreter eingehen. Ein<lb/>
paar Wiener Schmähs aufgeputzt, hat man es insbesondere leicht, auf die<lb/>
deutschen Gäste einen ganz guten Eindruck zu machen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_19">Bei Tisch hatte ich dann Gelegenheit neben <rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs> zu sitzen und diesen<lb/>
insbesondere auf die Entwicklung der Lieferungen Elins für Alten<lb break="no"/>wörth anzusprechen. Er selbst ist sehr erschüttert und meint, jetzt wo<lb/>
die Elin endlich aus den roten Zahlen herauskommt, passiert so etwas.<lb/>
Er selbst weiss auch noch nicht genau, wie dies passieren konnte und<lb/>
hofft nur so wie ich, dass dies nicht allzugrosse Auswirkungen auf<lb/>
die Exporttätigkeit der Elin hat. Dies ist auch der Grund, warum<lb/>
ich schon vor längerer Zeit mir überlegt habe, dass wir diesen Schaden<lb/>
nicht sehr gross aufziehen können. Gedeckt wird die Reparatur jetzt<lb/>
von der Versicherung, allerdings nicht mehr für die Generatoren, die<lb/>
jetzt eingebaut werden, wenn dort etwas passiert Er sprach mich auch<lb/>
über die Kündigung von Verbund-Generaldirektor <rs type="person" ref="#per__112012">Arthold</rs> an und meinte, ich sollte<lb/>
mich um ein Kompromiss bemühen. Genau ein solches erklärte ich ihm,<lb/>
habe ich auch mit <rs type="person" ref="#per__112215">Weiss</rs> derzeit besprochen. Er stimmte mir zu, dass eine<lb/>
Reorganisation dringendst notwendig ist. <rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs> meinte allen Ernstes, in<lb/>
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über die tatsächlichen Ziffern, die das 6-fache betragen, sehr erschüttert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band33_1976-11-03_20">Mit <rs type="person" ref="#per__125560">Amerongen</rs> kamen wir dann bei Tisch auch über die Repräsentationskosten<lb/>
zu sprechen. Er schätzte, dass ich Millionenbeträge dafür zur Verfügung<lb/>
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sogenannten unabhängigen Zeitungen auch die des Kuriers, dessen<lb/>
Herausgeber ja die Industriellenvereinigung ist, sehr erschüttert.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs> selbst versuchte sich sofort abzuputzen und meinte, er hätte diese<lb/>
Kampagne nie mitgemacht. Er versuchte überhaupt den Eindruck zu er<lb break="no"/>wecken, dass er sich von dieser Haxlbeisserei distanziert. Er erklärte<lb/>
mir z.B., als Abg. <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> ihm einmal angerufen hat und erklärte, man<lb/>
wird jetzt das Entfernen von <rs type="person" ref="#per__145738">Preinfalk</rs> aus der Elin im Parlament<lb/>
zur Sprache bringen, so abgebogen hat, dass er <rs type="person" ref="#per__111410">König</rs> erklärte, dann<lb/>
würde er sich die Todfeindschaft von <rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs> damit einwirtschaften.<lb/>
Reorganisationen sind notwendig, unabhängig welcher Parteirichtung<lb/>
Mächtemanager? angehören, müssen sie entfernt werden. Dies hat mir<lb/>
sehr gepasst, im Hinblick auf die Diskussion wegen <rs type="person" ref="#per__112012">Arthold</rs>. Wenn<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs> nämlich sagt, 5 % Personaltangente wären richtig, oder besser<lb/>
gesagt anzustreben, und werden das Sechsfache, dann muss der für das Per<lb break="no"/>sonal zuständige Direktor – und das ist <rs type="person" ref="#per__112012">Arthold</rs> – versagt haben. Genau<lb/>
dasselbe behaupten auch unsere Genossen in der Verbund. Ich glaube die<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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                  unsicher, es findet sich Lissbauer und Lißbauer]</occupation>
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               <occupation>stv. GD Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Thalhammer, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Thalhammer</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>SPÖ-NR-Abg.</occupation>
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               <persName type="label">Mücke, A</persName>
               <persName><surname>Mücke</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Hoteltreuhand</occupation>
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               <persName type="label">Kraft, Hermann</persName>
               <persName><surname>Kraft</surname><forename>Hermann</forename></persName>
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               <persName type="label">Weiß, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Weiß</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>ehem. ÖVP-Verkehrsminister, Präs. Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Amerongen, Otto Wolff von</persName>
               <persName><surname>Amerongen</surname><forename>Otto Wolff von</forename></persName>
               <occupation>dt. Unternehmer</occupation>
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               <persName type="label">Oppitz, Werner</persName>
               <persName><surname>Oppitz</surname><forename>Werner</forename></persName>
               <occupation>Fremdensverkehrsdirektor Sbg.</occupation>
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