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            <title type="main">Montag, der 11. Oktober 1976</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band32_1976-10-11</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_01">Montag, 11. Oktober 1976<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_02">Dies wäre der tollste Tag meines ansonsten auch nicht sehr<lb/>
ruhigen Ministerlebens geworden. Zum Glück ist <rs type="person" ref="#per__145584">Sir Christopher<lb/>
Soames</rs> erkrankt, weshalb es überhaupt erst möglich wurde, das<lb/>
Programm einigermassen abzuwickeln. Beim Jour fixe hatte ich <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs>, <rs type="person" ref="#per__97819">Pleschiutschnig</rs>, <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__113032">Reiger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und <rs type="person" ref="#per__114537">Oder</rs><lb/>
zugezogen, um jetzt endlich das Problem der Repräsentationskosten<lb/>
zu lösen. Ich erklärte, ohne dass ich es allerdings beweisen<lb/>
konnte, die Handelskammer hätte uns noch für 1975 270.000 S zu<lb/>
refundieren gehabt, jetzt ist das Jahr 1975 schon abgeschlossen,<lb/>
und ich habe sozusagen ein geistiges Guthaben, das nie mehr<lb/>
effektiv ausgeglichen werden kann. Dadurch habe ich die Reprä<lb break="no"/>sentationskosten 1975 um 47.000 S überzogen. Das Ganze macht mir<lb/>
eigentlich weniger, es wird früher oder später die Repräsentations<lb break="no"/>vergütungsdiskussion Handelskammer – Handelsministerium beginnen.<lb/>
Ich kann dann darauf hinweisen, dass keinesfalls die Handelskammer<lb/>
alles bezahlt, ja nicht einmal das bezahlt hat, was sie eigentlich<lb/>
sich verpflichtet hatte. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> erwiderte allerdings mit Recht<lb/>
dann hätte man ihm alles vorlegen müssen, was <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> sagte, er<lb/>
hat es nicht getan, weil er immer angenommen hat, es handelt sich<lb/>
immer nur um ein Essen pro Besuch und nicht wie <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> sofort<lb/>
jetzt zugab, um alle Essen des Gastes. Bei Gastgeschenken sind<lb/>
sie nicht bereit, es mir in natura zu geben sondern wir müssen<lb/>
es selbst kaufen und sie refundieren. Die Handelsdelegierten und<lb/>
der im Hause zuständige Referent wird <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> resp. <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs>, der für<lb/>
den Aussenhandel zuständig ist bei mir, diesbezügliche Vorschläge<lb/>
machen. Ich habe <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> vor allen dort neuerdings erklärt, dass<lb/>
ich in Hinkunft jede Repräsentation, die über 1.000 S hinausgeht<lb/>
vorgelegt bekommen muss.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Halte die Aussprache insbesondere aber die<lb/>
1.000-S-Vereinbarung schriftlich fest.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_04">Über den Brief hat dann ohne <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und mir die Kollegen<lb/>
in kürzester Zeit, wie mir <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> berichtete, ein Einvernehmen erzielt.<lb/>
Ich hoffe, dass jetzt alles besser funktioniert und ich mich um<lb/>
diese Probleme nicht mehr kümmern, vor allem nicht mehr ärgern muss.<lb/>
Über die Repräsentationskosten wird es sowieso noch sehr viel Streit<lb/>
geben, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat bei der Ministerratsvorbesprechung wieder dieses<lb/>
Problem angeschnitten und meint, er wird jetzt mit allen ihm zur Ver<lb break="no"/><pb n="32-1126" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band32/32_1976-10-11_1126.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>fügung stehenden Mitteln zurückschlagen. Der Wirtschaftsbund<lb/>
erhält von der Wiener Kammer 12 Mill., von der Bundeskammer<lb/>
12 Mill. finanziert damit die Presse, dies geht alles deshalb<lb/>
weil der Freie Wirtschaftsverband Schweigegeld erhält. Die<lb/>
Arbeiterkammer hat keine Möglichkeit oder solange zumindestens<lb/>
ich dort Direktor war, wurde direkt die Partei nicht unterstützt.<lb/>
Ich bin sehr froh, dass es mir noch geglückt ist bevor diese<lb/>
Diskussion ausgebrochen ist, die gesetzliche Regelung durch<lb/>
die Novelle des Aussenhandelsförderungsgesetzes zu erreichen.<lb/>
Jetzt wäre dies wahrscheinlich kaum mehr möglich. Sollte es hart<lb/>
auf hart gehen, dann werde ich ganz einfach meine Tätigkeit mit<lb/>
den Reisen einstellen und gleichzeitig auch alle Einladungen nicht<lb/>
nur auf ein Minimum festlegen sondern vielleicht z.B. wirklich<lb/>
die Gemischten Kommissionen mit ihren jährlichen Treffen durch<lb/>
Änderung der Verträge herbeiführen. Im Zuge dieser jetzt laufenden<lb/>
Diskussion sollten wir überhaupt beginnen und überlegen, wie wir von<lb/>
dieser Automatik Jahr für Jahr die ganzen sinnlosen oder wenig<lb/>
sinnvollen Kommissionen zusammenzukommen, <choice><choice><sic>zu ändern</sic><corr>wegkommen</corr></choice></choice>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_05"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> fragte mich, ob für die Gewerbeexportförderung ein<lb/>
gewisser Prokurist <rs type="person" ref="#per__145588">Kraus</rs> bei mir vorsprechen wollte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Ist Dir etwas bekannt? <add>Brief v. 18.10.</add><lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_07">Wegen des rumänischen Wunsches und der Formulierung, dass wir<lb/>
die Zölle bis Jahresende konkret überprüfen werden, beschwerte<lb/>
sich <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, aber vor allem <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, das sogar <rs type="person" ref="#per__97474">Gleissner</rs> dazu<lb/>
rief, bei mir, <rs type="person" ref="#per__97474">Gleissner</rs> meint, dies mit Recht, dass wenn die<lb/>
Rumänen, die jetzt schon eine Zollpräferenz von 50 % haben, weitere<lb/>
verlangen, dann werden wir dies weltweit geben müssen und die<lb/>
Ungarn z.B. dann gleichstellen den Rumänen und ihre Konkurrenz<lb/>
dadurch nur vergrössern. Die Formulierung war dieselbe wie beim<lb/>
Staatsbesuch der Tschechen und meiner Meinung nach gar nicht so ge<lb break="no"/>fährlich, wie die Handelskammer es darstellen will. Das Zoll<lb break="no"/>problem spielt überall eine Rolle und <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> von der DDR hat<lb/>
es mit 80 Mill. S Belastung für die DDR durch die Zolldiskrimi<lb break="no"/>nierung – wie er sich ausdrückte – errechnet.<lb/>
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welchem die Handelskammer allerdings auch zustimmen müsste,<lb/>
finden.<lb/>
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Komm.Rat <rs type="person" ref="#per__145589">Falkner</rs>, einen Viehhändler aus Tirol, aufzunehmen.<lb/>
Ich erklärte ihm, dass ich dies nicht könne, weil die Delegations<lb break="no"/>liste bereits vom Ministerrat beschlossen und den Libyern bekannt<lb/>
ist. Ich handhabe es aber immer so, dass ich alle zur selben Zeit<lb/>
in einem ausländischen Staat anwesenden Firmenvertreter kontaktiere<lb/>
und ihre Probleme dort mit ihnen bespreche.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> verbinden, damit ich ihn<lb/>
informieren kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_11">Die Eröffnung der europäischen Regionaltouristenorganisations<lb break="no"/>konferenz mit immerhin 60 Teilnehmern verlief programmgemäss. Ich<lb/>
konnte als erster reden und sofort wieder nachdem ich die<lb/>
englische Ansprache herumgelesen hatte, verschwinden. Das von<lb/>
mir gegebene Mittagessen im Hotel de France für die Dele<lb break="no"/>gierten habe ich gegen das von <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> tauschen müssen, letzterer<lb/>
ist mir viel wichtiger. Ich bin aber dort dann doch ganz kurz er<lb break="no"/>schienen, habe sie begrüsst und damit glaube ich meiner Hausherren<lb break="no"/>pflicht nachgekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_12">Bei der Arbeitssitzung der ökonom. Konferenz Fremdenverkehr erzählte<lb/>
man mir, dass <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> überall jetzt sich sehr in den Vordergrund<lb/>
arbeitet. <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> ist ein tüchtiger Beamter, der natürlich die Gelegen<lb break="no"/>heit nützt, seine Beziehungen zur Handelskammer ständig aufzubauen.<lb/>
Dadurch erscheint jetzt in der Handelskammer, d.h. in deren Organi<lb break="no"/>sationen der Eindruck, er macht den Fremdenverkehr allein. Dies<lb/>
ärgert wieder unsere Genossen, mich allerdings wesentlich weniger,<lb/>
um nicht zu sagen, gar nicht. Ungeschickt von <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> ist es nur,<lb/>
wenn er erklärt, er hätte den Städtetourismus erfunden, entriert<lb/>
und jetzt entsprechend unterstützt. Derzeit können wir einen Aufschwung<lb/>
im Städtetourismus, insbesondere in Wien feststellen. Ich kann natür<lb break="no"/>lich schwer beurteilen, ob der Städtetourismus von der ÖFVW – <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> –<lb/>
vielleicht sogar vom Wiener Vertreter Dr. <rs type="person" ref="#per__114709">Krebs</rs> oder tatsächlich von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> entdeckt wurde. Wahrscheinlich ist es eine Gemeinschafts<lb break="no"/>arbeit von allen gewesen. Durch den Österr. Fremdenverkehrstag in Eisen<lb break="no"/>stadt wird es möglich sein, die <choice><choice><sic>Fremdneverkehrsgilität</sic><corr>Fremdenverkehrsagilität???</corr></choice></choice>, so hoffe ich,<lb/>
in eine richtige Bahn zu lenken. Mir schwebt vor, dass wir wieder<lb/>
mehr als Handelsministerium über die ÖFVW in Erscheinung treten sollten<lb/>
Das Arbeitspapier über die Wünsche der Sozialisten zum Fremdenver<lb break="no"/>kehr wurde einvernehmlich genehmigt, wobei ein eigener Punkt für<lb/>
<pb n="32-1128" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band32/32_1976-10-11_1128.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Städtetourismus auf Wunsch von Dr. <rs type="person" ref="#per__114709">Krebs</rs> aufgenommen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_13">Bei der Eröffnung der Damenmodewoche und in der anschliessenden<lb/>
Pressekonferenz erörterte ich den Antrag des Handelsministeriums<lb/>
bei den deutschen Besprechungen wegen Überprüfung der 50 Fälle<lb/>
Ursprungszeugnis-Verfälschung. Angeblich wurden deshalb schon<lb/>
einige Einfuhren zur Damenmodewoche nicht mehr getätigt. Der<lb/>
Zustand, dass Fernost-Ware über Westdeutschland mit Ursprungszeugnis<lb/>
von der BRD nach Österreich kommt ist tatsächlich unhaltbar.<lb/>
Ich hoffe, dass die deutsche Gründlichkeit dies abstellen kann<lb/>
und diese Kanäle eine unfairen Wettbewerbs stopft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_14">In der Pressekonferenz forderte ich auch als Folge der stundenlangen<lb/>
Fernsehreihe die Familie Semmeling und die darin enthaltenen<lb/>
Angriffe gegen den österr. Fremdenverkehr, dass wir unverzüglich die<lb/>
Beschwerdestelle für Hotels, Pensionen und Restaurants errichten soll<lb break="no"/>ten. Da die Länder in der Vergangenheit immer wieder auf ihre<lb/>
Kompetenz pochend eine solche Regelung zentral abgelehnt haben,<lb/>
möchte ich beim Österr. Fremdenverkehrstag, entweder, dass jedes<lb/>
Land jetzt eine solche Beschwerdestelle errichtet, oder wir doch<lb/>
ermächtigt werden, zentral eine solche zu machen, wie wir dies<lb/>
erfolgreich bei den Reisebüros vor Jahren schon installiert haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_15">Zum Glück hatte ich Gelegenheit und Zeit genug, indem ich vom Mittag<lb break="no"/>essen mit <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> weggelaufen bin, die Ausstellung der Sowjets über wis<lb break="no"/>senschaftlich-technische Tage in Wien vor der Eröffnung zu besich<lb break="no"/>tigen. Ich war über die ausgestellte Methode, ja überhaupt über<lb/>
die gesamte Ausstellung und die Projekte, die sie zeigten sehr<lb/>
überrascht. Dies ist eine wirklich gigantische Darstellung des<lb/>
sowjetischen Könnens und ich habe bei meiner Eröffnungsansprache<lb/>
dies auch entsprechend unterstrichen. Insbesondere interessierte<lb/>
mich natürlich ihre Nuklear-Technik und ihre Atomkraftwerke, die<lb/>
sie mir freimütigst nicht nur erklärten sondern sogar auch Prospekte<lb/>
in deutsch gaben. Was mich sehr ärgerte war, dass vom Rundfunk und<lb/>
Fernsehen überhaupt niemand anwesend war. Dass die Sowjets nicht<lb/>
verstehen, diese Institution für ihre Ausstellung zu gewinnen, ist<lb/>
mir noch einigermassen erklärlich, dass wir aber keine Möglichkeit<lb/>
haben, das Fernsehen vorher dafür zu informieren und zu gewinnen,<lb/>
lasse ich nicht durch. Hier liegt ein glattes Versagen der Handels<lb break="no"/>kammer aber auch von uns selbst vor.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Wie ist so etwas möglich?<lb/>
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            <pb n="32-1129" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band32/32_1976-10-11_1129.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_17">Das Gespräch mit der DDR-Delegation verlief nicht nur freund<lb break="no"/>schaftlich, sondern war trotz der Kürze sehr zielstrebig. <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs><lb/>
bestätigte offiziell, dass von 350 Mill. Mark Aufträge dieses<lb/>
Jahr bis 30.9. 240 bereits effektuiert sind. Dadurch wird<lb/>
unser Export um 10 % heuer stärker sein als im Vorjahr. Aller<lb break="no"/>dings werden wir um 16 % mehr aus der DDR auch importieren, was<lb/>
notwendig ist. weil wir ja im Vorjahr fast 2 Mia. exportiert und<lb/>
nur für 1,2 Mia. S importiert haben. Die VÖEST hat Auftragsanfragen<lb/>
für 7,2 Mia. S. Mit Linz-Chemie soll jetzt ein Rahmenvertrag ge<lb break="no"/>schlossen werden und auch für die Konsumgüterindustrie der<lb/>
Besuch bei der Schuhfabrik Oswald soll dies dokumentieren, wird<lb/>
mehr geschehen. Da ich am nächsten Tag sowieso nach Linz fahren<lb/>
muss, habe ich mir vorgenommen, bei der Linz-Chemie-Vertragsunter<lb break="no"/>zeichnung und insbesondere Besuch der Schuhfabrik Oswald<lb/>
anwesend zu sein. Die Ostdeutschen waren, wie ich bei dem<lb/>
Mittagessen schon feststellen konnte, über unsere Aktivitäten<lb/>
Kohle-Abbau an der ungarischen Grenze ein wenig irritiert.<lb/>
Sie haben auf dem Sektor des Braunkohlenabbaues grosse Erfah<lb break="no"/>rungen und möchten sich sehr gerne mit den Ungarn gemeinsam<lb/>
mit Österreich einschalten. Dagegen ist gar nichts einzuwenden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> hat mit <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> vereinbart, dass sie jetzt eine technisch-<lb/>
wissenschaftliche Zusammenarbeit auf dem Braunkohlensektor<lb/>
auf dem Sektor der Atomsicherheit, des Wasserschutzes und<lb/>
Arbeitsintensität machen werden. Die letzten beiden Probleme<lb/>
sind für mich uninteressant, an dem Braunkohlensymposium resp.<lb/>
Atomsicherheit bin ich sehr interessiert, wie ich <rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> erklärte.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97343">Beil</rs> meinte auch, er wird bei dieser Braunkohlenstudien-Tagung<lb/>
einen Geologen mitschicken, der ihre Erfahrungen Österreich<lb/>
expliziert. Die DDR macht derzeit nur halb so viele Probebohrungen,<lb/>
weil sie durch Infrarot-Aufnahmen bereits jetzt die Kohlenfelder<lb/>
ziemlich sicher eingrenzen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> auf diese Möglichkeit<lb/>
aufmerksam machen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_19">Die Eröffnung der IFCATI-Baumwollspinner, hatte ich angenommen,<lb/>
wird in Englisch sein, in Wirklichkeit wurde dort auch deutsch<lb/>
gesprochen. Ich musste deshalb eine bessere als die sehr<lb/>
nichtssagende Begrüssungsansprache in Englisch, d.h. ein inhalts<lb break="no"/>reichere Rede aus dem Stegreif sprechen. Ich verwies auf die<lb/>
Schwierigkeiten der Textilindustrie, insbesondere auf die inter<lb break="no"/>nationalen und nationalen Probleme, ich unterstrich, dass nicht<lb/>
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die Unternehmer sich selbst entsprechende Aktivitäten und Vor<lb break="no"/>schläge zurechtlegen müssen. Das Handelsministerium ist an ihrer<lb/>
Tagung und dem Ergebnis dieser Tagung sehr interessiert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_20">Zur ÖGB-Fraktion kam ich leider schon zu spät, sie<lb/>
war sehr kurz und daher schon aus. Mit <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> und <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs>, die sich<lb/>
dafür sehr interessierten, konnte ich die Serienbruchfrage<lb/>
von Altenwörth besprechen. Beide sind der Meinung, dass es sich<lb/>
hier um einen Montagefehler handeln muss. Durch Millimeter un<lb break="no"/>runden Lauf werden Kräfte frei, die den <choice><choice><sic>LRuch</sic><corr>Bruch?</corr></choice></choice> herbeigeführt haben<lb/>
<choice><choice><sic>könne</sic><corr>könnten?</corr></choice></choice>. Ich kann mir als Laie und Nichtmetallarbeiter dies aller<lb break="no"/>dings nicht vorstellen. Dies könnte bei einem oder anderen der<lb/>
Fall sein, aber nicht gleich bei allen Anlagen mit Ausnahme von<lb/>
<choice><choice><sic>Dretner</sic><corr>?</corr></choice></choice> und <choice><choice><sic>Sinber</sic><corr>?</corr></choice></choice>, die jetzt noch laufen. Eher tippe ich auf<lb/>
einen Konstruktionsfehler.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte halte dich ständig am laufenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_22">In der Ministerratsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mit Recht darauf<lb/>
verwiesen, dass <rs type="person" ref="#per__116692">Steinbauer</rs> sich entgegen der Ankündigung, er<lb/>
wird sich wegen Watergate-Beleidigung entschuldigen, dies nicht<lb/>
macht. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> berichtet, dass <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> genau weiss, welchen Fehler<lb/>
<rs type="person" ref="#per__116692">Steinbauer</rs> gemacht hat und versucht, irgendwie dies beizulegen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sagt, wir haben damals bei der Schiebungsbeschuldigung<lb/>
auch nicht nachgegeben, sondern die gesamte Regierung hat diese<lb/>
Behauptung entsprechend zurückgewiesen. Jetzt müsste dasselbe bei<lb/>
Watergate sein, da ja letzten Endes sich es hier wirklich um<lb/>
eine Beleidigung der Regierung – Methode und der ganzen Partei<lb/>
handelt. In personeller Hinsicht soll jetzt der ÖVP von niemandem<lb/>
ein Zugeständnis gemacht werden. Da ich sowieso nicht die Absicht<lb/>
habe, mit der ÖVP Personalpolitik gemeinsam zu machen, berührt<lb/>
mich dieses Problem nicht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_23"><rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> berichtete, dass jetzt <rs type="person" ref="#per__134290">Gasperschitz</rs> und <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> wieder wegen<lb/>
Ausschreibung leitender Posten usw. Organisationsänderungen seit<lb/>
1970 an alle Minister eine Anfrage gerichtet haben. Er wird sie<lb/>
koordinieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte alles an <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> schicken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_25"><rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> hat auch darauf hingewiesen, dass jetzt im Handels<lb break="no"/>ministerium die Personalvertretung in die Bewerber-Unterlagen<lb/>
wünscht. Dies wird von allen Ministern abzulehnen sein. Auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> wird hier als Koordinator bestimmt. Dr. <rs type="person" ref="#per__112948">Degischer</rs> hat<lb/>
mich bereits angerufen und gefragt, wann er die schriftliche Ab<lb break="no"/>lehnung bekommen kann, die ich ihm ankündigte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte den Brief, keinen Bescheid, mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> besprechen und endlich <rs type="person" ref="#per__112948">Degischer</rs> geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_27">Über die Pokal-Verteilung kam es zu einer längeren Diskussion,<lb/>
da viele Stellen sich gleichzeitig an mehrere Minister wenden.<lb/>
Ich schlug vor, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> soll namens der Bundesregierung jeweils<lb/>
nur einen schicken. Dies wurde zwar nicht akzeptiert, doch wird<lb/>
jetzt im BKA eine Zentralstelle errichtet, wo festgelegt wird,<lb/>
wer von den vielen Ansuchen einen Pokal eben soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_28">Die Diskussion über die Abschaffung des Religionsunterrichtes<lb/>
ist nach einhelliger Auffassung von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> und wahr<lb break="no"/>scheinlich auch allen Regierungsmitgliedern vollkommen sinnlos<lb/>
und richtet sich nur gegen die Intentionen <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> und der<lb/>
Regierung. Zur Änderung wäre eine Schulgesetznovelle mit 2/3-Mehrheit<lb/>
notwendig und die internationalen Verträge müssten auch gekündigt<lb/>
werden. Beides ist vollkommen unmöglich und daher die von der SJ<lb/>
Wien vom Zaun gebrochene Diskussion nur eine Aufhänger für die<lb/>
Religionsfeindlichkeit der Partei. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> sagte, man suche ja<lb/>
mit Gewalt einen Konflikt zwischen Kirche und Regierung. Dies<lb/>
gilt sozusagen von unseren extrem Linken als auch von den<lb/>
Rechten innerhalb der ÖVP und teilweise auch der katholischen<lb/>
Kirche. Jetzt haben wir ihnen diesen Gefallen gemacht. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
war mit Recht darüber sehr verärgert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_29">Ein weiteres Problem ist, dass wir keinerlei Selbstkontrolle der<lb/>
Presse haben, wie das Raketenbeispiel zeigt. In Schweden oder Gross<lb break="no"/>britannien hätten es die Massenmedien verschwiegen, da es ja eindeutig<lb/>
zu Schwierigkeiten mit den Russen führen kann. <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> berichtete,<lb/>
dass die Militärattaché der Sowjetunion sich bereits bei ihm<lb/>
resp. bei einem General angesagt hat. Wir hatten 1959/60 aus der<lb/>
CSSR 13 cm-Werfer auf Raketenbasis gekauft. Dagegen haben die Russen<lb/>
nichts eingewendet und selbstverständlich davon gewusst. Mit der<lb/>
Saab wurden 7,5-cm-Raketen 1966/67 mitgeliefert. Wir sind überzeugt,<lb/>
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dass wir immer wieder versuchten, z.B. beim Besuch <rs type="person" ref="#per__145598">Malinowskis</rs> bei<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110924">Prader</rs> dieses Problem unter sechs Augen zu lösen. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> hat eine<lb/>
diesbezügliche Information dem Aussenministerium damals schon zur<lb/>
Verfügung gestellt. <rs type="person" ref="#per__145598">Malinowski</rs> hat eindeutig Boden-Luft- oder Luft-Luft<lb break="no"/>Raketen als Angriffswaffen abgelehnt. Gegen die Raketenwerfer hat er<lb/>
allerdings nichts eingewendet, weil es sich hier um Verteidigungswaffen<lb/>
handelt. Ein unleidiges Problem, für das ich Gott sei Dank weder<lb/>
zuständig bin, noch mir den Kopf darüber zerbrechen möchte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_30">Der Rechnungshof hat wieder einmal eine Königsidee. Er hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> vor<lb break="no"/>geschlagen, man soll wie in Deutschland die Dienstwagenausgaben dadurch<lb/>
beschränken, dass die Minister bis maximal 260.000 S Autos anschaffen<lb/>
sollen. Nur der Bundespräsident, der Bundeskanzler und der National<lb break="no"/>ratspräsident sollen von dieser Grenze ausgenommen sein. Für mich<lb/>
wäre diese Grenze überhaupt kein Problem, denn ich habe seit eh und<lb/>
je nur billigere Wagen gekauft. Ich bin sehr gespannt, was aus dieser<lb/>
Überlegung herauskommen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_31">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte halte Dich auf dem laufenden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_32">Staatssekr. <rs type="person" ref="#per__97614">Karl</rs> berichtete, dass die Landeshauptleute resp. Stellvertre<lb break="no"/>ter der SPÖ eine bessere Information wünschen. Erstens sollen wichtige<lb/>
Vorhaben und Gesetzentwürfe fraktionell mit den Landesparteiobmänner<lb/>
besprochen werden. Besonders beschwert haben sie sich, dass sie vom<lb/>
Energiesicherung. Umweltschutz und Finanzausgleich nichts wussten.<lb/>
Die Landesparteiobmänner wünschen eine Aufstellung der Gesetzentwürfe,<lb/>
die in die Begutachtung gehen. Drittens<add>["Zweitens" fehlt, Anm.]</add> die parlamentarischen Anfragen,<lb/>
wenn sie Länder betreffen oder auch generell sind, sollten ihnen bekannt<lb break="no"/>gegeben werden. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> handelt dies so, dass er die schriftlichen An<lb break="no"/>fragen und die Antworten ihnen zur Verfügung stellt. Viertens: Die<lb/>
Ressortberichte sollten, wenn sie Länder betreffen, den Ländern<lb/>
übermittelt werden, <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> und <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> haben dies gemacht, der Leistungs<lb break="no"/>katalog, den wir dem Zentralsekretariat gegeben haben, müsste allerdings<lb/>
genügen. Fünftens: Die Korrespondenzen mit den Landeshauptleuten<lb/>
sollten auch die Landeshauptleutestellvertreter bekommen, etwas was<lb/>
eigentlich schon seit Jahren in den Büros gehandhabt werden soll.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97891">Salcher</rs> hat darüber hinaus noch verlangt, dsss wenn Ministerbesuche im<lb/>
Land sind, die Parteiobmänner verständigt werden. Auch Wünsche, die man<lb/>
dem Landeshauptmann erfüllt, soll man immer unter dem Hinweis auf den<lb/>
LH-Stv. abwickeln. Absichten des Bundesministers, auf Wunsch der Länder<lb/>
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Unbedenkliche Interventionen müsste man ernst nehmen, denn für die<lb/>
Länder sei jede Aktivität von Bedeutung. Minister-Aufenthalte sollten<lb/>
dazu benützt werden, um die Landesregierungsmitglieder, die der SPÖ<lb/>
angehören, zu verständigen, das muss allerdings der Landespartei<lb break="no"/>obmann dann tun, und entsprechend herauszustreichen. Als letztes<lb/>
sollen noch Beamtenzusagen, die Landesvertreter gegeben werden und<lb/>
von denen die SPÖ-Mitglieder nie etwas erfahren durch Aktenvermerke<lb/>
den Landesparteiobmänner zur Kenntnis kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-11_33">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte versuche mit <rs type="person" ref="#per__114508">Tieber</rs> eine entsprechende<lb/>
Praxis einzurichten.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Zolles, Helmut</persName>
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               <occupation>Direktor ÖFVW</occupation>
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               <persName type="label">Karl, Elfriede</persName>
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               <occupation>Sts.</occupation>
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               <persName type="label">Sekanina, Karl</persName>
               <persName><surname>Sekanina</surname><forename>Karl</forename></persName>
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               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName type="label">Salcher, Herbert</persName>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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