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            <title type="main">Samstag, der  9. Oktober 1976</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
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                  <idno type="signature">Band32_1976-10-09</idno>
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            <date when="1976-10-09">Samstag, 9. Oktober 1976</date>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-09_01">Samstag, 9. Oktober 1976<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-09_02">Nachdem ich den Bericht über den Bruch in den Maschinen von Alten<lb break="no"/>wörth gelesen hatte, wollte ich mir unbedingt einmal in der Praxis<lb/>
die Montage und vor allem einmal den Schaden besichtigen. Zu meiner<lb/>
grössten Verwunderung war am frühen Nachmittag kein Ingenieur mehr<lb/>
anwesend. Ich brauchte allerdings keinen, da ich sofort Kontakt mit den<lb/>
Arbeitern von Elin aufnahm. Diese wollten natürlich auch vorerst<lb/>
einen Ingenieur finden, waren dann aber bereit, mir alles zu zeigen.<lb/>
Nachdem wir sehr kompliziert in den Generator hineingekrochen sind,<lb/>
musste ich zu meiner Überraschung feststellen, dass die Haarrisse<lb/>
ich wahrscheinlich, wenn man mich nicht besonders darauf aufmerksam<lb/>
gemacht hätte, gar nicht entdeckt hätte. Allen ist unerklärlich,<lb/>
wieso gerade die dritte Maschine noch läuft und keinen Bruch hat,<lb/>
obwohl sie aus derselben Serie stammt wie die erste und die zweite.<lb/>
Alle drei Maschinen haben genau dieselbe lange Laufdauer, seit April,<lb/>
niemand kann sich den Bruch erklären, alle sind allerdings überzeugt,<lb/>
dass es jetzt wieder bei Elin hängen bleibt. Materialfehler kann es<lb/>
nicht sein, denn es handelt sich ja fest um Serienbrüche. Wenn es ein<lb/>
Konstruktionsfehler ist, wieso funktioniert dann die dritte Maschine<lb/>
noch immer. Wenn es Schwingungsfehler sind, wo kommen diese her.<lb/>
Und wieso nicht auf allen Maschinen gleichmässig. Die Arbeiter sind<lb/>
sehr gedeftet<add>[= bedrückt, niedergeschlagen; Anm.]</add>, obwohl sie natürlich gar nichts dafür können. Ganz<lb/>
im Gegenteil haben sie eine Rückstand, der bei der Montage gewesen<lb/>
ist, aufgeholt und haben Monat für Monat je eine Maschine fertig<lb/>
gemacht. Jetzt arbeiten sie an den nächsten und letzten zwei, damit<lb/>
das Wasser einigermassen abgearbeitet werden kann. Derzeit läuft<lb/>
viel Wasser über <choice><choice><sic>die</sic><corr>das</corr></choice></choice> Wehr. Ich hatte auch Gelegenheit, den Arbeiter<lb/>
zu sprechen, der den Schaden entdeckte. Ich habe ihm für seine Auf<lb break="no"/>merksamkeit gedankt und erklärt, da soll niemand sagen, dass die<lb/>
österreichischen Arbeiter nicht einsatzfreudig sind. Leider habe<lb/>
ich seinen Namen nicht notiert, ich möchte ihm aber und werde ihm<lb/>
auch ein Dankschreiben und eine kleine Anerkennung schicken.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-10-09_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte bei Elin feststellen, wie er heisst. <add>Troppauer</add>.<lb/>
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