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            <title type="main">Dienstag, der 28. September 1976</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band32_1976-09-28</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_01">Dienstag, 28. September 1976<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_02">Beim Bundeskanzler war eine Besprechung mit <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs>, seinem<lb/>
Kompagnon Dr. <rs type="person" ref="#per__125801">Hauser</rs> und Prok. <rs type="person" ref="#per__145632">Vorhand</rs> wegen Errichtung des Betriebes<lb/>
in Fohnsdorf. Auch die Betriebsräte und der Bürgermeister vom Kohlen<lb break="no"/>bergwerk und der Gemeinde waren erschienen. Ich muss gestehen, dass<lb/>
ich persönlich sehr überrascht war, <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs> sofort den Wunsch <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
nachgekommen ist. Dieser hatte ihm in Amsterdam sogar angerufen und<lb/>
ersucht, er solle ihm helfen. Hier zeigt sich, dass doch der Kanzler<lb/>
nicht nur Ideen hat, sondern was meiner Meinung nach noch viel wichtiger<lb/>
ist, durch seine Autorität einen ungeheuren Einfluss bei den Unterneh<lb break="no"/>mern auswirken kann. Insbesondere bei einem einzelnen, den er direkt<lb/>
anspricht. <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs> erklärte mir z.B., er sei das erste Mal über<lb break="no"/>haupt in seinem Leben im Bundeskanzleramt. Er ging auch in einem<lb/>
Schreiben, das er mir in der Abschrift gab, bevor noch <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> gekommen<lb/>
ist auf das Problem ein, dass die 5.700 Beschäftigten der Eumig keine<lb/>
Angst haben müssen wegen ihrer Beschäftigung. Eine Abwertung von<lb/>
Produkten aus anderen Betrieben muss vermieden werden. Dies bezog<lb/>
sich auf die Äusserung <rs type="person" ref="#per__113131">Niederls</rs>, der voreilig dieses Projekt in der<lb/>
Steiermark bekanntgab. Weshalb in Fürstenfeld, wo Eumig die Polaroid-<lb/>
Produktion aufzieht, Unruhe entstand, dass dort nicht genug investiert<lb/>
wird oder Teilbeschäftigungen von Fürstenfeld nach Fohnsdorf verlagert<lb/>
werden. In Fürstenfeld werden die 60 Mio. Schilling Investitionen<lb/>
für Polariod in keinem Fall beeinträchtigt. <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs> wird nach<lb/>
Fohnsdorf die Formen und Werkzeugproduktionen, wonach am Weltmarkt<lb/>
eine sehr stabile Nachfrage zu guten Preisen besteht, legen. Natürlich<lb/>
muss er die jetzige Werkzeugproduktion von Wien und die Formenproduk<lb break="no"/>tion von Kirchberg zwar nicht dort auflassen, aber doch ergänzend nach<lb/>
Fohnsdorf geben. Jetzt sagt er, muss er sogar angeblich zukaufen. Insge<lb break="no"/>samt möchte er im ersten Jahr 81 Arbeiter, 36 Mio investieren, nach<lb/>
seinem Plan würde dies 1977 bereits beginnen. 1978 braucht er 167<lb/>
Arbeiter, d.h. 86 neu dazu und 47 Mio. 1979 dann weitere 96 Arbeiter<lb/>
insgesamt also 263 und 45 Mio. mit insgesamt 127 Mio. Investitionen<lb/>
ohne Baulichkeiten. Er glaubt dass er in dem grossen Areal des Berg<lb break="no"/>werkbetriebes entsprechende Baulichkeiten finden wird, die er, wie<lb/>
ich ihm versicherte, um einen symbolischen Beitrag bekommen kann.<lb/>
Ich habe mit <rs type="person" ref="#per__97644">Koller</rs> von der VÖEST und <rs type="person" ref="#per__135906">Steflitsch</rs> vereinbart, dass sie<lb/>
gegebenenfalls die Gebäude herschenken, wenn irgendeine Firma sich<lb/>
findet und nach Fohnsdorf geht. Wahrscheinlich wird aber <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs>,<lb/>
wenn er die Gebäude sieht, sich dann entschliessen auf die grüne Wiese<lb/>
zu bauen, d.h. er braucht dann noch 50 Mio. Schilling ungefähr für<lb/>
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Alpine als Muttergesellschaft zu einem Pappenstiel diesen Grund zur<lb/>
Verfügung stellen müssen. ERP-Kredit kann <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs> mit 5 Jahre<lb/>
tilgungsfrei und 1% und 10 Jahre dann mit 5% aus dem ERP Kohlen-<lb/>
resp. Grenzgebietsteil bekommen. Allerdings sind dort nur maximal 70%<lb/>
laut Richtlinien zu finanzieren. Im Grenzgebiet und Kohlenquote ?<lb/>
ERP sind derzeit, wie MR <rs type="person" ref="#per__137484">Schütz</rs> mir nachher vertraulichst mitteilt,<lb/>
400 Mio übrig. Über diese Information war ich sehr überrascht, denn<lb/>
normalerweise nimmt man an, dass diese Quote sehr bald wegen der<lb/>
günstigen Konditionen ausgeschöpft ist. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> erklärte von der<lb/>
Arbeitsmarktförderung stehen sowohl pro Arbeitsplatz entsprechende<lb/>
Fördermittel, d.h. Zuschüsse zur Verfügung, wenn das Land entsprechend<lb/>
mitbezahlt und vor allem auch für die Umschulung fast unbegrenzte Mög<lb break="no"/>lichkeiten. <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs> teilte mit, dass LR <rs type="person" ref="#per__117875">Peltzmann</rs> ihm bereits zugesagt<lb/>
hat, dass die Steiermark auch eine optimale Förderung geben wird.<lb/>
Sein Prokurist hat bezüglich der Kreditgewährung nur ersucht, man soll<lb/>
auf eine Belastung der Grundstücke zur Sicherungsstellung Abstand<lb/>
nehmen, weil diese ansonsten die anderen Investitionen benachteiligen<lb/>
würden. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> erklärte sofort, hier wird er über den E+E-Fonds<lb/>
entsprechende Lösungen suchen. <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs> verlangt auch nicht rück<lb break="no"/>zahlbare Mittel, wobei er sich vorstellt eine Subvention in ange<lb break="no"/>messener Relation zum aliquoten Anteil an den Ersparnissen des Bundes,<lb/>
die durch Schliessung des Fohnsdorfer Kohlenbergbaues über 3 Jahre her<lb break="no"/>gestellt werden könnten. Seine Idee ist, der Bund erspart sich, wenn<lb/>
Fohnsdorf geschlossen wird Geld und er möchte dafür maximal 60 Mio<lb/>
Schilling Subvention. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ist auf diesem Vorschlag nicht konkret<lb/>
eingegangen, sagte allerdings, auch hier wird er um eine Lösung be<lb break="no"/>müht sein. Wahrscheinlich wird er, da er ja ein eigenes Gesetz dafür<lb/>
bräuchte, doch auf Grund der individuellen Steuergestaltung die ja<lb/>
der Finanzminister immer wieder hat, die Wünsche <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhubers</rs> in irgend<lb break="no"/>einer Weise befriedigen, ohne dass dies direkt so zum Ausdruck kommt.<lb/>
Die Betriebsräte waren wegen dieser schnellen Erledigung durch <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
genauso überrascht wie ich und sehr positiv dem Betrieb gegenüber einge<lb break="no"/>stellt. Ich versicherte <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs>, dass wenn er irgendwelche Unter<lb break="no"/>stützung braucht, dass er sich jederzeit an mich wenden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte dieses Projekt besonders ver<lb break="no"/>folgen und in jeder Beziehung unterstützen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_04">Im Ministerrat hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> das Budget vorgelegt und dazu wurde wieder<lb/>
der Sektionschef traditionsgemäss zugezogen. Das Ganze ist eine solche<lb/>
Farce, dass es direkt lächerlich ist, daran noch festzuhalten. Viel<lb break="no"/>leicht war es seinerzeit noch notwendig, als koalitionsmässig noch<lb/>
über einzelne Ansätze vielleicht sogar im Ministerrat diskutiert wurde,<lb/>
dass der Sektionschef anwesend war, um den Finanzminister Auskunft<lb/>
zu geben. Jetzt ist alles so abgesprochen, dass es nicht einmal eine<lb/>
halbe Minute dauert. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hat auch das erste Mal erklärt. wenn man<lb/>
das Bundesfinanzgesetz behalten wollen, dann sei er bereit von seinem<lb/>
Prinzip abzugeben es wieder einzusammeln. Die meisten aber erklärten,<lb/>
nein nein, sammle es nur ein, sonst heisst es dann womöglich, wir hätten<lb/>
irgendwelche Ziffern rausgegeben. Die Gesamtsumme ist 67.2 Mia. Per<lb break="no"/>sonal, trotz Einsparung der 3.100 Dienstposten mit 492 Mio. In Wirk<lb break="no"/>lichkeit macht das Personal 62.9, 4.8 seien durch die Herabsetzung der<lb/>
Lehrerverpflichtung eine fiktive Ziffer. Die Personalkosten sind<lb/>
also insgesamt rechnungsmässig 67.7, davon die rund 500 Mio Ersparnis<lb/>
ab, machen 67.2. Der Sachaufwand ist 173.6 Mia. gegenüber Einnahmen<lb/>
von 197.2 ergibt sich ein Defizit von 43.6. Die Stabilisierungsquote<lb/>
ist 2.8 Mia. und die Konjunkturbelebung 3.6 Mia. Beide Posten werden<lb/>
natürlich überhaupt nicht berücksichtigt, weil sie ja nur budgetpoli<lb break="no"/>tisch praktisch zur Anwendung kommen sollen, wenn die Wirtschaftslage<lb/>
dies erfordert. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat wegen Dienstpostenreduzierung von 1% allen<lb/>
Ministern und ganz besonders <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs>, der ja die Arbeit gehabt hat,<lb/>
gedankt. Dies ist auch das erste Mal. <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> hat in unserem Dienst<lb break="no"/>postenplan einen Druckfehler bemerkt, nämlich wir haben nicht 303<lb/>
A-Posten, sondern nur 294, d.h um 11 weniger in der Summe statt 936<lb/>
927, also 9 Posten ebenfalls weniger. Als ich diesen Fehler den<lb/>
SChef <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> zeigte und Aufklärung wünschte, war dieser sehr<lb/>
überrascht, rannte sofort in die Personalabteilung und hat dort wahr<lb break="no"/>scheinlich gefragt, wie gibt es das, dass <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> auf so einen Druck<lb break="no"/>fehler draufkommen kann. <rs type="person" ref="#per__97819">Plesch</rs> sagte mir, er hätte dieses System ge<lb break="no"/>hört, das auch ich seinerzeit immer anwendete. Tatsächlich habe ich<lb/>
in meinen ersten Kammerjahren, wo immer ich früher hingeschickt wurde<lb/>
z.B. in den Milchwirtschaftsfond, vielleicht auch durch reinen Zufall<lb/>
einige Rechenfehler entdeckt. Dies hat dann sofort mir dort einen<lb/>
Nimbus gegeben, den niemand mehr zerstören konnte. Frau <rs type="person" ref="#per__145633">Lechner</rs>, die<lb/>
damals die Finanzabteilung führte, hat mir nach Jahren gestanden,<lb/>
sie zitterte immer, wenn ich im Milchwirtschaftsfonds war, ob ich nicht<lb/>
wieder irgendwas entdecken würde. Allerdings habe ich immer, wenn mir<lb/>
irgendwas aufgefallen ist, niemals jemandem aufgebaut, sondern mit aller<lb/>
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als wenn man herumbrüllt, oder sonstwie seine Überlegenheit zeigt.<lb/>
Die fleissige, sachliche Arbeit setzt sich letzten Endes gepaart mit<lb/>
einer geschickten Methode so durch, dass es einem selbst Freude macht<lb/>
man dadurch Mitarbeiter gewinnt, selbst wenn sie, was natürlich un<lb break="no"/>vermeidlich ist, auch Fehler machen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_05"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fragte bei dem Punkt erste Tagung der österr.-libyschen<lb/>
Regierungskommission in Tripolis nicht, wer daran teilnimmt und<lb/>
warum wir dort hinfahren, sondern <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs>, wieviele Rinder wir dorthin<lb/>
exportiert haben. Bis jetzt sollen es nach Angabe<add>[von]</add> <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> 29.000 Stück<lb/>
gewesen sein, im ersten Halbjahr 1976 davon 14.000. Insgesamt soll er<lb/>
1975 nur 29.000 Stück exportiert haben. Bei einem Stützungsaufwand<lb/>
von 7.50 Schilling pro Kilogramm. Da hier zweimal 29.000 vorkommen,<lb/>
kann es sich um einen Zufall handeln oder um das System, irgendeine<lb/>
Zahl zu nennen. Da ich aber die Exportziffern genau brauche, wird<lb/>
es zweckmässig sein, aus dem Material des Viehverkehrsfonds, welches<lb/>
ich jetzt von <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> immer bekomme, aber ergänzt aus den Informationen<lb/>
des Landwirtschaftsministeriums eine summarische Tabelle Exporte in<lb/>
Stück, Stützungserfordernis pro Kilogramm und in Summe zu erstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte veranlasse dies.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_07">In der Industriekommission hat <rs type="person" ref="#per__145634">Haider</rs> von der Versicherung und ÖAAB-<lb/>
Kammerrat, derzeit Vorsitzender des Wirtschafts- und Sozialbeirates<lb/>
über die Vorschläge zur Industriepolitik referiert. Ich meldete mich<lb/>
sofort als erster zur Diskussion und erklärte, wir würden so wie 1970<lb/>
die seinerzeitige Studie sehr gerne die neuesten Erkenntnisse des Bei<lb break="no"/>rates für unsere Industriepolitik ab 1976 gerne heranziehen. Es sollte<lb/>
daher der Beirat hier weiterarbeiten. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> erklärte, dass die Prä<lb break="no"/>sidenten morgen so etwas beschliessen könnten, wenn der Zwischenbericht<lb/>
weiter ausgebaut werden soll. <rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs> verwies auf die Eigenfinanzierungs<lb break="no"/>probleme und besonders auf die Besteuerung der Aktie usw. und die<lb/>
Aussenfinanzierung mit Eigenmittel. <rs type="person" ref="#per__122965">Treichl</rs> ging ganz genau auf den Be<lb break="no"/>richt ein und beschwerte sich nur, dass die Inflation zu wenig berücksich<lb break="no"/>tigt wurde und dass insbesondere die Förderung der Industrie derzeit aus<lb break="no"/>schliesslich gewinnabhängig ist. Arbeiterkammerpräsident <rs type="person" ref="#per__97386">Czettel</rs><lb/>
meinte, es müsste noch das Arbeitskräftepotential, die Kapitalausstat<lb break="no"/>tung und die Expansionschancen sowie die Schwachstellen näher unter<lb break="no"/>sucht werden. Der erste Tagesordnungspunkt endete mit dem Wunsch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs>, das Ergebnis dann publizistisch, wahrscheinlich in Form einer<lb/>
<pb n="32-1059" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band32/32_1976-09-28_1059.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>neuer Beiratsstudie auszuwerten. Zum zweiten Tagesordnungspunkt,<lb/>
Zellstoffprojekt, berichtete ich, dass zum endgültigen Bericht eine<lb/>
Holzstudie notwendig ist, die <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> veranlasst hat. Zum Glück kündigte<lb/>
ich zum Schluss des kurzen Referates, wo ich auf die wichtigsten<lb/>
Punkte einging an, dass wir diese Studie anfangs des nächsten Jahres<lb/>
vorlegen wollen. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> hatte mit Recht mich aufmerksam gemacht,<lb/>
dass die ursprüngliche Absicht bestand, die endgültige Studie<lb/>
wesentlich später erst fertig zu machen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat dann im Schluss<lb break="no"/>wort allerdings dann gesagt, er könne unmöglich 6 Monate noch warten,<lb/>
die neuen Projektanten hätten schon Lieferaufträge erteilt, weshalb<lb/>
er so schnell als möglich diese Studie will. Wenn wir unsere ursprüng<lb break="no"/>liche Zeitplan vorgeschlagen hätten, die Studie erst in maximal<lb/>
einem Jahr fertigstellen zu können, hätte dies niemals seine Zu<lb break="no"/>stimmung bekommen und wir wären nur dort gestanden als Leute die lang<lb/>
arbeiten und nichts herauskommt. Wenn die Holzstudie von <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> vor<lb break="no"/>liegt, werden wir uns dann eben zu einer Stellungnahme durchringen,<lb/>
die natürlich vorbehaltlich der zugesagten Leistungen der Projektanten<lb/>
sein wird. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> befürchtet nämlich, dass <rs type="person" ref="#per__114599">Turnauer</rs> doch früher oder<lb/>
später einmal abspringen möchte. Dies glaube ich nicht, wenn tatsächlich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, siehe <rs type="person" ref="#per__98035">Vockenhuber</rs> ihm persönlich unterstützt und einmalige<lb/>
Zusagen gibt. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat in der Diskussion gefragt, wieso der Staat<lb/>
die Umweltschutzinvestitionen fördert und damit das Verursacherprinzip<lb/>
verlässt. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat ausserdem die Arbeitsplätze der Bestehenden beson<lb break="no"/>ders herausgestrichen und meinte, diese dürften nicht gefährdet werden.<lb/>
Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__127925">Derfler</rs> hat das Interesse der Landwirtschaft an diesem<lb/>
Sulfatprojekt ganz besonders herausgestrichen, da die Bauern und Wald<lb break="no"/>besitzer hoffen, dann ihre Fichten-, Tannen-, Kiefer-Überschüsse jederzeit<lb/>
verkaufen zu können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_08">Die wirklich interessanteste Diskussion ergab sich aber beim dritten<lb/>
Punkt, wie die Bundeskammer über die Eigenkapitalbildung referiert.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hat allgemein eingeleitet und grundsätzliche Wünsche herunter<lb break="no"/>gelesen und dann <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ersucht, zu ergänzen. Dieser hat dann genau die<lb break="no"/>selben Wünsche, die <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> schon vorgebracht hat, wiederholt. Die<lb/>
Investitionssteuer soll weiterhin ausgesetzt bleiben, ebenso die 25%ige<lb/>
Sonder-AfA. Die Bewertungsabschläge, Delkredere für Exportförderung<lb/>
müssen bleiben. Die Doppelbesteuerung der Aktie sei abzuschaffen und die<lb/>
Vermögenssteuer unter gar keinen Umständen zu erhöhen. Die Innenfinan<lb break="no"/>zierung könne nicht über den Preis erfolgen, die Scheingewinne müssten<lb/>
verschwinden und Wiederbeschaffungsrücklage sei entsprechend zu bilden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_09">Eine Beteiligungsgesellschaft müsse beschaffen werden, aber nicht<lb/>
über den Investivlohnfonds, den Prof. <rs type="person" ref="#per__111734">Andrae</rs> vorschlägt, sondern<lb/>
im klassischen Sinne als Kapitalgesellschaft die vom Staat oder<lb/>
sonstigen Stellen subventioniert wird. Vielleicht, wenn er <rs type="person" ref="#per__111734">Andrae</rs><lb/>
nicht zitiert hätte, hätte dieser geschwiegen. So aber hat er sich<lb/>
sofort zu Wort gemeldet und gemeint, dass geförderte Kapital würde<lb/>
die Frage aufwerfen, wem es nachher gehört. Seiner Meinung nach nur<lb/>
den Arbeitern die dieses Kapital schaffen. Prof. <rs type="person" ref="#per__114139">Nowotny</rs> attackierte<lb/>
den Handelskammervorschlag vom konjunkturpolitischen Standpunkt,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97937">Seidel</rs> vom wirtschaftspolitischen, wobei dieser darauf hinwies, dass<lb/>
es ein Investitionsproblem gibt, weil das Bruttokapitalstock derzeit<lb/>
nur um 3% pro Jahr steigt, während die Industrieproduktion wesentlich<lb/>
schneller zunimmt und im Frühjahr 1977 die gesamte Kapazität ausge<lb break="no"/>lastet sein wird. Die Kapitalakkumulation im Haushalt ist gering,<lb/>
nur die Masse macht es aus, dass dieser Sektor in Erscheinung tritt.<lb/>
Mit Hilfe von Pensionsrückstellung und Abfertigungsrückstellung, d.h.<lb/>
Sozialkapital war es bis jetzt möglich die Investitionen zu lösen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110169">Nussbaumer</rs> meinte, Kapitalkosten müssen man sparen, weshalb er sogar<lb/>
für eine Indizierung beim Anlageneintritt. Die steuerliche Begünsti<lb break="no"/>gung müsste aber streng verrechenbar werden, wenn es aufgelöst wird,<lb/>
d.h. eine strenge Nachversteuerung. <rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hatten alle Hände<lb/>
voll zu tun, um sich gegen die Angriffe der Wissenschaft einigermassen<lb/>
zu wehren. Ich konnte nicht umhin ihm nachher zu sagen, no, da haben sie<lb/>
sich was Schönes angefangen, worauf <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> meinte, er möchte wissen,<lb/>
wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wieder die Professoren gewonnen, er sagte sogar bestochen<lb/>
hat. Da die Zeit schon sehr stark fortgeschritten war, ist der Punkt<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111734">Andrae</rs> über Beteiligungsgesellschaft auf die nächste Sitzung im Dezember<lb/>
verschoben werden. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hat seinen Bericht über den Wirtschafts-<lb/>
und Sozialfond durch das Procedere dargelegt, nämlich dass er den<lb/>
Entwicklungs- und Erneuerungs-Fondsgesetz in die Begutachtung schickt.<lb/>
Er möchte eine Abstimmung zwischen ERP, E+E, Investitionskredit AG<lb/>
und den Hausbanken erreichen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__108322">MEISL</rs>, <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs> u. <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte MR <rs type="person" ref="#per__111706">Müller</rs> muss sich um diese<lb/>
Probleme stärker annehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_11">Die Fraktion des Handelsausschuss begann um 13 Uhr. Durch die Industrie<lb break="no"/>kommission konnte ich erst um 13.15 Uhr erscheinen und da war die ganze<lb/>
Fraktion schon zu Ende. Ohne dass wirklich über die Probleme der Alt<lb break="no"/><pb n="32-1061" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band32/32_1976-09-28_1061.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ölbeseitigung, d.h. des Gesetzentwurfes von FPÖ, noch geschweige<lb/>
über das Ladenschlussproblem gesprochen wurde. Ich habe natürlich<lb/>
dann ausserhalb der Sitzung sofort diese Diskussion begonnen und<lb/>
es stellte sich heraus, dass wir knapp in 3/4 Stunden mit der Proble<lb break="no"/>matik durchkamen. Die Abgeordneten haben zwar bei der offiziellen<lb/>
Fraktionssitzung, die ja nur 5 Minuten gedauert haben kann, den richtigen<lb/>
Beschluss gefasst, nämlich, dass die beiden Gesetzentwürfe in die Unter<lb break="no"/>ausschüsse verwiesen werden sollen, doch waren sie untereinander weder<lb/>
über die Methode einig, noch geschweige denn über den sachlichen Inhalt<lb/>
oder der Problematik. Ich glaube, alle waren dann froh, über die abgeführte<lb/>
Diskussion. Im Handelsausschuss selbst hat dann zu meiner grössten Ver<lb break="no"/>wunderung <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> als FPÖ-Vertreter sofort bei der Erörterung seiner Ge<lb break="no"/>setzentwürfe den Vorschlag gemacht, alles den Handelsunterausschüssen<lb/>
zuzuweisen resp. für Altöl einen solchen zu schaffen, bis die Regierungs<lb break="no"/>vorlage ins Haus kommt. <rs type="person" ref="#per__111721">Stix</rs> hat sich dann bei mir persönlich noch<lb/>
bedankt für die loyale Vorgangsweise. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> erzählte mir, er hätte ihm<lb/>
dann noch mitgeteilt, dass es für die FPÖ ein grosser Erfolg ist, dass<lb/>
sachlich im Handelsausschuss mit ihr zusammengearbeitet wird. Scheinbar<lb/>
dürfte in anderen Ausschüssen die ÖVP sich durchsetzen und auch die<lb/>
SPÖ jederzeit bereit sein alles abzulehnen. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hätte nämlich eben<lb break="no"/>falls mir vorgeschlagen, radikal die Vorschläge der FPÖ niederzustimmen.<lb/>
Ich habe zwar für die FPÖ nicht sehr viel übrig, weil ich sie als eine<lb/>
unverlässliche Partei betrachte. Trotzdem werde ich auf die Sachvor<lb break="no"/>schläge jederzeit und genauso gewissenhaft eingehen, als wenn sie von<lb/>
anderen kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_12">Botschafter <rs type="person" ref="#per__111004">Schmid</rs> berichtete mir, dass es möglich war für die<lb/>
Philippinen VÖEST und Elin 38 Mio. Dollar Wasserkraftwerke abzuschliessen.<lb/>
Es handelt sich um das Projekt Agus 1, ein 80-MW-Laufwerk, das tech<lb break="no"/>nisch abgesprochen und vertraglich bereits unterschrieben ist. Der<lb/>
Vorschlag von den Rumänen mit der SGP ein Dampfkraftwerk 2x150 MW<lb/>
zu bauen, ist nach Wissen von <rs type="person" ref="#per__111004">Schmid</rs> überhaupt noch nicht spruchreif<lb/>
geschweige denn unterschriftsreif. In Indonesien wieder, hat <rs type="person" ref="#per__111004">Schmid</rs> die<lb/>
Meinung sollten wir das 250 MIO Dollar-Projekt Sulfatzellulose 200.000<lb/>
Tonnen unbedingt unterstützen und uns sogar daran beteiligen. Finanziert<lb/>
wird es von Kuweit und Saudi-Arabien, dient primär zur Bedarfsdeckung<lb/>
der indonesischen Wirtschaft und kann sicherlich auch noch trotz der<lb/>
hohen Frachtkosten durch die niederen Lohnkosten und günstige Holzbrin<lb break="no"/>gung nach Europa rentabel Zellulose verkaufen. Letzteres glaube ich<lb/>
kaum, doch werden wir das Projekt im einzelnen noch sehr genau prüfen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Bitte entsprechende Informationen<lb/>
einholen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_14">In unserer Klubsitzung auf de Landstrasse berichtete ich über die<lb/>
Wirtschafts- und politische Situation und ganz besonders über den Streit<lb/>
der Repräsentationskosten. Die Fernsehdiskussion von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, wurde mir<lb/>
mitgeteilt ist sehr gut angekommen, doch werden die Leute davon nicht<lb/>
überzeugt, dass für die Innenrepräsentation grosse Schweinereien pas<lb break="no"/>siert sind. Die Stimmung zu diesem Punkt ist gerade nicht sehr gut,<lb/>
obwohl ich versuchte zu erklären, dass der Minister sicherlich nicht,<lb/>
als er die Torte für den 80jährigen <rs type="person" ref="#per__88418">Böhm</rs> bestellte, erklärte, sie<lb/>
muss 13.000 Schilling kosten. Es kommt eben immer wieder auf die Dar<lb break="no"/>stellung des Falles an. Ich erwähnte, dass auch ich seinerzeit für<lb/>
einen Nahost-Handelsminister ein Bett gekauft habe, wofür jetzt in den<lb/>
Repräsentationskosten 8.000.– Schilling ausgewiesen wurden. Demagogisch<lb/>
könnte man jetzt schreiben, Minister <rs type="person" ref="#per__97985">Staribacher</rs> kauft Bett für 8.000<lb/>
Schilling. Jeder würde denken für meine Person oder gar vielleicht<lb/>
für eine Freundin. Und wenn eine Zeitung dies so schreibt, so ist es auch<lb/>
die Absicht unterschwellig Interesse für eine Ausgabe zu erwecken.<lb/>
In Wirklichkeit erinnere ich mich, haben wir damals noch grosse<lb/>
Schwierigkeiten gehabt, den Wunsch des Syrers zu erfüllen und gleich<lb break="no"/>zeitig die Transport- und Sicherheitsbestimmungen zu umgehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Aus den ganzen Repräsentationsaufwendungen suche<lb/>
bitte diese interessanten Posten heraus.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band32_1976-09-28_16">Bei der Feier der Firma Jodlbauer, die am Abend für Staatswappen<lb break="no"/>überreichung mit der Belegschaft stattfand, erklärte ich in der Ansprache,<lb/>
dass es mir lieber ist, ich bin jetzt bei den Kolleginnen und Kollegen,<lb/>
als Vormittag bei der Prominenz. Dies war nicht eine verbale Erklärung<lb/>
sondern es gelang mir dann auch dies wirklich zu beweisen. <rs type="person" ref="#per__97602">Jodlbauer</rs><lb/>
meinte nämlich dann auf die Erwiderung, ich sei hier fast als Gewerk<lb break="no"/>schaftsmann aufgetreten, was ich wollte und auch gelang. Da das Essen<lb/>
Gott sei Dank schon vorüber war, hatte ich Gelegenheit und Zeit einige<lb/>
Ausführungen zu machen, die, wenn ich mir jetzt dies so überlege,<lb/>
wirklich ein vom gewerkschaftlichen Standpunkt diktiert waren. Das<lb/>
Unternehmen soll Gewinn machen, war meine These, dann könne sich die<lb/>
Belegschaftsangehörigen über ihren Betriebsrat herausfetzen, dieser hat<lb/>
dann auch zum Schluss geantwortet und meine Vermutung bestätigt. Die<lb/>
Firma wird sozial geführt, verlangt Leistung, aber ein sehr gutes Klima.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 28.9.1976</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 44. Ministerratssitzung, 28.9.1976</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Koller, Herbert</persName>
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               <persName type="label">Peltzmann, Anton</persName>
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