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            <title type="main">Mittwoch, der 21. April 1976</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_01">Mittwoch, 21. April 1976<lb/>
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Kärntner Genossen für 1000 Jahre Kärnten eine besondere Unter<lb break="no"/>stützung, ein Geschenk oder sonst irgendetwas, von der Bundes<lb break="no"/>regierung erwarten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> glaubt, dass dies nicht möglich ist.<lb/>
Bei dieser Gelegenheit erinnert er daran, dass er von einer Firma<lb/>
eine Medaille – 1000 Jahre Österreich – im Werte von 20.000 S<lb/>
bekommen hat. Der Goldwert soll aber höchstens 8.000 S betragen,<lb/>
diesen Betrag wird er sozialen Zwecken zuführen. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> verweist<lb/>
bei dieser Gelegenheit gleich daran, dass er 1.000-S-Goldmünzen<lb/>
herausgeben wird, anlässlich der 1.000-Jahr-Feier Österreichs<lb/>
und da beträgt der Goldwert 830.– S. Medaillen kann aber jeder<lb/>
herausgeben, weshalb <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verlangt, man sollte die Konsumenten<lb/>
gegenüber Übervorteilung auf diesem Gebiet schützen.<lb/>
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einen Technologietransfer jetzt für die 3. und 4. Welt auf Öster<lb break="no"/>reichs Kosten durchzuführen. Er hat den Eindruck, dass man in Genf<lb/>
ganz allgemein jetzt bei allen Organisationen denkt die Öster<lb break="no"/>reicher kommen mit ihrer UNO-City nicht weiter, haben dort leer<lb break="no"/>stehende riesige Gebäude und man kann jetzt von ihnen verlangen,<lb/>
dass man nicht nur in diese Gebäude umsonst einzieht, sondern dass<lb/>
die gesamte weitere Arbeit dann von Österreich immer finanziert wird.<lb/>
In Österreich soll ein Weltinstitut des gewerblichen Rechtsschutzes<lb/>
gegründet werden, das selbstverständlich nur Österreich bezahlen<lb/>
soll. <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> spricht sich ganz entschieden dagegen aus, dass man<lb/>
jetzt überall scheinbar Organisationen in die UNO-City hineinnimmt,<lb/>
denn dann wird die UNO erklären, sie habe gar keine Verpflichtungen<lb/>
mehr, die beabsichtigten Abteilungen der UNO nach Österreich zu<lb/>
legen. Dadurch wird die Idee 3. UNO-Stadt Wien endgültig begraben.<lb/>
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Bericht geben, wie die die Vorsprache von <rs type="person" ref="#per__137669">Bogsch</rs> gesehen haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_06">Die Naturfreunde haben <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wegen der reinen Seen einen Brief<lb/>
geschrieben. Da die offenen Seen in Österreich ja nicht mehr existie<lb break="no"/>ren oder in den letzten Jahren sehr stark durch Uferverkäufe an<lb/>
Private immer mehr gesperrt werden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, solange wir<lb/>
Steuermitteln dafür aufwenden, muss auch ein Weg gefunden werden,<lb/>
dass die Seeufer wieder der Allgemeinheit zugänglich gemacht<lb/>
werden. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> erinnert daran, dass wir beschlossen haben, das<lb/>
die öffentliche Hand insbesondere der Bund mit seinen Bundesforsten<lb/>
keine Seeufer mehr verkauft sondern versucht, diese der Öffent<lb break="no"/>lichkeit zugänglich zu machen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwartet, dass <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs>, dem<lb/>
unterstehen nämlich die Gewässer ausser der Donau, March und<lb/>
Thaya, die sind Bundesgewässer und unterstehen dem Bautenminister,<lb/>
entsprechende Vorschläge macht. Das Landwirtschaftsministerium mit<lb/>
dem Justizministerium sollen versuchen, ähnlich wie das in Dänemark<lb/>
bei den Meeresufern geschehen ist, entsprechende Vorschläge auszuar<lb break="no"/>beiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Erkundige Dich vom Standpunkt des Fremden<lb break="no"/>verkehrs, wie es im Landwirtschaftsministerium weitergehen soll.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_08">Eine längere Diskussion über Polizei folgt. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> erklärt neuer<lb break="no"/>dings, warum er kein Staatspolizeigesetz macht. In diesem Fall<lb/>
würde die Staatspolizei aus der allgemeinen Sicherheitsverwaltung<lb/>
herausgelöst werden, würde dadurch einen Sonderstatuts bekommen<lb/>
was weder für die Polizeiorganisation noch für ihn als Minister<lb/>
zweckmässiger ist. Bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dürften sich immer wieder Leute be<lb break="no"/>schweren, dass sie von der Polizei bei Einvernahmen geschlagen<lb/>
werden. U.a. soll es nicht nur in Kommissariaten sondern sogar<lb/>
schon bei Holen von zwei Polizeibeamten in Privathaushalten erfolgen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> versichert, dass er immer wieder darauf drängt, dass solche<lb/>
Fälle sofort bei Gericht angezeigt werden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sagt treffend, dass<lb/>
in England es unvorstellbar ist, dass ein Bobby, wenn er jemanden<lb/>
verhaftet oder auf Polizeistationen dann der Betreffende geschlagen<lb/>
wird. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> sagt mit Recht, dann muss man bei der Polizei die Einstel<lb break="no"/>lung erreichen, dass Schlagen unehrenhaft ist. Davon sind wir sicher<lb break="no"/>lich noch sehr weit entfernt. Nur wenn es gelänge, die entsprechenden<lb/>
Polizeipräsidenten davon zu überzeugen, dass es notwendig ist,<lb/>
einen neuen Polizeigeist zu schaffen und dieser sich immer wieder<lb/>
gegen die Gewalt aussprechen, dann könne dies eventuell gelingen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_09"><rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> berichtet dann im Ministerrat mündlich, dass für die<lb/>
OPEC-Gebäude-Beschädigung von der spanischen Botschaft bei Demon<lb break="no"/><pb n="30-0517" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band30/30_1976-04-21_0517.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>strationen das Aussenamt aus seinem Budget die an und für sich<lb/>
geringfügigen Beträge ersetzen wird.<lb/>
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wurde. Anstelle der 150–190 Mill. S, die die Firma erwartete,<lb/>
werden es 7–8 Mill. S Einlösung für den Grund sein, der zur<lb/>
Autobahnführung notwendig ist. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ist mit dieser Vorgangsweise<lb/>
sehr einverstanden, weil er ein gefährliches Präjudiz gesehen hat.<lb/>
Für mich ist es insofern eine grosse Befriedigung, da ich ja<lb/>
wirklich noch niemals so unverschämte Forderungen und Vorgangsweisen<lb/>
von einer Firma erlebt habe. Es war von allem Anfang an klar, dass<lb/>
<rs type="person" ref="#per__143947">Kunert</rs> gar nichts anderes will als einen grösstmöglichen privaten<lb/>
Nutzen aus der Tatsache, dass jetzt die Strasse über seinen Betrieb<lb/>
geführt wird, für sich zu ziehen. Die Vorarlberger Zeitungen und<lb/>
auch die Vorarlberger Öffentlichkeit hat sich über diese Vorgangs<lb break="no"/>weise empört.<lb/>
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zurückstellen, er möchte sich diesen Fall besonders anschauen.<lb/>
Im Prinzip meint er, hätte <rs type="person" ref="#per__143946">Gerlich</rs> in Deutschland viele Sparer<lb/>
um ihre Spargroschen gebracht, jetzt aber wird er noch durch die<lb/>
Verleihung der österr. Staatsbürgerschaft in irgendeiner Weise<lb/>
ausgezeichnet. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, ihn würde interessieren, wie die<lb/>
Bürokratie entscheidet, wenn ein armer Deutscher sich um die<lb/>
österreichische Staatsbürgerschaft bemüht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte lass noch einmal den Akt <rs type="person" ref="#per__143946">Gerlich</rs><lb/>
kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_13">Der neue Botschafter der DDR, <rs type="person" ref="#per__122250">Schramm</rs>, macht in Wirklichkeit nur<lb/>
einen protokollarischen Besuch. Wir hatten kaum etwas zu besprechen,<lb/>
ausser dass wir versichern, beide Teile sind an einer Auswertung des<lb/>
DDR-österr. Handels sehr interessiert. No na net!<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_14">Im Rotary-Club Donau im Hotel Hilton erfahre ich, dass alle<lb/>
Rotary-Clubs eigentlich entweder im Bristol oder im Schwarzenberg<lb/>
beheimatet sind. Nur weil der Geschäftsführer vom Hilton auch<lb/>
Mitglied des Rotary-Clubs Donau ist es möglich gewesen, ausnahms<lb break="no"/>weise einmal ein Meeting im Hilton zu machen. In Hinkunft will<lb/>
allerdings der Präsident, wie er mir sagte, überhaupt ins Hilton<lb/>
übersiedeln. Dies ist zwar seine ureigenste Entscheidung von<lb/>
dem eigenen Club, niemand nimmt darauf Einfluss, doch erklärt man<lb/>
<pb n="30-0518" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band30/30_1976-04-21_0518.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>mir dann, es muss doch mit einer Demokratur-ähnlichen Vorgangsweise<lb/>
eine Aufteilung auf andere Hotels durchgeführt werden. Vor Ostern<lb/>
war das Meeting nur mit 40 % besucht, jetzt mit 80, worüber der<lb/>
Präsident sehr erfreut ist. Zu diesem Rotary-Club bin ich dadurch<lb/>
gekommen, dass Betriebsratsobmann <rs type="person" ref="#per__116992">Simperl</rs> von Coca-Cola mich er<lb break="no"/>suchte, den Wunsch seines Chefs, der dort Präsident ist, zu erfüllen,<lb/>
nämlich einmal einen Vortrag zu halten. Ich treffe hier einige<lb/>
Bekannte, u.a. Dr. <rs type="person" ref="#per__98032">Veith</rs> vom ÖAMTC, Mitglied des Rotary-Clubs<lb/>
Wien-West. Zum Glück werden auch alle anderen Rotarier, die<lb/>
nicht der Donau angehören, einzeln begrüsst und vorgestellt. Es<lb/>
kommen welche aus NÖ und von Wien. Ausserdem werden eingeführte<lb/>
Gäste einzeln begrüsst. In den Rotary-Clubs überwiegen die selb<lb break="no"/>ständigen Unternehmer, gegebenenfalls noch Manager. Sonst habe ich<lb/>
eigentlich kaum andre Leute angetroffen, die zumindestens in Er<lb break="no"/>scheinung getreten wäre. Das Referat und die Diskussion ist verhält<lb break="no"/>nismässig fad und die Diskussion ist verhältnismässig uninter<lb break="no"/>essant.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_15">Der neue Geschäftsführer Olivetti, <rs type="person" ref="#per__143952">Giraldi</rs>, und vor allem der<lb/>
ihn begleitende Herr <rs type="person" ref="#per__143953">Krenn</rs>, der für die Bundesministerien verant<lb break="no"/>wortlich ist, kommt scheinbar nur sich protokollarisch <del>sich</del> vorzustel<lb break="no"/>len, in Wirklichkeit will er uns eine Textverarbeitungsmaschine ver<lb break="no"/>kaufen. Die beiden wollen sich dafür entschuldigen und ich erkläre<lb/>
rundweg, dass ich schwer enttäuscht gewesen wäre, wenn sie tat<lb break="no"/>sächlich nur jetzt einen protokollarischen Besuch abgestattet hätten<lb/>
Umso mehr als der Geschäftsführer bereits 3 Jahre in Wien ist.<lb/>
Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97524">Hauffe</rs>, der Textverarbeitung lange vor meiner Zeit im<lb/>
Ministerium eingeführt hat, ist bei der Unterausschuss-Sitzung<lb/>
Marktordnungsgesetz im Parlament.<lb/>
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er dort nicht Stellungnahmen abgibt, die unseren Intentionen wi<lb break="no"/>dersprechen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_17">Ich erkläre den Olivetti-Vertretern, dass wir uns sicherlich eine<lb/>
neue Olivetti-Textverarbeitung anschaffen würden, wenn die entspre<lb break="no"/>chende Software und ganz besonders die Organisation in unserem<lb/>
Ministerium danach ausgerichtet wird. Ich habe bei einer Tagung<lb/>
der Industriellenvereinigung die Olivetti-Demonstration mit grossem<lb/>
Interesse verfolgt. Olivetti dürfte jetzt tatsächlich in der Text<lb break="no"/>verarbeitung IBM geschlagen haben. Sie haben seit 1973 220 Maschinen<lb/>
installiert, während IBM seit 1968 insgesamt nur 370. Im letzten<lb/>
Jahr haben sie sogar IBM überholt. Frl. <rs type="person" ref="#per__143954">Kasper</rs><add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add>, die bei uns die<lb/>
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seine beste Idee. Bei dieser Gelegenheit erfahre ich von ihr<lb/>
und dann insbesondere bei der Besichtigung unserer IBM-Maschine<lb/>
dass wir die Textverarbeitung unzulänglich handhaben. Die Dekrete<lb/>
für das Bautenministerium werden auf der Textverarbeitung geschrie<lb break="no"/>ben, nicht die vom Handelsministerium. Nach <rs type="person" ref="#per__143954">Kaspers</rs> Ansicht gibt<lb/>
es noch viele Möglichkeiten, Textverarbeitung zu verwenden. Ein<lb/>
typisches Beispiel war, dass ich heute 7 gleichlautende Briefe<lb/>
unterschreiben musste, die auch von <rs type="person" ref="#per__112051">Singer</rs> nicht in der Textver<lb break="no"/>arbeitung geschrieben wurden. <rs type="person" ref="#per__112051">Singer</rs> hat sich bitter beschwert,<lb/>
dass wir überhaupt auf eine gezielte Aktion von Traun in OÖ einfache<lb/>
Korrespondenzkarten an <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, wo gegen die Benzin- oder Ölpreiser<lb break="no"/>höhung protestiert wird, reagieren. <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> hat ihn mit Recht aufmerk<lb break="no"/>sam gemacht, dass es selbstverständlich ist, dass wir auf jeden<lb/>
Brief und jede Postkarte antworten müssen und werden. Anstelle<lb/>
dass er sich hier dagegen ausgesprochen hat, wäre es zweckmässig<lb/>
gewesen zu überlegen, die Textverarbeitung einzuschalten. Wenn<lb/>
jetzt mehrere solche Aktionen von der ÖVP gestartet werden, was<lb/>
ich allerdings kaum annehme, denn der Zeitpunkt ist schon vorüber,<lb/>
dann hätten wir mit Textverarbeitung jedem einen <choice><choice><sic>schlnen</sic><corr>schönen?</corr></choice></choice> Brief<lb/>
gleichlautend schreiben können. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>, den ich zu dieser Aussprache<lb/>
dann zugezogen habe, hat den Olivetti-Leuten erklärt, dass jetzt<lb/>
gerade in unserem Ministerium eine diesbezügliche Untersuchung läuft,<lb/>
wo und welche Bescheide und Briefe in der Textverarbeitung abgewik<lb break="no"/>kelt werden können. Die zwei Kolleginnen, die an der Maschine<lb/>
arbeiten, werden allerdings durch neue zu ersetzen sein, denn die<lb/>
eine ist in Karenzurlaub und kommt nicht mehr wieder und Koll.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__143954">Kasper</rs> hat jetzt die Beamtenprüfung gemacht und hofft auf Versetzung<lb/>
auf einen besseren Posten. Ich bin auf alle Fälle auch dafür, dass<lb/>
eine so tüchtige Arbeitskraft weiterkommen soll. Wenn wir jetzt<lb/>
die Textverarbeitung neu besetzen müssen, wäre es am zweckmässig<lb break="no"/>sten, wenn in jeder Sektion eine Schreibkraft mit dieser Maschine<lb/>
umgehen kann, damit gegebenenfalls sektionsweise diese Textverarbeitung<lb/>
stärker herangezogen wird. Dadurch könnten Arbeitskräfte als<lb/>
Schreibkräfte erspart werden und die neue Olivetti-, aber auch die<lb/>
alte IBM-Maschine besser genützt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte die Reorganisation beschleunigen und un<lb break="no"/>ter dem Gesichtspunkt, mehr Leute, die Text verarbeiten können, zu<lb/>
engagieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_19">Im Kautsky-Kreis referierte <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs> über seine neue Aufgabe<lb/>
nämlich eine Arbeitsgruppe für Parteiprogramm 1978 zu führen.<lb/>
Er hat ein Buch geschrieben, aus dem er stellenweise vorgelesen<lb/>
hat, der Vortrag war eigentlich verhältnismässig für mich uninter<lb break="no"/>essant. Wichtiger war für mich die Diskussion. Wieder einmal hat<lb/>
sich gezeigt, dass es furchtbar schwer ist, im Kautsky-Kreis<lb/>
alle zu befriedigen. Dies betrifft weniger die differenten Auf<lb break="no"/>fassungen über Sachfragen sondern über die beleidigten, ja teilweise<lb/>
sogar frustrierten Genossinnen und Genossen, die man jetzt eben<lb/>
im ersten Anhieb nicht für diese Arbeitsgruppe herangezogen hat.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs> hat sicher recht, wenn er seine Arbeitsgruppe danach<lb/>
gestaltet, dass die, die die nächsten 25 Jahre mit diesem neuen<lb/>
Parteiprogramm leben sollen, es auch jetzt primär gestalten sollten.<lb/>
Die alten hätten die Möglichkeit durch ihre Kommunikationsmitteln<lb/>
ihre Ideen darzulegen, sie seien auch zur Mitarbeit herzlichst ein<lb break="no"/>geladen. Frau <rs type="person" ref="#per__98001">Szecsi-März</rs> wollen aber primär in der Arbeitsgruppe<lb/>
sein und unter diesen Gesichtspunkten war auch, ohne dass sie es<lb/>
sagten, ihr Beitrag zu verstehen. <choice><choice><sic>Acun</sic><corr>Auch</corr></choice></choice> bei den jungen ist mir mein<lb/>
alter Spruch eingefallen: ehre die Alten, aber lasse sie nicht<lb/>
reden. Dieser wird von den Jungen jetzt ganz brutal manchmal<lb/>
exekutiert. Ich bin selbst davon überzeugt, dass es zweckmässig ist,<lb/>
den jüngeren Genossen diese <choice><choice><sic>einmale</sic><corr>einmalige</corr></choice></choice> Chance zu geben. Ich glaube nur,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs> hier eines vergisst. l958 hat <rs type="person" ref="#per__123124">Kautsky</rs> mit einem kleinen<lb/>
Kreis von Mitarbeitern, aber doch unter seiner persönlichen Führung,<lb/>
unter seinem persönlichen Einsatz mit seinem ganzen persönlichen<lb/>
Prestige das Parteiprogramm geformt. 1968 hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ähnlich die<lb/>
Regierungsprogramm konzipiert. 1978 soll es jetzt <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs> gelingen,<lb/>
mit einer Gruppe von ausländischen Wissenschaftlern den Kernpunkt<lb/>
einer Programmdiskussion zu erarbeiten. Hier fehlt mir die über<lb break="no"/>ragende Persönlichkeit wie es in der Vergangenheit <rs type="person" ref="#per__123124">Kautsky</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> waren. Ich wünschte, dass es <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs> und den Jungen gelingt.<lb/>
Zweifle allerdings daran. In der Diskussion hat sich <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs><lb/>
viel besser geschlagen als sein Vortrag war, den er übrigens zu<lb/>
meiner grössten Überraschung heruntergelesen hat. <rs type="person" ref="#per__97728">März</rs> verlangte<lb/>
in der Diskussion sofort, man sollte auch sehr konkrete Wünsche,<lb/>
wie z.B. Verstaatlichung der Apotheken und der Zuckerindustrie<lb/>
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dazu und meinte, dies müsse man sich noch sehr genau überlegen.<lb/>
Die Jungen haben scheinbar, und das ist das Erfreuliche, eine<lb/>
ganz andere Konzeption als die Alten. Unsere Zeit, und ich zähle<lb/>
mich auch dazu, ist eben vorbei. <rs type="person" ref="#per__97354">Blau</rs> wieder meinte, die<lb/>
<pb n="30-0521" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band30/30_1976-04-21_0521.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>differenzierte Politik, Regierung auf der einen Seite und Partei<lb break="no"/>programm, das ganz etwas anderes sagt, auf der anderen Seite,<lb/>
hätte in der Vergangenheit schon gezeigt, wo die Entwicklung<lb/>
hinführt. Es wird sich auch beim neuen Programm nichts ändern,<lb/>
er befürchtet, dass gar nichts anderes sein wird als eine<lb/>
Lobeshymne auf die Regierung. Dies glaube ich nicht, sondern ich<lb/>
bin überzeugt, dass es zwar ein anderes, aber sehr interessantes<lb/>
Programm werden wird und kann. Warum glauben die Alten nur immer<lb/>
und ich zähle mich dazu, dass die Jungen, wenn sie es auch anders<lb/>
machen, nicht auch besser machen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_20">Die Zusammenkunft Regierung mit ÖGB war diesmal unwahrscheinlich<lb/>
gut besucht, fast alle Länder- Präsidialmitglieder sind gekommen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> aufgefordert über die Marktordnungen-Verhandlungen<lb/>
zu berichten. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat neuerdings unterstrichen, dass man sich<lb/>
keiner Illusion hingeben soll, er wird dafür eintreten, dass<lb/>
eine wesentliche Reform Platz greift. Die Sozialpartner erkennen<lb/>
jetzt schön langsam, dass der Viehverkehrsfonds nicht mehr zu<lb/>
halten ist. Der Obmann des Viehverkehrsfonds, <rs type="person" ref="#per__141716">Strommer</rs>, hat wegen<lb/>
krimineller Beschuldigungen, Kreditaufnahme ohne Vorstands<lb break="no"/>beschluss, für seinen eigenen Betrieb entsprechende Vorteile,<lb/>
Geldtransfer von der Genossenschaft Horn, wo er Vorstand ist,<lb/>
in die ATS-Bank, die jetzt pleite ging usw. seine Mandate zurück<lb break="no"/>gelegt. Momentan verhandelt der ÖGB und die AK mit der Handels<lb break="no"/>kammer und Landwirtschaftskammer auf der Basis, dass der Milch<lb break="no"/>wirtschaftsfonds weiter bestehen soll. Bei Getreide sind sie<lb/>
sich noch nicht einig, die AK und der ÖGB lehnen ab, die Land<lb break="no"/>wirtschaft verlangt allerdings alle drei Fonds. Das Ergebnis wird<lb/>
sicherlich sein, dass der Viehverkehrsfonds ausläuft und die<lb/>
beiden anderen novelliert werden. <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> berichtete, dass die<lb/>
Parität wie in der Paritätischen Kommission hergestellt werden<lb/>
soll, aber nicht, dass der ÖGB die Nominierung vornimmt Dies<lb/>
soll alles nur über die Arbeiterkammer erfolgen. Die Landwirtschafts<lb break="no"/>kammer verlangt in jedem Fonds neun Vertreter, weil sie ansonsten<lb/>
keine Chance hat, ihre organisatorischen und territorialen<lb/>
Wünsche unterzubringen. Dies würde bedeuten, dass von 27 jetzt<lb/>
in Hinkunft dann 36 Mitglieder in der Verwaltungskommission wären.<lb/>
Diese Zahl ist zu hoch, weshalb eine Reduktion erfolgen wird.<lb/>
Das Weisungsrecht des Landwirtschaftsministers wird neu formuliert<lb/>
und verstärkt. Die Zeichnung der Fonds soll in Hinkunft nicht<lb/>
<pb n="30-0522" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band30/30_1976-04-21_0522.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>der Obmann und der Geschäftsführer allein, sondern auch mit einem Stell<lb break="no"/>vertreter vorgesehen sein. Bezüglich der Exportgenehmigungen soll diese<lb/>
in den Fond verankert werden, wobei die Ausgleichsabgaben bei Importen<lb/>
und Experten vorgesehen sind. Der Rechnungshof soll eine starke Kontrol<lb break="no"/>le bekommen, auch für Betriebe, die Fondsmittel erhalten. Alle Beschlüs<lb break="no"/>se werden jetzt durchgegangen, damit der neue Fonds dann die neuen Be<lb break="no"/>schlüsse fassen soll. Auch die Geschäftsordnung wird geändert. Die inne<lb break="no"/>re Organisation sei ebenfalls zu ändern, wobei die Investitionsgenehmi<lb break="no"/>gungen für die Molkereien vorher auszusprechen sind, bevor sie von den<lb/>
Molkereien durchgeführt werden und dann erst anerkannt. Die Land<lb break="no"/>wirtschaft verlangt Einkommensverhältnissegarantie und insbe<lb break="no"/>sondere Unterstützungsgarantie. Dies wird aber vom Gewerkschafts<lb break="no"/>bund entschieden abgelehnt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_21">Im Unterausschuss über das Landwirtschaftsgesetz wird jetzt<lb/>
parallel verhandelt. Zuerst wollten die Mitglieder der ÖVP hier nicht<lb/>
auf die Regierungsvorlage einsteigen, weil sie sagen, auf Sozial<lb break="no"/>partnerebene wird ja eine Lösung versucht. Nach stundenlanger<lb/>
Debatte dann über die verfassungsmässige Möglichkeit und über die<lb/>
Bevorratung ist man dann in die einzelnen Paragraphen eingestiegen.<lb/>
Eine längere Debatte entwickelt sich dann, ob und wie bei einer<lb/>
einvernehmlichen Regelung durch die Sozialpartner die Regierungs<lb break="no"/>vorlage im Haus erledigt werden soll. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> hat vorgeschlagen,<lb/>
was normalerweise und üblich ist, dass der Landwirtschaftsausschuss<lb/>
dann einen Bericht auf Grund der Regierungsvorlage, die er bear<lb break="no"/>beitet an das Haus gibt, wo ja alle Abänderungen ohne weiteres<lb/>
möglich sind. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> möchte aber, dass die Regierungsvorlage<lb/>
anders erledigt wird und dass daher lieber ein Initiativantrag<lb/>
über die Novelle der derzeit bestehenden Marktordnungen für Milch<lb/>
und Getreide dann eingebracht werden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, habe ich das Ge<lb break="no"/>fühl ist auf der einen Seite froh, dass diese Materie von den<lb/>
Sozialpartnern verhandelt wird, auf der anderen Seite aber be<lb break="no"/>sorgt, dass die Regierung dann zu wenig in Erscheinung tritt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_22">Der Fall <rs type="person" ref="#per__141716">Strommer</rs> soll eine dringliche Anfrage an den Landwirt<lb break="no"/>schaftsminister genützt werden um die Machinationen der ÖVP<lb/>
aufzuzeigen. Auch für die Banken wird eine dringliche Anfrage an<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> erwogen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> bemerkt noch, dass auch ich jetzt von der<lb/>
ÖVP wegen der sozialistischen Personalpolitik in der Elektrizitäts<lb break="no"/><pb n="30-0523" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band30/30_1976-04-21_0523.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>wirtschaft angegriffen werde. Ich erkläre, ich erwarte eine<lb/>
dringliche Anfrage der ÖVP, gegebenenfalls könnte man überlegen,<lb/>
ob wir uns nicht selbst auch eine solche stellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_23">Bei der Reduktion und Reorganisation der Elektrizitätswirtschafts<lb break="no"/>aufsichtsräte bin ich nicht weiter gekommen. Unsere Genossen sind<lb/>
für die Reform, aber jeder meint immer den anderen. Wien ver<lb break="no"/>zichtet wenn Niederösterreich verzichtet, diese wieder können<lb/>
nicht verzichten, weil <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs> drinnen ist bei der Donau usw.<lb/>
Das einzige was man bei der Hauptversammlung beschliessen wollte,<lb/>
war eine Erhöhung der Sitzungsgelder. MR <rs type="person" ref="#per__111001">Peyerl</rs> hat bei mir ange<lb break="no"/>fragt, ob ich damit einverstanden bin. <rs type="person" ref="#per__112014">Erbacher</rs> hat nämlich be<lb break="no"/>richtet, dass ich mich gegen eine Erhöhung der Aufsichtsratsge<lb break="no"/>bühren ausgesprochen habe, dafür aber um auch den Arbeitnehmer<lb break="no"/>vertretern einigermassen eine Entschädigung zu geben, einverstanden<lb/>
bin die Sitzungsgelder zu erhöhen. Dies ist im Prinzip richtig,<lb/>
doch nur im Zusammenhang mit einer Reform zu verstehen. Keine<lb/>
Reorganisation, dafür aber höhere Ausgaben, dies hätte mir noch gefehlt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_24">Zwischen der Handelskammer und dem ÖGB finden jetzt Besprechungen<lb/>
über die sozialpolitischen Belastungen statt. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> steht auf dem<lb/>
Standpunkt, dass mit 1.1.77 der vierte Mindestwochenurlaub einge<lb break="no"/>führt wird.Den Pflegeurlaub ist er bereit, statt Juli um Herbst<lb/>
zu machen. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> ist damit ebenfalls einverstanden. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> er<lb break="no"/>klärt, dass er nicht eine grosse Aktion ins 10. Schuljahr starten<lb/>
will. In Wirklichkeit kann <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> dies gar nicht verkraften.<lb/>
Er wird mit dem 9. Schuljahr kaum fertig. Was notwendig ist, ist<lb/>
dass als Lehrvorbereitung eben für die nicht weiterbildenden<lb/>
Schulen dann ein 10. Schuljahr eingeführt wird. Dies dürfe aber<lb/>
keinesfalls sowie der polytechnische Lehrgang ausgestattet sein.<lb/>
Wahrscheinlich ist die beste Lösung eine neue Form der Lehrvorbe<lb break="no"/>reitung. Wichtig wäre, dass dort aber dann die Berufsschulen<lb/>
stärker herangezogen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-04-21_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Hier müssten wir bereits Details ausarbeiten<lb/>
um initiativ zu werden.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 21.4.1976</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 23. Ministerratssitzung, 21.4.1976</head>
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            <head>Nachtrag TO 23. Ministerratssitzung, 21.4.1976</head>
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            <head>hs. Notizen (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Peyerl, Fritz</persName>
               <persName><surname>Peyerl</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Beamter/ab 1980 Leiter Energiesektion VM/HM (Ministerienneuorganisation
                  1974)</occupation>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
               <persName><surname>Gratz</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Szécsi, Maria</persName>
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               <persName type="label">Simperl, Leopold</persName>
               <persName><surname>Simperl</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>BRO Coca Cola, stv. LUGA-Obmann</occupation>
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