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            <title type="main">Mittwoch, der 24. März 1976</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_01">Mittwoch, den 24. März 1976<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_02">In der ERP-Fachkommission Fremdenverkehr erklärte ich ein<lb break="no"/>leitend, daß ich mit dem Finanzministerium gesprochen habe<lb/>
und selbstverständlich die Fremdenverkehrskredite mit 5 %<lb/>
Verzinsung so wie bisher bleiben. Die in der letzten Zeit auf<lb break="no"/>getauchten Behauptungen, der Zinssatz wurde erhöht, ergibt sich<lb/>
aus einer falschen Interpretation eines Ministerratsvortrages<lb/>
des Finanzministeriums. Ich attackierte Min.Rat <rs type="person" ref="#per__137484">Schütz</rs> vom<lb/>
ERP-Büro ohne dessen Namen zu nennen weil er überall herumer<lb break="no"/>zählte die Interpretation dieses Ministerratsvortrages ergäbe<lb/>
eben eine Änderung der ERP-Konditionen. <rs type="person" ref="#per__137484">Schütz</rs> meldete sich dann<lb/>
und erklärte, daß man das ERP-Büro bei der Erstellung des<lb/>
Ministerratsvortrages nicht gehört, respektive ihren Einwand<lb/>
dann nicht berücksichtigt hätte. Er sei für die Erfüllung des<lb/>
Ministerratsvortrages zuständig und verantwortlich und könne<lb/>
daher nur sagen, daß er auch jetzt da ein Vertrag zwischen der<lb/>
Nationalbank und dem Finanzministerium und ERP-Büro noch nicht<lb/>
zustande gekommen ist, die Konditionen und vor allem die gesamten<lb/>
Anträge nicht akzeptieren könne. Es könnten deshalb auch keine<lb/>
Beschlüsse gefaßt werden. Hier widersprach ich natürlich gleich<lb/>
ganz entschieden und gestand maximal zu, daß <rs type="person" ref="#per__137484">Schütz</rs> einen Vor<lb break="no"/>behalt macht auch Dr. <rs type="person" ref="#per__144794">Zinterhof</rs> von der Nationalbank erklärte,<lb/>
daß sein Präsidium entscheiden müsse wie vorgegangen wird.<lb/>
Ich faßte nach einer Stunde Debatte dann meine Meinung dahin<lb break="no"/>gehend zusammen, daß die Kommission deren Vorsitzender ich<lb/>
eigentlich bin, <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> ist ja nur mein Stellvertreter, die An<lb break="no"/>träge immerhin 600 Millionen sofort beschließen soll. Die Re<lb break="no"/>gierung lägt größten Wert darauf, daß spätestens nach der Winter<lb break="no"/>saison mit den Anträgen die finanzielle Möglichkeit des sofortigen<lb/>
Baubeginnes gesichert werden muß, wenn die Nationalbank einige<lb/>
Anträge nicht akzeptieren kann, dann sollte sich neuerdings die<lb/>
Kommission damit beschäftigen. Das ERP-Büro muß eben schauen,<lb/>
so schnell als möglich einen Vertrag zustande zu bringen. Für mich<lb/>
war dies wieder einmal eine typische von den davon betroffenen<lb/>
Ministerium und zuständigen Stellen schlecht vorbereitet Aktion.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Andorsch</rs> hat großzügig dem Ministerrat erklärt, es müßten schnell<lb/>
die Gelder zur Verfügung gestellt werden, seine Beamten waren<lb/>
aber scheinbar nicht imstande einen Vertrag zwischen der National<lb break="no"/>bank und dem Finanzministerium und ERP-Büro zustande zu bringen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_03">Die Bürokratie hat hier sich eindeutig quergelegt auch wenn<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137484">Schütz</rs> das Gegenteil behauptet. Damit will ich nicht sagen, daß<lb/>
dies ungerechtfertigt von der Bürokratie wäre, vielleicht gibt<lb/>
es wirklich Schwierigkeiten die vor allem auf politischer Ebene<lb/>
zuerst geklärt werden müßten. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> berichtete mir dann Abends,<lb/>
daß sie über 620 Mio. Schilling zugeschlagen haben und zwar ein<lb break="no"/>wandfrei mit Zustimmung aller, Die Finanzierung wird jetzt das<lb/>
ERP-Büro klären, da ja 500 Mio. Schilling davon aus einer ERP-<lb/>
ähnlichen Lösung und nicht ERP-Fondsgelder dafür verwendet werden<lb/>
können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_04">Bei meinem Referat in Wien International, dem Diplomatenklub,<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> und <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> als Koreferenten hat mich auch der<lb/>
amerikanische Handelsattaché oder Botschaftsrat diesbezüglich<lb/>
angesprochen. Ich konnte ihm versichern, daß das ERP-Gesetz und<lb/>
die Vereinbarung mit den Amerikanern durch diese 1,5 Milliarden<lb/>
Kreditgewährung nicht berührt wird und vor allem nicht verletzt<lb/>
wird. Bei dem Klub waren ca. 20 Anwesende teilweise aber Firmen<lb break="no"/>vertreter und keinesfalls nur Diplomaten. Alles ohne daß es mich<lb/>
störte 3. und 4. Garnitur. Den dort anwesenden Vertreter der<lb/>
Tabakregie fragte ich gleich was sie veranlaßt aus Bulgarien<lb/>
jetzt anstelle 1,500 t Tabak 500 t nur zu importieren. Er wird<lb/>
sich über die Details erkundigen, da allgemein er nur meinte<lb/>
sie hätten ein großes Lager und der Umsatz sei zurückgegangen.<lb/>
Der Vertreter von Simmering-Graz-Pauker wollte mir nachher wieder<lb/>
erklären, andere Länder beim Abschluß von größeren Geschäften in<lb/>
den Zeitungen und der Öffentlichkeit diese Erfolge immer raus<lb break="no"/>posaunen. Er war sehr verwundert zu erfahren, daß auch wir in<lb/>
den letzten Wochen sehr konkrete Geschäfte abgeschlossen haben,<lb/>
während der Anwesenheit von entsprechenden Ministern, z.B. Voith<lb/>
und<add>[der]</add> sowjetische Minister <rs type="person" ref="#per__141039">Galanschin</rs>. Interessant war nur eine<lb/>
Äußerung mir gegenüber vom schweizerischen neuen Botschafter,<lb/>
der erklärte, die Schweiz möchte jetzt endlich den portugiesischen<lb/>
Investitionsfonds im Rahmen der EFTA beschließen damit vor den<lb/>
Wahlen im April Portugal das Gefühl hat, jetzt wird endlich die<lb/>
vor der letzten EFTA Tagung von mir initiierten 100 Mio. Dollar<lb/>
Kredite zur Verfügung gestellt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_05">An der Mitgliederversammlung des Instituts für Gesellschafts<lb break="no"/>politik empfahl mir <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> auf keinen Fall teilzunehmen. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs><lb/>
selbst hat seine Geschäftsführung zurückgelegt und teilte mir<lb/>
mit, daß seine Aussprache zwischen <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs> und <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> ergeben<lb/>
hat, daß <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs> wider allen erwarten doch dort als Obmann<lb/>
bleibt. Deshalb wird der neue Präsident <rs type="person" ref="#per__97386">Czettel</rs> nicht wie vor<lb break="no"/>gesehen diese Obmannstelle nehmen dafür aber den von mir be<lb break="no"/>setzten Obmann des journalistischen Beirates. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> war der<lb/>
einzige der vorher telefonisch bei mir anrief und meinte, ich<lb/>
sollte doch zu dieser Mitgliederversammlung kommen. Ich weiß<lb/>
nicht, hat <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> die Hoffnung gehabt, daß ich dort an den Be<lb break="no"/>schlüssen, wie mir <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> später erst mitteilte, etwas ändern<lb/>
könnte, oder wollte er nur noch einen Aufputz auch für diese<lb/>
Mitgliederversammlung. Je länger ich von der Arbeiterkammer weg<lb/>
bin um so mehr kommt mir richtig zu Bewußtsein wie gut es war<lb/>
meinen Dienst dort sofort quittiert zu haben. Wie sich jetzt<lb/>
deutlich zeigt, ist es ganz unmöglich wenn man irgendwo anders<lb/>
arbeitet dann noch eine Verbindung aufrechtzuerhalten die aus<lb/>
der vorhergehenden Tätigkeit entsproß, es gibt viel zu viele<lb/>
Interessenten die als Nachfolger auf Funktionen warten. Mich<lb/>
stört in keiner Beziehung, daß ich diese Tätigkeit jetzt ver<lb break="no"/>loren habe. Ausgefüllt habe ich sie in der letzten Zeit sowieso<lb/>
nicht, es wäre viel gescheiter gewesen ich hätte schon längst<lb/>
darauf verzichtet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_06">Dr. <rs type="person" ref="#per__144805">Fürbauer</rs> von der Möbelfabrik EPA muß seinen Betrieb<lb/>
liquidieren um die Schulden bezahlen zu können. Er hofft für<lb/>
sein Grundstück, 20.000 Quadratmeter Liegenschaft am Wiener<lb break="no"/>berg, 60 Mio. Schilling zu bekommen, weil wie er sich ausdrückt,<lb/>
dies braucht um ohne Ausgleich oder Konkurs zusperren zu können.<lb/>
Die Betriebsansiedlungsgesellschaft interessiert sich dafür. Er<lb/>
dürfte wissen, daß der Direktor <rs type="person" ref="#per__114117">Mayerhofer</rs> dort mein Schwager<lb/>
ist und ersuchte mich um Intervention. Ich rief sofort an und<lb/>
erfuhr, daß zwar richtig die Absicht besteht, Gewerbehöfe zu<lb/>
errichten, daß aber <rs type="person" ref="#per__114117">Mayerhofer</rs> sagt es würde der Quadratmeter<lb/>
auf 70 Schilling plus Betriebskosten Miete kommen. Für einen Ge<lb break="no"/>werbebetrieb völlig unakzeptabel, außerdem sei das Grundstück<lb/>
maximal die Hälfte dessen Wert was sich <rs type="person" ref="#per__144805">Fürbauer</rs> vorstellt. Ich<lb/>
habe dies <rs type="person" ref="#per__144805">Fürbauer</rs> mitgeteilt und empfohlen direkt mit <rs type="person" ref="#per__114117">Mayerhofer</rs><lb/>
die Verhandlungen aufzunehmen. Einen gewünschten Zuschuß zu dem<lb/>
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Handelsministerium, habe ich sofort als unmöglich abgelehnt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_07">Die Personalvertretung, Dienststellenausschuß, haben auf Grund<lb/>
des Personalvertretungsgesetzes neuerdings wegen der Besetzung<lb/>
der Sektion IV eine Aussprache verlangt. <rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__112948">Degischer</rs><lb/>
erklärten zuerst, daß die Kommission gesetzwidrig entschieden<lb/>
hat. <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> hätte 810 Punkte und <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> nur 800 weshalb <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs><lb/>
hätte von der Kommission vorgeschlagen werden müssen. Sie sahen<lb/>
darin ein reines Politikum. Ich erklärte ihnen sofort, daß immer<lb/>
wieder wenn es um politische Fragen geht, von der Handels<lb break="no"/>kammer Min.Rat <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> als der für sie akzeptable Mann vorge<lb break="no"/>schlagen wurde. Ich hatte die Handelskammer aufgefordert<lb/>
Kandidaten zu nennen, vorerst wurden einige Namen genannt dann<lb/>
aber wegen der schlechten Bezahlung im Verhältnis zu ihrem<lb/>
jetzigen Verdienst nicht mehr aufgefordert sich zu bewerben.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112948">Degischer</rs> behauptete es sei <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> gewesen, nachdem er zuerst<lb/>
einmal genannt dann aber sofort durch <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> ersetzt wurde und<lb/>
monatelang an <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs> festgehalten wurde jetzt doch in den letzten<lb/>
Tagen wieder angeblich von der Handelskammer favorisiert wird.<lb/>
Da <rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs> aber auch <rs type="person" ref="#per__112948">Degischer</rs> überzeugt sind, daß sie letzten<lb/>
Endes mit diesem Wunsch, der auch vollkommen unbegründet ist,<lb/>
10 Punkte Differenz ist gar nichts und <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> bringt die besseren<lb/>
Voraussetzungen mit, kaum durchkommen können, versuchten sie<lb/>
jetzt andere Geschäfte. Sie schlugen mir vor, es könne ein<lb/>
Einvernehmen ergeben, wenn ich einige Wünsche von ihnen erfülle.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> soll Sektionsleiterstellvertreter werden. Die Grundsatz<lb break="no"/>gruppe die ich erklärte sie wird aufgelöst, wollte sie mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112956">Schwarz</rs> besetzen. Die Grundsatzgruppe kann aber, da es sich um<lb/>
eine Wirtschaftsfrage handelt, sicherlich nur wenn sie aufrecht<lb/>
erhalten bliebe mit einem Ökonomen und sicher nicht mit Juristen<lb/>
besetzt werden. Die Abteilung <rs type="person" ref="#per__111722">Kinscher</rs> sollte mit <rs type="person" ref="#per__114516">Buchmann</rs> nach<lb break="no"/>besetzt werden. Ich erklärte sofort, daß ich nicht denke nach<lb/>
Berufung <rs type="person" ref="#per__111722">Kinschers</rs> als Gruppenleiter, ihm von der Abteilungs<lb break="no"/>leitung zu entheben. Für den auf 6 Monate verlängerten Min.Rat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs> soll nicht wie allgemein erwartet, <rs type="person" ref="#per__114085">Grumbeck</rs>, der sich<lb/>
mit Textilfragen in der letzten Zeit sehr eingehend beschäftigt<lb/>
hat, sondern <rs type="person" ref="#per__131309">Bock</rs> nominiert werden. Auch die Ein-Mann-Abteilung<lb/>
<rs type="person" ref="#per__136381">Hoffmann</rs> soll wieder mit <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs> besetzt werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_08"><rs type="person" ref="#per__97819">Pleschiutschnig</rs> hat mit Recht darauf verwiesen, daß er mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112989">Herold</rs> bereits vereinbart hat, daß es in Hinkunft keine Ein-<lb/>
Mann-Abteilungen geben darf, es war daher jedem klar, daß<lb/>
die <rs type="person" ref="#per__136381">Hoffmann</rs>-Abteilung nicht mehr besetzt wird. <rs type="person" ref="#per__97819">Pleschiutschnig</rs><lb/>
wird jetzt über diese Aussprache eine Niederschrift mit der<lb/>
Personalvertretung machen. Nach eingehender, interner Beratung<lb/>
komme ich zur Überzeugung, es ist nur möglich ohne weiteren<lb/>
Ausschreibungen vorzugreifen, die Stellvertretung von <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs><lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> zu vereinbaren. Wenn die Personalvertretung diese<lb/>
Vorgangsweise akzeptiert, kann es zu einer Vereinbarung kommen,<lb/>
wenn nicht dann soll man den Instanzenweg ganz einfach gehen,<lb/>
Berufung an den Zentralausschuß und dann auch von mir aus an die<lb/>
Aufsichtskommission, hier teilen sich allerdings die Meinungen,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> bestätigt mir, daß die Personalvertretung eine solche<lb/>
Möglichkeit hat, <rs type="person" ref="#per__97819">Pleschiutschnig</rs> bezweifelt dies da sie dafür<lb/>
keine Kompetenz besitzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_09">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCHIUTSCHNIG</rs>: Bitte prüfen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_10">Die Sektionsleitersitzung nach dem neuen System bewährt sich<lb/>
ganz gut. Interessant für mich war nur, daß ich mitteilte, daß<lb/>
ich mit der Personalvertretung jetzt ein Jour fixe immer haben<lb/>
würde, <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> ersuchte, daß Dr. <rs type="person" ref="#per__114994">Böhm</rs> anwesend sein sollte.<lb/>
Ich erklärte spontan, daß ich beabsichtigt hätte den Präsidial<lb break="no"/>leiter, also Dr. <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs>, zuzuziehen. Ich biete ihm deshalb<lb/>
an den Jour fixe mit der Personalvertretung teilzunehmen, <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs><lb/>
war darüber deutlich sichtbar nicht sehr glücklich. Die Personal<lb break="no"/>vertretung und er haben sich in den vergangenen Jahrzehnten<lb/>
sehr schlecht mitsammen gesprochen, obwohl sie immer derselben<lb/>
Partei angehört haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_11">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCHIUTSCHNIG</rs>: Bitte die Personalvertretung ver<lb break="no"/>ständigen und Jour-fixe-Termin vereinbaren.<lb/>
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33 % überzogen sind. Im ganzen Jahr haben wird 127, da im Bundes<lb break="no"/>kanzleramt an den bisherigen System festgehalten wird, jede<lb/>
Auslandsreise zählt, egal ob nach Bratislava oder von mir aus<lb/>
rund um die Welt, müssen wir uns auch jetzt mehr auf dieses<lb/>
System einstellen. Wenn ich deshalb wirklich nach Polen fahren<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_13">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCHIUTSCHNIG</rs>: Bitte dies sofort mit Min.Rat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_14">Am meisten überrascht war ich, daß die Repräsentationsauf<lb break="no"/>wendungen von 500.000 Schilling schon jetzt mit 84.000 Schilling<lb/>
ausgegeben sind. Ich erklärte ausdrücklich, daß ich im Vorjahr<lb/>
schon festgelegt habe, die 500.000 Schilling dürfen nicht über<lb break="no"/>schritten werden, trotzdem wurden sie um fast 10 % im Vorjahr<lb/>
überzogen, heuer würde ich dies nicht mehr akzeptieren.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> und insbesondere Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> meinten, es dürften<lb/>
nicht so viele Minister eingeladen werden. Genau das Gegenteil<lb/>
ist aber für die Wirtschaft und ganz besonders für unseren<lb/>
Außenhandel wichtig. Zum Glück habe ich jetzt mit der Handels<lb break="no"/>kammer eine einwandfreie gesetzliche Regelung für die Refundierung<lb/>
dieser Aufwendungen. Ich ersuchte mit der Rechnungslegung-und<lb/>
Bezahlung zuzuwarten, damit nach Beschluß im Nationalrat die<lb/>
Vereinbarung mit der Handelskammer endgültig abgeschlossen<lb/>
werden kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band30_1976-03-24_15">Ich traute meinen Ohren nicht, als mir Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> mitteilte,<lb/>
bei Verhandlungen über die Wirtschaftliche Landesverteidigung<lb/>
hätte der Verkehrsministervertreter verlangt, daß die Benzin<lb break="no"/>markenbewirtschaftung und Zuteilung für den Straßenverkehr soweit<lb/>
er die Personen Privatautos betrifft, durch das Verkehrsministerium<lb/>
zu erfolgen hätten. Wenn keine rechtlichen Bedenken dagegen sind,<lb/>
sagte ich, sollte man dies sofort akzeptieren, hier kann es sich<lb/>
wirklich nur um eine wild gewordene Bürokratie des Verkehrs<lb break="no"/>ministeriums handeln die mit aller Gewalt <choice><choice><sic>der</sic><corr>die?</corr></choice></choice> Kompetenzen<lb/>
an sich ziehen wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie<lb/>
diesbezüglich mit dem Verkehrsminister <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> gesprochen haben.<lb/>
Ich bin auf alle Fälle sofort dafür, wenn sie diese undankbare<lb/>
Aufgabe haben wollen, ihnen sie zu übertragen. Die gedruckten<lb/>
Benzinmarken und das ganze Versorgungssystem für die privaten<lb/>
PKW-Besitzer werde ich lieber heute als morgen los.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Kinscher, Walter</persName>
               <persName><surname>Kinscher</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>Sekt.R HM</occupation>
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               <persName type="label">Pleschiutschnig, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Pleschiutschnig</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Kabinett Staribacher</occupation>
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               <persName type="label">Mayerhofer, Anton</persName>
               <persName><surname>Mayerhofer</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>Wr. Betriebsansiedlungsgesellschaft, Schwager Staribachers</occupation>
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               <persName type="label">Hönel, Walter</persName>
               <persName><surname>Hönel</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Androsch, Hannes</persName>
               <persName><surname>Androsch</surname><forename>Hannes</forename></persName>
               <occupation>Finanzminister</occupation>
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               <persName type="label">Koppe, Fritz</persName>
               <persName><surname>Koppe</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Sekr. JS, ab 1973 GF VKI</occupation>
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               <persName type="label">Dinzl, Gottfried</persName>
               <persName><surname>Dinzl</surname><forename>Gottfried</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Ottahal, Georg</persName>
               <persName><surname>Ottahal</surname><forename>Georg</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM, u.a. zuständig f. Protokollfragen</occupation>
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               <persName type="label">Wanke, Otto</persName>
               <persName><surname>Wanke</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>SChef HM</occupation>
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               <persName type="label">Steiger, Paul</persName>
               <persName><surname>Steiger</surname><forename>Paul</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Lanc, Erwin</persName>
               <persName><surname>Lanc</surname><forename>Erwin</forename></persName>
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               <persName type="label">Hrdlitschka, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Hrdlitschka</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>AK, ÖIAG</occupation>
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               <persName type="label">Böhm, Walter</persName>
               <persName><surname>Böhm</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>Personalvertretung HM</occupation>
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               <persName type="label">Fälbl, Maximilian</persName>
               <persName><surname>Fälbl</surname><forename>Maximilian</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Herold, Hans</persName>
               <persName><surname>Herold</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Beamter/Personalvertreter HM</occupation>
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               <persName type="label">Schwarz, Walter</persName>
               <persName><surname>Schwarz</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>Sekt.R HM</occupation>
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               <persName type="label">Czettel, Adolf</persName>
               <persName><surname>Czettel</surname><forename>Adolf</forename></persName>
               <occupation>Präsident AK</occupation>
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               <persName type="label">Degischer, Klaus</persName>
               <persName><surname>Degischer</surname><forename>Klaus</forename></persName>
               <occupation>Sekt.R HM</occupation>
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               <persName type="label">Buchmann, Sandor</persName>
               <persName><surname>Buchmann</surname><forename>Sandor</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Lausecker, Karl</persName>
               <persName><surname>Lausecker</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <persName type="label">Hoffmann, D</persName>
               <persName><surname>Hoffmann</surname><forename>D</forename></persName>
               <occupation>MR HM? Falschschreibung?</occupation>
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               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Grumbeck, Otto</persName>
               <persName><surname>Grumbeck</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Bock, C</persName>
               <persName><surname>Bock</surname><forename>C</forename></persName>
               <occupation>MR HM; evtl. ident mit Bock, B</occupation>
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               <persName type="label">Gröger, Adolf</persName>
               <persName><surname>Gröger</surname><forename>Adolf</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Schütz, B</persName>
               <persName><surname>Schütz</surname><forename>B</forename></persName>
               <occupation>Beamter [Amtsdirektor HM; 1971 von JS als B-Beamter bezeichnet, der das
                  Budget im Einzelnen ausarbeitet und im Detail kennt]</occupation>
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               <persName type="label">Schipper, Hans</persName>
               <persName><surname>Schipper</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation/>
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               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
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