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            <title type="main">Samstag, der 17. Jänner 1976</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band29_1976-01-17</idno>
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            <date when="1976-01-17">Samstag, 17. Januar 1976</date>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band29_1976-01-17_01">Samstag, 17. Jänner 1976<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band29_1976-01-17_02">Die Konsumgenossenschaft Wien, Direktor <rs type="person" ref="#per__113061">Kadits</rs>, hatte im Einrichtungs<lb break="no"/>haus in Vösendorf Leute der Presse versammelt. Er ersuchte mich,<lb/>
dorthin zu kommen und ich kam diesem Ersuchen mehr widerwillig<lb/>
als begeistert nach. Ich erklärte der Presse, dass ich durch diese<lb/>
ständigen Kontakte nicht mit den Konsumgenossenschaften und den<lb/>
Konsumkaufhäusern sondern selbstverständlich auch mit den privaten<lb/>
Kaufhäusern eine gewisse Information habe, die unmittelbarer ist<lb/>
als die statistischen Ergebnisse oder die Prognosen des Wirtschaftsfor<lb break="no"/>schungsinstitutes. Trotzdem bin ich über diese Art der Information<lb/>
nicht sehr glücklich. Das Einrichtungshaus hat mit dem Bastler<lb break="no"/>eck über 300 Mill. Umsatz gehabt, sicherlich eine beachtliche<lb/>
Leistung, aber auch von solchen punktuellen Informationen eine falsche<lb/>
Entscheidung ohne weiters getroffen werden kann, erörterte<lb/>
ich der Presse, warum wir eine fundiertere Meinungsumfrage vom<lb/>
Verein für Konsumenteninformation durchführen. <rs type="person" ref="#per__113061">Kadits</rs> erklärte mir,<lb/>
er möchte in der nächsten Zeit mit mir engen Kontakt halten,<lb/>
um die Aktivitäten der Genossenschaft mit den Intentionen des<lb/>
Handelsministers abzustimmen. Dieselbe Absicht hatte auch der<lb/>
leider verunglückte <rs type="person" ref="#per__140457">Peterschelka</rs>, der wahrscheinlich am ehesten<lb/>
die Konsumgenossenschaften auch aus ihrer schwierigen finanziellen<lb/>
Phase durch die Holzgeschäfte bedingt herausgeführt hätte. Selbst<lb break="no"/>verständlich erklärte ich auch <rs type="person" ref="#per__113061">Kadits</rs>, dass ich jederzeit zu einer<lb/>
Aussprache bereit bin und so wie jeder anderen Handelsgesellschaft<lb/>
auch der Konsumgenossenschaft volle Unterstützung insbesondere<lb/>
bei Preissenkungen geben würde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band29_1976-01-17_03">Beim Abflug der ägyptischen Delegation habe ich dann dem Vertreter<lb/>
des Minister <rs type="person" ref="#per__140592">Osman</rs> ganz besonders noch unter vier Augen einge<lb break="no"/>schärft, dass das Tunnel-Projekt für Österreich ungeheuer<lb/>
entscheidend sei. Wenn es zu diesem Auftrag kommt, wird das ein<lb/>
Fanal in der ägyptisch-österreichischen Beziehung sein. Der<lb/>
Staatssekretär versicherte mir, dass sein Minister dies auch<lb/>
so betrachte und er überzeugt ist, dass es gelingen wird, dieses<lb/>
so grosse und wichtige Projekt in der nächsten Zeit positiv abzu<lb break="no"/>schliessen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band29_1976-01-17_04">Am Abend traf ich im Volkstheater den Aussenminister und berichtete<lb/>
ihm über die ägyptischen Verhandlungen. <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> hat bezüglich der<lb/>
Idee <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs>, eine arabisch-österreichische Gesellschaft zu<lb/>
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sich nicht auf eine Person oder auf eine Anzahl von Personen werden<lb/>
einigen können. Die arabisch-österreichische Gesellschaft würde<lb/>
deshalb auf der österreichischen Seite ein Team haben das einheit<lb break="no"/>lich auftritt, während auf der arabischen Seite die einzelnen Länder,<lb/>
man denke nur an Syrien und Ägypten, Saudi-Arabien und Libyen<lb/>
keinesfalls Übereinstimmung erzielt werden würde. Zum Glück habe<lb/>
ich dieses Projekt nicht zu verwirklichen, ja bin nicht einmal dafür<lb/>
verantwortlich. Hier wird <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> in Eigenregie diese Gesellschaft<lb/>
gründen und dann die entsprechenden Schritte, die dafür notwendig<lb/>
sind, vorbereiten. Eine solche grosse Gesellschaft wäre natürlich<lb/>
für die Abwicklung der Geschäfte, die sich vielleicht doch jetzt an<lb break="no"/>bahnen, sehr interessant.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 17.1.1976</head>
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