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            <title type="main">Donnerstag, der 18. Dezember 1975</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
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                  <idno type="signature">Band28_1975-12-18</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_01">Donnerstag, 18. Dezember 1975<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_02">Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> rief an, um zu fragen, was geschehen soll, da<lb/>
das Aussenamt jetzt die Ratifizierung des Internationalen Energie<lb break="no"/>agenturvertrages vornehmen wollte. Die Fristerstreckung war ur<lb break="no"/>sprünglich nur bis Ende des Jahres vorgesehen. Amerika, Belgien und<lb/>
die Niederlande werden allerdings noch immer nicht ratifizieren.<lb/>
Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs>, vom politischen Standpunkt sei es mir persönlich<lb/>
ganz egal, die ÖVP hat teils anklingen lassen, dass wir noch immer<lb/>
nicht ratifiziert haben und sie deshalb noch immer Zeit hat mit<lb/>
der innerösterreichischen Regelung. Andererseits war es sicherlich<lb/>
auch nach der Öffentlichkeit hin, ein gewisser Druck zu sagen,<lb/>
wenn ratifiziert wird, dann müsste auch eine innerösterreichische<lb/>
Regelung bereits vorliegen. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> selbst meinte, er würde auf alle<lb/>
Fälle jetzt für die Ratifizierung sprechen. Ich war mit seinem<lb/>
Vorschlag einverstanden. Nach einiger Zeit rief mich dann <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs><lb/>
an und teilte mir mit, dass der Kanzler entschieden hat, dass nicht<lb/>
ratifiziert werden soll. Die Gründe kenne ich nicht und natürlich<lb/>
auch <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> nicht. Ich verständigte sofort <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> und wir stellten<lb/>
beide übereinstimmend fest, dass wir sehr froh sind, die Kompetenz<lb/>
für die Internationale Energieagentur, d.h. Mission Paris, <rs type="person" ref="#per__133970">Bobleter</rs>,<lb/>
nicht zu haben, ist wirklich nur von Vorteil.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_03">Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> mit <rs type="person" ref="#per__140380">Mautsch</rs>, der derzeit noch bei Walek-Mako Wr.<lb/>
Neustadt beschäftigt ist, eine Aussprache und berichtete mir davon.<lb/>
Diese <add>[dem]</add> <rs type="person" ref="#per__141653">Van-Delden</rs>-Konzern gehörende Spinnerei verarbeitet derzeit<lb/>
5.000 t Synthetik, mehr als die Vöslauer mit 4.600. Der Betrieb war<lb/>
einmal in den roten Zahlen und <rs type="person" ref="#per__140380">Mautsch</rs> hat ihn saniert. <rs type="person" ref="#per__141653">Van Delden</rs>,<lb/>
der deutsche Besitzer, möchte ihn nun verkaufen. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> meint, es<lb/>
wäre gut, wenn man <rs type="person" ref="#per__140380">Mautsch</rs>, der weggehen will, für die Vöslauer<lb/>
gewinnen könnte. Der jetzt vorliegende Bericht für Vöslau spricht<lb/>
eindeutig von einer <choice><choice><sic>Krachstellung</sic><corr>?</corr></choice></choice> Unternehmensführung. Die Banken<lb/>
müssen nun 260 Mill. Betriebsmittel zur Verfügung stellen. 100 Mill.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97925">Schoeller</rs>, 100 Mio. die CA, 30 die Giro und 30 die Länderbank.<lb/>
Weitere 60 Mio müssen gegebenenfalls dann auch noch dem Schlüssel<lb/>
entsprechend aufgeteilt werden. Da die Girozentrale bei <rs type="person" ref="#per__97925">Schoeller</rs><lb/>
wenn auch nur mit 10 % beteiligt ist, möchte sie, wenn sie jetzt<lb/>
schon stärker einsteigt, eine entsprechende Unternehmer-Konzeption<lb/>
und Führung. Die Baumwoll- und Schafwollspinnerei hat in Österreich<lb/>
keine grosse Chance. Dies wird wahrscheinlich in Hinkunft in den<lb/>
<pb n="28-1502" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band28/28_1975-12-18_1502.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Entwicklungsländern billiger gemacht werden. Die ersten Verarbei<lb break="no"/>tungsstufen werden sicherlich in Hinkunft bei den Entwicklungsländern<lb/>
so errichtet und preiswert produziert werden, dass ein Industrieland<lb/>
kaum Chance hat, damit im Konkurrenzkampf fertig zu werden. <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs><lb/>
glaubt deshalb, es müsste hier ein starkes Management die Reorganisation<lb/>
vornehmen. Ich erklärte ihm, dass das Handelsministerium erst nach<lb/>
Vorliegen des Berichtes insofern eine Entscheidung treffen wird,<lb/>
als wir dann, wenn die Banken einverstanden sind, einen diesbe<lb break="no"/>züglichen Ministerratsvortrag machen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97819">PLESCH</rs>: Das Personalproblem muss die Bank selbst<lb/>
lösen und <rs type="person" ref="#per__97453">Fremuth</rs> ersucht, dass wir uns wegen der Person <rs type="person" ref="#per__140380">Mautsch</rs><lb/>
nicht einschalten sollen und vertraulich behandeln.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_05">Der Handelsdelegierte aus Moskau berichtet mir, dass die 4 Schiffe<lb/>
für Korneuburg mit 1,4 Mia. S wir sicher den Auftrag bekommen werden.<lb/>
Die Preisfrage war äusserst schwierig zu lösen. Der seinerzeitige<lb/>
Direktor <rs type="person" ref="#per__141654">Schwartz</rs> hatte unterpreisig kalkuliert, sodass sich der<lb/>
jetzige Verkaufspreis fast verdoppelt. Auch für die Pelletier-Anlage<lb/>
<choice><choice><sic>mitmit</sic><corr>mit?</corr></choice></choice> 70 Mio. $ für die VÖEST bestehen gute Chance.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_06">Der Siemens-Direktor <rs type="person" ref="#per__140536">Mitschke</rs> hat uns einen Brief gegeben und gebeten,<lb/>
dass wir an <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> seinen Wunsch weitergeben, von Vizemini<lb break="no"/>sterpräsidenten <rs type="person" ref="#per__141655">Nowikow</rs> als Präsident des Olympischen Komitees<lb/>
empfangen zu werden. Gleichzeitig ersuchten wir, damit man auch<lb/>
eine Aussprache <rs type="person" ref="#per__141656">Wassilew</rs>, den stellvertretenden Abteilungsleiter<lb/>
im Staatskomitee haben könne. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> liess nun bei <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs><lb/>
rückfragen, wieso auf der einen Seite <rs type="person" ref="#per__140536">Mitschke</rs> eine Vizeminister<lb break="no"/>präsidenten besuchen möchte, das Niveau war viel zu hoch und anderer<lb break="no"/>seits man anfragt, wenn man nur einen Abteilungsleiterstellvertreter<lb/>
sprechen will. Ausserdem wurde von den Sowjets sofort gefragt, wer<lb/>
die Delegation führen würde. Ich verständigte sofort <rs type="person" ref="#per__140536">Mitschke</rs> und<lb/>
erklärte ihm, dass die Delegationsleitung <rs type="person" ref="#per__112954">Standenat</rs> wäre, wenn tat<lb break="no"/>sächlich es möglich ist, den <rs type="person" ref="#per__141655">Nowikow</rs> zu erreichen. Ansonsten wird<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs> die Delegation führen oder<add>[?]</add> Firmenvertreter <rs type="person" ref="#per__140536">Mitschke</rs>, wenn<lb/>
auch für Siemens kein Unbedeutender, für die sowjetische Hierarchie<lb/>
aber interessanterweise scheinbar ganz uninteressant. Für mich war<lb/>
es wieder einmal mehr ein Beispiel, wie die Hierarchie und das Pro<lb break="no"/>tokoll im Osten eine Rolle spielt. Ein grosser Fehler war, dass Standen<lb/>
hat entschieden hatte, der Brief soll durch Boten zugestellt werden<lb/>
und nicht erlaubte, dass <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs>, der ihn persönlich überbringen<lb/>
<pb n="28-1503" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band28/28_1975-12-18_1503.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>wollte, dort gleich hätte einige Protokollfragen bei der Über<lb break="no"/>gabe besser regeln hätte können. Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs>,<lb/>
die anwesend waren, dass wir in Hinkunft viel stärker auf diese<lb/>
formalen Sachen Rücksicht nehmen müssen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_07">Bei der Gemischten Kommission im nächsten Jahr werde ich versuchen,<lb/>
gleichzeitig auch die sowjetisch-österreichischen Technische Woche<lb/>
in Moskau zu eröffnen. Angeblich kommt nämlich zur österr.-sowje<lb break="no"/>tischen Technischen Wochen nach Wien <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> persönlich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_08"><rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> erklärt dezidiert, und <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> hat dies fest eingeplant, dass<lb/>
wir jetzt nach Tunesien fahren müssen. <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> hat mir in späterer<lb/>
Folge dann auch noch Mindest-Reisepläne mitgeteilt. Ich verlangte<lb/>
von ihm und <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>, dass wir jetzt ein endgültiges Programm für<lb/>
1976 versuchen zu erstellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte die Termine vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_10">Die Vorsprache von Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> als Vorsteher des Fachverbandes<lb/>
und der Multis war für mich sehr interessant. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> begann, dass<lb/>
es eine Differenz zwischen ihnen gibt, wonach die Multis eben<lb/>
den Fonds wünschen, während die ÖMV nach wie vor auf dem Standpunkt<lb/>
steht, über den Preis die Lagerhaltung zu finanzieren. <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs> meinte,<lb/>
es gäbe dann auch noch die Differenz, dass bei unserem Regierungs<lb break="no"/>entwurf vorgesehen ist, die Abschlagszahlung für Importeure,<lb/>
die kein Lager bauen, sollte für irgendwelche Energieförderung zur<lb/>
Verfügung stehen. Die Internationalen verlangen, dass diese Widmung<lb/>
ausschliesslich zur Finanzierung der Pflichtlager auferlegt werden<lb/>
sollte. Ich erklärte sofort, dass ich bereit bin, nicht für irgendwel<lb break="no"/>che Energieförderung, sondern zur Finanzierung der Pflichtlager die<lb/>
Abschlagszahlung zu verwenden. Viel lieber wäre mir aber, wenn<lb/>
sie überhaupt eine Lösung zustandebrächten, dass eine Abschlagszahlung<lb/>
gar nicht notwendig ist. Man sollte u.a. durch Auflagen beim Import<lb/>
entsprechende Vereinbarungen treffen, dass alle, die<lb/>
davon betroffen sind, sich freiwillig oder durch privatrechtliche<lb/>
Verpflichtungen an dem Lagerbau beteiligen. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> und <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs><lb/>
gaben dann zu erkennen, dass sie doch eine Lösung darin sehen würden,<lb/>
wenn im Gesetz vorgesehen ist, dass die Investitionskosten als<lb/>
Kalkulationstangente des Preises gelten. Dazu erklärte ich mich<lb/>
bereit. Auf meine Anfrage, wie es nun am 1.1.1976 weiter gehen soll,<lb/>
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bis 1.2. die Mehrwertsteuer zu übernehmen. <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs> wolle von<lb/>
mir dann besonders dezidiert wissen, ob bis zu diesem Zeitpunkt<lb/>
der Preisantrag bereits erledigt sei. Ich erklärte dezidiert,<lb/>
dies hängt ausschliesslich davon ab, dass wir alle offenen Probleme<lb/>
Lagerung, Energiesicherungsgesetz, Mineralölsteuererhöhung er<lb break="no"/>ledigen. Ich persönlich kann ihnen nur zusagen, so schnell wie<lb/>
möglich den Preisantrag dann zu behandeln. Mit dieser Lösung waren<lb/>
sie einverstanden und hatten mich und ganz besonders <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> aus<lb/>
einer schwierigen Situation befreit. Eine Preisverordnung auf<lb/>
Einbau der 2 %-igen Mehrwertsteuererhöhung wäre nämlich gar<lb/>
nicht so leicht gewesen. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> sagte mir dann noch abends,<lb/>
er versteht überhaupt nicht, wie die Internationalen, die beste<lb/>
hochbezahlte Juristen beschäftigen, die Schwachstellen nicht er<lb break="no"/>kannt haben, die in unserer Drohung lagen: Dann werden wir den Preis<lb/>
regeln. Ich glaube, dass wohl die Internationalen dies gekannt<lb/>
haben, aber doch lieber mit mir zu einer Einigung kommen wollen,<lb/>
als sich auf den Kampf, den ihnen scheinbar <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> indirekt empfoh<lb break="no"/>len hat, sich einzulassen. In der Öffentlichkeit ist dies sicher<lb/>
ein ganz guter Erfolg und <rs type="person" ref="#per__114508">Tieber</rs> hat es sofort entsprechend ver<lb break="no"/>kauft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_11">Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97854">Rabus</rs>, Steyr-Werke, kam, um mir auseinanderzusetzen, dass<lb/>
er imstande war über Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97991">Steiner</rs>, Aussenamt, der<lb/>
seinerzeit als Botschafter in Griechenland während der Militär<lb break="no"/>diktatur den derzeitigen griechischen Botschafter in Österreich<lb/>
kennenzulernen, diesen veranlasst hat, dass er zu mir kommt.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97854">Rabus</rs> ersuchte mich nun, für Steyr-Hellas bei ihm zu intervenieren<lb/>
Der griechische Botschafter war auch dann tatsächlich bereit,<lb/>
ein noch ihm heute zuzustellendes Memorandum in Englisch über die<lb/>
konkreten Wünsche der Steyr-Werke an seine Regierung zu berichten,<lb/>
er fährt jetzt unmittelbar in die Schweiz und wird dann in Grie<lb break="no"/>chenland im nächsten Jahr persönlich in der Regierung inter<lb break="no"/>venieren. <rs type="person" ref="#per__97854">Rabus</rs> war sicherlich überrascht über die weitere Unter<lb break="no"/>stützung, die wir seinem Projekt in Thessaloniki gewähren. Ich<lb/>
konnte mir nicht verkneifen, ihm zu sagen, dass er seinerzeit, als<lb/>
er sich in dieses Projekt einliess, die Unterlagen nicht zur Ver<lb break="no"/>fügung stellte. Er versprach, diese insbesondere das königliche<lb/>
Dekret Min.Rat <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs>, der anwesend war, zu geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_12">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs>: Stelle fest, ob er dieses Versprechen auch<lb/>
tatsächlich bei <rs type="person" ref="#per__98075">Willenpart</rs> eingehalten hat und lass Dir dann über<lb/>
den Vertrag genau referieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_13">Bei der Ankunft des irakischen Ölministers <rs type="person" ref="#per__126956">Karim</rs> kam ich zu<lb/>
Spät, weil die Schwechater Brücke durch ein Lastfuhrwerk blockiert<lb/>
war. Zu Fuss erreichte ich aber dann doch noch das Flugzeug.<lb/>
Auch der Vertreter von Austroplan ist dann mit nachgelaufen. Ausser<lb/>
ihm war noch Waagner-Biro, VÖEST und Voith vertreten. Diese Firmen<lb/>
legen grössten Wert darauf- bei den Besprechungen mit <rs type="person" ref="#per__126956">Karim</rs><lb/>
am Montag und ganz besonders auch dann natürlich beim Essen an<lb break="no"/>wesend zu sein. Ich hatte mir vorgenommen, für das Wochenende<lb/>
<rs type="person" ref="#per__126956">Karim</rs> zur Verfügung zu sehen, dieser erklärte aber dezidiert,<lb/>
er wünsche, da er bei der OPEC Samstag/Sonntag verhandelt, bis<lb/>
Montag wo wir die Besprechungen bei uns im Hause aufnehmen, fast<lb/>
würde ich sagen in Ruhe gelassen zu werden. Für mich ist es<lb/>
immer so furchtbar schwer, festzustellen, wie weit sie aus<lb/>
Höflichkeit, mich nicht zu belasten, von meinem Angebot keinen<lb/>
Gebrach machen oder wie weit sie wirklich kein Interesse daran<lb/>
haben. Auf alle Fälle vereinbarte ich mit <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs>, er soll den Ge<lb break="no"/>schäftsträger neuerdings fragen, ob nicht doch ein Wunsch der Be<lb break="no"/>treuung vorliegt. Ich offerierte <rs type="person" ref="#per__126956">Karim</rs> nicht nur entsprechende<lb/>
Besuche, Oper, Besichtigungen Wien und Umgebung sondern auch<lb/>
Jagdmöglichkeiten, die die VÖEST zur Verfügung stellen wollte.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__126956">Karim</rs> lehnte alles ab.<lb/>
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Firmen am Montag bei der Arbeitssitzung übergeben. Ich entschied<lb/>
aber sofort, dass wir den letzten Stand alles Projekte in Englisch<lb/>
übergeben werden. Ich will mich nicht auf eine Situation ein<lb break="no"/>lassen, wonach mir jemand könnte, ich hätte gewisse Firmen<lb/>
<choice><choice><sic>präferenziert</sic><corr>präferiert</corr></choice></choice>. Ob die Iraker dann tatsächlich das Projekt akzep<lb break="no"/>tieren oder nicht, liegt ausschliesslich bei ihnen. Mit soll<lb/>
niemand vorwerfen, ich hätte mich für ihn nicht bis zuletzt<lb/>
eingesetzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_15">Dir. <rs type="person" ref="#per__115005">Hintschig</rs> von der Messe will mit mir zur Eröffnung der<lb/>
Austro-Shop zur Welser Messe mitfahren. Bei dieser Gelegenheit<lb/>
sollte gleichzeitig eine Kooperation zwischen Wien und Wels<lb/>
gerade auf diesem Gebiet besprochen und vereinbart werden. Die<lb/>
Wiener waren ja nicht sehr begeistert, dass ich doch darauf<lb/>
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Wels jetzt in der Internationalen Messe-Union für Austro-Shop<lb/>
zuzulassen. Ich habe <rs type="person" ref="#per__115673">Neuhauser</rs>, den Messe-Verantwortlichen<lb/>
der soz. Seite, ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass<lb/>
die <choice><choice><sic>Ausnehmung</sic><corr>Ausdehnung?</corr></choice></choice> auf eine Fleischer- oder Bäckermesse oder gar<lb/>
die Landwirtschaftsmesse nicht vereinbart und deshalb auch nicht<lb/>
in meinen Augen bei den Wiener durchzusetzen sei.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte Termin für 3.3. mit <rs type="person" ref="#per__115005">Hintschig</rs><lb/>
dann vereinbaren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_17">Im Parlament gab es eine riesige Besprechung mit den Salzburger<lb/>
Vertretern, <rs type="person" ref="#per__137200">Lechner</rs>, <rs type="person" ref="#per__97994">Steinocher</rs>, <rs type="person" ref="#per__113822">Haslauer</rs> plus Beamten, AK-<lb/>
Präs. <rs type="person" ref="#per__116915"><sic>Brunnthaler</sic></rs>, ÖIAG – <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs>, <rs type="person" ref="#per__97498">Grünwald</rs>, <rs type="person" ref="#per__137178">Derdak</rs><add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add>, <rs type="person" ref="#per__135126">Fröhlich</rs>,<lb/>
der gesamte Vorstand also, Aufsichtsratspräsident <rs type="person" ref="#per__126587">Kölliker</rs><lb/>
Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__97468">Gatscha</rs>, Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs>, die beiden Kabinetts<lb break="no"/>chefs <rs type="person" ref="#per__115595">Reiter</rs> und <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs>, die Metallarbeiter <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> und <rs type="person" ref="#per__112988">Wille</rs><lb/>
den Firmenvertretern <rs type="person" ref="#per__136695"><sic>Ungardi</sic></rs> und <rs type="person" ref="#per__136694">Wohl</rs>, sodass ich mir direkt ver<lb break="no"/>lassen vorkam. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> eröffnete gleich, dass er eine Besprechung<lb/>
gehabt hat, wo er festgestellt hat, Kupferbergbau Mitterberg<lb/>
darf nicht geschlossen werden. Die Untersuchungen hätten jetzt<lb/>
ergeben, dass die Arbeitslosenunterstützung für 129 Personen<lb/>
126 Mill. S kosten, die Frühpension für 23 Personen 2,4 Mill.<lb/>
und schliesslich und endlich Schliessungkosten von 180 Mill.<lb/>
entstehen, 20 für die Bergpolizei, 30 für die Abfertigungen<lb/>
weitere 30 für die Stillegungsprämien, 20 für die Abwicklungs<lb break="no"/>kosten, 10 für sonstige, die ich nicht mitbekam und 70 Mill.<lb/>
für Deckung der Verbindlichkeiten. Ausserdem müsste bei einer<lb/>
Lagerung von Kupfer von 1.700<add>[unklar, evtl. 1.760 gemeint; Anm.]</add> t 45<add>[unklar, evtl. 55 gemeint; Anm.]</add> Mill. S aufgebracht werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, diese Kupfermenge sei vom Bund zu kaufen. Darüber<lb/>
entwickelte sich eine Diskussion und ich versuchte, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zu<lb/>
erklären, das wir jetzt eine Lagerung dahingehend versuchen,<lb/>
dass so wie bei Öl auch in weiterer Folge Rohstoffe durch kredit<lb break="no"/>finanziert werden, wo die Wechsel dann für diese Ware zur National<lb break="no"/>bank wenn man so will als Gelddeckung gehen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> will dies<lb/>
nicht akzeptieren, um nicht zu sagen einzusehen, auch dann wenn<lb/>
die ÖIAG meinte, gegebenenfalls könnte man mit Fremdmittel finan<lb break="no"/>zieren, was dann im Jahr 4,5 Mill. S Zinsen kosten würde. Im<lb/>
beiden Fällen lehnte er kategorisch ab. Noch mehr verärgert war er,<lb/>
als <rs type="person" ref="#per__97498">Grünwald</rs> erklärte, dass die KTM bei 30 Mill. Umsatz einen<lb/>
<pb n="28-1507" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band28/28_1975-12-18_1507.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Aufwand von 90 Mill. S hat. Die Bergbauförderung gibt 30 Mill.<lb/>
die ÖIAG unverzügliche Darlehen von 25 Mill. plus dem heutigen<lb/>
Aufsichtsratsbeschluss weiter 15 Mill. Der Verlust beträgt 200.000<lb/>
S pro Kopf der Beschäftigten. Der Kupferpreis liegt für die Hälfte<lb/>
der europäischen Bergwerke bei 550 Pfund, für ein Viertel<lb/>
bei 650 Pfund, die Mitterberger braucht 1.100 Pfund mindestens.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137200">Lechner</rs> meinte, 1967 wäre eine ähnliche Situation gewesen und<lb/>
die damalige Regierung hätte grosse Investitionen getätigt, um<lb/>
das Westfeld zu erschliessen. Jetzt hat das Handelsministerium<lb/>
eine Enquete angeregt gehabt und als Ergebnis wurde in Mühlbach<lb/>
beschlossen, einen Verein zu gründen, damit man auf die gesamten<lb/>
Aktivitäten des Gebietes zusammenfassen kann. Das Land hat ins<lb break="no"/>besondere Strassen gebaut resp. verbessert. <rs type="person" ref="#per__97994">Steinocher</rs> meinte,<lb/>
der Kupferbergbau müsste im gesamten Raum eingebettet werden.<lb/>
Raumpolitische flankierende Massnahmen seien notwendig. Hier er<lb break="no"/>widerte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, er hätte die schlechtesten Erfahrungen in<lb/>
Aichfeld-Murbodener Gebiet, wo man auch wegen Fohnsdorf tausen<lb break="no"/>de Arbeitsplätze geschaffen hat, dann aber die Betriebsräte und<lb/>
Direktoren gar nicht daran dachten, Arbeitskräfte freizusetzen,<lb/>
sondern eben dann in der Rezession von überall her Arbeits<lb break="no"/>kräfte kamen und damit die zusätzliche neu geschaffenen Arbeitsplätze<lb/>
für die Bergarbeiter verloren gingen. Eine ähnliche Entwicklung<lb/>
befürchtete er in Mühlbach. <rs type="person" ref="#per__113822"><sic>Haslacher</sic></rs> meinte, als erstes sei der<lb/>
Abbau der 70-Mill.-Verpflichtungen notwendig. Zweitens müsste<lb/>
man dann 70 Mill. für die Hydro-Metall-Investitionen zur Ver<lb break="no"/>fügung stellen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte dann noch drittens, es müsste<lb/>
die Prüfung für die Rationalisierung durch die ÖIAG vorgenommen<lb/>
werden. <rs type="person" ref="#per__116915"><sic>Brunthaler</sic></rs> meinte, raumplanungsmässig kämen nur Betriebe,<lb/>
wenn endgültig feststeht, dass man den Bergbau nicht schliesst.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97498">Grünwald</rs> meinte, er sei dazu vom Standpunkt der ÖIAG bereit,<lb/>
lehne aber eine weitere finanzielle Belastung durch die hydro<lb break="no"/>metallurgische Produktion ganz entschieden ab. Die ÖIAG wird<lb/>
keine Verpflichtung übernehmen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> neuerdings verärgert, mein<lb break="no"/>te, dies könne er zwar für die ÖIAG so dezidiert erklären, er selbst<lb/>
aber lehne dies ganz entschieden ab. Er hat bereits einmal als<lb/>
Bundeskanzler und nicht als <choice><choice><sic>Eigentumvertreter</sic><corr>Eigentümervertreter</corr></choice></choice> der ÖIAG die Ent<lb break="no"/>scheidung, dass nicht geschlossen werden darf, getroffen. Das<lb/>
ÖIAG-Gesetz gibt ihm nämlich – wie er dort <rs type="person" ref="#per__137200">Lechner</rs> frontal<lb/>
angreifend mitteilt – keine Möglichkeit, auf die ÖIAG einzuwirken<lb/>
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mit der Gesetzwerdung dieses ÖIAG-Gesetzes geschaffen worden,<lb/>
dass keine Mitsprache oder gar entsprechende Weisung des <choice><choice><sic>Eigen<lb break="no"/>tumgsvertreters</sic><corr>Eigentümervertreters</corr></choice></choice> möglich ist. Warum <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auf dieser Welle<lb/>
jetzt reitet, ist mir noch nicht ganz klar. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nimmt näm<lb break="no"/>lich auf die Gestion der Unternehmer sehr wohl entscheiden Ein<lb break="no"/>fluss. Das Ergebnis der Beratung war, dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> vorschlug,<lb/>
ein kleiner Kreis sollte sich mit dem Problem beschäftigen.<lb/>
Als man dann feststellte, dass die Ländervertreter incl. der<lb/>
Sozialpartner, BKA, HM, FM, SM, ÖIAG, Kupferbergbau und Gemeinde<lb break="no"/>vertreter feststellen sollten, wie die Verpflichtungserrechnung der<lb/>
Bundes- und des Landes, die Kosten usw. beurteilt werden sollen,<lb/>
war das Ergebnis dann eine Riesenkonferenz, die unter Vorsitz<lb/>
des <rs type="person" ref="#per__97468">Gatscha</rs> als BKA-Vertreter einberufen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__114508">TIEBER</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> genau informieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_19">Im Parlament sprach ich mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> auf der Regierungsbank ganz<lb/>
kurz, dass ich bevor er irgendetwas mit der Bürges veranlassen<lb/>
sollte, darüber sprechen möchte. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> sagt das sei selbst<lb break="no"/>verständlich, er wüsste aber noch gar nicht, dass irgendetwas<lb/>
mit der Bürges beabsichtigt sei. Die Information von <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs><lb/>
dürfte in diesem Punkt nicht stimmen oder man hat tatsächlich<lb/>
den Finanzminister seitens <rs type="person" ref="#per__110130">Kabers</rs> noch gar nicht informiert und<lb/>
arbeitet büromässig im Finanzministerium einen Vorschlag für<lb/>
die Klausurtagung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_20">Landeshauptleutefraktionsbesprechung über Preise, Vorsitz<lb/>
LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__97994">Steinocher</rs> wird schön langsam eine Pleite, als zweiter<lb/>
Funktionär ist nur mehr von Wien <rs type="person" ref="#per__123210">Heller</rs> gekommen. Sonst war<lb/>
nur noch OÖ und Steiermark durch Beamte vertreten. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs><lb/>
berichtete über den Preisgesetz-Entwurf, ich über die Preis<lb break="no"/>entwicklung. Mit Gewalt zog ich die Besprechung hinaus, damit<lb/>
wenigstens eine Stunde Information für die so weit Hergereisten<lb/>
eine kleine Entschädigung war. Hofrat <rs type="person" ref="#per__123041">Lehner</rs> von OÖ teilte mit,<lb/>
dass er erst am 17. Dez. die Mitteilung bekommen hat, dass eine<lb/>
Preiserhebung im Dezember noch gemacht werden soll. Dort dürfte<lb/>
auch das fraktionelle Informationssystem nicht gut funktionieren.<lb/>
Die Polizei und Gendarmerie hat deshalb abgelehnt, in so kurzer<lb/>
Zeit noch eine Erhebung überhaupt durchführen zu können. Ich<lb/>
ersuchte ihn, doch darauf zu drängen, dass wenigstens in ein<lb/>
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gepflogen werden. Die Salzburger Vertreter wollten, dass in der<lb/>
Gewerbeordnung novelliert wird, dass der Landeshautmann die Tarife<lb/>
und Gebühren der Gemeinden zu genehmigen hätte. Der steirische<lb/>
Vertreter fragte, wie bei den Elektrizitätspreisen in Hinkunft<lb/>
aufgrund des einfachgesetzlichen Preisgesetzes die Länder die<lb/>
Tarif ihrer Gesellschaften gestalten können. Jetzt bereits sei<lb/>
in der Steiermark mit Anträgen der STEWEAG auf höhere Baukosten<lb break="no"/>verträge zu rechnen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_21">Interessant war nur, dass behauptet wird, bei den KFZ.Mechanikern<lb/>
hätten die Privatkunden einen tieferen Preis zu bezahlen als<lb/>
die Versicherungen bereit sind zu bezahlen und auch tatsäch<lb break="no"/>lich übernehmen. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> meinte, dass sei höchstens so, dass<lb/>
die Versicherungen, die dies nicht genau prüfen, gewisse Arbeitsgän<lb break="no"/>ge verrechnet werden, die gar nicht gemacht werden. Ich kann mir<lb/>
nicht vorstellen, dass tatsächlich die Versicherungen eine solche<lb/>
Praxis der KFZ-Mechaniker insbesondere höhere Preise als Privaten<lb/>
verrechnet werden, akzeptieren, wie der Vertreter von OÖ behauptet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-18_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte überprüfen lassen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
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               <persName type="label">Gatscha, Otto</persName>
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               <occupation>Olympisches Komitee</occupation>
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               <persName type="label">Kölliker, Karl</persName>
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               <occupation>stv. AR-Präs. ÖIAG, ehem. Vorstand Verbund; evtl. ident mit Kölliker,
                  A</occupation>
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               <persName type="label">Tieber, Herbert</persName>
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               <occupation>Sekr. JS, Tiroler SPÖ-Politiker</occupation>
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               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
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               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
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               <persName type="label">Hirnigel, Hansjörg</persName>
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               <occupation>GD BP Österreich</occupation>
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               <persName type="label">Reiter, Alfred</persName>
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               <occupation>Kabinettschef Kreisky [ident mit Reiter, C; 3.11.1971 Fredi Reiter
                  genannt]]</occupation>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <occupation>SPÖ-NR-Abg.</occupation>
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               <occupation>GD Wr. Messe, Wr. SPÖ-GR-Abg., Stadtrat</occupation>
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