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            <title type="main">Montag, der  1. Dezember 1975</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_01">Montag, 1. Dezember 1975<lb/>
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Am Abend bringt er mir zu Heurigen eine einvernehmlich erstellte<lb/>
Liste der Bereiche mit, die jeder einzelne im Büro in Hinkunft<lb/>
bearbeiten wird. Für mich ist das Ganze noch ein bisschen sehr<lb/>
kompliziert, weil 1970 die Aufteilung wesentlich einfacher war<lb/>
und nicht so in die Details gegangen ist wie jetzt. Damals aller<lb break="no"/>dings hatten wir noch nicht die richtige Vorstellung über den Kompe<lb break="no"/>tenzumfang und <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>, <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> und <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> teilten sich auch die Kompeten<lb break="no"/>zen einfacher. Jetzt ist es wesentlich komplizierter, da wir sowohl<lb/>
auf die Wünsche der einzelnen als auch auf die Sachgebiete der Sek<lb break="no"/>tionen als auch letzten Endes auf eine einigermassen gleichmässige<lb/>
Verteilung der Lasten Rücksicht nehmen müssen. Fast bin ich versucht<lb/>
zu sagen, dass auch jetzt <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> im Ministerium schon voll inte<lb break="no"/>griert das Ministerium schon genau kennend als guter Ministerial<lb break="no"/>beamter das wesentlich gewissenhafter "ministerieller" macht.<lb/>
als eben 1970. Wichtig ist mir nur, dass endlich wieder die admi<lb break="no"/>nistrative Arbeit, die meiner Meinung nach bei den Sekretären<lb/>
gar nicht zu suchen hat, von der Kollegin <rs type="person" ref="#per__98072">Wiesinger</rs> selbst gemacht<lb/>
wird. Noch wichtiger aber ist es, dass hoffentlich alle einsehen<lb/>
vom Amtsgehilfen bis zu mir hinauf, dass wir ein Team sind,<lb/>
sein müssen, um effizient in Erscheinung treten zu können.<lb/>
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bin, nach Innsbruck zu kommen, wo im Mai das nächste Round-Table-<lb/>
Gespräch stattfinden soll. Gleichzeitig wird eine Expositur<lb/>
Innsbruck eröffnet. Auch in Villach haben sie im Juli eine<lb/>
Expositur eröffnet, weil bei den Grenzübergängen es notwendig<lb/>
ist, einen ehrenamtlichen Vertreter sitzen zu haben. Interessanter<lb break="no"/>weise ist es immer ein Vertreter einer grossen Speditionsfirma,<lb/>
um gegebenenfalls Grenzstreitigkeiten zu schlichten und interve<lb break="no"/>nierend einer Firma, meist italienische Exporteure, zu helfen.<lb/>
Als Thema schlage ich vor, dass wenn sie schon in Innsbruck sind<lb/>
die Probleme des Accordino und dessen weiterer Bestand, wenn die<lb/>
Zölle auf Grund des EG-Vertrages abgebaut sind, besprochen werden<lb/>
sollte. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> kommt dazu und meint, es wäre notwendig, die Restrik<lb break="no"/>tionsmassnahmen, die Italien jetzt beginnt, kritisch zu beleuchten.<lb/>
Da ich überzeugt bin, dass die Italiener einen solchen Punkt nicht<lb/>
gerade auf der Tagesordnung haben wollen, schlage ich vor, man<lb/>
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genauso besprechen und entsprechende Vorschläge unterbreiten,<lb/>
wie wenn man dies extra auf der Tagesordnung hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> UND <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte trachten, dass diese<lb/>
Tagung maximal Freitag beginnt um eventuell Samstag/ Sonntag zur<lb/>
Verfügung zu haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_05">Beim Pressegespräch präsentiert <rs type="person" ref="#per__97738">Meszaros</rs> den Gasvertrag zwischen<lb/>
Iran-SU und den westeuropäischen Staaten mit dem grossen Anteil<lb/>
von 16 % für Österreich. Sofort entsteht die Frage, ob damit der<lb/>
Bedarf gedeckt ist und was mit dem Algerien-Gas geschieht.<lb/>
Vorher hat mir <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> auf meine besondere Anfrage mitgeteilt,<lb/>
dass nach wie vor als <choice><choice><sic>Austro-Ferngas</sic><corr>Austria Ferngas</corr></choice></choice> glauben, dass ein Algerien-<lb/>
Gas-Projekt zustandekommt. Die Belgier haben aber bereits jetzt<lb/>
mit Algerien für 3 Mia. einen eigenen Vertrag abgeschlossen, die<lb/>
Franzosen sind auf der Monfalcone-Leitung bereits ausgestiegen,<lb/>
in meinen Augen zerfällt schön langsam dieses europäische Konsor<lb break="no"/>tium, wenn es auch noch den scheinbar Eindruck erweckt, als wenn<lb/>
alles beim Alten wäre und die Algerier natürlich nach wie vor<lb/>
grossen Wert darauf legen, eine Vorfinanzierung oder zumindestens<lb/>
feste Verträge mit den Abnehmern bereits jetzt abzuschliessen.<lb/>
Wichtig aber genauso fraglich erscheint mir, dass sich immer wenige<lb/>
auf ein gemeinsames Projekt rechne. Jetzt schon muss das europ.<lb/>
Konsortium die bestellten Tankschiffe wieder verkaufen und Öster<lb break="no"/>reich erwächst dadurch ein Bezahlungsanteil von 75 Mill. S. Ob<lb/>
dies ein reiner Verlust sein wird, wird sich in Kürze heraus<lb break="no"/>stellen, ich fürchte ja. Für mich ist wieder einmal mehr bewiesen,<lb/>
dass die ÖMV mit ihren internationalen Verbindungen insbesondere<lb/>
zur Ruhrgas und wahrscheinlich auch zur Gaz de France ihren Pro<lb break="no"/>jekten wie z.B. eben Iran leichter zu einer Lösung kommt, als<lb/>
diese komplizierten Konstruktion der Landesgasgesellschaften<lb/>
über <choice><choice><sic>Austro-Ferngas</sic><corr>Austria Ferngas</corr></choice></choice>. Ausserdem kommt noch dazu, dass die ÖMV<lb/>
zuerst die Gefahr der Importmöglichkeit von <choice><choice><sic>Austro-Ferngas</sic><corr>Austria Ferngas</corr></choice></choice> unter<lb break="no"/>schätzend geschlafen hat, jetzt natürlich systematisch diese<lb/>
Intentionen dieser Importe dieser Gesellschaft wenn auch nicht<lb/>
offiziell so de facto mit allen Mitteln bekämpft. Die Frage,<lb/>
ob für beide noch in den Achtzigerjahren noch der Bedarf gegeben<lb/>
ist, möchte ich jetzt noch nicht beantworten und kann es auch gar<lb/>
nicht. Theoretisch bleibt noch immer eine Lücke von 1–3 Mia. m³.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_06">Ich bin sehr gespannt, was von diesem Punkt im Pressegespräch<lb/>
in die Zeitungen und Massenmedien kommen wird, da die ÖMV am Vortag<lb/>
eine APA-Meldung über die Vertragsunterzeichnung herausgegeben hat.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97738">Meszaros</rs> teilt mir auch mit und zeigt mrt ein Kabel, dass die<lb/>
Unterzeichnung durch den Botschafter gar nicht notwendig war, weil<lb/>
scheinbar alle anderen Beteiligten auch darauf verzichteten. Es wurde<lb/>
also rein privatrechtlich eine Art Vertrag unterfertigt.<lb/>
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das 10-Jahresprogramm für den Fremdenverkehr eingehalten haben, jetzt<lb/>
eine 5-Jahresaufstellung, d.h. Halbzeit-Aufstellung gemacht, wo<lb/>
nachgewiesen ist, dass dies sehr wohl geschehen ist. Einen Punkt<lb/>
hat er aber nicht erwähnt, der zu unseren Lasten gehen würde, dass<lb/>
wir damals, als der Plan erstellt wurde, erklärten, die Ansätze<lb/>
würden als nominell zu betrachten sein und den realen Werten ange<lb break="no"/>passt werden. Wenn niemand anderer draufkommt, haben wir es in<lb/>
Hinkunft glaube ich wirklich leicht, die Planerfüllung nachzuweisen,<lb/>
wie dies auch jetzt beim 5-Jahresplan-Rapport geschehen ist, wo wir<lb/>
sogar übererfüllten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_08">Am meisten überrascht war ich, dass wegen der Ankündigung von uns<lb/>
eine Erhebung, wie wir dies seinerzeit bei de Einführung der Mehr<lb break="no"/>wertsteuer gemacht haben, über die Von-Bis-Preise für die Verbraucher<lb/>
es keinerlei Diskussion gab, ja nicht einmal eine Anfrage.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_09">Die Deutsche Handelskammer hat im Hotel Bristol anlässlich ihrer<lb/>
Vorstandstagung einen grösseren Kreis geladen. Vom Polizei-Präsidenten<lb/>
bis zum Generalpostdirektor. Ich überreichte einen Orden an Dr. <rs type="person" ref="#per__143071">Hietzig</rs><lb/>
Vorstandsmitglied der Kammer, er sich auch um die Ausstellungen d.h.<lb/>
Messen der Deutschen in Österreich und umgekehrt, verdient gemacht hat.<lb/>
Die Unterlagen vom Protokoll waren mehr als mager, aber auch <rs type="person" ref="#per__97553">Hinter<lb break="no"/>egger</rs> als Präsident der Kammer, selbst nicht einmal der Geschäftsführer<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__97382">Conrad</rs> konnte mir einige Hinweise geben. Beim Essen selbst überrasch<lb break="no"/>te mich dann noch <rs type="person" ref="#per__97553">Hinteregger</rs>, dass er bei der Begrüssung erklärte,<lb/>
ich sollte nun einige Ausführungen über die wirtschaftliche Lage<lb/>
machen. Diese waren selbstverständlich unsystematisch aber von meinem<lb/>
Optimismus getragen und mit ein paar Gags bereichert.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_10">Dr. <rs type="person" ref="#per__143072">Brunner</rs> von der EG-Kommission hatte für die Deutsche Handelskammer<lb/>
einen Vortag im Haus der Industrie. Vorher, da <rs type="person" ref="#per__143072">Brunner</rs> nicht zum<lb/>
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Vier-Augen-Gespräch die österreichischen Probleme mit ihm<lb/>
zu besprechen. Ich erklärte sofort rundwegs, dass wir wegen der<lb/>
Agrarier mit der Kommission dringend eine Lösung finden müssen,<lb/>
weil das Ungleichgewicht für uns unakzeptabel wird. <rs type="person" ref="#per__143072">Brunner</rs> meinte,<lb/>
dies wird sicherlich jetzt bei der Gemischten Kommission in Brüssel<lb/>
zwischen Österreich und den Kommissionsvertretern zur Sprache<lb/>
kommen. Er fragte mich, ob wir eine Lösung sehen, die die<lb/>
Kommission, die ja weltweit denken muss, akzeptieren kann. Genau<lb/>
eine solche Lösung, erklärte ich, sehe ich leider nicht. Denn<lb/>
alle diesbezüglichen Vorschläge, die wir machten, wurde von<lb/>
der Kommission deshalb immer abgelehnt, weil sie erklärte, sie<lb/>
müsste dies auch allen anderen Partnern zugestehen. Ich sehe<lb/>
deshalb die einzige Möglichkeit darin, dass sich die Kommission<lb/>
entschliesst, auf pragmatischem Wege uns gewisse Zugeständ<lb break="no"/>nisse bezüglich der Viehimporte zu machen. Auf Grund unseres<lb/>
Agrarbriefes, den wir bei der Vertragsunterzeichnung mit der EG<lb/>
auch getauscht haben, müsste es doch möglich sein, um dem Druck<lb/>
der österreichischen Landwirtschaft auszuweichen, zeitweise z.B.<lb/>
10.000 Stück Rinder zum Export zuzulassen. <rs type="person" ref="#per__143072">Brunner</rs> hat dies<lb/>
eingesehen und wird dies mit <rs type="person" ref="#per__139829">Lardinois</rs>, dem Kommissar, der für<lb/>
Landwirtschaftsfragen zuständig ist, besprechen. Generelle Vor<lb break="no"/>schläge, nämlich ohne Präjudiz und Beispielfolgen für andere<lb/>
Länder kann ich nicht anbieten.<lb/>
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in der Grundsatzgruppe und im Haus noch einmal überdenken las<lb break="no"/>sen, vielleicht gibt es doch noch irgendwelche Auswege aus die<lb break="no"/>sem Dilemma.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_12">Die anderen Probleme zwischen EG und Österreich, ja selbst die<lb/>
Strumpfhosenfrage wurden von <rs type="person" ref="#per__143072">Brunner</rs> als Kleinigkeit abgetan.<lb/>
Darüber war ich sehr erfreut, weil ich ihm auseinandersetzte,<lb/>
dass wir die Strumpfhosenverordnung in Kraft setzen müssen,<lb/>
nachdem wir den formellen Weg – Konsultation der EG, ja<lb/>
sogar der Gemischten Kommission – eingehalten haben, was <rs type="person" ref="#per__143072">Brunner</rs><lb/>
auch anerkannte. Das Vorgehen von Schweden, das ohne nur ein Wort<lb/>
zu sagen, ganz einfach eine Kontingentierung, die allerdings<lb/>
wesentlich restriktiver ist als ein Mindestpreis, in Kraft ge<lb break="no"/>setzt hat, hat dort einen sehr schlechten Eindruck gemacht.<lb/>
Die Kommission ist deshalb glaube ich sehr zufrieden, dass wir<lb/>
zumindestens den formellen Weg eingehalten haben.<lb/>
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entsprechend informiert und konsultiert wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_14">Beim Vortrag – den ich mir dann doch anhörte – ging <rs type="person" ref="#per__143072">Brunner</rs> auf<lb/>
die wirtschaftliche Situation der EG ein. Er meinte, dass die<lb/>
Industrieproduktion 11,5 zurückgegangen ist und damit 1975<lb/>
den Stand von 72 erreicht. Es sei die schwerste Rezession seit<lb/>
40 Jahren in den europäischen Staaten. Die Arbeitslosigkeit beträgt<lb/>
5 Mill., das sind 4,5 %. Das Bruttonationalprodukt geht um<lb/>
2,5 bis 3 % zurück und die Inflationsrate wird 13,5 % betragen,<lb/>
wobei Deutschland unter 6 und GB 26 % erreicht. Die differente<lb/>
Entwicklung macht ihnen scheinbar die grössten Sorgen. In Venedig<lb/>
hätten sich jetzt endlich die Wirtschaftsminister auf eine<lb/>
gemeinsame koordinierte Aktion festgelegt. Glücklich ist glaube<lb/>
ich die EG, dass in Rambouillet von den ganz grossen Mächten<lb/>
nicht irgendwelche Empfehlungen oder Richtlinien für die Kommis<lb break="no"/>sion beschlossen wurden. Damit haben sie ihre scheinbare Autonomie<lb/>
und ihre Selbständigkeit zumindestens nach aussen gewahrt. Diese<lb/>
Bemerkung, nur in einem Nebensatz angedeutet, hat mich auf<lb break="no"/>horchen lassen. Die EG glaubt an Aufschwung, USA 10 %, Japan 1,6 %<lb/>
plus im September und der Oktober, der in Amerika verflachte<lb/>
sei ausschliesslich nur darauf zurückzuführen, weil keine<lb/>
Saisonbereinigung erfolgte, wie mir <rs type="person" ref="#per__143072">Brunner</rs> auch vorher be<lb break="no"/>sonders auseinandersetzte. Was die EG wirklich befürchtet, ist<lb/>
dass aus der Rezession jetzt ein Verteilungskampf aller gegen<lb/>
alle erfolgen. Ausbildung, Umschulung, Berufsberatung wird<lb/>
in Hinkunft das Wichtigste sein. Markstein der Entwicklung sei<lb/>
eine erste Konferenz der Sozialpartner mit den 19 Wirtschafts-<lb/>
und Sozialministern der EG, die angeblich konkrete Beschlüsse<lb/>
fassten.<lb/>
ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte einen Kurzbericht über diese Konferenz<lb/>
vorlegen lassen, was tatsächlich positiv konkret dort beschlos<lb break="no"/>sen wurde.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_15">Im Wiener Vorstand wurde festgelegt, dass NR <rs type="person" ref="#per__97842">Prechtl</rs>, Liesing,<lb/>
betreut, <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs>, Neubau, bis jetzt von <rs type="person" ref="#per__109808">Albrecht</rs>, 8. Bezirk,<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97923">Schnell</rs>, 6. Bezirk, gemeinsam. <rs type="person" ref="#per__117200">Steyrer</rs> im 10. Bezirk und <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>,<lb/>
obwohl er eigentlich auf steirischem Mandat jetzt kandidiert<lb/>
nach wie vor Währing. <rs type="person" ref="#per__116366">Kostelecky</rs> von Simmering legt mit<lb/>
Anfang Jänner sein NR-Mandat zurück, womit <rs type="person" ref="#per__114540">Hatzl</rs>, der Bezirks<lb break="no"/>obmann, unbestritten jetzt einziehen kann. Die Nachfolge von<lb/>
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die nächste Listenfolgende <rs type="person" ref="#per__143157">Fischer Edith</rs> nicht einmal von den<lb/>
Frauen verlangt wird. Allerdings soll der Eisenbahner <rs type="person" ref="#per__143182">Schwarz</rs>,<lb/>
der dann nachfolgt, auch nicht gerade eine besondere Kapazität<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_16">Der Bez.Vorsteher-Stellv. vom 1. Bezirk, <rs type="person" ref="#per__143183">Drechsler</rs>, geht in<lb/>
Pension und es wird beschlossen, den Bezirkssekretär vom 1. Bezirk<lb/>
<rs type="person" ref="#per__143184">Steirer</rs> nachfolgen zu lassen. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> meint mit Recht, Wien wird<lb/>
immer pragmatisch vorgehen und nicht erklären, ein Bezirkssekretär<lb/>
kann nicht gleichzeitig auch in der Bezirksvertretung als Vorste<lb break="no"/>her oder Stellvertreter wirken. In kleinen Bezirken, meint <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs><lb/>
mit Recht, sei dies ohne weiteres möglich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_17"><rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> wird als Fraktionsobmann anstelle von <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs><add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> in den<lb/>
Wiener Vorstand kooptiert und <rs type="person" ref="#per__97386">Czettel</rs> als Wiener AK-Präsident<lb/>
in den Wiener Ausschuss. Es ergibt sich eine kleine Diskussion,<lb/>
warum es keine Wiener Landesexekutive und Fraktion im ÖGB gibt.<lb/>
Diese wird von der Bundesfraktion wahrgenommen. <rs type="person" ref="#per__111741">Sekanina</rs> war nur<lb/>
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft soz. Betriebsräte Wiens.<lb/>
Wer dort nachfolgt, ist allerdings noch nicht ganz endgültig ent<lb break="no"/>schieden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_18">Wirtschaftsprüfer <rs type="person" ref="#per__141025">Ekhart</rs><add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add>, der die Sanierung der österr. Textil<lb break="no"/>industrie durchführt, teilt mir mit, dass <rs type="person" ref="#per__97581">Igler</rs> den Aktionären<lb/>
erklärt hat, sie müssen noch 20 Mill. S zusätzlich aufbringen<lb/>
oder neue Aktionäre suchen. Neu und für mich wichtig ist aber,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__141025">Ekhart</rs> die Hamburger Aktiengesellschaft betreut. Diese<lb/>
aus der OHG herausgebende neue Papierkonstruktion mit einem<lb/>
Eigenkapital von 95 Mill. und muss jetzt eine Papiermaschine<lb/>
für 450 Mill. S aufstellen. Diese wird 100.000 t erzeugen, aller<lb break="no"/>dings aus Altpapier, wodurch die 30.000 maximal Zellulose-Pro<lb break="no"/>duktion in Pitten wegfallen könnte. Die Finanzierung ist aber<lb/>
schwierig, weil alle Promessen teils von der Länderbank für 70 Mio<lb/>
oder ERP von 70 Mio. nur auf 8 Jahre laufen und 15 Jahre aber<lb/>
betragen müssten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_19">Der Bürgermeister von Wilhelmsburg will, dass <rs type="person" ref="#per__143185">Schmied</rs> von<lb/>
Schäffer &amp; Budenberg und Stahlwerk Ybbs sich doch wieder für<lb/>
die pleitegegangene Firma Schmied<add>[?]</add>, wo er teilbeteiligt war, inter<lb break="no"/>sieren sollte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__113818">GEHART</rs>: Bitte vom Branchenreferat prüfen lassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_21">Bei der Ministerratsvorbesprechung erwähnt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ganz kurz<lb/>
den Stand und ist zum erstenmal über den Streit <rs type="person" ref="#per__136649">Wiesenthal</rs>. Dieser<lb/>
wird eine Erklärung abgeben, dass die österr. Rechtsordnung ein<lb break="no"/>halten und die österreichischen Organe einschalten wird. Die Klage<lb/>
wird dann zurückgezogen, mich interessiert die ganze Frage überhaupt<lb/>
nicht. Ich bewundere nur wieder, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> von der ursprünglichen<lb/>
Ankündigung: Es wird geklagt, wenn mich das Parlament nicht ausliefert,<lb/>
lege ich mein Mandat zurück! jetzt doch wieder so die Kurve nehmen<lb/>
konnte, dass alle froh sind, dass es letzten Endes zu einer scheinbar<lb/>
vernünftigeren Lösung kommt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_22">Für die Klausurtagung am 12. Jänner meint <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, dürfte es sich<lb/>
nicht um ein Plauderstündchen handeln, sondern es müsste neue konkrete<lb/>
Politik dargelegt werden. Die scheinbare Erschöpfungsphase nach den<lb/>
Wahlen muss zu Ende sein. Wenn wir 1970 zu viel reformiert haben,<lb/>
so glaubt er jetzt, 1975 wird es zu wenig sein. Es muss deshalb<lb/>
festgelegt werden, was im ersten halben Jahr 1976 geschieht. U.a.<lb/>
meint er, mit den Europäischen Gemeinschaften müsste eine neue Form<lb/>
der Annäherung versucht werden. Auf Grund der <choice><choice><sic>Evulotiv-Klausel</sic><corr>Evolutiv-Klausel?</corr></choice></choice><lb/>
meint er, insbesondere dass man für die Landwirtschaft eine neue<lb/>
Periode einleiten sollte. Die Agrarpolitik kostet uns so viel und,<lb/>
ohne dass er es ausspricht, fürchte ich, dass er glaubt, wir<lb/>
könnten uns auch finanziell irgendwo beim Agrarfonds beteiligen in<lb/>
der Hoffnung, dann dort mehr absetzen zu können oder vielleicht<lb/>
<choice><choice><sic>gr</sic><corr>gar?</corr></choice></choice> aus der EG gewisse Rückflüsse zu bekommen. Am Handelssektor, meint<lb/>
er, wird ja kaum mehr viel zu holen sein, ich verweise sofort, dass<lb/>
die sensiblen Produkte und die Plafonds in den nächsten Jahren<lb/>
ja auch auslaufen, letzten Endes schlägt er vor, Äusseres, Landwirt<lb break="no"/>schaft und Handel sollen sich zusammenreden. Ich vereinbar sofort<lb/>
anschliessend mit <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs>, dass das Handelsministerium eine inter<lb break="no"/>ministerielle Sitzung einberufen wird, um zu prüfen, welche<lb/>
Möglichkeiten wir haben. <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> meint, dass auch über die Fragen<lb/>
Umweltschutz usw. mit der EG verhandelt werden sollte. Wir einigen<lb/>
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erst in der zweiten Phase erfolgen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> UND <rs type="person" ref="#per__108322">MEISL</rs>: Bitte interministerielle Sitzung<lb/>
sofort einberufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_24">Nicht erwähnt von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wird, aber ich nehme das in Aussicht,<lb/>
dass selbstverständlich über die Lehrlingsausbildung wir die<lb/>
konkreten Verhandlungen 1976 beginnen sollen. Ich werde die<lb/>
Punktation <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> deshalb bei der nächsten besten Gelegenheit<lb/>
übergeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_25"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwähnt noch als Spartenprobleme die verstaatlichte<lb/>
Industrie, die Banken, die Justizreform und das Gesundheits<lb break="no"/>problem, das Nahverkehrskonzept und auch die Bauprioritäten bei<lb/>
Strassen und bei Schulen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_26">Im Dialog meint er, nachdem Österreich gar keine Chance hat, dort<lb/>
eingeladen zu werden, hätte man doch mehr auf eine EFTA-Lösung<lb/>
hinarbeiten sollen, wie dies auch die EG letzten Endes wahr<lb break="no"/>scheinlich wenn GB verzichtet, zustandebringen wird. Dass diese<lb/>
Idee jetzt zu spät kommt, ist für mich klar, ausserdem bezweifle<lb/>
ich, ob die EFTA tatsächlich büromässig imstande gewesen wäre<lb/>
diesen Dialog mit einem Fachmann zu beschicken. 15 Tage vor Beginn<lb/>
des Dialogs ist meiner Meinung nach eine solche Lösung kaum<lb/>
mehr durchzuführen. Ausserdem glaube ich, dass es wieder einmal<lb/>
nur angedeutet hat als Alternativ-Lösung, weil letzten Endes<lb/>
doch die Schweiz von den Amerikanern für diesen Dialog<lb/>
wird zugezogen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_27">Die Aufstockung des ERP-Fonds wird immer dringlich notwendiger.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> hat mich beim Mittagessen der Deutschen Handelskammer auch<lb/>
angesprochen und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, dies müsste jetzt endgültig<lb/>
zwischen Bundeskanzleramt und Finanzministerium geklärt werden,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> hat mir gegenüber die Bemerkung gemacht, dass <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs><lb/>
auch die Organisationsänderung des ERP-Fonds durchführen möchte<lb/>
in Wirklichkeit hat mir <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> dann kurz bestätigt, dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
eben noch nicht entschieden hat und er deshalb auch keinerlei<lb/>
Andeutungen machen konnte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> möchte dies also bei der<lb/>
Jänner-Klausur als positiven Beitrag vorschlagen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_28">Der Verfassungsdienst hat in einem Gutachten festgestellt, dass<lb/>
die Minister auf ihr zustehendes Recht, einen Dienstwagen aus<lb break="no"/>schliesslich zu ihrer Verfügung zu haben, nicht verzichten können,<lb/>
und deshalb auch keine andere Stelle, eben die Partei dafür eine<lb/>
Entschädigung dem Bund zahlen kann. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint es wird deshalb<lb/>
jetzt ein anderer Weg gegangen wie die Partei vielleicht für<lb/>
soziale Zwecke einen Beitrag leistet.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_29">Die UNO-City muss an irgendjemanden vermietet werden und darf nicht<lb/>
wenn die internationalen Organe es nicht brauchen für österreichisch<lb/>
Bürokratie verwendet werden. <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> meint, man solle den Missionen<lb/>
entsprechende Räume anbieten, wie das auch bei der UNESCO geschehen<lb/>
ist, wo über 60<add>[?]</add> Staaten entsprechende Räume haben, die 1.400 Büro<lb break="no"/>einheiten, die maximal frei bleiben, 1980 werden also vermietet.<lb/>
Die Schuld trifft die UNO, wie sie freimütig zugibt, weil seiner<lb break="no"/>zeit waren sogar 7.000 geplant, denn auf 2.246 für die UNIDO<lb/>
und 2.225 für die internationale Atomenergieorganisation reserviert<lb/>
werden sollten. Interessant war, dass <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> meinte, wenn die UNIDO<lb/>
eine Spezialorganisation mit eigenem Budget wird, so wird es<lb/>
1980/81 wesentlich mehr Personalbedarf für diese Organisation geben.<lb/>
Die UNO bietet 15 Organisationen jetzt von dem Institut für<lb/>
landw. wirtschaftl. Entwicklung, für Seerecht, Siedlung, Abrüstung<lb/>
usw. an, die nach Wien übersiedeln sollten. New York wurden<lb/>
26.000 m² angemietet, in Genf wurden 2 Häuser gekauft und auch in<lb/>
Nairobi gibt es genug Platz. In Wirklichkeit glaube ich ist es<lb/>
so, dass diese internationalen Organe Budgetschwierigkeiten haben,<lb/>
weshalb sie sich nicht so nach dem <rs type="person" ref="#per__140797">Parkinson</rs>'schen Gesetzen aus<lb break="no"/>dehnen können, wie ursprünglich geplant war.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_30">In der schriftlichen Fragebeantwortung vom Budgetausschuss meint<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, dass ihm vorgeworfen wurde, er gibt 1,4 Mill. S Repräsen<lb break="no"/>tation für Restaurationsrechnungen aus, wobei sich jetzt heraus<lb break="no"/>stellt, dass 16.000.– S nur auf maximal persönliche Rechnungen<lb/>
zurückzuführen seien. Alles andere sind Einladungen zu Fest<lb break="no"/>essen wie <rs type="person" ref="#per__112568">Sadat</rs>, <rs type="person" ref="#per__134052">Ford</rs> usw. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint mit Recht, wenn die ÖVP<lb/>
dies hochspielt und in der Öffentlichkeit bekannt wird, wird es<lb/>
international nicht gerade sehr gut wirken. Der eine wird sagen,<lb/>
wieso habe ich als bedeutender ausländischer Gast ein Bankett bekom<lb break="no"/>men, das wesentlich billiger war als der andere. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wünscht<lb/>
auch von seinem Büro eine detaillierte Aufstellung, wo insbesondere<lb/>
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hat. Die beste Antwort hat <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> gegeben, der darauf hinweist,<lb/>
er hat noch niemals persönlich eingeladen, nur auf Empfängen des<lb/>
Sozialministeriums teilgenommen, wo er einige Brötchen und Getränke<lb/>
genossen hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-12-01_31">Bei dem ersten Regierungsheurigen nach der Wahl stelle ich fest,<lb/>
dass wirklich sehr viele Journalisten kommen und dass die meisten<lb/>
davon <rs type="person" ref="#per__114508">Tieber</rs> recht herzlich begrüssten. Der erste Arbeitstag von<lb/>
ihm endete also, ohne dass dies so beabsichtigt war, in der typischen<lb/>
österreichischen Mentalität beim Heurigen.<lb/>
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               <persName type="label">Ford, Gerald</persName>
               <persName><surname>Ford</surname><forename>Gerald</forename></persName>
               <occupation>US-Präs. 1974-77</occupation>
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               <persName type="label">Albrecht, Anneliese</persName>
               <persName><surname>Albrecht</surname><forename>Anneliese</forename></persName>
               <occupation>Sts. HM</occupation>
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               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName type="label">Reisinger, Karl</persName>
               <persName><surname>Reisinger</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>GD Wr. Stadtwerke</occupation>
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               <persName type="label">Sekanina, Karl</persName>
               <persName><surname>Sekanina</surname><forename>Karl</forename></persName>
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               <persName type="label">Weihs, Oskar</persName>
               <persName><surname>Weihs</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>Landwirtschaftsminister bis 1976</occupation>
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               <persName type="label">Schnell, Hermann</persName>
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               <occupation>Wr. Stadtschulratspräs.</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Giuli, A</persName>
               <persName><surname>Giuli</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>ital.-österr. HK</occupation>
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               <persName type="label">Kostelezky, A</persName>
               <persName><surname>Kostelezky</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>spielte Rolle bei umstrittenen Grundstückstransaktionen in Wien; evtl.
                  Falschschreibung</occupation>
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