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            <title type="main">Freitag, der 28. November 1975</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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               <persName>Gustav Graf</persName>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band28_1975-11-28</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_01">Freitag, 28. November 1975<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_02">Baumeister <rs type="person" ref="#per__117022">Weidinger</rs>, den ich persönlich überhaupt nicht kenne,<lb/>
wünscht von mir eine Bestätigung über die Bonität seiner Firma und<lb/>
über seine Exportbemühungen insbesondere nach dem Iran. Nach dem<lb/>
Motto: Frechheit siegt, hat er mich sofort per Du angesprochen, was<lb/>
mich an und für sich gar nicht stört, besonders wenn es sich um<lb/>
einen Genossen handelt. Er war aber sichtlich enttäuscht, als ich<lb/>
ihm erklärte, dass ich überhaupt niemandem Bestätigungen über Bonität<lb/>
geben und schon gar nicht über ein Verfahren für Herstellung von<lb/>
Fertigteilhäusern. Andererseits erklärte ich ihm sofort, dass Minister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__140592">Osman</rs> von Ägypten im nächsten Jänner kommt und er zu diesem Zeit<lb break="no"/>punkt entsprechende Vorbereitungen treffen soll, damit er eventuell<lb/>
dieses Bausystem den Ägyptern zeigt. Ich vermittelte ihn sofort<lb/>
zu Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> resp. unseren Branchenrefenten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__113038">REIM</rs>: Bitte erkundige Dich, ob die Ägypter daran ein<lb/>
Interesse hätten über das Fachreferat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_04">Die ungarischen Management-Experten stellten sich als ein Direktor<lb/>
und eine Mitarbeiterin von der Leichtindustrie in Ungarn heraus.<lb/>
In Ungarn ist es scheinbar üblich, dass in jedem Ministerium resp.<lb/>
in grösseren verstaatlichten Betrieben Management-Schulungen und<lb/>
auf alle Fälle Bürokratien entstehen oder sind, die sich mit diesen<lb/>
für die westlichen Staaten so typische Entwicklung auch beschäftigen.<lb/>
Unsere österr. Managementinstitute haben die Leute bereits eine ganze<lb/>
Woche betreut, ihnen die Einrichtungen gezeigt und sie waren sehr<lb/>
befriedigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_05">Anschliessend nützte ich die Gelegenheit, um mit <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> gleich über<lb/>
die weitere Entwicklung der Management-Arbeitsgemeinschaft, die wir<lb/>
doch erheblich subventionieren, zu reden. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> und <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> sind der<lb/>
Meinung, dass wir jetzt noch zuwarten sollen, wie sich die ganze<lb/>
Lage weiter entwickelt. Die Leistungen sind für unsere Ziele eigent<lb break="no"/>lich sehr unzulänglich. Das einzige, was sich unsere Management-Institute<lb/>
geeinigt haben, ist, dass sie dieses Programm ein wenig abstimmen und<lb/>
wir das Programmheft in Form einer Broschüre bezahlen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Ich glaube, wir sollten eine neue Zielvorstellung<lb/>
und gemeinsames Programm mit den Instituten erarbeiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_07"><rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> nützte die Gelegenheit, um darzulegen, dass es notwendig<lb/>
wäre, als Nachfolge von <rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs> Dr. <rs type="person" ref="#per__131309">Bock</rs> vom Präsidium der Industrie<lb break="no"/>sektion zuzuteilen. Ich erklärte ihm sofort, dass ich dazu keine<lb/>
Möglichkeit sehe, denn seinerzeit wurde die <rs type="person" ref="#per__114085">Grumbeck</rs>-Abteilung nicht<lb/>
zuletzt auf seinen Vorschlag und Wunsch der Personalvertretung nur<lb/>
geschaffen, um eben <rs type="person" ref="#per__114085">Grumbeck</rs> eine Abteilung zu geben. Jetzt ist<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114085">Grumbeck</rs> der Nachfolger von <rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs> in dieser Abteilung als Zweitzu<lb break="no"/>teilung der Dienstälteste auch sachlich am meisten prädestinierte<lb/>
und hat daher vollkommen zurecht die Möglichkeit die <rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs>-Abtei<lb break="no"/>lung zu übernehmen. Dadurch wird die Abteilung 2 selbstverständlich<lb/>
wieder aufgelöst und die so verhältnismässig geringen Agenden,<lb/>
dieser Abteilung auf andere verteilt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_08">Beim Jour fixe mit AK und ÖGB war Gott sei Dank mein alter Streit<lb break="no"/>hansel <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> wieder gesund. Bezüglich der Papierförderung kam<lb/>
ich mit <rs type="person" ref="#per__114467">Wehsely</rs> überein, dass doch ein grösserer Betrag für die<lb/>
nö. Zellstoffproduktions GesmbH von <rs type="person" ref="#per__114599">Turnauer</rs> reserviert werden sollte.<lb/>
Da die Anträge von Borregaard mit 500 Mill. wesentlich reduziert<lb/>
werden können, 100 Mill. hat Borregaard selbst zugegeben, <rs type="person" ref="#per__114467">Wehsely</rs><lb/>
denkt, es könnten 150 Mill. sein, da der Pölser Antrag mit<lb/>
200 Mill. und Brigl mit 160 Mill. sicherlich nicht in vollem<lb/>
Umfang zum Tragen kommen, müsste ein grösserer Betrag auch für<lb/>
die nö. Zellstoffproduktions GesmbH zur Verfügung stehen Allerdings<lb/>
ist dieses Projekt noch sehr nebulös. <rs type="person" ref="#per__114599">Turnauer</rs> hat noch immer nicht<lb/>
zu erkennen gegeben, wie er die 500 Mill. S Eigenkapital mit Borregaard<lb/>
gemeinsam aufbringen möchte. Dies ist ebenfalls erst ein Viertel der<lb/>
2 Mia. Investitionssumme. Wichtig erscheint nur, dass wir uns nicht<lb/>
auf allzu grosse Projekte einlassen, die dann nicht ausfinanziert<lb/>
werden können und wo man weitere Forderungen dann als Handelsminister<lb break="no"/>riumsbudget stellen wird. Ich habe bis jetzt von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> niemals<lb/>
mehr Mittel verlangt und möchte dies auch in Hinkunft nicht tun.<lb/>
Erstens ist es für mich klar, dass in dieser budgetären Lage er<lb/>
wirklich sparen müsste und zweitens soll niemals gesagt werden, dass<lb/>
auch ich mehr Budgetmittel für das Handelsministerium verlangt habe.<lb/>
Durch die seinerzeitige Erhöhung von 3 auf 5 % Gewerbesteueranteil<lb/>
für die Bürges – Gewerbestrukturverbesserung bekomme ich sowieso<lb/>
solange die Gewerbesteuer steigt und dies wird auch im nächsten Jahr,<lb/>
da die Berechnung immer zwei Jahre zurückliegt, der Fall sein, muss<lb/>
ich mit diesen Mitteln auskommen. Kritisch wird es nur in drei<lb/>
Jahren, weil dann die Rezessionsjahre zur Veranlagung kommen und<lb/>
<pb n="28-1393" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band28/28_1975-11-28_1393.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sicherlich ein entsprechender Rückschlag des Gewerbesteuerertrages<lb/>
zu erwarten ist. Langfristig darf ich also das Handelsministeriums<lb break="no"/>budget nicht mit Projekten verpflastern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_09">ANMERKUNG FÜR ALLE: Bitte auf diese Entwicklung stets Bedacht nehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_10">Die Preiserhebung vor und nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer wird<lb/>
von allen begrüsst. <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> hat nur vollkommen recht, wenn er erklärt,<lb/>
man sollte die Computerlisten von 1972 als Grundlage nehmen.<lb/>
Erstens haben wir dadurch die Möglichkeit, einen grösseren Artikel<lb break="no"/>rahmen festzulegen, der bereits eingeführt ist und von dem die<lb/>
Unternehmer mehr oder minder annehmen, dass er allumfassend gewesen ist.<lb/>
Zweitens haben wir aber dann einen Preisvergleich mit den alten Computer<lb break="no"/>listen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte die endgültige Auswahl mit <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> und mir<lb/>
noch besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_12">Die Arbeiterkammer und teils der ÖGB waren nicht genau informiert,<lb/>
wie es jetzt mit dem Ausschuss <rs type="person" ref="#per__140510">Keller</rs> über Gewährleistung, Garantie<lb/>
usw. im konsumentenpolitischen Beirat weitergehen soll. Das Justizmini<lb break="no"/>sterium, die Bürokratie scheinbar ohne Wissen von <rs type="person" ref="#per__140510">Keller</rs>, d. h.<lb/>
dem Büro von <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs>, hat eine Sitzung einberufen, um über gesellschafts<lb break="no"/>rechtliche Konsumentenschutzpolitik zu verhandeln. Wir haben im<lb/>
letzten Moment diese Zweigleisigkeit dadurch verhindern können,<lb/>
dass wir <rs type="person" ref="#per__140510">Keller</rs> und ich <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> überzeugt haben, dass es zweckmässig<lb/>
ist, bei uns im Beirat über die konsumentenpolitische Seite auch<lb/>
der Justizverwaltung zu verhandeln, während über die gesellschafts<lb break="no"/>rechtliche (GsmbH, AG-Gesetz usw.) rein im Justizministerium zu ver<lb break="no"/>handeln ist. Selbstverständlich werden dann die Gesetze, die auch<lb/>
vom konsumentenpolitischen Standpunkt erlassen werden müssen, im Justiz<lb break="no"/>ministerium vorbereitet und auch ausgesendet und dann natürlich in<lb/>
die Regierung eingebracht. Auf alle Fälle hoffe ich, dass es dadurch<lb/>
gelungen ist, eine Zweigleisigkeit zu verhindern und was noch viel<lb/>
wichtiger ist, eine Konkurrenzorganisation neben dem Verein für <choice><choice><sic>Konsu<lb break="no"/>mentenorganisation</sic><corr>Konsumenteninformation?</corr></choice></choice> und dem Handelsministerium – Konsumentenpolitischen<lb/>
Beirat – zu verhindern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_13">Bezüglich der Preisregelung für Naturgas – der Antrag stammt von der<lb/>
AK Oberösterreich – kommen wir überein, dass jetzt abgewartet wird,<lb/>
was in der Paritätischen Kommission herauskommt. Hier gibt es differente<lb/>
<pb n="28-1394" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band28/28_1975-11-28_1394.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Auffassung zwischen AK und ÖGB, aber ich hoffe, dass es <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs><lb/>
gelingen wird, auch <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> davon zu überzeugen, dass der jetzt<lb/>
eingeschlagene Weg zielführender ist. <rs type="person" ref="#per__113026">Tumpel</rs> teilte mit, dass die<lb/>
Gasgesellschaften sich verpflichtet haben, für Anfang Dezember die<lb/>
Unterlagen zu liefern und dass es jetzt schon feststeht, dass die<lb/>
RAG keinerlei Preiserhöhungen vornehmen wird, weil die Index-<lb/>
Schwankungen unter 5 % bleibt. <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> urgierte, dass es notwendig<lb/>
wäre, bei der ÖMV jetzt die Prüfung langsamer durchzuführen.<lb/>
Er fürchtet, dass jetzt unsere Beamten eine exakte und verhältnis<lb break="no"/>mässig schnelle Prüfung einleiten und dadurch die ÖMV ihre Ziffern<lb/>
vorlegen muss. Ich konnte mir nicht verkneifen darauf hinzuweisen,<lb/>
dass die AK mich ganz hart attackiert hat, weil ich nicht sofort die<lb/>
Preise seinerzeit gesenkt habe und ein Preisverfahren eingeleitet habe<lb/>
Jetzt beginnt die AK auch sich mehr dafür zu interessieren, wie es<lb/>
bei den weiteren Ausbau der Lagerstätten, der Mineralölsteuerer<lb break="no"/>höhung usw. bestellt sein wird bevor sie eine endgültige Linie<lb/>
bezüglich von Produktenpreiserhöhungen einschlägt. Für mich ist<lb/>
es ganz selbstverständlich, ich werde den Weg, den ich eingeschlagen<lb/>
habe, unbeirrt fortsetzen, weder mich von momentanen Attacken der<lb/>
Arbeiterkammer noch von allzu sehr taktischen Überlegungen der ÖMV<lb/>
leiten lassen, einmal Hü und einmal Hott zu sagen. Die Prüfung<lb/>
wird fortgesetzt, sie wird, wenn sie einigermasen gründlich ist<lb/>
sowieso sehr sehr lange dauern.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-28_14">Eine längere interne Diskussion in unserem Büro nahm doch die Frage<lb/>
des organischen Einbaues von <rs type="person" ref="#per__114508">Herbert Tieber</rs> in Anspruch. <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> war sehr<lb/>
erschüttert, als er wie er sich ausdrückte, mehr oder minder über<lb break="no"/>raschend erfuhr, er müsse das Zimmer sofort räumen. Er sieht die<lb/>
politische Notwendigkeit vollkommen ein, dass jetzt das Sekreta<lb break="no"/>riat und das Büro umorganisiert wird. Nach längerer Diskussion<lb/>
leider in Abwesenheit von <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs>, der erkrankt ist, den ich aber<lb/>
telefonisch sofort informierte und beruhigte, einigten wir uns dahin<lb break="no"/>gehend, dass <rs type="person" ref="#per__114508">Tieber</rs> auf alle Fälle in den ersten Wochen im Zimmer<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> sitzt, wodurch <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> in seinem Zimmer bleiben kann.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> wieder hat dann nachdem ich telefonisch mit ihm gesprochen<lb/>
habe und ersucht, er soll auf alle Fälle, solange er Fieber hat, zu<lb/>
Hause bleiben und erst am Montag kommen, wieder <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> angerufen<lb/>
und ihm mitgeteilt, dass er eine ganz andere Zimmerkombination<lb/>
vor hätte, nämlich sogar aus dem 1. Stock in das 2. Stockwerk zu<lb/>
übersiedeln. Letzten Endes einigten wir uns, dass wir am Montag,<lb/>
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dieses Problem endgültig bereinigen werden. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> erinnerte<lb/>
mich zu Recht, dass in der Arbeiterkammer wir auch eine solche<lb/>
Diskussion gehabt haben und ich damals glaube ich erklärt<lb/>
habe, schön, dann ziehe halt ich irgendwo hin, womit natürlich<lb/>
dann auch dieses Problem endgültig bereinigt war. Ich habe dieser<lb/>
Frage wahrscheinlich Zeit meines Lebens viel zu wenig Augenmerk<lb/>
zugewendet, als ich 1945 in der AK begonnen habe, war ich mit <rs type="person" ref="#per__98087">Wirland<lb break="no"/>ner</rs> in einem Zimmer, da wegen Platzmangels gar keine andere Möglich<lb break="no"/>keit bestanden hätte. Ich erinnere mich aber noch sehr gut, dass auch<lb/>
damals bereits immer die grösste Diskussion war, wer sitzt wo und wer<lb/>
hat das schönere Zimmer und warum sitzt der dort und nicht da. Ich<lb/>
muss also feststellen, dass sich auch im Laufe von 30 Jahren dieses<lb/>
Problem nicht geändert hat. Ich hoffe nur, dass wir es besser lösen,<lb/>
als es momentan den Anschein hat. Das Ziel kann doch nur sein,<lb/>
dass das Büro besser funktioniert und dass womöglich niemand belei<lb break="no"/>digt ist und vielleicht gar so verärgert, dass die Mitarbeit im<lb/>
Team darunter leiden würde.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 28.11.1975</head>
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               <persName type="label">Weidinger, Josef</persName>
               <persName><surname>Weidinger</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Baumeister, FVW-Mitglied; evtl. Falschidentifikation</occupation>
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               <persName type="label">Tieber, Herbert</persName>
               <persName><surname>Tieber</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>Sekr. JS, Tiroler SPÖ-Politiker</occupation>
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               <persName type="label">Reim, Rudolf</persName>
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               <persName type="label">Wirlandner, Stefan</persName>
               <persName><surname>Wirlandner</surname><forename>Stefan</forename></persName>
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               <persName type="label">Bock, C</persName>
               <persName><surname>Bock</surname><forename>C</forename></persName>
               <occupation>MR HM; evtl. ident mit Bock, B</occupation>
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               <persName type="label">Gröger, Adolf</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Zöllner, Otto</persName>
               <persName><surname>Zöllner</surname><forename>Otto</forename></persName>
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               <persName type="label">Grumbeck, Otto</persName>
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               <persName type="label">Turnauer, Herbert</persName>
               <persName><surname>Turnauer</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>Industrieller</occupation>
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