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            <title type="main">Montag, der  3. November 1975</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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im Kopf und meint, die Bauern hätten von 6–7 % Anteil der Sozialisten<lb/>
jetzt 7–8 % Anteil gewählt und führt dies auf die fast 50 % Neben<lb break="no"/>erwerbsbauern zurück, teils wegen <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, teils aber wegen des<lb/>
sozialistischen Programmes und deren Politik sich zu uns gewendet<lb/>
haben. Noch immer aber hat die Volkspartei dort ihre Hauptbastion<lb/>
mit 70 %. In den kleinen Dörfern haben die Sozialisten auch gewonnen,<lb/>
hauptsächlich aber durch die Pendler, die in immer stärkerem Masse<lb/>
sozialistisch wählen. Ganz gross verloren haben wir bei den Jugend<lb break="no"/>lichen bis 23 Jahren. 1970 haben uns noch 53 % gewählt, jetzt sind<lb/>
wir auf 43 % zurückgegangen und haben fast nur mehr die Quote<lb/>
der Volkspartei. Einen Gewinn konnten wir auch bei den kleinen<lb/>
Selbständigen erzielen, währenddem der Bildungsmittelstand gleichge<lb break="no"/>blieben ist. Aus dieser Analyse leite ich ab, dass wir tatsächlich<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und seiner Politik in Schichten der ÖVP einbrechen<lb/>
konnten. In der Regierungserklärung und in den weiteren vier<lb/>
Jahren müssen wir deshalb auch dieser Gruppe – kleinere Bauern<lb/>
und kleine Selbständige – unser Augenmerk zuwenden. Bei diesen<lb/>
kann ich mir auch eine erfolgreiche Politik vorstellen, Nicht da<lb break="no"/>gegen bei den Jugendlichen bis 23 Jahren, wo wir so schlecht abge<lb break="no"/>schnitten haben und wie ich eigentlich nicht weiss, wie wir dies<lb/>
ändern können. Obwohl, ich gerade dafür nicht verantwortlich bin,<lb/>
würde es mich sehr interessieren zu erfahren, was man dagegen machen<lb/>
kann. <rs type="person" ref="#per__114541">Konecny</rs> gibt dafür wahrscheinlich kaum eine befriedigende Ant<lb break="no"/>wort.<lb/>
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unmittelbar notwendigste Probleme. Die Handelskammer hat für<lb/>
Bahnbau vorerst den § 68 abgelehnt mit dem Hinweis, zuerst muss<lb/>
die grössere Firma Plasser &amp; Theurer diese Auszeichnung bekommen.<lb/>
Nun bekommt sie sie, trotzdem lehnt die Handelskammer jetzt neuer<lb break="no"/>dings ab. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> sieht ein, dass dies unmöglich ist und wird<lb/>
beim nächsten Präsidium einen diesbezüglichen Beschluss fassen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Wenn möglich bis dahin zuwarten, es wird aber<lb/>
auf alle Fälle positiv erledigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_06">Die Kleiderfirma Fürnkranz rühmt sich, dass sie nur billige<lb/>
Importwaren hereinbringt und damit den Konsumenten besonders<lb/>
dient und will auch § 68 Auszeichnung. Die Handelskammer hat dagegen<lb/>
grösste Bedenken, ich erkläre, ich warte ganz ihre Stellungnahme ab.<lb/>
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sprechen, den ich noch nicht gelesen habe. Ich nütze die Gelegenheit<lb/>
aber, um <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> zu empfehlen, doch so wie ich dies beim Fremden<lb break="no"/>verkehr getan habe, als ich hart attackiert wurde, mit Hilfe<lb/>
von Meinungsforschung Schwachstellen zu finden. Ifes hat jetzt die<lb/>
Absicht, eine solche Umfrage zu machen, einige andere Stellen<lb/>
haben sich bereits dafür interessiert und ich empfehle <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
dies im Einvernehmen mit Ifes und eventuell einem Institut, das<lb/>
ihnen nahesteht, z.B. Fessel, einen allumfassenden Auftrag zu geben.<lb/>
Dadurch würden sie aus dem Dilemma herauskommen, dass die Indu<lb break="no"/>striellenvereinigung besondere Aktivität entfaltet und scheinbar<lb/>
auf Schwachstellen der Aussenhandelsorganisation hinweisen kann.<lb/>
Die Politik der Industriellenvereinigung ist es eben, hier Aktivi<lb break="no"/>täten zu entfalten und sich dadurch in das Monopol von der Handels<lb break="no"/>kammer hineinzuarbeiten. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> will nichts entscheiden, wird<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> darüber sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_08">Ich ersuche, dass <rs type="person" ref="#per__116015">Ertl</rs> von der Handelskammer wegen der Strumpfhosen<lb break="no"/>regelung dazu berufen wird und setze den beiden auseinander, dass<lb/>
es unmöglich ist, von mir zu erwarten, dass ich mich über die Ein<lb break="no"/>wände der Arbeiterkammer und des ÖGB wegen der hohen Preise, die<lb/>
dann entstehen würden, hinwegsetze. Ich erkläre, dass ich prinzipiell<lb/>
bereit bin, mich über die Einwände bezüglich unserer internationalen<lb/>
Verpflichtungen hinwegzusetzen, nicht aber über den Vorwurf, dass<lb/>
die Preise für Strumpfhosen, dann von 6.90 dann auf über 10.– S<lb/>
steigen werden. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> sieht dies auch ein und meint, es müsste<lb/>
eben zwischen den 4.– die die AK und der ÖGB jetzt vorschlagen und<lb/>
dem 5.55 Vorschlag der HK ein vernünftiges Kompromiss gesucht und<lb/>
gefunden werden. Ich hoffe, dass <rs type="person" ref="#per__116015">Ertl</rs> imstande ist hier ein<lb/>
Kompromiss zu finden. Er erklärt, er wird sich darum bemühen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_09">Ich setze <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> auseinander, dass die Studien, die er kennt,<lb/>
im Berufsbildungsinstitut bezüglich der Lehrlingspolitik<lb/>
in Zukunft unbedingt gemeinsam finanzieren müssen. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
meint, wenn die AK und der ÖGB ihren Anteil übernehmen, so könne<lb/>
er sich vorstellen, dass auch die Handelskammer einen diesbezüg<lb break="no"/>lichen Beschluss fasst. Keinesfalls aber wäre er bereit, auch nur<lb/>
einen Schilling daraufzuzahlen, wenn die andere Seite nicht auch daran<lb/>
sich beteiligt. Auch dieses Problem wird er mir <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und im<lb/>
Präsidium dann neuerdings besprechen. Drei Tage nach seiner Ange<lb break="no"/>lobung und Wahl zum Präsidenten der Bundeskammer geht er für<lb/>
eine neue Operation ins Spital, um seinen Bandscheibenvorfall<lb/>
operieren zu lassen. Ich hoffe und wünsche ihm, dass er nun<lb/>
seine Beschwerden los wird und seine Gehbeschwerden nicht mehr hat.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_10">Im Journalistenfrühstück fragt mich das Agrarinformationszentrum<lb/>
über die Aufschnürung des Paketes der Wirtschaftsgesetze. Ich er<lb break="no"/>läutere die einfachgesetzliche Preisregelung, die jetzt vor<lb/>
Mitte November in die Begutachtung gehen wird dahingehen, dass<lb/>
ich damit eine Rute im Fenster bekommen werde. Die Verbraucherpreise,<lb/>
die ich dann festsetzen kann für Artikel des täglichen Bedarfes<lb/>
sollen nur dann von mir oder den Landeshauptleuten tatsächlich<lb/>
festgelegt werden, wenn dies notwendig ist. Keinesfalls aber<lb/>
soll diese Preisfestsetzung ausschliesslich auf Kosten der kleinen<lb/>
Leute, Kleinhändler oder Gastwirte gehen. Vertreter der Hotel-<lb/>
und Gastgewerbezeitung weist nämlich sofort auf die Schwachstelle<lb/>
hin, wonach die letzten, d.h. eben die Gastwirte oder die Klein<lb break="no"/>händler die Hunde beissen. Zum Glück kann ich darauf verweisen,<lb/>
dass ja die ganze Kette vorher durch Genehmigung der Paritätischen<lb/>
Kommission entsprechend genehmigte Preise haben müssten und des<lb break="no"/>halb nicht nur die letzten von mir preisgeregelt werden können.<lb/>
In Wirklichkeit muss ich mir innerlich zugeben, ist dies tat<lb break="no"/>sächlich das grösste Problem.<lb/>
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Wie können wir diesen Vorwurf entkräften?<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_12">Im Wochenprogramm steht um 11 Uhr Sitzung im BKA mit Gewerk<lb break="no"/>schaften des öffentlichen Dienstes. In Wirklichkeit war dies eine<lb/>
fraktionelle Sitzung, die nicht bekannt werden sollte. <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs><lb/>
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Seite aus zu betrachten ist. Seinerzeit haben wir es eingeführt,<lb/>
um die Sektionen zu verpflichten, auf Grund dieses Programmes<lb/>
entsprechende Vorschläge zu erstatten. Niemals ist eine solche Ak<lb break="no"/>tivität aber von den Sektionen entfaltet worden. Für die, die<lb/>
positiv mit uns zusammengearbeitet haben, muss es andere Wege<lb/>
geben, sie zur Mitarbeit heranzuziehen. Für die, die nichts tun<lb/>
wollten, war es immer eine gute Ausrede, sie werden ja über das<lb/>
Wochenprogramm informiert, haben darin nichts gefunden und daher<lb/>
keinen Grund etwas zu tun. Ich glaube, deshalb, dass wir auch<lb/>
diesen Punkt und hier hat <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> vollkommen recht, ändern müssen.<lb/>
Das Wochenprogramm ist auf alle Fälle einzustellen. Die Begründung<lb/>
und wie wir in Hinkunft die Sektion resp. Abteilungen resp.<lb/>
Referenten, die von Besprechungen betroffen sind und die wir<lb/>
brauchen, verständigen, muss auf einem anderen Weg erfolgen.<lb/>
Beim nächsten Büro-Jour-fixe müssen wir eine bessere Lösung be<lb break="no"/>sprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_13">ANMERKUNG AN <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte überleg Dir die zweckmässigste neue<lb/>
Lösung.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_14">Bei dieser Aussprache im BKA, an der nicht nur die Fraktion<lb/>
der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes sondern auch<lb/>
das ÖGB-Fraktionspräsidium teilnahmen, ging es um die zu<lb break="no"/>künftige Lohn- und Gehaltspolitik. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> verwies darauf, dass<lb/>
nicht nur die öffentlich Bediensteten seiner Meinung nach ein<lb/>
schwieriges Problem darstellen, sondern auch auf dem privaten<lb/>
Sektor die Versicherungen, die Banken und er meinte, zum<lb/>
Glück ist auch der Handelsminister anwesend, denn auch die<lb/>
Lebensmittelarbeiter stellen zu hohe Forderungen. In der<lb/>
langen Diskussion, die sich an diese Problemation anknüpfte<lb/>
kam heraus, dass eine Lohnleitlinie nicht möglich ist. Dagegen<lb/>
würden sich alle Gewerkschaften aussprechen und sicherlich<lb/>
auch nicht daran halten. Ausserdem würde dann in den Betrieben<lb/>
sofort durch entsprechende Aufbesserung, wie <rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs> mit<lb/>
Recht darauf hinwies, die Differenz zwischen den Soll-Löhnen,<lb/>
d.h. KV-Löhnen und den Ist-Löhnen, die tatsächlich bezahlt werden,<lb/>
noch grösser werden. <rs type="person" ref="#per__98010">Teschl</rs> meinte sogar, man müsse trotzdem<lb/>
in kleineren Kreisen über die entsprechenden Prozente reden und<lb/>
die höchsten Prozentsätze aber auch die Mindestprozentsätze, die<lb/>
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und durch die schlechte Beschäftigung jetzt auch nur auf den Ist<lb break="no"/>lohn draufbekommen haben und so tatsächlich 3–7 % Verdienst<lb break="no"/>verlust haben. Dadurch seien auch die Baukosten von 24 auf 12 %<lb/>
Baukostensteigerung gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. <rs type="person" ref="#per__114543">Pöder</rs> von<lb/>
den Gemeindebediensteten meinte, man könne nicht nur Opfer<lb/>
von den Staatsangestellten verlangen. <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> erwiderte,<lb/>
sie hätten 11,8 % bekommen und das Stillhaltevereinbarungs<lb break="no"/>abkommen sieht den 31.12.1975 vor. Erst dann müssten neue Ver<lb break="no"/>handlungen beginnen. Ein grosses Problem sei die Sparten<lb break="no"/>fragen, die allein 7 Mill. S kosten. Hier handelt es sich um<lb/>
die Verwaltungsdienstzulage für die Pensionisten, um die Hoch<lb break="no"/>schullehrer, um die Richter und die sonstigen Lehrer. Die<lb/>
Bundesbahnen wollen statt der dreijährigen Vorrückung eine zwei<lb break="no"/>jährige, was im ersten Jahr 150 Mill. kostet, dann zurückgeht<lb/>
sogar auf 100 Mill., aber wie <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> mit Recht sagt, im<lb/>
Jahresverdienst der Eisenbahner dann eine wesentliche Erhöhung<lb/>
bringt und damit natürlich auch eine Belastung des Staates.<lb/>
Die Beamten erklären, sie werden so schlecht bezahlt und<lb/>
haben in den letzten 5 Jahren, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zusammenfasste von<lb/>
31 Mia. Personalkostenanteil im Budget 1970 auf 55 Mia. 1975<lb/>
erhöht. Seiner Meinung nach kann es nur weniger Beamte geben<lb/>
und mehr Arbeitsleistung des Einzelnen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> erinnert an eine<lb/>
Diskussion mit den Postgewerkschaftern, wo diese zugegeben<lb/>
haben, dass die Postler bereits um 13 Uhr mit ihrem Austragen<lb/>
zu Ende sind, dafür aber die Postdirektion verantwortlich zu<lb/>
machen ist. Diese hat wieder ohne Genehmigung 1.200 Postler<lb/>
eingestellt. Wie glücklich bin ich, dass ich keine nachgeord<lb break="no"/>nete Dienststelle habe, denn dort gibt es immer die grössten<lb/>
Probleme und Schwierigkeiten. Mehr Leistung aber von den Beamten<lb/>
zu verlangen, setze voraus, dass man entweder sie besonders dafür<lb/>
entlohnt oder die, die nichts leisten entsprechend geringer<lb/>
belohnt. Da man ihnen aber keinen Gehalt wegnehmen kann, würde<lb/>
als einzige Lösung die automatische Beförderung zu ändern.<lb/>
Ich bin nicht überzeugt, dass dieser einzig gangbare Weg<lb/>
gerade im Zusammenhang mit einer Änderung des § 67, wonach<lb/>
ein Beamter überhaupt zu nichts zusätzliches herangezogen werden<lb/>
kann, als Schlüsselprobleme tatsächlich in Angriff genommen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_15">Ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommen wird. Die öffentlich<lb/>
Bediensteten haben, wenn man natürlich nur ihre Löhne allein rechnet,<lb/>
scheinbar schlecht abgeschnitten. Rechnet man aber die ganzen Zu<lb break="no"/>lagen usw. dazu und dass sie z.B. für die Pensionsversicherung nur<lb/>
6 % zu leisten haben, während der Privatangestellte und auch Arbeiter<lb/>
8.75 % zu leisten hat, so ergibt sich, dass ihre Nettobezüge nicht<lb/>
zuletzt auch durch die zusätzlichen sonstigen Leistungen besser sind<lb/>
als in der privaten Wirtschaft. Dazu kommt natürlich, dass auch die<lb/>
Unkündbarkeit gerade in der jetzigen Phase nicht vernachlässigt<lb/>
werden kann und darf. Seit ich mich erinnern kann, d.h. in der zweiten<lb/>
Republik hat es immer wegen der Lohnpolitik im internsten Kreis<lb/>
zwar freundschaftliche aber heftige Diskussionen gegeben. Je<lb/>
nachdem ob eine Gruppe wie z.B. jetzt die Metallarbeiter vor unmittel<lb break="no"/>baren Lohnbewegungen stehen, hat alles gespannt auf diese Gewerkschaft<lb/>
geschaut. Dadurch, dass sie 330.000 umfasst, war natürlich dieser Ab<lb break="no"/>schluss von grösster Bedeutung. Wenn die Abschlüsse nicht entsprechend<lb/>
gut ausgefallen sind, dann haben die Betriebsräte sofort nachdem<lb/>
dieser Abschluss mit ihrer Zustimmung im Verhandlungskomitee gefasst<lb/>
wurde, in ihren eigenen Betrieben zusätzliche Leistungen durchgesetzt.<lb/>
Dadurch kam es ja zu einer immer stärkeren Differenzierung der Ist-<lb/>
Löhne und der grösstenteils auf dem Papier stehenden KV-Löhne. Der<lb/>
tiefste beträgt derzeit 23.50 und der Durchschnittsverdienst ist<lb/>
46.82 S. Selbst wenn ich den Facharbeiter hernehme mit 40.00 S<lb/>
höchsten Kollektivvertragslohn so zeigt dies, dass er wahrscheinlich<lb/>
überall nur auf dem Papier steht. Schon allein, dass eine 30 %-ige<lb/>
Akkordzulage mindestens vereinbart ist, gibt für die Metallarbeiter<lb/>
einen anderen Verdienst als z.B. in der Lebensmittelarbeiterbranche.<lb/>
Der Akkordzulagenverdienst muss sogar 6 Wochen weiterwirken, auch dann<lb/>
wenn er keinen Akkord mehr leistet, erst dann fiele er auf den Kollek<lb break="no"/>tivvertrag zurück. Aber auch <rs type="person" ref="#per__97842">Prechtl</rs> von den Eisenbahnern musste<lb/>
zugeben, dass der Lokführer nur 5.300 S im Monat hat, dazu allerdings<lb/>
dann 2.000 S Zulagen mindestens kommen. Wie wir aus diesem Dilemma,<lb/>
dass die einzelnen Gewerkschaften ihre eigene Politik machen, ja ich<lb/>
glaube sogar machen müssen, und der tatsächlichen Entwicklung<lb/>
herauskommen ist mir nicht klar. Ich sehe keinen Weg. Radikale Än<lb break="no"/>derungen würden nur eine Verunsicherung und, was noch viel schlimmer<lb/>
ist, eine Verstimmung unter die Arbeiterschaft, ja wahrscheinlich<lb/>
auch unter die Privatangestellten und noch viel mehr unter die Beamten<lb/>
bringen. Den einzigen Weg, den ich sehe, mit jeder Lohnbewegung, sei es<lb/>
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der öffentlich Bediensteten, eine kleine Kompensation durch ent<lb break="no"/>sprechende Änderung der Struktur und Mobilität hemmenden Faktoren<lb/>
zu erreichen, ist der einzige Ausweg. Beim öffentlichen Dienst<lb/>
wurde er bis jetzt noch nicht gegangen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_16">Im Wiener Ausschuss berichtete <rs type="person" ref="#per__97913">Schieder</rs> über die Gebührenerhöhung der<lb/>
Gemeinde. Wasser soll vom Haushalt von 4.– auf 5.– S pro m³ mit<lb/>
1.1.1976 erhöht werden. Die verbilligten Wassermengen, 2.80 für<lb/>
50 Liter pro Kopf und Tag wird allein aus Verrechnungsgründen<lb/>
notwendig sein aufzulösen. Ebenso soll nicht zuletzt aus Verrech<lb break="no"/>nungsgründen der verbilligte Gewerbetarif 2.45 pro m³ in Wegfall<lb/>
kommen. Die Einnahmen von derzeit 500 Mill. werden um 200 Mill.<lb/>
auf 700 Mill. steigen und damit endlich kostendeckend sein. Die<lb/>
Kanalgebühr soll für A-Abort von 96.– auf 152.– S erhöht werden.<lb/>
Hier würden die Einnahmen von 100 Mill. um 60 Mill. auf 160 Mill.<lb/>
steigen. Gleichzeitig aber soll mit 1.7.1976, wo die Erhöhung in Kraft<lb/>
gesetzt wird, anstelle der Häuselsteuer eine Abwassergebühr, die<lb/>
sich nach dem Prozentsatz des Wasserverbrauches richtet, eingeführt<lb/>
werden. Die Müllabfuhrabgabe von 50 Liter 3.50 pro Entleerung soll<lb/>
auf 5.– S, von 110 Liter von 9.– auf 13.– S erhöht werden. Die<lb/>
Belastung wäre 10 – 16.– S pro Mieter und Monat. Die Feuerwehr<lb break="no"/>bereitstellungsgebühr soll um 40 % erhöht werden. Einzelne Leistungen<lb/>
aber wesentlich höher, weil in Hinkunft für jede angefangene Stunde<lb/>
die volle Stunde verrechnet wird. Derzeit gibt es folgende Differenz:<lb/>
wenn jemand sein Auto vorschriftswidrig parkt und die MA 48 schleppt<lb/>
es ab, so kostet das 1.500.– S. Wenn er es aber auf einer Schiene<lb/>
parkt und die Strassenbahn kann nicht fahren, dann kommt die<lb/>
Feuerwehr und es kostet ihn nur 700.– S. Diese Abschlepptätigkeit<lb/>
wird man jetzt auf 1.800.– S erhöhen. Die Müllabfuhr soll von<lb/>
270 Mill. um 120 Mill. auf 390 Mill. und die Feuerwehr von 5 Mill.<lb/>
plus 3 Mio. auf 8 Mill. erhöht werden. <rs type="person" ref="#per__97913">Schieder</rs> hat dies mit so<lb/>
drastischen Beispielen und so einer rhetorisch guten Art vorge<lb break="no"/>tragen, dass man fast sagen wollte, es ist ja wirklich schrecklich,<lb/>
dass die Gemeinde niemals die Kostendeckung bei diesen Dienstlei<lb break="no"/>stungen erreicht hat und das hat sie nach <rs type="person" ref="#per__97913">Schieder</rs> jetzt endlich.<lb/>
In der Diskussion wurde dann allerdings von <rs type="person" ref="#per__123789">Hofstetter</rs> z.B. darauf<lb/>
verwiesen, dass diese Belastungen für die Altwohnung in Zimmer/Küche<lb/>
Betriebskostenerhöhung von 25.– bis 30.– pro Monat und Wohnung und<lb/>
bei Neubauten von 45 – 60.– S betragen werden. Ich bin überzeugt,<lb/>
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insbesondere durch die Massenmedien entfacht, geben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_17">Die Mitgliedsbeiträge von 15.– S werden nicht erhöht, obwohl über<lb/>
die Aufteilung und über etwaige Erhöhungen in Zukunft sehr bald wird<lb/>
geredet werden müssen. Derzeit werden von den 15.– S nach Abzug der<lb/>
Jugend- und Kinderfreundegroschen und ich weiss nicht was noch alles<lb/>
14.25 dann ein Drittel der Zentrale, ein Drittel den Ländern und ein<lb/>
Drittel der Bezirksorganisation aufgeteilt. Die Zentrale verlangt nun,<lb/>
da sie die ganzen Personalkosten der Bezirkssekretäre und Landes<lb break="no"/>sekretäre usw. tragen muss, den Anteil auf 40 % zu erhöhen. Schlecht<lb/>
stehen auch noch die Bezirksorganisationen mit dem Anteil da und<lb/>
auch hier sieht <rs type="person" ref="#per__97786">Nittel</rs> als Wiener Landessekretär ein, dass etwas ge<lb break="no"/>schehen muss. Mit dem Betriebsrat wurde vereinbart, dass mit<lb/>
1.11.1975 so wie bei der Gewerkschaft die Gehälter um 14 % erhöht<lb/>
werden. durch Umschichtung sollen 4 % ein gerechteres Schema bringen,<lb/>
während die Gehaltserhöhung 10 % betragen soll. In Hinkunft wird die<lb/>
Partei sich immer an die Vereinbarungen des Gewerkschaftsbundes mit<lb/>
seinen Angestellten anschliessen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_18"><rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> berichtet, dass durch eine Organisationsfehler der AZ bei den<lb/>
Bericht der Staatsanwaltschaft über die Anklage der Angestellten die<lb/>
wichtige Bemerkung unter den Tisch gefallen ist, dass gegen <rs type="person" ref="#per__116042">Suttner</rs><lb/>
nichts Strafbares vorliegt. Die AZ wird es deshalb in grosser Auf<lb break="no"/>machung bringen. Die Kronen-Zeitung hat die Berichtigung abgelehnt<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__116042">Suttner</rs> als auch <rs type="person" ref="#per__123789">Hofstetter</rs> werden deshalb pressegesetzliche<lb/>
Klagen einbringen. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> verweist neuerdings darauf, dass auf Grund<lb/>
des GesmbH-Gesetzes auch die Aufsichtsräte mit der Sorgfalt eines<lb/>
ordentlichen Kaufmannes vorgehen müssen und das Handelsgericht<lb/>
diesbezügliche Entscheidungen schon einige Mal getroffen hat. Wenn<lb/>
dies nicht geändert wird, werden wahrscheinlich die Politiker früher<lb/>
oder später, weil sie die ganze Härte des Gesetzes treffen kann,<lb/>
ausscheiden. Darüber wird aber noch intern beraten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_19">Mit <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> und <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> besprach ich die Vorgangsweise bei der Nomi<lb break="no"/>nierung der 8 Delegierten zum Energiedialog. USA die EG u. Japan stehen<lb/>
fest, die vier restlichen bemühen sich, Schweden, Schweiz, Österreich,<lb/>
Norwegen, Spanien, Griechenland und Australien. Die Türkei ist frei<lb break="no"/>willig ausgeschieden, Finnland interessiert sich nicht, möchte nur<lb/>
informiert werden. Island, Neuseeland und Portugal haben überhaupt<lb/>
nie die Absicht gezeigt, sich um diese Sitze zu bemühen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_20">Grossbritannien, obwohl EG-Mitglied, macht noch immer energische<lb/>
Anstrengungen, eine eigene Kandidatur zu erreichen. Frankreich hat<lb/>
vorgeschlagen, man soll regional vorgehen. In diesem Fall würde<lb/>
Australien, vom Mittelmeer entweder Spanien oder Griechenland, vom<lb/>
Norden entweder Schweden oder Norwegen und von Mitteleuropa ent<lb break="no"/>weder die Schweiz oder Österreich zum Zuge kommen. Eine solche<lb/>
regionale Lösung wird aber von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> entschieden abge<lb break="no"/>lehnt. <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> hat seinerzeit unsere Kandidatur dort angemeldet und<lb/>
gross verkündet, was <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auch nicht recht war. Jetzt dagegen, wenn<lb/>
wir diese Mitgliedschaft nicht bekommen und dann womöglich nur mit<lb/>
unterentwickelten, nicht stark industrialisierten Ländern abgelehnt<lb/>
werden, kommen wir in ein ganz schiefes Licht. Österreich würde dort<lb/>
zu den Entwicklungsländern gezählt werden, die man nicht berücksichtigt.<lb/>
Die Schweiz bemüht sich deshalb sehr, diesen Sitz unter allen Umständen<lb/>
zu bekommen. Wenn es bei der EFTA-Tagung oder vorher zur Sprache kommt,<lb/>
werde ich, wie ich <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> mitteilte, und er war darüber sehr froh, sofort<lb/>
erklären, dass sich der Bundeskanzler vorbehalten hat, die letzte Ent<lb break="no"/>scheidung zu treffen. Wir halten unsere Kandidatur auf alle Fälle<lb/>
aufrecht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_21">Wichtiger erschien mir, dass ich mit <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> abstimme, dass wir<lb/>
auf alle Fälle etwas für Portugal Industrieentwicklungsfonds leisten<lb/>
müssen. <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> meinte, dafür sei kein Geld vorhanden, vom <rs type="person" ref="#per__114676">Zuk</rs><lb/>
hatte er eine entsprechende Information bekommen. <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> teilte meine<lb/>
Meinung, dass eine solche Vorgangsweise unmöglich ist und ich erklärte<lb/>
sofort, ich werde dies bei der Regierungsvorbesprechung zur Sprache<lb/>
bringen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_22"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war über die Regierungserklärung, wie er sie jetzt zusammengestellt<lb/>
hatte, nicht sehr glücklich. Bei einer taxativen Aufzählung aller Wünsche<lb/>
der Regierungsmitglieder würde sie über 3 Stunden dauern. Er hat des<lb break="no"/>halb eine Kürzung vornehmen müssen. Er wird deshalb darauf hin<lb break="no"/>weisen, dass die Regierungsmitglieder ja bei der Regierungserklärung<lb/>
anwesend sind und bei der Diskussion für jede einzelne Frage zur<lb/>
Verfügung stehen. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> meinte, es könne, wenn jetzt entsprechende<lb/>
Kürzungen noch vorgenommen werden, ein Ungleichgewicht in den einzelnen<lb/>
Ressorts dadurch entstehen. Dieses Prestigedenken hatte ich für falsch<lb/>
und es würde mich gar nicht stören, wenn über das Handelsministerium<lb/>
gar nichts drinnen ist. Ich erklärte sofort mir zu überlegen, weitere<lb/>
Kürzungen vorzunehmen, nur einen Satz über die Preise und vor allem<lb/>
das gewünschte Filmförderungsgesetz aufzunehmen. Ich glaube, dass<lb/>
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Bundeskanzlers die Konzeption war, die Philosophie festzuhalten,<lb/>
die geleistete Arbeit und die zukünftige Arbeit und was weiss Gott<lb/>
noch alles, das Endergebnis war ein viel zu grosses Unterlagenmaterial.<lb/>
Dann wurden noch die Gedanken <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> z.B. in meinem Fall über die<lb/>
zukünftige Atomenergiepolitik hineingearbeitet, das Ganze wurde<lb/>
zu lang und deshalb dann wesentlich gekürzt. Ein <choice><choice><sic>unheitliches</sic><corr>uneinheitliches?</corr></choice></choice><lb/>
Ganzes.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_23">Bezüglich der Hilfe für Portugal einigten wir uns auf 100 Mill. $ <lb/>
anstelle der 240–300 Mill. S, die die Portugiesen wollen und<lb/>
von denen <rs type="person" ref="#per__114676">Zuk</rs> behauptet, der letztere Betrag sei der einzige, den<lb/>
sie verlangen, danach würde auf Österreich bei 100 Mill. $<lb/>
210 Mill. S, nach dem EFTA-Aufteilungsschlüssel entfallen. Dies<lb/>
wären bei 5 Jahresraten 54 Mill. S pro Jahr. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ist damit<lb/>
einverstanden, möchte nur, dass er dies nicht aus dem Budget be<lb break="no"/>zahlen muss, sondern dass er dafür Zinsenzuschüsse vorsehen wird,<lb/>
d.h. dass dieser Betrag als 25-jährige Anleihe, 10 Jahre tilgungs<lb break="no"/>frei, zinsenfrei zur Verfügung gestellt wird. Da dies eine inner<lb break="no"/>österreichische Regelung ist, kann ich in Genf ohne weiteres daher<lb/>
die 54 Mill. S pro Jahr zusagen. Im Ministerrat habe ich daher<lb/>
sofort, als ich meine Vertretung <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> nominierte, gleich darauf hin<lb break="no"/>gewiesen, dass ich zur Hilfeleistung für Portugal nach Genf fahre.<lb/>
Ohne einzelne Details zu deponieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_24"><rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> berichtet in der Vorbesprechung noch, dass die Arbeitslosen<lb break="no"/>ziffer im Oktober 54.100 beträgt und 14.096 mehr als im Vormonat<lb/>
und um 18.776 mehr als im Vorjahr.<lb/>
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einvernehmliche Lösung bezüglich des Einarbeitens haben sollten.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> hat mit seiner Personalvertretung vereinbart, dass ein<lb/>
Drittel auf Urlaub gehen kann und zwei Drittel anwesend sein müssen.<lb/>
Sie müssen sich allerdings dafür zwei Urlaubstage nehmen. <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs><lb/>
wieer sagte, er hätte schon Besprechungen geführt, dass zwei Tage<lb/>
von den 6 Tagen eingearbeitet werden können. Ich selbst erklärte,<lb/>
dass unbedingt eine einvernehmliche Regelung mit allen erzielt wer<lb break="no"/>den muss. Wir einigten uns dann darauf, dass nicht mehr als 2 Tage<lb/>
eingearbeitet werden dürfen, soweit der Dienstbetrieb dies erlaubt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band28_1975-11-03_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Bitte diese generelle Regelung, die alle Mini<lb break="no"/>sterien betrifft und die vom BKA mitgeteilt wird, auch unserer Per<lb break="no"/>sonalabteilung mit der Personalvertretung vereinbaren<add>[Wortlaut hier unsicher, Zeilen ineinander geschrieben, Anm.]</add>.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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               <persName><surname>Reim</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Ertl, Walter</persName>
               <persName><surname>Ertl</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>HK</occupation>
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               <persName type="label">Lausecker, Karl</persName>
               <persName><surname>Lausecker</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Staatssekretär/Verkehrsminister</occupation>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
               <persName><surname>Gratz</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Hofstetter, Walter</persName>
               <persName><surname>Hofstetter</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>Wr. SPÖ-GR-Abg., Obmann Wr. Naturfreunde</occupation>
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               <persName type="label">Zuk, Georg</persName>
               <persName><surname>Zuk</surname><forename>Georg</forename></persName>
               <occupation>Dipl.Ing.</occupation>
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               <persName type="label">Weihs, Oskar</persName>
               <persName><surname>Weihs</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>Landwirtschaftsminister bis 1976</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Böck, Hans</persName>
               <persName><surname>Böck</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Wr. Bau-SR, ÖGB-Vizepräs., Obmann Gew. Bau-Holz</occupation>
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               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
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