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            <title type="main">Mittwoch, der 23. Juli 1975</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_01">Mittwoch, 23. Juli 1975<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_02">Beim Journalistenfrühstück wurde zu meiner grössten Überraschung<lb/>
weniger über den Fremdenverkehr als über den § 3b) für die Kraftfahr<lb break="no"/>zeugmechaniker – Delegierung an die Landeshauptleute – diskutiert.<lb/>
Im Fernsehen wurde dann doch der Fremdenverkehr wesentlich stärker<lb/>
herausgebracht. Die so positive Entwicklung hat sicherlich alle<lb/>
überrascht. Die Delegierung an die Landeshauptleute ist von der<lb/>
Presse zumindestens beim Gespräch sehr neutral aufgenommen worden.<lb/>
Ich hätte eigentlich erwartet, dass man sich wesentlich mehr dagegen<lb/>
ausspricht. Wahrscheinlich ist dies aber darauf zurückzuführen,<lb/>
dass durch die Urlaubszeit in Wirklichkeit nur drei Landeshauptleute<lb/>
gegen diese Delegierung Stellung genommen haben. <rs type="person" ref="#per__98048">Wallnöfer</rs> war<lb/>
dabei wieder am geschicktesten, denn er meinte, dies sei unnötig,<lb/>
aber er werde in seinem Land sofort die Interessensvertretungen<lb/>
zu sich bitten, um dieses Problem zu besprechen. Im Antwortschreiben<lb/>
auf seinen Brief habe ich deshalb als Nachsatz handschriftlich hinzu<lb break="no"/>gefügt, dass ich diesen Weg begrüsse, weil er am besten das Problem<lb/>
lösen kann. <rs type="person" ref="#per__113131">Niederl</rs> hat nur ganz kurz und lakonisch die Stellung<lb break="no"/>nahme der Bundeskammer abgegeben, das heisst, erklärt, er sei<lb/>
dafür nicht zuständig und des sei gar nicht notwendig. <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs><lb/>
hingegen hat eine längere Ausführung geschickt und im Antwortschrei<lb break="no"/>ben haben <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> und <rs type="person" ref="#per__112011">Kurzel</rs> sehr geschickt alle Vorwürfe entkräftet.<lb/>
Da sich dann nur noch die Bundeskammer in ihrem Brief expressis<lb/>
verbis gegen die Delegierung ausgesprochen hat, ja überhaupt eine<lb/>
Regelung ablehnte, die anderen aber sich verschwiegen und damit zu<lb break="no"/>gestimmt haben, bin ich glaube ich wirklich berechtigt, diese<lb/>
Delegierung vorzunehmen. Ich gebe mich allerdings keiner Illusion<lb/>
hin, dass dies nur auf die Urlaubszeit zurückzuführen ist. Die<lb/>
entsprechenden Referenten in den Landesregierungen sind entweder<lb/>
nicht hier oder haben noch nicht Gelegenheit gehabt, mit ihren<lb/>
Funktionären zu reden, weshalb eben keine Antworten rechtzeitig<lb/>
gekommen sind. Da man mir im § 3b) – und darüber gibt es für mich<lb/>
gar keinen Zweifel – nur ein unzulängliches Gesetz gegeben hat,<lb/>
bin ich sehr froh, dass er erste Fall von mir delegiert werden konnte.<lb/>
Ich bin gespannt, was die Landeshauptleute machen werden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_03">Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> von der ÖMV berichtet mir, dass er von dem iranisch-<lb/>
sowjetischen Uniontausch<add>[?]</add> sowjetisches Gas für 13 Mia., 17 % bekommen<lb/>
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1,8 Mia. m³ Gas zur Verfügung haben. Mit den zu diesem Zeitpunkt<lb/>
zur Verfügung stehenden 2,5 Mia. m³ aus der SU müsste eigentlich<lb/>
der Bedarf einigermassen gedeckt werden können. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> hat mir<lb/>
seine Bedenken geäussert, dass die Gasmengen zu gross werden, die<lb/>
in den Achtzigerjahren zur Verfügung stehen. Diese Meinung teile<lb/>
ich noch nicht. Ich halte nach wie vor den Bedarf für hoch,<lb/>
auch dann, wenn es die Landesgesellschaftenziffern, die von 8 Mia.<lb/>
sprechen als überstürzt betrachte. Ich glaube auch, dass für das Alge<lb break="no"/>rien-Gas noch genug Platz vorhanden ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_04">Die ÖMV bietet den Vorarlbergern, Tirolern und Salzburgern Ruhrgas<lb/>
ab, allerdings kostet dies 2.30 S pro m³, ein gigantisch teures Gas.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> meint, das sei darauf zurückzuführen, weil die Leitungskosten<lb/>
sehr hoch sind. Hier handelt es sich meiner Meinung nach wirklich<lb/>
nur um ein Alibi der ÖMV. Damit hat <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> sein Versprechen wahr gemacht,<lb/>
er stellt auch diesen Ländern Gas zur Verfügung. Mit Vorarlberg<lb/>
verhandelt <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> ausserdem wegen der 200.000 Durchleitungsrechte<lb/>
für Öl in der Pipeline, wo der Landesrat <rs type="person" ref="#per__116913">Mandl</rs> eine Top-Anlage<lb/>
errichten möchte. Diesen Wunsch hat seinerzeit schon sein Vor<lb break="no"/>gänger <rs type="person" ref="#per__97760">Müller</rs> durch Jahre hindurch verfolgt und ist zu keinem befrie<lb break="no"/>digenden Ergebnis gekommen. In Lustenau, wo diese Top-Anlage die<lb/>
250 Mill. S kosten würde, errichtet werden sollte, war der Wider<lb break="no"/>stand dagegen so stark, dass er darauf verzichtete. Jetzt verfallen<lb/>
sie wieder auf diesen Standort, möchten allerdings vor den Wahlen<lb/>
unter gar keinen Umständen, dass darüber gesprochen wird. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs><lb/>
gibt zu, dass diese Anlage nur unrentabel arbeiten kann. Deshalb<lb/>
aber wartet er ab, dass ähnlich wie <choice><choice><sic>beim</sic><corr>bei?</corr></choice></choice> Kainach die Auflagen von<lb/>
den Genehmigungsbehörden so gross sein werden, dass sich dann<lb/>
automatisch ein Verzicht auch von den Vorarlbergern ergibt. Die<lb/>
Vorarlberger möchten diese Anlage gemeinsam mit der ÖMV und der<lb/>
Mabanaft, einer Hamburger Firma, machen. Jede soll ein Drittel<lb/>
neben der Erdöl- und Erdgasgesellschaft, die in Vorarlberg auch<lb/>
nach dem Papier existiert, haben. Schlau, wie die Vorarlberger sind,<lb/>
möchten sie ihr Leitungsrecht in die Gesellschaft einbringen und<lb/>
damit schon erklären, ihre Sacheinlage geleistet zu haben. Die<lb/>
anderen beiden Gesellschafter hätten dann die notwendigen Anlagen<lb/>
resp. Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Ich bin schon sehr ge<lb break="no"/>spannt, ob <rs type="person" ref="#per__116913">Mandl</rs> bei meinem Dornbirner Besuch auf <choice><choice><sic>diese Problem</sic><corr>diese Probleme? dieses Problem?</corr></choice></choice> zu<lb/>
sprechen kommen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_05">Weitere Schwierigkeit ergibt sich in der Steiermark mit<lb/>
der Landesgesellschaft. Dort möchte <rs type="person" ref="#per__113131">Niederl</rs> und <rs type="person" ref="#per__114463">Altziebler</rs> von<lb/>
der STEWEAG in der steirischen Ferngas mit 51 % sich beteiligen.<lb/>
Dagegen spricht sich aber insbesondere als grösster Abnehmer und<lb/>
grösster Gesellschafter der derzeit bestehenden steirischen Fern<lb break="no"/>gas die VÖEST, <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> ganz entschieden dagegen aus. <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs><lb/>
hat mir telefonisch mitgeteilt, dass sie nicht auf ihre der<lb break="no"/>zeitige starke Position verzichten würden. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> meint, nach<lb/>
Rücksprache mit <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs>, dass sie besonderen Wett darauflegen,<lb/>
bei der Preisbildung und bei der Bilanzerstellung ihre starke<lb/>
Position auch in der neuen Gesellschaft zu halten. Dazu wäre ein<lb/>
Konsortialvertrag das Beste. <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> wird auf alle Fälle für<lb/>
seine Position weiter kämpfen. Andererseits ist es mir nur recht,<lb/>
wenn endlich in den Landesgesellschaften die entsprechenden starken<lb/>
Partner verbleiben und nicht die bei der seinerzeitigen Gründung<lb/>
auch mitgenommenen Dutzenden von Industriellen und sonstigen<lb/>
Vertretern. Hier hat die öffentliche Hand-Energieversorgung<lb/>
total versagt. Man hat Gas in jeder Beziehung unterschätzt und<lb/>
deshalb dieses wichtige Gebiet der Industriellenvereinigung und<lb/>
sonstigen Einzelinteressen überlasen. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> muss dies zugeben, meint<lb/>
das war nur alles vor seiner Zeit.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_06"><rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> teilt mir auch mit, dass sie mit den Jugoslawen jetzt sehr<lb/>
konkret verhandeln, um ihnen über unsere TAG, 1.6 Mia. m³ Gas aus<lb/>
der SU durchleiten zu lassen.<lb/>
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gestellt haben, alle restlichen Aufsuchungsgebiete in Österreich<lb/>
in ihre Konzession zu bekommen. MR <rs type="person" ref="#per__112191">Mayer</rs> berichtet mir aller<lb break="no"/>dings anschliessend, dass dies sehr unzulänglich von ihnen beantragt<lb/>
wurde. Er wird mit der ÖMV sofort Verhandlungen aufnehmen, um<lb/>
Verträge abzuschliessen, wie wir sie jetzt mit der ÖMV für<lb/>
das Grazer Gebiet gemacht haben. Die ÖMV glaubt nämlich allen<lb/>
Ernstes, dass sie ohne eine entsprechende rechtliche einwandfreie<lb/>
Konzession zu bekommen, jetzt bereits mit den Vorarbeiten beginnen<lb/>
sollten. <rs type="person" ref="#per__112191">Mayer</rs> dagegen meint, das sei lächerlich, er würde ihnen<lb/>
ein entsprechendes Gebiet zuweisen, dort aber müssten sie dann<lb/>
tatsächlich ihre Aktivitäten entfalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_08"><rs type="person" ref="#per__112190">Mock</rs> macht darauf aufmerksam, dass das Berggesetz jetzt mit<lb/>
1. Oktober in Kraft tritt und er entsprechende Verordnungen und<lb/>
Erlässe vorbereiten muss. Er fürchtet, dass ansonsten die<lb/>
Bergbehörden ganz verschiedene Auskünfte geben könnten, Da er<lb/>
aber immer unsicher ist und nicht genau weiss, ob die Sektionsleitung<lb/>
ihn in jeder Beziehung deckt, fragt er bei mir an, wie er weiter<lb/>
vorgehen soll. Ich erkläre ihm sofort dezidiert, dass er unter<lb/>
allen Umständen die notwendigen Vorarbeiten zu leisten hat, damit<lb/>
eine zentralistisch einheitliche Auffassung den Bergbehörden<lb/>
zur Kenntnis kommt, wenn die Sektionsleitung nicht hier ist, dann<lb/>
muss er in Eigenverantwortung mit meiner Deckung alle entsprechenden<lb/>
Verordnungen und Erlässe vorbereiten und hinausgehen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_09">Zu diesem Zweck teilt er mir mit, dass er einen Assistenten von<lb/>
Prof. <rs type="person" ref="#per__140574">Spickernagel</rs> für 4 Monate ins Ministerium rufen möchte, damit<lb/>
dieser die entsprechenden Vorarbeiten leistet, weil die Bergbehörden<lb/>
jetzt auf Grund des neuen Berggesetzes Übersichtskarten usw.<lb/>
erstellen müssen. Da weder in den Bergbehörden noch im Ministerium<lb/>
ein Markscheider, das ist ein Vermessungsbeamter, zur Verfügung<lb/>
steht, glaubt er, dass die beste Lösung ist, diesen Assistenten<lb/>
zeitweise zu transferieren. Ich stimme dieser Lösung selbstver<lb break="no"/>ständlich sofort zu.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Bitte die notwendigen Detailprobleme mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__112190">Mock</rs> besprechen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_11">Dir. <rs type="person" ref="#per__114733">Wainig</rs> und <rs type="person" ref="#per__140573">Patzelt</rs> von Meinl kommen wegen der Situation<lb/>
bei den Wiener Ölwerken. Sie erklären, sie haben dort 10 Mill. S<lb/>
Defizit und müssen jetzt auf Kurzarbeit übergehen. Zu diesem Zweck<lb/>
teile ich ihnen sofort mit, dass eine entsprechende Vereinbarung<lb/>
mit dem Betriebsrat und vor allem der Gewerkschaft notwendig ist.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> selbst wird von mir am Abend dann noch verständigt und<lb/>
wird dieses Problem mit diesen Direktoren besprechen. Ich finde<lb/>
wieder einmal bestätigt, dass auf diesem kapitalintensiven und<lb/>
so starken Schwankungen unterworfenen Gebiet wahrscheinlich wirk<lb break="no"/>lich nur grosse Unternehmungen wie eben z.B. die Unilever und<lb/>
wahrscheinlich andere Grosskonzerne existieren können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_12">Die Direktoren beschweren sich auch noch über verbilligte Einfuhren<lb/>
die sie allerdings selbst machen. Ihre Erklärung dafür ist, dass<lb/>
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schon aus Konkurrenzgründen diese billigen Waren importieren<lb/>
müssen, um ihre Handelsgeschäfte wenigstens mit diesen Waren<lb/>
beliefern zu können. Allerdings schwebt ihnen vor, dass<lb/>
primär die inländische Produktion aufrechterhalten werden soll<lb break="no"/>te und deshalb entsprechender Schutz verlangt werden muss. Für Teig<lb break="no"/>waren z.B. weisen sie eine Rechnung vor, wo sie für 500-Gramm-Packungen<lb/>
3.66 S für 1 kg aus Spanien nur bezahlen müssen. Dies deckt bei der<lb/>
inländischen Produktion nicht einmal die Grießtangente. Aus Jugo<lb break="no"/>slawien führen sie Wafferln ein, die 1.43 S kosten, angebliche<lb/>
Manner-Schnitten-Ersatz, wo ihre Grenzkosten über 33 % sie selbst<lb/>
höhere Grenzkosten haben. Ich verweise die beiden an <rs type="person" ref="#per__112973">Hillebrandt</rs><lb/>
damit sie eventuell Antimarktstörung- oder Antidumpinganträge<lb/>
stellen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_13">Mit <rs type="person" ref="#per__97411">Otto Effenberger</rs> vom ARBÖ bespreche ich die Möglichkeit, wie<lb/>
man den ARBÖ gegebenenfalls bei den Kraftfahrzeugmechanikern ein<lb break="no"/>schalten könnte. Dr. <rs type="person" ref="#per__137412">Heller</rs>, sein Jurist, ist daran brennendst inter<lb break="no"/>essiert. Wir haben seinerzeit vorgesehen, dass wir für die Preis<lb break="no"/>auszeichnung eine Kommission einsetzen, die die Details besprechen<lb/>
soll. Hier möchte Dr. <rs type="person" ref="#per__137412">Heller</rs> sehr gerne mitwirken. Da aber die<lb/>
grosse Gefahr besteht, dass dann auch sofort der ÖAMTC sich meldet,<lb/>
schlägt <rs type="person" ref="#per__137412">Heller</rs> vor, er möge über die Konsumenteninformation dele<lb break="no"/>giert werden. Dies bezüglich Besprechungen wird <rs type="person" ref="#per__97411">Effenberger</rs> mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> führen. <rs type="person" ref="#per__97411">Effenberger</rs> hat auch einige gute Vorschläge für die<lb/>
Wahlpropaganda, u.a. möchte er ein Bernhardiner-Preisausschreiben<lb/>
machen, d.h. seine Bernhardiner würden entsprechende Fragebögen<lb/>
mitführen und verteilen und dann könne man bei Beantwortung ein<lb/>
Auto gewinnen. Die Fragen werden erst ausgearbeitet, ich habe<lb/>
ihm vorgeschlagen, sie sollen weitestgehend neutral sein, sich<lb/>
z.B. auf die Tätigkeit der Regierung nur beschränken, sodass<lb/>
niemand dem ARBÖ vorwerfen kann, dass er ausschliesslich Partei<lb break="no"/>propaganda macht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Bitte besprich mit <rs type="person" ref="#per__97411">Otto</rs>, ob er nicht auch<lb/>
entsprechende Ideen bezüglich der Nachwahlzeit mit dem Handels<lb break="no"/>ministerium gemeinsam durchführen kann.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band26_1975-07-23_15">Beim Requiem für <rs type="person" ref="#per__97917">Schleinzer</rs> hatte ich Gelegenheit mit seiner<lb/>
Frau meine Anteilnahme auszusprechen. Es ist so furchtbar, dass<lb/>
man kaum Worte findet. Mehr konnte ich ihr wirklich auch nicht<lb/>
sagen. Bei der <rs type="person" ref="#per__140575">Jachym</rs>-Ansprache ist mir aufgefallen, dass<lb/>
er erklärte, das Christenhaus steht ihm offen, weil er ein<lb/>
praktizierender Katholik war, der allerdings erst nach Napola-<lb/>
und Kirchenaustritt wieder zur Amtskirche zurückgefunden hat.<lb/>
Mir ist nicht ganz klar, warum <rs type="person" ref="#per__140575">Jachym</rs> diese Passage gebracht hat.<lb/>
Natürlich ist es für die Kirche ein grosser Triumph, den Verlore<lb break="no"/>nen wieder zu gewinnen. Vielleicht ist aber auch die Kritik an den<lb/>
grossen kirchlichen Zeremoniell innerhalb der Amtskirche laut<lb/>
geworden, dass <rs type="person" ref="#per__140575">Jachym</rs> dies besonders erwähnen musste. Mir und<lb/>
wahrscheinlich vielen ist dies aber besonders aufgefallen.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Koppe, Fritz</persName>
               <persName><surname>Koppe</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Sekr. JS, ab 1973 GF VKI</occupation>
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               <persName><surname>Kurzel-Runtscheiner</surname><forename>Oswald</forename></persName>
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               <persName type="label">Altziebler, Wilhelm</persName>
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               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
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               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
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               <persName type="label">Mock, Kurt</persName>
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               <persName><surname>Mandl</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Landesstatthalter Vbg.</occupation>
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               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Frank</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
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               <persName type="label">Effenberger, Otto</persName>
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               <persName type="label">Wainig, Kurt</persName>
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               <occupation>Vorstandsdir. f. Einkauf u. Produktion, Julius Meinl AG</occupation>
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