<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="staribacher__19750214.xml" prev="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19750213.xml" next="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19750215.xml" xml:base="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title type="main">Freitag, der 14. Februar 1975</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
            <respStmt>
               <resp>Conversion to TEI</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Digitisation, OCR correction and named entities tagging</resp>
               <persName>Matthias Trinkaus</persName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
            <availability>
               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band24_1975-02-14</idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date when="1975-02-14">Freitag, 14. Februar 1975</date>
         </creation>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change type="creation" when="2018-11-10">exported as basic TEI from corrected tesseract output.</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">cleaned automatic tesseract-export by cleanExport.xsl script</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">moved first pb element out of attachment divs by cleanExport-patch2.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-11" who="acdh:ds">find and note personalAgenda as a subtype cleanExport-patch.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-19" who="acdh:ds">whitespace in paragraphs, lb and pb fixes by cleanExport-patch3.xsl</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
   <text>
      <body>
         <pb n="24-0189" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band24/24_1975-02-14_0189.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="entry">
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_01">Freitag, 14. Feber 1975<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_02"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> rief mich an, um mitzuteilen, daß er die Vorgangs<lb break="no"/>weise von <rs type="person" ref="#per__117098">Vogler</rs> nicht billigt, <rs type="person" ref="#per__117098">Vogler</rs> nur ermächtigt, dazu<lb/>
zu sagen, daß er nichts unterschrieben hat. Selbstverständlich<lb/>
steht er aber zu den Vereinbarungen im Sozialpartnerüberein<lb break="no"/>kommen wo im Punkt 1) die Versorgungssicherung ausgesprochen<lb/>
ist. Diese Erklärung wird er auch dem Fernsehen gegenüber ab<lb break="no"/>geben. Was mich eigentlich bei dieser ganzen Pressekonferenz<lb/>
des Zuckerverbandes am meisten erschüttert, ist auch der Ver<lb break="no"/>such, mir zu unterschieben, ich hätte die außenwirtschaftlichen<lb/>
Maßnahmen, d.h. Exportsperre usw. verlangt. In Wirklichkeit<lb/>
spielt sich genau dasselbe ab wie bereits vor einigen Monaten,<lb/>
die Zuckerindustrie sieht, daß sie Versorgungsschwierigkeiten<lb/>
bekommt., verlangt entsprechende Sicherungsmaßnahmen und ver<lb break="no"/>sucht dann so darzustellen wie wenn diese Unzulänglichkeiten<lb/>
auf Verlangen des Handelsministeriums durchgeführt werden und<lb/>
deshalb auch die volle Verantwortung dem Handelsministerium<lb/>
anzulasten ist. Ich habe deshalb sofort auf ein diesbezügliches<lb/>
Schreiben der Zuckerindustrie geantwortet und vor allem auch die<lb/>
Präsidenten davon verständigt. In Hinkunft werde ich nurmehr auf<lb/>
schriftliches Verlangen der Zuckerindustrie die entsprechenden<lb/>
Maßnahmen setzen. Was die Frage der Kontingentierung betrifft,<lb/>
so ist dafür der Landwirtschaftsminister zuständig. Auch hier<lb/>
werde ich von der Zuckerindustrie dezidierte schriftliche Forderungen<lb/>
und Wünsche nurmehr entgegennehmen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_03">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte auch von Seiten der Beamten in Hinkunft<lb/>
alles nur mehr schriftlich mit der Zuckerindustrie besprechen und<lb/>
fixieren, da man auf mündliche Vereinbarungen scheinbar bei der<lb/>
Zuckerindustrie nichts <choice><choice><sic>einhalt</sic><corr>hält?</corr></choice></choice>.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_04">Im Ladenschlußausschuß hat <rs type="person" ref="#per__111717">Schönbichler</rs> objektiv berichtet, daß<lb/>
wegen der Meinungsumfrage noch große Schwierigkeit bestehen.<lb/>
Bereits seit 1 1/2 Jahren wird eine solche Erhebung von allen<lb/>
Mitgliedern des Ladenschlußausschusses verlangt. Jetzt versucht<lb/>
man eine endgültige Fixierung und nun ergeben sich Schwierigkeiten<lb/>
in der Bezahlung. <rs type="person" ref="#per__140374">Czasny</rs>, der neue Vertreter der Privatangestellten-<lb/>
Gewerkschaft, <add>[Sektion]</add> Handel, der Nachfolger von <rs type="person" ref="#per__115155">Skritek</rs>, erklärte, daß<lb/>
sie die Gewerkschaft jetzt kein Interesse an einer solchen Er<lb break="no"/>hebung hat, weil sie bereits entsprechende Umfragen und Ergebnisse<lb/>
<pb n="24-0190" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band24/24_1975-02-14_0190.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>der Handelsangestellten besitzt. Dr. <rs type="person" ref="#per__139866">Kupka</rs>, der Vertreter<lb/>
der Handelskammer erwiderte mit Recht, daß es überall solche<lb/>
Erhebungen von Zeitungen, von Interessensvertretungen usw.<lb/>
schon gibt, die allerdings nicht objektiv erstellt wurden. Ich<lb/>
selbst erklärte, daß alle Beteiligten auch die Landwirtschafts<lb break="no"/>kammer finanziell einen kleinen Beitrag leisten müßte, damit<lb/>
beim Mitwirken des Fragebogens und der Auswertung die Gewähr<lb/>
gegeben ist, daß tatsächlich alle daran teilnehmen und damit<lb/>
die größte Objektivität erreicht werden kann. Ing. <rs type="person" ref="#per__117164">Gehmacher</rs><lb/>
von der IFES hat die Grundsätze dargelegt, nach welcher diese<lb/>
Erhebungen starten sollen. Nach stundenlangen Verhandlungen<lb/>
hat man dann, wie Dipl.Kfm. <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> mir mitteilt, eine endgültige<lb/>
Beschlußfassung auf die nächste Sitzung verschoben. Ich habe<lb/>
den Ladenschlußausschuß nicht im Zweifel gelassen, daß ich über<lb break="no"/>zeugt bin, daß tatsächlich ein finanzieller Akkord zustande kommt,<lb/>
wenn auch wahrscheinlich dieses Millionenprojekt von den Interessens<lb break="no"/>vertretungen nicht finanziert wird. Die Arbeiterkammer hat es<lb/>
kategorisch abgelehnt, 700.000 Schilling dafür zu bezahlen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_05">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> und <rs type="person" ref="#per__97377">Bukowski</rs>: Wahrscheinlich werden wir doch<lb/>
einen größeren Anteil selbst als 700.000 Schilling für das Han<lb break="no"/>delsministerium übernehmen müssen, diese Zusage aber erst zu ei<lb break="no"/>nem späteren Zeitpunkt, wenn die Verhandlungen zu scheitern dro<lb break="no"/>hen, in Aussicht stellen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_06">Der sowjetische Handelsrat <rs type="person" ref="#per__113078">Nikolaenko</rs> hat neben der Besprechung<lb/>
des Termines der nächsten Kommission mit <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> zwei wichtige<lb/>
Projekte erörtert. Die Sowjetunion möchte für 250 Millionen $<lb/>
eine Rohrfabrik bei der VÖEST und von der VÖEST-Alpine errichten<lb/>
lassen und sich verpflichten, für 15 Jahre und wenn notwendig<lb/>
auch für länger die entsprechenden Rohre abzunehmen. Die Sowjet<lb break="no"/>union verhandelt seit etlichen Monaten mit dem VÖEST-Vorstand<lb/>
und kommt zu keiner prinzipiellen Entscheidung. Neu allerdings<lb/>
war vom Handelsrat mir gegenüber, daß sie jetzt die Finanzierung<lb/>
über die Donaubank, ihr sowjetisches Institut, und über andere<lb/>
Banken aus der Bundesrepublik und sonst wo durchführen würden.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_07">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte Gespräch mit GD <rs type="person" ref="#per__97644">Koller</rs> herstellen.<lb/>
</p>
            <pb n="24-0191" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band24/24_1975-02-14_0191.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_08">Der zweite Vorschlag bezog sich auf eine Stromlieferung von einer<lb/>
Milliarde kW-Stunde aus der Sowjetunion. Der Handelsrat beschwerte<lb/>
sich, daß die Verbundgesellschaft sich auch hier seit einem<lb/>
Monat im Gespräch noch nicht geäußert hat. Die Sowjetunion macht<lb/>
jetzt ein Riesenleistungssystem von der Westukraine bis Ungarn.<lb/>
Sie glaubt, es wäre günstig, wenn Österreich sich anschließen<lb/>
würde, da sie wie gesagt, 1 Milliarde kW-Stunde ab 1978 zur Ver<lb break="no"/>fügung stellen könnte. Ich versprach nur, mit der Verbund zu<lb/>
reden um so schnell als möglich eine Entscheidung herbeizuführen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_09">Die Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> gab mir Gelegenheit dieses Problem<lb/>
sofort anzuschneiden. <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> sagte, er vor einem Tag hätte die<lb/>
sowjetische Seite sich klar und deutlich zu diesem Vorschlag<lb/>
geäußert, bis jetzt wären keinerlei Detailinformationen zu erhalten<lb/>
gewesen. Als Preis wurde ein 1/2 Kopeke, das wären 17 Groschen<lb/>
nicht vorgeschlagen aber so flüchtig hingeworfen. Dieser Preis<lb/>
wäre natürlich sehr interessant. In diesem Fall sagte ich <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs>,<lb/>
hätte man um die Milliarde kW-Stunde zu sichern, zumind. der<lb/>
sowjetischen Seite das prinzipielle Interesse mitteilen müssen.<lb/>
Die Verbundgesellschaft sieht nur keine Möglichkeit, diese Milliard.<lb/>
kW-Stunde jetzt unterzubringen. In diesem Fall, wenn der Preis<lb/>
tatsächlich aber so günstig ist, erscheint mir ein Stillegen von<lb/>
österreichischen Ölkraftwerken gegebenenfalls auch Kohlekraftwerken<lb/>
für zweckmäßig. Wenn man längerfristig tatsächlich eine so große<lb/>
Menge Menge Strom zu so günstigen Konditionen kaufen kann, sehe<lb/>
ich keinen Grund ein zweites Atomkraftwerk oder vielleicht gar<lb/>
ein drittes zu bauen. Österreich war immer energieabhängig vom<lb/>
Osten, wenn wir die Urankraftwerke errichten, brauchen wir mehr<lb/>
oder minder ebenfalls bezüglich der Aufbereitung, ja wahrscheinlich<lb/>
sogar bezüglich Uranlieferung eine entsprechende Ostverbindung, so<lb/>
daß es egal ist, ob ich jetzt Kohle, Öl, Uran, Gas oder Strom aus<lb/>
den Oststaaten beziehe. Ich fürchte nur, daß es wahrscheinlich<lb/>
an preislichen Forderungen der sowjetischen Seite scheitert, daß<lb/>
tatsächlich ein solcher Vertrag bald zustande kommt. Ich kann mir<lb/>
sehr gut vorstellen, daß die sowjetische Seite sehr wohl nach<lb/>
Westeuropa in andere Staaten den Strom günstiger verkaufen kann.<lb/>
Die große Gefahr ist aber, daß der Osten über Deutschland und nicht<lb/>
über Österreich seinen Strom in die westlichen Länder liefert.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_10">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Versuche bitte die wirklichen Gründe der<lb/>
Verbundgesellschaft für dieses laxe Vorgehen zu erfahren.<lb/>
</p>
            <pb n="24-0192" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band24/24_1975-02-14_0192.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_11">Bezüglich der polnische Lieferung 1.6 Milliarden kW-Stunden<lb/>
hat <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> mitgeteilt, daß jetzt bezüglich des Hauptvertrages<lb/>
der laut Vorvertrag bis 31.12.74 hätte geschlossen werden müssen,<lb/>
einig sind. Um den Vorvertrag nicht platzen zu lassen, einigten<lb/>
sich beide Teile, daß die im Hauptvertrag vorgesehene Gleitung<lb/>
die im Einzelnen noch ausgearbeitet werden muß, bereits mit 1.1.75<lb/>
in Kraft ist. Der Gleitungsindex soll aus Kohle, DM-Preis und<lb/>
Öl, niederländischer $-Preis und anderen Komponenten sich zusammen<lb break="no"/>setzen. Die endgültige Fixierung wird jetzt bald in Warschau er<lb break="no"/>folgen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß die Verbundgesell<lb break="no"/>schaft über diese großen Strommengen, die jetzt der Osten anbietet,<lb/>
nicht sehr glücklich ist, weil eben ihre Ausbaupläne dadurch<lb/>
empfindlich gestört werden. Andererseits aber glaube ich, müßte<lb/>
man jetzt endlich eine größere Konzeption der Stromversorgung<lb/>
auch mit Lieferungen aus dem Osten modellmäßig erarbeiten.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_12">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Wer könnte ein solches Energiemodell, das<lb/>
nicht auf den herkömmlichen Überlegungen aufgebaut ist, entwickeln?<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_13">Die Frage, betreffend der Beteiligungserhöhung der KELAG an der<lb/>
ÖDK hat einen neuen Gesichtspunkt bekommen. <rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> mußte zugeben,<lb/>
daß es rechnungsmäßig und finanzmäßig möglich ist, die Kelag bis<lb/>
49 % an der ÖDK zu beteiligen. 51 % sollen auf alle Fälle in Hand<lb/>
der Verbund bleiben. Interessanterweise haben wir dann noch einen<lb/>
Brief bekommen, wo LH <rs type="person" ref="#per__98038">Wagner</rs> nurmehr von den Möglichkeiten wie in<lb/>
Verstaatlichungsgesetz vorgesehen spricht, d.h. eigentlich wieder<lb/>
die 50 % ohne dieses Prozentsatz zu nennen, für die Minderheits<lb break="no"/>aktionäre in Anspruch nehmen will. Die derzeitige Kapitalsituation<lb/>
1 Milliarde 70 Millionen, 60 % Bund 40 % Minderheitsaktionäre<lb/>
würde durch Aufstockung auf 1 1/2 Milliarden und dann in weiterer<lb/>
Folge auf 2 Milliarden 435 Millionen möglich sein, ohne daß, wie<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> mir bis jetzt immer erklärte, Beschlüsse der Regierung,<lb/>
des Hauptausschusses, ja sogar eine gesetzliche Änderung notwendig<lb/>
wäre. Wenn jetzt die Situation sich so gewandelt hat, glaube ich,<lb/>
müßte man so schnelle als möglich zu einer einvernehmlichen Regelung<lb/>
mit der KELAG, d.h. dem Lande Kärnten, kommen, weil ansonsten die<lb/>
Gefahr besteht, daß sogar wieder die ursprünglichen 50 % de facto<lb/>
und de jure verlangt werden.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_14">Bezüglich der Forderungen des Landes Vorarlberg an die Illwerke<lb/>
kamen wir überein, daß es zweckmäßig ist, wenn ich jetzt mit dem<lb/>
<pb n="24-0193" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band24/24_1975-02-14_0193.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Finanzlandesrat Dr. <rs type="person" ref="#per__116913">Mandl</rs> Besprechungen führe. Die Verbund<lb/>
ist bereit, hier den Wünschen des Landes weitestgehend entgegen<lb break="no"/>zukommen, wenn nicht gleichzeitig auch für die Zukunft dasselbe<lb/>
Verhalten wie bis jetzt an den Tag gelegt wird. Die Verbund möchte<lb/>
daß, wenn wir uns jetzt mit den Vorarlbergern einigen, dann in<lb/>
Hinkunft nicht neuerdings immer wieder die Vorarlberger Landes<lb break="no"/>regierung Forderungen an die Illwerke richten. In so einem Fall<lb/>
fürchtet die Verbundgesellschaft, würde überhaupt niemand mehr<lb/>
bereit sein, mit den Illwerken gemeinsam Bauten zu errichten.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97333">Bandhauer</rs> glaubt, daß es mir nicht gelingen wird, Dr. <rs type="person" ref="#per__116913">Mandl</rs> von<lb/>
der Politik wie jetzt erfolgt abzubringen und auch in Zukunft<lb/>
dieselbe Gefahr bestehen wird als die Forderung, die sich jetzt<lb/>
aus der Vergangenheit ergibt. Ich bin hier optimistischer und<lb/>
hoffe, daß ich mit <rs type="person" ref="#per__116913">Mandl</rs> zu einer einvernehmlichen Regelung<lb/>
kommen kann. Sektionschef <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> der so wie <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> bei der Aussprache<lb/>
anwesend war, wird sich bemühen, mit <rs type="person" ref="#per__116913">Mandl</rs> eine diesbezüglichen<lb/>
Termin zu vereinbaren.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_15"><rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> berichtete mir auch, daß über das Rohrleitungsgesetz jetzt<lb/>
mit dem Verkehrsministerium jetzt größere Schwierigkeiten zu<lb/>
erwarten sind, weil sie die energiewirtschaftlichen Gesichtspunkte<lb/>
und hier ganz besonders die Priorität des Handelsministeriums<lb/>
Energiesektion scheinbar nicht anerkennen wollen. In den seiner<lb break="no"/>zeitigen Vereinbarungen mit <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> war vorgesehen, daß das Rohr<lb break="no"/>leitungsgesetz in die Kompetenz des Verkehrsministeriums fällt,<lb/>
daß aber die energiewirtschaftlichen Gesichtspunkte von aus wahr<lb break="no"/>genommen werden müssen und vom Verkehrsministerium berücksichtigt<lb/>
werden.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band24_1975-02-14_16"/>
         </div>
      <div type="back"><pb n="24_0188_01" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band24/24_1975-02-14_0188-01.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 14.2.1975</head>
         </div>
      </div></body>
      <back><listPerson><person xml:id="per__117164">
               <persName type="label">Gehmacher, Ernst</persName>
               <persName><surname>Gehmacher</surname><forename>Ernst</forename></persName>
               <occupation>IFES</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97893">
               <persName type="label">Sallinger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Sallinger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97377">
               <persName type="label">Bukowski, Dietrich</persName>
               <persName><surname>Bukowski</surname><forename>Dietrich</forename></persName>
               <occupation>Büro Staribacher, Botschafter in Sofia/Straßburg</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97469">
               <persName type="label">Gehart, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Gehart</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__112951">
               <persName type="label">Patolitschew, Nikolaj S.</persName>
               <persName><surname>Patolitschew</surname><forename>Nikolaj S.</forename></persName>
               <occupation>sowj. Außenhandelsminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98038">
               <persName type="label">Wagner, Leopold</persName>
               <persName><surname>Wagner</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>LH Kärnten, SPÖ</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__115155">
               <persName type="label">Skritek, Otto</persName>
               <persName><surname>Skritek</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>SPÖ-NR-Abg., Sekr. GPA</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__117098">
               <persName type="label">Vogler, Karl</persName>
               <persName><surname>Vogler</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Tullner Zuckerfabrik</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__110923">
               <persName type="label">Lanc, Erwin</persName>
               <persName><surname>Lanc</surname><forename>Erwin</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__98040">
               <persName type="label">Wais, Anton</persName>
               <persName><surname>Wais</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/1017902909</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__98072">
               <persName type="label">Wiesinger, Anna</persName>
               <persName><surname>Wiesinger</surname><forename>Anna</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers (Sekretärin)</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__116913">
               <persName type="label">Mandl, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Mandl</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Landesstatthalter Vbg.</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__113078">
               <persName type="label">Nikolaenko, Boris S.</persName>
               <persName><surname>Nikolaenko</surname><forename>Boris S.</forename></persName>
               <occupation>sowj. Handelsrat</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__111717">
               <persName type="label">Schönbichler, Carl Hans</persName>
               <persName><surname>Schönbichler</surname><forename>Carl Hans</forename></persName>
               <occupation>Obmann Sektion Handel BHK</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97333">
               <persName type="label">Bandhauer, Herbert</persName>
               <persName><surname>Bandhauer</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>GD Verbund</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__107937">
               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Frank</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__111737">
               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97644">
               <persName type="label">Koller, Herbert</persName>
               <persName><surname>Koller</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>GD VÖEST</occupation>
               </person>
            </listPerson></back></text>
</TEI>