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            <title type="main">Donnerstag, der 28. November 1974</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_01">Donnerstag, 28. November 1974</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_02">In der Fragestunde im Parlament regen sich sowohl die<lb/>
Opposition als auch unsere eigenen Leute immer wieder auf,<lb/>
daß so wenig Fragen jetzt in einer Stunde aufgerufen werden<lb/>
können, in Wirklichkeit liegt es aber daran, daß sowohl die<lb/>
Antworten der Minister als auch vor allem einmal die Zusatz<lb break="no"/>fragen schrecklich ausführlich und langatmig gestellt werden,<lb/>
ich bin hier wirklich eine rühmliche Ausnahme, dies hat ver<lb break="no"/>schiedene Vorteile, 1. kann ich immer wieder, wenn mich ein<lb break="no"/>mal die Opposition deshalb angreifen sollte, darauf hinweisen,<lb/>
daß ich ja nichts anderes tue, als was sie selbst wünschen, kurz<lb/>
und bündig antworten, damit mehr Fragen aufgeworfen werden<lb/>
können, 2. und das ist das Wichtigste, habe ich dadurch die<lb/>
Möglichkeit, vollkommen frei zu antworten, was mir einmal mehr<lb/>
die Möglichkeit gibt, wenn ich wirklich daneben hauen sollte,<lb/>
zu sagen, na bitte, sie müssen doch Rücksicht nehmen, daß ich<lb/>
mich geirrt habe, 3. aber kommt dies bei der Opposition und<lb/>
auch bei unseren Leuten verhältnismässig gut an, weil sie<lb/>
dadurch hoffen können, daß wenigstens einer dazu beiträgt,<lb/>
daß der Nächste auch noch dran kommt. Wenn ich Opposition wäre,<lb/>
würde ich allerdings meine Antworten als sehr schnodderig be<lb break="no"/>zeichnen und wenn es alle machen würden, würden sich wahrschein<lb break="no"/>lich auch die Oppositionsanfragenden sehr aufregen. So hoffe<lb/>
ich aber, wird man mir zugute halten, daß ich eben ein Schnell<lb break="no"/>redner und Kurzantworter bin. Da vor mir <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> war, der jede<lb/>
Antwort zelebriert, kam der Unterschied, glaube ich, besonders<lb/>
stark zum Vorschein.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_03">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Schaut sich jemand überhaupt dann die<lb/>
Antworten und Äußerungen im Parlament an?</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_04">Landesrat <rs type="person" ref="#per__114554">Rümmele</rs> von Vorarlberg, der die Agenden des seiner<lb break="no"/>zeitigen Landesstatthalters <rs type="person" ref="#per__97760">Müller</rs> übernommen hat, war, wie er<lb/>
mir mitteilte, bei Bautenminister <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> und wollte sich auch bei<lb/>
mir vorstellen, derzeit ist er natürlich wegen des Pfänder<lb break="no"/>tunnels und wegen der Straßenprobleme voll eingedeckt. Von<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__133790">Ilg</rs>, Handelskammer, den er sehr gut kennt, hat er meine<lb/>
unkonventionelle Art, Wirtschaftsprobleme Vorarlbergs anzu<lb break="no"/>gehen, erfahren und teilt mir freimütig mit, daß er als Wirt<lb break="no"/><pb n="23-1433" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-28_1433.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schaftstreuhänder, d.h. als ein Mann der Praxis, so eine<lb/>
Methode liebt. Ich schlage ihm deshalb sofort vor, er soll,<lb/>
wenn er irgendwelche Probleme hat, telefonieren und nicht<lb/>
glauben, daß er unbedingt persönlich vorsprechen muß. Angeb<lb break="no"/>lich, wie er sagt, hätte er bereits vor Jahren das Finanz<lb break="no"/>referat übernehmen sollen, sich damals aber nicht entschließen<lb/>
können, in die Landesregierung zu gehen, weil er, wie er sich<lb/>
ausdrückt, nicht so stark politisch gebunden ist und sein will.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_05">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs> und <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Vielleicht kann man über unse<lb break="no"/>re Freunde in Vorarlberg gelegentlich mehr über seine politische<lb/>
Einstellung erfahren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_06">Ich mache ihn auf die Schwierigkeiten wegen der Steinbrüche<lb/>
aufmerksam und wiederhole, daß ich bereits vor Jahren verlangt<lb/>
habe, ein einwandfreies biologisches Gutachten von der Landes<lb break="no"/>regierung zu bekommen, um endlich zu wissen, wie es mit dem Abbau<lb/>
der Steinbrüche weitergehen soll, weiters teile ich ihm mit,<lb/>
daß ich bestrebt bin, so schnell als möglich<add>[über]</add> den Wunsch der<lb/>
Landesregierung wegen einer grösseren Beteiligung bei den Ill<lb break="no"/>werken zu entscheiden, doch hätte die Landesregierung sich<lb/>
jetzt so lange Zeit gelassen und das Verschulden, daß ihr<lb/>
Schreiben monatelang zu spät gekommen ist, liegt daher bei ihr.<lb/>
Vor allem aber erzähle ich ihm die Entwicklungsgeschichte<lb/>
der Ölversorgung Vorarlbergs, wobei ich ihn ersuche, er soll sich<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97760">Müller</rs> im Detail ins Einvernehmen setzen, damit er sich ein<lb/>
genaues Bild machen kann. Mein Vorschlag auf alle Fälle ist, da<lb/>
die Versuche mit deutschen Firmen zu einer Einigung zu kommen,<lb/>
gescheitert ist, doch vielleicht mit der österreichischen<lb/>
Mineralölverwaltung eine gemeinsame Lösung zu finden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_07">Die Gespräche über die Marktordnungsgesetze, wo nach wie vor<lb/>
von der Handelskammer Dr. <rs type="person" ref="#per__140141">Richter</rs> daran teilnimmt, während<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98055">Ossi Weihs</rs> die Arbeiterkammer oder den Gewerkschaftsbund noch<lb/>
immer nicht einlädt, werden über das Landwirtschaftsgesetz<lb/>
und Lebensmittelbewirtschaftungsgesetz geführt. Beim Landwirt<lb break="no"/>schaftsgesetz möchte <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> selbst etwas über die Bergbauern<lb/>
und deren Kulturlandschaftserhaltung aufnehmen. <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs><lb/>
und ganz besonders <rs type="person" ref="#per__97368">Brandstätter</rs>, die sogar einen Gegenentwurf<lb/>
vorlegen, möchten wieder, daß über die ausreichende Entschädigung<lb/>
<pb n="23-1434" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-28_1434.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>und vor allem über eine entsprechende Einkommenssicherung<lb/>
Bestimmungen aufgenommen werden. Ich halte, sowohl den Stand<lb break="no"/>punkt <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> als den von <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> für äußerst gefährlich.<lb/>
Natürlich sind es zuerst nur deklaratorische Erklärungen, in<lb/>
der Folge aber leitet dann die Landwirtschaft die entsprechenden<lb/>
Subventionen automatisch ab. Ich plädiere deshalb, weil ich<lb/>
mit Recht erkläre, daß wir sowieso über die Marktordnungen<lb/>
noch so langwierige und komplizierte Verhandlungen vor uns<lb/>
haben, wir sollten uns beim Landwirtschaftsgesetz auf eine<lb/>
unveränderte Verlängerung einigen. Natürlich sagt <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> sofort, dann müßte man uns aber auch bei den anderen<lb/>
Gesetzen zu einer unveränderten Verlängerung durchringen, es<lb/>
war klar und deutlich zu sehen, daß ihnen eine unveränderte<lb/>
Verlängerung am liebsten wäre. Natürlich gilt hier, Zeit gewonnen<lb/>
alles gewonnen, man kommt näher dem Wahltermin und damit kommen<lb/>
sie in eine bessere Verhandlungsposition. Diese Politik muß<lb/>
aber nicht unbedingt für sie zielführend sein. Ich kann mir<lb/>
ohneweiters vorstellen, daß eine kurzfristige Verlängerung<lb/>
zwar ein schwerer Prestigeverlust für die ist, die gesagt haben,<lb/>
die Gesetze müssen wesentlich geändert werden oder auslaufen,<lb/>
dann aber, wenn die Verlängerung beschlossen ist, vor dem<lb/>
nächsten Ablauf die Landwirtschaft vor ein gewisses Dilemma<lb/>
stellen wird, weil knapp vor einer Wahl oder vielleicht gar<lb/>
unmittelbar nach der Wahl wieder ihre Bauernvertreter inner<lb break="no"/>halb der ÖVP sehr wohl drängen werden, zu einer einvernehmlichen<lb/>
Lösung zu kommen, weil man dann ja wieder auch die Stimmen der<lb/>
Sozialisten dazu braucht. Warum ich in der Vergangenheit stets<lb/>
immer für eine Terminisierung von für die Landwirtschaft<lb/>
wichtigen Gesetze eingetreten, war, daß ich überzeugt war und<lb/>
bin, daß der landwirtschaftliche Flügel innerhalb der ÖVP sehr<lb/>
wohl als konservatives Element so wie in der ersten Republik<lb/>
immer zu einem Ausgleich mit den Sozialisten raten wird. Der<lb/>
wirklich radikalere Flügel kann und muß in Zukunft der ÖAAB<lb/>
sein, nur er könnte sich mit einer Gegensatzpolitik zur SPÖ<lb/>
stärker profiliert, dies zeigt sich auch bereits an den Vor<lb break="no"/>schlägen, die teilweise der ÖAAB jetzt bei jeder Gelegenheit<lb/>
erstattet. <rs type="person" ref="#per__139970">Klement</rs> z.B. stellt beim Landwirtschaftsgesetz fest,<lb/>
man sollte jeden Freizeitbauer, der die Kulturlandschaft erhält,<lb/>
entsprechend unterstützen, der nächste Schritt ist dann sicher<lb/>
<pb n="23-1435" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-28_1435.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>der Hobbygärtner, ein Grund mehr, warum ich die ganze Änderung<lb/>
dieser Bestimmung im Landwirtschaftsgesetz ablehne.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_08">Bei der Diskussion über das <choice><choice><sic>Lebensmittelbewirtschaftsgesetz</sic><corr>Lebensmittelbewirtschaftungsgesetz</corr></choice></choice><lb/>
zeigt sich das Dilemma der ÖVP-Delegation, <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, insbes.<lb/>
aber Dr. <rs type="person" ref="#per__97872">Rief</rs> wollen auf der einen Seite, daß natürlich die<lb/>
Lebensmittelbewirtschaftung womöglich nicht ausgedehnt wird,<lb/>
andererseits aber haben sie wie z.B. die Lenkungsinteressen<lb/>
im Getreidefonds ausgelöst durch ihren Mühlenwunsch und Futter<lb break="no"/>mittelwerke für Getreide und Futtermittel bis in den Betrieb<lb/>
hinein das <choice><choice><sic>Lebensmittelwirtschaftsgesetz,</sic><corr>?</corr></choice></choice> wie <rs type="person" ref="#per__97368">Brandstätter</rs>, aber<lb/>
auch ich feststellen müssen, und wie ich bereits vor längerer<lb/>
Zeit erkannt habe, könnte in einem Krisenfall kaum noch die<lb/>
Grundlage für eine Versorgung der österreichischen Bevölkerung<lb/>
sein, allein die Markenpickerei kann heute durch die Superläden,<add>[Supermärkte?]</add><lb/>
durch die Diskontgeschäfte und Märkte gar nicht mehr durchge<lb break="no"/>führt werden. Hier wollte ich <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> natürlich in seiner Politik<lb/>
nicht stören, der oft um jede einzelne Bestimmung kämpft, doch<lb/>
glaube ich, daß es auch hier zu einer unveränderten Verlängerung<lb/>
kommen wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_09">Dir. <rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> von der Unilever will im nächsten Jahr den Sonnen<lb break="no"/>blumenanbau forcieren. Er stellt sich vor, daß man 100 ha<lb/>
versuchsweise in Maisanbaugebieten mit Sonnenblumen bebauen<lb/>
sollte, bei max. 2 Tonnen Hektarertrag wären dies 200 Tonnen,<lb/>
eine unbedeutende Menge. Die Unilever hofft aber, daß sie im<lb/>
Laufe der Jahre auf 50.000 Tonnen Sonnenblumensaat kommen kann.<lb/>
Zu diesem Zweck möchte sie die ersten Jahre nicht einen allzu<lb/>
hohen Preis festgesetzt bekommen, sie wäre deshalb bereit, von<lb/>
sich aus eine Stützung, die das Landwirtschaftsministerium<lb/>
oder das Handelsministerium ausbezahlen sollte, zur Verfügung<lb/>
zu stellen, am liebsten würden sie diese Transaktion über das<lb/>
Handelsministerium abwickeln. Ich erkläre sofort, daß es hier<lb/>
große finanzielle technische Schwierigkeiten gibt, jeder Betrag,<lb/>
der ans Handelsministerium einbezahlt wird, fällt automatisch<lb/>
dem Finanzminister zu. Ich verweise <rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> an den MR <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs>,<lb/>
damit er die technischen Details mit ihm bespricht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_10">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte informiere <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> und <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs>, die<lb/>
sollen sich mit <rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> zusammensetzen.</p><pb n="23-1436" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-28_1436.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_11">Ich informiere <rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> auch über die Stellungnahme von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97375">Brugger</rs> wegen der Errichtung einer Ölextraktion in Basel,<lb/>
er ist sehr erstaunt zu hören, daß der zuständige Schweizer<lb/>
Bundesrat gar kein Interesse daran hat, daß diese Extraktion<lb/>
mit 350.000 Tonnen Kapazität in Basel entsteht. <rs type="person" ref="#per__97375">Brugger</rs> hat<lb/>
abgelehnt, weil 1. das Wasser nicht zur Verfügung steht, 2.<lb/>
die Arbeitskraftsituation im Basler Raum durch die Konzentration<lb/>
der Industrie sehr ungünstig ist und 3. vor allem das anfallende<lb/>
Schrot, d.h. Futtermenge, die Schweizer befürchten, ihre Milch<lb break="no"/>politik total durcheinander zu bringen. <rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> behauptet zwar,<lb/>
sie würden den ganzen Schrot exportieren, doch hat die Schweiz<lb/>
die Angst, daß <choice><choice><sic>die mal</sic><corr>diesmal?</corr></choice></choice> die EG, wo derzeit der ganze Schrot hin<lb break="no"/>gehen würde, sowie bei Vieh letzten Endes, wenn es kritisch<lb/>
wird, auch die Einfuhr von Futtermittel sperren würde, in diesem<lb/>
Fall säße dann die Schweiz auf dem großen Futtermittelberg,<lb/>
anders stellt sich die Situation für uns, weil wir dringend<lb/>
nicht nur die 100.000 Tonnen Öl brauchen, sondern auch große<lb/>
Mengen von Kraftfuttermittel einführen. Ich schlage deshalb<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> vor, er soll sich doch mit seinen Herren in London<lb/>
und in der Schweiz überlegen, ob sie nicht eine solche Ex<lb break="no"/>traktion in Österreich errichten wollen. Wie mir <rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> mit<lb break="no"/>teilt, weiß er davon, daß eine andere Kapitalgruppe, insbes.<lb/>
aber auch die Gmünder, Dir. <rs type="person" ref="#per__111709">Wohlmeyer</rs>, hinter einem Projekt<lb/>
zu<add>[zur?]</add> Errichtung einer Ölextraktion sind. <rs type="person" ref="#per__113084">Büttner</rs> wird mich über<lb/>
die Entscheidungen der Unilever-Zentrale am Laufenden halten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_12">NR <rs type="person" ref="#per__112625">Keimel</rs>, der Schattenminister, wie ich ihm gegenüber auch<lb/>
immer sage, interveniert bei mir, daß ich mich beim Finanz<lb break="no"/>minister wegen der Münze Hall einsetzen soll. Die Münzleute<lb/>
von Hall, dort wurde vor Jahrzehnten noch Münzen geprägt, wollen,<lb/>
daß nicht nur in Wien, sondern auch in Hall eben die vom Staat<lb/>
herausgegebenen Münzen geprägt werden. Vom Standpunkt des<lb/>
Fremdenverkehrs habe ich immer dafür großes Verständnis gehabt,<lb/>
jede Attraktion und eine <choice><choice><sic>Münzenprägestelle</sic><corr>Münzprägestätte</corr></choice></choice> ist eine solche,<lb/>
trägt zur <choice><choice><sic>Hebund</sic><corr>Hebung?</corr></choice></choice> des Fremdenverkehrs bei. Dazu kommt noch,<lb/>
daß <rs type="person" ref="#per__112625">Keimel</rs> selbst zugibt, er hätte jetzt Numismatikern gesprochen<lb/>
und diese wären bereit, wenn eine solche <choice><choice><sic>Prägestelle</sic><corr>Prägestätte</corr></choice></choice> dort wieder<lb/>
offiziell eröffnet wird, einen Riesenkongreß nach Tirol zu ver<lb break="no"/>legen. <rs type="person" ref="#per__112625">Keimel</rs> gibt zu, daß der Hauptwiderstand von der Bürokratie<lb/>
erfolgt. Seine Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hätte dazugeführt, daß<lb/>
dieser sehr wohlwollend oder zumind. nicht ablehnend einer<lb/>
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Große Schwierigkeiten hat er bei dem Referenten, MR <rs type="person" ref="#per__137296">Heller</rs><lb/>
im Finanzministerium, und natürlich bei der Prägung, d.h.<lb/>
der Münze in Wien. Ich verweise darauf, daß dies doch politisch<lb/>
ihre Leute sind und sie doch versuchen sollten, indirekt einen<lb/>
gewissen Einfluß auf sie zu nehmen. <rs type="person" ref="#per__112625">Keimel</rs> ist scheinbar über<lb/>
meine positive Einstellung sehr überrascht und erfreut. Ich<lb/>
habe aber auch wirklich gar keinen Grund mich gegen ein solches<lb/>
Projekt zu stellen. Zur detaillierteren Besprechung verweise<lb/>
ich ihn an MR <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs>.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_13">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97498">GRÜNWALD</rs> und <rs type="person" ref="#per__113038">REIM</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> und unsere Tiroler<lb/>
Freunde verständigen und informieren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_14">Ich treffe durch Zufall <rs type="person" ref="#per__134290">Gasperschitz</rs> und <rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs> und be<lb break="no"/>glückwünsche <rs type="person" ref="#per__134290">Gasperschitz</rs>, daß er, und dies mein ich wirklich,<lb/>
einen so tüchtigen Mitarbeiter in <rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs> jetzt gefunden<lb/>
hat. <rs type="person" ref="#per__134290">Gasperschitz</rs> meint, ich wäre vielleicht froh, wenn ich<lb/>
ihn verlöre, wenn er stärker in der Gewerkschaft verankert<lb/>
wird, worauf ich nur erwidere, ich hätte ihn, wenn ich in der<lb/>
Privatwirtschaft wäre, schon längst zum Personalreferenten<lb/>
gemacht. <rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs> teilt mir dann unter vier Augen mit, daß<lb/>
der Sicherheitsfall, es handelt sich um einen Beamten beim<lb/>
<rs type="person" ref="#per__150469">Kutschera</rs>, jetzt von der Polizei bearbeitet wird. Er selbst<lb/>
deutet an und ich bin fast überzeugt davon, daß es sich hier<lb/>
um eine eingebildete Verfolgung dieses Mannes handelt. Wer<lb/>
kann schon Interesse haben über die Außenhandelsstatistik,<lb/>
d.h. über einen so unbedeutenden Referenten irgendetwas zu<lb/>
erfahren. Hier könnte wirklich nur ein uninformierter Agent<lb/>
oder einer, der eine Tätigkeit nachweisen muß, an unzulänglichen<lb/>
Stellen Interesse haben, jemanden zu kapern. <rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs> meint,<lb/>
es würde sich der Betreffende am liebsten freiwillig versetzen<lb/>
lassen. Ich bin sofort damit einverstanden, weil ja <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> das<lb/>
Referat <rs type="person" ref="#per__150469">Kutschera</rs> überhaupt auflösen möchte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_15">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Wenn ein solcher Versetzungsantrag<lb/>
kommt, sprich mit <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>, vielleicht können wir bei dieser<lb/>
Gelegenheit wirklich das ganze Referat gleich auflösen.</p><pb n="23-1438" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-28_1438.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_16"><rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs> deutet an, daß wir wegen der Geschäftsordnung<lb/>
doch eine längere Auseinandersetzung mit der Personalver<lb break="no"/>tretung haben werden. Er ist auch bereits informiert, daß<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114528">König</rs> eine eigene Abteilung bekommen soll, damit er nicht<lb/>
ins Bautenministerium zurückgeht. Er bezeichnet, so wie ich,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114528">König</rs> als äußerst tüchtig und man sollte alles daran setzen,<lb/>
um ihn zu erhalten. Wegen der Weihnachtseinarbeitungslösung<lb/>
gibt er zu, daß sie einen großen Fehler begangen haben, was<lb/>
mich veranlaßt, dazu zu sagen, jetzt sind wir quitt, da uns<lb/>
ein Fehler bei der Installierung des <rs type="person" ref="#per__113627">Kieslich</rs>-Referates in<lb/>
der Geschäftsordnung passiert ist.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_17">Was die Verkürzung der<lb/>
Arbeitszeit betrifft, so möchte er gerne die zwei Stunden am<lb/>
Freitag Nachmittag früher Schluß haben. Er sieht aber meine<lb/>
Einwände ein, daß dies deshalb so ungünstig ist, weil gerade<lb/>
die Tüchtigen und arbeitsamen Abteilungsleiter bei mir schon<lb/>
waren und erklärt haben, dann wäre der ganze Freitag wahrschein<lb break="no"/>lich als Arbeitstag verloren. Er gibt zu, daß dann die Gefahr<lb/>
besteht, daß man sofort wieder die Mittagszeit auch einbezieht,<lb/>
damit mittags nach Hause geht, die, die ehrlich sind und die,<lb/>
die nichts tun und womöglich sich nicht an die Dienstzeit<lb/>
halten, kommen am Freitag womöglich überhaupt nicht oder<lb/>
höchstens auf einen Sprung. Gerade durch die gleitende Arbeits<lb break="no"/>zeit gibt er zu, kommen die Unehrlichen und die Faulen, und dies<lb/>
sind doch eine große Anzahl, zu einer tatsächlich, effektiven,<lb/>
sehr geringen Arbeitszeit, sie gehen und kommen in Wirklich<lb break="no"/>keit, wann sie wollen. Sein Hinweis, daß die Dienstaufsicht<lb/>
eben verbessert werden müßte, quittiere ich mit einem Lächeln,<lb/>
das er auch versteht. <rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs> hat mir nämlich schon seiner<lb break="no"/>zeit versichert und wiederholt, daß er gegen eine Einführung<lb/>
der Stempeluhr gar nichts einzuwenden hätte. Die Fleißigen und<lb/>
Tüchtigen müssen sowieso kommen, wehren sich auch wahrschein<lb break="no"/>lich gar nicht dagegen und die, die jede Gelegenheit nützen,<lb/>
um vom Dienst wegzubleiben, haben mit der gleitenden Arbeitszeit<lb/>
die beste Möglichkeit. Er sieht deshalb auch meinen Standpunkt<lb/>
ein, daß man die zwei Stunden auf alle Tage gleichmäßig ver<lb break="no"/>teilen wird, obwohl ich mich nicht endgültig äußere und auch<lb/>
nicht äußern will, damit nicht der Eindruck entsteht, bevor<lb/>
noch Verhandlungen mit der Personalvertretung gekommen sind,<lb/>
habe ich und die andere Minister schon entschieden.</p><pb n="23-1439" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-28_1439.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_18">Im Ministerium führen wir dann abends ein stundenlanges<lb/>
Gespräch über grundsätzliche Gaspreispolitik. Was mich sehr<lb/>
aufregt und wirklich ärgert, und ich sag dies auch ganz<lb/>
deutlich der ÖMV, ist, daß sie zu so entscheidenden Be<lb break="no"/>sprechungen kommen, ohne auch nur irgendwelche Unterlagen<lb/>
vorzulegen. Über Preise sage ich ihnen dezidiert, bin ich<lb/>
nicht bereit, mit einem bla-bla hinwegzugehen und grundsätz<lb break="no"/>liche Entscheidungen zu fällen. Ich möchte die Details, Informa<lb break="no"/>tionen<add>[Detailinformationen?]</add> vorher haben. <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> teilt mir ebenfalls mit, daß er<lb/>
morgen erst die Unterlagen über seinen Gaspreisantrag vorlegen<lb/>
kann. Am liebsten hätte ich ihnen gleich vom Anfang an gesagt,<lb/>
dann gehen wir nach Hause und werden morgen über diesen ganzen<lb/>
Fragenkomplex sprechen. <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> hat mir auch eine Information<lb/>
gegeben, wonach er ebenfalls von der ÖMV keinerlei Unterlagen<lb/>
bekommen kann. Ich rede mit <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> unter vier Augen und<lb/>
erkläre ihm dezidiert, daß ich diese Vorgangsweise nicht nicht<lb/>
akzeptiere. <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> erklärt, dies sei alles ein Mißver<lb break="no"/>ständnis und er wird sich sofort dafür einsetzen, daß ich die<lb/>
ganzen Unterlagen bekomme.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_19">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Bitte beobachte, ob dies auch tatsächlich<lb/>
eingehalten wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_20">Aus der prinzipiellen und generellen Gaspreisdiskussion wird<lb/>
natürlich dann im Laufe der Stunden eine sehr konkrete. Grund<lb break="no"/>sätzlich habe ich folgende Bedenken, die ÖMV muß das Gas von<lb/>
den Russen auf Grund ihres Vertrages bezahlen und wahrschein<lb break="no"/>lich auch dann mit entsprechenden, anteiligen Kosten, die sie<lb/>
hat, und einen 3 %-igen Nutzen, wie <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> behauptet, an<lb/>
die Abnehmer, das sind insbes. derzeit die Wr. Stadtwerke, die<lb/>
Niogas und die Steir. Ferngas sowie die Burgenländer, abgeben.<lb/>
Aus diesem ersten Russenvertragsgas ergibt sich jetzt im Nach<lb break="no"/>ziehverfahren der Sowjets eine wesentliche Verteuerung, genaue<lb/>
Unterlagen werden nachgebracht. Die Stadtwerke wieder haben<lb/>
aber auch aus der Verteuerung des inländischen Gases und aus<lb/>
der Lagerkosten und Manipulation, die sie haben, die Notwendig<lb break="no"/>keit, entsprechende Gaspreiserhöhung durchzuführen, deshalb<lb/>
die Erhöhungen, weil die Stadtwerke, wie <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> ausführt,<lb/>
nicht beabsichtigt, einheitlich den Gaspreis zu erhöhen, sie<lb/>
möchten für eine gewisse Grundmenge nur um 30 oder 35 % rauf<lb break="no"/>gehen, dafür aber dann, damit sie auf einen Schnitt von über<lb/>
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Verbrauchsmengen wesentlich stärker belasten, gleichzeitig<lb/>
müssen sie auch eine Erhöhung ihrer Sonderabnehmer, das sind<lb/>
Industriebetriebe und größere Gewerbebetriebe, eine wesentliche<lb/>
Verteuerung verlangen. Ich mache <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> darauf aufmerksam,<lb/>
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hätte, daß die Straßenbahntarife nicht erhöht werden sollen,<lb/>
dafür aber die 170 Millionen, die dort rein kommen sollen, auf<lb/>
den Gaspreis umgelegt werden sollten. <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> ist von dieser<lb/>
Mitteilung sehr überrascht, weil er morgen ja bereits ohne<lb/>
eine solche Überwälzung die Gaspreise einbringen will. Er meint<lb/>
dann unter vier Augen, hier hätten wieder Leute über etwas ge<lb break="no"/>sprochen, was sie nicht kennen und wo sie die Entscheidungen<lb/>
scheinbar beabsichtigen, die vollkommen falsch sind. Ich bin<lb/>
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der sich jetzt für den Massenverkehr einsetzt, und mit seiner<lb/>
<choice><choice><sic>Pickerl-freiwilligen-Idee</sic><corr>?</corr></choice></choice> den Individualverkehr drosseln will,<lb/>
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aber scheinbar gar nicht daran denkt, dies auch zu tun. Ich<lb/>
bin neugierig, wie sich die ganze Situation weiter entwickeln<lb/>
wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_21">Kollegin <rs type="person" ref="#per__98072">Wiesinger</rs> ich habe gestern vergessen, folgendes abzu<lb break="no"/>diktieren, bitte an das Mittwoch-Tagebuch anfügen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_22">Der Berghauptmann <rs type="person" ref="#per__140912">Habelsberger</rs> aus der Steiermark, der jetzt<lb/>
die Wiener Berghauptmannschaft führt, teilt mir mit, daß er<lb/>
jetzt wieder nach Graz zurückgeht, darüber ist er gar nicht<lb/>
so unglücklich, weil er sagt, in der Obersten Bergbehörde<lb/>
herrschen keine guten Zustände, da die Berghauptmannschaft<lb/>
Wien am Ort der Obersten Bergbehörde liegt, hat er hier<lb/>
auch mehr Einblick als wie von Graz. <rs type="person" ref="#per__97467">Gasser</rs> war teilweise<lb/>
krank und <rs type="person" ref="#per__139515">Dwořak</rs>, sein Vertreter, hat, was ich auch weiß,<lb/>
kaum Entscheidungen getroffen. Auch <rs type="person" ref="#per__97467">Gasser</rs> kann sich gegen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110981">Pelzl</rs> und <rs type="person" ref="#per__113369">Wüstrich</rs> kaum durchsetzen. Die Bergbehörde ist also,<lb/>
wenn man so will, gespalten, hie CV, <rs type="person" ref="#per__110981">Pelzl</rs>, <rs type="person" ref="#per__113369">Wüstrich</rs> usw. und<lb/>
hie die andere Gruppe, <rs type="person" ref="#per__112190">Mock</rs>, <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs>, <rs type="person" ref="#per__112191">Mayer</rs> usw. Was nun die<lb/>
CV-er beabsichtigen, kann er mir nicht sagen oder will er mir<lb/>
nicht sagen, auf alle Fälle soll jetzt die Absicht bestehen,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113369">Wüstrich</rs> besser zu placieren und ihn in Graz zu schwächen, in<lb break="no"/>dem sein zugeteilter <rs type="person" ref="#per__112191">Mayer</rs>, ein sehr guter Mann, in die Oberste<lb/>
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diesen Mann nicht in Wien verheizen sollte, ich verspreche<lb/>
ihm, daß ich mich dieses Mannes besonders annehmen werde,<lb/>
wenn er so tüchtig ist, wie er schildert, und ich habe keinen<lb/>
Grund daran zu zweifeln, werde ich versuchen, ihn wirklich<lb/>
in der Obersten Bergbehörde zweckmäßig einzusetzen, ob er<lb/>
aber dafür einen anderen bekommen kann nach Graz, kann ich<lb/>
von vornherein nicht sagen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-28_23">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Bitte versuche, ohne <rs type="person" ref="#per__97467">Gasser</rs> direkt zu<lb/>
fragen, herauszubekommen, was dort oben beabsichtigt ist.</p></div>
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               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <occupation>GD Wr. Stadtwerke</occupation>
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               <occupation>Landwirtschaftsminister bis 1976</occupation>
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               <occupation>Dir. Unilever</occupation>
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