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            <title type="main">Montag, der 25. November 1974</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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der ÖVP sehr stark beschickt, die Landwirte kommen mit<lb/>
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<rs type="person" ref="#per__97872">Rief</rs>, der ÖAAB <rs type="person" ref="#per__139970">Klement</rs> und von unserer Seite ist nur <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> und ich, als Beamten zieht <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> den MR <rs type="person" ref="#per__140715">Rogel</rs> bei. Ich<lb/>
weiß eigentlich nicht, warum <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> nicht auch Experten von<lb/>
Seiten des Gewerkschaftsbundes oder der Arbeiterkammer zu<lb break="no"/>zieht, solange <rs type="person" ref="#per__97368">Brandstätter</rs> und <rs type="person" ref="#per__97872">Rief</rs> auf der drüberen Seite<lb/>
mitarbeiten, kann ohneweiters meiner Meinung nach <rs type="person" ref="#per__112010">Blaha</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> auf unserer Seite mitarbeiten. Die Taktik ist ganz ge<lb break="no"/>schickt, <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> geht die Gesetze paragraphweise durch und<lb/>
natürlich kann man sich über die wichtigsten Probleme über<lb break="no"/>haupt nicht einigen, man stellt immer nur fest, dies sollen<lb/>
Experten noch einmal besprechen, soweit es sich um technische<lb/>
Fragen handelt und soweit es um grundsätzliche geht, wie z.B.<lb/>
ob der Export in die Fonds kommen soll oder ob die Organisation<lb/>
der Fonds geändert werden soll, lehnt die ÖVP von vornherein<lb/>
jede Diskussion darüber ab. <rs type="person" ref="#per__97368">Brandstätter</rs> selbst meint noch bei<lb/>
verschiedenen Bestimmungen des Getreides, aber ganz besonders<lb/>
des Viehverkehrsfonds, daß ihre Wünsche überhaupt nicht be<lb break="no"/>rücksichtigt wurden, er präsentiert aber auch gleichzeitig<lb/>
nicht irgendwelche konkrete Formulierungen. Nach diesem ersten<lb/>
Durchgang wird für Donnerstag eine zweite Besprechung um 1/2 11<lb/>
im Parlament vereinbart.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_03">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bitte Termin feststellen und sperren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_04">Eine der erschütterndsten Bemerkungen macht bei diesen Besprechungen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97872">Rief</rs>, als wir über den Viehverkehrsfonds zu sprechen kommen, sagt<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs>, das waren noch Zeiten, als ich dort der Arbeiterkammer<lb break="no"/>vertreter <choice><choice><sic>des Gewerkschafts</sic><corr>der Gewerkschaft? des Gewerkschaftsbundes?</corr></choice></choice> war, da ging es noch einigermaßen<lb/>
vernünftig zu, damals hat man sich im Prinzip auf die notwendigen<lb/>
Mengen mit mir einigen können und es war daher eine Zusammen<lb break="no"/>arbeit möglich. Jetzt sei das Klima total vergiftet und man<lb/>
könne sich nur wundern, daß überhaupt noch Beschlüsse dort<lb/>
zusammen kommen. Ich weise natürlich eine solche Darstellung<lb/>
zurück und meine, daß die Arbeiterkammer und die Gewerkschafts<lb break="no"/>vertreter dort eben die Interessen der Konsumenten wahrnehmen<lb/>
und dies sicherlich genau so gut machen, als ich dies seinerzeit<lb/>
<pb n="23-1406" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-25_1406.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>dort imstande war. <rs type="person" ref="#per__97872">Rief</rs> ruft aber dazwischen, das ist jetzt<lb/>
so, dass der Arbeiterkammervertreter aufspringt und den Ge<lb break="no"/>werkschaftsvertreter anschreit, hier ist Fraktionszwang, selbst<lb/>
wenn es nicht so arg ist und diese Darstellung oder dieser<lb/>
Vorfall ein vereinzeltes Ereignis war, so muß ich sagen, wenn<lb/>
allein der Eindruck auf der anderen Seite entsteht, daß der<lb/>
Gewerkschaftsbund und die Arbeiterkammer nur in einer solchen<lb/>
Art und Weise im Viehverkehrsfonds die Probleme lösen, dann<lb/>
ist dies ein trauriges Zeichen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_05">Beim Journalistenfrühstück haben wir außer dem Problem die<lb/>
Autopreise, die durchgeführten und beabsichtigten Preiser<lb break="no"/>höhungen der Presse richtig zu verkaufen, die Frage wieweit<lb/>
wir tatsächlich jetzt die Sonderkommission einschalten. Die<lb/>
Autofirmen reden sich tatsächlich bei uns aus, dass sie der<lb/>
Sonderkommission die Preiserhöhung mitgeteilt haben und von<lb/>
dort keine Antwort bekommen. Dadurch leiten sie ab, sei die<lb/>
Preiserhöhung sanktioniert. Die zu erwartende und theoretisch<lb/>
erhoffte Preissenkung mit 1. Jänner 75 durch Zollreduktion<lb/>
um 20 % von Einfuhren aus den EG-Staaten, die 3 1/2 %, wie<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> berechnet hat, betragen müssten, geht natürlich dabei<lb/>
total in die Binsen. Ich kann mir das Verhalten der Paritäti<lb break="no"/>schen Sonderkommission nur so erklären, daß sie überarbeitet<lb/>
ist und deshalb keine Möglichkeit bis jetzt gehabt hat, die<lb/>
Probleme zu besprechen. Zum Glück konnte ich den Brief, den<lb/>
ich jetzt an die Sonderkommission geschrieben habe und den<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> besonders erörterte, er meinte sogar ein gute Gag wäre,<lb/>
ich sollte ihn vor den Journalisten unterschreiben, was ich<lb/>
Gott sei Dank ablehnte, dahingehend interpretieren, daß ich<lb/>
die Sonderkommission damit nicht angreifen will, indem ich<lb/>
feststelle, daß die Unternehmer sich auf sie ausreden, sondern<lb/>
nur auf den Tatbestand aufmerksam machen muß. Ich bin neugierig,<lb/>
wie die Interessensvertretungen resp. die Sonderkommissionsmit<lb break="no"/>glieder auf diesen Brief reagieren werden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_06">Eine gute Sache war, die in der letzten Minute von <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> gemeinsam initiierte Bericht über die zukünftigen Aktivi<lb break="no"/>täten auf dem Konsumentensektor. Ich glaube wirklich, daß wir<lb/>
jetzt in den nächsten Monaten viel stärker als bisher diese<lb/>
Arbeit herausstreichen müssen, um 1. Rechenschaft abzulegen,<lb/>
<pb n="23-1407" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-25_1407.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>was wir in den vier Jahren gemacht haben und 2. vor allem<lb/>
aber die neuen Maßnahmen, die wir dann in der nächsten<lb/>
Legislaturperiode setzen wollen, wenn man so will, einen<lb/>
Teil der Wahlkampfparolen jetzt bereits vorbereiten muß.<lb/>
Ich würde es als die Ideallösung betrachten, wenn wir im<lb/>
Konsumentenbeirat, d.h. wo die Handelskammer und die Land<lb break="no"/>wirtschaftskammer ebenfalls vertreten ist, ein solches<lb/>
neues Forderungsprogramm gemeinsam beschliessen könnten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_07">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> und <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Bevor wir eine Endformulierung<lb/>
machen, im Beirat das ganze Programm durchmachen und womöglich<lb/>
auf Initiative auch der anderen aufbauen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_08">Zuerst wollte <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add>, und auch ich habe damit geliebäugelt, in<lb/>
das Pressegespräch von uns aus die Frage der Zuckerexporte resp.<lb/>
der Umgehungsmischung bringen. In diesem Fall hätte man mich<lb/>
allerdings beschuldigen können, daß ich dies in der Propaganda<lb/>
hochspiele. Daher haben wir uns dann entschlossen, daß ich<lb/>
nichts sage, annehmend, irgendwer wird uns sicherlich fragen,<lb/>
daß allerdings der Vertreter der Volksstimme mir diesen Ge<lb break="no"/>fallen macht, ist für mich doppelt wichtig und interessant.<lb/>
Niemand wird nämlich annehmen, daß ich mich mit ihm verbündet<lb/>
hätte, weder direkt noch indirekt ihn beeinflussen kann und<lb/>
auch nur will, so daß tatsächlich ich mit ruhigem Gewissen<lb/>
sagen kann, dieses Problem wird ja immer wieder von den<lb/>
Zeitungen aufgegriffen. Nach der Pressekonferenz hat mich auch<lb/>
sofort das Ecco wieder angerufen und erklärt, daß diese Maß<lb break="no"/>nahmen, die ich bis jetzt gesetzt habe, auch die neue § 5 Ver<lb break="no"/>ordnung, die leider wegen Einspruch des Finanzministers erst<lb/>
10 Tage nach dem Beschluß im Hauptausschuß in Kraft treten<lb/>
kann, sperrt die Umgehungsmischungen und die Möglichkeit,<lb/>
Zucker zu exportieren, nicht aus. Ich habe deshalb sofort<lb/>
bei der interministeriellen Sitzung über die Zuckerexport<lb break="no"/>möglichkeit auf diesen Tatbestand hinverwiesen. Die inter<lb break="no"/>ministerielle Sitzung haben wir kurzfristig einberufen, ich<lb/>
habe insbesondere bei dem Marktordnungsgesetzverhandlungen<lb/>
sowohl die Landwirtschaftskammer als auch die Handelskammer<lb/>
über die beabsichtigte Vorgangsweise informiert und auch<lb/>
gleichzeitig unsere Variante 1, d.h. die Novelle des Aussen<lb break="no"/>handelsgesetzes allen übergeben. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> selbst hat nur gemeint,<lb/>
<pb n="23-1408" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-25_1408.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>man solle nicht so schnell zu Beschlüssen kommen, er müsse<lb/>
dieses Problem auch mit seinen Leuten noch besprechen.<lb/>
Die Landwirtschaft wieder, <rs type="person" ref="#per__97368">Brandstätter</rs> war so weit, daß<lb/>
er sogar wollte, daß anstelle des Exportabschöpfungsparagraphes<lb/>
in die Marktordnungen diese Bestimmung ins Außenhandelsgesetz<lb/>
aufgenommen werden wollte. Natürlich habe ich alle diese<lb/>
Stellungsnahmen bei der interministeriellen Sitzung zur Sprache<lb/>
gebracht, habe sowohl MR <rs type="person" ref="#per__112956">Schwarz</rs>, aber ganz besonders <rs type="person" ref="#per__113091">Bachmayer</rs><lb/>
darauf aufmerksam gemacht, daß ich mich deshalb in die Ver<lb break="no"/>handlungen einschalte, um die Bedeutung dieser Materie heraus<lb break="no"/>zustreichen. Ich schlug deshalb auch der interministeriellen<lb/>
Sitzung vor, wir sollten alle Vorkehrungen treffen, daß wir<lb/>
ohne eine langfristige Begutachtung eine Regierungsvorlage<lb/>
über Änderung des Aussenhandelsgesetzes so schnell als möglich<lb/>
ins Parlament bringen und auch eine neue § 5 Verordnung vor<lb break="no"/>bereiten. <rs type="person" ref="#per__112564">Smolka</rs> vom Fachverband der Nahrungs- u. Genußmittel<lb break="no"/>industrie, aber auch <rs type="person" ref="#per__116015">Ertl</rs> von der Handelskammer waren zu meiner<lb/>
größten Überraschung damit einverstanden, sie wollten nur, daß<lb/>
die neue § 5 Verordnung erst dann von mir in Kraft gesetzt wird,<lb/>
bis man Ergebnisse aus Vorarlberg, wo sie befürchten, daß noch<lb/>
weitere Umgehungsmischungen rausgehen könnten, vorliegen,<lb/>
Vertreter des Finanzministeriums Dr. <rs type="person" ref="#per__149252">Stiedl</rs> übernahm es, die<lb/>
Finanzlandesdirektion Vorarlberg zu ersuchen, eine entsprechende<lb/>
Information in einer Woche nach Wien zu geben. Ich selbst<lb/>
kündigte an, daß wir in der nächsten Beiratssitzung des Außen<lb break="no"/>handelsbeirates den neuen Gesetzentwurf und die ganze Materie<lb/>
zur Beschlußfassung vorlegen werden und nächsten Dienstag dann<lb/>
im Ministerrat eine diesbezüglichen Regierungsvorlage einbringen<lb/>
werde. Gleichzeitig verwies ich darauf, daß Ecco behauptet,<lb/>
daß wir in Zukunft noch unsere Wunder erleben werden, was sich<lb/>
alles noch auf diesem Sektor abspielen wird. <rs type="person" ref="#per__112564">Smolka</rs> gab zu, daß<lb/>
die Firma Knäbchen eine solche Unterfahrung der § 5 Anordnung<lb/>
in Aussicht genommen hat, sogar wahrscheinlich anfangs durch<lb break="no"/>geführt hat, jetzt aber angeblich von der Zuckerindustrie ge<lb break="no"/>zwungen wurde, diese Exporte einzustellen. Gegenüber unseren<lb/>
Vertretern, <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs> hat diesbezüglich auf meinen Wunsch eine<lb/>
Information gemacht, hat <rs type="person" ref="#per__112564">Smolka</rs> dann zugegeben, daß die Angaben<lb/>
über die Exporte der Firma Platzer, wie sie im Ecco stehen, den<lb/>
Tatsachen entsprechen. Sollte wider Erwarten die ÖVP Schwierig<lb break="no"/><pb n="23-1409" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-25_1409.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>keiten im Parlament bei der Beschlußfassung über die Not<lb break="no"/>wendigkeit der Änderung des Außenhandelsgesetzes machen,<lb/>
werde ich zeitgerecht die notwendigen Detailerhebungen von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111706">Müller</rs> durchführen lassen. Jetzt wäre es verfrüht, weil<lb/>
ansonsten womöglich die andere Seite aufscheucht und mir<lb/>
dann doch noch Schwierigkeiten bei der gewünschten Kontrolle<lb/>
durch das Außenhandelsverkehrsgesetz machen würde.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_09">Die Gespräche mit den Kollegen der KGW und <rs type="person" ref="#per__111702">Deutsch</rs>, <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs><lb/>
und mir als Präsidium waren von mir primär gedacht, ob es<lb/>
nicht doch gelingt, den Streit zwischen der Gruppe Bäcker<lb/>
und der KGW zu schlichten, ob ich sehr erfolgreich war, kann<lb/>
ich jetzt noch nicht feststellen. Auf alle Fälle hoffe ich,<lb/>
daß es gelungen ist, den Genossen von der KGW zu zeigen, daß<lb/>
ich auf alle Fälle bemüht bin, eine Lösung aus diesem Konflikt<lb/>
zu finden. Die große, sachliche Differenz ergibt sich, daß die<lb/>
KGW-Vertreter, insbes. der Betriebsratsobmann <rs type="person" ref="#per__110999">Serini</rs> meint, sie<lb/>
sollten jetzt anstreben, alle in den Angestelltenstand über<lb break="no"/>nommen zu werden. Die Bäcker und auch unsere ganze Gewerkschaft<lb/>
steht auf dem Standpunkt, daß dies nicht so leicht gelingen<lb/>
wird und wir vielmehr schrittweise jetzt uns zwar mit aller<lb/>
Konsequenz eine Angleichung der Rechte der Arbeiter an die der<lb/>
Angestellten insbes. in den Genossenschaften verlangen sollten.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__110999">Serini</rs>, der in der Sozialakademie ein guter Schüler war, sagt<lb/>
mit Recht, alle die Angestelltenposition erreicht haben, und<lb/>
das gilt natürlich auch für unsere Sekretäre, können leicht<lb/>
reden und meinen, man solle hier schrittweise vorgehen, er<lb/>
möchte eben für sich und seine Kollegen dies auf einmal, und zwar<lb/>
so schnell als möglich erreichen, dazu kommen dann noch per<lb break="no"/>sönliche Animositäten zwischen einzelnen Funktionären, die in<lb/>
Wirklichkeit aber die Haupthindernisse sind.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_10">In der Ministerratsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auf das Schreiben<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__114965">Dorn</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> verwiesen, wonach die Landeshauptleute ihre Kompetenz<lb/>
nicht wahrnehmen und deshalb besonders auf dem Preissektor<lb/>
oft wie in Oberösterreich direkt verhindert wird, daß der zu<lb break="no"/>ständige Referent Ing. <rs type="person" ref="#per__118218">Reichl</rs> angeblich daran hindert, dort<lb/>
stärker durchzugreifen. Ich hatte bereits, als ich dieses<lb/>
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von <rs type="person" ref="#per__114965">Dorn</rs> <add>evtl. Falschidentifikation, Anm.</add> richtig ist, und schlug deshalb sofort vor, dass ich mich<lb/>
an LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__97994">Steinocher</rs> als Vorsitzenden des Kontaktkomitees wenden<lb/>
werde, um nachdem ich Einzelberichte jetzt von den einzelnen Ländern<lb/>
verlangt habe, dann eine gemeinsame Besprechung zu machen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_11">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte telefonisch von den Sekretariaten über<lb/>
Verbindungen von den LH bei Preisaktivitäten anfordern und Sitzung<lb/>
vereinbaren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_12"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> berichtete, dass jetzt Deutschland endgültig von der Algerien<lb break="no"/>gas-Finanzierung Abstand nimmt und wir dadurch aus dem Dilemma, dass<lb/>
wir die Finanzierung auch nicht durchführen könnten, herauskommen.<lb/>
Österreich hat mit seinem Beschluss im Nationalrat, die Bundes<lb break="no"/>haftung zu übernehmen, den weitesten Schritt getan. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> regt<lb/>
an, und ich bin sofort dafür, dass wir einen Brief an die Algerier<lb/>
schreiben, wo wir unser österreichisches Interesse an Algerien<lb break="no"/>gas besonders herausstreichen und nur mitteilen resp. festhalten,<lb/>
dass wir die Finanzierung so wie auch die anderen Staaten nicht<lb/>
durchführen konnten. Trotzdem hoffen wir, dass es möglich sein wird,<lb/>
Algeriengas in Hinkunft zu beziehen. <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> ersucht, dass eine<lb/>
Durchschrift dieses Schreiben auch an Paris weitergeleitet werden<lb/>
soll.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Bitte dieses Schreiben von mir an den al<lb break="no"/>gerischen Wirtschaftsminister, mit dem ich im Frühjahr verhandelt<lb/>
habe, gemeinsam zwischen Finanzministerium und Aussenministerium<lb/>
abfassen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_14"><rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> erklärt dezidiert, obwohl ich ihn aufmerksam mache, dass dies<lb/>
mit seinem Beamten <rs type="person" ref="#per__137941">Peterlunger</rs> vereinbart war, dass er auf alle<lb/>
Fälle in die Vollzugsklausel im Preisregelungsgesetz einbezogen<lb/>
werden muss. Seiner Interpretation, d.h. seine Juristen haben ihm<lb/>
neuerdings darauf aufmerksam gemacht, dass es unmöglich ist, dass<lb/>
er nicht aufscheint. In so einem Fall müsste ich, ohne ihn zu<lb/>
befragen, direkt mit der Gendarmerie Kontakt aufnehmen, nachdem die<lb/>
Preisüberwachung usw. ja durch die Gendarmerie erfolgen soll. Ich<lb/>
telefoniere zwar neuerdings mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>, der diese Rechtsauffassung<lb/>
nicht teilt und mir wiederholt, dass auch die Juristen vom Innen<lb break="no"/>ministerium überzeugt sind, dass dies nicht notwendig ist, gibt<lb/>
aber zu, dass es zweckmässig ist, um ja keinen Streit, der ja aller<lb break="no"/><pb n="23-1411" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-25_1411.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>dings bei <rs type="person" ref="#per__97879">Otto Rösch</rs> ja immer nur in wirklicher Freundschaft ausge<lb break="no"/>tragen wird, aufkommen zu lassen, dass es zweckmässig ist, morgen<lb/>
im Ministerrat einen diesbezügliche Ergänzungsantrag zu stellen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_15"><rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> und <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> berichten über den Entscheid des Verwaltungsge<lb break="no"/>richtshofes, dass die Verwaltungs- und Verwendungszulagen in Hin<lb break="no"/>kunft in die Pension einbezogen werden sollen, dies ergäbe eine<lb/>
katastrophale finanzielle Auswirkung. Der Finanzminister könnte<lb/>
die 2 Mia, die <choice><choice><sic>die</sic><corr>dies?</corr></choice></choice> ausmachen würde, nicht finanzieren. Ausserdem<lb/>
wurde seinerzeit mit der ÖVP und SPÖ-Stimmen ausdrücklich beschlos<lb break="no"/>sen, dass es sich hier nur um Zulagen handeln kann, die eben in der<lb/>
Aktivzeit gewährt werden und nicht pensionsfähig sind. Es gibt viele<lb/>
andere Bestandteile des Gehaltes, die wohl sehr richtig und einvernehm<lb break="no"/>lich als pensionsberechtigt bezeichnet wurden. Wahrscheinlich bleibt<lb/>
nichts anderes übrig, als eine authentische Interpretation im Par<lb break="no"/>lament zu beschliessen. Hier wird sich zeigen, ob die ÖVP aus dema<lb break="no"/>gogischen und Wahlkampfgründen von ihrem seinerzeitigen gemeinsamen<lb/>
Beschluss jetzt abrücken will und wird. In einem solchen Fall wäre<lb/>
dann allerdings klar und deutlich demonstriert, dass sie sich aus<lb/>
wahltaktischen Gründen über die Zukunft des Staates und insbesondere<lb/>
über die Budgetsituation dann überhaupt nicht mehr Gedanken macht,<lb/>
resp. vernünftige Beschlüsse fasst.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_16">Bezüglich der internationalen Energieagentur berichtet <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs>, dass<lb/>
seine Funktion jetzt mit Beschlussfassung erlöscht ist. Laut unserer<lb/>
Kompetenzabgrenzung geht dies nun vom Aussenamt auf das Bundeskanzler<lb break="no"/>amt über. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> stellt fest, dass <rs type="person" ref="#per__133970">Bobleter</rs> der erste Mann ist<lb/>
und dass der zweite eben vom Handelsministerium zu nominieren sei.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> weist darauf hin, dass er unterrepräsentiert ist, obwohl<lb/>
er mit Recht, ohne dies zu sagen, in Wirklichkeit früher oder später<lb/>
die ganze Finanzierung wird durchführen müssen. Bei dieser Gelegenheit<lb/>
kommt auch zur Sprache, dass auch von anderen Staaten oft Minister<lb/>
bei der OECD auftreten, die Finanzminister treffen sich dort glaube<lb/>
ich einmal oder alle halben Jahre, und <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> muss auch zugeben,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__97375">Brugger</rs> usw. oft, d.h Wirtschaftsminister dort erschienen sind.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint sofort, dass in diesem Fall eben <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> als Delega<lb break="no"/>tionsführer auftreten sollte und der Beamte, in dem Fall <rs type="person" ref="#per__133970">Bobleter</rs>,<lb/>
selbstverständlich seinen Rang als Leiter der Delegation an den<lb/>
Minister abzutreten hat. Gott sie Dank habe ich mich niemals<lb/>
<pb n="23-1412" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-25_1412.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>darum gerissen, bei der OECD aufzutreten, da ich die Tätigkeit<lb/>
dort nicht sehr hoch einschätze. <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> regt an, dass insbesondere<lb/>
um die Kommunikation zu verbessern, die Fernschreiben von der OECD<lb/>
sofort an jedes beteiligte Ministerium immer gegeben werden soll<lb/>
und nicht, wie das jetzt der Fall ist, durch entsprechende Minister<lb break="no"/>information, d.h. über den Bundeskanzler selbst einige Auszüge dann<lb/>
an die beteiligten Ministerien weitergeleitet werden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> stimmt<lb/>
dem auch sofort zu. Ich mache <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> unter vier Augen darauf aufmerk<lb break="no"/>sam, dass auch im Aussenamt einige Pol. Berichte, wie ich jetzt im<lb/>
Irak feststellen konnte, die sich z.B. mit der Frage der Zurückhaltung<lb/>
der ÖMV beim Irak-Öl-Kauf beschäftigt haben, nicht an unser Mini<lb break="no"/>sterium weitergeleitet wurden. <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs> verspricht, dies sich anzu<lb break="no"/>sehen und sofort die Änderung vorzunehmen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Bitte die Details mit dem Kabinett <rs type="person" ref="#per__97350">Bielka</rs><lb/>
besprechen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_18">Die Regierungsvorbesprechung ist verhältnismässig kurz, weil an<lb break="no"/>schliessend daran die Regierungsfraktion und die ÖGB-Fraktion nach<lb/>
längerer Zeit wieder zusammentritt. Dort gibt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> eine tour d'ho<lb break="no"/>rizon für die Partei und die Wirtschaft, wobei neuerdings bekräftigt<lb/>
wird, dass die Wahlen erst im Oktober stattfinden werden. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
kommt sehr spät, weil er bei einer Versammlung oder Besprechung mit<lb/>
den Pauker-Werken<add>SGP</add> war. Dort ergibt sich jetzt ein Loch, weil Wien<lb/>
einen grossen Kesselauftrag infolge finanzieller Knappheit der Stadt<lb break="no"/>werke nicht durchführen lässt. Für 1976 sind die Anschlussaufträge<lb/>
vorhanden, 1975 ergibt sich also ein erst 60 %-iger Produktions<lb break="no"/>ausfall.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97498">GRÜNWALD</rs> UND <rs type="person" ref="#per__113038">REIM</rs>: Das Branchenreferat soll sofort<lb/>
recherchieren, ob wir irgendwelche Möglichkeiten haben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_20">Nach längerer Zeit haben wir wieder einmal ein Büro Jour-Fixe gehabt<lb/>
und bei dieser Gelegenheit unsere neue Bürozusammensetzung besprochen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> hat hier, um seine Loyalität neuerdings zu bekunden, sofort ein<lb break="no"/>leitend darauf hingewiesen, dass er trotz meiner Warnung wegen der<lb/>
vielen Arbeit, aber vor allem weil er kein Genosse ist, sich sicher<lb break="no"/>lich verwundert, aber dann über das Vertrauen bedankt. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> hat ein<lb/>
mal <choice><choice><sic>einklärt,</sic><corr>erklärt?</corr></choice></choice> und ich wiederhole deshalb auch diesen Ausspruch, dass<lb/>
wer längere Zeit mit mir arbeitet, auf alle Fälle Sozialist wird.</p><pb n="23-1413" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-25_1413.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_21">Ich behaupte das sogar immer <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> gegenüber, wenn er<lb/>
noch länger Aussenminister unter meiner Seite gesessen wäre,<lb/>
hätte er sicherlich auch früher oder später, wie ich immer ironisch<lb/>
sage, in die alleinseligmachende Arbeiterpartei gefunden. Richtig ist,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> immer mit Recht seit allem Anfang behauptet hat, und er<lb/>
kannte das Handelsministerium, nachdem er ja bereits einmal dort<lb/>
jahrelang selbst beschäftigt war, dass es nur mit einem starken<lb/>
Sekretariat zu führen ist. Die Idee von <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs>, dass <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> in diesem<lb/>
Fall auch im Sekretariat, resp. wie wir jetzt ja beschlossen haben,<lb/>
ins Kabinett kommen soll resp. gehen sollte, lehnt dieser mit gutem<lb/>
Grund ab. Nicht nur für seine Position, das bezweifle ich sogar,<lb/>
ob es nicht für ihn interessanter wäre, im Kabinett zu arbeiten,<lb/>
als die Grundsatzabteilung zu führen, sondern vor allem, weil wir<lb/>
gute Leute auch in die Linie einbauen müssen und nicht alles ausschliess<lb break="no"/>lich auf den Stoff konzentrieren können. Dies war sein Grund, warum er<lb/>
mir <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> vorgeschlagen hat. Ich selbst bin überzeugt und hoffe, dass<lb/>
es auch <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> gelingen wird, sich in kürzester Zeit zu integrieren.<lb/>
Meine anderen Probleme sind sekundär. Die Welthandelstätigkeit soll<lb/>
ja von unserem Standpunkt ja muss er sogar fortsetzen, das trägt zu sei<lb break="no"/>nem Image und damit indirekt auch zum Image unseres Kabinetts wesent<lb break="no"/>lich bei. Seine Prüfungen wird er bis Ostern höchstens bis Pfingsten<lb/>
erledigt haben und die notwendige Freizeit bekommt er natürlich<lb/>
selbstverständlich. In unserer 4 1/2-jährigen Tätigkeit beginnt jetzt<lb/>
mit der Umgestaltung des Kabinetts unter Aufnahme von <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> für mich<lb/>
das interessanteste Experiment. Mit der neuen Geschäftseinteilung,<lb/>
die wir durchbesprechen und wo wir uns sofort auf die Vorschläge<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> und teilweise <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> einigen, wird wirklich das Sekretariat<lb/>
oder Büro nicht nur mit der Umbenennung in Kabinett rein äusserlich<lb/>
eine andere Bezeichnung bekommen, sondern wahrscheinlich auch in Durch<lb break="no"/>führung des Ministeriengesetzes einen neuen Inhalt. <rs type="person" ref="#per__97498">GRÜNWALD</rs> hat,<lb/>
und dies habe ich den Kollegen deutlich auseinandergesetzt, in den<lb/>
neun Monaten, wo er jetzt bei uns war, gute Arbeit geleistet und jetzt<lb/>
insbesondere durch die Einführung von <rs type="person" ref="#per__113038">Reim</rs> gezeigt, welch guter<lb/>
Genosse er ist. Ich habe volles Verständnis, dass er zur Gemeinde<lb/>
zurückgeht, weil die B-Beamten im Bund wirklich ausgesprochen<lb/>
schlecht behandelt werden und wie sich jetzt herausstellt, für ihn<lb/>
überhaupt keine Aufstiegsmöglichkeit sich ergibt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_22"><rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> möchte am liebsten jetzt aus den Tagebuchaufzeichnungen eine<lb/>
Zusammenfassung unserer Tätigkeit machen. Ausser mir raten ihm alle ab.</p><pb n="23-1414" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band23/23_1974-11-25_1414.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band23_1974-11-25_23">Ich selbst bringe nur in Erinnerung, und interessanterweise<lb/>
wissen das die wenigsten, dass unsere ursprüngliche Vereinbarung<lb/>
gelautet hat, und dies gilt noch immer, jeder hat sich daran zu be<lb break="no"/>teiligen.</p></div>
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               <persName><surname>Lachs</surname><forename>Thomas</forename></persName>
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               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Deutsch, Josef</persName>
               <persName><surname>Deutsch</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>BV Wien-Favoriten, Wr. SPÖ-GR-Abg., stv. LUGA-Vors., BRO
                  Ankerbrot</occupation>
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               <persName type="label">Brugger, Ernst</persName>
               <persName><surname>Brugger</surname><forename>Ernst</forename></persName>
               <occupation>Schweizer BR f. Wirtsch.</occupation>
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               <persName type="label">Reichl, Hermann</persName>
               <persName><surname>Reichl</surname><forename>Hermann</forename></persName>
               <occupation>oö. SPÖ-LR, AR-Vors. Ennskraftwerke</occupation>
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               <persName type="label">Weihs, Oskar</persName>
               <persName><surname>Weihs</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>Landwirtschaftsminister bis 1976</occupation>
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               <persName type="label">Bachmayer, Klemens</persName>
               <persName><surname>Bachmayer</surname><forename>Klemens</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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