<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="staribacher__19740731.xml" prev="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19740730.xml" next="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19740801.xml" xml:base="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title type="main">Mittwoch, der 31. Juli 1974</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
            <respStmt>
               <resp>Conversion to TEI</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Digitisation, OCR correction and named entities tagging</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
            <availability>
               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band22_1974-07-31</idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date when="1974-07-31">Mittwoch, 31. Juli 1974</date>
         </creation>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change type="creation" when="2017-01-04">exported as basic TEI from corrected tesseract output.</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">cleaned automatic tesseract-export by cleanExport.xsl script</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">moved first pb element out of attachment divs by cleanExport-patch2.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-11" who="acdh:ds">find and note personalAgenda as a subtype cleanExport-patch.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-19" who="acdh:ds">whitespace in paragraphs, lb and pb fixes by cleanExport-patch3.xsl</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
   <text xml:base="http://192.168.0.9/staribacher/src/scans/Band22/">
      <body>
         <pb n="22-0953" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band22/22_1974-07-31_0953.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_01">Mittwoch, 31. Juli 1974</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_02">Frau <rs type="person" ref="#per__146067">Mayer</rs>, eine tüchtige Delikatessenhändlerin, die übrigens auch<lb/>
das grosse Wort führte, kam mit ihrem Mann um sich zu beschweren<lb/>
sich aber auch gleichzeitig zu erkundigen, welche Möglichkeit ihr<lb/>
die neue Gewerbeordnung gibt. Da sie gegenüber dem Regierungsgebäude<lb/>
ihr Geschäft hat, will sie scheinbar Gulaschsuppen und sonstige<lb/>
warme Speisen verabreichen. Sekt.Chef. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> hat ihr die ent<lb break="no"/>sprechende Vorgangsweise empfohlen und ich glaube sogar zu ihrer<lb/>
grössten Überraschung besser beraten als ihre Interessensvertretung.<lb/>
Natürlich kann man eine solche individuelle Beratung nur vereinzelt<lb/>
durchführen. Es wäre aber zu versuchen, ob wir nicht eine Mög<lb break="no"/>lichkeit finden, tatsächlich einen Beratungsdienst unter dem Motto<lb/>
"Service für die Wirtschaft" einzurichten. Jetzt getrauen sich sehr<lb/>
wenige Leute direkt an den Minister zu schreiben oder gar bei ihm<lb/>
vorzusprechen. Wenn wir aber eine Propagandawelle für eine solche<lb/>
Servicestelle starten, bin ich überzeugt, werden wir mit Anfragen,<lb/>
Wünschen und vor allem einmal Besuchen überhäuft. Hätte ich eine<lb/>
ganze Reihe von tüchtigen Beamten, die in der legislativen Arbeit<lb/>
nicht eingesetzt werden müssen oder können, dann könnte ich mich<lb/>
auf ein solches Experiment einlassen. Da aber zu befürchten ist, das<lb/>
ich die wenigen guten, die wir besitzen, dann mit Auskunfts- und<lb/>
Beratungstätigkeit überhäuft werden, glaube ich muss man von einer<lb/>
solche Idee Abstand nehmen. Als innere Entschuldigung kann ich mir<lb/>
ja immer wieder zur Beruhigung sagen, dass dafür die Unterbehörden<lb/>
Bezirkshauptmannschaften, die eigentlich für die Gewerbeordnung<lb/>
in erster Instanz zuständig sind, als auch die Interessensvertre<lb break="no"/>tungen geschaffen wurden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_03"><rs type="person" ref="#per__125380">Friedl</rs> von der Presse kam gleichzeitig mit der neuen Mitarbeiterin<lb/>
Frau <rs type="person" ref="#per__118868">Palme</rs>, um über die Tätigkeit des Ministeriums ein längeres<lb/>
Interview zu machen. Obwohl ich ihnen fast eine Stunde zur Ver<lb break="no"/>fügung stand, wurden wir mit der Diskussion nicht fertig, weil<lb/>
durch einen reinen Zufall ich ununterbrochen wirklich bedeutende<lb/>
Anrufe oder sonstige Arbeiten zwischendurch zu verrichten hatte.<lb/>
Mir kam dies sehr gelegen, weil <rs type="person" ref="#per__125380">Friedl</rs> dadurch den Eindruck ge<lb break="no"/>winnen musste, dass ich ungeheuer beschäftigt bin. Ich habe ihm des<lb break="no"/>halb einen weiteren Termin für nächste Woche angeboten. Ausser<lb/>
<pb n="22-0954" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band22/22_1974-07-31_0954.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>über die Erfüllung des Regierungsprogrammes wollte er unbe<lb break="no"/>dingt wissen, wie es mit der Preisregelung weitergeht. Die einzige<lb/>
verfängliche Frage war, als er meine Stellungnahme zu einer<lb/>
weiteren Periode als Handelsminister wissen wollte. Ich verwies<lb/>
ihn darauf, dass dafür die politischen Kräfte hier nach der<lb/>
Wahl zuständig sind und nicht die Meinung des einzelnen. Hier<lb/>
kam mir wieder zugute, dass ich darauf hinweisen konnte, auch<lb/>
bei einer ersten Berufung 1970 nicht gefragt worden zu sein.<lb/>
Frau <rs type="person" ref="#per__118868">Palme</rs> wieder interessierte sich für das Antischleudergesetz.<lb/>
Hier hatte ich die gute Ausrede parat, da ich letzten Endes,<lb/>
wenn die Interessensvertretungen sich über dieses Gesetz nicht<lb/>
einigen könnten, entscheiden müsste, würde ich jetzt meine Stellung<lb break="no"/>nahme als Schiedsrichter gefährden, wenn ich bereits eine Meinung<lb/>
äussern würde. Sie bemerkte zwar nicht, dass mein Hinweis, ich<lb/>
würde mich ähnlich verhalten wie beim Ladenschlussgesetz, damit<lb/>
eigentlich schon sagen wollte, dass auch dieses Gesetz wahrschein<lb break="no"/>lich auf die lange Bank geschoben wird. Da ja eine Schädigung der<lb/>
Konsumenten nicht eintreten soll. <rs type="person" ref="#per__112567">Christian</rs>, der Vorsitzende<lb/>
des Rechtsausschusses, so erklärte ich ihr, hat mir gleich<lb/>
bei der Übergabe an ihn – dieser Gesetzentwurf stammt ja von ihm<lb/>
selbst in der Handelskammer erarbeitet – versichert, dass dies<lb/>
eigentlich ein Pro-Konsumenten-Gesetz ist. Daran zweifle ich<lb/>
sehr, doch wird sich bei den Verhandlungen im Konsumenten<lb break="no"/>beirat ja herausstellen, wie dieser Gesetzentwurf von der Kon<lb break="no"/>sumentenseite beurteilt wird. Ich werde mich hüten, vor den nächsten<lb/>
Handelskammerwahlen eine negative Stellungnahme abzugeben, anderer<lb break="no"/>seits aber sicherlich nicht vor den nächsten Nationalratswahlen<lb/>
dieses Gesetz in der jetzigen Form positiv zu beurteilen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_04">Vertreter der Papierindustrie, insbesondere der Präsident <rs type="person" ref="#per__110994">Stepski</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111754">Steurer</rs> von der ÖPA sowie die beiden Generaldirektoren von<lb/>
Leykam und Borregaard, kamen mit NR <rs type="person" ref="#per__98010">Teschl</rs>, um über den weiteren<lb/>
Ausbau und die Reorganisation der Papierindustrie mit mir zu ver<lb break="no"/>handeln. Leykam und Borregaard wollen grösser Zellstoffabriken<lb/>
errichten, brauchen dazu Kapital und vor allem einmal grössere<lb/>
Zinsstützungen aus dem Umweltschutz und Rationalisierungsbetrag,<lb/>
der vorgesehen ist. Ich erklärte einleitend, bevor sie noch ihre<lb/>
Stellungnahme abgegeben hatten, sofort, dass ich mit ausserstande<lb/>
sehe, ausserdem 1,8 Mia S für den Umweltschutz und 310 Mill S<lb/>
für die Rationalisierung an Zinsstützung zur Verfügung zu stellen.</p><pb n="22-0955" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band22/22_1974-07-31_0955.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_05">Die Firmen erwarteten, dass ich tatsächlich ihnen konkrete<lb/>
Zusagen mache, da die Banken die notwendige Liquidität nicht<lb/>
besitzen, der Wasserwirtschaftsfonds, der herabgezogen werden soll,<lb/>
ebenfalls bereits für Jahre ausgebucht ist, ergeben sich jetzt<lb/>
Finanzierungsschwierigkeiten. Borregaard mit Hausbank Länderbank,<lb/>
Leykam – ein Konzernbetrieb der CA, wird sich auf dem normalen<lb/>
Weg die notwendigen Mitteln beschaffen müssen. Ich erklärte mich<lb/>
nur bereit, an die OeNB Gen.Dir <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> ein Unterstützungsschreiben<lb/>
zu richten und zu fragen, wie weit er Möglichkeiten sieht, diese<lb/>
Grossprojekte zu finanzieren. Darüber hinaus werde ich an Minister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> als für den Wasserwirtschaftsfonds Hauptverantwortlichen<lb/>
schreiben, ob er eine gewisse Priorität den beiden Projekten<lb/>
zusichern könne. <rs type="person" ref="#per__111754">Steurer</rs> wollte weiters eine Zusicherung, dass<lb/>
die notwendigen und vorhandenen Budgetmittel weiterhin kapi<lb break="no"/>talisiert den Betrieben zur Verfügung gestellt werden. Eine solche<lb/>
Absicht besteht, da nicht genügend Projekte für das heurige Jahr<lb/>
vorhanden sind. Trotzdem war ich sehr vorsichtig mit der Zusage,<lb/>
weil ich weiss, dass der Kapitalisierungszinssatz von der Papier<lb break="no"/>industrie zuerst mit 8 % vorgeschlagen wurde, <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> aber<lb/>
einen wesentlich höheren Betrag nämlich 9 % mindestens verlangen<lb/>
will. Ich gab deshalb nur meine grundsätzliche Bereitschaft bekannt<lb/>
weitere Kapitalisierungen vorzunehmen, wenn über den Zinssatz<lb/>
zwischen meinem Haus und den Banken und der Papierindustrie ein<lb/>
Einvernehmen erzielt werden kann. Interessant war, dass <rs type="person" ref="#per__107939">Römer</rs>, <rs type="person" ref="#per__97493">Grö<lb break="no"/>ger</rs>, <rs type="person" ref="#per__108746">Haffner</rs>, <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs>, <rs type="person" ref="#per__113022">Fabrizii</rs> vom Haus anwesend waren, nicht aber<lb/>
der genauso wichtige <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs>. Dem Wochenplan konnte <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs><lb/>
allerdings nicht entnehmen, dass es sich hier im die finanziellen<lb/>
Fragen mit der Papierindustrie handelt. Ich ersuchte deshalb sofort<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs>, anschliessend an die Sitzung <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> zu informieren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Wie weit kooperieren die einzelnen Sektionen<lb/>
jetzt mit dem Präsidium insbesondere mit der Budgetabteilung und<lb/>
wäre es nicht zweckmässig dieses Problem einmal in der Grundsatz<lb break="no"/>gruppe ernstlich zu diskutieren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_07">Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> und der Kalkulationsmann <rs type="person" ref="#per__97671">Kreutler</rs> brachten<lb/>
mir das Ergebnis der Mineralölfirmen zum Preissenkungsvorschlag<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs>. Während ursprünglich die Internationalen erklärt<lb/>
haben, sie würden einen geharnischten Brief an <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> schreiben,<lb/>
haben sie sich scheinbar nach interner Beratung dann nur dazu ent<lb break="no"/>schlossen, <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> eine Abschrift des Briefes zu schicken, den sie mir<lb/>
<pb n="22-0956" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band22/22_1974-07-31_0956.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>überreichten. In dem Brief wurde nur ausgedrückt, dass sie<lb/>
keine Möglichkeit sehe, eine Preissenkung vorzunehmen und<lb/>
was mich noch viel mehr trifft, auch nicht bereit sind, eine<lb/>
Verlängerung der freiwilligen 10 %-igen Preissenkung von Heizöl<lb/>
über den September hinaus zuzustimmen. Da in der Zwischenzeit der<lb/>
Wirtschaftsbund beschlossen hat, es wäre zweckmässig, die Preis<lb break="no"/>regelung aufzuheben, um im Konkurrenzkampf dann zu Preissenkungen<lb/>
zu kommen, habe ich <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> erklärt, dass ich über dieses Pro<lb break="no"/>blem mit der Mineralölwirtschaft eingehende Verhandlungen führen<lb/>
möchte. Meine Überlegung ist, dass ich hier politischen die beiden<lb/>
Bünde entsprechend ausspielen muss und die ÖVP als solche als un<lb break="no"/>schlüssige uneinheitliche und Hütt-Hott betreibende Wirtschafts<lb break="no"/>politik darstellen möchte. <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> war innerlich erschüttert<lb/>
als er wirklich befürchtete, dass ich die Preisregelung auf<lb break="no"/>hebe. Er fürchtet um den einheitlichen Benzinpreis in Österreich,<lb/>
in Wirklichkeit aber natürlich um seine verhältnismässig guten<lb/>
Einnahmen bei den Benzinprodukten. Ich werde dies nicht zuletzt<lb/>
als Druckmittel benützen, um meine Heizölpreissenkung weiter<lb/>
zu treiben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_08">Mit dem Vertreter der Zuckerindustrie und vor allem der Land<lb break="no"/>wirtschaftskammern, der Arbeiterkammer, konnte ich dann doch<lb/>
zu einer einvernehmlichen Regelung über die Erhöhung des<lb/>
Zuckerpreises kommen. Alle akzeptierten die 80 Groschen, bei<lb/>
der Durchrechnung ergab sich, dass auch alle anderen Sorten<lb/>
nicht mehr erhöht werden, auch dann wenn sie kiloverpackt<lb/>
sind und nur bei der Halbkilopackung von Staubzucker eine Er<lb break="no"/>höhung um 1.- S pro kg – die Abpackung erfolgt aber in 500 gr.-<lb/>
Säcken – sich ergibt. Weiters einigten wir uns, dass ein neues<lb/>
Kalkulationsschema ausgearbeitet werden soll, weil das jetzige<lb/>
schon veraltet und vor allem auf ganz falscher Basis aufgebaut<lb/>
ist. Im neuen Kalkulationsschema müssten natürlich die Ertrags<lb break="no"/>situationen der Betriebe, die sich letzten Endes in den Bilanzen<lb/>
niederschlägt, berücksichtigt werden, <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> und <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs>,<lb/>
die ich von diesem Ergebnis informierte, waren mit der Lösung<lb/>
auch einverstanden. Interessant war, dass <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> mir gleichzei<lb break="no"/>tig mitteilte, dass eine Delegation scheinbar vom ÖAAB-Arbeitern<lb/>
bei Altenburger vorgesprochen hat und erklärt, sie würden nicht<lb/>
mehr länger auf ihre Löhne in der Zuckerindustrie warten,<lb/>
<pb n="22-0957" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band22/22_1974-07-31_0957.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Eine Überwälzung auf die Preise käme aber nach Auffassung von<lb/>
Altenburger nicht in Frage. Hier wird auch ganz schön ein dema<lb break="no"/>gogisches Spiel zwischen dem ÖAAB und dem Wirtschaftsbund, resp.<lb/>
Handelskammer betrieben. Wenn ich jetzt nicht sehr bald zu einer<lb/>
Lösung gekommen wäre, bin ich überzeugt, hätte dies auch weitere<lb/>
Zerreissproben innerhalb unserer Gewerkschaft, vor allem in den<lb/>
Fraktionen der christlichen mit den sozialistisch mehrheitlichen<lb/>
Betriebsräten in den Zuckerfabriken geführt. Die schwarz geführte<lb/>
Tullner Fabrik, wo auch eine Mehrheit der ÖAAB-Mitglieder in der<lb/>
Arbeiterschaft vorhanden ist, wäre hier wahrscheinlich als Ramm<lb break="no"/>bock aufgetreten. <rs type="person" ref="#per__137164">Hiller</rs> von der Zuckerindustrie erklärte, dass<lb/>
man mit dieser Preisregelung und wahrscheinlich 10.000 t Import von<lb/>
Zucker vor der Kampagne den Anschluss finden wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte eine genaue Aufstellung über die Aus<lb break="no"/>lieferung in den nächsten Tagen im Verhält<lb break="no"/>nis zu den Vorwochen verlangen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_10">Betreffend eine Regelung des Zuckerexportes über die Verarbeitungs<lb break="no"/>industrie, d.h. Jungbunzlauer mit Zitronensäure, Süsswarenindustrie<lb/>
usw. wollte ich unmittelbar, dass Verhandlungen zwischen der Zucker<lb break="no"/>industrie, den Fachverbänden und meinem Ministerium geführt werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137164">Hiller</rs> hat aber vorgeschlagen, er möchte dieses Problem unbe<lb break="no"/>dingt mit der Arbeiterkammer allein vorbesprechen. Damit ist für<lb/>
mich klargestellt, dass die von ihm angedrohte Gefahr, dass auf<lb/>
alle Fälle durch diese grösseren Absatzmengen die Versorgung<lb/>
zusammenbrechen muss, nicht stimmen kann, da er ansonsten die un<lb break="no"/>mittelbare Beschränkung von diesen Firmen hätte von mir verlangen<lb/>
müssen. Mit dieser Aussage hat er sich endgültig festgelegt, in<lb/>
meinen Augen, dass er für die Versorgung jetzt tatsächlich die<lb/>
Verantwortung allein trägt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_11">Da in der burgenländischen Landesregierung nur mehr LH-Stv. <rs type="person" ref="#per__133370">Soronics</rs><lb/>
anwesend war, habe ich ihm, der aber gleichzeitig auch für die<lb/>
Preise verantwortlich ist, den Dank ausgesprochen für <choice><choice><sic>die Beschlies<lb break="no"/>sund</sic><corr>den Beschluss?</corr></choice></choice> sich der Preissenkungsaktion des Handelsministeriums anzu<lb break="no"/>schliessen. <rs type="person" ref="#per__133370">Soronics</rs> teilte mir mit, dass sie den Hofrat <rs type="person" ref="#per__148594">Wukowits</rs>,<lb/>
der für die Preise bei ihnen verantwortlich ist, ersucht haben, er<lb/>
möge mit den Bezirkshauptleuten die einzelnen Preissenkungsmöglich<lb break="no"/>keiten in den einzelnen Bezirkshauptmannschaften besprechen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133370">Soronics</rs> erwartet unmittelbar nach den Sommerferien, dass hier<lb/>
<pb n="22-0958" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band22/22_1974-07-31_0958.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>konkretere Vorschläge gemacht werden, und er wird diese un<lb break="no"/>verzüglich mir diese mitteilen. Da ich ihm von den Zuckerpreis<lb break="no"/>verhandlungen und insbesondere von der starken Erhöhung des<lb/>
BEWAG-Gases für die Siegendorfer Zuckerfabrik informierte,<lb/>
meinte er, die Landesregierung hätte vor längerer Zeit schon<lb/>
verlangt, dass die Gaspreisregelung an sie delegiert wird.<lb/>
Bevor ich dies endgültig machen, möchte ich unbedingt mit einem<lb/>
Mitglied der soz. Landesregierung reden, ob sie dies auch tat<lb break="no"/>sächlich jetzt schon wollen. Die exorbitante Erhöhung des Gas<lb break="no"/>preises ergibt sich bei der Siegendorfer Zuckerfabrik dadurch<lb/>
dass diese Firma eine Vertragsklausel auf Ölbasis verlangte und<lb/>
auch bekommen hat. Jetzt muss sie den wesentlich teureren Öl<lb break="no"/>preis über den Gaspreis bezahlen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte kläre fraktionell, ob die soz. Seite<lb/>
im Burgenland diese Delegierung wünscht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_13">Der Besuch bei der BEWAG war für mich sehr interessant. Diese Ge<lb break="no"/>sellschaft ist 1959 gegründet worden, hat sofort mit der Verbund<lb/>
einen Vertrag abgeschlossen, dass sie 20 Jahre kein eigenes Kraft<lb break="no"/>werk errichten wird und nur den Strom über die Verbund bezieht.<lb/>
Da die Verbraucherpreise aber wesentlich höher sind als die ange<lb break="no"/>lieferten Verbundpreise, kann sie auf der einen Seite das Netz<lb/>
richtig ausbauen, sie hat ganz moderne Verteilungseinrichtungen<lb/>
von Norden bis Süden, den langgezogenen Darm des Burgenlandes<lb/>
im Norden mit 210 KV-Leitungen und im Süden mit einer 110 KV-<lb/>
Leitung gut versorgt. Früher hatte sie überhaupt keine tragfähige<lb/>
Leitung. Die erste kam aus Neudörfl und 110 KV 1959, die zweite<lb/>
ist jetzt in Neusiedl an die 220 KV-Leitung nach Ungarn der Ver<lb break="no"/>bund angeschlossen und die dritte wird jetzt im Süden unten<lb/>
projektiert. Mit diesen Anspeisungen ist das Burgenland elektrisch<lb/>
eigentlich sehr aufgeschlossen. Natürlich werden jetzt die an<lb break="no"/>deren Transformatorenstellen und Verteilerstellen nach den neuesten<lb/>
Gesichtspunkten erstellt. Von 1959 bis 1971 wurde 1 Mia S für<lb/>
den Netzausbau ausgegeben. Da die BEWAG aber natürlich im Geld<lb/>
schwimmt, hat sie sich auch jetzt ein neues Verwaltungsgebäude<lb/>
mit 50 Mill. S errichtet. Ich hatte Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__113025">Horwath</rs> und vor<lb/>
allem auch die vollkommen angetretene Mannschaft der Abteilungs<lb break="no"/>leiter mit einer sarkastischen Bemerkung vielleicht ein bisschen<lb/>
<pb n="22-0959" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band22/22_1974-07-31_0959.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schockiert, sie aber ganz bewusst gemacht. Ich sagte gleich, als<lb/>
wir die Besprechung begannen, ich hoffe, dass die Leitungen so gut<lb/>
sind wie das riesige Bürohaus gross und teuer war. Die Arbeitsräume<lb/>
sind für die Angestellten phantastisch. Nicht nur klimatisiert mit<lb/>
einem herrlichen Blick nach aussen, hat auch jeder einen derartig<lb/>
geräumigen Arbeitsplatz, zwei sitzen in einem Zimmer, dass sich<lb/>
dies wahrscheinlich nur alle anderen Dienststellen in Eisenstadt wün<lb break="no"/>schen würden. Das einzige war und darüber hat es einen grossen<lb/>
Streit gegeben, dass die Direktion Grossraumbüros wollte, der Be<lb break="no"/>triebsrat dies ablehnte und man sich dann im Kompromiss dann<lb/>
mit Glaswänden geteilte Arbeitsräume einigte. Die Direktion wollte<lb/>
sicherlich eine entsprechende Überprüfung der Arbeiten durch den<lb/>
Abteilungsleiter im Grossraumbüro erreichen, der Betriebsrat wollte<lb/>
die abgesonderten Arbeitsräume, um doch weitestgehend den einzelnen<lb/>
Arbeitnehmer zu schützen. Interessant für mich war noch, als der<lb/>
Betriebsrat auch weitere zusätzliche Lohnforderungen durchbringen<lb/>
konnte. Für mich eigentlich leicht verständlich, da ja die<lb/>
Elektrizitätsgesellschaften <choice><choice><sic>insbesonder,</sic><corr>insbesondere? insbesonders?</corr></choice></choice> die die keine eigene<lb/>
Erzeugung jetzt finanzieren müssen, also nur zukaufen oder abge<lb break="no"/>schriebene Altanlagen haben, natürlich im Geld schwimmen. Obwohl ich<lb/>
bei meiner Ankunft ja bereits bei der Ankündigung durch <rs type="person" ref="#per__112014">Ehrbacher</rs><lb/>
erklärt habe, ich mache nur einen Kurzbesuch, um eine Reverenz den<lb/>
Landesgesellschaften zu erweisen, hatten die tatsächlich geglaubt,<lb/>
ich habe so viel Zeit um auch Südburgenland zu besuchen. Da sie<lb/>
sehr enttäuscht waren, dass ich nicht zuletzt wegen der Verordnung<lb/>
über den Zuckerpreis, die ich erst nach Ende der Preiskommission<lb/>
und deren Beschluss unterschreiben konnte, unbedingt nach Wien fahren<lb/>
musste, erklärte ich leichtfertigerweise, da hatten sie müssen einen<lb/>
Sonntag als Besichtigungstag festlegen. Da hätte ich mehr Zeit.<lb/>
Prompt sind die Burgenländer darauf eingestiegen und ich werde des<lb break="no"/>halb die Besichtigung am Sonntag nachholen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band22_1974-07-31_14">Die Preiskommission ist dann mit Ach und Krach zeitgerecht<lb/>
um 1/2 5 Uhr fertiggeworden. Doch hat <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> wieder Ängste ausge<lb break="no"/>standen, dass die Verordnung entsprechend auch rechtlich einwand<lb break="no"/>frei erstellt wird. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> selbst beklagt sich mit Recht, dass<lb/>
in der ganzen Preisgruppe kein guter Jurist ist, auf den er sich<lb/>
verlassen könnte. Ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, im<lb/>
Laufe von Jahrzehnten, wie er sich selbst ausdrückt, hier einen<lb/>
<pb n="22-0960" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band22/22_1974-07-31_0960.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Wandel zu schaffen. Ich werde allerdings schon sehr froh,<lb/>
wenn die Preisgruppe nicht nur rechtlich sondern auch preis<lb break="no"/>politisch mehr und besser initiativ wird. Mir schaudert auch,<lb/>
wenn ich daran denke, dass ich mit dieser Preisgruppe eine wirk<lb break="no"/>lich allumfassende Preisregelung oder auch nur Preispolitik ma<lb break="no"/>chen müsste. Vom Grunde her und von meiner Auffassungsseite<lb/>
– heute sagt man von der Philosophie – bin ich immer für<lb/>
die Sozialpartnerschaft eingetreten. Wenn ich mir das so richtig<lb/>
überlege, war es aber auch ein wirklich sehr praktischer Grund<lb/>
ohne die Mitwirkung der Interessensvertretungen glaube ich<lb/>
würde ich kaum imstande sein, die anfallenden Preisagenden<lb/>
sei es im Preisbestimmungsgesetz, sei es bei der Preisregelung<lb/>
ohne die Mitarbeiter der Interessensvertretungen insbesondere<lb/>
für mich der Arbeiterkammer einigermassen befriedigend zu lösen.<lb/>
Andererseits aber darf ich auch wieder nicht ungerecht sein,<lb/>
und muss anerkennen, dass die Preisagenden wo immer sie<lb/>
bis jetzt in jedem Ministerium ressortiert haben, immer nur als<lb/>
etwas lästiges empfunden wurden, das so schnell als möglich<lb/>
abgebaut oder für die Beamten gesehen, ständig reduziert wurde<lb/>
sowohl was die dort Beschäftigten betrifft als auch den Umfang<lb/>
der Preisregelung. Die Folge davon war, dass tüchtige Beamte<lb/>
gar nicht in diese Abteilungen gingen und wenn welche dort waren,<lb/>
sie versuchten in andere Arbeitsgebiete hinüberzuwechseln.<lb/>
Das Ergebnis war eine negative Auslese von Nieten oder Drücke<lb break="no"/>bergern, im ungünstigsten Fall eine Kombination von beidem.</p></div>
      <div type="back"><pb n="22_0952_01" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band22/22_1974-07-31_0952-01.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 31.7.1974</head>
            <gap reason="sampling"/>
         </div>
      </div></body>
      <back><listPerson><person xml:id="per__112567">
               <persName type="label">Christian, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Christian</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>HK</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97671">
               <persName type="label">Kreutler, Horst</persName>
               <persName><surname>Kreutler</surname><forename>Horst</forename></persName>
               <occupation>ÖMV, Dir. Fa. Semperit</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__108746">
               <persName type="label">Haffner, Konrad</persName>
               <persName><surname>Haffner</surname><forename>Konrad</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97570">
               <persName type="label">Hrdlitschka, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Hrdlitschka</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>AK, ÖIAG</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/128336552</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__113025">
               <persName type="label">Horwath, Eugen</persName>
               <persName><surname>Horwath</surname><forename>Eugen</forename></persName>
               <occupation>BEWAG</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97755">
               <persName type="label">Moser, Josef</persName>
               <persName><surname>Moser</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Bautenminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__107939">
               <persName type="label">Römer, Wolfgang</persName>
               <persName><surname>Römer</surname><forename>Wolfgang</forename></persName>
               <occupation>Beamter/Personalvertreter HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__111325">
               <persName type="label">Mock, Alois</persName>
               <persName><surname>Mock</surname><forename>Alois</forename></persName>
               <occupation>Abg. z. NR, Klubobmann, ÖVP</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97493">
               <persName type="label">Gröger, Adolf</persName>
               <persName><surname>Gröger</surname><forename>Adolf</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__125380">
               <persName type="label">Fridl, Josef</persName>
               <persName><surname>Fridl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>oö. SPÖ-Politiker</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97584">
               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98040">
               <persName type="label">Wais, Anton</persName>
               <persName><surname>Wais</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/1017902909</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97722">
               <persName type="label">Marhold, Helmut</persName>
               <persName><surname>Marhold</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/1035518031</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97429">
               <persName type="label">Feichtinger, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Feichtinger</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation>ÖMV</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/132912112</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__111754">
               <persName type="label">Steurer, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Steurer</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Vereinigung öst. Papierindustrieller</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97346">
               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/119083906</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__118868">
               <persName type="label">Palme, Liselotte</persName>
               <persName><surname>Palme</surname><forename>Liselotte</forename></persName>
               <occupation>Wirtschaftsjournalistin Die Presse, Profil</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__133370">
               <persName type="label">Soronics, Franz</persName>
               <persName><surname>Soronics</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation>LH-Stv. Burgenland, ÖVP</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__113022">
               <persName type="label">Fabrizii, Christoph</persName>
               <persName><surname>Fabrizii</surname><forename>Christoph</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97627">
               <persName type="label">Kienzl, Heinz</persName>
               <persName><surname>Kienzl</surname><forename>Heinz</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/119100339</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97469">
               <persName type="label">Gehart, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Gehart</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__98053">
               <persName type="label">Wanke, Otto</persName>
               <persName><surname>Wanke</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>SChef HM</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/12195126X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__112014">
               <persName type="label">Erbacher, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Erbacher</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>GD Verbund</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__110994">
               <persName type="label">Stepski-Doliwa, Gottfried</persName>
               <persName><surname>Stepski-Doliwa</surname><forename>Gottfried</forename></persName>
               <occupation>Präs. Vereinigung d. öst. Papierindustrie</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98010">
               <persName type="label">Teschl, Alfred</persName>
               <persName><surname>Teschl</surname><forename>Alfred</forename></persName>
               <occupation>Obmann Chemiearbeitergewerkschaft</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__137164">
               <persName type="label">Hiller, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Hiller</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>stv. Obmann Verband d. Zuckerindustrie Österreichs</occupation>
               </person>
            </listPerson></back></text>
</TEI>