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            <title type="main">Dienstag, der 28. Mai 1974</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_01">Dienstag, 28. Mai 1974</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_02">Ich hatte mit <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> vorbesprochen, man sollte für die Preis<lb break="no"/>senkungsaktion Min.Rat Dr. <rs type="person" ref="#per__140835">Degen</rs>, den stellvertretenden Leiter<lb/>
der Abteilung <rs type="person" ref="#per__112051">Singer</rs>, der auf Urlaub ist, heranziehen, so wie<lb/>
dies seinerzeit Ing. <rs type="person" ref="#per__139851">Zotter</rs> und <rs type="person" ref="#per__115011">Spitalsky</rs> gemacht haben. Zu meiner<lb/>
grössten Verwunderung war <rs type="person" ref="#per__140835">Degen</rs> auch im Urlaub. Die Geschäftseinteil<lb/>
lung wollte es zum Glück, dass in derselben Abteilung auch <rs type="person" ref="#per__115020">Welser</rs><lb/>
zugeteilt ist. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht<lb/>
sofort auf ihn verfallen bin, da ich annahm, dass wir ihm zu seiner<lb/>
konsumentenpolitischen Aktivität nicht auch noch diese Arbeit<lb/>
auflasten sollten. Nun blieb mir nichts anderes übrig und ich ent<lb break="no"/>deckte einen Mitarbeiter, der direkt darauf drängt, eine solche<lb/>
Aufgabe übertragen zu bekommen. Mit <rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> und ihm besprach ich<lb/>
sofort unsere weitere Vorgangsweise, die sich nicht sehr wesentlich<lb/>
von der seinerzeitigen Aktion, Anfang 1973, unterschied. Damals<lb/>
allerdings befürchtete man, dass durch die Einführung der Mehr<lb break="no"/>wertsteuer und die so starken Käufe im November/Dezember eine<lb/>
Flaute eintreten wird und man eben bei dieser Gelegenheit<lb/>
gleich eine Werbekampagne mit Preissenkungen von einzelnen Firmen<lb/>
in Angriff genommen werden sollten und könnten. Der Erfolg war damals<lb/>
auch nur ein optischer, die Käufer blieben nicht aus, sondern im<lb/>
Gegenteil, es entwickelte sich damals ein richtiggehender Boom.<lb/>
Was mich aber am meisten ärgert, war, dass ich mich nicht und<lb/>
sonst scheinbar niemand an diese Aktivität zeitgerecht erinnerte.<lb/>
Ich wusste nur, dass in einer roten Mappe alles Material liegen<lb/>
musste und als wir diese dann fanden, hatten wir ein gutes Kontaktma<lb break="no"/>terial zu den grossen Firmen. Wir werden mit allen wieder sofort<lb/>
Kontakt aufnehmen und ich werde auch einen ähnlichen Brief, nur auf<lb/>
den jetzigen Zweck abgestimmt, so wie damals wieder an alle schrei<lb break="no"/>ben.. Gen.Dir <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> bestätigte mir, dass die Ölfirmen am Mittwoch<lb/>
mit einen sehr brauchbaren und wie er glaubt auch wirklich weitest<lb break="no"/>gehenden Vorschlag machen werden. <rs type="person" ref="#per__97738">Meszaros</rs> hatte mir ja schon<lb/>
erzählt, dass er innerhalb der ÖMV sich durchgesetzt hat, dass<lb/>
man gar nicht erst viel kalkulieren soll, sondern eben 10 % die<lb/>
Ölpreise bis Ende September senken wird. Dies ist ein guter Start,<lb/>
weil damit die Heizölzuschläge von den vielen brennstoffintensiven<lb/>
Betrieben wegfallen, resp. zumindestens stark verringert werden<lb/>
müssen.</p><pb n="21-0650" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band21/21_1974-05-28_0650.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_03"><rs type="person" ref="#per__115020">Welser</rs> schlug auch Tiefkühlprodukte vor und ich setzte mich<lb/>
sofort mit Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__141619">Seiffert</rs> von der Unilever in Verbindung. Er<lb/>
versprach mir Unterstützung, weil sie froh sind, dass ich ihnen<lb/>
die Margarinepreisregelung ermöglicht habe und Dir. <rs type="person" ref="#per__97936">Seefranz</rs><lb/>
von Eskimo-Iglo rief mich auch dann sofort an und erklärte sich<lb/>
bereit, die Fischprodukte mit l. 6. zu senken. Er behauptet, von<lb/>
20.000 t Tiefkühlprodukten machen die Fische 4,5 t aus. Am<lb/>
meisten gesenkt wird Fischfilet von 28,50 auf 27.- S pro kg.<lb/>
Ich forderte <rs type="person" ref="#per__97936">Seefranz</rs> auf, dass man auch die Speiseeispreise zumindesten<lb/>
für vereinzelte Produkte senken sollte. <rs type="person" ref="#per__97936">Seefranz</rs> meint, hier be<lb break="no"/>stehe keine Möglichkeit, weil sie seit 1962 die Preise nicht erhöht<lb/>
haben und jetzt sogar eine Erhöhung für Stiel-Eis bei der Paritä<lb break="no"/>tischen Kommission liegen haben, da Magermilch um 6,5 Mill. S sich<lb/>
für sie verteuert hat. Sie werden maximal mit einer Besprechung<lb/>
zwischen Firma und <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs>, ÖGB, von dieser Preiserhöhung Abstand<lb/>
nehmen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_04">Beim Institutsessen habe ich <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> und <rs type="person" ref="#per__114075">Schmidt</rs> auf unsere neue<lb/>
Aktion festgelegt und <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> für die propagandistische Auswertung<lb/>
eingeschaltet. Bei der GÖC hatten wir wegen der Preissenkungsaktion<lb/>
eine Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__97505">Haberl</rs>, <rs type="person" ref="#per__97860">Rauter</rs> und dem neuen GÖC-Direktor <rs type="person" ref="#per__126949">Partik</rs>.<lb/>
Diese sagten zu, sie werden telegraphisch ihren preispolitischen Aus<lb break="no"/>schuss einberufen und nachdem wir ihnen unverzüglich eine Liste von<lb/>
wichtigen Waren, auf die wir Wert legen, geben sollten, eine Gross<lb break="no"/>aktion starten. Da wir diese Aktion nicht nur auf Lebensmitteln<lb/>
aufbauen wollen, kündigte ich ihnen an, dass ich mit den Textil<lb break="no"/>importeuren Verhandlungen führen würde und dort versuchen werde,<lb/>
5 % durchzusetzen. Wertvoll war, dass ich darauf hinweisen konnte,<lb/>
die Fa. Schöps wird sich mit einer solchen Aktion identifizieren,<lb/>
in diesem Fall meinte <rs type="person" ref="#per__97505">Haberl</rs>, da sie viel von Schöps beziehen, werden<lb/>
auch sie eine grosse Aktion starten. Ich bin sehr neugierig, ob dies <lb/>
tatsächlich der Fall sein wird, damit die Handelskammer mir nicht<lb/>
Illoyalität vorwirft, habe ich mit <rs type="person" ref="#per__115020">Welser</rs> besprochen, dass er ein<lb/>
Vis a vis – Dr. <rs type="person" ref="#per__112567">Christian</rs> – verständigt. Wir werden dies als konsu<lb break="no"/>mentenpolitische Aktivität ausgeben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs> : Bitte sei bei dieser Aussprache auch dabei, damit<lb/>
das besondere Interesse unterstrichen wird und<lb/>
vor allem einmal keine verschiedene Auslegung, nach<lb/>
dem ihr ja dann zwei seid, sich ergeben kann.</p><pb n="21-0651" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band21/21_1974-05-28_0651.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_06">In der Ministerratsvorbesprechung, die <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> führte, ergab<lb/>
sich nur eine Diskussion über die Vollzugsklauseln in Gesetz<lb break="no"/>entwürfen des Finanzministers. Im letzten Finanzausschuss hat<lb/>
es darüber bereits eine Diskussion gegeben. Der Verfassungsdienst<lb/>
steht auf dem Standpunkt, auf Grund des Bundesministeriengesetzes<lb/>
müsste jetzt auch die Verzugsklausel immer so lauten, nach Mass<lb break="no"/>gabe des Bundesministeriengesetzes. Die Parteien im Parlament<lb/>
aber auch die Bürokratien in den Ministerien, ganz besonders na<lb break="no"/>türlich im Finanzministerium, stehen auf dem Standpunkt, dass die<lb/>
bisherige Lösung, wonach jeder Rechtssuchende in der Vollzugs<lb break="no"/>klausel feststellen konnte, welches Ministerium im konkreten<lb/>
Paragraph dafür zuständig ist, sei zweckmässiger und blieb des<lb break="no"/>halb bei dieser Lösung. Der Verfassungsdienst hat ein Rundschrei<lb break="no"/>ben herausgegeben, wonach man aber nach dem Bundesministerienge<lb break="no"/>setz vorgehen sollte. <rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> wies insbesondere darauf hin, dass<lb/>
dies nicht eine Flausel des Verfassungsdienstes ist, sondern eben<lb/>
ein Gesetzesbefehl im Bundesministeriengesetz. Man einigte sich dann<lb/>
darauf, dass doch diese deklaratorische Bestimmung nicht mehr ange<lb break="no"/>wendet werden soll, sondern eben die bisherige Handhabung beibe<lb break="no"/>halten bleibt. Ich habe dies auch sofort mit <rs type="person" ref="#per__112956">Schwarz</rs> und <rs type="person" ref="#per__112948">Degi<lb break="no"/>scher</rs> besprochen und sie haben für die nächsten Gesetze, die be<lb break="no"/>reits im Parlament liegen Abänderungsanträge vorbereitet.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_07"><rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> berichtete von der Präsidialbesprechung im Nationalrat und<lb/>
stellte fest, dass für Gesetze, die noch in der Frühjahrssession<lb/>
gemacht werden müssten, bis 30. Mai die generelle Einbringungsfrist<lb/>
eingehalten werden sollte. Die ÖVP war aber bereit, bis 18.6.<lb/>
insbesondere für die Steuergesetze diese Frist zu erstrecken.<lb/>
Für die schon im Parlament liegenden Gesetzentwürfe wurden ent<lb break="no"/>sprechende Ausschussitzung vereinbart. Für das Preisbestimmungs<lb break="no"/>gesetz, Preisregelungsgesetznovelle 1974 und Preisbildungsgesetz<lb/>
der Entwurf, den bereits <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> im Vorjahr eingebracht hatte, er<lb break="no"/>klärte die ÖVP sich nur bereit, für den Verfassungsausschuss am<lb/>
6. Juni die Zustimmung zu geben, dass sie auf die Tagesordnung<lb/>
kommen, wenn bis dahin eine Einigung zwischen SPÖ und FPÖ erzielt<lb/>
wird. Ich erklärte rundweg, dass es unwahrscheinlich ist, bis zu<lb/>
diesem Zeitpunkt, wenn überhaupt jemals, eine Einigung zu erzielen.<lb/>
Der Klubvorstand wird sich jetzt über die weitere Vorgangsweise<lb/>
einigen müssen. Wenn wir auf einen deutlich sichtbaren Ablehnungs<lb break="no"/>erfolg hinarbeiten, müsste eine Befristung bei der nächsten<lb/>
<pb n="21-0652" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band21/21_1974-05-28_0652.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Sitzung beschlossen werden. Die Regierungsfraktion war dieser<lb/>
Meinung und <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> teilte sie ebenfalls. Die Entscheidung liegt<lb/>
allerdings jetzt im Parlament.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_08"><rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> berichtet, dass die oberösterreichische Hypothekenanstalt<lb/>
wo auch <rs type="person" ref="#per__126223">Tull</rs> als stellvertretender Oberkurator tätig ist, die<lb/>
Erhöhung der Wohnbaudarlehen über 10,5 % festgesetzt hat, womit<lb/>
sie eindeutig gegen das Wohnbauförderungsgesetz und deren Prak<lb break="no"/>tiken verstossen. Sie werden deshalb keinerlei Wohnbaukredite mehr<lb/>
geben und <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> fürchtet, dass viele Anstalten folgen werden, wonach<lb/>
die Wohnbautätigkeit vollkommen zum Erliegen kommen wird. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
wies darauf hin, dass immerhin so viele Wochenendhäuser als Zweit<lb break="no"/>wohnungen gebaut werden und dass man daher dieses Geld heranziehen<lb/>
müsse. <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> korrigierte, dass für Zweitwohnungen es auf Grund<lb/>
des Wohnbauförderungsgesetzes verboten ist, Wohnbaudarlehen wie sie<lb/>
für den Wohnbau vorgesehen sind, zu geben. Hier bemerkte ich zum<lb/>
ersten Mal, dass sicherlich infolge der Vielzahl seiner Agenden,<lb/>
nicht zuletzt aber auch dadurch bedingt, dass <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> sich immer<lb/>
wieder in Sachen dreinmischt, die ihn wahrscheinlich nur am Rande,<lb/>
wenn überhaupt etwas angehen, er nicht mehr die Gesetzeslage oder wenn<lb/>
man so will die Materie im einzelnen kennt. Das Problem nämlich ist<lb/>
mir auch aufgefallen, wonach wir an einem Wohnungsmangel leiden und<lb/>
gleichzeitig die Mikrozensuserhebung 200.000 Zweitwohnungen ergab.<lb/>
wenn auch ein Teil davon sicherlich kaum als ständiger Wohnsitz in Frage<lb/>
kommt, so nimmt man doch an, dass mindestens 100.000, die in den letz<lb break="no"/>ten 10 Jahren zugewachsene sind, sehr wohl nur einem Luxusbedürfnis<lb/>
entsprechen, während andere dringend Wohnraum benötigen. Mit dem<lb/>
derzeitigen Wohnbauförderungsgesetz kann man diesem Problem aber<lb/>
nicht zuleibe rücken.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_09"><rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> berichtet, dass er nun einen Bundesvorstandsvorschlag mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
besprochen hat, wonach – da die ÖVP die Nominierung ablehnt, er selbst<lb/>
den Obmann eines Verkehrsausschusses, wahrscheinlich dem der Eisen<lb break="no"/>bahner, ein tüchtiger ÖVP-Funktionär, vorschlagen wird, den Namen<lb/>
sagte er scheinbar bewusst nicht. Ebenso wird als vierter ein Inns<lb break="no"/>brucker ÖVP-ler, der auch Fachmann sein soll, nominiert werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> geht davon aus, ich habe ein diesbezügliches Telefon<lb break="no"/>gespräch gehört und er hat es uns dann nachher erklärt, dass er auch<lb/>
bei der Bestellung des VÖEST-Alpine-Vorstandes nicht den Vorschlag der<lb/>
<pb n="21-0653" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band21/21_1974-05-28_0653.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>VP akzeptiert hat sondern eben einen ÖVP-ler <rs type="person" ref="#per__139513">Sernetz</rs> als Fachmann<lb/>
eingesetzt und heute sei alles in Ordnung. Ich dagegen bin über<lb break="no"/>zeugt, dass die Verbitterung der ÖVP gegen ihn und in Hinkunft<lb/>
wahrscheinlich auch gegen <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> darauf zurückzuführen ist, dass<lb/>
man eben das Vorschlagsrecht der ÖVP in diesem Fall ad absurdum<lb/>
führt. Sie einigen sich innerparteilich auf ihre Kandidaten und von<lb/>
der Regierung oder SPÖ werden diese nicht anerkannt. Ich kann mir<lb/>
ungefähr vorstellen, wie auch wir geschäumt hätten und wahrschein<lb break="no"/>lich in einzelen Fällen auch haben, als die ÖVP-Alleinregierung<lb/>
so vorgegangen wäre resp. ist. Ich bin mir vollkommen klar darüber,<lb/>
dass wenn es nicht gelingt, in der Besetzung des Vorstandes der<lb/>
Donau ein Einvernehmen zu erzielen, wir den genaudenselben Krach<lb/>
im Handelsministerium haben werden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs> UND <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Bitte erkundigt euch, ob formell<lb/>
die Vorbereitungen getroffen sind, da wir ja im ersten Halbjahr 1974<lb/>
die endgültige Entscheidung nach der nö. Landtagswahl treffen müssen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_11"><rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> teilte mit, dass die Geschäftseinteilung nach Auffas<lb break="no"/>sung der Personalvertretungen in verschiedensten Ministerien<lb/>
ein Akt des § 9(2) wäre, daher das Einvernehmen herzustellen ist.<lb/>
Demgegenüber hat der Verfassungsdienst jetzt ein Gutachten aus<lb break="no"/>gearbeitet, wonach eindeutig dies als §§ (1) zu werten sei.<lb/>
Trotzdem ist damit zu rechnen, dass die Personalaufsichtskommission<lb/>
in jedem einzelnen Fall von der Personalvertretung angerufen wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Lass Dir bitte sofort das Gutachten kommen<lb/>
und übermittle es <rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs>, der es sicherlich kennt aber trotzdem<lb/>
offiziell von uns bekommen sollte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_13"><rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> berichtet und <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> ergänzt, dass der Rechnungshof<lb/>
jetzt bereits das neugegründete Armeekommando vom 1.7.1973 er<lb break="no"/>richtet, überprüft. Weniger aber was die Ausgaben betrifft, als<lb/>
ob damit nicht die Befehlshierarchie und Struktur zu ungunsten<lb/>
gewisser Dienststellen abgeändert wurde. <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> sieht darin<lb/>
einen politischen Akt. <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> wieder weist darauf hin, dass<lb/>
auch sofort nach Gründung ihrer Umweltschutzsektion entsprechende<lb/>
Überprüfungen erfolgten. <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> wieder sagt mir, dass<lb/>
der Rechnungsnhof bei ihm prüfen wollte, resp. ein Gutachten<lb/>
abgegeben hat, ob er gewisse Botschafter überhaupt in Staaten<lb/>
<pb n="21-0654" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band21/21_1974-05-28_0654.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>errichten dürfe. Dies alles kann unter dem Deckmantel, der<lb/>
zweckmässigen Sparsamkeit vom Rechnungshof gemacht werden,<lb/>
obwohl viele darin eine politische Absicht vermuten. Dass wir<lb/>
bis jetzt aus diesem Schussfeld herausbleiben, ist vielleicht<lb/>
doch darauf zurückzuführen, weil ich seinerzeit, wie wir die<lb/>
Reorganisation des Hauses begonnen haben, mit dem Rechnungs<lb break="no"/>hofpräsidenten <rs type="person" ref="#per__114610">Kandutsch</rs> und seinen Beamten Besprechungen ge<lb break="no"/>führt habe, die uns eigentlich in der Auffassung bestätigten,<lb/>
dass wir richtig liegen und darüberhinaus noch <rs type="person" ref="#per__114610">Kandutsch</rs> das Gefühl<lb/>
gaben, dass wir auf seine Initiative gehandelt haben, was wirklich<lb/>
nicht der Fall war.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_14">Im Ministerrat berichtete <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> nur über den Einsatz des<lb/>
UNO-Bataillons 76 Offiziere, 184<add>[194?]</add> Unteroffiziere und nur<lb/>
504 Mann. Ich sage deshalb nur 504 Mann, weil ich aus der Kriegs<lb break="no"/>zeit, wo ich beim Militär war, weiss, dass niemals solche hohen<lb/>
Offiziers- und Unteroffiziersbesetzungen üblich waren. 524 sind<lb/>
in Nahost und 240 in Zypern. Hauptproblem, es wurde allerdings nicht<lb/>
im Ministerrat besprochen, sondern einmal bei einer Vorbesprechung<lb/>
ist die Finanzierung dieses Bataillons. Theoretisch wird es von<lb/>
der UNO vergütet, doch weiss man nicht wann. Im Budget hat <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs><lb/>
für angeblich keine Post und hat sogar einmal gedroht, er müsse es<lb/>
zurückrufen, wenn er nicht bald von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> dafür Geld bekommen<lb/>
würde. Ich glaube nur, dass das eine unzweckmässige, weil nicht<lb/>
durchzuführende Drohung war.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_15">Im Institut konnte ich <rs type="person" ref="#per__133326">Krämer</rs> über den letzten Stand betreffend<lb/>
des Verbraucherpreisindex – Spitalgebühren – informieren und<lb/>
Krämer erkundigte sich dann und teilte mit, dass von Seiten des<lb/>
Statistischen Zentralamtes tatsächlich jetzt die Erhöhung wieder<lb/>
herausgenommen wurde. Dadurch könnte die Wiener Ziffern zu mindest<lb/>
würden dies gewährleisten, der Index unter 10 % bleiben. Leider<lb/>
muss ich gestehen, hat sich <rs type="person" ref="#per__133326">Krämer</rs> in der letzten Zeit, weil er<lb/>
die Ziffern der Bundesländer nicht genau kennt, geirrt. Ich<lb/>
hoffe, dass dies diesmal nicht der Fall sit.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_16">Mit der Fraktion des Bürges-Aufsichtsrates resp. Geschäftsführung<lb/>
resp. Beirates besprachen wir die weitere Vorgangsweise. Der Freie<lb/>
Wirtschaftsverband hat entsprechende Vorschläge ausgearbeitet,<lb/>
<pb n="21-0655" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band21/21_1974-05-28_0655.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>die Sektion II hat entsprechende Vorschläge ausgeschickt und<lb/>
insbesondere die Bürges, Dr. <rs type="person" ref="#per__113825">Steyrer</rs>, möchte ebenfalls, dass<lb/>
wir zu irgendwelchen Entschlüssen in absehbarer Zeit kommen.<lb/>
Ich stehe nach wie vor auf dem Standpunkt, dass im Jahre 1974<lb/>
es unzweckmässig wäre, grosse Zugeständnisse zu machen. Wie immer<lb/>
wir die Bürges reformieren, dürfte dies erst nächstes Jahr wirksam<lb/>
werden. Trotz aller Schwierigkeiten, die eine Umstellung mit<lb/>
sich bringen würde, hätte ich am liebsten eine ähnliche Aktion,<lb/>
wie wir sie bei der Komfortzimmeraktion derzeit handhaben.<lb/>
Mit der Gewerbestrukturgesetz-Konstruktion müssen wir infolge des<lb/>
8 % Kreditlimits in der nächsten Zeit sowieso konkrete Verhandlungen <lb/>
führen und entsprechende Änderungen durchführen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Wenn <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> wieder hier ist, sollen wir drei<lb/>
uns zusammensetzen, um einen endgültigen<lb/>
Zeitplan festzulegen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_18">Bei der Süsswaren- und Konservenarbeiter-Konferenz in der LUGA<lb/>
berichtete ich den Kollegen über ihr spezifisches Gebiet, nämlich<lb/>
ihre Wirtschaftslage und die Absichten des Handelsministeriums<lb/>
zur Absicherung der Arbeitsplätze. Es gab keine lebhafte Dis<lb break="no"/>kussion, aber die Schokolade-Waren-Erzeuger sind beunruhigt, wegen<lb/>
der irrsinnig hohen Kakaopreise und der gleichzeitigen Schwierigkeit,<lb/>
überhaupt Rohmaterial zu bekommen. Die Konservenarbeiter rechnen<lb/>
damit, dass auch dann wenn die Arbeiterkammer grössere Schwierigkeiten<lb/>
macht doch zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze mit den Kammern gemeinsam<lb/>
ein System gegen Überflutung mit Ostware finden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Wieweit wird der Vorschlag <rs type="person" ref="#per__97676">Tommy Lachs'</rs>, den<lb/>
wahrscheinlich auch <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> akzeptiert, in<lb/>
meinem Haus jetzt vorbereitet ?</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_20">In der ÖGB-Fraktion ersuchte mich <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> ich sollte über<lb/>
die Preisentwicklung referieren. Interessant hat sich dann zu<lb/>
meinen Ausführungen nur <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> gemeldet, der sie aber auch nur<lb/>
ergänzte. Er meinte sogar, es wäre ganz gut, dass wir jetzt im Mai<lb/>
und Juni durch die Wahlen politische Spannung haben, weil dadurch<lb/>
die Preisentwicklung nicht mehr so das Tagesgeschehen auch unserer<lb/>
Funktionäre beherrscht. Bezüglich der Preisgesetze ist er für eine<lb/>
Fristsetzung auf alle Fälle schneller als dies beim ORF-Gesetz<lb/>
der Fall gewesen ist. Da sich keine Diskussion eben ergab, brauchte<lb/>
ich auch kein Schlusswort halten, man kann diese für mich einmalige<lb/>
<pb n="21-0656" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band21/21_1974-05-28_0656.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Erscheinung entweder darauf zurückführen, dass ich so restlos und<lb/>
befriedigend referierte oder dass auch unsere Spitzenfunktionäre<lb/>
schon der Preisentwicklung müde sind.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_21">Bei der Vorbereitung über die Bundesvorsandsresolution schlug<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111740">Dallinger</rs>, Privatangestelltengewerksehaft, vor, dass wir auch eine<lb/>
Bemerkung über die Anhebung des Eckzinsfussessatzes machen. Gen.Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114047">Flöttl</rs> von der BAWAG meinte, dass eine allgemeine Verteuerung gar<lb/>
nicht kommen müsste, weil den 90 Mia gesetzlicher Bindung den Kredit<lb break="no"/>apparat 220 Mill. sonstige zur Verfügung stehen. In der BAWAG-Bilanz<lb/>
selbst scheinen ca. 1 Mia Zinserträge auf, die allerdings nicht<lb/>
nur die 150 Mill. Personalkosten sondern auch noch wesentlich andere<lb/>
Belastungen mittragen müssen. Trotzdem hätte die BAWAG ihren Kredit<lb/>
für den kleinen Mann nicht verteuert, sondern 0,4 % pro Monat<lb/>
beibehalten. Die Zentralsparkasse aber hätte am Anfang des Jahres<lb/>
von 0,45 ihn auf 0,5 bereits erhöht. Jetzt aber würde im Zuge<lb/>
der Eckzinsfusserhöhung doch auch hier eine Verteuerung eintreten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Niemand bei uns im Hause verfolgte diese<lb/>
Kredit- und Zinspolitik, die letzten Zusammen<lb break="no"/>stellungen stammen vom VKI. Dies gehört geändert</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_23">Minister <rs type="person" ref="#per__118213">Avram</rs> habe ich bei der Fahrt nach Wien noch einmal ausein<lb break="no"/>andergesetzt nachdem ich vorher bereits den rum. Botschafter und<lb/>
Herren der rumänischen Seite aufmerksam gemacht habe, dass ich<lb/>
für die Pfingstfeiertage selbstverständlich dem Gast zur Verfügung<lb/>
stehe. Insbesondere verwies ich darauf, dass am Samstag ich jederzeit<lb/>
zu einer Stadtbesichtigung oder irgendwelchen sonstigen Aktivitäten<lb/>
bis zum Abflug mich gerne zur Verfügung stellen würde. Ich bin<lb/>
wirklich unglücklich, dass ich unter der Woche nicht die Zeit habe,<lb/>
die notwendig wäre, um einem Gast zur Verfügung zu stehen. Samstag/<lb/>
Sonntag dagegen sind scheinbar die Ausländer verschüchtert, die Gast<lb break="no"/>freundschaft in Anspruch zu nehmen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Bitte weise in Hinkunft stärker als bisher<lb/>
auf diese Möglichkeit bei Programm<lb break="no"/>besprechungen hin.</p><pb n="21-0657" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band21/21_1974-05-28_0657.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_25">Die Aussenhandelsstellenleiter nichtarabischer afrikanischer Staaten<lb/>
berichteten über ihre Tätigkeit und gaben insbesondere über die<lb/>
Verhandlungen, die sie jetzt in Österreich mit Firmen wegen Aus<lb break="no"/>weitung des Exportes oder Importes geführt hatten. Interessant<lb/>
war, dass der Aussenhandelsstellenleiter Johannesburg, Dr. <rs type="person" ref="#per__140869">Puxkandl</rs><lb/>
den ich wegen Rhodesien fragte, mir eine sehr interessante Erklä<lb break="no"/>rung gab. Er berichtet, dsss alle anderen Staaten ebenfalls in Rho<lb break="no"/>desien Geschäfte tätigen, wir aber nur deshalb im Sanktionen<lb break="no"/>ausschuss angegriffen wurden, weil eine Banktransaktion von einem<lb/>
Direktor das auslösende Moment war. Ich erlangte von <rs type="person" ref="#per__140869">Puxkandl</rs><lb/>
eine ins Detail gehende schriftliche Information zu meinem persön<lb break="no"/>lichen Gebrauch. <rs type="person" ref="#per__97474">Gleissner</rs> wollte unbedingt diese Information<lb/>
einschränken auf Aktivitäten, die andere Staaten in Rhodesien ent<lb break="no"/>wickeln. Ich erklärte dezidiert, dass auch ich die Darstellung<lb/>
wegen der österr. Falles im Detail wünsche, auch dann, wenn <rs type="person" ref="#per__97474">Gleiss<lb break="no"/>ner</rs> erklärt, die VÖEST würde mir sowieso alle Detailinformationen<lb/>
geben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Bitte setze Dich mit Dr. <rs type="person" ref="#per__140869">Puxkandl</rs> resp.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97474">Gleissner</rs> ins Einvernehmen, ich bestehe<lb/>
auf diese Information.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_27">Bei unserer Klubsitzung im 3. Bezirk war die Diskussion deshalb so<lb/>
interessant, weil ich wieder einmal bestätigt bekommen habe,<lb/>
dass unsere Funktionäre nur angreifen wollen und Aggressivität lieben.<lb/>
Ich habe die Diskussion zwischen den Parteien im Fernsehen nicht<lb/>
gesehen, doch soll sie, wie ich aus den Zeitungen dann entnommen<lb/>
habe, sehr wenig ergiebig gewesen sein, weil man sich eben über<lb/>
Sachprobleme weder im Detail unterhielt sondern gegenteilig, nur<lb/>
gegenseitige Vorwürfe machte. Wenn auch die Funktionäre Kampf lieben<lb/>
die breite Masse der Bevölkerung möchte Ergebnisse.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band21_1974-05-28_28"/></div>
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            <head>Tagesprogramm, 28.5.1974</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 119. Ministerratssitzung, 28.5.1974</head>
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               <persName type="label">Spitalsky, Hannes</persName>
               <persName><surname>Spitalsky</surname><forename>Hannes</forename></persName>
               <occupation>VKI</occupation>
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               <persName type="label">Gehart, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Gehart</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
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               <persName type="label">Wanke, Otto</persName>
               <persName><surname>Wanke</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>SChef HM</occupation>
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               <persName type="label">Tull, Stephan</persName>
               <persName><surname>Tull</surname><forename>Stephan</forename></persName>
               <occupation>erst SPÖ-, dann "wilder" NR-Abg.</occupation>
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               <persName type="label">Meszaros, Kurt</persName>
               <persName><surname>Meszaros</surname><forename>Kurt</forename></persName>
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               <persName type="label">Androsch, Hannes</persName>
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               <occupation>Finanzminister</occupation>
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               <persName type="label">Welser, Günther</persName>
               <persName><surname>Welser</surname><forename>Günther</forename></persName>
               <occupation>Büro Staribacher, HM; Pro-Zwentendorf-Kampagne</occupation>
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               <persName type="label">Degischer, Klaus</persName>
               <persName><surname>Degischer</surname><forename>Klaus</forename></persName>
               <occupation>Sekt.R HM</occupation>
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               <persName type="label">Kirchschläger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Kirchschläger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Außenminister, Bundespräsident</occupation>
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               <persName type="label">Rösch, Otto</persName>
               <persName><surname>Rösch</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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