<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="staribacher__19740208.xml" prev="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19740207.xml" next="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19740211.xml" xml:base="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title type="main">Freitag, der  8. Februar 1974</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
            <respStmt>
               <resp>Conversion to TEI</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Digitisation, OCR correction and named entities tagging</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
            <availability>
               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band19_1974-02-08</idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date when="1974-02-08">Freitag, 8. Februar 1974</date>
         </creation>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change type="creation" when="2016-11-10">exported as basic TEI from corrected tesseract output.</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">cleaned automatic tesseract-export by cleanExport.xsl script</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">moved first pb element out of attachment divs by cleanExport-patch2.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-11" who="acdh:ds">find and note personalAgenda as a subtype cleanExport-patch.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-19" who="acdh:ds">whitespace in paragraphs, lb and pb fixes by cleanExport-patch3.xsl</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
   <text xml:base="http://192.168.0.9/staribacher/src/scans/Band19/">
      <body>
         <pb n="19-0194" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0194.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_01">Freitag, 8. Feber 1974</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_02">Das Gespräch mit den Mineralölfirmen nimmt jetzt schön langesam<lb/>
operettenhaften Charakter an. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> sieht sich veranlasst, als<lb/>
Generalsekretär der Handelskammer mit dem Fachverband aber mit<lb/>
allen Firmen vorzusprechen, um auf die Dringlichkeit bei Erledi<lb break="no"/>gung des Ölpreises hinzuweisen. Die Unternehmer von der ÖVP, Gen.Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> aber auch <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs> und andere der Internationalen erklären<lb/>
mir immer verzweifelt, wie sie auf der anderen SEite kämpfen,<lb/>
damit endlich eine objektive Berichterstattung und vor allem<lb/>
ein objektives Preisverfahren ermöglicht werden kann. Gleichzeitig<lb/>
kann ich abr immer wieder auf Artikeln und Äusserungen hinweisen,<lb/>
die genau das GEgenteil erwarten lassen. Schliesslich sieht sich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> veranlasst, <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> und die anderen Herren zu ersuchen, sie<lb/>
mögen sich mit der auch der Bundesparteileitung dort mit Bundes<lb break="no"/>obmann <rs type="person" ref="#per__97917">Schleinzer</rs> ins Einvernehmen sezten, weil er bis jetzt in seine<lb/>
eigenen Reihen nicht durchgedrungen ist. Ich ersuche <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, seinen<lb/>
ganzen Einfluss geltend zu machen, damit auf der Ebene der<lb/>
Sozialpartnerschaft, dort ist er ja ziemlich autonom und nicht<lb/>
abhängig von der Bundesparteileitung, die nichtpreisgeregelten<lb/>
Mineralölprodukte spätestens bis 22. Feber zur nächsten Paritätischen<lb/>
Kommission so weit haben sollte, dass sie dort behandelt werden<lb/>
können. Die Ölgesellschaften sehen darin die Hoffnung, dass am<lb/>
22. Feber villeicht der Ölpreis schon erledigt sein wrid. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
lehnt aber ganz entschieden ab, dass bevor der offizielle Preis<lb/>
inder Preiskommission geregelt wird, die sogenannten freien Preise<lb/>
in der Paritätischen Kommission früher zu bestimmen. Ich bin mir scho<lb/>
klar, dsss es Zug um Zug gehen wird, möchteaber, dass vor allem<lb/>
nicht eine grössere Differenz an Zeit aber auch an Erhöhungsausmass<lb/>
zwischen der amtlichen Preiskommission un-d der Paritätischen<lb/>
Kommission besteht. Bis jetzt haben die Ölfirmen ihre Politik<lb/>
im Geheimen machen können. Ich habe letzten Endes alle ihre Vor<lb break="no"/>schläge akzeptieren müssen, es hat ja sicherlich auch keinen anderen<lb/>
Ausweg aus der Ölkrise gegeben, musste aber dafürallein in der<lb/>
Öffentlichkeit geradestehen. Jetzt ist es ein wenig umgekehrt, jetzt<lb/>
greift mich zwar der nö. Volksblatt als Ölminister an, weil ich<lb/>
nicht die Vorschläge der Opposition akzeptiere, dch kann ich jetzt<lb/>
zuwarten und die Ölfirmen stehen allein jetzt momentan in ihrem<lb/>
Kampf. Aus dieser Situation werden witr schwer herauskommen. Eines<lb/>
<pb n="19-0195" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0195.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ist mir auf alle Fälle klar: Die öffentliche Meinung wird sich<lb/>
früher oder später gegen die Pickerl-Tage wenden. In diesem Fall<lb/>
werde ich dann früher oder später doch nachgeben müssen, hoffentlich<lb/>
haben wir dann so einigermassen die 280.000 t Benzin auf Lager,<lb/>
weil ich dann den Nachweis erbringen kann, dass in Österreich<lb/>
niemand bereit ist, für eine Bevorratung wirklich anzusparen.<lb/>
Seit Jahren trommelt die Opposition, dass wir Vorräte anlegen sollen<lb/>
seit Monaten wurde immer darauf hingewiesen, dass die Ölkrise viel<lb/>
leichter zu ertragen gewesen wäre, hätten wir Vorräte gehabt, Jetzt<lb/>
wo wir für den Sommer ansparen sollen, fallen alle um.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Wie könnte man dies propagandistisch besser<lb/>
heruasarbieten, ohne in den Verdacht zu kom<lb break="no"/>men, wieder nur eine Verteidigung von dem<lb/>
angeschlagenen <rs type="person" ref="#per__97985">Staribacher</rs> zu machen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_04">Bei der Vorbesprechung über die Aussprache mit den bäuerlichen<lb/>
Interessensvertretungen und Organisationen, meinte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, die<lb/>
wichtigste Frage sie die Lösung des Überstandes an Rindern. Die<lb/>
Viehzählung ergab 104.000 Rinder mehr, wobei 50.000 jetzt sehr stark<lb/>
auf den Markt drücken. 25.000 sollen durch eine Aktion – der Finanz<lb break="no"/>minister will dafür zu den schon bestehen 50 Mill. noch 100 Mill.<lb/>
dazugeben, unverzüglich aus dem Markt genommen werden. Der Orien<lb break="no"/>tierungspreis in Italien wurde jetzt um 9 – 11 % angehoben und<lb/>
zu den derzeit 3.47 S kommen nun 2,37 dazu, sodass insgesamt 5.84 S<lb/>
ohne den 16 % Zoll aus Ausfuhr belasten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_05">Die Preiswünsche bei Zucker wird nach Auffassung Kreiskys zwischen<lb/>
Arbeiterkammer und Bauern zu lösen sein, die Milchpreisregelung<lb/>
müsste man aber in Angriff nehmen. <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> erklärt, dass die<lb/>
15 %-ige Lohnerhöhung 160 Mill. S ausmachen wird, die ich natürlich<lb/>
bei dieser Preiserhöhung gleich inbegriffen sein müssen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_06">Die Verwendung von gefärbtem Ofenöl für die Traktoren der Bauern<lb/>
stösst nach wie vor auf heftigsten Widerstand von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>. Er<lb/>
ist bereit, die Differenz, welche die Bauern bei VErwendung von<lb/>
Diesel derzeit tragen müssen, nämlich 200 Mill. zu den 387 Mill.<lb/>
dazuzuzählen und die Stützung wesentlich zu erhöhen.</p><pb n="19-0196" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0196.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_07">Bei den Bauernbesprechungen ergibt sich, dass <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> als<lb/>
Sprecher des Bauernbundes alle offenen Fragen zur Sprache bringt,<lb/>
auch eine Regelung für die Getreidepreise, wobei er insbesondere<lb/>
kritisiert, dass seinerzeit der Roggenpreis zurückgestellt wurde<lb/>
da Brot zu indexwirksam sei, dann aber die Lohnerhöhung der Bäckerei<lb break="no"/>arbeiter zum ANlass genommen wurde, um sehr wohl den Brotpreis<lb/>
zu erhöhen. Auch bei den Eier- und Geflügelpreisen müsste etwas ge<lb break="no"/>schehen und die Inlandsversorgung sichergestellt werden. Gleichzei<lb break="no"/>tig verlangt <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> eine Bremsung der Kostensteigerung und<lb/>
sieht in der Verwendung von Ofenheizöl für die Traktoren einen<lb/>
WEg. Darüberhinaus aber meint er, müsste für die Benzinrückver<lb break="no"/>gütung, von denen 75 % im Bergbaugebiet zurückfliesst, eine<lb/>
Punktelösung, wie sie dezreit besteht, unbedingt aufrechterhalten<lb/>
bleiben. Die Mehrwertsteuer müsste durch Erhöhung des Vorsteuer<lb break="no"/>abzuges von 6 % auf 8 % erhöht werden, gleichzietig aber auch<lb/>
die Mehrwertsteuer für Handelsdünger z.B. auf 8 % gesenkt,<lb/>
wenn nicht überhaupt auf Null.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_08"><rs type="person" ref="#per__122971">Zillner</rs> für die Freiheitlichen Bauern möcht,e dass der Milchpreis<lb/>
mit 70 Groschen abgehoben wird. Er glaubt ein besonderws gutes<lb/>
Bonmot zu bringen, als er erklärt, wenn sich schon die Ölscheichs a<lb/>
Österreich bereichern , so dürfte sich nicht der österr. Ölscheich<lb/>
auch noch in eine Reihe mit den Arabern stellen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_09">Der Allgemeine Bauernverbandvertreter weist darauf hin, dsss der<lb/>
Weltmarktpreis für Weizen jetzt 4.- S beträgt und dass nach ihren<lb/>
Berechnungen nach dem Schema des Landwirtschaftsministeriums der<lb/>
Milchpreis um 71 Groschen erhöht werden müsste, obwohl sie<lb/>
das Schema nicht anerkennen. <rs type="person" ref="#per__122042">Weissel</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> vom Arbeitsbauernbund<lb/>
spricht sich ganz entschiedne für die Verwendung von Ofenöl für<lb/>
die Bauern aus.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_10"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint nacht der ersten Runde sollten jetzt die Minister<lb/>
antworten. <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> verweist nur dass die Bauern auch 1973 eine wei<lb break="no"/>tere Verbesserung erreichen konnten wie die landwirtschaftlichen<lb/>
Buchführungsbetriebe und deren Ergebnisse zeigen. Ein wirkliches<lb/>
Problem seien insbesondere die Viehabsatzstockungen. Die Italiener<lb/>
würden normal 750.000 t importieren, haben aber 1973 einen ge<lb break="no"/>ringeren Bedarf um 4 kg gehabt und deshalb weniger als 200.000 t<lb/>
erspart, gleichzetiig aber auch noch infolge ihrer Agrarpolitik<lb/>
<pb n="19-0197" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0197.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>1 Mill. Stück Kühe zusätzlich geschlachtet, was weitere 200.000 t<lb/>
ergab.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_11">Ich verwies darauf, dass die Preiswünsche jetzt in meinem Ressort<lb/>
liegen und unverzüglich bereits jetzt in Arbeit genommen wurden.<lb/>
Da die Bauern sich gegen das Milchschema ausgesprochen haben, d.h.<lb/>
zumindestens nachdem der Bauernbund sofort erklärte, er sei dafür<lb/>
keine einheitliche Auffassung aber mit anderen Bauernvertretungen<lb/>
zu erreichen sei, erkläre ich, dass ich dieses Schema in Hinkunft nicht<lb/>
mehr als Richtschnur annehmen möchte. Zucker könnte erst der Preis<lb/>
für die neue Ernte verhandelt werden, da nach Auffassung der Arbei<lb break="no"/>terkammer die Fabriken einen Übergewinn haben und eine Zuckerpreisre<lb break="no"/>gulierung für die abgelaufene Kampagne nicht mehr möglich sei.<lb/>
Bei Getreide schlageich neuerdings vor, ob wir nicht zu einer Auf<lb break="no"/>lockerung der amtlichen Preisregelung kommen könnten, dass aber von<lb/>
Präsident <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs>, <rs type="person" ref="#per__113056">Bierbaum</rs> erklärt wird, der aber scheinbar nicht<lb/>
zustimmt. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> verweist darauf, dass die Bauern allein durch<lb/>
die günstige Steuerpauschalierung gut abschneiden. Dort wird für<lb/>
den ha besten Bodens 20.000 S gerechnet, während die landwirt<lb break="no"/>schaftliche Buchführungsgesellschaft selbst 28.000 S ausweist.<lb/>
Eine Erhöhung des Mehrwertsteuerabzuges von 6,6 auf 8 % würde<lb/>
720 Mill. S geringere Bundesabgaben bringen. Die Handelsdünger<lb break="no"/>herabsetzung der 16 %-igen Mehrwertsteuer 240 Mill. oder gar wie ge<lb break="no"/>wünscht auf Null 480 Mill. Der halbe Mehrwertsteuersatz, der ins<lb break="no"/>besondere auch von freiheitlichen Bauern verlangt wird 160 Mill.<lb/>
die Treibstoffverbilligung, die an und für sich unbestritten ist<lb/>
weitere 200 Mill. Insgesamt ergibt dies auf der Kostenseite einen<lb/>
Ausfall des Bundes von 1.560,000.000 S, Dazu kämen noch die<lb/>
höheren Pensionslasten für die Angleichung der Zuschussrentner<lb/>
an die Bauernpension von 1 – 1,5 Mia S sodass insgesmt der Bund<lb/>
eine Belastung 2,5 bis 3 Mia zu tragen hätte. Demgegenüber seien<lb/>
die Belastungen der Konsumenten durch Preissteigerungen und so weiter<lb/>
nur 1,6 bis 2 Mia S. INterssant ist, dass <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> so wie im<lb/>
April 1973 jetzt auf im Feber 1974 eine Aufstellung der Budget<lb break="no"/>belastung der Landwirtschaft gibt. Er verweist darauf, dass für För<lb break="no"/>derung damals 1,5 Mia Preisstützung damals 2,5 Mia Milchwirtschafts<lb break="no"/>fondsabgang eine halbe Mia, insgesamt also 4,5 Mia, 1974 5,6 Mia<lb/>
dafür aufgewendet werden sollen. Dagegen reduziert sich nach seinen<lb/>
Angaben die soziale Leistung von 4,4 Mia auf 2,8 Mia. Die Familien<lb break="no"/>leistung ist von 1,8 Mia auf 1,5 Mia gesunken. Insgesamt ergibt<lb/>
<pb n="19-0198" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0198.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>1973 10,7 Mia die Budgetbelastung gegen 1974 von 9,9 Mia. Sicher<lb/>
sind solche approximative Berechnungen nicht auf einen Millop genau<lb/>
zu eruieren. Mir erscheint aber die Verschiebung nicht ganz<lb/>
plausibel. Ich kann mir nicht vorstellen,dass für die Marktleistung<lb/>
Förderung und Preisstützung und Milchwirtschaftsfonds Abgang statt 4,5<lb/>
Mia heuer um nur 1,1 Mia mehr aufgewendet werden soll. Anderer<lb break="no"/>seits kann ich mir die Familienbeihilfe von 1,8 Mia auf 1,5 Mia<lb/>
nicht erklären. Die Bauern dürften aber die Ziffern aus 1973<lb/>
nicht parat haben und gehen deshalb auf diese Aussagen von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
gar nicht ein. Sie möchten unter allen Umständen <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> für die<lb/>
Enquete über die Verwendung von Ofenheizöl bei guter Laune halten<lb/>
und drängen daher nur auf Lösung dieses Problems. DAbei berufen sie<lb/>
sich natürlich immer wieder auf die Äusserungen <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs>, der<lb/>
dezidiert am Linzer Parteitag nach irher AUffassung beretis eine<lb/>
Verwendung zugesagt hat. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat sich sehr geschickt darauf vorbe<lb break="no"/>reitet, indem er eine von der Partei gedruckte Aussendung über die<lb/>
Linzer Aussage zur Verfügung hat, aus der ersichtlich ist, dass er<lb/>
sich zwar sehr positiv dafür ausgesprochen hat aber doch noch<lb/>
in einem Nebensatz erwähnte, es sei zu prüfen. Jetzt meinte er,<lb/>
müsse er wie seinerzeit Bundeskanzler <rs type="person" ref="#per__97852">Raab</rs> sagen, er sei nicht<lb/>
durchgekommen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_12">Die weitere Debatte wird insbesondere durch die sozialpolitischen For<lb break="no"/>derung der Bauern Angleichung der Zuschussrentner an die Bauernpension<lb/>
von Häuser eingeleitet, der erklärt, es müsste 5 Jahre Zeitraum zur<lb/>
Lösung dieser offenen Fragen veranschlagt werden. Die Bauernvertre<lb break="no"/>ter sind über diese Vorgangsweise von <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> neuerdings sehr erbost,<lb/>
weil er ihnen kien konkretes Datum angibt, wann ednlich dise<lb/>
Angeleichung erfolgen könnte. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> verweist mit Recht darauf, dass<lb/>
er viele offene Fragen hier zu lösen hat, denn es sei unmöglich,<lb/>
dass man den Zuschussrentnern eine so weitgehende Zusicherung gibt,<lb/>
ohne gleichzeititg auch der Problem zu lösen, das gewerblichen<lb/>
Arbeiter, die Zweidritteldeckung oft nicht aufbringen und dann<lb/>
obowhl sie jahrelang in die Pension eingezahlt haben, keine richtige<lb/>
Pension bekommen können. Die Bauern dagegen würden mit ganz kurzen<lb/>
Beitragsleistungen dann in eine Pension und deshalb wesentliche Besser<lb break="no"/>stellung kommen. Dies sei auch der Grud, warum die ganze Angleichung<lb/>
nicht einige Dutzend Millionen S wie die Bauern immer wieder sagen<lb/>
sondern für alle ca. 1,3 bis 1,5 Mia S kosten. Da sich die Diskussion<lb/>
jetzt bald in der Sozialpolitik festrennen würde, meinte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>,<lb/>
<pb n="19-0199" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0199.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>man sollte jetzt doch einen Punkt nach dem anderen durchgehen,<lb/>
um zu einem positiven Abschluss zu kommen. Insbesondere meint er,<lb/>
es müssten 25.000 Stück Rinder jetzt von den Bauern aufgekauft<lb/>
werden udn er schlägt deshalb vor, der Landwirtschaftsminister sollt<lb/>
unverzüglich mit den Verhandlungen beginnen und aber eine Lösung<lb/>
dahingehend finden, dass aus der inländische Konsument für diese<lb/>
100 Mill. S zusätzlicher Stützung etwas abbekommt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
formuliert hier sehr vorsichtig, weil er scheinbar selbst<lb/>
nicht ganz überzeugut ist, dass <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> eine solche zweckmässige Aktion<lb/>
wird zustandebringen. BEtreffend der Preisanträge verweist er<lb/>
darauf, dass sie hie mir in besten Händen sind, dnn er hat ja nicht<lb/>
zuletzt auf Grund der ERfahrung, die ich in meiner bisherigen<lb/>
Tätigkeit, bevor ich Minister wurde, vorgesehen gehabt, dass ich<lb/>
das Landwirtschaftsressort übernehmen sollte. Diese Bemerkung<lb/>
war für mich selbst sehr überraschend und zeigt mir, dass er<lb/>
nicht zuletzt durch die Bemerkung von <rs type="person" ref="#per__140190">Nowotny</rs> in dem<lb/>
seinerzetiigen Kronenzeitungs-Artikel jetzt alles das aufklären<lb/>
will, was dort an Behauptungen in den Raum gestellt wurde.<lb/>
Ich habe heute mehr denn je den Eindruck, dass es ihn sehr hart<lb/>
getroffen hat, als ich erklärte, dass meine wahren Freunde mich<lb/>
vor dieser Aufgabe, nämlich Berufung zum Landwirtschaftsminister,<lb/>
bewahrt haben. <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> möchtenur sichergestellt haben,<lb/>
dass erstens nicht der Milchpreis in einer bestimmten Grösse<lb/>
inAussicht genommen wird, dann die Lohnerhöhung davon abgezogen<lb/>
werden muss un-d der REst für die Erzeugerpreise reserviert wird.<lb/>
Eine Vorgangsweise, die sich in den vergangenen Jahren immer<lb/>
wieder so abgespielt hat und von dem ich annehme, dass es<lb/>
acuh diesmal nicht anders sein wird. Trotzdem werde ich natürlich<lb/>
versuchen, optisch einen anderne Weg einzuschlagen. Ganz besonders<lb/>
aber spricht sich <rs type="person" ref="#per__97743">Minkowitsch</rs> dagegen aus, dass gleichzetiig mit<lb/>
der Milchpreiserhöhung vorgesehen wird, dass eine grössere Milch<lb break="no"/>anlieferung dann den Milchkrisengroschen automatisch anhebt. Auf<lb/>
diese Äusserung gehe ich nicht ein, aber <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> bemerkt mit<lb/>
REcht, dass es ja eine Vereinbarung zwischenden Bauernvertretern un<lb/>
der Regierung diesbezüglich gibt. Niemand achtet darauf, dass diese<lb/>
Vereinbarung bis Jahresende befristet ist. Vielleicht allerdings<lb/>
will niemand ieses Problem zur Sprache bringen. Da ich nicht<lb/>
bereit bin, auch nur für einen einzigen Preiswunsch einen endgül<lb break="no"/>tigen Termin zu fixieren, meint <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, es wird wohlwollend im<lb/>
Handelsministerium geprüft. Sicher ist, dsss ich den Milchpreis<lb/>
<pb n="19-0200" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0200.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>als erstes werde machen müssen, da ja auch die Lohnbewegung der<lb/>
Arbeiter in irgendeiner Weise auf den Milchpreis überwälzt werden<lb/>
muss. Überraschend für mich, drängten die Bauernvertreter nicht<lb/>
auf eine Zuckerpreiserhöhung für die abgelaufene Kampagne, ob<lb/>
wohl sie ursprüglich erklärten, der Stichtag sei der 15. Feber<lb/>
weil zu diesem Zeitpunkt sie die Letzte Restzahlung für die<lb/>
abgelaufene Kampagne an die Rübenbauern durchführen müssen.<lb/>
Scheinbar hat man sich wirklich damit abgefunden, erst für die<lb/>
neue Kampagne einen Zuckerpreis zu bekommen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_13">Die Diskussion beginnt jetzt eneurdings wegen der Ofenheizöl<lb break="no"/>verwendung für die Traktoren. Die Behauptung, alle seien dafür nur<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> dagegen, erkläre ich, stimmt nicht ganz, da ja auch<lb/>
die Handelskammer sich gegen eine solche Verwendung ausspricht<lb/>
Die Bauern verweisen sofort darauf, dass in dme Brief, den <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
ach im Parlament vorgelesen hat, nur die Argumente zusammenge<lb break="no"/>fasst wurden. Nirgends haätte sich die Handelskammer gegen<lb/>
die Verwendung des Ofenheizöls ausgesprochen. Hier kann ihc darauf<lb/>
verweisen, dass ihc in einer mündliche Aussprache neuerdings<lb/>
mich überzeugen konnte, dass die Handelskammer dagegen ist, ohne<lb/>
dass ich einen konkreten Namen nenne. Ich wollte <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, der mir<lb/>
immer wieder erklärt, dass sie dagegen sind, hier nicht in die<lb/>
Debatte bringen. Dich finde ich es für unfair, wenn man <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
hier jetzt allein kämpfen lässt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_14">Ing. <rs type="person" ref="#per__147381">Murl</rs>, ein freiheitlicher Bauernvertreter glaube ich, hat<lb/>
darauf hingewiesen, dass bie der Milchpreisfestsetzung der Silo<lb break="no"/>verzichtszuschlag erhöht werden müsste. Dies erscheint mir als eine<lb/>
vernünftige Anregung, da damit die Qualitätserhöhung der Milch<lb/>
erreicht wird und gleichzeitig auch die Bergbauerngebiete besser<lb/>
dotiert werden können.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte urgiere im Milchwirtschaftsfonds, Hofrat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__140106">Lechner</rs>, und bei <rs type="person" ref="#per__112051">Singer</rs> meine seinerzeit<lb/>
angeregten Verhandlungen über die Erstellung<lb/>
des neuen Milcherzeugerpreises. Bei dieser Ge<lb break="no"/>legenheit weise auf diesen Vorschlag Siloverzichtszuschlages hin</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_16">Da ich den Bundessekretär der Bildungszentrale und vor allem<lb/>
einmal den Referenten aus ganz Österreich wie sich dann heraus<lb break="no"/>stellte, zugesagt habe, über die Energiekrise zu referieren,<lb/>
<pb n="19-0201" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0201.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>musste ich die Sitzung mit den Bauernsturm nach drei Stunden<lb/>
verlassen. Die endgültigen ERgebnisse sind mir nicht bekannt,<lb/>
aber ich glaube, dass die Bauern mit dieser Aussprache an und für<lb/>
sich sehr einverstanden waren. Sie haben sich in der ersten Phase<lb/>
wahrscheinlich gar nicht so weitgehende Zusagen erwartet. Die<lb/>
wirklich schweren Auseinandersetzungen kommen aber, da der Teufel<lb/>
im Detail steckt.. Andererseits hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> glaube ich sehr richtig<lb/>
erkannt, dass man die Bauern erst nicht vollkommne leer ausgehen<lb/>
lassen kann, weil man ansonsten den geschlossenen Widerstand<lb/>
resp. den Angriff aller Bauernvertretungen bekommt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_17">Ich war sehr überrascht als ich in der Bundesreferentenschulung<lb/>
das Hauptreferat allein halten musste. Ich hatte angenommen, dass<lb/>
wenn man schon die Referenten von ganz Österreich zusammenruft,<lb/>
der Arbeiterkammersaal war immerhin fast zu einem Drittel voll, aus<lb break="no"/>ser Burgenland und Vorarlberg waren alle Länder vertreten, dass mehr<lb/>
als nur über die Energiekrise gesprochen wird. In der Diskussion<lb/>
wurden dann auch andere Probleme angeschnitten. Insbesondere ein<lb/>
Diskussionsredner meinte, er hätte von mir erwartet, dass ich auch<lb/>
mehr die politische Analyse der multinationalen Gesellschaft<lb/>
und den Kampf gegen diese bringen werde. Da ich persönlich gar<lb/>
nicht so überzeugt bin, dass die österr. multinationalen Gesellschaften<lb/>
zumindestens bei uns die Lage nicht allzu verschärft haben und ich<lb/>
könnte ja nur die österreichischen Multinationalen Gesellschaften<lb/>
angreifen, so meinte ich, dass meine Aufgabe darin bestand, ihnen<lb/>
die Facts, die Details, die entsprechenden Arguemnte in die Hand<lb/>
zu geben. Die politische Analyse findnen sie sowieso in der AZ<lb/>
und da <rs type="person" ref="#per__97384">Czernetz</rs> den Vorsitz führte, wollteich nicht ausdrücklich<lb/>
sagen bei ihm. Ich erklärte rundweg, das meine Aufgabe darin<lb/>
besteht, wenn ich Argumente und vor allem einmal Ziffern bringe,<lb/>
dann müssen diese hieb- und stichfest sein. Auf die die sich<lb/>
jederzeit berufen können. Sicherlich ist diese Einschränkung meiner<lb/>
Aktivitäten für viele unerklärlich. Ich bin überzuegt, dass man<lb/>
erwartet, dass ich mich wenn man mich an die Spitze einer Welle<lb/>
die sich jetzt gegen die Multinationalen breitmacht, stelle.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97384">Czernetz</rs> inbesonders verwies darauf, dass niemand diese Multinatio<lb break="no"/>nalen kontrolliert. Weder die Einzelstaaten noch ein internationales<lb/>
Gremien wie z.B. der Europa-Rat oder die UNO. Ich halte allerdings<lb/>
diese internationalen Organisationen für gar nicht fähig, eine wirk<lb break="no"/>liche Kontrolle durchzuführen.Wir werden es glaube ich, in Kürze<lb/>
<pb n="19-0202" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0202.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>erleben, dass sich diese Institutionen berufen fühlen und<lb/>
vielleicht sogar auch Beschlüsse fassen. Dann fürchte ich, wird<lb/>
man in Kürze feststellen, dass ihre Kontrollmöglichkeit Null komma<lb/>
Josef ist, wie man bei uns in Österreich sagt. Wenn die nationalen<lb/>
Gesellschaften nicht imstande sind und hier ganz besonders die<lb/>
verstaatlichte durch harte Konkurrenz einer irrsinnigen Preis<lb break="no"/>entwicklung Einhalt zu gebieten, dann glaube ich kannes auf<lb/>
lange Sicht auch der Staat nicht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band19_1974-02-08_18"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, den ich Sonntag bei der Aufführung von Pippin getroffen<lb/>
habe, meinte, die internationalen Gesellschaften möchtne jetzt mit<lb/>
ihm sprechen. Er selbst hat ihnen aber wissen lassen, dass der<lb/>
Handelsminister dafür zuständig ist und er meint, ich sollte dies<lb/>
letzten Endes allein entscheiden. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> möchte damit der gesam<lb break="no"/>ten Branche dokumeniteren, dass sie ausschliesslich mit mir darüber<lb/>
zu verhandeln haben.</p></div>
      <div type="back"><pb n="19_0193_01" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band19/19_1974-02-08_0193-01.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 8.2.1974</head>
            <gap reason="sampling"/>
         </div>
      </div></body>
      <back><listPerson><person xml:id="per__113056">
               <persName type="label">Bierbaum, Matthias</persName>
               <persName><surname>Bierbaum</surname><forename>Matthias</forename></persName>
               <occupation>nö. ÖVP-LR, Präs. LWK NÖ</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__112051">
               <persName type="label">Singer, Hans</persName>
               <persName><surname>Singer</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97985">
               <persName type="label">Staribacher, Josef</persName>
               <persName><surname>Staribacher</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/125942052</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97739">
               <persName type="label">Mieling, Peter</persName>
               <persName><surname>Mieling</surname><forename>Peter</forename></persName>
               <occupation>GD Shell</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97691">
               <persName type="label">Lehner, Hans</persName>
               <persName><surname>Lehner</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>Präs. LWK</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97311">
               <persName type="label">Androsch, Hannes</persName>
               <persName><surname>Androsch</surname><forename>Hannes</forename></persName>
               <occupation>Finanzminister</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118503049</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97646">
               <persName type="label">Koppe, Fritz</persName>
               <persName><surname>Koppe</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Sekr. JS, ab 1973 GF VKI</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97743">
               <persName type="label">Minkowitsch, Roland</persName>
               <persName><surname>Minkowitsch</surname><forename>Roland</forename></persName>
               <occupation>Präs. Bauernbund</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118894366</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97525">
               <persName type="label">Häuser, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Häuser</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Vizekanzler, Sozialminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97337">
               <persName type="label">Bauer, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>GD ÖMV</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98040">
               <persName type="label">Wais, Anton</persName>
               <persName><surname>Wais</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/1017902909</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97769">
               <persName type="label">Mussil, Arthur</persName>
               <persName><surname>Mussil</surname><forename>Arthur</forename></persName>
               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97384">
               <persName type="label">Czernetz, Karl</persName>
               <persName><surname>Czernetz</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/105218588</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97917">
               <persName type="label">Schleinzer, Karl</persName>
               <persName><surname>Schleinzer</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__122042">
               <persName type="label">Weiss, E</persName>
               <persName><surname>Weiss</surname><forename>E</forename></persName>
               <occupation>Arbeitsbauernbund-Gärtner</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__122971">
               <persName type="label">Ziller, A</persName>
               <persName><surname>Ziller</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>FPÖ-Sbg.; evtl. Falschschreibung</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97852">
               <persName type="label">Raab, Julius</persName>
               <persName><surname>Raab</surname><forename>Julius</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__98055">
               <persName type="label">Weihs, Oskar</persName>
               <persName><surname>Weihs</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>Landwirtschaftsminister bis 1976</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/130620351</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97668">
               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118566512</idno>
               </person>
            </listPerson></back></text>
</TEI>