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            <title type="main">Montag, der  3. Dezember 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_01">Montag, 3. Dezember 1973</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_02">Der neue Gen.Sekretär der internationalen Handelskammer<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98081">Winquist</rs> wurde von <rs type="person" ref="#per__97925"><sic>Philip</sic> Schoeller</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__113031">Melis</rs> mir vor<lb break="no"/>gestellt und wir unterhielten fast 3/4 Stunden über die wirt<lb break="no"/>schaftspolitische Situation in Österreich. Ich erklärte ihm<lb/>
das System der Paritätischen Kommission, die Sozialpartnerschaft<lb/>
und unterstricht natürlich die besonders guten Beziehungen des<lb/>
Handelsministeriums mit der Bundeskammer. Interessant war, dass<lb/>
bei dem Punkt der Diskussion, wo ich über die Entwicklung des<lb/>
Osthandels zu sprechen kam, dortinsbsondere über die Multila<lb break="no"/>teralisierung und Liberalisierung natürlich auch der Problem der<lb/>
<choice><choice><sic>escape close</sic><corr>escape clause</corr></choice></choice> d.h. der Absicherung der österr. Industrie erwähnte,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97925">Schoeller</rs> die Bemerkungmachte, es müsste Aufgabe der Internatio<lb break="no"/>nalen Handelskammer sein, zu versuchen, dass auch die anderen<lb/>
Staaten sich solche Schutzklauseln gegenüber dem Osten schaffen.<lb/>
Die Internationale Handelskammer sollte hier koordinierend vorgehe.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97925">Schoeller</rs> dürfte befürchten, dass früher oder später, wenn Öster<lb break="no"/>reich allein diesen Schutz hat, die Oststaaten dagegen die öster<lb break="no"/>reichischen Bestrebungen unterlaufen könnten. <rs type="person" ref="#per__98081">Winquist</rs> meinte<lb/>
nur, dass im Liaison-Ausschuss, wo auch die Oststaaten mit<lb/>
Beobachterstatus teilweise anwesend sind, es äusserst shcwierig<lb/>
sein wird. Insbesondere ist dort ein ehemaliger GATT-Beamter nach<lb/>
seiner Pensionierung beschäftigt, der alle diese Problem immer<lb/>
auf multinationaler Basis lösen möchte. Damit ist die echte Mög<lb break="no"/>lichkeit, zu einer wirksamen Beschlussfassung der internationalen<lb/>
Handelskammer zu kommen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: VErsuche die Beweggründe <rs type="person" ref="#per__97925">Schoellers</rs> – <rs type="person" ref="#per__113031">Melis</rs><lb/>
wird sicher mehr darüber wissen – zu ana<lb break="no"/>lysieren und bei eienr Grundsatzbesprechung<lb/>
festzuhalten, wir werden sie dringendst<lb/>
brauchen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_04">Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97938">Seidl</rs> von der Lenzinger verständigt mich, dass die<lb/>
Tschechen bis jetzt 717 t Schwefel, die Lenzing von Polen bezieht,<lb/>
die tschech. Bahnverwaltungen im Transitverkehr sehr behindern.<lb/>
Ich verspreche ihm sofort die nötigen Untersuchungen anzustellen,<lb/>
und gegebenenfalls zu intervenieren. <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> stellt dann fest,<lb/>
dass die Bahnverwaltungen über die CSSR scheinbar Waggonschwierig<lb break="no"/>keiten haben, denn auch die VÖEST, die wesentlichmehr bezieht und<lb/>
<pb n="18-1370" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-12-03_1370.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>eine fixe Vereinbarung hat, dass ihre Importwaren auf alle<lb/>
Fälle transit durchgehen können, hat Schwierigkeiten, erklärt<lb/>
sich aber bereit und hat bereits in der Vergangenheit manchmal<lb/>
die Schwefel- und andere Lieferungen für die Lenzinger über<lb break="no"/>nommen. Ein Briefentwurf an den csl. Minister wird mir vorgelegt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Bitte die Vorgangsweise mit dem Aussen<lb break="no"/>ministerium abstimmen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_06">Beim Journalistenfrühstück erörtert Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> die Gewerbe<lb break="no"/>ordnung. Im Zug eines Popularisierungsplanes wollen wir schritt<lb break="no"/>weise jetzt die Gewerbeordnung in der Öffentlichkeit präsentie<lb break="no"/>ren, und auch für die Bundesregierung und insbesondere das<lb/>
Handelsministerium verkaufen. ICh bin sehr gespannt, wie die<lb/>
Presse daruaf reagiert. Ich fürchte, einmal werden sie ein bissche<lb/>
etwas bringen und dann werden sie sich kaum mehr dafür inter<lb break="no"/>essieren. Der einzige Aufhänger ist, dass wir dann bei<lb/>
Erlass und vor Erlassung der Verordnungen, die auf Grund der Ge<lb break="no"/>werbeordnung notwendig sind, immer wieder die neue Politik, die<lb/>
jetzt der Gewerbetreibende machen kann, herausstreichen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Wo bleibt der Propagandaplan und wie sollen<lb/>
wir ihn wirklich zweckmässig anlegen, damit<lb/>
der Erfolg mehr herauskommt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_08">Das Interesse von Fernsehen, Rundfunk aber auch der Presse kon<lb break="no"/>zentriert sich nach wie vor immer auf die Ölsituation. Da der<lb/>
ARBÖ letzten Endes doch beschlossen hat, dass er die Bewirt<lb break="no"/>schaftung als das zielführendste Mittel ansieht und daher vor<lb break="no"/>schlägt, ich dagegen die Bewirtschaftung als das letzte Mittel<lb/>
aus administrativen Schwierigkeiten möchte, werde ich mit dieser<lb/>
Tatsache auf von der Presse hart konfrontiert. Ich glaube wir müs<lb/>
ten jetzt alle Für und Wider systematisch analysieren. Für die<lb/>
Bewirtschaftung spricht, dass man damit die anfallende Menge<lb/>
Eigenproduktion ÖMV und Import genau verteilen kann und sich<lb/>
eine gewisse Reserve zurückhält. Dadurch kommen wahrscheinlich<lb/>
– <rs type="person" ref="#per__97558">Hobl</rs> hat dann diese Zahl mit bestätigt – ca 80 Liter maximal auf<lb/>
den Autofahrer. Der Schwarzmarkt für den, der nicht 80 Liter braucht<lb/>
geschaffen wird, vielleicht sogar ein sozialer Ausgleich, weil<lb/>
der Autofahrer mit einem kleinen Wagen durch die gleichmässige Zu<lb break="no"/>teilung gegen einen Autofahrer mit einer grossverbrauchenden<lb/>
<pb n="18-1371" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-12-03_1371.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Luxuslimousine bevorzugt wird. Der Druck aber von Autofahrern,<lb/>
die ihr Fahrzeug wie z.B. die Vertreter aber auch Arbeiter</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_09">die von weit her in den Ländern zu ihrer Arbeitsstätte fahren,<lb/>
wird ungeheuer sein, dass man ihnen eine grössere Benzinmenge<lb/>
zuteilt. Man müsste dann bevorzugte Gruppen ausser den Ärzten<lb/>
und den öffentlichen Fahrzeugen zusätzlich schaffen, eien unge<lb break="no"/>heure Verteilungsfrage, die die Bezirkshauptmannschaft, die<lb/>
Gemeinden durchführten müssten, mit dem ewigen Streit und der<lb/>
ewigen Forderung andie Zentralstellen, d.h. an das Han<lb break="no"/>delsministerium eben, mehr für diese Kategorien bereitzustellen<lb/>
und damit den durchschnittlichen Abgabesatz für den normalen<lb/>
Bezieher reduzieren müssen. Die andere Alternative ist, dass<lb/>
wir doch den Autofahrer verhalten, gewisse Tage nicht zu<lb/>
fahren. Wenn wir eine geringe Kontrolle und eine-n nicht z<lb/>
grossen Verwaltungsaufwand für die Einteilung, wer an welchem<lb/>
Tag fahren kann, treffen möchten, bleibt uns nur die Schlussnum<lb break="no"/>mern der Autokennzeichen an gewissen Tagen auszuschliessen.<lb/>
Z.B. die letzte Nummer 1,2 am Montag, 3,4 am Dienstag usw.<lb/>
hier würden Samstag Sonntag dann ohne Beschränkung bleiben.<lb/>
Das grosse Problem ist nur, wie weit wir Autobesitzer, die in<lb/>
irgendeinem Graben hinten wohnen, gestatten zur Arbeit zu fahren.<lb/>
Der einzige Ausweg wäre, dass er nur bis zum nächsten öffent<lb break="no"/>lichen Verkehrmittel, wenn die Busse dies nicht imstande sind<lb/>
weiter zu befördern, dann bis zur nächsten Bahnstation geneh<lb break="no"/>migen müssten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_10">ANMERKUNG AN <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: BItte jetzt alle Variationsmöglichkeiten<lb/>
durchdenken lassen und in Form einer Tabelle<lb/>
zusammenstellen. Insbesondere die Für und<lb/>
Wider.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_11"><rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> als Präsident des ARBÖ ist über die letzte Bundesvorstands<lb break="no"/>sitzung sehr unglücklich und kommt gleich zu mir, um sich bei<lb/>
mir zu entschuldigen. <rs type="person" ref="#per__97558">Hobl</rs> meitn dagegen, er hätte die Wünsche<lb/>
seiner Mitglieder im Bundesvorstand weitestgehend kanalisiert<lb/>
und in eine tragbare Lösung auch für mich umgewandelt. Ich erklä<lb break="no"/>re ihm rundweg, dass ich davon wenig bemerkt habe und die ÖVP<lb/>
natürlich mich jetzt hart attackiert, dass mir der ARBÖ die Spore<lb/>
gibt. <rs type="person" ref="#per__97558">Hobl</rs> hat hier glaube ich nur instinktsicher sich abge<lb break="no"/>sichert, dass wenn alles schiefgeht, er dann jederzeit sagen<lb/>
kann, der ARBÖ hat schon immer vorgeschlagen, man soll eine<lb/>
Bewirtschaftung einführen. Ähnlich wird sich natürlich sofort<lb/>
<pb n="18-1372" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-12-03_1372.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>die Oppositionspartei verhalten, die mich jetzt immer im Parla<lb break="no"/>ment attackiert und sagt, ich solle mehr Massnahmen setzen. Auch<lb/>
meine Regierungskollegen und ganz besonders <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wird sicher<lb break="no"/>lich wenn es schiefgeht, darauf hinweisen, dass sie immer schon<lb/>
Massnahmen von mir erwartet haben. Die Bemerkung <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, man muss<lb/>
halt auch einmal unpopuläre Massnahmen setzen, deutet darauf<lb/>
hin.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Die Möglichkeiten einer Erlassung des Fahr<lb break="no"/>verbotes auf Grund des Rohstofflenkungsge<lb break="no"/>setzes wird von <rs type="person" ref="#per__113621">Anreiter</rs> aber auch <rs type="person" ref="#per__112948">Degischer</rs><lb/>
auf das Entschiedendste bestritten. <rs type="person" ref="#per__112956">Schwarz</rs><lb/>
und der Verfassungsdienst ist anderer Meinung.<lb/>
Wir sollten im Parlament unbedingt darauf<lb/>
drängen, dassder Handelsausschuss so schnell w<lb/>
wie möglich die Strassenverkehrsnovelle<lb/>
behandeln und dort womöglich eine Paragraphen<lb/>
einfügen, acuh dann wenn es in die Systematik<lb/>
der Rechtsphilosophen nicht hineinpasst.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_13">Der neue Vizepräsident der italienisch-österreichischen Handels<lb break="no"/>kammer <rs type="person" ref="#per__122020">Giuli</rs> teilt mir mit, dass italienische Parteifreunde, die<lb/>
angeblich in Italien einen eigenen Betrieb, der der Partei gehören<lb/>
sollte, und dringend Metallschrott braucht, bei ihm waren. Ob eine<lb/>
Möglichkeit besteht, einen solchen aus Österreich zu beziehen.<lb/>
Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__97435">Ferrari</rs> soll daran interessiert sein und auch dies<lb break="no"/>bezüglich sogar einmal nach Österreich kommen. Er hätte ihnen ge<lb break="no"/>sagt, wenn sie uns Ölprodukte liefern, würde sich dies leichter<lb/>
machen lassen. Ich verweise sofort darauf, dass wenn ein solches<lb/>
Tauschgeschäft zustandekommen sollte, der Schrottverband seine<lb/>
Zustimmung geben müsste. Hier funktioniert nämlich das Rohstoff<lb break="no"/>lenkungsgesetz verhältnismässig gut. Da die österr. Stahlindustrie<lb/>
den Metallschrott selbst braucht, wird fast nichts exportiert.<lb/>
Die Händler dagegen haben sehr grosses Interesse daran zu exportie<lb break="no"/>ren, weil sie da viel mehr im Ausland verdienen könnten. Ich weiss<lb/>
nicht, ob die italienische Seite überhaupt an einem solchen Kompen<lb break="no"/>sationsgeschäft interessiert ist und durchführen kann, nachdem die<lb/>
Italiener ja auch selbst ihrer Firma Agip hier nichts liefern<lb/>
und diese jetzt aus der BRD Benzine und Heizöl bezieht. WEnn es aber<lb/>
zu einem solchen Tausch kommen würde, müsste auf alle Fälle der Schrott<lb break="no"/>verband zustimmen. Entgegen diese könnte ich auf gar keinen Fall<lb/>
Exportgenehmigungen ausstellen.</p><pb n="18-1373" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-12-03_1373.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_14">Dr österr. Botschafter <rs type="person" ref="#per__98077">Willfort</rs> in Marokko teilt mir mit, dass<lb/>
die Handelskammer Staatssekretär <rs type="person" ref="#per__146484">Imani</rs> eingeladen hat, der die<lb/>
Durchführung des 5-Jahresplanes 1973-1977 über hat. Dieser möchte<lb/>
aber um einen höheren Standard und höheres Niveau zu bekommen zur<lb/>
Gemischten Kommission, die jetzt dreijähriger Unterzeichnung<lb/>
des Vertrages endlich in Wien zusammentritt gleichzeitig auch mit<lb/>
mir Kontakt aufnehmen. Ich habe ihm selbstverständlich zugesagt,<lb/>
dass ich <rs type="person" ref="#per__146484">Imani</rs> empfangen und mit ihm verhandeln werde. <rs type="person" ref="#per__98077">Willfort</rs><lb/>
schlägt mir neuerdings vor, ich sollte unbedingt bie der Eröffnung<lb/>
der marokkanischen Linie Wien-Agadir teilnehmen. ICh habe dies<lb/>
schon einmal aus zeitökonomischen Gründen abgelehnt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_15">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Lass Dir bitte unauffällig erklären, wie<lb/>
und zu welchem Zeitpunkt eine solche Er<lb break="no"/>öffnung stattfindet, wenn sie Samstag/Sonn<lb break="no"/>tag einmal ist, könnte ich vielleicht meiner<lb/>
Verpflichtung Marokko zu besuchen, nach<lb break="no"/>kommen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_16">Der Aussenstellenleiter der ÖFVW-Stelle Mailand <rs type="person" ref="#per__127033">Oberegger</rs>, kommt<lb/>
um den vor einiger Zeit geschriebenen Brief zu erläutern, wonach er<lb/>
unbedingt ein neues Lokal braucht, was natürlich wesentlich teurer<lb/>
ist als das jetzige, wo allerdings wirklich unhaltbare Zustände<lb/>
herrchen müssen. Ich mache ihn doch darauf aufmerksam, dass früher<lb/>
oder später die Länder und auch die Handelskammer über die Entwick<lb break="no"/>lung der administrativen Kosten in der ÖFVW ungehalten sein werden<lb/>
und er macht interessanterweise im Laufe der Diskussion den Vorschlag<lb/>
ob denn immer zwei Aussenstellen, nämlich Rom und Mailand existieren<lb/>
müssen. Ichw eiss nicht, wer von den beiden Aussenstellenleitern<lb/>
früher in Pension geht, aber eine Konzentration wäre sicherzu über<lb break="no"/>legen. Der Anteil des italienischen Reisepublikums ist wahrlich<lb/>
nicht so gross, insbesondere gegenüber der BRD, wo wir drei, in<lb/>
Hinkunft wenn München gemacht wird, bald vier Niederlassungen haben,<lb/>
dass man wirklich vielleicht eine Rekonstruktion in Italien in<lb/>
Erwägung zeiehn sollte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte die Überlegungen genau prüfen lassen,<lb/>
ohne dass der Autor genannt wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_18">Die Vertreter der Wäschereien Habsburg-Excelsior, De Counde<add>[?]</add><lb/>
usw., es erscheinen sogar die Besitzer, sind über die Behand<lb break="no"/><pb n="18-1374" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-12-03_1374.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>lung in der Paritätischen Kommission sehr unglücklich. Vor sechs<lb/>
Monaten haben sie eine 13,5 %-ige Erhöhung beantragt, man hat<lb/>
ihnen nur für doe Grosskunden eine gewisse Preiserhöhung zuge<lb break="no"/>standen, die teuren Filialbetriebe können sie aber nicht mehr auf<lb break="no"/>rechterhalten, wenn sie nicht auch für die anderne Kunden entsprechen<lb break="no"/>de Preiserhöhungen bekommen. Ich verpflichte mich nur mit der Ar<lb break="no"/>beiterkammer über ihre Schwierigkeiten zu reden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Bitte bei <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> mit mir gemeinsam inter<lb break="no"/>venieren, vorerst aber die Unterlagen be<lb break="no"/>schaffen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_20">Ing. <rs type="person" ref="#per__146313">Gall</rs> kommt für die 5 Betriebe, die Flüssiggas vertreiben.<lb/>
Die ÖMV produziert ca. 57.000 t, die sie über die 5 Firmen ver<lb break="no"/>treibt, 52.000 vertreibt sie direkt. 17.000 t habn die Firmen impor<lb break="no"/>tiert und durch die Reduktion ergibt sich natürlich jetzt eine<lb/>
schwierige Situation. Die Tankstellen sind meistens gesperrt,<lb/>
Ing. <rs type="person" ref="#per__146313">Gall</rs> beschwert sich bei mir, dass er im Fernsehen von dem<lb/>
Fernsehteam, das er gewarnt hat, im jetzigen Zeitpunkt für Flüssig<lb break="no"/>gas eine Propaganda zu machen. überfahren wurde, da ich ihm glaube<lb/>
zurecht vorwerfe, dass dies der ungünstigste Zeitpunkt für<lb/>
Flüssiggaspropaganda gewesen ist. Die Firmen möchten, da in Wien<lb/>
ein Grosstanklager vond er ÖMV existiert, im Westen ein gemeinsames<lb/>
bauen, da diesungefähr 2.000 t umfassen sollte, würden sie ihrer<lb/>
Schätzung nach ca.. bis zu 20 Mill. S aufwenden müssen. Er fragt<lb/>
mich, ob ich eine Chance sehe für die Zuteilung von ERP-Mitteln<lb/>
und ich verweiseihn an Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__144358">Preglau</rs> in der Hohenstaufengasse.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_21">Direktor <rs type="person" ref="#per__97716">Manhart</rs> vom Kuratorium für Verkehrssicherheit überrascht und<lb/>
überfährt mich, dass er bei der nächsten ausserordentlichen Vor<lb break="no"/>standssitzung, wo sie eine Budgetsanierung beschliessen müssen, mir<lb/>
die Ehrenmitgliedschaft antragen möchten. BEvor ich mich noch<lb/>
dagegen wehren kann und frage, was das kostet, zeigt er mir bereits<lb/>
die ausgesendete Einladung, wo die Generalversammlung einen solchen<lb/>
Beschluss am 13. Dezember um 16. Uhr im Intercontinental fassen<lb/>
wird. Das Gesamtbudget beträgt 32 Mill. S, 28 bezahlt die Ver<lb break="no"/>sicherungswirtschaft, der Sprecher <rs type="person" ref="#per__137269">Hajek</rs> und auch Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__140564">Zimmer</rs><lb/>
ersuchen mich, ich sollchte unbedingt diese Ehrenmitgliedschaft<lb/>
annehmen. 4,5 Mill. stellt das Bautenministerium mit Forschungs<lb break="no"/>aufträgen, teilweise auch das Unterrichtsministerium und sonstige<lb/>
<pb n="18-1375" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-12-03_1375.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Institutionen bei. Vom Handelsministerium oder von mir erwartet man<lb/>
keinen Groschen. Die Ehrenmitgliedschaft soll mir nur deshalb<lb/>
verliehen werden, weil man sich auf Dankbarkeit mir gegenüber und<lb/>
durch die Zusammenarbeit, die ich in den dreieinhalb Jahren prakti<lb break="no"/>ziert habe, Anerkennung finden soll. Da ich ja die ganze Versicherungs<lb break="no"/>wirtschaft und auch <rs type="person" ref="#per__97716">Manhart</rs> nicht desavouieren kann, eine Ablehnung<lb/>
würde einen Affront bedeuten, der wirklich von niemandem verstanden<lb/>
wird, muss ich akzeptieren. <rs type="person" ref="#per__97716">Manhart</rs> meint, ich hätte schon längst<lb/>
einen solchen Antrag bekommen, aber man hat angenommen, dass ich<lb/>
als Handelsminister solange die Kompetenz bei mir liegt, eine gewsi<lb break="no"/>se Inkompatibilität feststellen würde. Dieser einzige Grund fällt nun<lb/>
mit 1.1.1974 weg, da ja die Kompetenz ans Verkehrsministerium über<lb break="no"/>geht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_22">Die Besprechung über eine zweite Raffinerie mit Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97470"><sic>GEist</sic></rs>, Dr.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97498">Grünwald</rs>, <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__97738"><sic>Mszarosch</sic></rs>, <rs type="person" ref="#per__98018">Uher</rs>, <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> und <rs type="person" ref="#per__97469"><sic>GEhart</sic></rs> war für<lb/>
mich ungeheuer lehrreich. Schon allein, dass <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> meinte, es müsste<lb/>
nun ein aufrichtiges Verhältnis zwischen ÖMV-ÖIAG und Linz-Chemie<lb/>
entstehen zeigt, dass die ÖMV noch immer als starkes Unternehmen ihr<lb/>
eigene Politik macht und sich einen Pfifferling um die ÖIAG schert.<lb/>
IHre Bestrebungen, gegegenbefalls eine zweite Raffinerie<lb/>
mit Libyen zu machen, während <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> eine solche mit Iran beabsichtigt<lb/>
kam deshalb gar nicht zur Sprache, weil die ÖMV gar keinen Wert<lb/>
darauf legt, dieses Problem überhaupt wo zu diskutieren. Gegen die<lb/>
Industrieraffinerie im oö. Raum wo 2 Mill. t Naphta gebraucht<lb/>
werden und die 1980 eventuell in Betrieb gehen solle, wendet <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtin<lb break="no"/>ger</rs> wahrscheinlich zu recht ein, dass dann 8 Mill. t Rohöl notwendig s<lb/>
sind, die man nicht nur kriegen muss, sondern dann auch den anfallende<lb/>
Heizölanteil verkaufen muss. Ich verweise darauf, dass die Linz-<lb/>
Chemie, d.h. Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs> insbesondere diese 2. Raffinerie<lb/>
besonders betreibt, mir jetzt einen Brief geschrieben hat, dass<lb/>
er von 200.000 t Leichtbenzin bis 500 Mill. m3 Gas im nächsten<lb/>
Jahr noch ene weitere Palette von Rohstoffen braucht, die wahrschein<lb break="no"/>lich kaum jemand bei der jetzigen Ölsituation wirklich produzieren<lb/>
kann. <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> verweist darauf, dass ein Chemieplan existiert, den<lb/>
ein Prof. <rs type="person" ref="#per__146078">Assinger</rs>, der jetzt aus Deutschland in Pension gegangen<lb/>
ist nach Österreich zrückgekehrt ist und als Konsulent der ÖIAG einen<lb/>
solchen Chemieplan erarbeitet hat, neue Vorschläge erstattete.</p><pb n="18-1376" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-12-03_1376.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Dieser Chemieplan muss sofort von unseren<lb/>
Leuten überprüft werden und durch Querinfor<lb break="no"/>mationen mit den Abnehmern und Produzenten<lb/>
festgestellt werden, was überhaupt daran mög<lb break="no"/>lich ist.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_24">Von <rs type="person" ref="#per__97738"><sic>Meszarosch</sic></rs> bin ich insoferne enttäuscht, als er mir und die ÖMV<lb/>
vor drei Jahren versprochen hat, mit den Internationalen gemeinsam<lb/>
zu errechnen, ob und inwieweit eine <choice><choice><sic>Produkentenpipeline</sic><corr>Produktenpipeline?</corr></choice></choice> in den Westen<lb/>
möglich ist. Bis jetzt habe ich nichts gehört. Bei meiner jetzigen<lb/>
Urgenz meint <rs type="person" ref="#per__97738"><sic>Meszarosch</sic></rs>, ich müsste doch wissen, dass ein solches<lb/>
Projekt bereits seit Jahren bei der ÖMV durchgerechnet wurde, von 28<lb/>
Standorten nur mehr zwei, nämlich Nettingsdorf und Ennsraum übrig<lb/>
blieben und sie sogar in den nächsten Aufsichtsrat damti gehen werden,<lb/>
um eine solche Produktenpipeline und ein Zentrallager in Oberöster<lb break="no"/>reich zu beschliessen. Ich habe in der Vergangenheit einige Male<lb/>
festgestellt, dass insbesondere Min.Rat <rs type="person" ref="#per__112191">Mayer</rs> im Hause aber auch<lb/>
andere Beamte mehr oder minder von den Informationen der ÖMV abhängig<lb/>
sind. Ich war mir auch vollkommen klar, dass es mir nicht besser<lb/>
ergeht. Was mich aber wirklich berührt ist, dass ich so ausschliess<lb break="no"/>lich auch von der ÖMV in der Versorgungsfrage abhängig bin. Wenn<lb/>
hier die Informationen nur teilweise stimmen und das befürchte ich<lb/>
auch, so kann ich in der Versorgungsfrage in des Teufels Küche<lb/>
kommen, wenn alles gut geht, kann ich nächstes Jahr im April<lb/>
triumphieren, wenn dagegen die ÖMV als geschäftspolitischen Gründen<lb/>
mich falsch oder unzulänglich informierte, habe ich letzten Endes<lb/>
die Konsequenzen zu tragne. Die ÖMV wird natürlich nur uns gegen<lb break="no"/>über vorsichtiger sein als selbst ihrem Eigentümer – der ÖIAG – gegen<lb break="no"/>über. Sie weiss, dass sie merh oder minder im RAhmen des Energiekon<lb break="no"/>zeptes und vor allem enmal gegenüber der Diskussion der Austro-Ferngas<lb/>
meine Unterstützung dringendst benötigt. Trotzdem habe ich ein teilwe<lb/>
se sehr ungutes Gefühl seit eh und je. Die ÖMV war stark genug und is<lb/>
es wahrscheinlich auch heute noch, unsere Beamten weitestgehend zu<lb/>
beeinflussen. Auch in bin mir wahrscheinlich gar nicht klar, wie<lb/>
weit auch ich im Einfluss dieser ÖMV-Information oder Nicht-Information<lb/>
stehe.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_25">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Hier müsstest Du als Sekretär des fraktionellen<lb/>
Energieausschusses versuchen, unverfänglich<lb/>
und still und leise bessere Informationen zu be<lb/>
kommen als wir sie derzeit besitzen.</p><pb n="18-1377" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-12-03_1377.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_26">Bei dem Abendessen der Steyr-Daimler-Puch für Minister <rs type="person" ref="#per__140791">Wraszczik</rs><lb/>
für Maschinenbau, steht in meinem Programm 1/2 8 Uhr obwohl</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_27">es dann eigentlich erst um 8 Uhr ist. <rs type="person" ref="#per__98109">Zembsch</rs> informierte mich<lb/>
durch ein Schreiben , dass die Kooperation mit Steyr-Daimler-Puch<lb/>
grosse Schwierigkeiten hat. Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97854">Rabus</rs>, der auch ein bisschen<lb/>
früher kommt, allerdings eine Viertelstunde nach mir, sich tausend<lb break="no"/>mal entschuldigt, erklärt mir aber, dass alles in bester Ordnung<lb/>
sei. Die einzige Schwierigkeit, die mir dann auch noch ein Direktor<lb/>
von ihm noch erörtert ist, dass sie für die Export der LKW kaum<lb/>
Importe in dem grossen Umfang hereinnehmen können. Sie möchten und<lb/>
könnten für 250 Mill. LKW exportieren und haben nur Gegenware für<lb/>
150 Mill. Möglichkeit in Österreich unterzubringen oder selbst<lb/>
zu benötigen. Wozu wir multilateralisiert haben, möchte ich<lb/>
gerne wissen, wo nach wie vor im Osten das bilaterale, fast würde<lb/>
ich sagen Kompensationsgeschäft in der Praxis noch immer geübt wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_28">Beim Essen stellt sich heruas, dass der poln. Minister ein Jäger<lb/>
ist und natürlich <rs type="person" ref="#per__97854">Rabus</rs> ihn sofort ins Jagdrevier in Donnersbach<lb break="no"/>wald einlädt. Ich stimme dem begeistert zu, da ich weiss, was<lb/>
es für einen Jäger bedeutet, an Stelle von blöden Besprechungen, die<lb/>
ja so nichts bringn, eine Jagd durchführen zu können, dass gegebenen<lb break="no"/>falls meine Besprechung morgen vorverlegt und das Mittagessen ent<lb break="no"/>fallen könnte, sodass ein Tag gewonnen wird, um in Steyr noch einen<lb/>
Jagdausflug dazwischenschieben zu können. Leider lässt sich dies<lb/>
dann nicht mehr arrangieren, da der poln. Botschafter <rs type="person" ref="#per__97616">Karski</rs>,<lb/>
derja primär daran interessiert ist, dass vielleicht doch irgend<lb break="no"/>welche Geschäfte abgeschlossen werden, erklärt, dies sei nicht zu<lb break="no"/>letzt deshalb unmöglich, weil ja auch am Donnerstag der Bundespräsident<lb/>
den Minister erwartet. In HInkunft müsste man meiner meinung nach wes<lb/>
sentlich mher auf Wünsche von Ministern, die nach Österreich<lb/>
kommen, eingehen, d. h. sie eigentlich vorher erraten. Hier müsste<lb/>
eine ganz neue Art der Betreuung einsetzen. <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> wickelt das<lb/>
protokollmässig ab, ein Minister ist aber primär daran interessiert<lb/>
wenn er schon einen Besuch macht und Zeit übrig hat, dann die Zeit so<lb/>
zu gestalten, wie er es am liebsten hat und nicht wie das Protokoll<lb/>
es möchte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_29">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97377">BUKOWSKI</rs>: Hier ist noch ein unbegrenztes Feld mit<lb/>
irrsinnigen Möglichkeiten, die die Firmen,<lb/>
die ein Geschäft machen könnten, gerne be<lb break="no"/>zahlen, von Jagdausflügen bis über Nachtlokale<lb/>
was man allerdings äusserst diplomatisch und<lb/>
geschickt angreifen muss.</p><pb n="18-1378" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-12-03_1378.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_30">Nimm dich bitte dieses Problems an, damit wir von<lb/>
dieser protokollmässigen Abfertigung unserer Gäste<lb/>
so schnell wie möglich wegkommen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-12-03_31"/></div>
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            <head>Tagesprogramm, 3.12.1973</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 97. Ministerratssitzung, 4.12.1973</head>
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               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Rabus, Karl</persName>
               <persName><surname>Rabus</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>GD Steyr-Daimler-Puch</occupation>
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               <persName type="label">Giuli, A</persName>
               <persName><surname>Giuli</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>ital.-österr. HK</occupation>
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