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            <title type="main">Dienstag, der 20. November 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_01">Dienstag, 20. November 1973</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_02">Der ÖAMTC-Vertreter Dr. <rs type="person" ref="#per__98032">Veith</rs> und ARBÖ-Vertreter Ing. <rs type="person" ref="#per__97558">Hobl</rs> akzeptierten<lb/>
die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 100 kmh, allerdings verlangten sie<lb/>
dass in der BEgründung nicht auf die Sicherheit sondern auf die Ver<lb break="no"/>sorgungsschwierigkeiten bezuggenommen wird. Die Kraftfahrverbände können<lb/>
sich aus Sicherheitsgründen nicth zu einer Geschwindigkeitsbeschränkung<lb/>
entscheiden. Beim Bundespräsidenten traf ich eine Frau, die mir voll Vor<lb break="no"/>wurf erklärte, dass es unverantwortlich sei, dass man von Seiten der<lb/>
Kraftfahrverbände nur dann bereit ist einer Geschwindigkeitsbeschränkung<lb/>
zuzustimmen, wenn damit Treibstoff gesichert, nicht aber wenn Menschen<lb break="no"/>leben dadurch gerettet werden können. Für mich ist entscheidend, dass es<lb/>
mir gelungen ist, auch für dieses schwierige Problem mit den Kraftfahr<lb break="no"/>verbänden gemeinsam eine Lösung zu finden. Immerhin wäre es mir nicht ange<lb break="no"/>nehm gewesen, hätte ich nach dreieinhalbjähriger Zusammenarbeit mit<lb/>
den Kraftfahrverbänden eine Frage gegen sie entscheiden müssen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_03"><rs type="person" ref="#per__97411">Effenberger</rs> hat bei dieser Gelegenheit auch gleichzeitig gefragt, ob das<lb/>
Handelsministerium beabsichtigt, der Forderung des ÖAMTC, dass die<lb/>
Überprüfungszeichen nicht bis Jahresende sondern bis 30. Juni des nächsten<lb/>
Jahres erst erworben werden müssten, Rechnung trägt. Da dazu keinerlei Not<lb break="no"/>wendigkeit besteht, habe ich dezidiert mitgeteilt, dass mit Jahresende<lb/>
das Prüfungszeichen vorhanden sein muss, es besteht nur die Absicht,<lb/>
gegebenenfalls in den ersten Wochen eine gewisse Toleranz bei der Be<lb break="no"/>strafung gelten zu lassen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_04">Frau <rs type="person" ref="#per__114967">Gröbmansberg</rs> vom Kurier möchte eine Artikelserie über die Gewerbe<lb break="no"/>ordnung schreiben. Zuerst hatte sie diese jetzt schon geplant, nun stellt<lb/>
sich heraus, dass sie doch vorerst über das Strafrecht eine solche SErie<lb/>
starten wird. Der Kurier wird aber anschliessend daran sich für die Ge<lb break="no"/>werbeordnung besonders interessieren. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> hat mir Recht vorgeschlagen,<lb/>
dass wir eine solche Materialsammlung allen Zeitungen nach Beschluss<lb break="no"/>fassung im Nationalrat zur VErfügung stellen sollen. Dies ist auch meine<lb/>
Absicht. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> selbst hat die Absicht, dass wir ganz gross eine Public-<lb/>
relation-Serie bezüglich der Gewerbeordnung auflegen sollten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Bitte mit <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> die Details jetzt endgültig be<lb break="no"/>sprechen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_06">Im Ministerrat habe ich über die Massnahmen im Zusammenhang mit der Benzin<lb break="no"/>versorgung referiert. Am Vortag in der Vorbesprechung hat mich bereits<lb/>
<pb n="18-1292" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-11-20_1292.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> aber auch <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> ersucht, ich möge unter allen Umständen Ab<lb break="no"/>stand nehmen mit der Verbleiung des Benzins neuerdings eine Höchst<lb break="no"/>grenze von 0,8 Gramm pro Liter festzusetzen. Die derzeitige Grenze von<lb/>
0,4 wurde erst vor ca. 2 Jahren von mir eingeführt. Jetzt melden sich auch<lb/>
entsprechende Kraftfahrverbände, und auch Autofirmen, die dagegen pole<lb break="no"/>misieren, dass eine Erhöhung des Bleigehaltes von den jetzigen Motoren<lb/>
nicht mehr verkraftet werden könnte. In der Vorbesprechung war sogar auch<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> vorgeschlagen worden, amn sollte eine Selbstbeschränkung im<lb/>
Autobetrieb der Minister einführen. Er meinte, man sollte Vergleichsziffern<lb/>
gegenüber dem Vorjahr zugrundelegen und erklären, dass erklären, dass man<lb/>
eine 30 %-ige Einsparung vornehmen wird. Ich habe mich gegen eine solche<lb/>
Einschränkung allein schon deshalb ausgesprochen, weil wir auch anderen<lb/>
Kreisen eine solche Einschränkung nicht zumuten und verlangen. Ich sehe<lb/>
nicht ein, dass wir hier wieder mit angeblich gutem Beispiel vorangehen,<lb/>
die Bevölkerung das in Wirklichkeit gar nicht estimiert und dann nur<lb/>
ununterbrochen Zorres entstehen, weil man uns vorwirft, dass wir doch<lb/>
die Kraftfahrzeuge wesentlich mehr benützen als irgendwer anderer. Der<lb/>
Hinweis, dass wir vielleicht gar in Hinkunft weitere Strecken nur mit der<lb/>
Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen werden, hätte uns gar<lb/>
nichts gebracht, als dass man ununterbrochen erklärt hätte, bis Wiener<lb/>
Neustadt dürfen sie noch mit eigenem Auto fahren, nach Neunkirchen<lb/>
aber oder gar nocht weiter müssten sie schon die Bahn oder den Autobus<lb/>
benützen. Ich habe für solche demagogische Vorschläge, die auf gar<lb/>
nichts anderes spekulieren, als dass vielleicht der eine oder der andere<lb/>
in der Bevölkerung dieses Vorgehen lobt, in Wirklichkeit die grosse Masse<lb/>
aber überhaupt nicht honoriert, gar nichts übrig. Im Ministerrat wurde<lb/>
die Geschwindigkeitsbeschränkung und die Raumtemperaturbegrenzung von<lb/>
20 Grad für die Amtsgebäude genehmigt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ist an einer Bronchitis<lb/>
neuerdings erkrankt und hat deshalb <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> ersucht, die Vorbesprechung und<lb/>
den Ministerrat selbst zu führen. <rs type="person" ref="#per__115595">Reiter</rs> hat mir allerdings dann mitgeteilt<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nicht einmal die ERwähnugn der Erhöhung des Bleigehaltes<lb/>
möchte, abr auch über ein Sonntagsfahrverbot keinesfalls erwähnt ahben möch<lb/>
te. Da ich nicht beabsichtige, ohne gesetzliche Grundlage das Sonntagsfahr<lb break="no"/>verbot einzuführen, der § 43 könnte ja nur eine Krücke sein, möhcte ich<lb/>
und werde ich die Gelegenheit der Novellierung der Strassenverkehrsordnung<lb/>
die ich jetzt im Ministerrat einbebracht hatte und beschlossen wurde, als<lb/>
Aufhänger im Parlament verwenden, um gegebenenfalls Abänderungsanträge<lb/>
der Klubs dort unterzubringen. Bis dorthin kann sich <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> überlegen,<lb/>
was er will. Ich glaube, dass es aber dringednst notwendig ist, dass man<lb/>
sich zumindestens die gesetzliche Möglichkeit, d.h. eine Sanierung der<lb/>
<pb n="18-1293" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-11-20_1293.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Strassenverkehrsordnung durch eine Verfassungsbestimmung, wonach der<lb/>
Minister durch Verordnung entsprechende Tage von Fahrten und gewisse Be<lb break="no"/>schränkungen der Geschwindigkeit nicht nur aus Sicherheitsgründen in die<lb/>
Novelle einbaut und sich damit verschafft. Ob dann de facto tatsächlich<lb/>
diese Massnahmen gesetzt werden, kann man sich dann noch immer reiflich<lb/>
überlegen und wird von der weiteren Entwicklung abhängen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_07">Ich berichtete dem Bundespräsidenten über die Ölsituation und verwies darau<lb/>
dass er bei meiner letzten Aussprache ausdrücklich auch vorgeschlagen<lb/>
hat, man sollte eine einheitliche Geschwindigkeitsbeschränkung- damals<lb/>
allerdings aus Sicherheitsgründen – einführen. Er hatte sich gegen eine<lb/>
Differenzierung Autobahn und andere Bundesstrassen ausdrücklich ausge<lb break="no"/>sprochen. Er war daher über das Ergebnis sehr zufrieden, sagte aber<lb/>
treffend, dass die Bevölkerung unter allen Umständen Massnahmen erwartet.<lb/>
Aus diesem Grund waren die jetzt vorgeschlagenen Massnahmen der Re<lb break="no"/>gierung gerade rechtzeitig gekommen. Ich berichtete auch dem Bundes<lb break="no"/>präsidenten über meine Ungarn-Reise und meldete mich auch gleichzeitig<lb/>
für die GATT-Verhandlungen ab. Seit meiner Regierungszeit habe ichn das<lb/>
erste Mal erlebt, dass der Bundespräsident an seinem Schreibtisch sitzen<lb/>
geblieben ist und mich dann auch dort empfangen hat. Meine BItte, für<lb/>
die Wiener Handelskammer bei ihrer 125-Jahr-Feier ein grösseres Kontin<lb break="no"/>gent von Kommerzialräten – im Burgenland haben wir 8, in Kärnten 10<lb/>
zusätzlich bekommen – zu genehmigen, hatte er letzten Endes dann akzep<lb break="no"/>tiert und mit 15 festgelegt. Er ersuchte michk ich sollte die Details<lb/>
mit Kabinettsdirektor <rs type="person" ref="#per__137079">Trescher</rs> selbst besprechen. Ich habe dies an<lb break="no"/>schleissend sofort getan und wir ahben dann gemeinsam festgestellt,<lb/>
dass der Bundespräsident die Pflichtauffassung hat, wie sie auch seine<lb/>
Vorgänger in der Burg gehabt haben und die traditionsgemäss fast bis<lb/>
zum Kaiser <rs type="person" ref="#per__126986">Franz Joseph</rs> zurückreicht. Pflichterfüllung bis zum letzten.<lb/>
Diese Bemerkung gilt nur soweit ich die Bundespräsidenten persönlich<lb/>
gekannt habe, nämlich seit <rs type="person" ref="#per__97869">Renner</rs>, <rs type="person" ref="#per__114480">Körner</rs> und <rs type="person" ref="#per__97904">Schärf</rs>.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_08">Beim Mittagessen erzählte mir Dir. <rs type="person" ref="#per__113825">Steyrer</rs> von der Bürges, dass der<lb/>
zweite oder eigentlich der erste Direktor der Bürges <rs type="person" ref="#per__113824">Hönlinger</rs> 10 – 15<lb/>
Normalfälle in Schwerpunktfälle umgewandelt hat und damit Kreditzusagen er:<lb/>
füllte, die eigentlich nachdem Richtlinien nicht möglich wären. Daraus<lb/>
würden die Gewerbestrukturmitteln erschöpft sein und die Handelskammer<lb/>
nicht den erwarteten Beitrag zu den Wifis bekommen. Ich habe <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs>,<lb/>
erklärt, dass ich dies insoferne politisch nützen kann, als ich <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>,<lb/>
wenn er bei mir wegen derzusätzlichen Mitteln intervenieren wird,<lb/>
erkläre, ich hätte diese sehr gerne zur Verfügung gestellt, aber leider<lb/>
<pb n="18-1294" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-11-20_1294.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>hat die Geschäftsführung die Mittel anderweitig verwendet. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs><lb/>
als Vorsitzender des Aufsichtsrates wird sich mit dem Problem eingehender<lb/>
beschäftigen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_09">Dir. <rs type="person" ref="#per__97339">Baumgartner</rs> von den Ennskraftwerken möchte, dass ich unbedingt vor d<lb/>
dem 12. Dezember noch ihre Kraftwerkskette besichtige, zumindestens<lb/>
aber die Stufen Klaus inspiziere. Er erwartet sich davon sehr viel,<lb/>
um bei der Aufsichtsratssitzung der OKA und ganz besonders der Enns<lb break="no"/>kraftwerke auch mit einem ministeriellen Besuch und womöglich Ent<lb break="no"/>scheidung gestärkt zu sein. Ich selbst habe iegentlich nicht die Ab<lb break="no"/>sicht, ihm aus der Patsche zu helfen. Die Ennskraftwerke haben sich<lb/>
in der Frage Molln sehr ungeschickt benommen, die Aufsichtsräte, näm<lb break="no"/>lich <rs type="person" ref="#per__98068">Wenzl</rs> und <rs type="person" ref="#per__125380">Fridl</rs>, haben die Bürgerinitative gegen Molln unter<lb break="no"/>schrieben und ich sehe daher momentan keinen Grund, dass ich vorzeitig<lb/>
wo cih dafür noch gar nicht zuständig bin, mich bereits jetzt exponiere.<lb/>
So einfach dürfen es sich eben die Landespolitiker doch nicht machen,<lb/>
dass sie aus Wahlgründen eben oft vielleicht auch demagogische Hand<lb break="no"/>lungen setzen. Zur Entschuldigung von <rs type="person" ref="#per__125380">Fridl</rs> kann man nur darauf hin<lb break="no"/>weisen, dass als erster der Bürgermeister von Linz, Landesobmann <rs type="person" ref="#per__114604">Hillinger</rs><lb/>
unterschrieben hat.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: <rs type="person" ref="#per__97339">Baumgartner</rs> wird um einen Termin nachsuchen,<lb/>
bitte ihn hinhaltend behandeln.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_11">Die Lastverteilersitzung in der Verbundgesellschaft war, wie mir <rs type="person" ref="#per__112014">Er<lb break="no"/>bacher</rs> versicherte, das erste Mal von einem Minister besucht, die<lb/>
Gelegenheit, um persönlich von den einzelnen Landeslastverteilern<lb/>
über die Situation einen Bericht zu erhalten. Alle bestätigten mir,<lb/>
dass die Speicher gefüllt sind, die Kraftwerke mit entsprechendem<lb/>
Brennstoff für das Frühjahr gut versorgt sind. Mein Hinweis, dass<lb/>
die Ölwirtschaft, insbesondere die ÖMV rechnet, dass sie bis zu<lb/>
50.000 t Öllieferung bei den Kraftwerken sich ersparen könnte, weil<lb/>
man eben die Lager der Wiener Stadtwerke und insbesondere auch von<lb/>
der STEWEAG heranziehen könnte, wurde von den beiden Lastverteilern<lb/>
als möglich beziechnet. Allerdings könnte man erst in einem späteren<lb/>
Zeitpunkt Ende Dezember endgültige Aussagen machen. <rs type="person" ref="#per__112014">Erbacher</rs> als<lb/>
Bundeslastverteiler hat ein Memorandum vorbreitet, woe er an die<lb/>
Bevölkerung sappelliert, entsprechende Sparmassnahmen freiwillig durch<lb break="no"/>zuführen. Ich habe dort dann besonders ergänzend vorgeschlagen, dass<lb/>
man auch die Reklame in diesen Appell einbeziehen soll. Da dieser<lb/>
Appell nicht von mir erfolgt, sondern eben von einer Organisation,<lb/>
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habe ich gegen einen solchen Appell nichts einzuwenden. Ich erwarte<lb/>
mir allerdings kaum eine grössere Wirkung.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_12">Im Parlament habe ich auf VErmittlung von <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> einen gewissen<lb/>
Herrn <rs type="person" ref="#per__146981">Laufer</rs> kennengelernt, dieser erklärte mir, dass er bereits<lb/>
seinerzeit mit dem Finanzminister, den Sektionschefs und <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs><lb/>
verhandelt hat und diesen erklärte, dass die AUA und die Swissair<lb/>
keine Kooperation werden durchführen können. Dies sei tatsächlich<lb/>
jetzt auch eingetroffen. Jetzt ist er aber der Meinung, dass die<lb/>
AUA und die Aeroflot eine solche Kooperation anstreben sollten.<lb/>
Nur unter diesen Bedingungen wird Österreich 1 Mia m3 Gas zusätzlch<lb/>
bekommen. Die derzeitigen Verhandlungen über die 500 Mill. würden<lb/>
auch wenn <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> nach Moskau fährt, scheitern. ICh war sehr erstaunt,<lb/>
dass er wüber diese Details, nämlich der beabsichtigten 500 Mill.<lb/>
informiert war. Ich habe ihn aber in der ANgelegenheit AUA und<lb/>
Aeroflot-Fusion an den Finanzminister verwiesen, da nur das<lb/>
Finanzministerium dafür zuständig sei. <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> erklärte mir,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__146981">Laufer</rs> seinerzeit für den Geheimdienst gearbeitet hat und er<lb/>
ihn von dieser Zeit her kennt. Ich selbst erklärte <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs><lb/>
rundwegs, dass ich mit diesem Mann nichts zu tun haben möchte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_13">In der Fraktionsbesprechung des Klubs über das Kapitel Handel<lb/>
wurden nur die Sprecher festgehalten und gleichzeitig festgelegt,<lb/>
dass erst im Haus eine grössere Aktivität erfolgen sollte. Der<lb/>
Hauptsprecher wird <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> sein. Im Hause selbst wird man<lb/>
dann versuchen, auch auf die ERgebnisse der EG-Verhandlungen und<lb/>
deren Auswirkung hinzuweisen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Vielleicht kann man doch den Abgeordneten ein<lb/>
bisschen mehr Material zur VErfügung stellen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_15">Die Unterzeichnung des Vertrages mit Irak verlief vollkommen uninter<lb break="no"/>essant, anschliessend aberhatte ich Gelegenheit mit Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97671">Kreutler</rs> und <rs type="person" ref="#per__137902">Zauner</rs> von der ÖMV über die Konzeption der ungarischen<lb/>
Pipeline-Politik zu reden. Ich habe sie bis ins letzte Detail über<lb/>
meine Aussprachen in Budapest aufgeklärt und informiert. <rs type="person" ref="#per__97671">Kreutler</rs><lb/>
war über die Entscheidung der Bundesregierung, daß Bleigehalt<lb/>
nicht erhöht werden darf, sehr ungehalten. Ich habe ihm vorgeschlagen<lb/>
und er wird dies jetzt büerlegen, ob nicht eine andere Möglichkeit<lb/>
besteht, Benzin entsprechend zu strecken. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> selbst wird die<lb/>
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Wien, nachdem der Bürgermeister auch wegen einer Bleierhöhung bei<lb/>
mir interveniert hat, einladen, um ihnen zu beweisen, welche Möglichkei<lb break="no"/>ten es gibt und wie wenig schädlich eine entsprechende Erhöhung des<lb/>
Bleigehaltes ist. wenn keine andere Möglichkeit zielführend sein soll<lb break="no"/>te. Da die Preisanordnung nicht von 98 ROZ resp. Oktangehalt spricht<lb/>
sondern nur von 96 besteht die Möglichkeit der ÖMV ohne dass gegen<lb/>
eine Anordnung verstossen wird, die entsprechneden Oktanzahlen um<lb/>
zwei zu senken. Dies ist obowhl <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> sehr skeptisch ist, nach Meinung<lb/>
von <rs type="person" ref="#per__97671">Kreutler</rs> immerhin der halbe Schritt zur Lösung, die er mit Er<lb break="no"/>höhung des Bleigehaltes beabsichtigte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_16">Bei der Wiener Konferenz war das Referat von <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> deshalb für mich<lb/>
sehr interessant, weil er in Wirklichkeit das Heisse Eisen, die Ver<lb break="no"/>handlungen resp. die Gründe, warum er dne Stadtsenat so umgebaut hat,<lb/>
überhaupt nicht einmal erwähnte. Er hat auch keinerlei Erklärungen<lb/>
über die zukünftige Politik abgegeben. BEgründet hat er dies damit,<lb/>
dass er bie seiner Tätigkeit im Parlament als erstes gleich damals<lb/>
die ÖVP hart attackierte, weil sie in Parteiforen vorher öffentlich<lb/>
über die Regierungspolitik berichtete, bevor sie im Parlament dem<lb/>
Hohen Hause selbst Bericht erstattete. Da er jetzt sich nicht selbst<lb/>
diesem Vorwurf aussetzen will, hat er um Verständnis, dass er erst<lb/>
beim Gemeinderat seine Konzeption darlegen wird. Ich musste leider<lb/>
dann zu einem Empfang des irakischen Ölministers weggehen und weiss<lb/>
nicht, wie es in der Diskussion dann zugegangen ist. Ich sage des<lb break="no"/>halb zugegangen, weil ich fest davon überzeugt bin, dass diesmal die<lb/>
Wiener Konferenz nicht so lautlos über die Bühne gehen wird. Ich<lb/>
kann mir nicht gut vorstellen, dass sich einige Wiener Bezirke und<lb/>
ganz besonders aber einzlene Delegierte, die Vorgangsweise von <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs><lb/>
gefallen lassen. Ich halte es für unmöglich, dass man die Wiener<lb/>
Konferenz einberuft, den Bericht des Bürgermeisters ankündigt und dann<lb/>
den Delegierten, die doch erwarten zu erfahrne, was die Partei und dami<lb/>
die Wiener Gemeindeverwaltung in Zukunft machen wird, nur sagt, dies<lb/>
würde er dann im Wiener Gemeinderat mitteilen. Ansonsten war die Rede<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97488">Gratz's</rs> geschickt gebracht, er hat auch einige Male Zwischenapplaus<lb/>
bekommen aber ich würde sagen, dass der äussere Eindruck für mich war,<lb/>
dass dieser frenetische Beifall und diese starke WElel, die ihn bis zu<lb/>
seiner Entscheidung über die ZUsammensetzung des Stadtsenates getragen<lb/>
hat, jetzt nicht mher zu verspüren ist.</p><pb n="18-1297" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-11-20_1297.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_17">Beim Empfang von <rs type="person" ref="#per__97512">Hammadi</rs> hat mir <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> mitgeteilt, dass <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs><lb/>
von Moskau angerufen hat und erklärt, die Sowjets sind nur merh<lb/>
bereit 800.000 t Öl im nächsten Jahr zu liefern. Wir hatten 1 Mill.<lb/>
erwartet. Ausserdem haben sie eine grosse Preiserhöhung durchgeführt<lb/>
und er bittet nun um Mitteilung, wie er sich verhalten soll. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs><lb/>
ersuchte mich, ob ich zustimme, dass er nochmals im meinem Namen<lb/>
versuchen sollte, zumindestens die 1 Mill t zu erreichen und dann<lb/>
den Preis akzeptieren. Die europäischen Staaten sind jetzt bereit,<lb/>
in den erdölproduzierenden und -exportierenden Ländern jeden Preis,<lb/>
der verlangt wird, zu bezahlen und gegenseitige beginnen sich die<lb/>
Länder hinaufzulizitieren. Ich war selbstverständlich einverstanden<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> versucht auch mit Unterstützung der Regierung, d.h.<lb/>
durch meine Person einen positiven Abschluss zu erreichen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_18">Da ich nach dem Ministerrat bis zum Besuch beim Bundespräsidenten<lb/>
eine Stunde Zeit hatte, versuchteich <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> zu überzeugen,<lb/>
dass es am besten wäre, jetzt mit <rs type="person" ref="#per__97377">Bukowski</rs> zu sprechen. <rs type="person" ref="#per__97632">Kirch<lb break="no"/>schläger</rs> verliert mit <rs type="person" ref="#per__97377">Bukowski</rs> einen sehr tüchtigenNachwuchsmann,<lb/>
Ich habe deshalb volles Verständnis, dass er sich innerlich<lb/>
sicherlich dagegen sträubt, ihn abzugeben. Wenn er dann letzten<lb/>
Endes dann doch mit <rs type="person" ref="#per__97377">Bukowski</rs> sprach und es ihm allein überliess,<lb/>
ob er kommen will oder nicht, so war dies ein ganz grosser Freund<lb break="no"/>schaftsdienst mir gegenüber. <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> rechnet damit, dass er<lb/>
maximal 2 Jahre bei uns bleibt, weil er dann wieder auf einen Aus<lb break="no"/>landsposten geht. Die Schwierigkeit in der jetzigen Situation ergibt<lb/>
sich aber, dass er für <rs type="person" ref="#per__97377">Bukowski</rs> kaum einen Ersatz im eigenen Haus<lb/>
finden wird. Solange <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> nicht mit dem Abteilungsleiter<lb/>
und ganz besonders mit dem Sektionsleiter und dem Generalsekretär<lb/>
gesprochen hat, darf über den Wechsel nichts gekannt werden, sonst<lb/>
bekommt <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> sofort den gesamten Widerstand seines Hauses.<lb/>
Auch im Aussenministerium dürfte es so wie in anderen Ministerien<lb/>
und nicht zuletzt auch im Handelsminister sein. Leute mit Initiative<lb/>
und Arbeitskräfte, die tatsächlich mehr tun als nur einen ihm zugewie<lb break="no"/>senen Akt erledigen, sind auch selten. Insbesondere im mittleren<lb/>
Management ist es äusserst schwierig, welche zu haben, resp. aufzu<lb break="no"/>bauen. <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> erkärte mir, es geht ihm weniger um den Dienst<lb break="no"/>posten, den er von uns ja bekommt, auch nicht um die Prolbematik<lb/>
der Verrechnung, sondern wirklich, dass er derzeit niemanden hat.<lb/>
Er könnte junge Leute aufnehmen, was auch geschehen wird, aber<lb/>
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es ist immer fraglich, ob sie eben tüchtig und initiativ werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> wieder meitn, wenn <rs type="person" ref="#per__97377">Bukowski</rs> so wichtig für das Aussenamt ist,<lb/>
es möglich gewesen sein müsste, ihn schon längst zum Abteilungsleiter<lb/>
zu machen. WAhrscheinlich existiert aber dort auch die Schwierigkeit,<lb/>
dass man nicht alle tüchtigen Leuten- sofort zu Abteilungsleitern<lb/>
machen kann und andererseits aber eine ganze Anzahl von Abteilungs<lb break="no"/>leitern schon hat, die man ganz gerne schon los wird. Wie imemr sich<lb/>
letzten Endes <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> diese Frage löst, wichtig ist, dass<lb/>
wir vereinbarten, dass <rs type="person" ref="#per__97377">Bukowski</rs> so schnell als möglich zu uns kommt<lb/>
allerdings wird es noch eine WEile dauern, bis er dann ganztägig<lb/>
bei uns sein kann, da er in der Übergangszeit auf alle Fälle noch im<lb/>
Aussenamt gewisse ARbeiten erledigen muss. Offiziell habe ich <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschlä<lb break="no"/>ger</rs><lb/>
nur ersucht, müsste ich ihn spätestens bei der Angelobung <rs type="person" ref="#per__97543">Heindls</rs><lb/>
und damit des automatischen offizelllen Ausscheidens von <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs><lb/>
bei mir installieren. Dies hat mir <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> zugesichert. Ich<lb/>
hoffe und bin überzuegt, dass wir damit einen neuen Mitarbeiter ge<lb break="no"/>wonnen haben, der in unserem Team sich sofort einarbeiten wird, ich<lb/>
nehme an und bin überzeugt, dass ihn alle unterstützen werden und dass<lb/>
damit der Wechsel reibungslos vonstatten geht. INnerhalb von 3 1/2<lb/>
Jahren ist unser ganzes Büro eigentlich was die Männer betrifft, umgewan<lb break="no"/>delt wurden. Jeder hat eigentlich sen Ziel erreicht. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs>, der zeit<lb break="no"/>lebens glaube ich davon geträumt hat, eine Konsumenteninformation zu<lb/>
führen und ausbauen zu können, wie er es sich vorstellt, hat seinen<lb/>
Herzenswunsch erfüllen können. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>, von dem ich immer behauptet<lb/>
habe, schon auf Grund seiner Tradition aus der Familie heraus, ist<lb/>
Beamter geworden und hat damit den Status erreicht, den er glaube ich<lb/>
auch immer anstrebte und den ihm die Arbeiterkammer niemals hätte<lb/>
bieten können. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> letztenEndes war immer bestrebt, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
mir sagte, sogar schon im Aussenamt, die politische Karriere einzuschla<lb/>
er hat mit der Berufung in den Nationalrat ein Sprungbrett, das ihm<lb/>
alle Chancen und Möglichekiten eröffnet. Ich bin über die Entwick<lb break="no"/>lung dieser drei Kollegen sehr erfreut. Letzten Endes war es ihr Wunsch<lb/>
und für mich galt und gilt immer, dass die Fortkommens- und Aufstiegs<lb break="no"/>möglichkeit meiner Mitarbeiter das wichtigste ist. Nur so nämlich sind<lb/>
sie bereit, auch tatsächlich sich voll und ganz für die Arbeit ein<lb break="no"/>zusetzen. Um aber unser Team, das jetzt neu gebildet wird und das aber<lb/>
aus den erfahrenen alten Kräften mit den neuen Leuten sich eine<lb/>
neue Arbeitsmethode geben muss, beabsichtige ich eine fixe Zeitein<lb break="no"/><pb n="18-1299" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band18/18_1973-11-20_1299.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>teilung zu schaffen. Es wird notwendig sein, dass wir zweimal in<lb/>
der Woche und zwar an ganz bestimmten Zeiten eine davon müsste<lb/>
auf alle Fälle Freitag früh sein, ein unabänderliches jour fixe haben.<lb/>
Mindestens 1 Stunde von 1/2 9 bis 1/2 10 Uhr. Sollten wir uns alle<lb/>
zusammensetzen, um unsere Arbeit zu besprechen. Vielleicht auch wird<lb/>
es notwendig sein, einen neuen Arbeitsstil im Büro selbst zu ent<lb break="no"/>wickeln.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_19">ANMERKUNG AN ALLE: Ich bitte um entsprechende Vorschläge.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band18_1973-11-20_20"/></div>
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            <head>Tagesordnung 95. Ministerratssitzung, 20.11.1973</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Steyrer, Josef</persName>
               <persName><surname>Steyrer</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>GF BÜRGES, SPÖ</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Fridl, Josef</persName>
               <persName><surname>Fridl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>oö. SPÖ-Politiker</occupation>
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