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            <title type="main">Montag, der 17. September 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_01">Montag, 17. September 1973</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_02">Beim Jour Fixe war nur <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, der kaum Details hat sondern nur<lb/>
intervenierte, ob wir für <rs type="person" ref="#per__146348">Gugler</rs> den § 58 schon gemacht haben und<lb/>
wir dem gewerblichen Forschungsinstitut mehr als die 250.000 S<lb/>
geben könnten. Ich habe ihm im letzteren Fall versprochen, da das Jahr<lb/>
1974 grössere Aufträge dem Gewerbeforschungsinstitut zu geben. Er<lb/>
war damit einverstanden, dass ich mit <rs type="person" ref="#per__134312">Walzer</rs> noch einmal über dieses<lb/>
Problem sprechen sollte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_03">ANMERKUNG: Bitte einen Termin mit Komm.Rat <rs type="person" ref="#per__134312">Walzer</rs> von der Handels<lb break="no"/>kammer vereinbaren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_04">Ich selbst habe sofort die Finanzierung des Vereins für Konsumenteninforma<lb break="no"/>tion angeschnitten. Ich erklärte, dass nur die Vereinsmitgliedschaft<lb/>
wobei ich mich verpflichtete, keine wie immer gearteten Aktivitäten<lb/>
zu entwickeln, die mit VKI über die Schwierigkeiten hinweghilft, wenn<lb/>
uns keine solche Lösung, die auch erst mit BK <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und FM <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
ausgefochten werden müsste, gelingt, glaube ich, dass der ÖGB auf die<lb/>
Werbesteuer verzichtet. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> versprach, dieses Problem mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
neuerdings zu besprechen. Mehr war leider nicht zu erreichen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Die Hauptschiwerigkeit besteht ausschliesslich<lb/>
darin, dass scheinbar keiner in der Handelskammer<lb/>
initiativ werden will.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_06">Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> ruft ganz verzweifelt an, dass bis zum 25. September<lb/>
die österr. Seite sich an der Finanzierungslösung beteiligen müsste.<lb/>
Den Algeriern wurde eine durchschnittlich 7 %-ige Verzinsung ver<lb break="no"/>sprochen, sodass die Österr. Kontrollbank erklärt, sie bräuchte eine<lb/>
Bundesgarantie, eine Genehmigung den Auslandskapitalmarkt zu benützen<lb/>
und ausserdem von der Entwicklungshilfe 458 Mill. S oder wenn 20 Jahre<lb/>
die Endsummenbeträge bezahlt werden, 793 Mill. für das Jahr 1974 wären<lb/>
es 9,8 Mill., für das Jahr 1975 25,5 Mill. Es steigt bis zum Jahre<lb/>
1980 an und fällt dann wieder ab. <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> hätte mit <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> bereits einig<lb/>
Male darüber gesprochen und <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> hat es übernommen, mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
dieses Problem zu klären. Der Finanzminister soll überhaupt sehr negativ<lb/>
zu einer solchen Belastung eingestellt sein. Mit diesem Entwicklungs<lb break="no"/>hilfezuschuss soll der gebundene Kredit für Investitionslieferung öster<lb break="no"/>reichs 6,5 % gehalten werden können. Für die freien Kredite werden<lb/>
die Stützungen durch die Gasbezugsgesellschaften notwendig, da dieser<lb/>
auch nur 7,5 % betragen sollte. Am freien Kreditmarkt ist natürlich<lb/>
<pb n="17-1008" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-17_1008.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>derzeit schwerlich angeblich Geld zu bekommen. <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> hat mir<lb/>
zugegeben, dass dies kein Problem vom Handelsministerium ist, dass<lb/>
aber andererseits er hofft, dass ich wenn das zur Sprache kommt, ihn<lb/>
unterstützte, das ich selbstverständlich zugesagt habe.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_07">Das Journalistenfrühstück war gut besucht und da auch <rs type="person" ref="#per__135868">Nussbaum</rs> vom<lb/>
ORF anwesend war, gab es zumindestens Anfragen, wenn schon keine leb<lb break="no"/>hafte Diskussion. Es berichteten nämlich <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und ich über GATT in<lb/>
Tokio, Textilproblem Hongkong und vor allem die Verhandlungen mit der<lb/>
Sowjetunion.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_08">Beim Pressefrühstück kann ich immer wieder feststellen, soweit wir<lb/>
über die Aktivitäten über Konsumenten berichten, findet dies einen<lb/>
sehr guten Widerhall. Die Schulverordnung, die ganz uninteressant ist,<lb/>
wurde doch prinzipiell diskutiert und ganz besonders dann unsere<lb/>
dann zu errichtende Beschwerdestelle für den Fremdenverkehr. Nachdem<lb/>
wir so gute Erfahrungen mit der Kommission für Reisebüro-Angelegen<lb break="no"/>heiten gemacht haben, habe ich grosse Hoffnungen, dass es wirklich gelingt,<lb/>
für den gesamten Fremdenverkehr eine Art Beschwerdestelle zu<lb/>
errichten. Die Zeitungen, insbesondere auch der Kurier waren daran<lb/>
sehr interessiert. Ing. <rs type="person" ref="#per__139851">Zotter</rs> hat wirklich sich nicht nur sehr gut<lb/>
eingearbeiet sondern versteht auch mit den Zeitungen entsprechend zu re<lb break="no"/>den. <rs type="person" ref="#per__135868">Nussbaum</rs> hat dann mit mir und ihr gemeinsam ein Rundfunkinterview ge<lb/>
macht Darüber war ich sehr erfreut. Wenn <rs type="person" ref="#per__139851">Zotter</rs> einen entsprechenden<lb/>
Wirkungsbereich bekommt und vor allem die inneren hierarchischen Proble<lb break="no"/>me für sie einigermassen positiv gelöst werden, glaube ich, dass wir<lb/>
sie vielleicht doch halten können.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte Beschwerdestelle für Fremdenverkehrsange<lb break="no"/>legenheiten so schnell wie möglich aktivieren und<lb/>
eine Lösung für die Stellung <rs type="person" ref="#per__139851">Zotters</rs> suchen,<lb/>
damit sie uns nicht verlorengeht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_10"><rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> und <rs type="person" ref="#per__114994">Böhm</rs> ersuchten mich und bin daher sofort in <rs type="person" ref="#per__97915">Schippers</rs><lb/>
Zimmer gegangen, bei der Überstellung von Dienstposten resp. Angehörige<lb/>
unseres Ressorts an das Aussenministerium und Verkehrsministerium<lb/>
mit den dafür zuständigen Ministern ein Gespräch zu führen, das Aussen<lb break="no"/>amt, die Beamten, resp. der dort verhandlende Personalchef <rs type="person" ref="#per__146258">Ender</rs>, <rs type="person" ref="#per__148991">Pichler</rs><lb/>
und für das Budget Presse, erwarten, dass wir ausser Brüssel, wo sich<lb/>
16 Dienstposten und Beamte überstellt bekommen, auch noch aus dem Haus</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_11">3 Akademiker, einen C-Beamten und einen D-Posten abgetreten bekommen.</p><pb n="17-1009" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-17_1009.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_12"><rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>, der zugezogen wurde, erklärte dezidiert, er würde mit <rs type="person" ref="#per__137933">Marquet</rs><lb/>
jetzt Besprechungen anfangen, denn die Durchführung der Staatsverträge<lb/>
obliegt ja dem Handelsministerium und hier könnte doch nicht gesagt wer<lb break="no"/>den, dass das Aussenamt mehr Arbeit in Hinkunft hat, im Gegenteil, wir<lb/>
werden die ganze Detailarbeit weiter zu lösen haben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_13">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte kläre auf fraktioneller Basis, warum das<lb/>
Aussenamt derartig unerklärliche Forderungen über<lb break="no"/>haupt anmeldet.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_14">Das Verkehrsministerium wünscht alle, die die Doppelzuteilung haben, für<lb/>
sich. Dadurch würden die 36 Dienstposten auf 43 Dienstposten anwachsen.<lb/>
Im Kanzleidienst, wo drei überstellt werden sollte, wünschen sie auch<lb/>
noch die vierte, wobei diese allerdings als Springerin eingesetzt ge<lb break="no"/>wesen ist. Im Gesetz steht zwar, dass ausschliesslich oder überwiegend<lb/>
der betreffende Beamte mit der Arbeit beschäftigt gewesen sein muss,<lb/>
wo die Kompetenz übertragen wird. <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> und <rs type="person" ref="#per__114994">Böhm</rs> hoffen nun, dass<lb/>
wir von diesen 7 Doppelzuteilungen doch 3, nämlich <rs type="person" ref="#per__146080">Baumgartner</rs> , der<lb/>
in der Gewerbeordnungmitgearbietet hat, gleichzeitig auch Schriftleiter<lb/>
von der Handelsregister-Zeitung ist , erhalten werden kann. <rs type="person" ref="#per__146080">Baumgartner</rs> aller<lb break="no"/>dings hat bis jetzt keine sehr grosse Ambition gezeigt, im Haus zu<lb/>
bleiben. Dann sollte ich versuchen, wenigstens den Posten zu erhalten.<lb/>
Ebenso sollte von der Abteilung 20 zumindestens <rs type="person" ref="#per__149162">Türk</rs>, der als Fachbran<lb break="no"/>chenreferent beliben sollte, versuchen ihn zu halten oder zumindestens<lb/>
ebenfalls den Posten sichern. Von der Abteilung 18 wünscht aber Sekt.<lb/>
Chef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs>, der diesen Besprechungen zugezogen wurde, dass man unbedingt<lb/>
Min.Ober.Komm. <rs type="person" ref="#per__115404">Sedlak</rs> erhält. Der macht allerdings jetzt bei <rs type="person" ref="#per__134301">Steinhart</rs><lb/>
und Bartl, zwei Ministerialräte, die konzeptiv überhaupt nicht arbeiten<lb/>
können, die Legistik im Kraftfahrrecht. Nun möchte <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> diesen jungen<lb/>
tüchtigen Beamten in die Legistik zu <rs type="person" ref="#per__111722">Kinscher</rs> geben. Nachdem Min.Rat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__134300">Metzner</rs> mit seiner ganzen Gruppe, wie er mir mitgeteilt hat auch zum<lb/>
neuen Verkehrsminister hinübergeht – <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> hat ihn gefragt, ob er<lb/>
unter den Bedingungen, die <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> ihm angeboten hat, auch bei ihm<lb/>
arbeiten möchte, was er bejahte – so kennt <rs type="person" ref="#per__134300">Metzner</rs> natürlich alle<lb/>
unsere Mätzchen und wehrt sich dagegen, dass seine Gruppe dezimiert<lb/>
wird. Vom Verkehrsministerium bekommen wir aus der Energiesektion<lb/>
33 Beamte. Strittig ist noch, wer die Verkehrswerbung resp. wer von der<lb/>
Verkehrswerbung und wer für Fremdenverkehr arbeitet, abgetreten wird.<lb/>
Ich lege keinen besonderen Wert darauf, da vor allem ja wirklich niemand<lb/>
freiwillig ins Handelsministerium scheinbar kommen möchte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_15">Mit <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> habe ich in einem Telefongespräch vereinbart, dass ich in der<lb/>
<pb n="17-1010" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-17_1010.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Verkehrsfrage keine wie immer geartete Entscheidung mehr treffe, ohne<lb/>
mit ihm im engsten Einvernehmen vorzugehen. Ich habe ihn zur Enquete<lb/>
eingeladen, er übernimmt aber gerade zu diesen Zeitpunkt sein Mini<lb break="no"/>sterium und kann deshalb nicht kommen. Er ist aber damit einverstanden<lb/>
dass ich am Ende der Enquete Arbeitsgruppen einsetzen werde, die nächte<lb/>
Enquete dann bei ihm stattfinden soll, zumindestens nachdem noch die<lb/>
formelle Kompetenz bei mir liegt, aber der Sitzungssaal vom Verkehrsmini<lb break="no"/>sterium als Grunldage dienen sollte und damit klar und deutlich unser<lb/>
kooperatives Zusammenarbeiten nach aussen hin auch entsprechend unter<lb break="no"/>strichen werden soll. So sehr ich verstehe, dass wir um jeden Dienst<lb break="no"/>posten kämpfen, möhcte ich gerade nicht, dass <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> denEindruck hat,<lb/>
ich will ihm hier irgendwelche tüchtige Leute abspenstig machen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Hier muss Du unbedingt mit dem Sekretariat von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs>, d.h. mit unseren Genossen und Freunden<lb/>
eine amikale Lösung suchen, ohne dass <rs type="person" ref="#per__110923">Lanc</rs> den<lb/>
Eindruck hat, dass wir ihn bei der Übernahme des<lb/>
des Geschäftes bereits hereingelegt haben. Dies er<lb break="no"/>scheint mir wichitger als ein starker Mann bei<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> zu erscheinen, der imstande war, irgend<lb break="no"/>welche Dienstposten zusätzlich zu halten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_17">Direktor <rs type="person" ref="#per__97339">Baumgartner</rs> von den Ennskraftwerken, dernur einen Antritts<lb break="no"/>besuch machen wollte, war sehr erstaunt, dass ich michsofort in die Detail<lb/>
vom Mollnprojekt einmischte. Er meinte, er hätte gar nicht erwartet,<lb/>
dass ein Minister diese Problem überhaupt kennt. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> meinte dann,<lb/>
da ich für Fremdenverkehr zuständig sei, sei auch daraus schon<lb/>
eine Kompetenz abzuleiten. Ich habe <rs type="person" ref="#per__97339">Baumgartner</rs> auseinandergesetzt, dass<lb/>
ich mit dem verstorbenen Dr. <rs type="person" ref="#per__133399">Singer</rs> bie meiner seinerzeitigen Besich<lb break="no"/>tigung der Kraftwerke der Enns bereits über dieses Problem sehr eingehend<lb/>
auch fraktionell gesprochen habe. Ic stehe nach wie vor auf dem STand<lb break="no"/>punkt, dass wenn es sich bei diesem Projekt um ein reines Elektrizitäts<lb break="no"/>projekt handelt, dann wird die Ennskraftwerks AG Schiffbruch erleiden.<lb/>
Sie muss versuchen, über die Wasserversorgung, d.h. dafür VErständnis<lb/>
bei der Bevölkerung zu erwecken, dass diese Speicher Molln als Wasser<lb break="no"/>reserve dringendst benötigt wird. <rs type="person" ref="#per__97339">Baumgartner</rs> selbst hat auch der<lb/>
Gemeinde Wien 100 Mill. m3 bereits angeboten für den Linzer Raum<lb/>
seien nur 10 Mill. ca. reserviert, sodass eigentlich tatsächlich, wenn<lb/>
Wien ein INteressezeigt, die Wasserseite wichtiger ist als die Elektrizitäts<lb break="no"/>seite. Die Leitung nach Wien wird allerdings 1,8 Mia S kosten. Mit der<lb/>
Aufbereitungsanlage würde der m3 auf S 3.- zu stehen kommen. Die Wiener<lb/>
haben derzeit noch keine dezidierte Stellungnahme abgegeben und sehr wenig<lb/>
<pb n="17-1011" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-17_1011.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Interesse für dieses Wasser gezeigt . Die Ennskraftwerke machen bereits<lb/>
jetzt gegen die Bürgerinitiative ebenfalls Aktivitäten, sie führt<lb/>
z.B. Schlauchphosphate durch die Steyr, wo bereits jetzt ca. 10 m3<lb/>
fliessen. Dies sit die Mindestmenge, die ebenfalls im Sommer über<lb/>
die Steyr abgeleitet werden muss. Im Winter soll sie auf 5 m3<lb/>
reduziert werden. Da der Parteiobmann von Oberösterreich <rs type="person" ref="#per__114604">Hillinger</rs> das<lb/>
Volksbegehren unterschrieben hat, wird früher oder später auch LH-Stv.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__125380">Fridl</rs> konkret dazu Stellung nehmen müssen. Ich selbst habe <rs type="person" ref="#per__97339">Baumgartner</rs><lb/>
versprochen, dieses Problem in Linz mit <rs type="person" ref="#per__125380">Fridl</rs> und <rs type="person" ref="#per__114604">Hillinger</rs> zu besprechen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Die Idee von Arch. <rs type="person" ref="#per__137167">Ursprunger</rs> ist wie Du siehst<lb/>
nichts Neues und wird deshalb, nachdem sie bereits<lb/>
von den Ennskraftwerken durchgeführt wurde, von mir<lb/>
derzeit nicht mehr verfolgt. Mit den Oberösterrei<lb break="no"/>chern müssen wir beim Parteirat sprechen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_19">Der ehemalige Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97622">Kepnik</rs> von der ÖBB hat einen Ordenswunsch für<lb/>
ein Vorstandsmitglied der poln.-österr. Gesellschaft, nämlich <rs type="person" ref="#per__97880">Rosenstrauch</rs>.<lb/>
Selbstverständlich werden wir diesen Ordenswunsch erfüllen. Bei dieser<lb/>
Gelegenheit erfuhr ich, dass die DDR-österr. Gesellschaft sehr schlecht und<lb/>
parteipolitisch zur KPÖ eindeutig orientiert geführt wird. <rs type="person" ref="#per__97622">Kepnik</rs> ist<lb/>
auch dort im Vorstand tätig und sagt, es kämen oft von Berlin Frauen,<lb/>
die Weisungen dem Präsidenten resp. Sekretär erteilen, der diese, ohne<lb/>
auch nur mit der Wimper zu zucken, durchführt. Ich habe <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> dazuge<lb break="no"/>rufen und <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> wird nun klären, wie eine andere Entwicklugn einge<lb break="no"/>leitet werden kann.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: UND <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Ich glaube, wir müssten uns um die österr.<lb/>
und jetzt anderen Gesellschaften der Ostblockländer<lb/>
mehr kümmern. Diese spielen doch scheinbar eine be<lb break="no"/>deutende Rolle.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_21">Dr. <rs type="person" ref="#per__147034">Mattos</rs> von der Presse wollte ein Interview über das Europa-Institut.<lb/>
Bei dieser GElegenheit lernte ich gleich den Geschäftsführer Dr. <rs type="person" ref="#per__145849">Jabinger</rs><lb/>
und Magister <rs type="person" ref="#per__146923">Kotte</rs> kennen. Beide machen auf mich den besten Eindruck.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__147034">Mattos</rs> wird nun für die SEite 3 einen längeren Artikel schreiben. Da<lb/>
ich nicht will, dass die Handelskammer ndann neuerdings über Aktivitäten<lb/>
des Europa-Instituts beschwert, von denen sie nichts weiss, habe ich <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs><lb/>
ersucht, er möge, bevor dieser Artikel erscheint. d.h. wenn <rs type="person" ref="#per__147034">Mattos</rs> mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__145849">Jabinger</rs> über den Inahlt sich einig ist, womöglich das Manuskript der Handels<lb break="no"/>kammer zur Approbation vorgelegt wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_22">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte die Handelskammer ausser den scheinbar nicht immer<lb/>
berichtenden <rs type="person" ref="#per__113031">Melis</rs> über das Sekretariat von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> über Aktivitäten des Europa-Instituts in<lb break="no"/>formieren. und womöglich einer<lb/>
<pb n="17-1012" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-17_1012.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Kuratotiumssitzung vereinbaren, wenn auch erst ein<lb/>
späterer Zeitpunkt möglich sein wird. Die günstigste<lb/>
Gelegenheit und spätester Termin wäre bei Zusammentritt<lb/>
des Nationalrates, Dieser Termin gilt nur, wenn wirk<lb break="no"/>lich kein anderer zustandekommen sollte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_23">Ein Interview mit <rs type="person" ref="#per__146073">Pal Balasz</rs>, der vor allem zuerst über die Kooperationen<lb/>
und Ostverträge sich erkundigte, dann aber auf die Beziehungen zu den<lb/>
Niederlanden zu sprechen kommt, war mit vollkommen unerklärlich. <rs type="person" ref="#per__111699">Puffler</rs><lb/>
hätte nach meiner Aufzeichnung dabei sein sollen, war es aber nicht,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98040">Wais</rs> wusste scheinbar auch nicht, wer dieser <rs type="person" ref="#per__146073">Balasz<term>Balasz, Pal</term></rs> gewesen ist und für<lb/>
mich war die Kombination Osten und dann sein sehr grosses Interesse aus<lb/>
der Niederlande überhaupt nicht erklärlich. Nicht, dass es mir Schwierig<lb break="no"/>keiten bereitet hätte, so wäre ich doch sehr daran interessiert, wieso<lb/>
eine solche Kombination von <rs type="person" ref="#per__146073">Balasz<term>Balasz, Pal</term></rs> gewünscht wurde.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98040">WAIS</rs>: Vielleicht kannst Du irgendwie ergründen, weshalb<lb/>
er gerade die Fragen gestellt hat, Du warst ja an<lb break="no"/>wesend.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_25">In der Ministerratsvorbesprechung meinte sowohl <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> als auch <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
dass ich scheinbar durch reinen Zufall wieder einmal anwesend bin.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war sehr erstaunt, dass ich darauf replizierte, bei Reisen<lb/>
stünde ich bezüglich der Ausgaben an sechster Stelle. Er fragte sofort,<lb/>
wer vor mir sei, worauf ich nur meinte, der Aussenminister selbst<lb break="no"/>verständlich, aber dann kommt schon er als Bundeskanzler. Er meinte, dies<lb/>
sei unmöglich, in Wirklichkeit sei er erst dreimal weg gewesen. Hier<lb/>
müsste ich irgendwie schwindeln. Ich erklärte, dass ich alle Möglichkeiten<lb/>
nütze, aber auch selbst sparsamst bin und bin auch z.B. jetzt wieder<lb/>
zweiter Klasse geflogen. Dies meinte er, sei ein unrichtiges Vorgehen,<lb/>
weil andere dann ebenfalls vielleicht so fahren sollten oder müssten und<lb/>
der Beschluss lautet nur für Europa. Ich setzte ihm aber auseinander,<lb/>
dass schon allein, weil mir die Ausgaben auch dann, wenn sie der Staat<lb/>
ersetzt, als zu hoch erscheinen, immer mit der zweiten Klasse fliegen werde<lb/>
Damit keine Propaganda mache und mir ganz wurscht ist, was die anderen<lb/>
tun. Das Ganze wickelte sich sehr freundschaftlich ab, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war aber<lb/>
wirklich sehr überrascht, dass er bei den Ausgaben so hoch oben rangiert.<lb/>
Die anderen habe ich überhaupt nicht mehr erwähnt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_26"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte dann noch im Ministerrat müssten wir wegen der Sprengung<lb/>
das Partisanendenkmals einen deutlichen Protest aussprechen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_27">Mit der Jugenddiskussion hat er das Problem des Nationalfeiertages<lb/>
heute besprochen und der Jugendorgansation die Durchführung übertragen.</p><pb n="17-1013" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-17_1013.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_28">Die finanziellen Mitteln wird das Unterichtsministerium im 2. BÜG<lb/>
bekommen. Für die Interessensvertretung wird ein Empfang in Schönbrunn<lb/>
gegeben, wobei eben nicht wie sonst üblich Eingeladenen und womöglich<lb/>
Arbeiter und Unternehmer, die in den Betrieben stehen und noch niemals<lb/>
in Schönbrunn waren, bevorzugt werden sollen. Die Auswahl überlässt<lb/>
er aber auf alle Fälle den Interessensvertretungen. Ein Symposium der<lb/>
Historiker wird wieder durchgeführt. Darüberhinaus möchte er aber<lb/>
eine grosse Diskussion am Nationalfeiertag über das Thema: Volk und<lb/>
Verteidigung. <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> meinte, hier müsste man aber doch die Meinungen<lb/>
ausrichten, damit nicht verschiedene Auffassungen zum Durchbruch kommen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war natürlich genau gegenteiliger Meinung, er möchte, dass<lb/>
sehr wohl alle verschiedensten Auffassungen diskutiert werden. Er hofft<lb/>
nur, so wie dies auch vor Jahren in Schweden gewesen ist, dadurch durch<lb/>
eine breite Diskussion die Verteidungsbereitschaft der Bevölkerung<lb/>
steigt. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> meldete an, dass er mitwirken möchte, da die geistige<lb/>
Landesverteidigung bei ihm ressortiert, er jetzt einen neuen guten Mann für<lb/>
dieses Problem gefunden hat. <rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> machte mir gegenüber die Bemerkung,<lb/>
ob nicht auch die wirtschaftliche Landesverteidigung von mir herausgestrich<lb/>
chen werden sollte. Ich habe <rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> sofort ersucht, dieses Thema nicht<lb/>
zur Sprache zu bringen, weil ich hier mit der ÖVP und der FPÖ Besprechungen<lb/>
dilatorischer Art führe, weil ich keine finanziellen Mittel habe und sie<lb/>
auch nicht ansprechen möchte. Mein Bestreben auf diesem Sektor kann <lb/>
nur sein, über die Runden zu kommen, ohne angeschossen werden zu können,<lb/>
die finanziellen Mitteln müssten vorerst gesichert sein und <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
kann und will nicht grössere Beträge dafür bereitstellen. Die Diskussion<lb/>
soll am 25. Oktober nachmittags stattfinden. Am 27. hat er Senator<lb/>
<rs type="person" ref="#per__122898">Kennedy</rs> eingeladen, der über "die USA ist anders" sprechen wird. Zu<lb/>
dieser Grossveranstaltung möchte er sämtliche Auslandsjournalisten<lb/>
aber auch Journalisten aus dem Ausland nach Wien bitten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_29">Die Gesundenmeinungsumfrage müsste von 2 Instituten, nämlich IFES-<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> und Fessel durchgeführt werden, da das dritte Institut, ein deutsches -<lb/>
ich weiss nicht welches er gemeint hat – dafür nicht in Frage kommt.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> glaubt, dass dieses Institut arg kriminell geführt wird. Das<lb/>
Linzer Institut, auch hier weiss ich nicht welches er meinte, käme<lb/>
erst nach der Wahl in Frage, weshalb nur <rs type="person" ref="#per__97356">Blecha</rs> und Fessel übrigbleiben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_30">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>: Bitte kläre einmal, wer die zwei anderen Institute<lb/>
sein sollten, <rs type="person" ref="#per__115595">Reiter</rs> müsste mehr davon wissen<lb/>
und warum er so negativ über alle anderen Institute<lb/>
denkt. Die Grosse Meinungsumfrage wird 1 Mio S<lb/>
<pb n="17-1014" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-17_1014.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>kosten und erst im nächsten Jahr fertig sein, wie <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> richtig bemerkte.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> möchte aber bereits bei der Budgetdebatte eine gewisse Infor<lb break="no"/>mation haben und vor allem einmal im Parlament diskutieren, sodass ein<lb/>
kleiner Vorspann von ihm jetzt angeregt wird, der ca. 30.000 S kostet.<lb/>
Eine Omnibusfrage und die den Instituten aber nicht bezahlt wird, sondern<lb/>
dann in die grosse Umfrage aufgehen soll.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_31">In Wien halten sich die Gerüchte, dass die Segelflieger, die in der<lb/>
CSSR abgeschossen wurden, mit dem Nachrichtendienst in Verbindung<lb/>
stehen. <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> hat dies abgestritten und erklärte, in keiner Weise<lb/>
Ebenso seien Befürchtungen, dass Telefone abgehört werden, nicht zutreffend.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war über diese Mitteilung sehr erfreut. Hoffentlich stimmt sie</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_32">Die Anerkennung Chiles wurde von ihm erörtert, wobei die südamerikanischen <lb/>
Staaten, wie Mexiko jetzt auch beweist, angeblich nur legale Regime aner<lb break="no"/>kennen. In Europa sei es anders. Hier wurden auch Putschisten bereits aner<lb break="no"/>kannt. u.a. teilte <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> mit, daß die Schweiz bereits die Aner<lb break="no"/>kennung der neuen Regierung ausgesprochen hat. Österreich könnte sich<lb/>
aus diesem Problem so herausziehen, daß es eine Regierung niemals aner<lb break="no"/>kennt und daher nicht nötig ist, die Beziehungen von Staat zu Staat er<lb break="no"/>folgen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wird über dieses Problem noch mit <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> Besprechungen<lb/>
führen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_33">Die schwedischen Wahlen stehen gar nicht günstig, denn 175 : 175 hat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114142">Palme</rs>, wie bereits angekündigt wird, durch die 50.000 Briefwähler zu<lb/>
Ungunsten der Sozialdemokraten entschieden. <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> berichtete<lb/>
über das Ableben des Königs und <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> soll ersucht werden, bei den Trauer<lb break="no"/>feierlichkeiten teilzunehmen, was dieser sicherlich ablehnen wird.<lb/>
In diesem Fall kann man nicht den 3. Präsidenten <rs type="person" ref="#per__97845">Probst</rs>, der sehr gerne<lb/>
fahren will, schicken, sondern muß, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, zuerst <rs type="person" ref="#per__97714">Maleta</rs><lb/>
fragen. Das ganze wird aber dem Bundespräsidenten vorgeschlagen, den wir<lb/>
am liebsten hätten, daß er selbst fährt, was aber sehr unwahrscheinlich<lb/>
ist.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_34"><rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> erinnerte daran, daß <rs type="person" ref="#per__114604">Hillinger</rs> erwartete, daß wir alle am<lb/>
Knödelessen in Linz teilnehmen. Ich hoffe, daß im Wahlkampf dieses be<lb break="no"/>deutende Ereignis auch entsprechend gewürdigt sind. Sorgen sind dies.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-17_35">Bei Tourist Austria habe ich auf dem Schiff mit <rs type="person" ref="#per__134288">Millwisch</rs> vom Verkehrs<lb break="no"/><pb n="17-1015" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-17_1015.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>büro und von Ruefa mit <rs type="person" ref="#per__136644">Figdor</rs> über die Beschwerden gesprochen. Ich<lb/>
habe sie auch streng vertraulich informiert, daß ich in Innsbruck eine<lb/>
neue Aktion ankündigen werde. Da <rs type="person" ref="#per__97459">Fröhlich</rs> am Schiff war habe<lb/>
ich mich einer Diskussion über die Geschäftsführerbestellung entzogen.</p></div>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Linzer Bgm.</occupation>
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               <persName type="label">Steinhart, Ferdinand</persName>
               <persName><surname>Steinhart</surname><forename>Ferdinand</forename></persName>
               <occupation>MR HM/VM (Ministerienneuorganisation 1974)</occupation>
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               <persName type="label">Rosenstrauch, Oskar</persName>
               <persName><surname>Rosenstrauch</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>GD Fa. Polkarbon</occupation>
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               <persName type="label">Puffler, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Puffler</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Reg.R HM</occupation>
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               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Frank</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
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               <persName type="label">Sedlak, Robert</persName>
               <persName><surname>Sedlak</surname><forename>Robert</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Probst, Otto</persName>
               <persName><surname>Probst</surname><forename>Otto</forename></persName>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
               <persName><surname>Gratz</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Reiter, Alfred</persName>
               <persName><surname>Reiter</surname><forename>Alfred</forename></persName>
               <occupation>Kabinettschef Kreisky [ident mit Reiter, C; 3.11.1971 Fredi Reiter
                  genannt]]</occupation>
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               <persName type="label">Metzner, Herbert</persName>
               <persName><surname>Metzner</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>MR HM/VM (Ministerienneuorganisation 1974)</occupation>
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               <persName type="label">Nußbaum, Ernst-Werner</persName>
               <persName><surname>Nußbaum</surname><forename>Ernst-Werner</forename></persName>
               <occupation>ORF</occupation>
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               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName><surname>Reisinger</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>GD Wr. Stadtwerke</occupation>
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               <persName type="label">Millwisch, Leopold</persName>
               <persName><surname>Millwisch</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Generaldir. Österr. Verkehrsbüro [?]</occupation>
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               <persName type="label">Marquet, Alois</persName>
               <persName><surname>Marquet</surname><forename>Alois</forename></persName>
               <occupation>Botschafter, Onkel v. Louis Marquet; evtl.
                  Falschidentifikation</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Ursprunger, Herbert</persName>
               <persName><surname>Ursprunger</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>Architekt</occupation>
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               <persName type="label">Schipper, Hans</persName>
               <persName><surname>Schipper</surname><forename>Hans</forename></persName>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Fridl, Josef</persName>
               <persName><surname>Fridl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>oö. SPÖ-Politiker</occupation>
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