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            <title type="main">Montag, der  3. September 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band17_1973-09-03</idno>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_01">Montag, 3. September 1973</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_02">Beim Jour fixe meinte <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, ein dreifacher Kriegsgrund<lb/>
besteht zwischen Handelsministerium und Kammer. Erst wenn das Handels<lb break="no"/>ministerium Mitglied des Vereins für Konsumenteninformation wird, tritt<lb/>
die Bundeskammer aus. Eine Erklärung, daß diese a. o. Mitgliedschaft<lb/>
nur dazu dient, um den Verein finanziell zu sanieren, wird von <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> nicht akzeptiert. Selbst mein Hinweis, daß die Werbe<lb break="no"/>steuer der zweite Grund, ansonsten droht, kann beide nicht umstimmen.<lb/>
Die Werbesteuer meinte <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hätte seinerzeit schon <rs type="person" ref="#per__122974">Altenburger</rs> in<lb/>
der ÖVP immer verlangt und damals hätte die Handelskammer dies schon<lb/>
ganz entschieden abgelehnt. Wir einigten uns, daß <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> unter<lb/>
Zuziehung von <rs type="person" ref="#per__112567">Christian</rs> und vielleicht auch von Dr. <rs type="person" ref="#per__97406">Ebert</rs>, dies ist eine<lb/>
reine Angelegenheit von <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, eine Aussprache über die Finanzierung<lb/>
des Vereines haben soll. Den Vorschlag <rs type="person" ref="#per__97769">Mussils</rs>, daß sie sich beim<lb/>
Finanzminister <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> einsetzen werden, daß der Verein eine größere<lb/>
Subvention von 5 Mio. pro Jahr bekommt, kann ich nicht akzeptieren,<lb/>
weil dies vielleicht sogar einmal eine Zusage sein kann, dann aber bei<lb/>
der Durchführung bei den Budgetverhandlungen immer wieder auf Schwierig<lb break="no"/>keiten stoßen wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_03">Der dritte Grund sei das Europa-Institut. Hier hätte das Präsidium, wo<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> Mitglied ist, noch niemals einberufen wurde oder auch nur<lb/>
der Vorstand, wo <rs type="person" ref="#per__113031">Melis</rs> kooptiert ist, auch noch niemals mit den wichtigen<lb/>
Fragen 1. des Geschäftsführers, 2. des Lokals, welches die Z zur Ver<lb break="no"/>fügung gestellt hat, gefragt wurde. Mein Hinweis, daß <rs type="person" ref="#per__113031">Melis</rs> davon ge<lb break="no"/>wußt hat, wird als nicht befriedigt bezeichnet. Ich glaube sogar, daß<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113031">Melis</rs> immer nachher, wenn er mit dem Präsidium konfrontiert ist, dort<lb/>
nicht die Zustimmung von irgendwelchen Zusagen erwarten kann, ganz ein<lb break="no"/>fach erklärt, er hat solche Informationen nie gehabt, oder gegeben. Auf<lb/>
gelöst wurde die ganze Frage durch, wie ich bereits seinerzeit dem Ver<lb break="no"/>treter von Rank Xerox mitteilte, durch die Tatsache, daß nun die Multi<lb break="no"/>nationalen Arbeitsbasis im Europa-Institut haben sollten. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
verweist darauf, daß man seinerzeit vereinbart hat, daß Probleme, die<lb/>
die Arbeiterkammer oder die die Handelskammer bearbeiten oder dort<lb/>
ressortieren, nicht im Europa-Institut speziell in Angriff nehmen wird.<lb/>
Außerdem sei das Problem der multinationalen Europafrage, sondern sei<lb/>
weltweit zu behandeln und schon dadurch der Handelskammer allein vorbe<lb break="no"/><pb n="17-0960" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-03_0960.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>halten. Weiters sollte jetzt die Verstaatliche mit <rs type="person" ref="#per__97340">Otto Beelitz</rs> ein<lb/>
eigenes Instrument im Europa-Institut werden. Auch hier hätte in der<lb/>
VP–Zeit die Handelskammer solche Wünsche von <rs type="person" ref="#per__97340">Beelitz</rs> ganz entschieden<lb/>
abgelehnt. Da ich erklärte, daß auch die Verständnis dafür habe, daß<lb/>
die Handelskammer die gesamte Industrie vertreten will und ich vor allem<lb/>
niemals <rs type="person" ref="#per__97340">Beelitz</rs> als alleinigen Vertreter der verstaatlichten Industrie<lb/>
anerkennen würde, da es nur eine Industrie, nämlich privat oder verstaat<lb break="no"/>licht geben kann, andererseits ich den Generaldirektor von Rank Xerox<lb/>
bei einer Aussprache schon auf die Notwendigkeit der Einigung mit der<lb/>
Handelskammer im Gewissen habe, gibt <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> zu, daß ich nicht illoyal<lb/>
gehandelt habe und wir einigen uns auf eine Aussprache zwischen <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>, <rs type="person" ref="#per__113031">Melis</rs>, <rs type="person" ref="#per__97985">Staribacher</rs>.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_04">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs><lb/>
Bitte Termin vereinbaren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_05">Im europäischen Patentangelegenheiten fürchtet <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs>, daß wir das<lb/>
österreichische Patentamt zerstören. Scheinbar waren die Patentanwälte<lb/>
auch bei ihm. Interessant ist, daß <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> über die Details nicht an<lb break="no"/>nähern informiert ist und erklärt, er müßte sich mit diesem Problem<lb/>
noch eingehen beschäftigen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_06"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> selbst schneidet das Problem <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs> – Nachfolge an.<lb/>
Er fragt, ob ich eine demokratische Lösung anstrebe oder ob ich eine<lb/>
Ministerentscheidung fällen werde. Ich erkläre, daß ich schon allein<lb/>
durch die Ausschreibung demonstrieren wollte, daß ich sehr wohl eine<lb/>
demokratische Lösung herbeiführen möchte. Alle Leute sind der Meinung,<lb/>
daß ich unter gar keinen Umständen Komm.Rat <rs type="person" ref="#per__97459">Fröhlich</rs> bestellen sollte,<lb/>
der auch weitgehend immer auch ein Desinteresse in der Öffentlichkeit<lb/>
zeigt. Da <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> ja auch für <rs type="person" ref="#per__97459">Fröhlich</rs> sich kaum einsetzt, einigen<lb/>
wir uns sofort, daß wir weitere Besprechungen über dieses Problem führen<lb/>
sollen. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> glaubt noch immer, daß mindestens 7 Bundesländer für<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97459">Fröhlich</rs> sind. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wehrt sich vor allem gegen <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
meinte, ich sollte eben dann einen anderen Kandidaten, der sich nicht<lb/>
beworben hat, akzeptieren. Dies lehne ich als einen antidemokratischen<lb/>
Vorgang auf das entschiedenste ab. Ich hätte deshalb ausgeschrieben,<lb/>
damit sich alle Leute, die dafür in Frage kommen, bewerben. Dies ist<lb/>
<pb n="17-0961" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-03_0961.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>jetzt geschehen und deshalb würde ich unter den vier Kandidaten<lb/>
wählen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_07">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs><lb/>
Wenn Deine Theorie stimmt, müßten wir bei Zeiten auch die Möglichkeit<lb/>
für <rs type="person" ref="#per__111736">Zolles</rs> gewinnen. Wie stehen aber nun wirklich die einzelnen Bundes<lb break="no"/>länder zum <rs type="person" ref="#per__97459">Fröhlich</rs>-Vorschlag.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_08"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> möchte noch, daß wir für <rs type="person" ref="#per__146348">Raimund Gugler</rs>, § 58 GwO positiv<lb/>
votieren, obwohl die Arbeiterkammer sich dagegen ausspricht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_09">Anmerkung<lb/>
Bitte versuchen ob Arbeiterkammer Ablehnung zurücknimmt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_10"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> frägt, ob wir bereit sind, für Herrn <rs type="person" ref="#per__140584">Falkner</rs>, Hotelier in<lb/>
Sölden, den Zinsenzuschuß zu verlängern. Ich erkläre nur, daß ich<lb/>
den Fall mir ansehen werde.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_11"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> frägt, ob wir die Handelskammer bei den jetzt zu bearbeitenden<lb/>
Energiekonzept mitwirken lassen. Er ist beruhigt, als ich ihm versichere,<lb/>
daß ich unmittelbar nach Kompetenzübertragung einen Beirat errichten<lb/>
werde, in dem selbstverständlich auch die Handelskammer entsprechend<lb/>
vertreten sein soll. Er selbst erklärt sofort, daß er in de Beirat<lb/>
mitarbeiten wird, nachdem er in den Ferien jetzt den Netto-Bericht<lb/>
gelesen hat und insbesondere von der Energiekrise sehr beeindruckt ist.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_12">In der Gewerbeordnung meinte er, müßte man das <choice><choice><sic>Hotel Waagen-Gewerbe</sic><corr>Hotelwagengewerbe</corr></choice></choice><lb/>
echte Hoteliers noch einmal überprüfen , da die Taxifahrer dann angeblich<lb/>
zu Grunde gehen. Vor allem aber ihm scheinbar große Schwierigkeiten be<lb break="no"/>reiten. Er wird neuerdings eine Aussprache zwischen den beteiligten<lb/>
Gruppen herbeiführen und <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> dazu einladen. Ich verweise darauf,<lb/>
daß jetzt durch den Rückgang der Fremdenverkehrseinnahmen durch die<lb/>
gehobenen Fremdenverkehrsbetriebe gerade eine zusätzliche Leistung, die<lb/>
man den schon im Rahmen der Gewerbeordnung versprochen hat, nicht neuer<lb break="no"/>dings gekürzt werden können, umso mehr, als ja der derzeitige Defaktozu<lb break="no"/>stand schon die Beförderung ohne eine Taxikonzession zu besitzen, sicher<lb break="no"/>lich entgegen der derzeitigen Rechtslage, aber de facto durchgeführt wird.</p><pb n="17-0962" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-03_0962.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_13">Für die BÜRGES und Gewerbestrukturkreditaktion verlangt <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, daß<lb/>
wir die 8 % Limit um 3 % Zuschuß gegeben wird, unbedingt auf 9 %<lb/>
Höchstlimit erhöhen. Da die Kreditinstitute nicht mehr bereit sind,<lb/>
einen 8 %igen Kredit zu geben resp. wenn sie dies tun, dann irgend<lb break="no"/>welche andere Belastungen, den Kreditnehmer als Equivalent aufzwingen.<lb/>
Ich erkläre mich zu einer solchen Lösung nichteinverstanden, da wir<lb/>
jetzt unsere gesamten Mittel sowieso für die 8 %igen Kredite benötigen.<lb/>
Am Abend in der Partei erzählt mit <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs>, das er befürchtet, dass<lb/>
in der morgigen Bürges-Aufsichtsratssitzung GenSekr. <rs type="person" ref="#per__109293">Busek</rs> vom Wirt<lb break="no"/>schaftsbund sofort einen entsprechenden Vorstoß über Änderungen der Richt<lb break="no"/>linien unternehmen wird. Angeblich würde auch Staatskommissär vom<lb/>
Finanzministerium MR <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> einen Vorschlag über Änderung der Bedingungen<lb/>
bringen. <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs> wird sich unmittelbar mit <rs type="person" ref="#per__110922">Vranitzky</rs> ins Einver<lb break="no"/>nehmen setzten, da er dies für unmöglich erachtet, daß der Freie Wirt<lb break="no"/>schaftsverband bis jetzt auf die Linie, wir können nichts ändern einge<lb break="no"/>stellt hat, und nun vielleicht die ÖVP über das Finanzministerium diese<lb/>
Frage aufrollt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_14">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs><lb/>
Bitte mit unseren Genossen in der BÜRGES und dem Finanzministerium –<lb/>
Sekretariat die Einhaltung unserer Linie unbedingt neuerdings be<lb break="no"/>sprechen und absichern.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_15">Ich verweise <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> darauf, daß seinerzeit <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> gegenüber erklärt<lb/>
hat, man müsse wirklich den gespaltenen Kraftfahrzeughaftpflichtsatz<lb/>
überlegen, ja mehr oder minder positiv beurteilt hat. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> bestreitet<lb/>
dies nicht, meint nur, daß jetzt eben Gutachten von <rs type="person" ref="#per__139468">Mayer-Maly</rs> vorliegen,<lb/>
daß eine solche Vertragsmöglichkeit als gesetzwidrig bezeichnet. Die<lb/>
Forderung wegen der Höhe, noch gegen wen sie gerichtet ist, ist<lb/>
von vornherein feststeht, kann nicht verzichtet werden. Außerdem sei<lb/>
dies durch eine einseitige Erklärung nicht möglich. Der wirkliche<lb/>
Grund wird von ihm aber dann zugegeben. Bei den 25 % Teilerhöhungen<lb/>
für die wir nicht verzichten, handelt es sich primär um Gruppen, die<lb/>
der Handelskammer angehören. Er ist deshalb der Meinung, es ist besser<lb/>
wenn eine 8 %ige Erhöhung erfolgt, weil dadurch eine größere und nicht<lb/>
nur der Handelskammer angehörende Gruppe dies zu tragen hat. Er wird<lb/>
aber neuerdings auf seine Zusage zurückgreifend mit der Versicherungs<lb break="no"/>wirtschaft und den übrig davon betroffenen Sektionen, ja sogar unter<lb/>
<pb n="17-0963" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-03_0963.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Zuziehung von Unfallhelfer <rs type="person" ref="#per__146613">Kalal</rs> dieses Problem neuerdings überdenken.<lb/>
Derzeit kann er leider seinem Vertreter bei den sieben Weisen keinen<lb/>
anderen Auftrag geben, weil eben der verkehrspolitische Ausschuß bereits<lb/>
negativ votiert und durch Beschluß festgelegt hat.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_16">Über diese Frage habe ich mit Gen.Dir <rs type="person" ref="#per__130208">Binder</rs> und <rs type="person" ref="#per__137269">Hajek</rs> sowie MR. <rs type="person" ref="#per__137268">Grubmann</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__134300">Metzner</rs> nachmittag eine Besprechung, wo ich freiweg gleich erkläre,<lb/>
daß ich für den gespaltenen Tarif bin, allerdings zumindestens die Zu<lb break="no"/>stimmung des ÖAMTC erreichen muß. Ich mache die Versicherungsvertreter<lb/>
darauf aufmerksam, daß ich gegebenenfalls den 1. Oktober vorübergehen<lb/>
lasse und weitere Zugeständnisse von der Versicherungswirtschaft er<lb break="no"/>warten muß, damit ich die Zustimmung des ÖAMTC erreichen kann. Gen.Dir<lb/>
<rs type="person" ref="#per__130208">Binder</rs> ist über diese Aussicht nicht sehr erfreut, ist aber letzten Endes<lb/>
dann damit einverstanden, daß wenn es gelingt den ÖAMTC auch für eine<lb/>
solche Regelung, die offizielle Zustimmung zu bekommen, weitere Opfer<lb/>
der Versicherungswirtschaft notwendig und zielführend sind.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_17">Eine Aussprache mit Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__98032">Veith</rs> und Herrn <rs type="person" ref="#per__131314">Sochor</rs>, <rs type="person" ref="#per__134300">Metzner</rs> gibt das<lb/>
der ÖAMTC auf einer harte Attacke von mir er könnte sich nicht um die<lb/>
Verantwortung drücken, bereit ist, wenn die rechtlichen Vorschläge<lb/>
einigermaßen nicht kontralegend sind, zumindestens im Kraftfahrbeirat<lb/>
und vor allem in seiner Zeitung nicht polemisieren wird. Diese Zusage<lb/>
ist mir zu wenig. Ich verlange, daß wenn es im Beirat zu keiner Verab<lb break="no"/>schiedung kommt, was ich unter den jetzigen Mehrheitsverhältnissen<lb/>
gar nicht annehmen kann, wird durch neuerliche Verhandlungen eine<lb/>
positive Einstellung zumindestens der Kraftfahrverbände erreichen<lb/>
sollte. <rs type="person" ref="#per__98032">Veit</rs> erklärt seine Zustimmung zu diesem Plan. Wenn der ÖAMTC<lb/>
beim Kraftfahrbeirat nicht attackiert wird, wird er sich überhaupt nicht<lb/>
melden und ich dann zusammenfassend feststellen, daß eben noch weitere<lb/>
Verhandlungen notwendig sind, um ein einvernehmliches Ergebnis zumin<lb break="no"/>destens mit den Kraftfahrorganisationen zu erreichen. Dieser Regelung<lb/>
hoffe ich, dem ÖAMTC wieder, so wie auch bei den sonstigen Erhöhungen<lb/>
für Benzinpreis, soweit ich sie verhandelt habe und vor allem Kraft<lb break="no"/>fahrversicherung zu einer Zustimmung der Regelung zu gewinnen. <rs type="person" ref="#per__137269">Hajek</rs> von<lb/>
der Versicherung wird sich bemühen, innerhalb der Bundeskammer die<lb/>
Bereitschaft <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> über das ganze Problem neuerdings Besprechungen<lb/>
zu führen, ebenfalls deren derzeit eindeutig ablehnendes Votum zu<lb/>
<pb n="17-0964" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-03_0964.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>revidieren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_18">Ich teile beim Jour fixe <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> noch mit, daß ich die Nettopreise unver<lb break="no"/>ändert verlängere, so daß wir bezüglich der jetzt endlich zu beginnenden<lb/>
Besprechungen über die wirtschaftliche Preisgesetze nicht präjudiziert<lb/>
sind. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> weist darauf hin, daß <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> einen Entwurf ausgeschickt hat,<lb/>
der unter allen Umständen von ihm abgelehnt wird. Gleichzeitig versichert<lb/>
er mir, daß die Besprechungen innerhalb der Handelskammer fortgesetzt<lb/>
werden und daß Ende September, Anfang Oktober eine gemeinsame Besprechung<lb/>
Handelsministerium – Handelskammer erfolgen könnte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_19">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs><lb/>
Vielleicht kann man über irgendeinen Kanal herausfinden, wieweit die<lb/>
Handelskammer wirklich ernsthaft Besprechungen führt und wieweit <rs type="person" ref="#per__112956">Schwarz</rs><lb/>
dabei Informationen bekommen könnte, um sie bereits in unsere Über<lb break="no"/>legungen einzubeziehen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_20">Bezüglich der Wunschliste der Handelskammer über die Maul- und Klauen<lb break="no"/>seucheschäden erkläre ich, daß dies für mich nicht einmal eine Verhand<lb break="no"/>lungsbasis sein kann. In die Handelskammer nicht einmal als Schaden<lb/>
den Umsatzrückgang anerkennen will, sondern darüber hinaus andere<lb/>
Kriterien verlangt, ist dies nur zu vergleichen, wenn ich als Arbeiter<lb break="no"/>kammerdirektor früher bei einer Schadensfeststellung verlangt hätte,<lb/>
daß der Arbeiter auch in der Zwischenzeit hätte können auch irgendwo<lb/>
einen noch höheren Verdienst haben und daher nicht nur sein Verdienst<lb break="no"/>entgang, sondern auch die mögliche Verdiensterhöhung als Grundlage der<lb/>
Entschädigung genommen werden müßte. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> meinte, darüber sollten wir<lb/>
sprechen, doch erkläre ich gleich rundweg, daß dies eine Angelegenheit<lb/>
des Finanzministeriums ist und ich nicht bereit bin, mich in diese Materie<lb/>
einzumischen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_21">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs><lb/>
Wenn möglich bitte jedweges Präjudiz unserer Seite vermeiden. Hier<lb/>
muß das Finanzministerium entscheiden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_22">Beim Journalistenfrühstück hat <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und <rs type="person" ref="#per__112973">Hillebrand</rs> eine sehr instruktive<lb/>
und doch kurze Ausführung über die GATT – Verhandlung gegeben. Ich bin<lb/>
neugierig, was die Zeitungen letzten Endes bringen werden. Vom Thema<lb/>
<pb n="17-0965" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-03_0965.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>her war oder müßte dieses Problem sehr interessant sein. Die Art<lb/>
der Darstellung hat mich auch gut gefallen. Den Vorschlag <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs>, wir sollten damit ev. diese Journalistenfrühstücke leb<lb break="no"/>hafter werden mit uns nahestehenden Journalisten, Fragen vorbereiten,<lb/>
halte ich nicht für sehr zielführend. Früher oder später wird dies<lb/>
bekannt und dann heißt es, wir manipulieren diese Frühstücksrunde.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_23">GenDir <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs>, ÖMV fürchtet, daß wegen der Chemieseite, wir bräuchten<lb/>
370.000 t Polyäthylen und 270000 <choice><choice><sic>Polyproylen</sic><corr>Polypropylen?</corr></choice></choice> im Jahr 1980, die Rohöl<lb break="no"/>kapazität der Verarbeitung in Schwechat nicht ausreicht. Zuzüglich<lb/>
zu dem jetzigen Verbrauchsmengen würden dafür noch 5 Mio. Tonnen Roh<lb break="no"/>öl raffiniert werden müssen. Deshalb meinte er, man könnte in Österreich<lb/>
mit den Iranern gemeinsam eine Raffinerie errichten. Zu seiner Zeit<lb/>
hätte er in der deutschen Industrie 250 Mio. DM Industrienalagen in<lb/>
Iran verbaut und deshalb hätte er gute Beziehungen dorthin. Ein gewisser,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__149292">Schäfer</rs>, deutscher Journalist, könnte die Sondierung beim Schah vor<lb break="no"/>nehmen, ob eine solche Raffinerie von den Iranern bei uns finanziert<lb/>
wird. Ebenso sollten sogar auf Anregung von MR. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs>, der anwesend war,<lb/>
die Geist erklärt, Dr. <rs type="person" ref="#per__146607">Kapani</rs> ein Vizeminister von Saudi Arabien für<lb/>
Investitionen gegen Öllieferungen gewonnen werden. Ich erkläre, daß ich<lb/>
nichts gegen Abtausch von Rohöllieferungen gegen Investitionen habe,<lb/>
wohl aber größte Bedenken gegen eine zweite Raffinerie zum jetzigen<lb/>
Zeitpunkt. Die ÖMV hat ihren Konzeptausbau in Schwechat bis zur max.<lb/>
Kapazitätsgrenze und optimale Ausdehnung wahrscheinlich bis 20 Mio t<lb/>
um rationell arbeiten zu können. Derzeit muß die ÖMV mit den internat.<lb/>
gegen eine jedweitere Raffinerieerrichtung wahrscheinlich schwerstens<lb/>
dagegen Stellung nehmen werden, die AWP Verträge neu verhandeln.<lb/>
Außerdem gibt es von der ÖMV Zusagen, daß die nächste Raffinerie mit<lb/>
den internationalen gemeinsam errichtet.wird. Die auch seinerzeit in<lb/>
Lannach beabsichtigt war. Wir einigten uns, daß <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> seinen Vertrauens<lb break="no"/>personen in Teheran nur mitteilt, daß über dieses Problem er weiterhin<lb/>
gerne Kontakt hätte , aber keine wie immer gearteten Zusagen gemacht<lb/>
werden sollen. Richtig ist, daß wir für die chem. Industrie die not<lb break="no"/>wendigen Rohstoffmengen Äthylen und Poläthylen sichern müssen und<lb/>
nicht ausschließlich auf Importe verlassen können und sollen. Da wir<lb/>
wahrscheinlich eine so große Menge gar nicht bekommen können. Dies<lb/>
wird eine Aussprache mit <rs type="person" ref="#per__97644">Koller-</rs> VOEST, <rs type="person" ref="#per__112054">Buchner</rs> – Linz-Chemie, ÖMV <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs><lb/>
<pb n="17-0966" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-03_0966.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>und dem Ministerium herbeiführen, um dieses Problem zu klären. Er<lb/>
ist ganz erstaunt, daß ich sofort neben MR. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> auch selbst an<lb/>
dieser Sitzung teilnehmen möchte und werde.ä</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_24">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs><lb/>
Bitte Termin mit diesen Leuten vereinbaren, nachdem mit Sekretariat<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> Rücksprache gehalten wurde.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_25">Beim Abschiedsbesuch des ungar. Handelsdelegierten <rs type="person" ref="#per__136802">Kövari</rs> stelle<lb/>
ich zu meiner größten Verwunderung fest, daß an seine Stelle jetzt<lb/>
SChef im Aussenhandelsministerium kommt, der bis jetzt die Österreich<lb break="no"/>Verträge verhandelt hat. In Ungarn dürfte also der Wechsel von einem<lb/>
SChefs-Posten an dem jetzt <rs type="person" ref="#per__136802">Kövari</rs> hinkommt, ins Aussendienstverhältnis<lb/>
als Handelsrat ein Degradieren sein. Den Vorschlag, daß <rs type="person" ref="#per__110971">Biro</rs> angeblich<lb/>
wünscht ich sollte im Oktober die gemischte Kommission in Budapest<lb/>
führen und die entsprechende Protokolle unterzeichne, habe ich im<lb/>
Hinblick auf die Wahlen ganz entschieden zurückgewiesen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_26">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs><lb/>
Bitte laße zusammenstellen, wo ich unbedingt ins Ausland reisen<lb/>
muß und wo ich vertraglich dazu verpflichtet bin.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_27"><rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> erkläre ich meine Bereitschaft nun doch nach Tokio zu fahren<lb/>
nach dem auch <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> beim Jour fixe auf meine Frage, ausdrücklich<lb/>
erklärt hat, er hält eine solche Reise für sehr zweckmäßig. Ich<lb/>
hatte nämlich <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> sehr konkret gefragt, ob er nicht die ÖVP im<lb/>
Parlament neuerdings anschießen wird, wenn ich die Reise von der<lb/>
ich mir nicht allzuviel verspreche, nicht machen würde. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> erklärten übereinstimmend, sie können über Anfragen anderer<lb/>
Abgeordneten leider nicht mitentscheiden und mir daher keine Garantie<lb/>
geben. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> selbst meinte sogar, ich müßte unbedingt fahren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_28"><rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> und <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> sprechen mit mir die weitere Vorgangsweise zum<lb/>
Energiekonzept. Fraktionell soll nicht ein vollkommen abgeschlossenes<lb/>
Konzept bereits erstellt werden. Ich möchte, daß die Partei nicht sich<lb/>
so festlegt, daß überhaupt kein Verhandlungsspielraum mit der Handels<lb break="no"/>kammer verbleibt. Die Konzeption müßte sein, daß wir fraktionell nur<lb/>
so weit Vorbesprechungen führen, daß wir Verhandlungspovuir mit partei<lb break="no"/><pb n="17-0967" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band17/17_1973-09-03_0967.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>mäßiger Deckung durch die ökonomische Arbeitsgruppe haben. Ich<lb/>
halte es für unmöglich, daß wir nach Einberufung des Energie<lb break="no"/>beirates dann bereits ein fertiges Konzept dann vorlegen und<lb/>
die andere Seite nur mehr die Möglichkeit hat, dieses Konzept<lb/>
entweder anzunehmen oder abzulehenen. Meine Vorstellung geht da<lb break="no"/>hin, daß wir vorerst selbst wissen sollten, wie wir die einzelnen<lb/>
Energieträger behandeln, welche Koordination durchgeführt wird<lb/>
und welche Maßnahmen wir in Erwägung ziehen. Dann sollte diese<lb/>
Vorschläge in den Energiebeirat von den anderen oder unseren eigenen<lb/>
Leuten erarbeitet werden, so daß das Gefühl überall entsteht, die<lb/>
Interessensvertretungen haben gemeinsam mit dem Ministerium dieses<lb/>
Energiekonzept geschaffen. Nur so kann ich es aus der Polemik heraus<lb break="no"/>halten und doch unsere Ideen weitestgehend verwirklichen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_29">GenDir <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97671">Kreutler</rs> von der ÖMV kommen ebenfalls um<lb/>
festzustellen, daß jetzt <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> teilweise mit <rs type="person" ref="#per__140493">Romig</rs> von der ÖMV, der<lb/>
die Planung hat, über die Energiekonzeption spricht. Dadurch be<lb break="no"/>kommen die Schwarzen Informationen, die man, wie ich sofort erkläre,<lb/>
allerdings auch so nicht verhindern kann. Mir erscheint deshalb<lb/>
viel wichtiger, daß wir in der Energiekonzeption so vorgehen, daß<lb/>
wir wissen was wir wünschen und dann selbstverständlich dann auch<lb/>
die andere Seite auch parteipolitisch die Möglichkeit haben, muß<lb/>
seine Vorstellungen hier nicht nur zu präsentieren, sondern wahr<lb break="no"/>scheinlich auch so weit sie vernünftig sind, teilweise einzubauen.<lb/>
Mir ist vollkommen klar, daß auch die ÖVP in der ÖMV in der E-Wirt<lb break="no"/>schaft usw. sich mit der Energiekonzeption jetzt beschäftigt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_30"><rs type="person" ref="#per__97429">Feichtiger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97671">Kreutler</rs> kommen aber primär wegen der Vorsprache von<lb/>
SR. <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs> wegen der freien Tankstellen, <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs> hätte dort angekündigt,<lb/>
daß jetzt ein Prozeß gegen die ÖMV stattfinden wird. Er denkt hier<lb/>
scheinbar an die Finanzprokuratur in Wahrung des Kartellgesetzes,<lb/>
weil die ÖMV sich außerstande erklärt, die freien Tankstellen zu<lb break="no"/>sätzlich zu beliefern. <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtinger</rs> erklärte, sie können nicht einmal<lb/>
ihre Verträge einhalten und haben daher große Schwierigkeiten, so daß<lb/>
sie neue zusätzliche Abnehmer nicht akzeptieren können. Wir einigen<lb/>
uns, daß die Besprechungen zwischen ÖMV und weißen Tankstellen weiter</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band17_1973-09-03_31">fortgesetzt werden, auch dann, wenn es zu keinem pos. Ergebnis kommen<lb/>
kann.</p></div>
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            <head>Tagesprogramm, 3.9.1973</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Autor Fachgutachten Baugewerbe gemeinsam mit T. Tomandl 1972; wohl
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               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
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               <persName type="label">Hönel, Walter</persName>
               <persName><surname>Hönel</surname><forename>Walter</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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               <persName type="label">Fröhlich, Josef</persName>
               <persName><surname>Fröhlich</surname><forename>Josef</forename></persName>
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               <persName type="label">Bíró, Jószef</persName>
               <persName><surname>Bíró</surname><forename>Jószef</forename></persName>
               <occupation>ung. Außenhandelsmin.</occupation>
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               <persName type="label">Grubmann, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Grubmann</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM/VM (Ministerienneuorganisation 1974)</occupation>
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               <persName><surname>Zolles</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>Direktor ÖFVW</occupation>
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               <persName type="label">Christian, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Christian</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>HK</occupation>
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               <persName type="label">Langer-Hansel, Harald</persName>
               <persName><surname>Langer-Hansel</surname><forename>Harald</forename></persName>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Hillebrandt, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Hillebrandt</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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