<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="staribacher__19730704.xml" prev="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19730703.xml" next="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19730705.xml" xml:base="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title type="main">Mittwoch, der  4. Juli 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
            <respStmt>
               <resp>Conversion to TEI</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Digitisation, OCR correction and named entities tagging</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
            <availability>
               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band16_1973-07-04</idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date when="1973-07-04">Mittwoch, 4. Juli 1973</date>
         </creation>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change type="creation" when="2016-09-27">exported as basic TEI from corrected tesseract output.</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">cleaned automatic tesseract-export by cleanExport.xsl script</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">moved first pb element out of attachment divs by cleanExport-patch2.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-11" who="acdh:ds">find and note personalAgenda as a subtype cleanExport-patch.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-19" who="acdh:ds">whitespace in paragraphs, lb and pb fixes by cleanExport-patch3.xsl</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
   <text xml:base="http://192.168.0.9/staribacher/src/scans/Band16/">
      <body>
         <pb n="16-0796" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-07-04_0796.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_01">Mittwoch, 4. Juli 1973</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_02">Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__137381">Fischer</rs> und Minister <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> haben sich bei mir bitter<lb/>
beschwert, dass das Handelsministerium die Absicht hat, bei Über<lb break="no"/>tragung der Strassenverkehrskompetenzen die besseren Leute nicht<lb/>
wegzulassen. <rs type="person" ref="#per__137381">Fischer</rs> meinte, dass ihm mitgeteilt wurde, dass z.B.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__134819">Haselberger</rs>, aber auch <rs type="person" ref="#per__149162">Türk</rs> eine Doppelzuteilung haben, es handelt<lb/>
sich um das Branchenreferat und dadurch im Handelsministerium ver<lb break="no"/>bleiben würden. Die besten Leute blieben, die schlechten Leute gehen.<lb/>
Abgesehen davon, dass im Gesetz steht, er muss üerwiegend mit Strassen<lb break="no"/>verkehrskompetenzen resp. KFZ-Kompetenzen beschäftigt gewesen sein<lb/>
und dies trifft bei allen Doppelzuteilungen hier im Handelsministerium<lb/>
zu, sowird erklärte ich <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs>, ein Abteilungsleiter wie Dr. <rs type="person" ref="#per__134819">Hasel<lb break="no"/>berger</rs> auf die Abteilungsleitung verzichten und dann als doppelt zuge<lb break="no"/>teilter Branchenreferent, als Referatsleiter maximal zu bleiben. Die<lb/>
GEfahr, dass der betreffende Bedienstete zum Verwaltungsgerichtshof<lb/>
geht, um dort festzustellen, dass er eigentlich im Handelsministerium<lb/>
mehr gearbeitet hat und deshalb zu verbleiben hat, ist auch sehr<lb/>
gering. Ich sehe deshalb eigentlich nur eine einzige Gefahr, und das<lb/>
ist <rs type="person" ref="#per__134300">Metzner</rs>. <rs type="person" ref="#per__134300">Metzner</rs> hat sich zwar entschieden, ins Verkehrsministerium<lb/>
zugehen, insbesondere wenn er dort die Strassensektion bekommt, doch<lb/>
ist diese Problem natürlich offen, wenn <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> tatsächlich nach<lb/>
Kärnten zieht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_03">Im Unterausschuss über die Gewerbeordnung wurden die Experten ermäch<lb break="no"/>tigt, die Durchnumerierung und die endgültigen sprachlichen Formulie<lb break="no"/>rungen für die Gewerbeordnnug zu fassen, nachem Übereinstimmung über<lb/>
jeden Paragraphen gefunden wurde. Die FPÖ wird im Handelsausschuss<lb/>
nur mehr das Problem der Viehschneider, das diese also nicht mehr ein<lb/>
Gewerbebetrieb sein dürften, sondern an die Tierärzte abtreten müssten,<lb/>
stellen, doch keinerlei Konsequenzen daraus ziehen, d.h. nach einer<lb/>
kurzen Debatte werden sie dies fallen lassen. Schwierig ist nur das<lb/>
Problem des Nebenrechtes der Hoteliers mit ihren eigenen PKW Gäste<lb/>
zur nächsten Station zu befördern. Die Taxler waren nicht nur bei<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> und haben ihm die Hölle heiss gemacht, wie er selbst berichtet,<lb/>
sondern auch bei <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs>, Dieser meint, dass weniger in Wien aber in<lb/>
den Ländern draussen die Taxler damit vollkommen um ihre Existenzgrund<lb break="no"/>lage gebracht werden. Er meint, man sollte deshalb das Nebenrecht für<lb/>
Hoteliers und Pensionen nur ab 40. Betten dem Betrieb geben. Die Taxler<lb/>
befürchten, dass jeder Hotelier jetzt ohne Konzession berechtigt ist,<lb/>
<pb n="16-0797" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-07-04_0797.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ihre Funktion d.h. Beförderung von Personen auszuüben. Beide Frak<lb break="no"/>tionen haben deshalb erklärt, im Herbst im Handelsausschuss über die<lb break="no"/>ses Problem neeurdings zu diskutieren, ob es dann zu einer Änderung<lb/>
kommt, steht noch nicht fest.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_04">Die Verhandlungen mit l. Vizeminister <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> und den Herren der sowj.<lb/>
Botschaft auf der einen Seite, <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>, <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs> und ich auf<lb/>
der anderen SEite verliefen ungeheuer harmonisch. Da wir von den<lb/>
Vorschlägen des Ministerpräsidenten <rs type="person" ref="#per__97652">Kossygin</rs> ausgegangen sind sie nur<lb/>
präzisiert haben, gelang es innerhalb 2 1/2 Stunden nicht nur diese<lb/>
Fragen zu klären, sondern auch unsere ganze Liste von Wünschen, die<lb/>
mir <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs> zur VErfügung gestellt hat, bei <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> zu deponieren.<lb/>
Bezpglich Gas und Öl, 200.000 t Mehrlieferung, kam es zu keiner kon<lb break="no"/>kreten Zusage. Auch unser Wunsch, in Konsumgütern Lieferungen zu<lb/>
tätigen wurde abschlägig beschieden. Die SU dürfte dafür kein Geld<lb/>
zur VErfügung haben. Überhaupt habe ich das GEfühl, dass sie den<lb/>
sowj.-österr. Warenverkehr eigentlich durch Vorlieferung beleben<lb/>
möchten. <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> ist ausdrücklich auf den Hinweis von <rs type="person" ref="#per__97652">Kossygin</rs>, soge<lb break="no"/>nannte Woss-Einkäufe für 1974 schon 1973 zu tätigen eingestiegen und<lb/>
meinte, dass wir jetzt Walzware, synthetische Faser, chem. Produkte,<lb/>
Wolle, Lederrohstoffe usw. liefern könnten. Konsumgüter kämen nur<lb/>
in Frage, wenn finanzielle Mittel frei sind und dies ist derzeit nicht<lb/>
der FAll. Aus diesen Äusserungen und Besprechungen, die ich dann noch<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> auf der Fahrt zum Mittagessen durchgeüfhrt habe, entnehme,<lb/>
dass es der SU derzeit primär darauf ankommt, Maschinen oder An<lb break="no"/>lagen aber ganz besonders Schmiedestücke, Stahlguss usw. für Eng<lb break="no"/>pässe unverzüglich einzuführen. Darunter ist auch zu verstehen, dass<lb/>
man jetzt Schneidemesser für landwirtschaftliche Maschinen d.h. Mäh<lb break="no"/>drescher braucht. Die SU dürfte, nachdem <rs type="person" ref="#per__97652">Kossygin</rs> erklärt hat,<lb/>
100.000 Mähdrescher jährlich zu erzeugen, auf diesem Sektor gorsse<lb/>
Engpässe haben. Wahrscheinlich sind ihre Messer nicht entsprechend<lb/>
qualitätsmässig einwandfrei oder ise erzeugen überhaupt keine Er<lb break="no"/>satzteile dazu, und die schon erzeugte und die noch produzierten haben<lb/>
auf dem Schneidemessersektor einen Engpass. Intersssant war nur, dass<lb/>
die Sowjets bei GFM bereits 2 Radialschmieden bestellt hatten und<lb/>
dass sie jetzt eine grosse Schmiede mit 10.000 t Druck in Auftrag<lb/>
geben wollen. Die Verhandlungen, so sagen sie selbst, sehr weit ge<lb break="no"/>diehen und es ist in Küzre mit einem Abschluss zu rechnen. <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs><lb/>
hat mich ersucht, ich möge mich einsetzen, sie würden sehr gerne<lb/>
die Lizenz von der Firma GFM erwerben. Ich erklärte rundwegs, dass<lb/>
<pb n="16-0798" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-07-04_0798.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ich hier keine wie immer geartete Versprechungen machen könnte, da<lb/>
dies in der ausschliesslichen Entscheidung der Firma liegt. Ich ver<lb break="no"/>sprach nur, dass ich mit persönlich mit der Firma ins Einvernehmen<lb/>
setzen werde.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98072">WIESINGER</rs>: Bite Gespräch mit GFM Steyr herstellen.ä</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_06">Die Aktive Veredlung Baumwolle gegen Garne wird meiner Meinung nach<lb/>
weniger an der Preissituation als wahrscheinlich an der Tatsache<lb/>
scheitern, dss die Sowjets Garne mit ganz hoher Denierzahl, d.h heisst<lb/>
ganz feine Garne verlangen. <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> meinte, wir sollten ihm selbst<lb/>
mitteilen, welche Produktionsmöglichkeiten für dieses Geschäft in<lb/>
Österreich bestünden. Der Lohn könnte entweder in Bar oder in Baumwolle<lb/>
bezahlt werden. Min.Rat <rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs> wird, wenn er vom Urlaub zurückkommt,<lb/>
unverzügflich die entsprechenden Informationen sammlen müssen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs> mitteilen und Ergebnis vorlegen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_08">Der Verkehrsminister <rs type="person" ref="#per__149217">Trubizyn</rs> hat bereits bei Automobilfabrik festge<lb break="no"/>stellt, dass sie grosse LKW kaufen würden. <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> teilte mir mit,<lb/>
dass beeits Ersatzteillager-Vereinbarungen im Zusammenhang mit eventuel<lb break="no"/>len Autokäufen mit Automobilfabriken vereinbart wurde. Hier könnte ein<lb/>
Geschäft zustandekommen, nachdem Austro-Fiat sich bereit erklärt<lb/>
hat, auf die sowj. Wünsche inzusteigen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_09">BEzügliuch Stromlieferung aus dem Osten ist <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> nicht besonders<lb/>
eingestiegen, obwohl das Energieministerium nur die technische Möglich<lb break="no"/>keit und Durchführung, die praktische geschäftsmässige Abwicklung aber<lb/>
das Aussenhandelsministerium zu führen hätte. Eien Diskussion ent<lb break="no"/>wickelt sich über die Möglichekit des angereicherten Uran für Kern<lb break="no"/>kraftwerke. <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> war nicht genau informiert über den letzten Stand.<lb/>
Er meinte, wenn die Sowjets INtersse haben, solten sie uns dies<lb/>
schreiben. Eine typisch beamtenmässige Lösung. Hier schnappt die Dele<lb break="no"/>gation sofort ein, und meinte, dass Österreich ein grosses Inter<lb break="no"/>esse daran hat, angereichertes Uran in de SU zu kaufen, resp. anreichern<lb/>
zu lassen. Entweder das Verkehrsministerium oder Kernkraftwerk Tullner<lb break="no"/>feld ist an die Russen herangetreten. Zum Glück hatte ich bereits, be<lb break="no"/>vor wiede Diskussion begannen und <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> von mir zu den Sitzung zugezogen<lb/>
wurde, dezidiert erklärt, dass das Handelsministerium erst mit 1.1.74<lb/>
die Kompetenz die elektrische Energie bekommt und deshalb ich dazu<lb/>
nichts sagen kann. Hier zeigte sich, dass man gar nicht genug im Detail<lb/>
informiert sein kann. Da es sich bei der Frge, wo man Uran bestellt,<lb/>
<pb n="16-0799" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-07-04_0799.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>um eine eminent politische handelt, waren natürlich die Sowjets<lb/>
sehr erstaunt, als jetzt schienbar wir kein INteresse daran haben,<lb/>
diese Anreicherung bei ihnen zu haben, sondern es sich so heraus<lb break="no"/>stellt, dass sie INteresse daran haben, uns angereichertes Uran zu<lb/>
liefern. Auch über die MEnge hatten wir keine Ahnung und die Sowjets<lb/>
erklärten uns, dass es sihc um 68 t Uran handelt, ab 1975 während<lb/>
<rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> glaubt, erst ab 1976/77. Bezüglich der Möglichekiten, BEstand<lb break="no"/>teile für ein Kernkraftwerk in Österreich fertigen zu lassen, wie z.B.<lb/>
Ausrüstungen Schieber, nahtlose, nichtrostende Rohre uws. soll eine<lb/>
ZUsammenstellung den Sowjets übergeben werden. Die Wünsche der VÖEST<lb/>
ie diese in einem geinen Memorandum festgeelgt hat, wurden von <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs><lb/>
erklärt, sollten genau geprüft werden und hätten gewisse Chacnen. Aler<lb break="no"/>dings beschwerte er sich, dass die VÖEST die vereinbarten Kohlenmengen<lb/>
von 900.000 t und auch die Erzmengen nicht ganz abnehmen. Bei der Kohle<lb/>
handelte es sich so viel ich weiss um eine ABnahme von 750.000 t weil<lb/>
der REst eine Option war und die VÖEST diese Kohlenmenge nicht benötigt.<lb/>
ICh schlug deshalb vor, man sollte in HInkunft , nachdem die VÖEST jetzt<lb/>
einen neuen längerfrsitgen Vertrag Stahlblech usw. gegen Kohle und Erz<lb/>
abschliessen möchte, wobei auch grössere Mengen am dem Jahre 1974<lb/>
in Frage kommen, klarer fassen, sodass in Hinkunft man genau weiss,<lb/>
in wessen Hand die Option ist. Ob es sich hier in Verkäufers- oder<lb/>
in Käufers Wahl handelt. Als ich dann insbesondere die österr.<lb/>
Wünsche der einezlen Firmen wie Voith, Pharmag, Böhler aber auch der<lb/>
Kabelwerke, so der Industrieöfenerzeuger Aichelin, Unitherm, Elin,<lb/>
Siemens und die anderen Firmen zur Sprache brachte, hat <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> nur er<lb break="no"/>klrt, dass sie für 120 Mill. Rubel österr. Geschäfte in BEarbeitung<lb/>
haben, die in der nächsten Zeit, wenndie technischen und kommerziellen<lb/>
Fragen geklärt sind, positiv erledigt werden können. Zum Schluss einig<lb break="no"/>ten wir uns, dass unser Handelsdelegierter in Moskau, Dr. <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> eine Liste aller österr. Wünsche und Möglichekiten übergeben<lb/>
wird. Ich habe ihn abends am Sachsengang neuerdings auf diese Verein<lb break="no"/>barung hingewiesen und er erklärte mir, dass aus einem telefonischen<lb/>
Anruf von <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs> er sich Zeit nehmen wird, nicht nur die Liste<lb/>
zu übernehmen sondern auch mit <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs> die Fälle zu besprchen. Ich hoff<lb/>
dass ich <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs> damit eine guten STart für die neue Periode ver<lb break="no"/>schafft habe.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs> davon im Detail zu informieren<lb/>
und Gespräch mit ihm herstellen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_11">Wie sehr hier oft nur einzelne Bemerkungen an ausländische Minister<lb/>
oder gar Staatschefs zumindestens bei den österreichischen Unternehmungen<lb/>
<pb n="16-0800" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-07-04_0800.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>den Eindruck erwecken,man wesentlich zu ihrem Abschluss geholfen,<lb/>
zeigt Elin. Der Kommerzielle Direktor hat sich abends am Sachsengang<lb/>
bei mir herzlichst bedankt, dass meine Intervention in Polen dazu bei<lb break="no"/>getragen hat, dass sie jetzt eien Auftrag bekommen haben. Sicher<lb/>
überschätzten weder ich noch er meinen Einfluss, abr dch kann man<lb/>
durch einige Bemerkungen oder insbesondere Hinweise einzelnen Firmen<lb/>
sehr wohl zu einem ABschluss verhelfen. IN vielen Fällen wäre der<lb/>
Abschluss sicherlich auch so zustande gekommen und die Firma bedankt si<lb/>
nur deshalb um sich auch gleichzeitig wieder in ERinnerung zu rufen.<lb/>
Jeder Manager fühlt sich geehrt, wenn er dem Minister berichten kann,<lb/>
dass er etwas positives erreicht hatte. SElbstverständlich verbindet<lb/>
er dies gleichezitig mit dem Hinweis, dass der Minister auch dazu<lb/>
etwas beigetragen hat. In diesem Fal kann ich mir immer genau aus<lb break="no"/>rechnen und vorstlllen, wenn ein eingebildeter MEnsch so etwas hört,<lb/>
er dann vielleicht wirklich glaubt, dass er dieses Geschäft zustandege<lb break="no"/>bracht hat oder wesentlich dazu beigetragen hat. Die Folge kann dann<lb/>
leicht eine überhebliche eingebildete Art werden, amn fühlt sich<lb/>
dann wirklich als der Nabel der Wirtschaft.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_12">BEim Mittagessen hat <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und ich eine Art Doppelconference<lb/>
gemacht. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> hat mich natürlich zwar mit lächelndem GEsicht aber<lb/>
wegen der Schillingaufwertung hart attackeiren wollen. Ich habe ihm<lb/>
natürlich nichts geschenkt, aber am Abend erklärt, dass er bei dieser<lb/>
Auseinandersetzung einduetig auf meine Kosten triumphiert hat. Dies<lb/>
hat ihn mächtig gefreut, hat mich nichts gekostet, obwohl selbst für de<lb/>
Russen, der die Internas nicht kennt, sich dies ganz anders dargestellt<lb/>
hat. BEi dieser GElegenheit hatte ich <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs>, der mit <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> gemein<lb break="no"/>sam mir erklärte, wie gut sie sich verstehen, doch die Tatsache ser<lb break="no"/>viert, dass er erklärt immer, das gute Einvernehmen mit der Handels<lb break="no"/>kammer zu haben, alles zu richten und dann der Präsident wegen der<lb/>
Blumen, die er ihnen verrehnen wollte, ganz grosse protestiert hat.<lb/>
Dies war <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> deutlich sichtbar unangenehm, hat aber meiner<lb/>
Meinung nach dazu beigetragen, dass <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> erstens weiss, wie er<lb/>
drüben steht und <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> in Hinkunft eben bei BEanstandungen von<lb/>
REchnungen, die er zu zahlen hat, vorsichiger sein wird,</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_13">Im Parlament hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> insoferne der ÖVP einen Strich durch die<lb/>
Rechnung gemacht, als er am letzten Tagesordnungspunkt -Ende<lb/>
dann sofort das Wort verlangt hat, ein Minister kann jederzeit im Parla<lb break="no"/>ment dasWort ergreifen und damit doch zuerst die Aufwertungsdebatte<lb/>
Platz griff und dann erst due dringliche Anfrage über die Hochschul<lb break="no"/>situation.</p><pb n="16-0801" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-07-04_0801.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_14">Überhaupt ist die Parlamentsarbeit derzeit sehr mühsam, um nicht zu sa<lb break="no"/>gen, müde. GRosse Probleme stehen nicht zur Diskussion, die Wadel<lb break="no"/>beisserei hat nicht mehr den richtigen Anklag weder im Fernsehen<lb/>
noch fürchte ich in der Presse, es herrscht mehr oder minder schon<lb/>
Ferienstimmung und als ich nachdem ich vom Sachsengang früher weg<lb break="no"/>gefahren bin, da ich dort überhaupt nichts essen wollte, ging das<lb/>
Haus gerade lustlos auseinander. <rs type="person" ref="#per__98066">Robert Weisz</rs> meinte, alles geht<lb/>
ganz normal über die Bühne.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_15"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> hätte mit <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs>, <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> und mir das Problem der Inpadoc<lb/>
besprechen wollen. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> wollte aber nicht nd meinte, wir soll<lb break="no"/>ten nächsten Woche uns neuerdings im Parlament zusammensetzen. <rs type="person" ref="#per__133082">Aura<lb break="no"/>cher</rs> aber hatte das dringende Bedürfnis, doch mit mir und <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs><lb/>
darüberzu sprechen und wir hatten uns dann stundenlang über Inpadoc<lb/>
unterhalten. <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> meint, er könne mit <rs type="person" ref="#per__134167">Werner</rs> nicht mher zusammen<lb break="no"/>arbeiten. <rs type="person" ref="#per__134167">Werner</rs> sei disziplinlos, käMe zu keinen Sitzungen, halte<lb/>
keine Vereinbarungen ein. Andererseits aht <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> mit REcht auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> vorgeworfen, dass die Geschäftsführung ncht so ist, dass<lb/>
tatsächlich mit 1.1.1974 die vertraglichen Verpflichtungen, die wir<lb/>
gegenüber der Wipo eingegangen sind, durchgeführt werden können.<lb/>
IN diesem FAlle ist dies nicht nur eine Blamage für das Institut<lb/>
sonder für die gesamte Regierung. <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> ärgerte sich ganz besonders<lb/>
dass er für da Jahr 1973 12 Mill. S Budget präliminiert hat und vom<lb/>
Finanzminister verlangt hat und jetzt sich herausstellt, dass er<lb/>
Gott sei Dank mit 6,3 Mill. durchkommen wird. Nachdem 1972 3,3 Mill.<lb/>
aufgewendet wurden, müsste es gelingen mit den präliminierten 20 Mill.<lb/>
das Aulangen zu finden. Allerdings behauptet <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs>, dass er eine<lb/>
Zusage vom Finanzminister hat, resp. einen Ministerratsvortrag gibt,<lb/>
wonach jährlich 5 Mill. S für die Inpadoc vom Staat zur VErfüung<lb/>
gestellt werden müssen. Daran kann sihc weder <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> noch ich erinnern,<lb/>
im GEgenteil, ich kann mich noch an Aussprachen mit <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> erinnern,<lb/>
wo dieser mir erklärte, dass die Inpadoc mit Gewinn arbeiten würde.<lb/>
Ich habe damals soofrt erklrt, das halte ich für ganz unmöglich und bin<lb/>
froh, wenn er ohne Subvention durchkommt, was er damals als selbst<lb break="no"/>verständlich bezeihcnete. <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> hat mit aller Deutlichkeit seine<lb/>
Auffassung als Vorsitzender des Aufsichtsrates gegenüber dem Geschäfts<lb break="no"/>führer dargelegt und von <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> verlangt, dass unbedingt jetzt klar<lb break="no"/>gestellt wird, ob und inwieweit jetzt bin zum 1.1.1974 die notwen<lb break="no"/>digen Vorarbeiten so abgeschlossen werden, dass eine Vertragserfüllung<lb/>
erfolgen könnte. Nachdem <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> auch mit dem Vertreter der Wipo<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137669">Bogsch</rs>, der gelichzeitig auch Vertragspartner der österr. Republik<lb/>
<pb n="16-0802" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-07-04_0802.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>ist, in einem gespanntenVErhältnis lebt,istzu befürchten, dass<lb/>
die Wipo erkärt, dass wir wegen Vertragsverletzung die ARbeiten<lb/>
nicht durchführen können und sollen. Dies befürchtet sowohl <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs><lb/>
als auch ich. Konsequenzen müsste in Wirklichkeit abr <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
zeihen, der letztenEndes für die ERstellung des Vertrages mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> und deren Budget und Personalpolitik der Hauptverantwortliche<lb/>
ist. Bekanntlich hat das Handelsministerium ja kaum in der Gesellschaft<lb/>
da sie ja nicht die Gesellschaftsrechte vertritt, zu reden. Aufsichts<lb break="no"/>ratmitglied <rs type="person" ref="#per__149201">Rosch</rs> vom Finanzministerium regelt angeblich alles über<lb/>
das Ministerbüro – Sohn des <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> – und daraus resultieren wahr<lb break="no"/>scheinlich die besonderen ZUstände bei Inpadoc.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_16">Beim Empfang im Sachsengang war bei meiner Ankunft <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> zwar<lb/>
schon anwesend, aber sonst überhaupt kein Regierungsmitglied. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
selbst hat sich entschuldigt, dass er später käme und <rs type="person" ref="#per__111701">Beroldingen</rs><lb/>
vom Protokoll mich ausdrücklich ersucht, im Namen des Bundeskanzlers<lb/>
die Gäste zu empfangen. Hier zeigt sich, wie sehr die Bürokratie so<lb break="no"/>fort spürt, ob hier irgendwelche Spannungen existieren, denn sonst<lb/>
hätte sie selbstverständlich müssen zumindestens bis ich gekommen<lb/>
bin <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> auffordern oder ersuchen, die Stellvertretung von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zu übernehmen. Als <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann kam und <rs type="person" ref="#per__111701">Beroldigen</rs> dies<lb/>
sofort mitteilte, das ich eingesprungen bin, war er darüber zumindesten<lb/>
nach aussen bin, sehr froh. Es gab keine Tischordnung und die VÖEST<lb/>
ersuchte mich, dass ich mich mit <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> an einen Tisch setze. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
hat sehr geschickt am Tis-ch von <rs type="person" ref="#per__97652">Kossygin</rs> <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und seine Frau<lb/>
sowie selbstverständlich auch <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> palciert. <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> wurde mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97940">Semjonow</rs> auf einen anderen Tisch verwiesen. Die VÖEST hat bei dem<lb/>
Gespräch ehrausgebracht, das <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> eventuell gerne wieder nach Öster<lb break="no"/>reich käme und mich ersucht, ich sollte ihn zu einem Besuch einladen.<lb/>
Ich habe dies natürlich sofort akzeptiert und <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> ersuchte, ich<lb/>
sollte ihm ein diesbezügliches Einladungsschreiben schicken. Ichwerde<lb/>
deshalb bezugnehmend auf unsere Besprechungen in weiterer Folge<lb/>
der Übergabe unserer Aktennotiz durch Dr. <rs type="person" ref="#per__114589">Canisius</rs> und im ZUsammen<lb break="no"/>hangmit der Geschäftsabwicklung, und der Besprechungen, die<lb/>
ich jetzt geführt habe, ganz besonders aber im Hinblick auf die<lb/>
VÖEST-Geschäfte <rs type="person" ref="#per__146949">Kuzmin</rs> mit einem Schreiben enladen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-07-04_17">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte entpsrechendes veranlassen.</p></div>
      <div type="back"><pb n="16_0795_05" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-07-04_0795-05.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 4.7.1973</head>
            <gap reason="sampling"/>
         </div>
      </div></body>
      <back><listPerson><person xml:id="per__97461">
               <persName type="label">Frühbauer, Erwin</persName>
               <persName><surname>Frühbauer</surname><forename>Erwin</forename></persName>
               <occupation>Verkehrsminister, LH-Stv. Ktn.</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/12053536X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97893">
               <persName type="label">Sallinger, Rudolf</persName>
               <persName><surname>Sallinger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97469">
               <persName type="label">Gehart, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Gehart</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__98034">
               <persName type="label">Veselsky, Ernst Eugen</persName>
               <persName><surname>Veselsky</surname><forename>Ernst Eugen</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/12254711X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97311">
               <persName type="label">Androsch, Hannes</persName>
               <persName><surname>Androsch</surname><forename>Hannes</forename></persName>
               <occupation>Finanzminister</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118503049</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__114963">
               <persName type="label">Dinzl, Gottfried</persName>
               <persName><surname>Dinzl</surname><forename>Gottfried</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97652">
               <persName type="label">Kosygin, Aleksej N.</persName>
               <persName><surname>Kosygin</surname><forename>Aleksej N.</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118715194</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__133082">
               <persName type="label">Auracher, Otto</persName>
               <persName><surname>Auracher</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>erst AK, dann GF INPADOC</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__114589">
               <persName type="label">Canisius, Georg</persName>
               <persName><surname>Canisius</surname><forename>Georg</forename></persName>
               <occupation>Handelsdelegierter</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97426">
               <persName type="label">Fälbl, Maximilian</persName>
               <persName><surname>Fälbl</surname><forename>Maximilian</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98072">
               <persName type="label">Wiesinger, Anna</persName>
               <persName><surname>Wiesinger</surname><forename>Anna</forename></persName>
               <occupation>Büro des Bundesministers (Sekretärin)</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97769">
               <persName type="label">Mussil, Arthur</persName>
               <persName><surname>Mussil</surname><forename>Arthur</forename></persName>
               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98066">
               <persName type="label">Weisz, Robert</persName>
               <persName><surname>Weisz</surname><forename>Robert</forename></persName>
               <occupation>FSG-Vors., SPÖ-Klubobmann, Volksanwalt</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__134819">
               <persName type="label">Haselberger, Josef</persName>
               <persName><surname>Haselberger</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM/VM (Ministerienneuorganisation 1974)</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__107937">
               <persName type="label">Frank, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Frank</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>Chef Energiesektion</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__111701">
               <persName type="label">Beroldingen, Lukas</persName>
               <persName><surname>Beroldingen</surname><forename>Lukas</forename></persName>
               <occupation>Präsidialchef BKA</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__137669">
               <persName type="label">Bogsch, Árpád</persName>
               <persName><surname>Bogsch</surname><forename>Árpád</forename></persName>
               <occupation>GS BIRPI/WIPO, ab 1973 Direktor</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__134300">
               <persName type="label">Metzner, Herbert</persName>
               <persName><surname>Metzner</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>MR HM/VM (Ministerienneuorganisation 1974)</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__108322">
               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__137381">
               <persName type="label">Fischer, I</persName>
               <persName><surname>Fischer</surname><forename>I</forename></persName>
               <occupation>SC Verkehrsministerium [1971; Präsidialist; vielleicht bereits als ein
                  anderer Fischer erfasst?]</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97757">
               <persName type="label">Mühlbacher, Kurt</persName>
               <persName><surname>Mühlbacher</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>Vizepräs. BHK, Präs. FWV</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97940">
               <persName type="label">Semjonow, Wladimir</persName>
               <persName><surname>Semjonow</surname><forename>Wladimir</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__97543">
               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/102318379X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__134167">
               <persName type="label">Werner, A</persName>
               <persName><surname>Werner</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>[tätig bei Siemens, Impadoc und anderen Firmen;] hat die Fa. Nixdorf für
                  Aufnahme einer Produktion in Österreich gewonnen</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97668">
               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118566512</idno>
               </person>
            </listPerson></back></text>
</TEI>