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            <title type="main">Montag, der 28. Mai 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_02">Gen.Direktor <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__146256">Eisenecker</rs> berichten Min.Rat <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> und mir,<lb/>
dass sie sich mit der ÖMV über den Speicher geeingt haben. Sie werden<lb/>
für 180 Mill. m3 einen Fixbetrag von 70 Mill. und für die Leitungen<lb/>
20 Mill. bezahlen pro Jahr. Insgesamt kostet der Speicher 450 Mill.<lb/>
und 127 Mill. Fixkosten für die Leitungen, 90 Mill. pro Jahr für<lb/>
die nächsten 10 Jahre ergibt sich durch di 9 %-ige VErzinsung. Die Be<lb break="no"/>triebskosten sind für den 150 Mill. ersten Speicher 6,25 gr. pro m3, die<lb/>
jetzigen BEtriebkosten für den zweiten würden 14,3 gr. /m3 betragen.<lb/>
Sie einigen sich diese beiden WErte zusammen mit 10 Groschen/m3 ab<lb/>
1. Juni d.J. zu berechnen. Dieser BEtrag wird valorisiert 70 % Lohnindex<lb break="no"/>anteil, 30 % Rohstoffindexanteil. Insgesamt erklärt <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> würden<lb/>
die Gaspreise um ca. 5 Groschen steigen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_03">Abtausch des Algeriengases mit sowj. Gas würden die Franzosen, die<lb/>
2,5 Milliarden m3 beziehen, mit 1,5 Milliarden zur VErfügung stellen.<lb/>
Damit könnten die Ostländer befriedigt werden. Da die TAG-Leitung dann<lb/>
nicht mehr ausgenützt ist, verlangen die Italiener , dass bei weiterem<lb/>
Ausbau der Leitung, derzeit 10 Mia, 45 % dieser Ausbaukosten von<lb/>
den Österreichern übernommen werden und den Italienern gratis zur<lb/>
VErfügung gestellt werden. Diese Lösung hatle ich für sehr hart, da<lb/>
sie die Österreicher bei den künftigen Ausbaukosten sehr stark belasten<lb/>
würde.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_04">Beim jour fixe berichten <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, dass sie mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ver<lb break="no"/>einbart haben, dass in die Bürges jetzt <rs type="person" ref="#per__97678">Lacina</rs> und <rs type="person" ref="#per__109293">Busek</rs> in den Aufsichts<lb break="no"/>rat genommen werden sollen. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> möchte unbedingt dann auch eine Än<lb break="no"/>derung der Geschäftsrordnungen, dass nicht mehr nur die Nichthaftungs<lb break="no"/>gedeckten Firmen eine Zinsenzuschuss bekommen sollen. Ich erkläre<lb/>
rundweg, dass ich dafür kein Geld habe, und wahrscheinlich auch in<lb/>
Hinkunft kein Geld bekommen werde.Was die Herausnahme dieser Kredite<lb/>
aus der Plafondierung betrifft, muss er sich dies mit den Kredit<lb break="no"/>instituten resp. der OeNB und dem Finanzministerium ausmachen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_05">Die Liste der nö. Betriebe, die wir besuchen und wo er ersucht, dass<lb/>
auch die Handelskammer mitgehen darf, soll noch durch eine geringe An<lb break="no"/>zahl von Kleinbetrieben – er stellt sich vor in jedem Bezirk 4 – 5<lb/>
ergänzt werden. Er wird die Bezirksstellen der Handelskammer auffordern,<lb/>
ihm entsprechende VOrschläge zu machen, die er mir innerhalb 8 Tagen<lb/>
übermitteln wird. Da wir den Betrieben ja keine konkreten Zusagen<lb/>
machen, sehe ich keine Schwierigkeiten, nicht nur die Handelskammer<lb break="no"/><pb n="16-0620" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-28_0620.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>vertreter mitzunehmen, sondern die Liste über 100 Beschäfigte noch<lb/>
durch diese Anzahl von Kleinbetrieben zu ergänzen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Bitte <rs type="person" ref="#per__146202">Ebner</rs> über diese Tatsache informieren und<lb/>
ersuchen, dass er sich mit der Handelskammer der<lb/>
örtlichen in VErbindung setzt, wie er dies ja<lb/>
auch in OÖ bereits getan hat.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_07">Für die Erfinderberatung hat er schon den 360.000 S Verwaltungskosten<lb/>
180.000 durch sein Präsidium genehmigt und die 500.000, die ebenfalls<lb/>
zur Hälfte zwischen Handelsministerium und Handelskammer geteilt werden<lb/>
sollen,wird er sich eine entsprechende Genehmigung holen, nachdem ich<lb/>
ihm erklärt habe, dass dieses GEld dringendst notwendig ist, um überhaupt<lb/>
Aktivitäten dieser Erfinderberatung zu ermöglichen,</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_08">In einer Fremdenverkehrsforderung hat er von uns eine Antwort bekommen,<lb/>
dass wir Klompex-Investitionen tätigen möchten. Hier sezte ich ihm<lb/>
auseinander, dass wir kein Geld haben, weil wir die laufenden Aktionen<lb/>
knapp finanzieren können. Da er darin eine Ablehnung sieht, erkläre<lb/>
ich, dass Wir später über jene Probleme reden können.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_09">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte stelle fest, was <rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> hier sich im Konkreten<lb/>
vorstellt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_10"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> sprechen sich ganz entschieden dagegen aus, dass<lb/>
das Preisbestimmungsgesetz ausgeweitet wird. Sie lehnen den VOrschlag<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97879">Rösch's</rs>, der ab 10 Uhr verhandelt wird, auf das Entschiedenste ab. Sie<lb/>
könnten sich höchstens vorstellen, dass das Preisbestimmungsgesetz ver<lb break="no"/>längert wird. Da ich die Verhandlungen nicht führe, äussere ich mich<lb/>
zu diesem Vorschlägen überhaupt nicht, meine nur, dass <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> mit dieser<lb/>
Änderung eine bessere Grundlage für Einflussnahme auf die Preise mir ge<lb break="no"/>ben würde. Die sprachliche Abgrenzung, dass <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> die Verhandlungen<lb/>
führt und nicht ich, erkläre ich dadruch dass die Preiskompetenz noch<lb/>
immer beim Innenminister liegt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_11">Ich teile <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> mit, dass mit dem Abschluss des DDR-Ver<lb break="no"/>trages alle Oststaaten jetzt abgesichert sind und dass damit die offene<lb/>
Ostflanke, wie ich sie 1970 abgetroffen habe, tatsächlich geschlossen<lb/>
wurde. Ich bin zwar innerlich nicht überzeugt, dass es nicht früher<lb/>
oder später von Seiten des Ostens zu einer Dumpingpolitik kommen wird,<lb/>
die weder durch das Antimarktstörungsgesetz noch durch das Antidumping<lb break="no"/>gesetz ja selbst nicht einmal durch die bilateralen Verträge, die wir<lb/>
<pb n="16-0621" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-28_0621.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>in den drei Jahren jetzt geschlossen haben, abgesichert werden können.<lb/>
Doch glaube ich, dies werde ich jetzt noch nicht ausspielen, in der<lb/>
Öffentlichkeit nachweisen zu können, dass die aufgerissene Ostflanke<lb/>
von uns geschlossen wurde. Die ÖVP wird es sehr schwer haben, mich<lb/>
diesbezüglich angreifen zu können.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Ich glaube, dass wir langfristig einen grossen Er<lb break="no"/>folg daraus machen sollten. BEsonders dann, wenn<lb/>
wir früher oder später sicherlich wegen unserer<lb/>
Handelspolitik angegriffen werden. Bitte die ent<lb break="no"/>sprechenden Vorbereitunen überlegen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_13"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> nimmt zur Kenntnis, dass jetzt in Passau Verhandlungen mit der</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_14">BRD über den Grenzraum Bayern-Oberösterreich stattfinden und <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
meint, das sei eine rein parteipolitische Aktion, da von der ÖVP über<lb break="no"/>haupt niemand anwesend ist. Ich verweise darauf, dass die Delegation<lb/>
noch nicht edngültig fixiert ist, aber jetzt schon feststeht, dass auch<lb/>
ein VErtreter von Salzburg, Tirol, Vorarlberg und vor allem Oberöster<lb break="no"/>reichs daran teilnehmen wird. Es bleibt der Landesregierung überlassen,<lb/>
wen sie zu dieser Aussprache schickt. Auch die Handelskammer wird irgend<lb break="no"/>wie vertreten sein, was <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> sehr befriedigt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_15">Der italienische Aussenhandelsminister <rs type="person" ref="#per__140761">Matteotti</rs>, der von der Bundes<lb break="no"/>kammer zur Tavola rotonda auch zu einem Heurigenabend eingeladen wird,<lb/>
wird von mir nur durch eine Jause betraut. Ich erkläre, dass sie auch<lb/>
diesen BEtrag übernehmen müssen. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meint nur, man könnte doch<lb/>
diese kleinen Beträge vom Handelsministerium bezahlen. Ich setze ihm,<lb/>
nachdem <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> schon zur Preissitzung gegangen ist, auseinander, dass<lb/>
die Angriffe gegen die AHF-Gebühren, die fast ausschliesslich der Bun<lb break="no"/>deskammer zufliessen, von vielen Seiten, darunter die Arbeiterkammer<lb/>
Dr. <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs>, hart attackiert werden würde, wenn die Bundeskammer dann<lb/>
nachweisen kann, dass sie auch – so wie sie die Delegationen der an<lb break="no"/>deren Institutionen bezahlt – das Handelsministerium durch Übernahme<lb/>
eben z.B. der Einladungskosten übernimmt, wird sie sich wesentlich<lb/>
leichter tun. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> stelt fest, dass überhaupt nur Vergütungen<lb/>
in Frage kommen, die aus den AHF-Gebühren, d.h also den Aussenhandels<lb/>
betreffen, möglich sind. Hier möchte er es aber auf alle Fälle auf<lb/>
Einzelgenehmigungen von Essen uns Einladungen beschränken.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: WEitere Kostenübernahmen werden bei <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> auf<lb/>
grossen Widerstand stossen, trotzdem müsste man<lb/>
taktisch bereits den nächsten Schritt vorbereiten,<lb/>
wenn dieser auch gegen Endes des Jahres oder<lb/>
vielleicht gar erst im nächsten Jahr durchgeführt<lb/>
werden soll.</p><pb n="16-0622" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-28_0622.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_17">Beim Journalistenfrühstück gibt es Stammkunden, auf die wir grossen<lb/>
wert legen, wie eben zum Beispiel eben Zeitungen, die dann etwas<lb/>
schreiben oder in die SK dann letzten Endes einen BEricht geben<lb/>
und einzelne Journalisten, die uns überhaupt nichts helfen, z.B.<lb/>
habe ich jetzt auch das erste Mal den Vertreter der ÖIAG gesehen.<lb/>
Solange wir Platz haben, ist es nicht zielführend, diese auszuladen.<lb/>
Aber andereseits sollten nicht solche Pressevertreter, die uns überhaup<lb/>
nichts bringen, überhand nehmen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Wie können wir eine Entwiclung zum Nur-Presse<lb break="no"/>referent, der uns nirgendwo etwas schreibt,<lb/>
verhindern ?</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_19">Gen. Dir. <rs type="person" ref="#per__136644">Figdor</rs> kam mit den IBUSZ- d-h. dem staatlichen ung.<lb/>
Generaldirektor <rs type="person" ref="#per__149233">Tausz</rs>, um Fremdenverkehrsprobleme zu besprechen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__136644">Figdor</rs> hat mir am Nachmittags, als ich ihn zufällgi traf, gesagt,<lb/>
dass es für ihn von grosser BEdeutung ist, dass ich <rs type="person" ref="#per__149233">Tausz</rs> empfangen<lb/>
habe, Das letzte Mal war er bei <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs> und der hat nur von<lb/>
oben herab sich äusserst ungeschickt benommen. Ungarn, so wurde<lb/>
berichtet, hat im Jahre 1972 1,3 Mill. auf Urlaub resp. Reisen ins Aus<lb break="no"/>land geschickt, davon 250.000 nach westlichen Staaten und von diesen<lb/>
110.000 allein nach Österreich. In Hinkunft wollen sie ungarischen<lb/>
Pensionisten stärker in die Steiermark und nach Salzburg in die<lb/>
Nachsaison schicken, da – wie er sich ausdürckt – auch jetzt die<lb/>
Pensionen in Ungarn eine Höhe erreicht haben, wo man so etwas leisten<lb/>
kann. Bis jetzt waren es primär Möglichkeiten der Pensionisten in<lb/>
den Gewerkschaftsheimen unterzukommen. Dort beträgt der Kostenbei<lb break="no"/>trag 16 Forint pro Tag Vollpension, die Differnez bezahlt die Ge<lb break="no"/>werkschaft. Ich erklärte, dass es keine Möglichkeit gibt, um solche<lb/>
Beträge in Österreich Vollpensionen selbst in den entlegensten<lb/>
Gegenden zu bekommen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_20">Botschafter <rs type="person" ref="#per__97587">Jankowitsch</rs> ersucht mich, dass ich untersuche und verhin<lb break="no"/>dere, dass in Hinkunft Waren nach Rhodesien geliefert werden. Die<lb/>
von Jugoslawien im Sicherheitsrat namenltihc genannte Simmering-<lb/>
Graz-Pauker, die drei Lokomotiven nach Rhodesien geliefert hat,<lb/>
wird in Hinkunft im afrikanischen aber auch im asiatischen Raum<lb/>
ungeheur schwierig ihre Exporte tätigen können. Auch Südafrika<lb/>
wird in stärkerem Masse von den afrikanischen aber auch von den asia<lb break="no"/>tischen Staaten und vor allem enmal von Südamerika hart boykottiert<lb/>
werden. ZUmindetens wird man dies von europäischen Staaten verlangen,<lb/>
die Waren dorthin liefern. Nachdem wir nach Südafrika mehr exportieren<lb/>
<pb n="16-0623" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-28_0623.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>als in fast alle afrikanischen Staaten zusammen, wird sich für uns<lb/>
ein grosses Problem ergeben. Der Sicherheitsrat verhandelt derzeit,<lb/>
ob es nicht zielführend ist, die Exporte auf das Jahr 1965-Niveau zu<lb/>
beschränken, damals wurden vom Sicherheitsrat die Sanktionsmassnahmen<lb/>
gegen Südafrika verhängt und gegebenenfalls auf diesem eingefroreren<lb/>
Niveau durch eine Zuwachsrate pro Jahr bescheiden zu erhöhen. Im<lb/>
Sicherheitsrat haben die USA und GB Veto eingelegt, Österreich und<lb/>
Frankreich haben sihc der Stimme enthalten. <rs type="person" ref="#per__97587">Jankowitsch</rs> befürchtet,<lb/>
dass in Hinkunft auch Mosambik und Angola sowie Südafrika, wenn es<lb/>
von europäischen Staaten beliefert wird, dann in der anderen WElt grosse<lb/>
Schwierigkeiten haben wird. Er meint, die beste Lösung wäre, wir würden<lb/>
eine Verordnung erlassen, wonach Waren nicht dan Rhodesien geliefert<lb/>
werden dürfen. Ich erkläre <rs type="person" ref="#per__97587">Jankowitsch</rs>, dass ich bereit bin, dieses<lb/>
Problem untersuchen zu lassen und dass wir vor allemeinmal müssen<lb/>
Wege finden, dass wenn wir schon Waren nach diesen Staaten liefern,<lb/>
insbesondre nach Rhodesien, dies geschickter gemacht werden muss und nic<lb/>
nicht so wie von der SGP mit den drie Lokomotiven. In Hinkunft be<lb break="no"/>fürchet <rs type="person" ref="#per__97587">Jankowitsch</rs> müsste vierteljährlich LIsten vorgelegt werden, wo<lb/>
Waren hingeliefert wurden. Wenn wir in unserer AH-Statistik ausweisen<lb/>
dass wir viel Waren nach Südafrika liefern, von Südafrika aber nur in<lb/>
der Einfuhrstatistik ein TEil davon aufscheint, die Transitwaren werden<lb/>
dort ncht vermerkt als österreichische Waren, dann besteht der VErdacht<lb/>
dass alle differenten Waren nach Rhodesien, Mosambik, Angola oder<lb/>
eventeull geliefrt werden. Hier spreche ich mich sofort gegen eine<lb/>
solche von vornherein aufgestellt BEhauptung aus, weil die Transitliefe<lb break="no"/>rung natürlich auch wo anders hin gehen könnten. Auf alle Fälle müssen<lb/>
wir den WEg versuchen, mit der SGP gemeinsam eine ERklärung und<lb/>
mit der österr. Wirtschaft einen Weg zu finden, dass in Hinkunft<lb/>
wir nicht im Sicherheitsrat namentlich genannt werden können.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: UND <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Bitte unverzüglich die BEsprechungen<lb/>
mit der SGP und der Handelskammer von der Sektion<lb/>
I aufnehmen zu lassen. Ich habe <rs type="person" ref="#per__97587">Jankowitsch</rs> ver<lb break="no"/>sprochen, ih über den ERfolg unserer Bemühungen<lb/>
zu informieren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_22">Beim dritten Arbeitskreis der Ökonomischen Konferenz, wo ca. 50 Leute<lb/>
daran teilgenommen haben, stellte sich heraus, das hätte ich nicht<lb/>
sehr konkrete Vorscläge unterbrietet, wahrscheinlich höchsten eine<lb/>
Bla-bla-Diskussion, wenn überhaupt eine zustandegekommen wäre. Ich<lb/>
habe deshalb einleitend als Vorsitzender sofort die entsprechenden<lb/>
Vorschläge auf Errichtung der Arbeitsgruppen Fremdenverkehr – <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs><lb/>
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Min.Rat <rs type="person" ref="#per__107937">Frank</rs> – Sekretär Dr. <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs>, Der Preisgruppe Voriszt: <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs>,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> Sekretär, der sich mit administrativen Preispolitik, mit Wettbewerb<lb/>
fragen, mit der Preisbeobachtung beschäftigen wird, vorgetragen. Zu<lb/>
meiner grössten VErwunderung hat dann Ing. <rs type="person" ref="#per__136623">Hedrich</rs> gemeint, dass in der<lb/>
Einladung aber steht, dass wir die europäische Integration und<lb/>
die österr. Wirtschaft zu behadeln hätten. Deshalb sclägt er noch vor,<lb/>
eine Arbeitsgruppe über Integration und Strukturänderungen Papierindustrie<lb/>
usw. usw.. Da auch ein zweiter Diskussionredner sich am Schluss meldete,<lb/>
und ich die GEfahr sah, dass womöglich dann noch andere kommen und Ar<lb break="no"/>beitsgruppen wünschen, habe ich diese 4. Arbeitsgruppe akzeptiert,<lb/>
allerdings dann tatkisch bewiesen, wie schwierig es ist, jemanden zu<lb/>
finden, der ZEit hat und bereiterklärt, solche Arbeitsgruppenarbeit<lb/>
zu leisten. Da die GEfahr bestand, dass <rs type="person" ref="#per__136623">Hedrich</rs> oder sonst ein Funktionär<lb/>
der sowieso überlastet ist, eine zusätzliche Arbeit üernimmt und dann<lb/>
nichts tut, haben wir uns letzten Endes dann auf Dkm. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs>, der bereits<lb/>
im Wirtschafts- und Sozialbeirat die Strukturfragen der Integration bear<lb break="no"/>beitet hat als Vorsitzenden und für seinen Sekretär Dr. <rs type="person" ref="#per__139843"><choice><choice><sic>Preindl</sic><corr>Kaindl</corr></choice></choice></rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add>, der<lb/>
von den Österr. Stickstoffwerken in Wien jetzt arbeitet, geeinigt. Eine<lb/>
Diskussion über andere Probleme hat es gar nicht gegeben, sodass die<lb/>
Sitzung nach einer Stunde bereits zu Ende war. Nur der VErtreter des<lb/>
Konsumverbandes wollte unbedingt noch nachher von mir eine Zusicherung,<lb/>
dass wir auch über das Ladenschlussproblem hier sprechen. In diesem Fall<lb/>
habe ich ihn sofort mit <rs type="person" ref="#per__97757"><choice><choice><sic>Mühlberger</sic><corr>Mühlbacher</corr></choice></choice></rs> vom Freien Wirtschaftsverband zusammen<lb/>
gebracht, da ja beide differente Auffassungen haben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_23">Bei der anschliessenden von der Löwelstrasse einberufenen Pressekonferenz<lb/>
waren sage und schreibe 3 Redakteure anwesend. <rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> erklärte ihnen als<lb/>
Vorsitzender die Absicht dieser Pressekonferenz und ich liess dann die<lb/>
e-nzelnen Arbeitsgruppen berichten, damit sie eventuell über die<lb/>
SK in der Öffentlichkeit bekannt werden. Der ORF hat nachher ein Inter<lb break="no"/>view mit mir aufgenommen. Bei diesem dürfte mir der Fehler passiert<lb/>
sein, dass ich erklärt habe, dass die BEhauptung der ÖVP, dass wir<lb/>
usnere Programme nicht durchsetzen, nicht ganz stimmt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat mich<lb/>
auf alle Fälle am Abend diesbezüglich angesprochen, nachdem <rs type="person" ref="#per__97727">Fritz Marsch</rs><lb/>
mir vorher mitgeteilt hat, er hat mein Interview gehört, nehme ich an ,<lb/>
dass er sofort zu <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> gerannt ist, um ihm darüber zu berichten.<lb/>
Mich stört das an und für sich gar nicht, zeigt aber nur wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
alles hören will und von allen zugetragen bekommt. Ich glaube, dass<lb/>
ich der einzige bald bin, der eine Ausnahme macht. Ich sehe nämlich<lb/>
meine Funktion darin, meine Arbeit zu machen und nicht jeden DReck<lb/>
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dem ich huldige, auch nicht richtig. Ich beabsichtige aber keinesfalls<lb/>
es zu ändern. WEnn jemand von mir etwas wissen will, dann soll er<lb/>
mich fragen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_24">In der wirtschaftspolitischen Aussprache hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> das letzte Mal<lb/>
versprochen, es wird ein Papier vorgelegt werden, dieses Papier war<lb/>
entweder nicht fertig, oder <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat es sich überlegt und nur<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ersucht, er solle über die ERgebnisse referieren. Budget wird<lb/>
1973 weiter die Bindung haben und im Herbst gekürzt, nur für die<lb/>
Maul- und Klauenseuche-Fälle wird ein BÜG jetzt unmittelbar gemacht,<lb/>
im Herbst ein einziges BÜG, das durch Umschichtung finanziert werden<lb/>
soll. 1974 werden ähnliche Grundsätze der Budgeterstellung gelten<lb/>
nur elastischer gehandhabt. Mit den Ländern und Gemeinden besteht<lb/>
Übereinstimmung, sie haben dies in einem Schreiben an den Bundes<lb break="no"/>kanzler festgehalten. Vom Juni bis September wollen die Länder 7 %<lb/>
und die Gemeinde 5 % der Ertragsanteile in Kassenscheinen bis Ende<lb/>
Dezember festlegen. Dies ergibt einen Betrag von 500 Mill. S.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> bemerkte neben mir, dann hat das ganze ja nicht sehr viel<lb/>
Sinn, sondern schiebt nur eine Ausgabe ein bisschen hinaus. Wahrschein<lb break="no"/>lich ist diese Finanzierungsmethode für Dezemberausgaben von Seiten<lb/>
der Länder und Gemeinden überhaupt erwünscht. Die Tarife und Gebühren<lb/>
sollen nicht zurückgestaut werden. MIt den Kreditinstituten wurde eine Ü<lb/>
Übereinstimmung erzielt, dass die bisherigen Massnahmen fortgesetzt<lb/>
werden, die schriftlich fixiert, aber elastisch gehandhabt<lb/>
werden. Einzelbewilligungen bei der OeNB für Auslandskredite bleiben<lb/>
für die Exportförderung gilt als Maxime Sicherung der derzeitigen Aus<lb break="no"/>landsmärkte, d.h. hier wird eine Lockerung wahrscheinlich eintreten.<lb/>
Die öffentlichen Fonds sollen koordiniert werden, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann<lb/>
auch nur ergänzend ausführte, bei einer GEsamtsumme von 8 Mia S.<lb/>
Durch die Koordinierung soll ach stabilitätskonform bei den Bauten<lb/>
vorgegangen werden, d.h. sie so weit wie möglich zurückzustellen.<lb/>
Der Handelsminister soll über Preissenkungen verhandeln, hier war ich<lb/>
überrascht über diese Ankündigung und habe mich auf eine Aufforderung<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisksy</rs>, ob ich dazu etwas zu sagen habe, erklärt, ich habe<lb/>
keine VErhandlungen geführt. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> erklärte mir anschliessend, das<lb/>
er gehofft hätte, ich könnte eine Preissenkungsaktion wie sie zu<lb/>
Jahresbeginn mit Einführng der Mehrwertsteuer von den Diskontern und<lb/>
Kaufhäusern gestartet wurde, wieder auf die Beine bringen. Ich erklärte<lb/>
ihm sofort, dass Voraussetzung dafür wäre, dass die Konsumgenossenschaft<lb/>
als erste bereit ist, zu starten, denn nur wenn einer anfängt, kann<lb/>
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solche Möglichkeit führen. Der Landwirtschaftsminister erklärte über<lb/>
eine flexible Einfuhr- und Ausfuhrpolitik, die Fleischpreiserhöhung<lb/>
soll durch eine Einschau bei der Fleischindustrie und beim Gewerbe<lb/>
genauer kontrolliert werden. Der Getreidepreis oll noch vor Juli<lb/>
erledigt sein, wie wurde nicht gesagt. Der Innenminister berichtete übe<lb/>
administrative Preismassnahmen, insbesondere die Novelle des Preisbe<lb break="no"/>stimmungsgesetzes, wo konkrete VErhandlungen noch bis Mittwoch, den<lb/>
30.5. geführt werden sollen. Der Bautenminister berichtete über<lb/>
Koordinierung mit Ländern und Gemeinden, dass die Aufträge das ganze<lb/>
KJahr gestreut werden, grössere Einheiten zur VErgabe gelangen sollen<lb/>
eine mittelfristige Finanzplanung, wo wie der Bund mit dem 10-jährigen<lb/>
Investitionsprogramm durchführt und wie die Länder eigentlich auf GRund<lb/>
der Wohnbauprogramme eine 5-jähriges gesetzlich schon verpflichtet<lb/>
wären zu erstellen. Dies allerdings nicht machen. Fertigteile sollen<lb/>
bevorzugt werdne, insbesondere im Hochbau, die Länder und Gemeinde<lb/>
die rechtlichen VErtragbestimmung und auch eine Musterbauordnung gegen<lb break="no"/>seitig abgeleichen. Ein Gerätepool zwischen den schweren Baumaschinen<lb/>
sollte geschaffen werden. Alle Grossbauträger, Länder, Gemeinden,<lb/>
E-Wirtschaft und sonstige, natürlich auch der Bund, sollen eine Bau<lb break="no"/>auftragstatistik beim Bautenministerium erstellen. Das Stat. Zentral<lb break="no"/>amt wird eine Baupreisstatistik für den Tiefbau jetzt in Angriff<lb/>
nehmen. ZUrückhaltung ist, um nicht zu sagen verboten, ist es bei<lb/>
den Amtsgebäuden, Apartmenthäusern und Zweitwohnungen<lb/>
Förderungen zu geben und diese Bauten jetzt durchzuführen. Die inter<lb break="no"/>nationalen, d.h. fremde Unternehmungen sollen zu den Ausschreibungen<lb/>
herangezogen werden. Die Federführng muss aber bei den österreichischer<lb/>
Unternehmungen liegen, die auch letzten Endes die Haftung übernehmen.<lb/>
In HInkunft sollen bei den Gemeinden aber auch bei den Ländern nicht<lb/>
mehr die heimischen Firmen bevorzugt werden. Bekanntlich gibt es bei<lb/>
einzelnen Ländern sogar Preisgrenzen von 5 % bei ansässigen Firmen,<lb/>
die toleriert werden. Nach Möglichkeit sollen Bauten nach Fixpreisen<lb/>
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hier ein Vorkaufsrecht für die öffentliche HAnd gesichert werden soll,<lb/>
konnte kein Einvernehmen von Moser mit den Beteiligten, d.h. der Bauwirt<lb break="no"/>schaft erzielt werden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_25">In der Diskussion, die sich lange dahinzog, hat <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> insbesondere<lb/>
Bedenken gegen die Kreditpolitik gerichtet, die sich hauptsächlich<lb/>
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zu verzeichnen sein. Diese Methode entspricht schon weitestgehend<lb/>
der aktivseitigen Kreditkontrolle. Er soll nun die qualitative Aus<lb break="no"/>lese machen, eine selektrive Auslese der Kredite kommt seiner Meinung na<lb/>
nach schwer nur in Frage, wer bestimmt die Richtlinien, welche Sank<lb break="no"/>tionen werden vorgesehen. Dass Investitionen vor Konsum, Maschinen vor<lb/>
Bau, angefangene vor beginnende Investitonen kommen sollen sei nur<lb/>
sehr allgemein und trotzdem ist es schwierig festzuhaltne, wert<lb/>
diese Selektrion trifft. Die Bundeskammer lehnt es deshalb entschieden<lb/>
ab. Auf der Lohnseite käme es zu keiner Vereinbarng mehr, eine solche<lb/>
hat insbesondere <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> von den Wirtschaftspartnern verlangt, da die<lb/>
Unternehmer heute einsehen, dass sie die INtervalle zwischen den ein<lb break="no"/>zelnen Lohnbewegungen verkürzen müssen, dass sie andererseits den<lb/>
wagedrift nicht verhindern konnten, das Sozialpartnerabkommen hat<lb/>
in dieser HInsicht nicht gewirkt und dass Lohnleitlinien nicht ziel<lb break="no"/>führend sind. Insbesondere wollte er neuerdings von <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> eine Er<lb break="no"/>klärung haben, dass die 3 % real Lohnsteigerungen pro Jahr von denen<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> jetzt sogar immer sagt, dass dies Mindestlohnsteigerungen sind,<lb/>
unakzeptael für sie sind. Bei der Frühstückrunde – hätte ich bald<lb/>
vergessen – hat er mir auch diesbezüglich Vorhalte wegen unserer<lb/>
Forderungen bei den Brauereien gemacht und ich habe ihm auseinander<lb break="no"/>gesetzt, dass es hier dann schwer Konflikte geben könnte. Da sie<lb/>
die 18 % unter gar keinen Umständen akzeptiren wollen. Solange also<lb/>
auf der Lohnseite nicht geschieht, ist die Handelskammer nicht bereit,<lb/>
beim Preisbestimmungsgesetz eine VErschlechterung durch VErschärfung<lb/>
hinzunehmen. Selbst gegen eine unveränderte VErlängerung haben sie<lb/>
grossen Widerstand in Handelskreisen. Das Ganze sie aber eine<lb/>
Angelegenheit, die man letzten Endes mit den Parteien besprechen müsse,<lb/>
da sie ja im Parlament verhandelt werden müssten.. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat bezüglich<lb/>
der Lohnpolitik angehängt und erklärt, die restrktive Haltung der Re<lb break="no"/>gierung gegenüber den Lehrern, die – und jetzt hörte ich wieder eine<lb/>
neue Zahl – 500 – 600 Mill. S kosten würden, alle zusammen – alle<lb/>
öffentlich Bediensteten – mehr als 2 Mia S. Da <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auch darauf hin<lb break="no"/>wies, dass andere Staaten etwas auf dem Preissektor machen, hat <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
dann mit REcht darauf geantwortet, dass auch andere Staaten versuchen,<lb/>
eine Symetrie in der Weise, dass auch die Lohnseite in irgendeiner Wei<lb break="no"/>se kontrolliert oder beeinflusst wird, so hat der Sachverständigen<lb break="no"/>beirat in der BRD für 1973 emfpohlen, dass überhaupt keine reale Lohn<lb break="no"/>erhöhung Platz greifen sollte. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> wies darauf hin,dss der ORF<lb/>
insbesondere eine Reportage von <rs type="person" ref="#per__122297">Strobl</rs> hat eine 22 %-ige Lohnforderung<lb/>
errechnet, die gestellt werden müssten, aber auch die Zeitungen ständig<lb/>
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Jahre 1971 auf 65.8 % trotz steigender Beschäftigtenzahl stark<lb/>
zurückgegangen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> kritisierte, dass die produzierenden Arbeiter<lb/>
gegneüber dem Verwaltungssektor sowohl im privaten als auch im<lb/>
öffentlichen BEreich ständig zurückbleiben. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat auch dann<lb/>
noch einen HInweis auf eine Werbeabgabe für Unersuchungen für Waren<lb break="no"/>qualität, d.h. eine Propagandasteuer verlangt. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hat<lb/>
dann neuerdings Zahlen gebracht, indem er das Jahr 1960 mit 1972<lb/>
gegenüberstellte und derklärte, die Löhne seine von 10,3 auf<lb/>
14 % gewachsen,während die Gewinne von 8,6 nur auf 13,9 gestiegen<lb/>
sind. Eine Werbesteuer könnte nur dann eingeführt werden, wenn sie<lb/>
weltweit ist und nicht Österreich allein als erstes so etwas ein<lb break="no"/>führt. <rs type="person" ref="#per__122974">Altenburger</rs> hat die Bundesregierung hart attackiert, insbeson<lb break="no"/>dere den Finanzminister, dass sie keinerlei Ratschläge mehr annehmen.-<lb/>
Er bezog sich dabei auf die Budgetvorschau, aber auch auf die seiner<lb break="no"/>zeitigen UNtersuchungen über Preise und Kostenauftrieb und die Bau<lb break="no"/>wirtschaft des Wirtschafts- und Sozialbeirates. Auch der Sozialminister<lb/>
müsste mehr tun, um das Realeinkommen nicht abzusenken. Der Finanz<lb break="no"/>minister müsste eben Steuer- und Tarifreduzierungen vornhmen.<lb/>
Insbesondere aber meinte er, dass zwischen den Produktionen-Preisen<lb/>
und Konsumpreisen auf dem landw. Sektor, dem gewerblichen Sektor<lb/>
usw. grosse Differenzen bestehen und wohin kommen die ? Die Regierung<lb/>
redet aber nur. <rs type="person" ref="#per__97661">Kottulinsky</rs> meinte mit REcht, dass es sich hier<lb/>
um Posten und und Nachfrageproblem handelt, das ein Dauerproblem<lb/>
wird und nicht nur vorübergehend. Die Inflations- und Struktur<lb break="no"/>mängel müsstn auf Dauer von uns bekämpft werden, da sie eine Dauer<lb break="no"/>erscheinung sein werden. Hart attackierte auch Landesrat <rs type="person" ref="#per__113056">Bierbaum</rs>,<lb/>
der meinte, die Landwirtschaft sei kein taugliches INstrument für<lb/>
die Kreditbremse, im GEgenteil, die Landwirtschaft brauche ienen<lb/>
Voraus- d.h. eine Bevorzugung am Kreditsektor. Alle ANgriffe gegen<lb/>
die Preispolitik der Landwirtschaft versuchte er dadurch zu entkräften<lb/>
dass die Bauern sowieso nicht viel bekommen und dass daher solange<lb/>
das Forderungsprogramm der Landwirtschaft nicht erfüllt wird, keine<lb/>
Zustimmung von der Landwirtschaftskammer zu erwarten sei. Bis jetzt<lb/>
auf alle Fälle treffe dies zu. Lineare Kürzungen unter Einbe<lb break="no"/>ziehung der Landwirtschaft lehnt er auf jedem Sektor ab. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
fasste dann zusammen, dass der Finanzminister und die Bundesregierung<lb/>
in der Gehaltspolitik der Bundesbediensteten sehr restirktiv sich ver<lb break="no"/>halten werden. Er hätte aber am Samstag mit dem Finanzminister einer<lb/>
Reihe von Universitätsprofessoren, die nicht Interessenmässig oder<lb/>
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dass mit einer Rückschlag vom Weltmarkt zu rechnen sei, geteilt.<lb/>
Übrigens auch der Schweizer Aussenminister <rs type="person" ref="#per__97482">Graber</rs>. Es ist eine<lb/>
Kombination von Mitteln notwendig, um der Inflationsentwicklung<lb/>
Herr zu werden. Insbesondere befürworteten sie eine Aufwertung von<lb/>
mindestens 10 %. Tatsächlich hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> dann am Abend berichtet,<lb/>
dass sie 5 – 10 % verlangt haben, <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dann Abends sogar gemeint h<lb/>
hat, bis 15 % sei vorgeschlagen worden. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> selbst aber ist<lb/>
der Meinung, dass ist überhaupt nicht möglich, obwohl er selbst auch<lb/>
für Aufwertungen immer eintritt. In diesem Licht wurde insbesondere<lb/>
die seinerzeit von der Handelskammer so bekämpfte <choice><choice><sic>2.25</sic><corr>1.25?</corr></choice></choice> %-ige Aufwertung<lb/>
zu sehen sen. Für nächsten Mittwoch wird wahrscheinlich ein Papier<lb/>
vorliegen, das dann in der wirtschaftspolitischen neuerlichen Aus<lb break="no"/>sprache übergebne und beschlossen werden soll. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte abends<lb/>
sehr optimistisch, dass die Stablitätsverhandelungen gelaufen sind.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_26">Bei der Regierungspartei- und Gewerkschaftsfraktionsbesprechung<lb/>
wurden verschiedene Tehmen und GEsichtspunkte wieder einmal erörtert.<lb/>
Neu für mich war, dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, bei den letzten Wahlen haben<lb/>
wir 50,05 % Stimmen erhaltne und diese 0,5 % , wenn sie Bauernstimmen<lb/>
gewesen sind, müssen wir erhalten, umdie Mehrheit wieder zu bekommen.<lb/>
Hierkam natürlich sofort der Einwand, und was geschieht mit unseren<lb/>
Kernwählern, die wir jetzt scheinbar überall verlieren. Hier haben<lb/>
Meinungsumfragen ergeben, dass wir als Regierungspolitik gar nicht<lb/>
so schlecht liegen und mit entsprechenden ERfolgen, d.h. der abso<lb break="no"/>luten Mehrheit wieder rechnen könnten. Nur in der Steiermark und in<lb/>
Wien hat es einen Knick gegebebn. <rs type="person" ref="#per__97389">Czettel</rs> berichtet, dass jetzt in<lb/>
Ternitz, wo sie eine Grossgemeindezusammenlegung jetzt haben, an<lb/>
6.000 Haushalte der 10.000 Bevölkerung Fragebogen geschickt habe,<lb/>
um zu ergründen, wie ein 15 Punkte-Programm ankommen würde. 3.000<lb/>
haben den Fragebogen zurückgeschickt, die Mehrheit hat aber keine<lb/>
konkrete Stellung zu den 15 Punkte bezogen, sondern viele haben<lb/>
ihre einzelnen persönlichen Wünsche, BEleuchtung, oder Strassen<lb break="no"/>reparatur, Reparatur vor dem Haus usw. zur KEnntnis gebracht. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs><lb/>
meinte, dass die Stammwähler Leistungen anerkennen, dies aber der<lb/>
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haben. <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs> meinte, dass 1969 mit 63 Mandaten und 57 % der Höhe<lb break="no"/>punkt in Wien erreicht wurde. Die Auseinandersetzung jetzt zeigt<lb/>
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gestanden ausser den Studenten. Die Bundesregierung, die Leistungen<lb/>
erbringt, wie z.B. Schulbücher, Wohnungsbeihilfen, wird in Wien<lb/>
meistens schon gegeben und hat daher keinen Effekt. Vier Punkte<lb/>
der Kritik gibt es:</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_27">1. dass die Gemeinde Wien zu viel Bodenbesitz hat mit 14 Mill. m2</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_28">2. dass die Planung nicht funktioniert,</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_29">3. dass das Bauen zu geringer Wohnungen Tatsache ist, insbesondere<lb/>
zu kleiner Wohnungen, obwohl sich der Durchschnitt von 34 m2 in<lb/>
der ersten Republik auf 80 dezeit erhöht hat und</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_30">4. die Kritik am Bürgermeister, der für alles veranwortlich gemacht<lb/>
wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_31">Er fürchtet nicht den Rechnungshofbericht, denn er hat höchstens odrt<lb/>
den Vorwurf, dass er zu spät <rs type="person" ref="#per__97781">Neubauer</rs> von der Zentralsparkassa oder<lb/>
<rs type="person" ref="#per__126730">Leitner</rs> von der Hafenbetriebsgesellschaft entfernen liess, das er<lb/>
allerdings schon längst machen wollte und andere dies verhindert ha<lb break="no"/>ben. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte dann zusammenfassend, dass</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_32">1. die Menschen wollen es gar nicht so genau wissen, sie wollen<lb/>
glauben, daher soll in Hinkunft die Propaganda nicht mehr mit<lb/>
umfangreichen Broschüren, phantastisch aufgemacht, sondern einfache<lb/>
plakative Wirkung und Flugzettel hier Abhilfe schaffen. Die VP<lb/>
hat gestartet, die Regierung hat nichts gehalten, deshalb musste<lb/>
die Aktion : Versprochen und gehalten als Gegenmassnahme gesezt<lb/>
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die Plakatserie gestartet: Diese Stadt ist krank. Anstelle dass<lb/>
eine sachbezogene Antwort darauf akm, kam: Die SPÖ ist Wien und<lb/>
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in der Zeit nicht identifizieren will, ist diese Plakatserie<lb/>
unzweckmässig gewesen. <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs> meinte, dieses Plakat hätte er nicht<lb/>
gebracht, <rs type="person" ref="#per__97845">Otto Probst</rs> war nicht anwesend.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_34">3.Es muss eine Zielformel wieder gefunden werden, wie seinerzeit<lb/>
Modernes Österreich, oder <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und sein Team. Über Einzelheiten<lb/>
will und wollte er sich derzeit nicht äussern. Ich habe das Ge<lb break="no"/>fühl, er hat derzeit noch nicht eine solche Zielformel gefunden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_35">4. Die vielschichtige Bevölkerung kann von unseren Vertrauensper<lb break="no"/>sonen nicht mehr angesprochen werden. Wir wissen derzeit nicht,<lb/>
was Arbeiterfamilien wirklich denken, was Pensionisten wünschen<lb/>
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Papp-Kamerad jetzt gefunden werden , vor allem einmal in der<lb/>
Parole: Kein Zurück zur ÖVP, man soll sich nicht in Sicherheit<lb/>
wiegen, dass sie Soz. Partei wieder die Mehrheit kriegt, oder<lb/>
gar dies der Bevölkerung einreden sonst geht es einem wie Klaus<lb/>
1970.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_37">6. Bürgerinitiativen würden sich nicht zuletzt wie in den 60-er Jahren<lb/>
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sich verwerfen. Der Park müsste jetzt aufgemacht werden und man dürf<lb/>
die Studenten nicht büssen lassen, indem man kein Institut jetzt<lb/>
baut.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_39">8. Die Bodenrechtsfrage und die Spekulation, die insbesondere bis zu 35<lb break="no"/>jährigen Parteimitglieder und Funktionäre besonders trittf, müsste<lb/>
jetzt aktiviert werden. Er möchte überhaupt, dass viel stärker<lb/>
die Partei wieder in Erscheinung mit Aktionen tritt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-28_40">Dies war, wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ausführte, die dritte so lange dauernde Zu<lb break="no"/>sammenkunft in diesem Kreis. Aus der stundelangen Diskussion habe<lb/>
ich die Überzeugung gewonnen, dass sich naütrlich ein jeder Gedanken<lb/>
macht, wie es weitergeht, wie wir unseren Vertrauenspersonenapparat<lb/>
aktivieren können, wobei allgemein die Meinung herrscht, dass unser<lb/>
Vertrauenspersonenapparat in den ländlichen GEbieten wesentlich besser<lb/>
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wäre, ob wirklich die Müdigkeit unseres Vertrauenspersonenapparates<lb/>
auf die Sättigung mit materill erreichtem Zurückzuführen ist oder<lb/>
nicht doch auf ein grosses UNbehagen gegnüber mittleren und höheren<lb/>
Funktionäre, wobei vielleicht derzeit wirklich noch die Bundesregie<lb break="no"/>rung ausgenommen ist. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> hat sicher recht, wenn er meint, der<lb/>
Apparat ist inaktiv, teilweise auch in den Gewerkschaften, die Sekretäre<lb/>
versuchen sofort in ein Mandat zu kommen, die Arbeit aber dann immer<lb/>
nach oben abgeschoben wird und die ENtscheidung vor allem von oben<lb/>
verlangt wird. Er meinte, dass man heute LAbgeordnete usw. von Lan<lb break="no"/>desregierungsmitglieder kaum bei REferaten trifft. Dass viel zu<lb/>
wenig VErsammlungen gemacht werden und wenn, dann höchstens nur mit<lb/>
Spitzenfunktionären, die dann auch schlecht besucht sind. Ich<lb/>
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eben ganz uninteressant sind und niemand mehr hingeht, auch selbst<lb/>
dann, wenn Spitzenfunktionäre kommen. Selbst wenn wir, ich weiss<lb/>
noch ncht wie einen neuen Schwung in die Partei bringen, wird es<lb/>
kaum möglich sein, entgegen die Front dergeschlossenen Massenmedien.<lb/>
Ich glaube, dass <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> vollkommen recht hat, der gesagt hat, alle<lb/>
unsere Aktivitäten werden durch den negativen Einfluss des Fernsehens<lb/>
und der Zeitungen überdeckt. Was die Leute wirklich interssiert,<lb/>
wisen wird nicht genau, wahrscheinlich aebr Sensation, Stories,<lb/>
womöglich persönlich G'schichterln, keiensfalls ausschliesslich Sach<lb break="no"/>frgen. Dazu kommt, dass selbst bei der besten Leistung des Einzelnen<lb/>
wenn ihn ein Massenmedium abschiessen will, durch diesen Einfluss<lb/>
selbst unsere Vertrauenspersonen verunsichert werden. Vielleicht aller<lb break="no"/>dings ist dies ein Korrektiv zu der notwendigen Personalpolitik einer<lb/>
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der Vertrauenmännerapparat viel zu langsam wenn üerhaupt reagiert.<lb/>
Sicherlich aber ist diese Politik sehr hart und vor allem in vielen<lb/>
Fällen wahrscheinlich auch sehr ungerecht. Das Positive, was ein<lb/>
Politiker macht, wiegt dann in so einemFall gar nichts gegenirgend<lb break="no"/>welche kleinen Fehler oder persönliche Entgleisungen. Ob in einem<lb/>
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von geiwssen Typen betrieben wird, die die Brutalität haben, ohne<lb/>
SKrupel sich dieser Tätigkeit anzunehmen ? Eine ENtwiclung vor<lb/>
der ich eigentlich Angst habe.</p></div>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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                  mit griech. Vizeminster über Niederlassung Hellas-Linz]</occupation>
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