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            <title type="main">Dienstag, der 15. Mai 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_01">Dienstag, 15. Mai 1973</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_02">Im Ministerrat wurde unser Gesetzesantrag für Eisen- und Stahlorganisation<lb/>
auf Grund des EGKS-Vertrages doch letzten Endes von Verfassungsdienst<lb/>
beeinsprucht. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat ein langes ELaborat von <rs type="person" ref="#per__97700">Loebenstein</rs> bekommen<lb/>
und wollte wissen, ob ich dieses Elaborat kenne. Ich habe zwar dieses<lb/>
Elaborat noch nicht gelesen gehabt, doch war mir klar, dfass die Einsprüche<lb/>
die sie auch bereits bei uns angedeutet haben, verankert waren. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs><lb/>
hat mir Recht allerdings mir nachher gesagt,dass ja der Verfassungsdienst<lb/>
im Prinzip mit unserem Vorschlag doch einverstanden gewesen ist. Wir haben<lb/>
deshalb mit der Massgabe diesen Gesetzentwurf beschlossen, dass die<lb/>
offenen Fragen ausgeräumt resp. noch einmanl besprochen werden. Interessant<lb/>
war, dass dann bei der Sektionsleitersitzung <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> meinte, dies bedeute,<lb/>
dass der Gesetzentwurf vom Ministerrat bereits genehmigt sei und er mit<lb/>
dem Verfassungsdienst innerhalb eines TAges die ganze offene Angelegenheit<lb/>
erledigen könne. Ich bin keinesfalls ein solcher Optimist. Auf alle<lb/>
Fälle wollen wir diese Materie am nächsten Montag hie der Pressebesprechung<lb/>
als Hauptgegenstand präsentieren. <rs type="person" ref="#per__125380">Friedl</rs> von der Presse hat bereits sich<lb/>
der detailliert über diese Frage informiert. Ich habe ihn selbstverständ<lb break="no"/>lich auf das nächste Pressefrühstück verwiesen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_03">Nach dem Ministerrat gab es eine Ministerratsnachbesprechung. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
wollte unbedingt noch einmal die Frage des Sternwartegeländes mit <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs><lb/>
diskutieren. Er befürchtet, dass die Publikationen und die Propaganda<lb/>
der Stadtverwaltung negativ sich auswirken wird. Da es sich um eine öffent<lb break="no"/>liche Informationsschrift handelt, wird sie skeptisch von der Bevölkerung<lb/>
aufgenommen werden. Darüber hinaus ist die Suggestivfrage, die zu beant<lb break="no"/>worten mit ja oder nein von der Stadtverwaltung vorgeschlagen wird, ein<lb/>
sogenannter Kaper-Schmäh und schon aus diesem Grund nach seiner Meinung<lb/>
von der grossen Masse zu erwarten, dass er abgelehnt wird. Weiters kriti<lb break="no"/>sierte er, dass <rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs>, der die Propaganda machen soll, erst gestern das<lb/>
Material bekommen hat. <rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> ist dann mit den 3 Texten zu ihm gekommen<lb/>
und will dies in einer einzigen Annonce unterbringen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> schlug des<lb/>
halb vor, man sollte <rs type="person" ref="#per__116106">Mauhart</rs> beauftragen, mit einem Werbebüro nächsten<lb/>
Samstag/Sonntag eine gross angelegte Kampagne zu starten. Bezahlt muss dies<lb/>
vom Finanzminister werden, weil die Partei dafür kein Geld hat und ausser<lb break="no"/>dem es sich um eine öffentliche frage handelt. <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> protestierte indir<lb/>
rekt, indem sie erklärte, sie hätte bis jetzt ja mit <rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> über diese<lb/>
Fragen Kontakt gehabt und heute mittags würde er mit ihr die einzelnen<lb/>
<pb n="16-0556" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-15_0556.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Details besprechen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat dann insoferne nachgegeben, als er meine,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> ud <rs type="person" ref="#per__116106">Mauhart</rs> sollten jetzt die Werbekampagne starten im engsten<lb/>
Einvernehmen mit ihm und <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs>.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_04"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat in dieser Beziehung ein gutes Gspür, denn ich habe am Abend<lb/>
in unserem Bezirksausschuss feststellen können, dass auch dort meine<lb/>
politischen Argumente, warum wir alle mobilisieren müssen, dass sie für<lb/>
diesen Antrag der Gemeindeverwaltung stimmen, eigentlich auf verhätlnis<lb break="no"/>mässig taube Ohren gestossen ist. Ich wollte und habe nich, obwohl ich<lb/>
politische Situation und die politische Aktion des Gegners bei diesem<lb/>
Sternwartegelände-Antrag genau und detailliert erklärt habe, nicht die<lb/>
grosse Gefahr aussprechen, die uns droht. In der Diskussion ist sie dann<lb/>
natürlich zum Vorschein gekommen, nämlich dass die Wiener Bevölkerung ge<lb break="no"/>gen die Gemeindeverwaltung insbesondere gegen <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs> diese Aktion wird<lb/>
nützen. Bis in unsere Partei hinein werden die Funktionäre und auch<lb/>
Mitglieder vor allem aber unsere Wähler sagen, dass dies eine Gelegenheit<lb/>
ist, um der Gemeindeverwaltung eines auszuwischen. Günstigstenfalls<lb/>
werden sie nicht wählen ungünstigstenfalls vielleicht sogar gegen den<lb/>
Sternwartepark-Antrag der Gemeindeverwaltung. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> befürchtet<lb/>
daher mit Recht, es wird über diesen sehr ungünstigen Ausgang und ein<lb/>
solcher tritt ja schon ein, wennvielleicht mit ganz knapper Mehrheit<lb/>
was ich noch gar nicht sicher bin, der Antrag angenommen wird, dann<lb/>
die Gemeindeverwaltung antrülich die Regierung für diese Etnscheidung<lb/>
verantwortlich machen wird.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_05">Zur Sektionsleiterbesprechung hat die Präs. G – <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> – das erste Mal<lb/>
einen umfangrecihen Katalog aller oder zumindestens der meisten zur<lb/>
Besprechung kommenden Materien geliefert. DAdurch kann ich mir vorher<lb/>
ein Bild des Ablaufes machen. <rs type="person" ref="#per__131309">Bock</rs>, der mich gefragt hat, ob ich<lb/>
damit einverstanden bin, hat deshalb von mir nicht nur die ZUstimmung<lb/>
bekommen, sondern auch meine Anerkennung.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Die Aufzählung genügt mir vollkommen, soll nur<lb/>
als Schema dienen und ich hoffe, dass dann<lb/>
abe auch der Diskussion resp. aus den letzten<lb/>
Gegenbenehiten noch eine gewisse friemütige ERgän<lb break="no"/>zugn der einzelnen Sektionen erfolgt. Keinesfalls<lb/>
will ich haben, dass dies jetzt ein Papierschema<lb/>
womöglich schon mit schriftlich vorbereiteten Be<lb break="no"/>richten, wie dies teilweise die Sektion III jetzt<lb/>
schon macht, wird.</p><pb n="16-0557" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-15_0557.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_07">Die Sektionsleiterbesprechung soll und muss eine Aussprache sein<lb/>
und nicht ein womöglich mit schriftichen Unterlagen vorgetragenes<lb/>
Referat, das seelenlos dann vom Vertreter der Sektion referiert wird.<lb/>
Der nächste Schritt wird nämclich ansonsten, dass wir uns gar nicht mehr<lb/>
zusammensetzen müssen, sondern dass ein diesbezüglicher Wochenbericht oder<lb/>
14-Tage-BEricht dann abgeliefert wird. Ein grässlicher Gedanke.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_08">Im Institut hatte ich Gelegenheit, mit <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> und <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> über die<lb/>
Inpadoc zu sprechen. <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> beschwerte sich bitter, dass er mit dem<lb/>
Leiter der technischen Seite – <rs type="person" ref="#per__134167">Werner</rs> – nicht zusammenarbeiten kann.<lb/>
Disziplinlosigkeit, die bis zu Schwierigkeiten in der Abrechung gehen,<lb/>
gehen <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> gegen den Strich . <rs type="person" ref="#per__134167">Werner</rs> allerdings hat sich sowohl bei<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> als auch bei mir beschwert, dass er ebenfalls keine Möglichkeit<lb/>
hat, mit <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> zusammenzuarbeiten, weil dieser eine schlechte Men<lb break="no"/>schenführung hätte. Ich habe keine Zeit und auch nicht LUst, mich<lb/>
hier in einen Krieg der beiden einzumischen oder gar vielleicht durch<lb/>
wöchentliche Schlichtungen meine Zeit und auch meine Nerven dafür zu<lb/>
opfern. <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs> erklärte dezidiert, er möchte sich in die Agenden von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__134167">Werner</rs> nicht einmischen, wenn er das GEfühl hat oder wenn eine Vereinbarung<lb/>
ustandekäme, dass tatsächlich dann im Sinne der Inpadoc von jedem ent<lb break="no"/>sprechende gearbeitet wird. Ich schlug ihm deshalb vor, er soll einen<lb/>
GEschäftsordnungsentwurfmir vorlegen. Dasselbe konnte und sollte auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__134167">Werner</rs> tun, sodass wir dann versuchen können, aus den beiden dann sicher<lb break="no"/>lich konträren Entwürfen eine gemeinsame schriftliche Lösung zu versuchen,<lb/>
die beide zwar nicht befriedigen aber vielleicht die ARbeit des Inpadocs<lb/>
ermöglichen wird. Sollte dieser Versuch auch scheitern, dann weiss ich<lb/>
selbst auch keinen Ausweg.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_09">Interessant für mich war, dass von der gestrigen Vorsprache der Skiindu<lb break="no"/>strie sowohl die Presse als auch der Kurier erfahren haben und von<lb/>
mir detaillirte INformationen wollten, was wir eigentlich für sie tun.<lb/>
Zum GLück hatte ich bereits mit <rs type="person" ref="#per__97518">Haschek</rs> von der Kontrollbank gesprochen<lb/>
um ihre Exportfinanzierungswünsche dort zu deponieren und <rs type="person" ref="#per__97518">Haschek</rs> aht<lb/>
mir zugesagt, er wird etnsprechende BEsprechungen mit der Skiindustrie auf<lb/>
nehmen. Genauso werde ich mit ÖFVW sprechen, ob es eine Möglichkeit gibt,<lb/>
was ich fast bezweifele, dass man im Zuge der Österreich-Werbung im Aus<lb break="no"/>land auch ohne auf Einzelfirmen einzugehen, die Ski-Problematik in ein<lb/>
Plakat in irgendeiner Weise aufnimmt. Da ich kein p.R.-Mann bin, kann<lb/>
ich mir nur vorstellen, dass eine eventuelle Verbindung Österreich-Ski<lb break="no"/>fahren, der Skiindustrie in irgendeiner Weise helfen könnte.</p><pb n="16-0558" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-15_0558.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Ich werde <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs> mit diesem ERsuchen konfron<lb break="no"/>tieren, bitte vielleicht kannst Du dann mit <rs type="person" ref="#per__134175">Schanov<lb break="no"/>sky</rs> einen Ausweg suchen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_11">Wenn es gelänge, hier einige ANsätze für die Skiindustrie zu machen, wir<lb/>
wollen ja auch auf alle Fälle eine Untersuchung ihnen teilweise mitfinan<lb break="no"/>zieren, dann könnte man dies als Industrie-Aktivität der Öffentlichkeit<lb/>
präsentieren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: BItte lass genau feststellen, wieviel heute die<lb/>
österr. Bundesregierung mit der Handelskammer gemein<lb break="no"/>sam für den österr. Skiverband an Millionenbeträgen<lb/>
aufwendet.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_13">Fr. Dr. <rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs> ist mit Prof. <rs type="person">Beranek</rs> und Prof. <rs type="person" ref="#per__140228">Mang</rs> erschienen, da das<lb/>
Institut für Formgebung, wenn es die Subvention von der Handelskammer<lb/>
– 150.000 S – und von der Österr. Industriellenvereinigung – 130.000 S –<lb/>
nicht erhält, liqudieren muss. Das Handelsministerium gibt 150.000 S<lb/>
und die Handelskammer will hauptsächlich deshalb ausspringen, weil der<lb/>
Vorstand den Prof. <rs type="person" ref="#per__97731">Mautner-Markhof</rs> nicht mehr gewählt hat. Direktor<lb/>
<rs type="person" ref="#per__148997">Plach</rs> von Wifis, der im Vorstand gesessen ist, hat mir <rs type="person" ref="#per__140401">Auböck</rs> jetzt im<lb/>
Rahmen des Wifis einen eigenen Arbeitskreis entwickelt. Ich habe ver<lb break="no"/>sprochen, dass ich mit <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> über dieses Problem reden werde, da am<lb/>
Freitag bereits die eigentliche entscheidende Sitzung in der Handelskammer-<lb/>
stattfinden soll. <rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs> erklärte, dass sie erfahren hat, dass die Stim<lb break="no"/>mung äusserst negativ ist und mit einer Ablehnung der Subventionsansuchen<lb/>
zu rechnen ist. Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich, dass das Handelsmini<lb break="no"/>sterium im Bauzentrum ein Super-Edifikat auf eine Halle hat, die dem<lb/>
Design-Zentrum zwar formell gehört, aber uns zusteht, da sie bereits vor<lb/>
7 Jahren mit Handelsministerium-GEld errichtet wurde. Es müssten jetzt<lb/>
mindestens noch 3 Jahre Ausstellungen dort durchgeführt werden, damit –<lb/>
wie <rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs> meinte – die AfA, d.h. die Abschreibung den Bau amortisiert.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: WEnn es nicht allzuviel Arbeit macht, wäre inter<lb break="no"/>essant, wo Aktivitäten, die uns entweder Grund<lb break="no"/>eigentum oder Gebäude oder sonstige Vermögenswerte<lb/>
geschaffen haben in der Vergangenheit von uns finan<lb break="no"/>ziert und subventioniert, heute noch zu unserer<lb/>
Verfügung und unserem Besitz stehen. GIbt es eine<lb/>
solche Aufstellung ?</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_15">Botschafter der DDR <rs type="person" ref="#per__97445">Fleck</rs> und Gen.Direktor <rs type="person" ref="#per__116960">Mayer</rs> sowie der Handelsrat<lb/>
sind gekommen und nicht nur einen Anstandsbesuch bei mir zu machen,<lb/>
und mich nach Berlin formell einzuladen, sondern auch noch doe offenen<lb/>
Probleme bei den Vertragsverhandlungen zu besprechen. Es ist unserer<lb/>
Verhandlungsdelegation – und dazu ist sie zu beglückwünschen – geglückt,<lb/>
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Importe der DDR aus Österreich – nämlich 7 – 10 % jährlich als Gegenleistung<lb/>
für unsere Liberalisierung zu erreichen. Die einzige Schwiergkeit ist,<lb/>
dass die Handelskammer noch immer wünscht, dass im Vertrag in Schilling<lb break="no"/>fakturierung in irgendeiner Weise erwähnt wird. Wir haben bei keinem ein<lb break="no"/>zigen Ostvertrag dies durchsetzen können. Die Multilateralisierung wurde<lb/>
nur dadurch zum Ausdruck gebracht, dass man erklärt hat, die REchnungen und<lb/>
Bezahlungen erfolgen in konvertiblen Währungen. Ich habe – nachdem Gen.<lb/>
Direktor <rs type="person" ref="#per__116960">Meyer</rs> erklärte, er müsste unbedingt in einem solchen FAll eine<lb/>
interministerielle BEsprechung in Berlin durchführen – empfohlen, gegebenen<lb break="no"/>falls die Verhandlungen zu unterbrechen. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>, aber auch <rs type="person" ref="#per__112973">Hillebrandt</rs> und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114560">Tschach</rs> sowie <rs type="person" ref="#per__112956">Schwarz</rs> haben nachher gemeint, dies würde ein denkbar<lb/>
schlechtes Zeichen sein. Sie befürchten, dass in diesem FAll auch sogar die<lb/>
Zugeständnisse, die <rs type="person" ref="#per__116960">Meyer</rs> schon gemacht hat, in der DDR genau analysiert<lb/>
werden und die Verhandlungen sich nachher nur noch mehr versteifen könnten.<lb/>
Dies glaube ich zwar nicht und ich bon überzeugt, dass aus den weiteren Ge<lb break="no"/>sprächen dann Gen.Direktor <rs type="person" ref="#per__116960">Meyer</rs> sehr wohl zu erkennen gegeben hat, dass<lb/>
er sich bemühen wird, doch noch eine Kompromisslösung auch für diesen Punkt<lb/>
zu erreichen. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs>, aber auch <rs type="person" ref="#per__112973">Hillebrandt</rs> werden den Handelskammervertreter<lb/>
neuerdings vor Augen führen, was bereits erreicht wurde und welches Risiko<lb/>
darin steckt, wenn man sich über diesen letzten Punkt nicht dochnoch in<lb/>
irgrendeiner Form einigt. Auf alle Fälle haben wir, wenn wir den letzten<lb/>
offenen Vertrag, nämlich den der DDR, jetzt mit escape-Klausel – Aufstockung<lb/>
als Gegenleistung für die Liberalisierung, letzten Endes sogar in irgend<lb break="no"/>einer Weise die Schillingfakturierung durchsetzen, wirklich in den ver<lb break="no"/>gangenen drei Jahren haben praktische ARbeit für die österr. Industrie ge<lb break="no"/>leistet. WEnn mann bedenkt, dass tatsächlich die Ostflanke aufgerissen<lb/>
war, als wir die Arbeit hier aufgenommen haben, dann können wir sagen,<lb/>
dass jetzt eine weitestgehende Absicherung erreicht werden konnte. In<lb/>
eventuellen harten Auseinandersetzungen, dass ich für die Industrie<lb/>
und die österr. Wirtschaft kein VErständnis hätte, werden wir dies einmal<lb/>
dringendst brauchen können.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Ich frage mich immer, ob wir nicht dann nach Abschluss<lb/>
des DDR-Vertrages prophylaktisch eine Art kleine Pro<lb break="no"/>pagandakampagne starten sollten. Vielleicht allerdings<lb/>
ist es zweckmässiger, das Pulver trocken zu halten und<lb/>
abzuwarten, bis die ANgriffe auf einem anderen Sektor<lb/>
kommen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_17">Prof. <rs type="person" ref="#per__148999">Plasil</rs>, der 1948 als sozialdemokratischer Vizepräsident des National<lb break="no"/>rates emigrieren musste, fragte bei mir schüchtern an, ob es nicht eine<lb/>
<pb n="16-0560" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-15_0560.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Möglichkeit für ihn gebe, sich zu betätigen. Er muss auf Grund der UNIDO-<lb/>
BEstimmungen mit 60 in Pension ghen, hat aber von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> seinerzeit ein.<lb/>
mal einen Hinweis erhalten, dass die Österreicher sich bemühen solltn,<lb/>
diese UNIDO-Beamten nachher wieder hie uns zu beschäfitgen. Er hat sich<lb/>
deshalb an <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> vor etlichen Monaten gewendet, der hat ihn an die ÖIAG<lb/>
verwiesen. Gen.Direktor <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> hat ihm immerwieder erklärt, es gäbe schon<lb/>
Möglichkeiten, insbesondere nach der grossen Stahlfusion usw. Nun hat er<lb/>
einen Brief bekommen, dass sein Typ als Fachmann nicht gebraucht werden<lb/>
könnte. Prof. <rs type="person" ref="#per__148999">Plasil</rs>, den <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> sehr gut kennt, fragte nun bei mir an,<lb/>
ob wir eine VErwendung für ihn haben. Er erklärt sich von vornherein ein<lb break="no"/>verstanden, dafür keine Bezahlung zu bekommen. Maximal erwartet er, dass<lb/>
wenn man ihn irgendwo hin schickt, die Reisekosten verrechnen kann, was<lb/>
ja selbstverständlich ist. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs>, die ich für diese BEspre<lb break="no"/>chung zuzog haben dann eine phantastischen Vorschlag gehabt, nämlich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> meinte, er sollte als Fachmann, sprachkundig und internationale<lb/>
Verbindung besitzend – er war in der ECE ebenfalsl sher lange tätig,<lb/>
im Europa-Institut mitarbeiten. Dieses Institut führt bis jetzt ein kümmer<lb break="no"/>liches Dasein, weil sowohl unsere Leute vom Büro kaum Zeit finden können,<lb/>
die Arbeit dort wirklich zu aktivieren. ZIelführend wäre eine leiten<lb break="no"/>de Position für <rs type="person" ref="#per__148999">Plasil</rs> dort zu schaffen. <rs type="person" ref="#per__148999">Plasil</rs> aht mir allelrdings<lb/>
gesagt, er wäre bereits als Experte einverstanden, auch dort in unter<lb break="no"/>geordneter Position mitzuarbeiten. Da wir aber selbst ja gar keine Leitungs<lb break="no"/>funktionäre stellen können, die entsprechende Zeit haben, wird es<lb/>
zielführend sein, hier <rs type="person" ref="#per__148999">Plasil</rs> wirklich eine einmalige Chance zu geben,<lb/>
das Europa-Institut zu aktivieren und damit unsere Idee endlich zum<lb/>
Durchbruch zu bringen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: BItte einen entsprechenden Vorschlag konkret mit<lb/>
unserem Büro und <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> ausarbeiten und mit <rs type="person" ref="#per__148999">Plasil</rs><lb/>
bespchren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_19">Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97449">Freibauer</rs> von der Universale wollte, dass ich mich stärker ein<lb break="no"/>schalte, damit die Rohrisolierung, die Universale mit Spie Patignol<lb/>
einer franz. Firma in Österreich, betreiben, auch in Algerien zum Zug<lb/>
kommen könnten. Ich habe ihn über die Gasverträge der <choice><choice><sic>Austria-Ferngas</sic><corr>Austro-Ferngas?</corr></choice></choice><lb/>
und Konsortium sowie der Algerier eingehend informiert. <rs type="person" ref="#per__97449">Freibauer</rs> wird<lb/>
voererst mit <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> und <rs type="person">Gruber</rs> sprechen, um eine Unterstützung für<lb/>
das Gasleistungsgeschäft in Algerien zu bekommen, die franz. Firma<lb/>
fürchtet, dass sie als Ressentiment oder sonstigen GRünden in Algerien<lb/>
nicht so leicht zum Zug kommt als die österreichische Firma, an der sie ja<lb/>
massgebend beteiligt ist. Für die neue Europa-MOKA-Leitung müsste sich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97449">Freibauer</rs>, wie ich ihm erklärte , mit der ÖMV, die 51 bekommt, ins Ein<lb break="no"/>vernehmen setzen.</p><pb n="16-0561" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-15_0561.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_20">Ich habe mit <rs type="person" ref="#per__97449">Freibauer</rs> auch gleichzeitig die Angriffe wegen des Bau<lb break="no"/>kostenindexes diskutiert. <rs type="person" ref="#per__97449">Freibauer</rs> war interssanterweise von seiner Innung<lb/>
ebenfalls falsch informiert. In so einer wichtigen Frage hat niemand die<lb/>
tatsächlichen Erhebungen, die bereits im statistischen Zentralamt-Nachrich<lb break="no"/>ten veröffentlicht wurden , gelesen und behauptetdeshalb, es handelt sich<lb/>
bei dem Index um Anbotspreise, was bereits durch diese seinerzeitig<lb/>
PUblikation widerlegt ist, weil dort genau drinnensteht, dass es sich<lb/>
immer um Zuschlagspreise handelt. Darüber hinaus werden die 43 Baumei<lb break="no"/>ster nicht manipuliert sondern wurden auf Grund einr Umfrage auch frei<lb break="no"/>williger Basis ermittelt. Die grossen Betriebe, die sich jetzt be<lb break="no"/>schweren, dass sie nicht berücksichtigt wurden, haben wahrscheinlich<lb/>
damals abgelehnt sich an dieser Indexberechnung, d.h. an den Erhebungen<lb/>
zu beteiligen. <rs type="person" ref="#per__97449">Freibauer</rs> sagt, dass er jetzt für den Aufsichtsrat UNter<lb break="no"/>suchungen angestellt hat, und dass dort eine ca. 8 %-ige Verteuerung<lb/>
im Vorjahr festzustellen sei. <rs type="person" ref="#per__97449">Freibauer</rs> wird dieses ganze Problem noch<lb/>
einmal mit seinen Fachleuten besprechen und mir dann entsprechend BEscheid<lb/>
sagen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_21">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs> TUND <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Vielleicht wäre es zielführend, wenn in<lb/>
Hinkunft eine solche Streitfrage entsteht, das<lb/>
wir unverzüglichst versuchen, uns ein entsprechend<lb/>
Bild zu machen und dann beim nächsten Pressefrüh<lb break="no"/>stück aufklärend wirken , oder wo es sehr dringend<lb/>
ist, sofort eine INformation hinasugeben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_22">Natürlich wäre es eigentlich Aufgabe des Statistischen Zentralamtes, welches<lb/>
so schwer beschuldigt wurde, sofort zu reagieren. Zu meiner grössten Ver<lb break="no"/>wunderung dauert es aber auch bei heftigsten Angriffen tagelang, bis sich<lb/>
ein Amt wehrt. Dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> neben seinen vielen Agenden nicht auch noch<lb/>
die Aufgabe der VErteidigung der Statistischen Zentralamtes und deren<lb/>
Publikationen übernehmen kann, erscheint mir selbstverständlich. Hier<lb/>
würdeich an seiner STelle eben z.B. <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> generell und durch Anwei<lb break="no"/>sung beauftragen, diese GEsichtspunkte wahrzunehmen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_23">Bezirksrat <rs type="person" ref="#per__97347">Berger</rs>, der von den Sektionsleitern an erster STelle als<lb/>
neuer Bezirksvorsteher vorgeschlagen wurde, hat im Prinzip bei mir<lb/>
diesen Vorschlag angenommen. Er fühlt sich durch diesen Beschluss sehr<lb/>
geehrt, muss aber natürlich vorher mit seinem Dienstgeber – Siemens –<lb/>
reden, ob uns inwieweit er seine Rechte, die er sich dort durch 30-jäh<lb break="no"/>rige Tätigkeit erworben hat, gewahrt erhält. Ich empfahl ihm auch, dass<lb/>
er sich mit seiner Frau über diese neue Tätigkeit genau aussprechen sollte<lb/>
Da wie er mir mitteilte, sein Sohn jetzt geheiratet hat und von zu Hause<lb/>
weggezogen ist, wird es umso mehr für sein Famielienleben von Bedeutung<lb/>
sein, ob und inwieweit seine Frau hier dieser neuen Tätigkeit zustimmt.</p><pb n="16-0562" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-15_0562.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_24">Ein gewisses Risiko bleibt es auf alle Fälle. Niemand weiss, wie lange<lb/>
wir den Bezirksvorsteher stellen können und natürlich muss es sich finan<lb break="no"/>ziell und vor allem einmal wegen seiner Pension absichern. Die beste Lö<lb break="no"/>sung wäre, wenn er einen Karenzurlaub bekommen könnte. Er sagte aber mit<lb/>
Recht, dass er als TEchniker immer den Kontakt weiterbraucht, weil er anson<lb break="no"/>sten bei Wiedereintritt vollkommen abgehängt ist. Dies ist auch der Grund,<lb/>
warum er sich bis jetzt als Betriebsratsobmann nicht freistellen liess.<lb/>
Hier zeigt sich, dass <rs type="person" ref="#per__97347">Jacky</rs> ein sehr vernünftiger und weitblieckender Mensc<lb/>
ist. Er hat nicht um des Vorteiles willen als freigestellter vielleicht<lb/>
mehr Freizeit zu haben, eine berufliche Karriere geopfert.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_25">In der Bezirksausschuss-Sitzung meinte <rs type="person" ref="#per__97309">Adelpoller</rs> ganz am Ende nach einer<lb/>
sehr langen Diskussion über Bezirksprobleme, er hätte eigentlich eine<lb/>
politische DIskussion erwartet. In Wirklichkeit meinte er, wir hätten auf<lb/>
Grund derletzten BEsprechungen mit den Sektionsleitern bereits im Be<lb break="no"/>zirksausschuss die Personalfragen diskutieren sollen. GEnau dies anber<lb/>
wollte ich nicht. Zuerst müssen wir die ganze Personalprobleme im Be<lb break="no"/>zirksvorstand besprechen, vor allem muss ich ja wissen, wie sich <rs type="person" ref="#per__146031">Berger</rs><lb/>
endgültig entscheidet, bevor wir die BEschlüsse im Vorstand, Bezirksausschuss<lb/>
und Bezirkskonferenzen dann herbeiführen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_26"><rs type="person" ref="#per__112986">Weisbier</rs> hat dann übrigens vorgeshlagen, dass wir auf unserer nächsten<lb/>
Bezirkskonferenz am Donnerstag auch REsolutionen beschliessen sollen,<lb/>
die auf der einen Seite die Regierung in ihrem Kampf unterstützt und auf<lb/>
der anderen SEite aber endlich für unseren Bezirke entpsche Kinder<lb break="no"/>spielplätze, Sportplätze undsonstige ERholungsräume fordert.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_27">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte diese Resolutionen mit <rs type="person" ref="#per__112037">Tischler</rs> und <rs type="person" ref="#per__112986">Weisbier</rs><lb/>
vorbereiten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_28">Interessant war, dass ganz zum Schluss dann och eine Diskussion über die<lb/>
Zweckmässigkeit des Wirtschaftswachstums und die Verteilungsproblematik<lb/>
von den jüngeren Genossen angeschnitten wurde. Hier zeigt sich das UNge<lb break="no"/>hagen auch in unserer Partei, das über die Verteilungsproblematik und über<lb/>
die Veteilungspolitik in den lezten Monaten und JAhren nicht nur nicht ein<lb break="no"/>mal diskutiert wurde, geschweige denn eine Verteilungsänderung d.h. wenn<lb/>
amn will ein Klassenkampf härter geführt wurde. Auch dies ist zweifelsohne<lb/>
ein UNbehagen, welches sich schön langsam jetzt in unserer Bewegung sicher<lb break="no"/>lich bei den jüngeren Genossen stärker als bei den älteren zum Vor<lb break="no"/>schein kommt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-15_29"/></div>
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            <head>Tagesprogramm, 15.5.1973</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 71. Ministerratssitzung, 15.5.1973</head>
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            <head>hs. Notizen (TO Ministerratssitzung Rückseite)</head>
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               <occupation>Wr. Bgm. bis 1973</occupation>
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               <occupation>Wissenschaftsministerin</occupation>
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               <occupation>Sekr. JS, ab 1973 GF VKI</occupation>
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               <persName type="label">Reisinger, Karl</persName>
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               <occupation>GD Wr. Stadtwerke</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__134167">
               <persName type="label">Werner, A</persName>
               <persName><surname>Werner</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>[tätig bei Siemens, Impadoc und anderen Firmen;] hat die Fa. Nixdorf für
                  Aufnahme einer Produktion in Österreich gewonnen</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97543">
               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/102318379X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97668">
               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118566512</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__125380">
               <persName type="label">Fridl, Josef</persName>
               <persName><surname>Fridl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>oö. SPÖ-Politiker</occupation>
               </person>
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